241692 · Beschlussvorlage
Zukunftsort Dransdorfer Berg, Eckpunkte zum Qualifizierungsverfahren und Benennung Preisgericht
Kerndaten
- Nummer
- 241692
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 05.12.2024
- Letzte Änderung
- 03.11.2026
Orte
- Auf dem Dransdorfer Berg Hauptort
- An der Schwarzen Brücke
- Dransdorf
- Bonn
- Kottenforst
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 241692 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Zukunftsort Dransdorfer Berg, Eckpunkte zum Qualifizierungsverfahren und Benennung Preisgericht Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 29.10.2024 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 05.11.2024 Empfehlung Rat 12.11.2024 Entscheidung Rat 13.02.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Dem Verfahrensvorschlag für ein zweistufiges städtebaulich, freiraumplanerisches Qualifizierungsverfahren sowie den entsprechenden Eckdaten einer Auslobung wird zugestimmt. 2. Als beratende Mitglieder des Preisgerichts (Sachpreisrichter*innen) für das städtebaulich, freiraumplanerische Qualifizierungsverfahren „Zukunftsort Dransdorfer Berg“ werden unter Berücksichtigung des § 50 (2) GO NRW folgende Personen benannt: Stimmberechtigtes Mitglied: Stellvertretung: 1. ……………………… 1. ……………….. 2. ……………………… 2. ……………….. 3. ……………………….. 3. ……………….. Begründung Anlass Am 27.10.2022 hat der Rat der Stadt Bonn den Grundsatzbeschluss zum weiteren Vorgehen hinsichtlich der Veräußerung im Erbbaurecht und für die Entwicklung der Flächen der ehemaligen Stadtgärtnerei in Bonn-Dransdorf, Auf dem Dransdorfer Berg, gefasst (DS 221126-01).Seite 1 von 6 Seite 2 Die Verwaltung ist beauftragt, gemeinsam mit den zwei Projektpartner*innen einen städtebaulichen Entwurf zu entwickeln, der anschließend die Grundlage für das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes bildet. Das Bebauungsplanverfahren wird mit hoher Priorität durchgeführt. Eckpunkte der Auslobung Eine ausführliche Fassung der Auslobung geht den PreisrichterInnen und ihren StellvertreterInnen rechtzeitig zu. Um das Verfahren, das unter hohem Zeitdruck steht, weiterführen zu können, wird um Zustimmung zu den folgenden Eckpunkten gebeten: Gebietsabgrenzung Das Wettbewerbsgebiet erstreckt sich über die brachliegende Fläche der alten Stadtgärtnerei in Bonn-Dransdorf (siehe Abbildung 1). Das Wettbewerbsgebiet wird im Norden durch die Straße „Auf dem Dransdorfer Berg“, im Süden durch den Weg „An der Schwarzen Brücke“ und im Westen durch den Weg „An der ehemaligen Stadtgärtnerei“ begrenzt. Im Osten grenzt es an private Grundstücke bzw. Gartenparzellen an. Die nördlichen Bereiche mit den Bestandsgebäuden sowie den Anzuchtbeeten der Biologischen Station Rhein- Erft sind zur Anzucht und Verwaltung von regionalem Saatgut in Nutzung. Auf dem übrigen Gelände befinden sich weitere Anzuchtbeete sowie die Gewächshäuser der ehemaligen Stadtgärtnerei, die seit geraumer Zeit ihre Funktionen verloren haben. In diesem größten Teil des Grundstücks sind Beete und Gewächshäuser in einem schlechten baulichen Zustand und von Ruderalvegetation überwuchert, die sich in unterschiedlichen Sukzessionsstadien befinden. Die Gewächshäuser und Beete, die seinerzeit beheizt wurden, sind zum Teil unterkellert und durch unterirdische Versorgungsschächte untereinander und mit dem Bestandsgebäude verbunden. Neben den Anzuchtbeeten und den Gewächshäusern sind große Teile des Geländes versiegelt.Seite 2 von 6 Seite 3 Abbildung 1 Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets; eigene Darstellung auf Grundlage von nichtamtlicher Liegenschaftskarte Nicht mit einbezogen sind die Bereiche südlich des Weges An der Schwarzen Brücke, da hier keine planerischen Konzepte zu baulichen Nutzung erarbeitet werden sollen. Für diesen Bereich sind die Vorgaben des Landschaftsplans Kottenforst bindend. Allgemeine Wettbewerbsziele Auf einer Gesamtfläche von circa 28.400 m² sollen gemeinwohlorientierte Nutzungen durch das Initialkapital-Prinzip der Montag Stiftung Urbane Räume gAG sowie gemeinschaftliches Wohnen durch die Initiative Neue Stadtgärtnerei UG entstehen. Die bestehende Nutzung der Biologischen Station Bonn/ Rhein- Erft wird in die Entwicklung integriert. Übergeordnetes Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung eines städtebaulich- freiraumplanerischen Gesamtkonzepts, welches neben der Bebauungsstruktur und Flächen für den Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr, insbesondere eine Einbettung in die vorhandenen Grün- und Freiräume aufzeigt. Ziel ist es im Rahmen des Wettbewerbs, gute Lösungen hinsichtlich einer wassersensiblen und klimaneutralen Quartiersentwicklung zu finden. Eine besondere Herausforderung an die teilnehmenden Büros wird sein, die freiraumplanische Qualitäten im Quartier zu integrieren. Ebenfalls soll der Städtebau es ermöglichen einen Ort zu schaffen, welcher über die unmittelbare Nachbarschaft in den Ortsteil Dransdorf wirkt. Folgende Entwurfsziele und -inhalte sind darüber hinaus zu beachten: • Schaffung eines weitgehend autofreien Quartiers mit einem attraktiven Anschluss an bestehende Fuß- und Radwegeverbindungen. Die Kfz- Erschließung ist auf die heute vorhandene Straßenführung zuSeite 3 von 6 Seite 4 beschränken. Diese kann ggf. ertüchtigt werden. • Ausbildung einer Grünvernetzung sowie einer Verzahnung mit den angrenzenden Landschafts- und Freiräumen. • Integration des Schwammstadt-Prinzips im Sinne eines Null-Abfluss- Quartiers. Nutzungsprogramm Das Nutzungsprogramm gliedert sich in zwei Projektbausteine: • das Initialkapital-Projekt der Montag Stiftung Urbane Räume gAG • und das gemeinschaftliche Wohnprojekt der Initiative Neue Stadtgärtnerei UG. Das Initialkapital-Projekt der Montag Stiftung Urbane Räume gAG soll ein Ort für gute Nachbarschaft sein. Dabei sollen die einzelnen Nutzungen zu einem Gesamtprojekt zusammenwachsen, wobei die Mieten aus den gewerblichen Flächen die Gemeinwohlflächen querfinanzieren. Die Immobilie soll den im Grundsatzbeschluss (DS 221126) genannten Rahmen von bis zu 4.000 m² Bruttogeschossfläche (BGF) ausschöpfen. Die Anzahl der Baukörper ist dabei flexibel, wobei mögliche Synergien und eine kompakte Bauweise im Sinne der Nutzungsflexibilität, der Flächensparsamkeit sowie der energetischen Effizienz gewünscht sind. Folgende Nutzungsoptionen sind derzeit vorgesehen, können jedoch im Verlauf des Planungsprozesses angepasst werden: Bildungsbausteine zur Berufsorientierung und Umweltbildung, Pflegebausteine mit Tagespflege und Pflege-WGs sowie eine Großtagespflege, Begegnungsorte wie ein Café, eine Nachbarschaftskantine oder multicodierte Gemeinwohlflächen. Gleichzeitig soll die Biologische Station Bonn/ Rhein-Erft weiterhin auf dem Gelände tätig sein und es ist geplant, diese in das Vorhaben der Montags Stiftung Urbane Räume gAG zu integrieren. Das Raumprogramm der Initiative Neue Stadtgärtnerei uG umfasst ein gemeinschaftliches Wohnprojekt mit etwa 30 Wohneinheiten für etwa 100 Menschen, welches aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen errichtet werden soll. Das Bestreben ist die Geschichte des Grundstückes und einige Charakteristika der „Bonner Stadtgärtnerei“ zu erhalten. Außerdem wird das Bau- und Wohnprojekt nicht in Privat-, sondern in Gemeineigentum entwickelt und für die gesamte Dauer des Erbbaurechts betrieben, sodass Mieten dauerhaft günstig bleiben. Neben der Hauptnutzung Wohnen sollen Werkstätten, Multifunktionsräume und Freizeiträume das Wohnprojekt ergänzen. Die Zielsetzung mit möglichst nachhaltiger Bauweise, die Bereitstellung preiswerten Wohnraums und Reduzierung des Wohnflächenverbrauchs durch innovative Wohnformen umzusetzen, soll auch durch serielles und modulares Bauen ermöglicht werden. Dabei soll, wenn möglich, auch die vorhandene graue Energie der Gebäude der Biologischen Station, Gewächshäuser undSeite 4 von 6 Seite 5 Beete der ehemaligen Stadtgärtnerei berücksichtigt werden. Verfahren und Beteiligung Die Qualifizierung eines Konzepts erfolgt im Rahmen eines zweiphasigen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs nach RPW 2013. Die erste Phase ist als Planungswettbewerb konzipiert, bei dem die Anonymität der neun teilnehmenden Teams gewahrt bleibt. Ziel ist die Erarbeitung von grundsätzlichen Lösungsansätzen bzw. eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Grundgerüsts. Im Rahmen des Preisgerichts werden 2 bis 3 der besten Lösungsansätze für die Teilnahme an der zweiten Phase ausgewählt, in der die Anonymität der teilnehmenden Büros aufgehoben wird. Diese Arbeiten sollen dann der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden. Die zweite Phase ist als kooperatives Werkstattverfahren in Form einer Mehrfachbeauftragung vorgesehen. Ab hier ist beabsichtigt, das Preisgericht um Stadtteilpat*innen zu erweitern. Im Rahmen des Patensystems sollen potentielle zukünftige Nutzer*innen, Mieter*innen und bereits im Stadtteil Aktive mit jeweils einer weiteren Person Hinweise zu den Ergebnissen der ersten Phase geben. Auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts, der Stadtteilpat*innen sowie des Dialogs mit der Öffentlichkeit erfolgt dann die Überarbeitung der ausgewählten Konzepte durch die Planungsteams. Im Vorfeld der finalen Auswahlsitzung ist eine weitere Informationsveranstaltung geplant, im Rahmen derer die weiterentwickelten Konzepte der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden. Das durch das Auswahlgremium als Siegerentwurf gewählte städtebaulich- freiraumplanerische Konzept kann schließlich als Grundlage für die weiteren Schritte im Rahmen des Bebauungsplanverfahren herangezogen werden. Das Beteiligungskonzept ist unter DS 232084 einsehbar. Im Vorfeld des Qualifizierungsverfahrens wurde an zwei halben Tagen eine aufsuchende Beteiligung in Dransdorf durchgeführt, um Hinweise für die Aufgabenstellung und weitere Ideen für das Nutzungsprogramm zu erhalten. Geplant sind darüber hinaus zwei Kinder- und Jugendbeteiligungen. Zuletzt wurde am 10.10.2024 eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt, in deren Rahmen die Möglichkeit gegeben war, sich für das Patensystem zu bewerben.Seite 5 von 6 Seite 6 Anlage/n KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 05:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de