241686 · Mitteilungsvorlage
Zukünftige Busführung der Rhein-Sieg-Kreis Linien in Bonn - Liniennetzänderung im Rahmen des Masterplans 2.0 Uni trifft City und Umgestaltung /Neubau ZOB, (SachstandsberichtSachstandbericht zum Buskonzept für die Innenstadt)
Kerndaten
- Nummer
- 241686
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 11.10.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Gemeinsame Sitzung mit dem Rhein-Sieg-Kreis Kenntnisnahme
Dateien
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- Zukünftige Busführung der Rhein-Sieg-Kreis Linien in Bonn - Liniennetzänderung im Rahmen des Masterplans 2.0 Uni trifft City und Umgestaltung /Neubau ZOB, (SachstandsberichtSachstandbericht zum Buskonzept für die Innenstadt)
- Zukünftige Busführung der Rhein-Sieg-Kreis Linien in Bonn - Liniennetzänderung im Rahmen des Masterplans 2.0 Uni trifft City und Umgestaltung /Neubau ZOB, (Sachstandsbericht zum Buskonzept für die Innenstadt)
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Mitteilungsvorlage öffentlich 241686 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Zukünftige Busführung der Rhein-Sieg-Kreis Linien in Bonn - Liniennetzänderung im Rahmen des Masterplans 2.0 Uni trifft City und Umgestaltung /Neubau ZOB, (SachstandsberichtSachstandbericht zum Buskonzept für die Innenstadt) Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 30.10.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: 1. Rahmenbedingungen und Ausgangssituation Das Masterplanprojekt „Uni trifft City“ sieht eine Neuaufteilung des Straßenraums der Straßen Rathausgasse, Am Hof und Wesselstraße vor. Über diesen Straßenzug erfolgt derzeit die Hauptzufahrt zum Zentralen Omnibusbahnhof Bonn (ZOB) mit 17 Buslinien tagsüber. Im Rahmen dieses Masterplanprojekts hat der Bonner Stadtrat am 9.2.2023 u.a. beschlossen (DS Nr. 222489), eine Untersuchung zu beauftragen, die Möglichkeit einer Verlegung eines Teils der Linienwege zu überprüfen, um den benannten Straßenzug vom Verkehr zu entlasten. Dabei sollen laut Beschluss durch die Umstellung der Buslinien die folgenden Ziele erreicht werden: der Straßenzug wird zugunsten von Fuß- und Radverkehr von Busverkehr entlastet; die Feinerschließung der Innenstadt wird weiter verbessert; die Haltestelle Markt sollte aber als wichtiger Zugang zur Innenstadt und der Universität erhalten werden. In Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Bonn Bus und Bahn (SWBV) wurden diese grundsätzlichen Vorgaben dahingehend konkretisiert, dass zum einen die Haltestelle Markt nach wie vor in der Hauptverkehrszeit mindestens alle 5 Minuten angefahren wird und zum anderen Fahrzeitverluste minimiert werden, um die Betriebseffizienz zu wahren. Die Verwaltung der Stadt Bonn hat zum Ende des Jahres 2023 ein Planungsbüro mit der Untersuchung beauftragt. Seither hat das Planungsbüro in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn und in engem Austausch mit der Stadtwerke Bonn Bus und Bahn (SWBV), dem Rhein-Sieg-Kreis und deren Verkehrsunternehmen die Untersuchung vorangebracht. Mittlerweile wurden insgesamt sechs alternative Buslinienführungen konzipiert. Deren Geeignetheit für jede der 17 Linien wurde ausgewertet. Anschließend wurde eine Vorzugsvariante für jede Linie abgeleitet. Anhand dessen wurdenSeite 1 von 9 Seite 2 zwei Szenarien ausgearbeitet, also zwei Kombinationen der Vorzugsvarianten erstellt, wobei in einem Szenario die Anforderung "Minimierung von Fahrzeitverlusten" als Maßstab genommen wurde und in dem anderen Szenario die Anforderung "Entlastung der Rathausgasse von Busverkehr" der Maßstab war. Über den Zwischenstand der Untersuchung wird in dieser Mitteilungsvorlage der Politik der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis berichtet. 2. Die Prüfung der Varianten der Linienführungen Sechs mögliche Varianten der alternativen Linienführungen wurden zum Anfang der Untersuchung berücksichtigt, wie in der Abbildung 1 der Anlage 1 grafisch dargestellt. Deren Geeignetheit für Busverkehr wurde zunächst hinsichtlich der betrieblichen und infrastrukturellen Eignung geprüft. Es ist zu bemerken, dass nicht jede Variante für jede Buslinie relevant ist. Außerdem wurden bei drei Varianten noch Untervarianten untersucht, wobei es sich um kleinere Abweichungen des Linienwegs handelt. Unter betrieblicher Eignung wurde die Fahrzeitänderung der jeweiligen Varianten für jede Linie ausgewertet. Eine Fahrzeitverlängerung über einen für diese Studie definierten Grenzwert hinaus wurde als nicht akzeptabel eingestuft. Hierbei wird der Grenzwert für jede Linie in dieser Studie für einen Linienabschnitt ab einem bestimmten Punkt bis zum ZOB vorab definiert. Wie z.B. bei den Linien, die aus Beuel kommen, wird der Abschnitt vom Konrad- Adenauer-Platz zum ZOB in Betracht gezogen. Um ein attraktives und konkurrenzfähiges Angebot im ÖPNV sicherzustellen, wird als Grenzwert ein maximales Reisezeitverhältnis des ÖPNV zum motorisierten Individualverkehr (MIV) auf dem definierten Abschnitt von 1,3 angelegt. Aus diesem Grenzwert ergibt sich je Linie eine maximale Fahrzeit, die über die Eignung einer betrachteten Variante entscheidet. Ziel ist, die geänderte Fahrzeit nicht erheblich vom Bestand abweichen zu lassen. Außerdem wurde bei der Untersuchung einer infrastrukturellen Eignung untersucht, ob bei einer Variante verkehrliche Konflikte entstünden. Potenzielle Konflikte wurden identifiziert und ggf. wurden hierzu Verbesserungsmaßnahmen dargestellt, um die negative Auswirkung der Buslinienumstellung zu vermindern. Wurden die Konflikte als nicht lösbar betrachtet, wurde die Variante dann als nicht umsetzbar eingestuft, entweder für einzelne Linien oder für alle Linien. Eine Liste der Konfliktpunkte ist in der Abbildung 2 der Anlage ausgeführt. 3. Die zwei Szenarien und die Vorzugsvarianten Für diese Untersuchung liegen verschiedene Zielsetzungen vor. Einerseits sollte die Anzahl der Fahrten durch den Straßenzug Rathausgasse - Am Hof - Am Neutor als städtebauliches Ziel des Masterplans Innerstadt deutlich verringert werden, wodurch eine Veränderung der Linienführung zahlreicher Linien notwendig wird. Andererseits wird für den ÖPNV-Betrieb die Kostenneutralität als Ziel formuliert, insbesondere hinsichtlich der Vermeidung von Sprungkosten, was den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge und Personal in Folge von Fahrzeitverlängerungen ausschließen soll. Diese Zielsetzungen sind auf Grundlage der identifizierten infrastrukturellen Restriktionen innerhalb eines untersuchten Zukunftsszenarios unvereinbar. Aufgrund dessen wurden zwei Szenarien entwickelt, die jeweils eines der gesetzten Ziele vollumfänglich erfüllen:Seite 2 von 9 Seite 3 • Szenario 1 „keine Sprungkosten“ - auf Grundlage des Ziels zur Beibehaltung der bestehenden Betriebseffizienz • Szenario 2 „5-Minuten-Takt am Markt“ - zur Erfüllung der politisch beschlossenen Zielsetzung im Rahmen des Masterplans Innere Stadt 2021 bis 2025 Ob eine untersuchte Variante für eine Linie geeignet oder nicht geeignet ist, wird für beide Szenarien unabhängig voneinander bewertet. Der Hauptunterschied zwischen den Szenarien liegt in der Bewertung der Fahrzeitveränderung und der damit einhergehenden Kostensteigerungen zum Status Quo. Während für Szenario 1 eine Verlängerung der Fahrzeit auszuschließen ist, wird eine gewisse Fahrzeitverlängerung für Szenario 2 akzeptiert, um die Zielsetzung von weniger Abfahrten am Markt erfüllen zu können. Die Berechnungen von Änderung der Fahrzeit, Kilometerleistung und Kosten sind in den Abbildungen 3 und 4 der Anlage zusammengefasst. 4. Die begleitenden infrastrukturellen Maßnahmen Um eine zuverlässige Betriebsstabilität herstellen zu können, werden eine Reihe von infrastrukturellen Maßnahmen entlang der veränderten Linienwege, u.a. Oxfordstraße, Rabinstraße, Adenauerallee und Am Hofgarten vorgeschlagen. Mit der Umsetzung des Szenarios 1 sind insgesamt drei Maßnahmen umzusetzen, die die Varianten 1 und 6 auf den vier veränderten Linien betreffen. Für das Szenario 2 kommen sechs weitere Maßnahmen dazu. Die verwaltungsinterne Abstimmung findet derzeit statt, um diese Maßnahmen zu finalisieren und eine zeitnahe Umsetzung zu prüfen. Nach Prüfung erfolgt hierzu eine gesonderte Darstellung in den politischen Gremien. Eine Auflistung der Maßnahmen befindet sich in der Abbildung 5 der Anlage. 5. Weitere Schritte Aus ersten Konsultationen zu den o.g. Szenarien resultierte die Anregung, ein drittes Szenario zu erstellen, in dem eine sogenannte „mittlere Lösung“ bezüglich der Anzahl an umgestellten Linien zwischen Szenarien 1 und 2 auszuarbeiten ist. Mittlerweile ist die Bonner Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro daran, das dritte Szenario zu konkretisieren. Damit verbunden sind die Vorlagen u.a. der genauen Kostenberechnung eines geänderten Betriebs gemäß dem dritten Szenario, die durch die SWBV erstellt werden muss, und eines stufenweisen Umsetzungsplanes der Linienumstellung. Dieser vollständige Plan soll dann zum Ende 2024 bzw. Anfang des Jahres 2025 in einer Beschlussvorlage den politischen Gremien vorgelegt werden. Es ist davon auszugehen, dass erste Maßnahmen zu den Linienänderungen zum Fahrplanwechsel in Dezember 2025 umzusetzen sind, die keine aufwendige infrastrukturelle Maßnahme benötigen. Weitere Linienumstellungen werden jedoch von zwei Faktoren stark beeinflusst. Einer davon ist die baubedingte Anpassung des Linienverkehrs während der Umbauarbeiten in der Rathausgasse. Der Andere ist die Fertigstellung der obengenannten Maßnahmen, die für einen effizienten Busbetrieb notwendig ist. Anlage/nSeite 3 von 9 Seite 4 1 Untersuchung der Varianten (öffentlich)Seite 4 von 9 Variante Stammstrecke 1 Oxfordstraße Am Alten Friedhof Rabinstraße 2 Oxfordstraße Thomas-Mann-Straße 3 Belderberg Adenauerallee Am Hofgarten 3A Stiftsplatz Belderberg Adenauerallee Am Hofgarten 4 Belderberg Adenauerallee Fritz-Tillmann Straße Kaiserstraße 4A Stiftsplatz Belderberg Adenauerallee Fritz-Tillmann Straße Kaiserstraße 5 Hochstadenring Guido-Westerwelle-Brücke Endenicher Straße Nordunterführung 5A Hochstadenring Guido-Westerwelle-Brücke Baumschulallee Südunterführung 6 Ellerstraße Thomastraße Rabinstraße Anlage 1 Abbildung 1 - Untersuchte Varianten der LinienführungSeite 5 von 9 Konfliktpunkt Relevante Variante(n) Erläuterung A 1, 2, 3, 3A, 4, 4A Eingeschränkte Fahrtbeziehungen am Bertha-von-Suttner- Platz B 1, 2 Hohe Verkehrsbelastung im Bereich Oxfordstraße C 1 Abbiegevorgang von Bornheimer Straße/B56 auf Am Alten Friedhof D 1, 6 Straßenraumaufteilung in der Rabinstraße E 2 Abbiegevorgang Berliner Platz/Oxfordstraße auf Thomas- Mann-Straße F 2 Rechtsabbiegen Budapester Str. auf Thomas-Mann-Straße G 2 Straßenraumaufteilung in der Thomas-Mann-Straße H 3, 3A, 4, 4A Hohe Verkehrsbelastung im Bereich Adenauerallee I 3, 3A Straßenraumaufteilung im Bereich Am Hofgarten J 4, 4A Straßenraumbreite in der Fritz-Tillmann-Straße K 4, 4A Rechtsabbiegen Fritz-Tillmann-Straße auf Kaiserstraße L 5, 5A Hohe Verkehrsbelastung im Bereich Viktoriabrücke M 5A Linksabbiegen Viktoriabrücke auf Endenicher Straße N 1, 2, 5, 5A, 6 Anfahrbarkeit des ZOB / Warteposition Kaiserplatz Abbildung 2 - Konfliktpunkte der möglichen alternativen RoutenSeite 6 von 9 Abbildung 3 - Veränderungen der Fahrzeit, Kilometerleistung und Kosten bei Szenario 1 Linie Variante Δ min/Fahrt Δ km/Jahr Δ €/Jahr SB60 Bestand 0 0 0 117 Bestand 0 0 0 537 Bestand 0 0 0 540 Bestand 0 0 0 550 Variante 6 -1 -11.100 -77.200 551 Bestand 0 0 0 640 Bestand 0 0 0 Gesamt regional -11.100 -77.200 Szenario 1 Li. Variante Δ min/Fahrt Δ km/Jahr Δ €/Jahr 600 Bestand 0 0 0 601 Bestand 0 0 0 602 Variante 1 0 0 0 603 Bestand 0 0 0 604 Variante 1 0 0 0 605 Variante 1 0 0 0 606 Bestand 0 0 0 607 Bestand 0 0 0 608 Bestand 0 0 0 609 Bestand 0 0 0 Gesamt städtisch 0 0 Gesamt städtische + regionale Linien -11.100 -77.200Seite 7 von 9 Linie Variante Δ min/Fahrt Δ km/Jahr Δ €/Jahr SB60 Variante 6 +1 +8.000 +55.700 117 Bestand 0 0 0 537 Variante 3 +3 +3.600 +24.900 540 Variante 3 +3 +5.200 +36.300 550 Variante 6 -1 -11.100 -77.200 551 Bestand 0 0 0 640 Variante 3 +3 +5.200 +36.300 Gesamt regional +10.900 +76.000 Szenario 2 Li. Variante Δ min/Fahrt Δ km/Jahr Δ €/Jahr 600 Bestand 0 0 0 601 Bestand 0 0 0 602 Variante 1 0 0 0 603 Variante 1 +1 +1.700 +11.900 604 Variante 1 0 0 0 605 Variante 1 0 0 0 606 Variante 1 +1 +1.700 +11.900 607 Variante 1 +1 +1.800 +12.300 608 Variante 1 +1 +1.700 +12.100 609 Variante 1 +1 +1.800 +12.400 Gesamt städtisch +8.700 +60.600 Gesamt städtische + regionale Linien +19.600 +136.600 Abbildung 4 - Veränderungen der Fahrzeit, Kilometerleistung und Kosten bei Szenario 2Seite 8 von 9 Abbildung 5 - Notwendige infrastrukturelle Maßnahmen a i h g e d c b f Maßnahmen Erläuterung Sz. 1 Sz. 2 a Busschleuse Bertha-von-Suttner-Platz/ Oxfordstraße X b Durchgängige ÖPNV-Infrastruktur in der Oxfordstraße X c Busschleuse Stadthaus/ Am Alten Friedhof X X d Verkehrsordnung Rabinstraße X X e Neue Halteposition der Haltestelle „Thomas-Mann-Straße“ X X f Busschleuse Belderberg/ Rathausgasse X g Verkehrsordnung Adenauerallee X h Neue Haltestelle „Am Hofgarten“ X i Verkehrsordnung Am Hofgarten XSeite 9 von 9
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de