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241666-04 · Mitteilungsvorlage

Klimaplan Steckbrief 4.2.2.4 Initiative Sparen jetzt! – Smarte Thermostate für Mieter*innen hier: Auswertung und Abschlussbericht

Nummer
241666-04
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
02.05.2026
Letzte Änderung
24.10.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Auerberg Ortsteil· Bonn
  • Nordstadt Ortsteil· Bonn
  • Tannenbusch Ortsteil· Bonn
  • Brüser Berg Ortsteil· Hardtberg
  • Duisdorf Ortsteil· Hardtberg
  • Bonn Stadtbezirk
  • Hardtberg Stadtbezirk
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  • Medinghoven siedlung· Duisdorf, Hardtberg
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 21.05.2026 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 15.07.2026 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 241666 Klimaplan Steckbrief 4.2.2.4 Initiative Sparen jetzt! – Smarte Thermostate für Mieter*innen

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
241666-04
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Klimaplan Steckbrief 4.2.2.4 Initiative Sparen jetzt!
– Smarte Thermostate für Mieter*innen
hier: Auswertung und Abschlussbericht
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
19.05.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Soziales, Migration,
Gesundheit, Wohnen und Senioren
21.05.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Verwaltung informiert den Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda
(AUKLA) und den für den Bereich „Wohnen“ nun zuständigen Ausschuss für
Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren (für den damals in der
Beratung befindlichen Ausschuss für Wohnen, Planen Bauen (WPB)) mit
beigefügtem Auswertungsbericht über den Steckbrief 4.2.2.4. „Initiative Sparen
jetzt!“ des Bonner Klimaplans (DS 222006, DS 222006-41 AA). Das Teilprojekt
„Smarte Thermostate“ (DS 241666) ist damit abgeschlossen und ausgewertet.
Anlage/n
1 Auswertungsbericht Smarte Thermostate (öffentlich)Seite 1 von 8
1
Auswertungsbericht „Smarte Thermostate“
1. Hintergrund
Die Verteilung smarter Thermostate hat stattgefunden, um Mieter*innen die Möglichkeit
zu geben, an der Energiewende teilzuhaben, indem der Verbrauch bedarfsgerecht
eingestellt und die damit einhergehenden Energiekosten und CO2-Emissionen gesenkt
werden.
2. Rahmenbedingungen
Das Projekt der smarten Thermostate ist Teil des Steckbriefs 4.2.2.4. „Initiative Sparen
jetzt!“ des Bonner Klimaplans 2035 und trägt zur Erreichung der Klimaneutralität bei
(DS 222006). Für die Ausgabe der Geräte an Bonner*innen mit Bonn-Ausweis sind
50.000 Euro Sachkosten gemäß Änderungsantrag 222006-41 AA zur Verfügung gestellt
worden. Die Laufzeit des Projekts erstreckte sich von November 2024 bis
einschließlich März 2026. Die Antragsbearbeitung wurde durch die Verwaltung
durchgeführt. Die Stadtwerke Bonn (SWB) und die Beratungsstelle Bonn der
Verbraucherzentrale NRW (VZ) waren maßgebliche Kooperationspartnerinnen bei der
Aktion.
3. Vorgehen
Für die Beschaffung geeigneter Geräte wurden die SWB beauftragt. Da für Geräte mit
WLAN-Funktion eine stabile Internetverbindung notwendig ist, die bei den Haushalten
nicht vorausgesetzt werden kann, wurden grundsätzlich mehr Bluetooth-Geräte
beschafft. Insgesamt sind folgende Geräte bereitgestellt worden:
• 765 Bluetooth-Geräte (Danfoss Eco)
• 280 WLAN-Geräte (Aqara E1 Zigbee)
• 70 WLAN-Hubs zur Vernetzung WLAN gesteuerter Geräte (Aqara)
Mieter*innen mit einem Bonn-Ausweis hatten die Möglichkeit ein Online-Formular
auszufüllen und bis zu fünf Geräte pro Haushalt zu beantragen. Der Nachweis eines
Bonn-Ausweises konnte durch das Hochladen einer Kopie erbracht werden. Die
Antragsbearbeitung wurde durch die Stadtverwaltung durchgeführt, während die
Verteilung der smarten Heizungsthermostate durch die VZ stattgefunden hat.
Die Ausgabe der Geräte erfolgte nur nach Unterzeichnung einer Eigennutzungserklärung
durch die Antragstellenden bei Abholung.Seite 2 von 8
2
4. Auswertung der Ergebnisse
4.1. Quantitative Ergebnisse
Die Verteilung der Geräte hat in zwei Phasen stattgefunden: Im Frühling 2025 standen
Heizungsthermostate mit Bluetooth-Technologie zur Verfügung. Von 490 beantragten
Geräten sind 369 Geräte an 91 Haushalte ausgegeben worden. Das entspricht einer
Nichterscheinungsquote von rund 35 Prozent bzw. 29 Haushalten.
Die zweite Phase hat mit der Heizperiode im Herbst 2025 begonnen und endete am
31. März 2026. Von den 427 beantragten Bluetooth-Geräten wurde 339 abgeholt. Bei
den WLAN-Geräten sind 289 Thermostate und 71 Hubs beantragt worden. Davon
wurden bis zum Ende der Verteil-Aktion 264 WLAN-Geräte respektive 64 Hubs
herausgegeben. Von 172 Haushalten, die in der zweiten Phase einen Antrag gestellt
haben, nahmen 152 die Heizungsthermostate entgegen. Die Nichterscheinungsquote
beträgt hier rund 12 Prozent der Haushalte.
Insgesamt konnten 243 Haushalte mit 708 Bluetooth-Geräten und 264 WLAN-Gerät
ausgestattet werden. Die Anzahl der Thermostate je Haushalt unterscheidet sich wie
folgt:
Abbildung 1: Anzahl der ausgegebenen Thermostate je Haushalt
114
53
48
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5
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3
2
1
Anzahl der Haushalte
Anzahl der ThermostateSeite 3 von 8
3
Die Abbildungen 2 und 3 zeigen, wie sich die erreichten Haushalte über das Stadtgebiet
verteilen.
Abbildung 2: Verteilung der erreichten Haushalte je Stadtbezirk
Die meisten Haushalte sind in den Stadtteilen mit der Postleitzahl 53119 verteilt worden
(Auerberg, Nordstadt, Tannenbusch und Zentrum). Insgesamt sind im Stadtbezirk Bonn
148 Haushalte erreicht worden. Eine geringe Abnahme der Geräte hat seitens der
Haushalte im Stadtbezirk Hardtberg stattgefunden, wo sich insgesamt 10 Haushalte an
der Aktion beteiligt haben. Die Stadtteile mit der Postleitzahl 53125 (Brüser Berg und
Duisdorf) bilden die geringste Abnahmerate ab. Hier waren es lediglich vier Haushalte.
Die Stadtbezirke Beuel und Bad Godesberg liegen im Mittelfeld.
Bonn; 148; 61%Beuel; 41; 17%
Bad Godesberg ; 44; 18%
Hardtberg; 10; 4%
Verteilung der teilnehmenden Haushalte in StadtbezirkeSeite 4 von 8
4
Abbildung 3: Verteilung der erreichten Haushalte je Postleitzahlgebiet
In der zweiten Phase der Verteilung sind 95 Haushalte1 mithilfe eines Serienbriefs direkt
angeschrieben worden. Davon haben 17 einen Antrag gestellt und Thermostate
abgeholt. Das entspricht einer Akzeptanz von knapp 18 Prozent.
4.2. Qualitative Ergebnisse
Das Projekt wurde durch Organisationen und karitative Einrichtungen im Bonner
Stadtgebiet unterstützt, indem sie die Verteil-Aktion beworben haben. Es hat mündliche
und schriftliche Rückmeldungen gegeben, dass Menschen, die Transferleistungen (z.B.
Bürgergeld) erhalten und ihre Heizkosten nicht selbst tragen, schwierig für energie- und
1 Aus datenschutzrechtlichen Gründen konnte die Verwaltung nur Haushalte anschreiben, die im
Vorhinein ihre Zustimmung erteilt haben.
9
1
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Verteilung der teilnehmenden Haushalte in den Stadtteilen
(Postleitzahl)
Frühling 2025 Herbst/Winter 2025/26Seite 5 von 8
5
kostensparendes Heizen zu begeistern seien. Bei Familien und Einzelpersonen, die für
ihren Lebensunterhalt vorrangig selbst sorgen, besteht deutlich mehr Interesse an
einer Kostenersparnis und dem Klimaschutz. Das ergibt sich auch aus dem Rücklauf
des oben genannten Serienbriefs.
Die Verteil-Aktion wurde über die Kanäle der Stadt, der Kooperationspartner*innen und
der unterstützenden Einrichtungen beworben. Neben Flyern, Social-Media-Beiträgen,
Pressemeldungen und Newsletter-Einträgen ist das Projekt auf der städtischen Website
sowie auf den Displays im Dienstleistungszentrum (DLZ) angekündigt worden. Zudem
hat im Mitmachzentrum des Klimaviertels Medinghoven (MEDING:HOME) eine
Informationsveranstaltung in Präsenz stattgefunden. Einerseits hat die Summe der
Kommunikationsmaßnahmen dazu geführt, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen
werden konnte. Andererseits war es notwendig, das Projekt wiederholt zu bewerben, da
der Rücklauf in Form von Anträgen geringer ausfiel als die Anzahl der Geräte, die zur
Verfügung standen. Die Mobilisierung der Zielgruppe hat sich als schwierig
herausgestellt.
Auf dem Annahmeformular, dass die Menschen bei der Abholung unterschrieben
haben, konnten zusätzliche Angaben darüber gemacht werden, über welchen Kanal die
Menschen von der Aktion erfahren haben. Am häufigsten werden hier Social-Media,
Tages- und Wochenzeitungen sowie der persönliche Kontakt genannt.
Abbildung 4: Evaluation der Kommunikationswege
44
22
19
11
9
9
6 4 1
Wie haben Sie von der Aktion erfahren?
N = 125
Social Media
Zeitung
Pers. Kontakt
Brief
Flyer
Website/PM/Newsletter Stadt Bonn
Info Screen DLZ
Pers. E-Mail
TV/LokalzeitSeite 6 von 8
6
Die Stadtverwaltung kann nicht prüfen, ob die Geräte tatsächlich in den jeweiligen
Wohnungen verbaut wurden. Der Aufwand, 243 Haushalte zu kontrollieren, ist sehr groß.
Trotz der Erklärung zur Eigennutzung konnte stichprobenartig festgestellt werden, dass
einzelne Geräte der Firma Danfoss auf gängigen Onlineplattformen angeboten worden
sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Geräte aus der Verteil-Aktion stammten, ist
hoch. Eine systematische Kontrolle war nicht darstellbar, womit eine genaue Anzahl hier
nicht bestimmt werden kann.
Mehrere Faktoren erlauben es derzeit nicht, Rückschlüsse auf die Reduktion des
Verbrauchs in den teilnehmenden Haushalten zu ziehen. Mithilfe des Online-Formulars
sind im Antragsverfahren Angaben zum jährlichen Verbrauch beim Heizen erfasst
worden. Eine Erfassung von Energieverbräuchen nach Installation der Thermostate ist
aufgrund begrenzter Ressourcen sowie datenschutzrechtlicher Hürden nicht
darstellbar. Die stark variierenden Angaben bei Antragstellung lassen darauf schließen,
dass hier ungenaue Zahlen zum eigentlichen Verbrauch eingetragen oder Angaben in
anderen Einheiten gemacht wurden. Zudem haben die Abholung und die darauffolgende
Installation der Thermostate an unterschiedlichen Stichtagen stattgefunden. Hinzu
kommen die wechselnden Temperaturen im Winter und die internationalen Krisen, die
den individuellen Verbrauch beeinflussen. Die Vergleichbarkeit der Werte wäre aus den
genannten Gründen schwer herzustellen.
Nach Abschluss des Projekts sind 29 Bluetooth-Geräte und 6 Hubs übrig, welche die
Verwaltung der VZ zur eigenverantwortlichen Ausgabe an die definierte Zielgruppe
überlässt.
Es ist eine Differenz zwischen der Lieferung (765 Bluetooth-Geräte, 280 Geräte mit
WLAN-Funktion und 70 Hubs) und den herausgegebenen Thermostaten (708 Bluetooth-
Geräte, 264 Geräte mit WLAN-Funktion und 64 Hubs) sowie dem Restbestand (29
Bluetooth-Geräte und 6 Hubs) entstanden: 28 Thermostate von Danfoss und 16
Thermostate der Firma Aqara. Diese Differenz ist vermutlich durch Übertragungsfehler
beim Austausch der Masterlisten mit der externen Kooperationspartnerin entstanden.
Es sind dabei keine Mehrkosten oder finanzielle Schäden entstanden.
5. Fazit
Das Projekt ist erfolgreich abgeschlossen worden. Beinahe alle Geräte sind an
Menschen mit einem Bonn-Ausweis verteilt worden. Dank der smarten Thermostate
wird der CO2-Ausstoß im Bonner Stadtgebiet reduziert. Zudem haben Menschen mit
einem geringen Einkommen, die Chance bekommen an der Energiewende teilzuhaben.
Die Zusammenarbeit mit den SWB und der VZ hat sehr gut funktioniert. Durch die
Expertise der SWB hinsichtlich der Beschaffung wurden auch die finanziellen RisikenSeite 7 von 8
7
bspw. bei der Auswahl geeigneter Geräte minimiert. Durch den hervorragenden Kontakt
zur Zielgruppe seitens der VZ konnte das Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht.
Eine Abfrage der Kommunikationskanäle hat sich als hilfreich herausgestellt und
bedeutet einen Mehrwert für zukünftige Maßnahmen im Bereich der
Klimakommunikation.
Die Entwicklungen im Vergleich zu den Vorjahreswerten zu überprüfen und die
Auswertung einzelner Haushalte lässt sich aufgrund begrenzter personeller Ressourcen
und datenschutzrechtlichen Hürden nur schwer realisieren, weshalb die Verwaltung in
einer Kosten-Nutzen-Betrachtung von weiterer Auswertung absieht.
In diesem Projekt ist deutlich geworden, dass die Zielgruppe schwer zu mobilisieren ist,
weil der Anreiz, die Heizkosten zu reduzieren, nicht mehrheitlich gegeben ist. Auch die
hohe Nichterscheinungsrate spiegelt diese Situation wider. Umgekehrt führte die direkte
Ansprache der Menschen, die ihre Heizkosten selbst tragen, zu großer Akzeptanz.
Deshalb ist auch bei zukünftigen Projekten dieser Art zu empfehlen, andere Anreize für
Bonn-Ausweis-Inhaber*innen zu schaffen und/oder Menschen zu adressieren, die ihre
Kosten selbst tragen.
Die Verwaltung empfiehlt, das Projekt nicht weiter fortzuführen, weil das Interesse der
Zielgruppe gering und der damit einhergehende Aufwand nicht im Verhältnis zum
Nutzen steht. Eine Übertragung in die Fortschreibung des Klimaplans ist deshalb nicht
vorgesehen.Seite 8 von 8

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Datenstand: 02.11.2026, 20:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de