241723 · Mitteilungsvorlage
Kommunale Wärmeplanung - Umsetzungsstrategie
Kerndaten
- Nummer
- 241723
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 20.12.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (47.338 Zeichen)
Mitteilungsvorlage
öffentlich
241723
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Kommunale Wärmeplanung - Umsetzungsstrategie
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 22.01.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
04.02.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
04.02.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Der Rat der Bundesstadt Bonn hat die Verwaltung mit der Erstellung einer
kommunalen Wärmeplanung beauftragt (vgl. DS212052, DS231003,
DS231816und DS232187und Zielbeschluss Klimaplan
DS222006).Sie besteht laut §§ 13ff Wärmeplanungsgesetz (WPG) im
Wesentlichen aus vier Arbeitsschritten:
• 1. Bestandsanalyse (§ 15 WPG)
• 2. Potenzialanalyse (§ 16 WPG)
• 3. Erstellung von Zielszenarien und den daraus folgenden
Versorgungsgebietenmit geeigneten Wärmeversorgungsarten (§§ 17,
18, 19 WPG)
• 4. Entwicklung einer Umsetzungsstrategie (§ 20 WPG).
Mit dieser Mitteilungsvorlage informiert die Verwaltung über die Ergebnisse von
Schritt 4 - Entwicklung einer Umsetzungsstrategie sowie eine Ergänzung zu
Schritt 3 (Wärmeversorgungsgebiete für Betrachtungszeitpunkte 2030, 2035
und 2040 nach §18 Abs. 3 WPG). Über die Ergebnisse von Schritt 1 und 2
wurde bereits im Mai (DS240943), über Ergebnisse zu Schritt 3 im
Oktober/November (DS 241427) berichtet.
Ab Januar wird es eine 30-tägige Offenlegung aller Inhalte der kommunalen
Wärmeplanung nach §13 Abs. 4 WPG geben. Der Wärmeplan soll nach
Beratung in den zuständigen Ausschüssen sowie den vier Bezirksvertretungen
dem Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am 08.05.2025 zur
Beschlussfassung vorgelegt werden.
Umsetzungsstrategie mit Maßnahmenpaket
Um das Zielszenario 2035 (veröffentlicht in DS 241427) zu erreichen, sind
umfangreiche Maßnahmen notwendig, die über die bisherigen Aktivitäten der
Energiewende weit hinausgehen. Die Umsetzungsstrategie (die GesamtheitSeite 1 von 37
Seite 2
dieser Maßnahmen) ergibt sich aus einer Rückwärtsplanung: Welche Schritte
sind notwendig? Wer muss was in welcher Priorisierung tun, damit das
Zielszenario 2035 erreicht werden kann?
Berücksichtigt wurden dabei sowohl technisch-bauliche, als auch
organisatorische, politische und sozio-ökonomische Maßnahmen. Eingeteilt
wurden sie in die vier unten aufgeführten Handlungsfelder (A-D) und mit einer
zeitlichen Einordnung des Maßnahmenbeginns versehen („kurzfristig“ = bis
Ende 2025; „mittelfristig“ = bis Ende 2028; „langfristig“ = bis Anfang 2035).
Anhang 1 fasst auf den Folien 10-22 die Ergebnisse zusammen.
A - Strategische Steuerung / Governance
Die Aufgabe der strategischen Steuerung liegt in der Verwaltung – in
Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und Versorgern. Neben Monitoring und
Controlling aller Maßnahmen umfasst diese Steuerung zum Beispiel folgende
Maßnahmenpakete:
• Klärung von Zuständigkeiten und Strukturen sowie Beschleunigung von
Planungs- und Genehmigungsverfahren durch Ausbau von Kapazitäten
und Digitalisierung. Dies ist erforderlich, da das Zielszenario sowohl den
Neubau und Ausbau von Wärmenetzen als auch den Bau neuer
Wärmeerzeugungsanlagen und Speicher erfordert.
• Identifikation und Vorhaltung von Flächen zur Gewinnung von
Erneuerbaren Energien (Wärmeerzeugung, Stromerzeugung) und deren
Speicherung (Wärmespeicher, Stromspeicher). Die Potenzialanalyse
ergab für Bonn insb. Potenziale im Bereich Solarthermie, Photovoltaik
und Geothermie.
• Entwicklung eines koordinierten gesamtstädtischen Vorgehens für den
Neubau lokaler Nah- und Fernwärmenetze (auch Insellösungen und
Quartierskonzepte).
• Ausweisung von Gebieten zum Ausbau und Neubau von Wärmenetzen
nach §26, 27 WPG
B - Erneuerbare Energien Versorgungsanlagen und Speicher
Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf Solarenergie, Geothermie, Umweltwärme aus
dem Rhein sowie aus dem Abwasser und der Nutzung von Abwärme - insb.
aus der Müllverwertung. Auch saisonale Wärmespeicher sowie Stromspeicher
müssen errichtet werden. Die Verantwortung für den Ausbau von EE-Anlagen
und Speichern liegt vorwiegend bei den jeweiligen Wärme- und
Stromversorgungsunternehmen.
C - Netz-Infrastruktur
Durch die Verwaltung sind die planerischen Voraussetzungen für einen
Netzausbau zu schaffen. Die Verantwortung für den Netzausbau wird dann
vorwiegend bei den Netzbetreibern liegen. Der Begriff Netz-Infrastruktur
umfasst vier unterschiedliche Netze:Seite 2 von 37
Seite 3
• Wärmenetz: Die bestehende Fernwärmenetzkapazität muss erneuert
und erweitert werden. Zusätzlich werden weitere lokale Nahwärmenetze
und Quartierslösungen benötigt. Hierfür sind durch die Verwaltung
rechtliche Rahmenbedingungen (bspw. Gestattung, ggf. Anschluss- und
Benutzungszwang) zu regeln und zu klären, ob und wie die
Wärmeleitungen in engen Straßenquerschnitten untergebracht werden
können. Die kommunale Wärmeplanung liefert eine Grundlage für die
konkrete Fernwärme-Ausbaustrategie der Stadtwerke, die nach
Abschluss der kommunalen Wärmeplanung erstellt wird. Der Fokus des
Ausbaus und des Neubaus von Wärmenetzen wird auf die in der
Versorgungskarte dunkelorange dargestellten Teilgebiete gelegt werden
sowie – mit Blick auf die Daseinsvorsorge – auf diejenigen hellorangen
Teilgebiete, die (laut Eignungskarte für dezentrale Versorgung, siehe
Folie 8 in Anhang 2) für Wärmepumpen eher ungeeignet sind.
• Stromnetz: Um den durch Wärmepumpen, aber auch Elektromobilität
stark wachsenden Strombedarf decken zu können, muss das Stromnetz
kapazitär deutlich erweitert und ausgebaut werden.
• Gasnetz: Die EU-Gasbinnenmarkt-Richtlinie 8/2024, die bis 7/2026 in
deutsches Recht umgesetzt werden muss, löst perspektivisch eine
Verpflichtung für Netzbetreiber aus, Gasnetz-Stilllegungspläne
vorzulegen, wenn eine Verringerung der Erdgasnachfrage zu erwarten
ist. Ziel ist es dabei, die immer niedrigere Anzahl am Gasnetz
verbleibender Bürger*innen vor stark steigenden Gasnetzentgelten zu
schützen. Zudem bewahrt die Transparenz über Gasnetz-
Stilllegungspfade die Eigentümer*innen vor Fehlinvestitionen in neue
Gasheizungen.
• Wasserstoffnetz: In Bonn wird kein Wasserstoff-Verteilnetz zur
dezentralen Versorgung für alle Haushalte (analog zum
Erdgasverteilnetz) neu aufgebaut und auch kein Wasserstoff anteilig im
bestehenden Gasverteilnetz für Endkund*innen beigemischt werden
(vgl. DS 241427). Es wird jedoch Wasserstoff zur Dekarbonisierung der
Bonner Fernwärme (z.B. HKW Nord) und ggf. für einzelne
Industrieanwendungen benötigt. Der Bonner Verteilnetzbetreiber
BonnNetz strebt daher in enger Abstimmung mit den
Fernleitungsnetzbetreibern einen Anschluss an das
Wasserstoffkernnetz an.
D - Heizungstechnologien / Wärmebedarfsreduktion
• Stadt als Vorbild: Heizungsumstellung und Sanierung sowie
Suffizienzmaßnahmen für kommunale Liegenschaften
• Beratung, Kampagnen und Wettbewerbe zu Wärmebedarfsreduktion
und Heizungswechsel
• sozial gerechte Förderung von Gebäudemodernisierungen und neuer
Heizungstechnologien
• Prüfung ggf. weiterer kommunaler Steuerungsmöglichkeiten (bspw. der
Preisgestaltung von fossilen bzw. klimafreundlichen Energieträgern)
Eine wesentliche Erkenntnis der Entwicklung der Umsetzungsstrategie ist, dass
der Kommune eine proaktive Rolle zukommen muss, damit die WärmewendeSeite 3 von 37
Seite 4
gelingen kann (vgl. Leitfaden zur Wärmeplanung des BMWK). Um im Rahmen
der kommunalpolitischen Beschlusslage die Ziele der CO2-Reduktion in der
Bundesstadt Bonn bis 2035 erreichen zu können, bedarf es unterschiedlicher
Netzbetreiber und Wärmeversorgungsunternehmen zur Erschließung der
regenerativen Wärmequellen und unvermeidbarer Abwärme. In Frage dafür
kommen überregional agierende Mitbewerber, aber bspw. auch
Bürgerenergiegesellschaften, die bspw. als Prosumer (Produzenten und
Konsumenten von Nahwärme) die kommunale Wärmewende im Quartier
mitgestalten möchten. Um diese zu gewinnen, müssen aktive Partnerschaften
gebildet, Flächen und Standorte angeboten und Investitionen unterstützt
werden.
Wärmeversorgungsgebiete in Teilschritten
Die bereits in DS 241427 veröffentlichte Eignungskarte für Wärmepumpen und
Wärmenetze wurde ergänzt durch Karten für die Betrachtungsjahre 2030, 2035
und 2040 (nach §18 Abs. 3 WPG, siehe Folien 3-6 im PDF-Anhang 2).
Dargestellt sind modellierte mögliche Zwischenschritte des
Wärmenetzausbaus. Diese wurden auf Basis von modellierten wirtschaftlichen
Gebäude-Entscheidungen, die auf den Indikatoren aus den Zielszenarien
beruhen, und modellierten Anschlussraten ans Wärmenetz ausgewählt. Die
Wärmenetz-Infrastruktur wird in der im Modell hinterlegten Ausbaustrategie
vorrangig in Teilgebieten mit den höchsten modellierten Wärmenetz-
Anschlussraten ausgebaut. Dem Modell ist aber noch nicht hinterlegt, über
welche Wärmequellen diese Wärme bereitgestellt wird.
Diese Ausbaustrategie spiegelt nicht die tatsächliche Fernwärme-
Ausbauplanung des Stadtwerke-Konzerns wider. Diese Berechnungen bilden
die theoretische Grundlage, auf deren Basis im nächsten Schritt technische und
wirtschaftliche Machbarkeitsstudien folgen, aus denen sich anschließend die
konkrete Fernwärme-Ausbauplanung der Stadtwerke ableitet/konkretisiert.
Ausblick
Anfang Januar bis Anfang Februar 2025 wird es eine 30-tägige Offenlegung
aller Inhalte der kommunalen Wärmeplanung nach §13 Abs. 4 WPG geben.
Während dieser Zeit können die Öffentlichkeit, die in ihren Aufgabenbereichen
berührten Behörden, Träger öffentlicher Belange und beteiligte Akteur*innen in
die veröffentlichten Entwürfe zu den Zielszenarien (nach §17 WPG), zu den
voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebieten und Wärmeversorgungsarten
(nach §§18, 19 WPG) sowie zur Umsetzungsstrategie (nach §20 WPG)
Einsicht nehmen und dazu Stellungnahmen abgeben. Die Offenlage wird im
Foyer des Stadthauses sowie online über die Beteiligungsplattform www.bonn-
macht-mit.de erfolgen. Die Stellungnahmen werden seitens der Verwaltung für
die finale Beschlussvorlage bewertet und im Rahmen der Abwägung
berücksichtigt
Bis März 2025 werden die hier bisher veröffentlichten Maßnahmen der
Umsetzungsstrategie ergänzt durch weitere Maßnahmen zur
sozialverträglichen Ausgestaltung der Wärmewende. Hierzu wurde nach
Ausschreibung das Öko-Institut Freiburg beauftragt.Seite 4 von 37
Seite 5
Der Wärmeplan soll nach Beratung in den zuständigen Ausschüssen sowie den
vier Bezirksvertretungen dem Rat der Stadt Bonn in seiner Sitzung am
08.05.2025 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Im Anschluss wird der beschlossene Wärmeplan gemäß §2 Abs. 8 und §7
Landeswärmeplanungsgesetz (LWPG) i.V.m. §21 WPG elektronisch ans
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) übermittelt und
dort bewertet. Hierzu übermittelt das LANUV innerhalb von sechs Monaten eine
entsprechende Stellungnahme an die Kommunalverwaltung und den Rat der
Stadt Bonn. Die Stellungnahme des LANUV entfaltet keine verbindlichen
Rechtspflichten. Es steht im Ermessen der Stadt, geeignete
Umsetzungsmaßnahmen auf der Grundlage der Bewertung des LANUV zu
ergreifen. Die Umsetzung der Wärmewende-Maßnahmen kann und sollte aber
bereits unmittelbar nach dem Ratsbeschluss starten.
Anlage/n
1 Anhang 1 - 20241210 kWP Umsetzungsstrategie und Maßnahmen (öffentlich)
2 Anhang 2 - 20241210 kWP Wärmeversorgungskarten nach
Betrachtungsjahren (öffentlich)Seite 5 von 37
Die kommunale Wärmeplanung auf
Basis eines digitalen Zwillings
Umsetzungsstrategie - Maßnahmen
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
1Seite 6 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
INHALT
1. Einführung
2. Maßnahmenübersicht
2Seite 7 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Organisatorische, politische und sozio-ökonomische
Maßnahmen
Bestandteile der Umsetzungsstrategie sind die zur Erreichung
des Zielszenarios 2035 notwendigen Maßnahmen
▪ Aus kWP indirekt abgeleitete Maßnahmen zur Befähigung der
Kommune zur Umsetzung der nötigen technisch-baulichen
sowie der flankierenden Maßnahmen
▪ Maßnahmen zur Information und Aktivierung der Bonner
Bürger*innen
▪ Aus kWP direkt abgeleitete Maßnahmen zur Umsetzung
einer klimaneutralen Wärmeversorgung in der Kommune bis
2035 respektive 2045
▪ Die Umsetzungsstrategie liefert technisch-bauliche
Maßnahmen zur Erreichung der Ziele einer klimaneutralen
Wärmeversorgung für 2035 respektive 2045
Technisch-bauliche Maßnahmen
Umsetzungsstrategie
3Seite 8 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Die Kommune in ihren neuen Schlüsselrollen: Planungsverantwortliche
Koordinierungsstelle und ihre Einflussbereiche/Aufgaben
4
Reduzierung des Energieverbrauchs eigener
Gebäude (z.B. durch Sanierung, Umstellung der
Wärmeversorgung der eigenen Liegenschaften).
Rolle der Verbraucherin
Verantwortung für eine sichere
Energieversorgung ihrer Bürger*innen:
Dies umfasst den Aufbau geeigneter und sozial
gerechter Wärmeversorgungsarten,
Standortauswahl und Ausbau der Netzinfrastruktur
in Kooperation mit anderen Akteuren (z.B.
Wärmenetzbetreibern oder Stadtwerken).
Rolle der Versorgerin (i.S.d. Daseinsvorsorge)
Rolle der Reguliererin Rolle der Motivatorin
Neu: Festlegung von Vorgaben zur Förderung und
Verpflichtung zielkonformer Wärmeversorgung
(z.B. Ausweisung von Flächen im Flächen-
nutzungsplan für die Erzeugung von erneuerbaren
Energien, Festlegung von Fernwärmesatzungen).
Förderung von Investitionen Dritter
(z.B. durch gezielte Information einzelner Akteure,
Entwicklung von Förder- und
Beratungsprogrammen).
Quelle:Bundesleitfaden BMWKSeite 9 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Die Kommune als planungsverantwortliche Koordinierungsstelle
in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren
Die Kommune als planungsverantwortliche,
zentrale Koordinierungsstelle der
Wärmewende in aktiver Rolle
Jede*r Bürger*in entscheidet selbst über
seine Heizungstechnologie und sein
Gebäude
Externe Akteure unterstützen
bei der Umsetzung der
Maßnahmen
Kommune
(Steuerungsgruppe)
Bürger*in
Politik
Netzbetreiber Energieversorger/-
genossenschaften
Energieagentur/-
beratung
Handwerk und
Dienstleister
Landesämter
(z.B. LANUV)
Nachbar-
kommunen
Akteure auf kommunaler Ebene geben Leitlinien vor oder stellen
Fördermittel zur Verfügung oder ermöglichen Vernetzung und Synergien
5Seite 10 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Eine strukturierte Entwicklung der Umsetzungsstrategie durch gezieltes
Backcasting der Ergebnisse aus der kommunalen Wärmeplanung
6
Ableitung von Maßnahmen auf Basis der in der kommunalen
Wärmeplanung durchgeführten Analysen und gewonnenen Erkenntnissen1
Dokumentation der identifizierten Maßnahmen und Strukturierung in
übergeordneten Handlungsfelder
2
Priorisierung und zeitliche Einordnung der Maßnahmen3Seite 11 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Zwischenschritt zur Umsetzungsstrategie: Ableitung der Handlungsfelder
aus dem Status Quo und der Potenzialanalyse
▪ Unsanierte Altbauten von vor 1980
(14% des Gebäudebestands) sind
für 34% des Gesamtenergie-
verbrauchs verantwortlich
▪ Nichtwohngebäude und
Mehrfamilienhäuser: 72% des
Wärmeverbrauchs in 55% der
Gebäude
▪ 92% der Gebäude im
Stadtgebiet heizen mit Gas oder Öl.
▪ Hohe Wärmedichte (>1.050
MWh/ha) in Stadtzentrum,
Südstadt und Bad Godesberg
▪ Geothermie-Potenzial:
Oberflächennah: 1.250 GWh/a – 1/3
des Wärmeverbrauchs in Bonn.
Mitteltief: 1.170 GWh/a
▪ Max. Sanierungspotenzial: Der
Wärmeverbrauch kann durch
Vollsanierungsmaßnahmen um 49%
gesenkt werden.
▪ Freiflächen-Solarthermie:
4.300 GWh/a – benötigt
Zwischenspeicherung, nicht
grundlastfähig.
▪ Großwärmepumpen-Potenzial:
Nutzung sensibler Wärme aus
Wasserquellen (z.B. Flusswasser,
Abwasser) – energie- und
kosteneffizient nutzbar
Kernerkenntnisse
Bestandsanalyse
Kernerkenntnisse
Potenzialanalyse
▪ Erneuerbare Energien
Versorgungsanlagen und
Speicher
▪ Identifikation städtischer
Freiflächen für EE-Anlagen und
Speicher
▪ Technische Machbarkeits-
studien für erneuerbare
Wärmepotenziale: Solarthermie-
Freiflächen, mitteltiefe Geothermie
und Umweltwärme aus
Kläranlagen.
Beispiel für ein Handlungsfeld
und Maßnahmen
7
In der gesamten Potenzialanalyse wurden nur theoretische und technische Potenziale ermittelt. Die wirtschaftlichen und realisierbaren Potenziale werden kleiner sein und können erst im
Rahmen der Flächenanalyse und ggf. erst bei der Konkretisierung einzelner Projekte detaillierter ermittelt werden. Die einzelnen technischen Potenziale stehen in Flächenkonkurrenz zueinander.
Quelle: Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung Bonn (Bestands- und Potenzialanalyse)
7Seite 12 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Leitfrage: Was muss passieren damit die Wärmeversorgung in Bonn
bis 2035 dekarbonisiert ist?
Zielszenario 2035
Sanierung
▪ Effizienzsteigerung durch
Sanierung: Durch gezielte
Sanierungsmaßnahmen muss der
aktuellen Wärmebedarf im Stadtgebiet
um 28 % reduziert werden
▪ Gebäudesanierung: Es müssen
19.100 Gebäude teil- oder vollständig
saniert werden, durchschnittliche
jährliche Sanierungsrate von 2,8 %
(1.700 Gebäude/a)
Netzausbau
▪ Ausbau der Wärmenetze: Eine
Verzehnfachung der angeschlossenen
Gebäude und zusätzliche Kapazitäten
sind erforderlich
▪ Steigerung der Anschlussraten:
50-70% der Gebäude-
eigentümer*innen im Bonner Zentrum
müssen sich für einen Anschluss an ein
Wärmenetz entscheiden
▪ Stromnetzausbau und
Bedarfsdeckung: Der Strombedarf für
die Wärmeversorgung wird von
38 GWh/a auf ca. 420 GWh/a steigen;
das Stromnetz muss ausgebaut
werden, auch unter Berücksichtigung
des zusätzlichen Bedarfs für E-
Mobilität
▪ Die CO2-Emissionen müssen bis zum
Zieljahr 2035 um 98% reduziert
werden
▪ Umstellung auf erneuerbare
Wärmequellen: Der Anteil
erneuerbarer Energien in
Wärmenetzen muss ab 2030 zu einem
Anteil von mindestens 30% und ab
2040 von mindestens 80% aus
erneuerbaren Energien,
unvermeidbarer Abwärme oder einer
Kombination hieraus, gespeist werden
▪ Dekarbonisierung des deutschen
Strommixes oder Umstieg auf einen
Ökostrom-Anbieter
Emissionen
8
Quelle: Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung Bonn (Ergebnisse der Zielszenarien 2045 und 2035), Wärmeplanungsgesetz (WPG)Seite 13 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
INHALT
1. Einführung
2. Maßnahmenübersicht
9Seite 14 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Zur Strukturierung der identifizieren Maßnahmen werden diese
übergeordneten Handlungsfeldern zugeordnet
10
Nach der Erstellung einer Maßnahmen-„Longlist“ anhand der durchgeführten Analysen werden die Maßnahmen
thematischen Handlungsfeldern zugeordnet.
A: Strategische
Steuerung / Governance
B: Erneuerbare Energien
Versorgungsanlagen
und Speicher
C: Netz-Infrastruktur D: Heizungstechnologien/
Wärmebedarfsreduktion
▪ Koordinierungs- und
Entscheidungsstruktur
▪ Beschleunigung von Planung und
Genehmigung
▪ Ausweisung von Gebieten zum
Ausbau und Neubau von
Wärmenetzen
▪ Identifikation städtischer
Freiflächen für EE-Anlagen und
Speicher
▪ Konzept für den Neubau lokaler
Wärmenetze
▪ u.a.
▪ Machbarkeitsstudien und Bau von
EE-Anlagen
▪ Abwärmequellen identifizieren
und nutzen
▪ Ausbau von PV-Anlagen
▪ Installation von Strom- und
Saisonalen Wärmespeichern
▪ Optimierung der Müllverwertung
▪ u.a.
▪ Wärmenetz- und
Stromnetzausbau
▪ Transformation der Netze
▪ Anschluss von Abnehmern mit
unvermeidbaren
Wasserstoffbedarf an das
bundesweite Wasserstoffkernnetz
▪ Baustellenmanagement
▪ u.a.
▪ Heizungsumstellung in
Gebäuden, kommunalen
Liegenschaften und Quartieren
▪ Beratung und Wettbewerbe zu
Wärmebedarfsreduktion und
Heizungswechsel
▪ Förderung von
Altbaumodernisierungen und
neuer Heizungstechnologien
▪ Prüfung weiterer kommunaler
Steuerungsmöglichkeiten
▪ u.a.Seite 15 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Umsetzungsstrategie: A) Strategische Steuerung / Governance (I)
11
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
0 – Rahmen
schaffen
□ A-0-01: Klärung von Zuständigkeiten und
Aufsetzen einer Koordinierungs- und
Entscheidungsstruktur, auch zur Beschleunigung
von Abstimmungsprozessen zwischen Stadt und
Stadtwerke-Konzern und möglichen anderen
Betreibern
□ A-0-02: Einrichtung einer agilen Koordinierungs-
und von Projektgruppe(n) mit definierten
Entscheidungskompetenzen zur Beschleunigung
der Wärmewende-Maßnahmen
□ A-0-03: Erstellung eines Finanzierungsplans für die
Umsetzung, Vorbereitung der Beschlussfassung
einzelner Maßnahmen, Sicherung erforderlicher
Mittel
1 – zentrale
Koordination
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ A-1-01: Planungs- und Investitionssicherheit für
Wärmenetzbetreiber und Wärmeversorger schaffen
durch Klarheit hinsichtlich möglichem Anschluss- und
Benutzungszwang (ABZ, nach §9 GO NRW)
□ A-1-02: Interkommunale Zusammenarbeit bei
Realisierung von Wärmenetzen in
Stadtgrenzregionen und EE-Versorgungsanlagen die
Bonn und die jeweilige Rhein-Sieg-Kommune
beliefern
□ A-1-05: Aufbau und Nutzung von Expertise zu
Energierecht und Energietechnik innerhalb der
Stadtverwaltung (Einrichtung einer Kompetenzstelle)
□ A-1-03: Einführung einer breiten Wärmewende-
Beratung über Multiplikator*innen
□ A-1-04: Integration der Ergebnisse der
Flächenanalyse Erneuerbare Energien in den
Digitalen Zwilling (digipad) der digikoo GmbHSeite 16 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Umsetzungsstrategie: A) Strategische Steuerung / Governance (II)
12
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
2 – Controlling
3 – Stadtplanung /
Bauen / Denkmalschutz
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ A-2-01: Entwicklung eines standardisierten
Vorgehens zur Berücksichtigung des überragenden
öffentlichen Interesses an Erneuerbaren-Energien-
Anlagen für Strom und Wärme (§2 EEG und §2
WPG) im Rahmen der Bauleitplanung, kommunaler
Fachplanungen sowie gesamtstädtischer Konzepte
□ A-2-02 Konzept entwickeln und etablieren für
Monitoring, Controlling und Reporting der
Umsetzungsstrategie bzw. ihrer Maßnahmen
□ A-3-01: Transparenz und Planungssicherheit für
Bürger*innen schaffen durch die Ausweisung von
"Gebieten zum Neu- oder Ausbau von
Wärmenetzen" nach §26 WPG
□ A-3-03: Gebiete mit besonderem Sanierungsbedarf
identifizieren und auf der Ebene von integrierten
Handlungskonzepten berücksichtigen
□ A-3-04: Novelle der Energieleitlinien
(Energieeffizienzstandard und Energieversorgung)
für klimafreundlichen Neubau von Dritten, bei
städtebaulichen Verträgen, Durchführungsverträgen
und Vergabe städtischer Grundstücke
□ A-3-05: Entwicklung einer Leitlinie für energetische
Sanierung und Nutzung klimafreundlicher
Heizungstechnologien in denkmalgeschützten
Gebäuden
□ A-3-02: Ausbau von Wärme-/Stromerzeugungs-
sowie Verteilanlagen und Speichern bei der
Bauleitplanung und in informellen Planungen
(integrierten Handlungskonzepten)
berücksichtigenSeite 17 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Umsetzungsstrategie: A) Strategische Steuerung / Governance (III)
13
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
□ A-4-01: Entwicklung einer gesamtstädtischen
Strategie zur Aktivierung von Potenzialflächen für
Erneuerbare Energien-Anlagen (Identifikation,
Definition und Bereitstellung inkl. Prüfung von
Priorisierung und/oder Mehrfachnutzung)
□ A-5-01: Entwicklung eines koordinierten
gesamtstädtischen Konzeptes für den Neubau von
lokalen Wärmenetzen durch externe
Wärmenetzbetreiber bzw. -versorger (Klärung
rechtlicher Fragen, Förderung und aktive Suche,
Verhinderung von Doppelstrukturen)
4 – Städtische Flächen
für die Energiewende
5 – Externe Wärme-
versorgungslösungen
(Nahwärme)
6 – Fortschreibung
Wärmeplan (§ 25 WPG)
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ A-6-01: Integration der Schornsteinfegerdaten
(nicht-leitungsgebundene Wärmeversorgung)
□ A-6-02: Berücksichtigung prognostizierter
Kältebedarf
□ A-6-03: Berücksichtigung von zusätzlichen
Speichertechnologien
□ A-6-04: Berücksichtigung von
Wärmebedarfsreduktion durch SuffizienzSeite 18 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Umsetzungsstrategie: A) Strategische Steuerung / Governance (IV)
14
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
6 – Fortschreibung
Wärmeplan (§ 25 WPG)
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ A-6-05: Berücksichtigung Neubaugebiete und
Nachverdichtungen/Innenentwicklung durch die
Definition von Prozessen zur
Aufnahme/Dokumentation geplanter
Baumaßnahmen in der UDP* (Bauleitplanung und
Baugenehmigung)
□ A-6-06: Prüfung des Gas-Konzessionsvertrags im
Hinblick auf einen sozialverträglichen Ausstieg aus
der Erdgasversorgung
7 - Politische
Einwirkung auf Bund
und Land NRW
□ A-7-01: Einsatz für einen Anwendungserlass NRW zu
Abwägungsentscheidungen des überragenden
Interesses an Erneuerbaren Energien-Anlagen
(Klärung der Anwendung von §2 EEG und §2 WPG in
Genehmigungsprozessen)
□ A-7-02: Vorschläge für Vereinfachungen und
Beschleunigung sowie Kapazitätsaufbau im
Planungs- und Genehmigungsrecht (zur
Beschleunigung Bau Wärmeversorgungsanlagen und
Ausbau Netzinfrastruktur)
□ A-7-05: Kooperation mit öffentlichen Einrichtungen
bzgl. Wärmebedarfsreduktion und Heizungswechsel
(insb.. öffentliche Einrichtung von Bund und Land)
□ A-7-03: Vorschläge für Vereinfachungen im
Vergaberecht zur Beschleunigung Bau und Ausbau
Strom- und Wärmenetzinfrastruktur
□ A-7-04: Vorschläge für Vereinfachungen bei der
Nutzung von gewerblicher Abwärme
*UDP = Urban Data PlattformSeite 19 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Umsetzungsstrategie: B) Erneuerbare Energien
Versorgungsanlagen und Speicher (I)
15
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
1 – Wärme-
erzeugungsanlagen
bauen
2 – Abwärmenutzung □ B-2-01: Machbarkeitsstudie
Umweltwärme/Abwärmepotenzial von Kläranlagen
□ B-2-02: Vereinfachung der Integration von
Abwärme, durch den Aufbau einer systematischen
Infrastruktur zur Erfassung, Vernetzung und
Optimierung von Abwärmenutzung in Industrie,
Gewerbe und weiteren Einrichtungen (unterstützt
durch rechtliche und digitale Werkzeuge)
□ B-2-03: Abfrage von Abwärmepotenzialen bei
Industrie- und Gewerbe-Neuansiedlungen (über
BfEE*-Abfrage hinausgehend auch unter 2,5 GWh/a)
3 – Strom-
erzeugungsanlagen
bauen
□ B-3-01: Ausbau von Photovoltaik auf Freiflächen,
Verkehrsinfrastruktur und Gebäuden (insb. auch
kommunalen), Klärung der kommunalen
Finanzierung
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ B-1-01: Durchführung von Machbarkeitsstudien für
den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen im
städtischen und industriellen Kontext (insb. Solar-
und Geothermie, Flusswärme und Speicher)
□ B-1-02: Aufbau eines Forschungskonsortiums zur
Ermittlung von Tiefengeothermie-Potenzialen
(Thermalwasser-Wärme-Nutzung über Dublette)
entlang geologischer Störungszonen
*BfEE = Bundesstelle für EnergieeffizienzSeite 20 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Umsetzungsstrategie: B) Erneuerbare Energien
Versorgungsanlagen und Speicher (II)
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
5 – Nutzung des
biogenen Müllanteils
optimieren
□ B-5-01: Optimierung der Müllverwertung sowie
Verbesserung der Energieeffizienz und Klimabilanz
von Müllverwertungsanlagen (inklusive Prüfung
möglicher Biogasproduktion und der Abscheidung,
Nutzung und/oder Speicherung von CO₂)
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
4 – Speicher bauen
□ B-4-01: Entwicklung und Umsetzung innovativer
(saisonaler) Lösungen zur effizienten Nutzung und
Speicherung von Strom und Wärme
16Seite 21 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
Umsetzungsstrategie: C) Netzinfrastruktur (I)
1 – Wärmenetze
(Verdichtung/Ausbau/
Neubau)
□ C-1-02 Entwicklung von Optionen, wie
Verlegemaßnahmen in engen Straßenabschnitten
trotz Platzmangel in Trassen realisiert werden
können
□ C-1-03: Gemeinsames Baustellenmanagement
prüfen und ggf. optimieren/intensivieren (bspw.
über gemeinsame digitale Plattform aller Ver- und
Entsorgungsträger)
□ C-1-05: Prüfung und ggf. Optimierung der
Vertragsmuster für neue Wärmenetze und
bestehender Wegenutzungsverträge vor dem
Hintergrund eines effizienten Ausbaus von
Wärmenetzen und zur Vermeidung von
Parallelstrukturen in Bonn
2 – Kältenetze
□ C-1-01 Entwicklung und Veröffentlichung einer
Fernwärmenetzausbaustrategie
□ C-1-04: Prüfung, wie Planungs- und
Genehmigungsprozesse beim Ausbau der
Netzinfrastruktur beschleunigt werden können
(bspw. durch Digitalisierung, vgl. auch A2-01)
□ C-1-06: Entwicklung von Leitlinien für die
Aufstellung von Energiekonzepten im Rahmen der
Bauleitplanung, inkl. vergleichender Betrachtung
versch. Versorgungsmöglichkeiten (mind. kalte
Nahwärmenetze, Abwärmepotenziale und
mögliche Mitversorgung der Nachbarschaft)
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ C-3-01: Integrierte Planung des Stromnetzausbaus
mit Blick auf Zubau von Wärmepumpen und
Elektromobilität
□ C-2-01: Berücksichtigung möglicher Ausbaubedarfe
von Kälteversorgungsinfrastrukturen in der
integrierten Netzausbauplanung
3 – Stromnetzausbau □ C-3-02: Berücksichtigung von Ausbauflächen für
zusätzlich erforderliche Stromnetzinfrastrukturen
(z.B. Ortsnetzstationen)
17Seite 22 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
Umsetzungsstrategie: C) Netzinfrastruktur (II)
5 – Wasserstoff-
Kernnetz-Anschluss
□ C-5-01: Anbindung von Bonn an das bundesweite
Wasserstoff-Kernnetz zur Dekarbonisierung und
Aufrechterhaltung der Fernwärmeversorgung (zzgl.
einzelner industrieller Großverbraucher)
□ C-4-01: Entwicklung einer Zukunftsstrategie für das
Gasnetz unter Berücksichtigung aller technisch
erforderlichen, gesetzlichen und regulatorischen
Rahmenbedingungen
□ C-4-02: Prüfung der kommunalen
Einflussmöglichkeiten auf den Preis für fossile
Energieträger (rechtzeitig vor Auslauf des
Konzessionsvertrages)
4 – Gasnetz-
Stilllegung/Umwidmung
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
18Seite 23 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
Umsetzungsstrategie: D) Heizungstechnologien und
Wärmebedarfsreduktion (I)
1 – Stadt als Vorbild □ D-1-01: Wechsel der Heizungstechnologie
kommunaler Liegenschaften (vorrangig Anschluss
an Wärmenetze, auch als Ankerkunde für die
Nachbarschaft)
□ D-1-02 Entwicklung einer Gesamtstrategie zur
Wärmebedarfsreduktion kommunaler
Liegenschaften durch Sanierung,
Energiemanagement und Suffizienz
□ D-1-03: Prüfung einer Sanierungspflicht und
Sanierungsarbeiten in temporärem Eigentum
(u.a. auf Basis der Zweckentfremdungssatzung)
2 – Förderprogramme
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
□ D-1-04: Suche und Konzeption eines Pilot- und
Demonstrationsgebäudes als Anschauungsobjekt
für gewerbliche und private Eigentümer*innen
□ D-2-01: Förderprogramm sozialverträgliche
energetische Altbaumodernisierung: Prüfung der
Ausweitung der Zielgruppe über private
Eigentümer*innen hinaus (Fokus auf sozial
gerechter Wärmewende)
□ D-2-02: Förderung von Heizungstausch (bspw.
gemeinschaftliche Heizungslösungen,
Bürgerenergie-Genossenschaften,
Wärmenetzanschlüssen oder Wärmepumpen)
□ D-2-04: Prüfung einer Mindestbelegungsquote mit
dem Ziel, die Wohnraumeffizienz zu erhöhen (vgl.
Flächenkonzept als Teil neuer Energieleitlinien)
□ D-2-03: Konzeption von Energiespar-
Wettbewerben
19Seite 24 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
Umsetzungsstrategie: D) Heizungstechnologien und
Wärmebedarfsreduktion (II)
3 – Geschäftsmodelle
entwickeln
□ D-3-01 Prüfung der Möglichkeit
nachbarschaftlicher Nahwärmelösungen in Form
von Geothermie-Sondenfeldern
□ D-3-02: Prüfung, der Möglichkeit einen Second-
Hand-Markt für Gasthermen und Luftwärme-
pumpen aufzubauen als Übergangslösung zur
Verhinderung eines LogIn-Effekts in ausgewiesenen
Wärmenetzausbaugebieten
□ D-3-03: Prüfung, in wie weit Full Service /
Contracting-Modelle massentauglich gemacht
werden können, um Heizungswechsel zu
beschleunigen
□ D-3-04: Entwicklung von Modellen zur finanziellen
Beteiligung der Bürger*innen an der Wärmewende
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
4 – Preisgestaltung □ D-4-01: Prüfung der kommunalen
Einflussmöglichkeiten auf den Preis für
Wärmepumpen-Strom
□ D-4-02: Prüfung kommunaler
Einflussmöglichkeiten zur Anpassung des
Wärmenetz-Preises, um Anreize für
Wärmebedarfsreduktion zu setzen (bspw.
günstigere Tarife oder Prämien bei guten
Energieeffizienzklassen)
□ D-4-03: Prüfung der Möglichkeiten zur
Vereinfachung der Reduktion der Wärmenetz-
Anschlussleistung (bspw. über Nachweis einer
verringerten Bewohner*innen-Zahl oder von
Suffizienzmaßnahmen)
20Seite 25 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
Umsetzungsstrategie: D) Heizungstechnologien und
Wärmebedarfsreduktion (III)
5 – Firmenunabhängige
Beratung von Gebäude-
eigentümer*innen
□ D-5-02: Beratung generalisieren/clustern: Anhand
von Indikatoren typische Sanierungsfälle inkl.
grober Kostenkalkulation als Online-Tool
"Sanierungs-Check" anbieten
□ D-5-03: Konzeption einer Ausbildung
ehrenamtlicher Multiplikator*innen (Train-the-
Trainer), die Bürger*innen zu Wärmewende-
Maßnahmen beraten
□ D-5-04: Eigentümer*innen Möglichkeiten und
Grenzen von Sanierung und Photovoltaik-Ausbau in
Eigenleistung aufzeigen (Do-it-yourself-Kurse)
□ D-5-06: Unterstützung bei der Initiierung
nachbarschaftlicher Nahwärmelösungen und
gemeinschaftlicher Sanierung
□ D-5-01: Entwicklung eines Beratungspakets für
private Vermieter*innen und Eigentümer*innen mit
geringen Finanzmitteln
□ D-5-05: Beratung zu richtiger technischer
Einstellung von Heizungsanlagen, insb.
Wärmepumpen
□ D-5-07: Quartiers-Wohnungstauschbörsen
innerhalb der Klimaviertel anbieten, um beheizten
Wohnraum pro Person zu reduzieren
6 – Firmenunabhängige
Beratung für Gewerbe
□ D-6-01: Beratung Wärmebedarfsreduktion und
Heizungswechsel (Zielgruppe gewerbliche
Großabnehmer)
□ D-6-02: Beratung Wärmebedarfsreduktion und
Heizungswechsel (Zielgruppe gewerbliche
Wohnungswirtschaft)
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
21Seite 26 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
langfristig umzusetzen
(bis Ende 2035)
mittelfristig umzusetzen
(bis Ende 2028)
kurzfristig umzusetzen
(bis Ende 2025)
Umsetzungsstrategie: D) Heizungstechnologien und
Wärmebedarfsreduktion (IV)
7 – Kommunikation □ D-7-01: Infokampagne und Prämie für Wärmenetze
und Wärmepumpen entwickeln ("Ich heize ohne
Gas und Öl")
□ D-7-03: Integration der "Baustellen für die
Wärmewende" auf bonn.de
□ D-7-02: Integration des Kartenwerks der
kommunalen Wärmeplanung und der
Flächenanalyse für Erneuerbare Energien-Anlagen in
einem Bonner "Online-Wärme-Atlas" (inkl.
Zeitscheiben zum Wärmenetzausbau der BonnNetz
und weiterer Wärmenetzanbieter)
□ D-7-04: Durchführung von Stadtteilveranstaltungen
zur Information von Bürger*innen über Ergebnisse
der kWP* ("Wärmewende-Roadshow")
□ D-7-05: Verpflichtung zu kurzfristiger
Wärmeeinsparung (bspw. obligatorische Schließung
von Ladentüren, Beheizung von Durchgangsräumen)
Start-Zeitpunkt der Maßnahmen
8 – Instrumente zur
Refinanzierung
□ D-8-01: Prüfung der Reduktion von Leerstand in
kommunalen Liegenschaften, um Wohnraum zu
schaffen und Neubau zu vermeiden
□ D-8-02: Prüfung der Möglichkeit einer
Wohnflächensteuer als Anreiz für die Verringerung
beheizten Wohnraums
*kWP = kommunale Wärmeplanung
22Seite 27 von 37
Die kommunale Wärmeplanung auf
Basis eines digitalen Zwillings
§ 18 Einteilung des beplanten Gebiets in voraussichtliche
Wärmeversorgungsgebiete in den Zeitscheiben
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt BonnSeite 28 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Die Ausweisung der Wärmeversorgungsgebiete in den Zeitscheiben orientiert sich
an der Anschlussrate im Jahr 2045 und den Ausbaukapazitäten
Grundlage der Karten sind
die Eignungsstufen aus der
Zonierung (2045)
Wärmeversorgungsarten 2030 Wärmeversorgungsarten 2035 Wärmeversorgungsarten 2040
1. Berechnung der Netzausbaulänge
z.B. Anschlussrate 2030 * (Neue Netzlänge - Bestandswärmenetz)
Annahme Ausbaukapazitäten ca. 2 km/a
2. Priorisierung des Netzausbaus
Die Priorisierung erfolgt anhand der Anschlussrate 2045 (Teilgebiete mit hoher Anschlussrate werden zuerst
ausgebaut)
3. Zuordnung der Teilgebiete in Wärmeversorgungsgebiete
Die Teilgebiete für die Doppeleignung bleiben über die Zeitscheiben gleich. Da für den Ausbau des Wärmenetzes
die Teilgebiete priorisiert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für ein Wärmenetz geeignet sind.
Es erhalten nur die Teilgebiete die Zuordnung Wärmenetz die eine hohe Anschlussrate aufweisen und mit Blick
auf die Ausbaukapazitäten bis zur entsprechenden Zeitscheibe erschlossen werden können.
Die restlichen Teilgebiete werden als dezentrale Versorgung ausgewiesen.
2Seite 29 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete in 2030
auf Grundlage der modellierten möglichen Anschlussquoten
• Die Wärmenetzgebiete können entsprechend der
Anschlussrate mit einer Ausbaukapazität von ca. 2 km/a
zwischen den Zeitscheiben 2025-2030 erschlossen
werden. Dies entspricht einer insgesamten Netzlänge von
rund 10 km (2 km/a * 5 a).
• Die Ergebnisse basieren auf den modellierten
Gebäudeentscheidungen im Rahmen der kommunalen
Wärmeplanung (weitere Details unter www.bonn.de-
kommunale-Waermeplanung-Parameter-Basisszenarien-
und-Waermeversorgungsarten.pdf)
• In den Teilgebieten mit einem weiteren Wärmenetz kann
neben der Eignung zur dezentralen Versorgung auch der
Anschluss an das bereits vorhandene Wärmenetz
sinnvoll sein, sowie der Ausbau des Wärmenetzes.
3
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Gemäß §18 II WPG entsteht keine Pflicht, eine bestimmte
Wärmeversorgungsart tatsächlich zu nutzen oder bereitzustellen.
.
Auch in den
Eignungsgebieten der
dezentralen
Versorgung, kann
bereits ein Wärmenetz
oder ein Gebäudenetz
vorhanden sein
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
dez. Versorgung (Wärmepumpe) sehr wahrscheinlich geeignet
dez. Versorgung (Wärmepumpe) wahrscheinlich geeignet
Eignungsgebiete Wärmenetz
Eignungsgebiete Wärmenetz (zukünftig)
Doppeleignung: dez. Versorgung (Wärmepumpe) und Wärmenetzgebiet
(Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Weitere bestehende Gebäude- und Wärmenetze
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.Seite 30 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete in 2035
auf Grundlage der modellierten möglichen Anschlussquoten
• Die Wärmenetzgebiete können entsprechend der
Anschlussrate mit einer Ausbaukapazität von ca. 2 km/a
zwischen den Zeitscheiben 2030-2035 erschlossen
werden. Dies entspricht einer insgesamten Netzlänge von
rund 10 km (2 km/a * 5 a).
• Die Ergebnisse basieren auf den modellierten
Gebäudeentscheidungen im Rahmen der kommunalen
Wärmeplanung (weitere Details unter www.bonn.de-
kommunale-Waermeplanung-Parameter-Basisszenarien-
und-Waermeversorgungsarten.pdf)
• In den Teilgebieten mit einem weiteren Wärmenetz kann
neben der Eignung zur dezentralen Versorgung auch der
Anschluss an das bereits vorhandene Wärmenetz
sinnvoll sein, sowie der Ausbau des Wärmenetzes.
4
Gemäß §18 II WPG entsteht keine Pflicht, eine bestimmte
Wärmeversorgungsart tatsächlich zu nutzen oder bereitzustellen.
.
Auch in den
Eignungsgebieten der
dezentralen
Versorgung, kann
bereits ein Wärmenetz
oder ein Gebäudenetz
vorhanden sein
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
dez. Versorgung (Wärmepumpe) sehr wahrscheinlich geeignet
dez. Versorgung (Wärmepumpe) wahrscheinlich geeignet
Eignungsgebiete Wärmenetz
Eignungsgebiete Wärmenetz (zukünftig)
Doppeleignung: dez. Versorgung (Wärmepumpe) und Wärmenetzgebiet
(Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Weitere bestehende Gebäude- und Wärmenetze
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.Seite 31 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete in 2040
auf Grundlage der modellierten möglichen Anschlussquoten
• Die Wärmenetzgebiete können entsprechend der
Anschlussrate mit einer Ausbaukapazität von ca. 2 km/a
zwischen den Zeitscheiben 2035-2040 erschlossen
werden. Dies entspricht einer insgesamten Netzlänge von
rund 10 km (2 km/a * 5 a).
• Die Ergebnisse basieren auf den modellierten
Gebäudeentscheidungen im Rahmen der kommunalen
Wärmeplanung (weitere Details unter www.bonn.de-
kommunale-Waermeplanung-Parameter-Basisszenarien-
und-Waermeversorgungsarten.pdf)
• In den Teilgebieten mit einem weiteren Wärmenetz kann
neben der Eignung zur dezentralen Versorgung auch der
Anschluss an das bereits vorhandene Wärmenetz
sinnvoll sein, sowie der Ausbau des Wärmenetzes.
5
Gemäß §18 II WPG entsteht keine Pflicht, eine bestimmte
Wärmeversorgungsart tatsächlich zu nutzen oder bereitzustellen.
.
Auch in den
Eignungsgebieten der
dezentralen
Versorgung, kann
bereits ein Wärmenetz
oder ein Gebäudenetz
vorhanden sein
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
dez. Versorgung (Wärmepumpe) sehr wahrscheinlich geeignet
dez. Versorgung (Wärmepumpe) wahrscheinlich geeignet
Eignungsgebiete Wärmenetz
Eignungsgebiete Wärmenetz (zukünftig)
Doppeleignung: dez. Versorgung (Wärmepumpe) und Wärmenetzgebiet
(Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Weitere bestehende Gebäude- und Wärmenetze
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.Seite 32 von 37
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bonn
Voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete in 2045 (Zielbild)
auf Grundlage der modellierten möglichen Anschlussquoten
• Um die Wärmenetzgebiete bis 2045 gemäß Zielbild und
der Anschlussrate zu erfüllen, ist eine Ausbaukapazität im
Zeitraum von 2040 bis 2045 von 5 km/a notwendig.
• Wird von 2040 bis 2045 weiterhin mit 2 km/a ausgebaut,
verbleiben nach dem Jahr 2045 rund 16 km die noch
ausgebaut werden müssen.
• Die Ergebnisse basieren auf den modellierten
Gebäudeentscheidungen im Rahmen der kommunalen
Wärmeplanung (weitere Details unter www.bonn.de-
kommunale-Waermeplanung-Parameter-Basisszenarien-
und-Waermeversorgungsarten.pdf)
• In den Teilgebieten mit einem weiteren Wärmenetz kann
neben der Eignung zur dezentralen Versorgung auch der
Anschluss an das bereits vorhandene Wärmenetz
sinnvoll sein, sowie der Ausbau des Wärmenetzes.
6
dez. Versorgung (Wärmepumpe) sehr wahrscheinlich geeignet
dez. Versorgung (Wärmepumpe) wahrscheinlich geeignet
Wärmenetzgebiet (Fernwärme/Nahwärme) sehr wahrscheinlich geeignet
Wärmenetzgebiet (Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Doppeleignung: dez. Versorgung (Wärmepumpe) und Wärmenetzgebiet
(Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Weitere bestehende Gebäude- und Wärmenetze
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
Gemäß §18 II WPG entsteht keine Pflicht, eine bestimmte
Wärmeversorgungsart tatsächlich zu nutzen oder bereitzustellen.
.
Auch in den
Eignungsgebieten der
dezentralen
Versorgung, kann
bereits ein Wärmenetz
oder ein Gebäudenetz
vorhanden sein
Die Karte basiert auf der Modellierung der theoretisch technisch-wirtschaftlich
sinnvollen Versorgungsoptionen. Sie beschreibt nicht den Fernwärmeausbauplan der
Stadtwerke Bonn, sondern ist dafür nur eine Grundlage.Seite 33 von 37
Die kommunale Wärmeplanung auf
Basis eines digitalen Zwillings
§ 19 Darstellung der Wärmeversorgungsarten für das
Zieljahr - Kartendarstellung
BonnNetz | Dezember 2024 | kommunale Wärmeplanung für die Stadt BonnSeite 34 von 37
sehr wahrscheinlich geeignet
wahrscheinlich geeignet
wahrscheinlich ungeeignet
sehr wahrscheinlich ungeeignet
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
Eignungsstufen Wärmenetzgebiet (Fernwärme/Nahwärme)Seite 35 von 37
sehr wahrscheinlich geeignet
wahrscheinlich geeignet
wahrscheinlich ungeeignet
sehr wahrscheinlich ungeeignet
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
Eignungsstufen dezentrale Wärmeversorgung (Wärmepumpe)Seite 36 von 37
dez. Versorgung (Wärmepumpe) sehr wahrscheinlich geeignet
dez. Versorgung (Wärmepumpe) wahrscheinlich geeignet
Wärmenetzgebiet (Fernwärme/Nahwärme) sehr wahrscheinlich geeignet
Wärmenetzgebiet (Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Doppeleignung: dez. Versorgung (Wärmepumpe) und Wärmenetzgebiet
(Fernwärme/Nahwärme) wahrscheinlich geeignet
Bestands-Fernwärmenetz (BonnNetz)
ggf. dezentrale Versorgung über
Biomasse oder Hybridheizung
Wärmeversorgungsgebiete mit der höchsten WahrscheinlichkeitSeite 37 von 37 Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de