241625-01 · Beschlussvorlage
Errichtung eines Kombibades am Standort Ennertbad in Beuel
Kerndaten
- Nummer
- 241625-01
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 12.06.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Ennert Hauptort
- Am Ennertbad
- Markt
- F
- Beuel
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
- Sitzung des Sportausschusses Empfehlung
- Sitzung des Betriebsausschusses SGB Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 241625-01 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 52 Sport- und Bäderamt Dezernat: Dez. IV Errichtung eines Kombibades am Standort Ennertbad in Beuel Beratungsfolge Betriebsausschuss SGB 18.06.2026 Empfehlung Sportausschuss 24.06.2026 Empfehlung Bezirksvertretung Beuel 01.07.2026 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die Dringlichkeit des Wasserflächenbedarfes ist sehr hoch, da sowohl für Beuel als auch für das Frankenbad trotz aller Bemühungen kein zuverlässiger Betrieb mehr sichergestellt werden kann. Um die im Rahmen der Machbarkeitsstudie aufgezeichneten Terminschienen einhalten zu können, muss die Erstellung der funktionalen Leistungsbeschreibungen spätestens im Juli beauftragt werden. Ein Beginn des TU-VGV Vergabeverfahren kann dann zum Jahreswechsel 2026/2027 erreicht werden. Die Verfahrensdauer selber inkl. einer Verhandlungsphase liegt dann bei mindestens 10-12 Monaten. Eine weitere Verzögerung hat erhebliche Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Flächen für das Schulschwimmen. Beschlussvorschlag 1. Die Bezirksvertretung nimmt die Ergebnisse der überarbeiteten Machbarkeitsstudie zur Kenntnis. Es werden zusätzlich zu den ermittelten Kosten der DS 241625 Kosten für Sanierung der Freibadbecken und Badewassertechnik und Außenanlagen notwendig. Die Kosten aus der Schadstoffsanierung sowie dem Baugrundrisiko wurden mit einbezogen. 2. Auf dieser Grundlage wird die Verwaltung beauftragt, die Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung zu beauftragen. Diese soll als Grundlage für ein TU-VGV-Verfahren dienen. 3. Der TU-Wettbewerb soll Abbruch, Planung, Errichtung und Sanierung des Ennertbades als Kombibad umfassen. Hierbei sollen die Beschlüsse aus DS 211039 (KFW 40) und „Städtische Liegenschaften auf dem Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit“ eingehalten werden. Nicht eingehalten werden soll der Punkt 6. „Zertifizierung zum nachhaltigen Bauen“ (…) „in der mindestens zweithöchsten Kategorie“. 4. Das SGB wird beauftragt die Maßnahme zu übernehmen.Seite 1 von 37 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Begründung Mit Beschluss der Bezirksvertretung Beuel vom 29.01.2025 (DS 241625) wurde die Verwaltung beauftragt, die notwendigen weiteren Untersuchungen vorzunehmen sowie zu prüfen, ob anstelle der Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen eine Vergabe an einen Totalunternehmer (TU) zulässig ist. Die Prüfergebnisse liegen der Verwaltung nunmehr vor. Zur Eingrenzung der Kostenrisiken sind weitere Gutachten eingeholt werden: - Einholung eines umfangreichen Bodengutachtens und Begleitung durch ein Tiefbau- und Ingenieurbüro Das Baugrundgutachten weist das Gelände als grundsätzlich tauglich aus. Aus den wechselhaften Auffüllungen werden besondere Maßnahmen wie z.B. Gründung über Bodenplatten, Wasserhaltungsmaßnahmen und Schutz gegen drückendes Wasser empfohlen. Dies wurde in die neue Kosteneinschätzung aufgenommen. - Klärung der Möglichkeit einer Geothermie-Nutzung Die jährlichen Einsparungen durch den Einsatz von Erdreich-Wärmepumpen gegenüber Luft-Wasser-Wärmepumpen wären gering. Bei den Kosten für die verschiedenen Varianten wurde eine deutliche Mehrbelastung durch die Erdsonden-Anlage und die Brunnenbohrungen festgestellt, was zu einer langen Amortisationszeit von etwa 30-32 Jahren führen würde. In der Gesamtheit wird empfohlen, eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpen, PV-Anlagen und Fortluft-Wärmepumpen für das Hallenbad zu verwenden, um den Energieverbrauch zu minimieren. Zudem wird die Installation einer Wasseraufbereitungsanlage für das Filterrückspülwasser empfohlen, um den Energiebedarf zu senken. Dies wurde in die neue Kosteneinschätzung aufgenommen. - Erstellung aktueller Vermessungspläne des Grundstücks Die Vermessungspläne wurden durch Amt 62 erstellt. - Untersuchung der Bestandsgebäude hinsichtlich möglicher Schadstoffe in der Bausubstanz Das Schadstoffgutachten für das Ennertbad untersucht die vorhandenen Bauteile und Materialien auf potenziell gefährliche Stoffe im Rahmen geplanter Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen. Dabei wurden mehrere schadstoffbelastete Materialien identifiziert, die im Zuge des Rückbaus ordnungsgemäß entfernt und entsorgt werden müssen. Dies sind v.a. Asbest, PCB, KMF (Mineralfasern), HBCD (Flammschutzmittel in Polystyrolplatten). Diese wurde in die neue Kosteneinschätzung aufgenommen. - Prüfung der Möglichkeit der Wiederverwendung von Baumaterialien Die verbauten Materialien weisen entweder starke Abnutzungserscheinungen, Materialermüdung oder eine veraltete technische Beschaffenheit auf, die nichtSeite 2 von 37 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) mehr den heutigen energetischen, brandschutztechnischen oder gesundheitlichen Anforderungen entspricht. Zudem sind viele Materialien fest verklebt oder verbunden, was eine sortenreine Trennung und Wiederverwertung zusätzlich erschwert. Ein Teil der Baustoffe ist schadstoffbelastet und einige Bauteile zeigen Feuchteschäden und mikrobiologische Belastungen. Aufgrund der Skelettbauweise kann der Beton aus Stützen und Fundamenten lediglich als zerkleinertes Verfüllmaterial genutzt werden. Eine nachhaltige und wirtschaftlich vertretbare Wiederverwendung von Baumaterialien ist im konkreten Projektfall daher ausgeschlossen. - Zustandsbewertung der Bestandsaußenbecken Handlungsbedarf besteht insbesondere bei den Filteranlagen aus dem Jahr 1980, die trotz ihrer grundsätzlichen Funktionsfähigkeit deutliche Korrosionsspuren aufweisen. Aus technischer Sicht wird ein kompletter Rückbau aller Wand- und Bodenflächen sowie der Rinnenkonstruktionen empfohlen. Eine partielle Sanierung ist aufgrund der flächigen Spannungsverhältnisse nicht sinnvoll und nicht dauerhaft gewährleistbar. Für die Wiederherstellung wird ein Neubau der Beläge unter Verwendung eines modernen Aufbaus empfohlen. Die Empfehlung umfasst auch die Integration neuer Rinnenkonstruktionen (z.B. Wiesbadener Rinne) zur wirtschaftlichen Umsetzung. Diese wurde in die neue Kosteneinschätzung aufgenommen. Zusätzlich wurden Kosten für die Wiederherstellung der Beckenumgänge nach der Sanierung in der KG500 Außenanlagen aufgenommen. - Zustandsbewertung der Badewassertechnik der Außenbecken Eine Sanierung dieser Filter – inklusive Einbau von Sichtfenstern zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben – ist technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar. Ein zentrales Verbesserungspotenzial liegt in der Umgestaltung der Filterrückspülung. Derzeit wird das Rückspülwasser direkt in das Abwassernetz eingeleitet, was künftig nicht mehr zulässig ist. Eine Aufbereitungsanlage, die bis zu 75% des Rückspülwassers zurück in den Kreislauf führt, könnte gemeinsam mit dem Neubau des Hallenbads umgesetzt werden. Dies hätte nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile durch Einsparungen bei Wasser- und Energieverbrauch. - Bewertung der zukünftigen Badewassererwärmung und -aufbereitung Die derzeit vorhandene Heizungsanlage (Gaskessel, Baujahr 2004) ist nicht brennwertfähig und wird nach Inbetriebnahme des neuen Hallenbads nicht weiter benötigt. Eine nachhaltige Energieversorgung ist durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Hallenbads geplant. Zertifizierung In der Machbarkeitsstudie vom 16.08.2024 wurden nur allgemein Zertifizierungsziele nach BNB genannt.Seite 3 von 37 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Zusätzlich wurde in diesem Rahmen geprüft, ob und wie eine Zertifizierung nach der zweithöchsten Stufe gem. dem Beschluss DS 212355 des Betriebsausschusses SGB und dem DGNB-System für ein Schwimmbad überhaupt möglich ist und welche zusätzlichen Kosten aus einer Zertifizierung herrühren. Ein eigenes Nutzungsprofil für Schwimmbäder existiert bei der DGNB nicht. Schwimmhallenneubauten können in der aktuellen DGNB-Systemversion „Gebäude Neubau, Version 2023“ mit dem Nutzungsprofil „Versammlungsstätten“ bewertet werden unter Beachtung der besonderen Hinweise zu Sportstätten. Aufgrund der spezifischen Besonderheiten können jedoch einige der Kriterien nicht oder nur eingeschränkt auf Schwimmhallenbauten angewendet werden. Daher hat es im Rahmen der Erstellung des Leitfades eine Abstimmung mit der DGNB zum Umgang mit entsprechenden Kriterien gegeben. Einige Kriterienpunkte des Profils mussten ausgeschlossen oder eingeschränkt werden. Das IB Janssen Energie-Planer hat hieraus einen DGNB-Kriterienkatalog spezifisch für dieses Projekt entwickelt, das als Anlage zu einer funktionalen Leistungsbeschreibung dienen kann. Die Anforderungen, die sich die Stadt Bonn mit DS 211039 (KFW 40) und „Städtische Liegenschaften auf dem Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit“ gegeben hat, sind bereits sehr hoch – so dass bereits sehr große Schnittmengen zu den Anforderungen der Zertifizierung bestehen. Die zus. Kosten entstehen im Wesentlichen durch Dokumentationspflichten, Prüfungen und Gutachten in allen Kostengruppen. Hierbei sollen die Beschlüsse aus DS 211039 (KFW 40) und „Städtische Liegenschaften auf dem Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit“ eingehalten werden. Die Inhalte der Punkte 1. bis 5. des Beschlusses DS 212355 werden dadurch nicht in Frage gestellt. Nicht eingehalten werden soll der Punkt 6. „Zertifizierung zum nachhaltigen Bauen“ (…) „in der mindestens zweithöchsten Kategorie“, da hier kein Mehrwert für eine Liegenschaft, die nicht am Immobilienmarkt teilnimmt und durch ihre Aufgabe „Schwimmbad“ monofunktional ist, erkennbar wird. Rahmenterminplan Es wurden drei Vergabemodelle hinsichtlich der zeitlichen und finanziellen Auswirkungen verglichen. Dies sind Einzelvergabe (EV), Generalplaner- Generalunternehmer (GP-GU), Totalunternehmer (TU). Die Vergabestrategie Totalunternehmer verkürzt die Laufzeiten um die Gremienläufe, die bisher in der Lph2 und Lph3 einzuplanen sind. Eine TU-Vergabe schließt jedoch i.d.R. Festsummenförderungen aus. Eine Förderung für diese Maßnahme ist jedoch bei den derzeitigen extrem hohen Überzeichnungen der Bundes- und Landesprogramme auch sehr unsicher zu erlangen. Erst nach Erhalt eines Zuwendungsbescheides könnten Ausschreibungen für Bauleistungen veröffentlicht werden. Die Beantragung von Fördermitteln stellt deshalb ein erhebliches Zeitrisiko im Projekt dar. Vor dem Hintergrund des stark sanierungsbedürftigen Zustandes der Beueler BüttSeite 4 von 37 Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) erscheint es nicht vertretbar, ein solches zeitliches Risiko einzugehen. Aus diesem Grund rät die Verwaltung von dem Einwerben von Fördermitteln ab. Vergabeart Einzelvergabe TU-Vergabe GP+GU-Vergabe Projektbeginn Q3 2026 Q3 2026 Q3 2026 Geplanter Baubeginn Q1 2030 Q4 2029 Q2 2030 geplante Inbetriebnahme Q2 2033 Q1 2032 Q1 2033 Gesamtdauer incl. Vergabe 6,9 Jahre 5,7 Jahre 6,7 Jahre Vergabestrategie Hierzu wurde eine Anwaltskanzlei mit einer Stellungnahme beauftragt. Danach darf die Stadt sehr gut vertretbar auf eine Losbildung verzichten und ein förmliches, europaweites Vergabeverfahren zur Auswahl eines Totalunternehmers für die Planungs- und Bauleistungen zur Errichtung des Kombibades am Standort Ennertbad in Beuel durchführen. Finanzierung Für das Kombibad am Ennertbad ist in der Bäderpauschale bisher eine Summe von 20 Mio. € vorgesehen. Nach der mit der DS 241625 vorgestellten Machbarkeitsstudie ergaben sich Grobkosten in Höhe von ca. 40,6 Mio. (bei einer losweisen Vergabe) bzw. ca. 46,65 € (bei einer TU-Vergabe). Es war vorgesehen, dass die zu erwartenden Mehrbedarfe für diese Maßnahme zum Haushalt 2027/28 angemeldet werden sollen. Nach der Überarbeitung der Machbarkeitsstudie werden die Kosten auf einer Basis von Stand Mai 2026 nunmehr auf 31.461.995,88 EUR geschätzt. Hierzu ist ein TU -Aufschlag von marktüblichen 15% zu rechnen. Dies ergibt 36.181.295,26 €. Zuzüglich eines Risikozuschlages von 16,6 % und einer jährlichen Baupreissteigerung von 3,5 % läge eine mögliche TU-Vergabe bei ca. 48.541.000 € brutto. Die Bauzeit inkl. der Vergabeverfahren wird bis Ende 2031, geschätzt der finanzielle Projektabschluss für 2032. Gegenüber den Annahmen zum bisherigen Finanzrahmen ergibt sich somit ein voraussichtlicher Mehrbedarf von 28.541.000 €. Dieser Mehrbedarf wird nunmehr zum Haushalt 2027/29 angemeldet. Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet der Beschluss finanzielle Auswirkungen und erfolgt vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. *** Die Kosten bei gleichem Ansatz aber unter Zertifizierung des Gebäudes nachSeite 5 von 37 Seite 6Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) DGNB Gold werden auf 52.435.000 € geschätzt. Die Differenz zum Projektabschluss beträgt 3.894.000 € brutto gegenüber der Variante ohne Zertifizierung. Neben den technischen und gutachterlichen Aufwendungen spricht auch der Preis für die Empfehlung der Verwaltung, auf die Zertifizierung eines Schwimmbades zu verzichten. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.08.03 Bereitstellung und Betrieb von Bädern 1.52.00.08.03.02 Hallenbäder/Kombibad (BgA) Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 48.541.000 € 5520008038000/78.5300 2025-2029 28.541.000 € Anmeldung 27/28 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo 48.541.000 € Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 ENN_Kombibad_260604_Textversion (öffentlich) 2 2500020_0_BGPV_KS_KostenübersichtGesamt_02 (öffentlich)Seite 6 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 1 von 22 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn ava Anderhalten Architekten GmbH Berlin | Osnabrück | Köln 29.05.2026Seite 7 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 2 von 22 Inhalt 1. Aufgabenstellung ........................................................................................................................................................................................................................... 3 2. Integration neuer Vorgaben / Erkenntnisse .................................................................................................................................................................................. 3 2.1 DGNB- Zertifizierung ........................................................................................................................................................................................................ 3 2.2 Untersuchungsergebnisse der Gutachten ........................................................................................................................................................................ 5 3. Vergabeszenarien .......................................................................................................................................................................................................................... 7 3.1 Mögliche Vergabeszenarien ............................................................................................................................................................................................. 7 3.2 Besonderheiten der Planung eines Hallenbades und deren Auswirkungen auf die Vergabeszenarien .......................................................................... 7 3.3 Einzelvergabe ................................................................................................................................................................................................................... 8 3.4 GU - Verfahren ................................................................................................................................................................................................................. 9 3.5 TU - Verfahren .................................................................................................................................................................................................................. 9 4. Kostenprognose auf Basis der aktualisierten Projektparameter ................................................................................................................................................. 11 4.1 Aufstellung Kostenprognose .......................................................................................................................................................................................... 11 4.2 GP - Einzelvergabe .......................................................................................................................................................................................................... 12 4.3 GU - Vergabe .................................................................................................................................................................................................................. 13 4.4 TU - Vergabe ................................................................................................................................................................................................................... 14 4.5 DGNB-bedingte Mehrkosten .......................................................................................................................................................................................... 15 5. Terminplanung ............................................................................................................................................................................................................................ 17 5.1 Beschreibung Abhängigkeiten / Terminabläufe ............................................................................................................................................................. 17 5.2 Einzelvergabe Rahmenterminplan ................................................................................................................................................................................. 18 5.3 GU- Vergabe Rahmenterminplan ................................................................................................................................................................................... 19 5.4 TU - Vergabe Rahmenterminplan................................................................................................................................................................................... 20 6 Empfehlung ................................................................................................................................................................................................................................. 21 6.1 Auschlaggebende Faktoren / Entscheidungsvorlage Vergabe ....................................................................................................................................... 21Seite 8 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 3 von 22 1. Aufgabenstellung Für die Fortschreibung der Machbarkeitsstudie Kombibad Ennertbad bilden die Ergebnisse und Pläne der Studie aus dem Jahr 2024 die Grundlage. Diese Studie hat drei Aufgabenteile: Das erste Ziel der Fortschreibung der Studie ist die Vorgabe der Stadt Bonn das neue Ennertbad DGNB- Gold zertifizieren zu lassen. Hierbei ist die Realisierbarkeit zu prüfen. Die Auswirkungen der DGNB-Zertifizierung für das Kombibad sollen vor allem hinsichtlich möglicher Mehrkosten und der zeitlichen Einwirkungen geprüft werden. Die Vorgabe der Stadt Bonn für das Kombibad eine DGNB-Zertifizierung- Gold zu realisieren wird von einem externen DGNB-Auditor untersucht. Die Ergebnisse fließen in diese Studie ein. Aufgabenteil Zwei besteht aus der Auswertung und Einordnung der neu erstellten Gutachten, Untersuchungen und Zustandsbewertungen zum Grundstück und dem Bestand des Freibad -Ennertbad. Die Ergebnisse sind in der Kostenprognose abzubilden. Der Vergleich möglicher Vergabeszenarien bilden den dritten Teil dieser Studie. Es werden in der Fortschreibung der Studie für drei Vergabeszenarien (Einzelvergaben -, GU- Verfahren, TU - Verfahren) jeweils Kosten- und Terminauswirkungen dargestellt. In getrennten Kostenprognosen und einem Zeitstrahl, der die Phasen vom Projektstart bis zur Inbetriebnahme aufzeigt, werden die Vergabeszenarien dargestellt. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird eine Handlungsempfehlung für die Wahl einer Vergabestrategie für das Kombibad Ennertbad formuliert. 2. Integration neuer Vorgaben / Erkenntnisse 2.1 DGNB- Zertifizierung Eine DGNB Zertifizierung (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) ist ein Gütesiegel für nachhaltige Gebäude. Die DGNB bewertet keine Einzelmaßnahmen, sondern die Gesamtperformance. Die Kriterien stützen sich auf sechs Kernbereiche: Ökologie, Ökonomie, Soziokulturelles, Technik, Prozessqualität und Standort. Das Ziel ist die Bewertung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus, von der Planung über die Errichtung und Nutzung bis hin zum Rückbau, mit dem Ergebnis eines Nachhaltigkeitszertifikats. Laut der Vorgabe der Stadt Bonn ist bei öffentlichen Gebäuden eine Zertifizierung Gold des DGNB ab einem Bauvolumen von 15 Mio. Euro brutto (KG 300 u. KG 400) vorzusehen. Der Prozess und das Vorhaben eine DGNB- Zertifizierung für einen Hallenbadneubau umzusetzen ist bisher für den Gebäudetyp Hallenbad „Neuland“. Bisher liegt kein auf Hallenschwimmbäder zugeschnittenes Zertifizierungssystem vor.Seite 9 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 4 von 22 In Abstimmung mit der DGNB hat Herr Dr.-Ing. Stefan Janßen, Energieplanung und DGNB-Auditor einen „Leitfades zur DGNB-Zertifizierung Ennertbad“ erstellt. Als Zertifizierungssystem wurde gemeinsam mit dem DGNB das „Zertifizierungssystem Versammlungsstätten“, Version 2023 Neubau (Sportstätten) als Ausgangssystem festgelegt. Viele Aspekte im Gebäudetypus Hallenschwimmbad weichen von anderen Sportstätten ab. Folgende Themen sind im Schwimmbad gravierend anders zu bewerten, z.B: - Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen - Thermischer Komfort- Operative Temperatur/ Raumlufttemperatur - Einflussnahme des Nutzenden - Sommerlicher Wärmeschutz - Anpassungsfähigkeit und Drittverwendungsfähigkeit - Schwerpunkt Lebenszykluskosten Diese Einwände zu den Bewertungen / Gewichtungen der Kriterien hat Herr Dr.-Ing. Janßen im Leitfaden einbezogen und mit dem DGNB diskutiert. In Folge entfallen einige Kriterien, z.B. der Indikator zum sommerlichen Wärmeschutz. Der Indikator „Wertstabilität und Anpassungsfähigkeit“ gilt laut DGNB allerdings unverändert, obwohl die Umnutzung eines Hallenbades, ob der massiv eingebauten Beckenlandschaft, der den Hauptnutzungsraum stellt, praktisch unmöglich ist. Eine Zertifizierung DGNB Gold ist grundsätzlich möglich. Nur hiermit ist eine direkte Vergleichbarkeit der Parameter mit anderen öffentlichen Gebäuden in Bonn auch möglich und macht somit Sinn. Leider werden dabei aber nicht die spezifischen Randbedingungen von Hallenschwimmbädern wie u.a. der Wasserverbrauch und die Prozessenergie – also der Energiebedarf für die Beckenwassererwärmung und Luftentfeuchtung – differenziert erfasst und bewertet. Dem Schwerpunkt Lebenszykluskosten, wohl einer der wichtigsten Kriterien im Schwimmbadbau, wird nicht genügend präzise Beachtung gegeben. Es ist daher abzuwägen, ob man hier auf eine alternative Nachhaltigkeitsbewertungen zur DGNB, die ebenfalls auf drei Säulen der Nachhaltigkeit mit Ihren 6 Themenfeldern basieren, aber speziell für den Bäderbau aufgestellt wurden, zurückzugreifen sollte. In Abstimmung mit dem DGNB-Auditor Herrn Dr.-Ing. Janßen wurden für das Kombibad am Standort Ennertbad die prognostizierten DGNB-bedingten Mehrkosten aufgestellt. Die zusätzlich entstehenden Kosten des Zertifizierungsprozesses sind in die drei Bereiche Planung, Ausführung und Zertifizierungsverfahren aufgeteilt und werden in Kapitel 4, Kostenprognose, genauer beschrieben.Seite 10 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 5 von 22 2.2 Untersuchungsergebnisse der Gutachten Bodengutachten Der Geotechnischer Bericht vom April 2025 durch das Geotechnisches Büro Dr. Leischner GmbH beinhaltet folgende Erkenntnisse, die als kostenrelevante Faktoren berücksichtigt werden. - Es wird ein Bemessungswasserstand von 81,55m+NHN angegeben (Seite 15) der bereits oberhalb der Geländeoberfläche liegt. - Der angesetzte Bemessungswasserstand ist in der weiteren Planung durch den Tragwerksplaner bezüglich der Auftriebssicherheit der Untergeschosse und auch für den Bestandstechnikkeller am Freibad zu berücksichtigen. - Das vorgefundene Grundwasser hat zur Folge, dass das Untergeschoss eine druckwasserdichte Abdichtung erhält (Seite 23). - Die wechselnden Grundwasserstände und das Schichtenwasser erfordern in der Bauphase umfangreiche Wasserhaltungsarbeiten für die Baugrube (Seite 29). - Die nicht unterkellerten Bereiche des Kombibades befinden sich über einer Auffüllungsschicht. Diese muss, um die Lasten aufnehmen zu können, vollständig aufgenommen werden und kann als Tragschicht lagenweise mit anschließender Verdichtung wieder eingebaut werden (Seite 24). Gutachten über die Möglichkeit einer Geothermie Nutzung Stellungnahme zur Geothermie-Nutzung vom März 2025 durch das Ingenieurbüro inco GmbH. Erkenntnis: Die Investitionssummen für die Geothermie-Nutzung (Hohe Anzahl an Erdsonden) amortisieren sich erst über einen sehr langen Zeitraum. Da der Zeitraum je nach Berechnungsmethode zum Teil über 30 Jahre liegt, ist die Wirtschaftlichkeit diese Technik hier kritisch abzuwägen. Die hohe Effizienz von Luft-Wasser-Wärmepumpen führt dazu, dass Erdsonden-Wärmepumpen, bei reinem Heizbetrieb, wirtschaftlich kaum noch konkurrenzfähig sind. Schadstoffgutachten der Bestandsgebäude u. Technikkeller Das Rückbau- und Entsorgungskonzept hat die TAUW GmbH im April 2025 aufgestellt. Die drei eingeschossigen Bauwerke aus dem Jahr 1981 wurden hinsichtlich der Schadstoffbelastung untersucht und ein Schadstoffkataster erstellt. Mithilfe von Bauteilöffnungen wurden die Freibadgebäude untersucht. Ebenfalls wurden auch die Außenbecken untersucht. Kostenrelevante Erkenntnisse für Rückbaumaßnahmen der Gebäude mit wesentlichen Fundstellen: - Asbest im Fußbodenaufbau der Umkleiden und in Rohleitungen am Gebäude, Seite 15 - KMF-Dämmwolle im Übergang Dach / Decke, Seite 16 - PCB in Fugenmassen zwischen Fenstern und Holzbalken, zwischen Wandabschnitten, Seite 16Seite 11 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 6 von 22 - MKW / PAK in Dacheindeckung und Dampfsperren im Mauerwerk, Seite 16 / 17 Dem Rückbau der aktuellen Funktionsgebäuden des Freibades muss die Schadstoffentsorgung vorangestellt werden. Unter den im Konzept dargestellten Maßnahme muss die Schadstoffentfrachtung erfolgen. Das Gutachten gibt keine projektbezogenen Kosten zur Schadstoffentsorgung an. Ein Kostenansatz, aus Erfahrungswerten, ist in die Kostenprognose für das Kombibad Ennertbad eingeflossen. Bewertung und Katalogisierung der Baumaterialien, die zur Wiederverwendung eingesetzt werden können. Eine Begehung und Abstimmung des Städtisches Gebäudemanagement mit der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Stadt Bonn durch Frau Esseling und Herr Vurgun im Februar 2025 kommt zu folgendem Ergebnis: Eine nachhaltige und wirtschaftlich vertretbare Wiederverwendung von Baumaterialien ist im konkreten Projektfall Freibad Ennertbad Bonn nicht möglich. Ein wesentlicher Grund ist die Schadstoffbelastung eines nicht unerheblichen Anteiles der Bausubstanz. Eine erneute Prüfung der Wiederverwendung im weiteren Projektverlauf – etwa im Kontext einer möglichen DGNB-Zertifizierung – wurde nicht empfohlen, kann aber bei zukünftigen Projekten in Betracht gezogen werden. Zustandsbewertung der Bestandsaußenbecken Betongutachten mit der Analyse von Kernbohrungen wurde nicht durchgeführt, Untersuchungen hinsichtlich Karbonatisierung der Bewehrung, vorhandene Betondeckung und möglicher Chloridbelastung im Beton wird empfohlen. IST – Bautenzustand Boden-u. Wandfliesen in den Becken des Freibades vom April 2025 durch das Sachverständigenbüro von Herr Grahmann. Ergebnis: In den untersuchten Becken ist ein Haftversagen innerhalb des konstruktiven Systemaufbaues festzustellen. Der Beckenkopf ist in sich hohl, der Zusammenhalt des Belages wird nur noch durch die Flankenhaftung des Belages gewährleistet. Es bestehen sichtliche Verformungen. Beckeneinbauteile wie Geländerholme und Rinnenabläufe sind nicht umseitig eingedichtet. Somit ist hier eine weitere Hinterwanderung durch Badewassers gegeben. Die Rinnenkonstruktion wurde nicht verfliest und auch nicht abgedichtet. Der bestehende konstruktive „WU – Beton “ bedarf einer gesonderten Betonuntersuchung. Sanierungsmaßnahmen sind zeitnah umzusetzen. Schätzkosten S.24 von ca. 1,1 Mio. €/netto für Fliesenbeläge mit Abdichtung. Eine Betoninstandsetzung und Anschluss an Beckenumgang und Pflasterbeläge ist in den Kosten nicht berücksichtigt. Die Sachverständigenergebnisse beziehen sich auf die Bestands-Außenbecken und den Kostenprognosen des betrachteten Kombibads in den Außenanlagen aufgeführt.Seite 12 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 7 von 22 Zustandsbewertung der Badewassertechnik der Außenbecken Prüfung der Badewassertechnik und -erwärmung von dem Freibad vom März 2025 durch das Ingenieurbüro INCO GmbH. Erkenntnis: Die Druckfilteranlagen sind bereits 45 Jahre alt. Eine Sanierung wird als sinnvoll und wirtschaftlich eingestuft. Einige Anlagenbestandteile benötigen eine sukzessive Erneuerung. Die wesentlichen Anlagenteile sind aber aktuell in einem guten technischen Zustand. Eine gemeinsame Konzeption der Wärme- und Stromerzeugung für Hallenbad und Freibad wird von dem Ingenieurbüro INCO empfohlen. In der Kostenprognose des Kombibads in dieser Studie, wird die Anlagentechnik des Freibades nicht mit betrachtet. 3. Vergabeszenarien 3.1 Mögliche Vergabeszenarien Für die Planung und Realisierung für das Kombibad am Standort Ennertbad sind verschiedene Abläufe der Vergabe von Planungs- und Bauleitungen untersucht worden. Drei Vergabe-Szenarien, Einzelvergabe-GP, GU- Verfahren und TU-Verfahren sind jeweils beschrieben und mit Kosten- und Terminauswirkungen dargestellt. In getrennten Kostenprognosen und einem Zeitstrahl, der die Phasen vom Projektstart bis zur Inbetriebnahme aufzeigt, werden die Vergabeszenarien abgebildet. Die Vergebe-Szenarien unterscheiden sich für den Auftraggeber auch hinsichtlich weiterer Kriterien wie zum Beispiel Koordinationsaufgaben, Haftungsfragen, architektonischer Anspruch und Einflussmöglichkeiten. Weitere Kriterien sind in einer Tabelle im Kapitel 6, Empfehlung abgebildet. Im Folgenden werden die drei dargestellten Vergabe-Abläufe mit dem Focus auf die Kosten- und Termine hin betrachtet. 3.2 Besonderheiten der Planung eines Hallenbades und deren Auswirkungen auf die Vergabeszenarien Ein Hallenbad ist ein Sonderbau, der genauso wie ein Flughafen oder ein Krankenhaus eine Expertise der daran mitwirkenden planenden Ingenieure bedarf und ebenso der ausführenden Firmen. Die vorgestellten drei Vergabeszenarien sind grundsätzlich alle für ein Hallen- und Kombibad geeignet. Bei einem GP-Verfahren mit Einzelvergaben der Gewerke wird in allen Leistungsphasen und bei allen Beteiligten diese Expertise an Hand von Referenzen detailliert abgefragt, um sicherzustellen, dass die Planer und Firmen mit den vielschichtigen Anforderungen am Baukörper vertraut sind. Bei einer GU-Vergabe, bei dem ein Planerteam vorgeschaltet ist, ist vom Auftraggeber darauf Wert zulegen, dass der GU ebenfalls über diese Expertise Schwimmbad verfügt oder ggf. den Planer mit der weiteren Planung beauftragt. In jedem Fall sollte das Planerteam mit der ständigen Kontrolle der Ausführungsplanung und der späteren Bauausführung beauftragt werden.Seite 13 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 8 von 22 Eine TU-Vergabe auf Grundlage einer Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) bedarf neben den notwendigen Referenzen, einer externen Kontrollinstanz mit dem notwendigen Know-how. Die fehlende Fachkenntnis vom TU oder GU führt entweder zu erheblichen Angstzuschlägen in der Kalkulation oder zu späterer mangelhafter Ausführung. 3.3 Einzelvergabe Die bisher in Deutschland für Hallenbäder noch übliche Vorgehensweise bei der Vergabe von Bauleistungen ist die Einzelvergabe. In der „klassische“ Einzelvergabe schließt der Bauherr als Auftraggeber mit jedem Planer und jedem ausführenden Unternehmen einen eigenen Vertrag ab. Jeder Planer und Unternehmer steht beim Bauherrn in direkter Haftung und Gewährleistung. In dieser Organisationsform muss der Bauherr bei der Realisierung eines Hallenbades ohne weiteres den Überblick über bis zu 50–60 Auftragnehmer unterschiedlichster Größe und Qualifikation wahren, die in direkter Verbindung zu ihm stehen. Bei der Realisierung eines Schwimmbades sehr verbreitet, ist die Bündelung der Erbringung sämtlicher Planungsleistungen über einen Generalplaner. Der Planungsteil wird durch einen Generalplaner (GP) ausgeführt. Der Generalplaner wird in einem VGV-Verfahren nach projektspezifischen Kriterien ausgewählt. Ein Generalplaner erbringt die komplette Planung eines Schwimmbades über alle Leistungsphasen der HOAI. Er übernimmt die Koordination aller erforderlichen Fachplaner und Gutachter. Der GP ist somit der zentrale Ansprechpartner für den Auftraggeber im Projekt. Der Planer (GP) koordiniert und Überwacht ebenfalls die Leistungsphasen LP 6- 8. Über öffentliche Ausschreibung werden die ausführenden Firmen benannt und in der Bauphase vom Generalplaner koordiniert und überwacht, bis zur Inbetriebnahme des Hallenbades. Im Weiteren dieser Studie wird die Einzelvergabe mit der Planungsleitung über einen Generalplaner betrachtet. Folgende Vorteile kennzeichnen die Einzelvergabe mit einem Generalplaner: - Erstellung eines Raumprogramms und der Abläufe im Schulterschluss mit dem Bauherrn und Nutzer - Erarbeitung des Schwimmbadentwurfs in enger Abstimmung mit dem Bauherrn unter Einbeziehung der Budgetvorgaben - Koordination aller Planungsprozesse und Fachplaner im „eingespielten“ Planer-Team - Generalplanungsbüro mit Schwerpunkt Schwimmbadplanung sind angemessen verfügbar - Sicherstellung, dass das Projekt den gesetzlichen Vorgaben und Normen entspricht - Einbindung örtlicher Gegebenheiten unter Einbeziehung der Nutzerbedürfnisse - Überwachung der Einhaltung von Kosten- und Zeitplänen im Planungsbereich - Bewerbung für Förderprogramme in den Zeitablauf möglich - hohe FlexibilitätSeite 14 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 9 von 22 Risiken: - geringere Transparenz der Planungsabläufe - Öffentliche Vergabe von Unternehmerleistungen ist zeitintensiv, zum Teil geringe Anzahl an Bieter - Baustellenunterbrechungen möglich bei Firmeninsolvenzen oder Unvorhersehbaren 3.4 GU - Verfahren Alternativ ist auch nach der Genehmigungsplanung folglich ab der LP 5- Ausführungsplanung eine Projektrealisierung über einen Generalunternehmer (GU) vorstellbar. Eine Realisierung der Bauausführung über nur eine Firma, den Generalunternehmer. Ein GU ist für die komplette Ausführung eines Bauprojekts verantwortlich, eine Einzelgewerke-Ausschreibung entfällt. Der GU führt die Ausführungsplanung und die Realisierung aus oder beauftragt Subunternehmer. Er trägt die Verantwortung für die termingerechte und qualitätsgerechte Fertigstellung des Hallenbades. Folgende Vorteile kennzeichnen Generalunternehmer (GU) Vergabe: - Der Auftraggeber und das Planungsteam haben im Wesentlichen einen Ansprechpartner ab der Genehmigungsplanung - Der Aufwand auf Auftraggeberseite verringert sich - Bewerbung für Förderprogramme in im Zeitablauf möglich - Die öffentliche Vergabe der Gewerke entfällt - Ggf. Optimierung in der Bauzeit Risiken: - Bei Insolvenz des Generalunternehmens stoppt der gesamte Bau - und gegebenenfalls auch der Planungsprozess - keine Transparenz der Einzelgewerke - Geringere Flexibilität bei Änderungswünschen in der Ausführungsplanung - ggf. Nachtragsdruck aufseiten GU/Prüfung auf Auftragslücken 3.5 TU - Verfahren Ergänzend zu dem zuvor beschriebenen Verfahren prüft die Stadt Bonn eine Vergabe an einen Totalunternehmer (TU) für die Erstellung des Kombibades Ennertbad. Ein TU erbringt Bau- und Planungsleistung zugleich. Das bedeutet, dass ein einziges Unternehmen sowohl die Planung als auch die Ausführung eines Bauprojekts übernimmt. Für ein TU-Verhandlungsverfahren wird eine FLB (Funktionale Leistungsbeschreibung) erstellt, diese legt die Leistungen, Qualitäten und Termine für die Bauaufgabe fest. Der TU muss den gesamten Planungs-, Genehmigungs- und Realisierungsprozess mit seinen Subunternehmen organisieren und zwischenfinanzieren. Die Bauherrenfunktion und -verantwortung geht an den AuftragnehmerSeite 15 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 10 von 22 über, einschließlich der finanziellen Risiken. Er muss den Planungs- und Bauprozess steuern und optimieren, alle Einsparungen bei Honoraren und Bauleistungen gehen zu seinen eigenen Gunsten. Folgende Vorteile kennzeichnen die TU Vergabe: - Das Totalunternehmen übernimmt die Gesamtkoordination von dem Entwurf bis zur Inbetriebnahme - Es gibt nur einen Vertragspartner für den Bauherrn, was die Kommunikation vereinfacht und die Schnittstellenproblematik reduziert - Entfall von Koordinationsaufgaben beim Auftraggeber - Durch die enge Verzahnung von Planung und Ausführung können Zeit- und Kostenoptimierungen erfolgen - Minimierung von Haftungsfragen, da Planung und Ausführung in einer Hand liegen - Verkürzung der Projektdauer durch parallele Abläufe in Planung und Bau Risiken: - Bisher wenig Bieter auf dem Feld der TU-Unternehmer für Hallenbäder - hohe Aufschläge zu erwarten - geringe Flexibilität bei Änderungen, geringer Einfluss des Bauherrn nach der Vergabe - Bei Insolvenz stoppt umgehend der gesamte Bau- und Planungsprozess - Rechtliche Begründung für TU-Verfahren bezüglich Abweichung von Vergabeordnungen notwendig Organisationsschemata zu den beschriebenen Vergabeformen:Seite 16 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 11 von 22 4. Kostenprognose auf Basis der aktualisierten Projektparameter 4.1 Aufstellung Kostenprognose Grundsätzliche Unterschiede in der Kostenaufstellung von 2024 zu der vom Mai 2026. Die Fortschreibung der Studie Kombibad beinhaltet 300 m² BGF zusätzlich in der Technikfläche. Ebenso ist in der neuen Studie ein Kostenkennwert für die Sanierung der Beckenauskleidung der Außenbecken / Freibadbecken neu eingeflossen. In die aktualisierte Kostenprognose 05/2026 wurden die Erkenntnisse der bereitgestellten Gutachten von 2025 integriert. Ebenso sind die Auswirkungen der angestrebten DGNB Gold Zertifizierung in den einzelnen Kostengruppen abgebildet. Vergleich Kostenprognose aus 09/2024 zu Prognose 05/2026: In der KG 200 haben sich die prognostizierten Kosten verdoppelt, hier sind besonders die Erkenntnisse aus dem Schadstoffgutachten und die Ergebnisse des Bodengrundgutachtens mit den schwierigen Gründungssituation die Kostentreiber. Zusätzlich zeigt das Baugrundgutachten, dass in der Bauphase eine umfangreiche Wasserhaltung für die Baugrube einzuplanen ist. Es wird prognostiziert, dass die öffentliche Erschließung des Kombibades umfangreiche Maßnahmen mit sich bringt. In der KG 300 sind die Baukosten um ca. 2,7 Mio. €, netto gestiegen. Hier spiegeln sich die Baupreissteigerung, sowie die Verwendung von nachhaltigeren Baumaterialien im Zuge der Zertifizierung wieder. Die Umsetzung der Kellerebene für die Schwimmbadtechnik erhöht bei dem vorgefundenen Baugrund und dem Grundwasserstand ebenfalls die Kosten. Die benötigten umfangreichen Technikflächen, sowie geänderte bauphysikalische Anforderungen erhöhen ebenso die Investitionskosten. Die KG 400 zeigt in der Anlagentechnik ebenfalls höhere Kosten in der Kostenprognose. Es sind Kosten für die CO2-freie Wärmeversorgung und Mehrkosten für die Erreichung der Zertifizierungsziele eingepreist. In der Anlagen- und Steuerungstechnik sind die Kosten in den vergangenen Jahren besonders in der Badewassertechnik kontinuierlich gestiegen. Eine CO2-freie Energieversorgung für das Hallenschwimmbad ist unter Einbeziehung von Photovoltaik-Elemente gesondert aufgelistet. Die KG 500 beinhaltet in der neuen Prognose einen größeren Flächenanteil an neu zu erstellenden befestigten Außenflächen. Hierzu gehören die Parkplatzflächen, ebenso die unmittelbaren Bereiche um das neue Hallenbad. In der Kostenprognose sind als Konsequenz der Bestandsuntersuchung der Außenbecken ein Kostenwert von 1,5 Mio. €, netto eingestellt. Vorgaben bezüglich E-Ladesäulen und weitere Themen aus dem Mobilitätskonzept sind zu berücksichtigen.Seite 17 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 12 von 22 4.2 GP - Einzelvergabe Die Kostenprognose ist in die einzelnen Kostengruppen aufgegliedert und mit einigen projektspezifischen Stichpunkten ergänzt. In Abstimmung mit der Stadt Bonn sind für einzelne Kostenpunkte, wie z.B. die Baunebenkosten und die Ausstattung sind Annahmen in Prozent eingestellt. Die DGNB-Zertifizierung bedingten Mehrkosten sind im folgenden Kapitel 4.5 genauer beschrieben. In der KG 200 sind neu berücksichtigt die Erkenntnisse aus dem Schadstoffgutachten und dem Bodengrundgutachten. In der KG 300 sind die Baukosten mit Kennwerten ermittelt worden. Die Zertifizierungskosten KG 300 sind separat dargestellt. Die KG 400-Anlagentechnik ist anhand von Kennwerten aus Referenzobjekten ermittelt worden. Das Hallenbad wird ein Energie-Konzept erhalten, welches die CO2-freie Wärmeversorgung vorsieht. Mehrkosten für die Erreichung der Zertifizierungsziele sind eingepreist. Die KG 500- Außenanlagen: Durch den Bau des Hallenbades werden große Bereiche der befestigten- und unbefestigten Außenflächen neu erstellt. Übersicht Kostenprognose (Tabellen, siehe auch Anhang)Seite 18 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 13 von 22 4.3 GU - Vergabe Die Kostenprognose für eine Umsetzung des Kombibades mit einem Generalplaner LP 1-4 und einem Generalunternehmer LP 5-8 baut auf der im vorigen Absatz beschriebenen Tabelle auf. Zusätzlich wird ein Aufschlag (Wagnis/ Gemeinkosten/ Gewinn) des Generalunternehmer von 10 % prognostiziert. Zusätzlich ist mit einem Aufschlag des GU bei den Aufgaben der DGNB-Zertifizierung zu rechen.Seite 19 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 14 von 22 4.4 TU - Vergabe Die Kostenprognose bei dem Verfahren mit einem Totalunternehmen LP 1-8 prognostiziert einen TU-Aufschlag von 15 %, reduziert durch den Wegfall des Planungsteam in den frühen Leistungsphasen mit niedrigeren Baunebenkosten in den Honoraren mit einem Prozentsatz von 14 %. Ebenso wird hier mit einem „Unbekannt-Aufschlag“ des TU bei den Aufgaben der DGNB-Zertifizierung gerechnet.Seite 20 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 15 von 22 4.5 DGNB-bedingte Mehrkosten Die prognostizierten zusätzlichen Kosten durch den Zertifizierungsprozess sind in die drei folgenden Bereiche aufgeteilt: - Mehrkosten in der Planung - Investitions-Mehrkosten - Kosten Zertifizierungsverfahren Planungs-Mehrkosten Das sind, über den üblichen Planungskostenumfang hinausgehende, Kosten der Fachplaner, Bauausführer oder externer Gutachter für die Erstellung von Unterlagen (Lebenszyklusanalyse, Simulationen/ Berechnungen, Dokumentationen, …) zum Nachweis der Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien. Dazu zählen ferner Kosten für messtechnische Nachweise (Raumluftmessung, Luftdichtheitsmessung, evtl. Messungen zum Schallschutz) die i.d.R. durch externe Gutachter erbracht werden müssen. In der Objektüberwachung / Bauleitung ist ebenfalls mit Mehrkosten zu rechnen. Dies begründet sich durch über den üblichen Umfang hinausgehende Kontrollen auf der Baustelle, wie umfangreiche Baumaterialkontrollen, Kontrolle der Einhaltung von Vorgaben bzgl. Lärm-, Staub- u. Abfallvermeidung auf der Baustelle. Der Umfang in den einzelnen Leistungsphasen der Planer erhöht sich. Zusätzlich verschieben sich auch Leistungen der HOAI aus der LP-5 in die LP-3 durch den Zertifizierungsprozess. Beispielsweise wird eine Lebenszyklusanalyse vor der Ausführungsplanung verlangt. Die detaillierten Angaben z.B. zum Wandaufbau und der verwendeten Materialien, die in der Analyse bewertet werden, muss das Planungsteam also bereits in den frühen Leistungsphasen festlegen und darstellen. Investitions-Mehrkosten Für die Abschätzung der Mehrkosten, die aufgrund der Zertifizierung zu erwarten sind, sind bei den Baukosten in den Kostengruppen (KG 300, KG 400 und KG 500) unterschiedliche Anteile zu erwarten. Eine detaillierte Nachverfolgung der Kriterien im Zertifizierungsprozess macht einige zusätzliche Maßnahmen kostenseitig bezifferbar. Baukonstruktion: In der Baukonstruktion müssen Vorgaben der Verwendung von Materialien konsequent erfüllt bzw. nachgewiesen werden: - Verwendung von Anteilen an rezyklierten Beton - CO2 freier Brand von Klinkersteinen - Verwendung von Holz aus nachweislich nachhaltig bewirtschafteten Wäldern - Anforderungen an die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit von BaustoffenSeite 21 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 16 von 22 Grundrissorganisation /Energie Optimierung: - Trennung von Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen - Optimierung A/V- Verhältnis - Luftdichtigkeit der Gebäudehülle incl. Testung/ Nachweisführung - akustische Behaglichkeit - Umsetzung von Barrierefreiheit in allen Bereichen - Aufenthaltsqualitäten Technische Anlagen / Gebäudesteuerung - Optimierung Badewassertechnik mit Ultrafiltration - Anlagensteuerung / Absenkungen nach Besucherzahlen und Tageszeiten - Spülabwasseraufbereitung gemäß DIN 19645 zum Einsatz als Füllwasser in den Badebecken - Einsatz von wassersparenden Armarturen - Brauchwassermanagement Außenanlagen / Freianlagen - Regenwasserauffangung und -bevorratung zur Bewässerung von Außenanlagen - Mobilitätskonzept - Mikroklima - Erhalt der Biodiversität - Flächenversiegelung / Flächeninanspruchnahme Kosten Zertifizierungsverfahren Dies sind Kosten, die an die DGNB zu zahlen sind für die Prüfung der Nachhaltigkeits-Dokumentation. Die Höhe der Zertifizierungsgebühren richtet sich nach der Bruttogrundfläche des Gebäudes. Bei einer BGF zwischen 2.500 m² und 5.000 m² betragen Zertifizierungsgebühren derzeit 9.400 Euro. Das Projekt muss zwangläufig durch einen DGNB zugelassenen Auditor begleitet werden, folglich fallen Honorarkosten des Auditors an. Das sind die Kosten für die Begleitung und Koordination des Zertifizierungsprozesses durch einen von der DGNB zugelassenen Auditor. Die Kosten sind stark projektabhängig. Sie sind außerdem abhängig davon, welche Nachweisleistungen (Planungs-Mehrkosten) durch den Auditor erbracht bzw. angeboten werden können (z.B. Lebenszyklusanalyse, Simulationsrechnungen, …).Seite 22 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 17 von 22 Die Kosten des Zertifizierungsverfahrens unterscheiden sich nicht ob eine GP oder TU-Vergabe erfolgt. Jedoch sind die Aufschläge, aufgrund fehlender Vergleichsprojekte und somit fehlender Kalkulationsgrundlage, erheblich. Die Kostentabellen haben bereits einen „Unbekannt-Aufschlag“ bei den Vergabeszenarien berücksichtigt. Bei der Projektgröße des Ennertbades (rd. 4.000 m² BGF) können bei einer Einzelvergabe Gesamtkosten für die Zertifizierung von 100.000 bis 150.000 Euro erwartet werden. Für eine TU-Vergabe liegen bisher keine Erfahrungswerte vor, aber nach Erkundigungen am Markt gibt es einen erheblichen „Angstzuschlag“, der zu etwa doppelt so hohen Gesamtkosten führen kann. 5. Terminplanung 5.1 Beschreibung Abhängigkeiten / Terminabläufe Die unterschiedlichen Vergaben zeigen im zeitlichen Ablauf starke Unterschiede von bis zu einem Jahr. Dies ist verschieden langen Verfahrenszeiten bis zur Vergabe der Planungsleistungen, sowie unterschiedlichen Bauzeiten geschuldet. In Abstimmung mit der Stadt Bonn und unter Berücksichtigung der verwaltungsinternen Abläufe sind die Terminschienen erarbeitet worden. Die wesentlichen Abschnitte, VGV-Verfahren, Planungsphase, Bauzeit und Inbetriebnahme, sind den nachfolgenden Rahmenterminplänen zu entnehmen. Ebenso ist kleinteiliger dargestellt welche Leistungsphasen, Freigaben und Prüfungszeiträume in jeder Vergabeart zu erwarten sind. DGNB bedingte Verlängerung der Projektlaufzeit Wird der Zertifizierungsprozess sorgfältig in die Planungs- und Ausführungsphase integriert, ist von keiner signifikanten Verzögerung auszugehen. Für die Prüfung des Pflichtenhefts durch die Fachplaner/Projektbeteiligten kann ein Zeitraum von 2 Wochen angesetzt werden. Das kann parallel zur Planung erfolgen, wie auch die Nachweisführung. Der Prozess der Prüfung Nachhaltigkeits-Dokumentation durch die DGNB kann länger dauern. Allerdings erfolgt diese Prüfung auch erst nach Fertigstellung des Bauvorhabens. Die Vergabeart hat hierauf keinen Einfluss.Seite 23 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 18 von 22 5.2 Einzelvergabe Rahmenterminplan Der klassische Ablauf, nach einem VGV-Verfahren zur Findung des Planungsteams. In diesem Falle wird eine Generalplaner für das Kombibad favorisiert. Ab Vertragsabschluss werden die einzelnen Leistungsphasen incl. Prüfungszeiten der Gremien und Verwaltung in einer 37-monatigen Planungsphase bearbeitet. Nach einem vorgezogenen Abbruch beginnt, nach Erhalt der Baugenehmigung, die Bauzeit. Aufgrund der erheblichen Bauzeitverlängerungen der aktuellen Schwimmbadprojekte der Stadt Bonn, ist hier ein Zeitpuffer vorgesehen und eine 30-monatige Bauzeit wird abgebildet. Die Gesamtprojektlaufzeit dieser Terminschiene beträgt 6 Jahre und 6 Monate. Rahmentermin Einzelvergabe – Generalplaner (Terminschienen, siehe auch Anhang)Seite 24 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 19 von 22 5.3 GU- Vergabe Rahmenterminplan Die Terminschiene für die zweite, hier dargestellte, Variante startet ebenfalls mit einem VGV-Verfahren. In diesem Verfahren wird bereits im Vergabeverfahren von den bietenden Generalplanungsbüros die Einreichung eines zu vergütenden Vorentwurfs abverlangt. Dieser, auf das Kombibad Ennertbad zugeschnittene, Vorentwurf wird bei der Zuschlagserteilung für einen Generalplaner bewertet und im Anschluss an die Vertragserteilung weiterverfolgt. Hier wird dann direkt in der Entwurfsplanung die Planung fortgesetzt. Die 20-monatige Planungsphase bis zur Einreichung des Bauantrages ist somit zeitlich optimiert. Der GP erstellt nach Freigabe der LP 3 eine FLB zur Findung eines GUs über ein weiteres VGV-Verfahren. Die Verantwortung geht vom GP zu dem GU, für die Ausführungsplanung und die Realisierung, über, wobei der GP einen Prüfauftrag behält. Eine Bauzeit von 24 Monaten ist hier prognostiziert. Die Gesamtprojektlaufzeit dieser Terminschiene beträgt 6 Jahre und 4 Monate. Rahmentermin Generalplaner und GeneralunternehmerSeite 25 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 20 von 22 5.4 TU - Vergabe Rahmenterminplan Zur Findung eines Totalunternehmer, wird vorab eine funktionale Leistungsbeschreibung (FLB) für den Neubau eines Kombibades, am Standort Ennertbad, beauftragt und erstellt. Bis zu Vertragsabschluss mit einem TU ist von einem 17-monatigen Verfahren auszugehen. Die Planungs- und Bauphasen können durch den TU optimiert werden. Im Ablaufplan können kürzere Prüf- und Freigabezeiten vorgesehen werden. Es ist mit einer kürzeren Gesamtprojektlaufzeit im Vergleich zu den beiden vorher beschriebenen Terminabläufen zu rechnen. Die Gesamtprojektlaufzeit wird mit 5 Jahren und 4 Monaten prognostiziert. Rahmentermin TotalunternehmerSeite 26 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 21 von 22 6 Empfehlung 6.1 Auschlaggebende Faktoren / Entscheidungsvorlage Vergabe Um eine Empfehlung hinsichtlich einer der Vergabearten auszusprechen, sind weiterführende Kriterien für das Kombibad aufgestellt worden. Die in den vorherigen Kapiteln bereits genannten Vorteile und Risiken der Vergabearten, sind als elf Kriterien bewertet worden. In Abstimmung mit der Stadt Bonn ist den Kriterien, den Projektkosten und der Zeitschiene eine Gewichtung zugeteilt. Die Übersicht fasst den Textteil der Studie zu den Vergabearten präzise zusammen. Es entsteht eine Entscheidungsvorlage, welche mit einer Punktevergabe und einer Gewichtung eine Rangfolge vorschlägt.Seite 27 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Kombibad am Standort Ennertbad, Bonn Seite 22 von 22 7 Anlagen Kostenprognosen: - Kostenprognose GP - Kostenprognose GU - Kostenprognose TU Terminpläne: - Rahmenterminplan GP - Rahmenterminplan GU - Rahmenterminplan TU weitere Anlagen - Entscheidungsmatrix Vergabeart - Lageplan / Übersichtsplan Kombibad Ennertbad - DGNB-Leitfaden (zusätzliches Dokument)Seite 28 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Ennertbad Bonn ava Anderhalten Architekten Einzelvergabe Kostenprognose Fläche Kennwert Kosten KG 200 Vorbereitende Maßnahmen 815.000 € Herrichten 1.500 m² 150 € / m² AF *3 225.000 € Rückbau Freibadgebäude Prognose *3 200.000 € Schadstoffrückbau - Gebäude Prognose *3 90.000 € öffentliche Erschließung Prognose *3 150.000 € schwieriger Baugrund (Tiefbau/ Wasserhaltung) Aufschlag /Prognose *3 150.000 € KG 300 Bauwerk - Baukonstruktionen 11.225.000 € Bauwerk 4.150 € / m² BGF 2.500 € / m² BGF *3 10.375.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 850.000 € KG 400 Technische Anlagen 9.215.000 € Bauwerk - Technische Anlagen 4.150 € / m² BGF 1.900 € / m² AF *3 7.885.000 € CO2-freie Wärmeversorgung incl. 1.200 m² PV 4.150 € / m² BGF 200 € / m² AF *3 830.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 500.000 € KG 500 Außenanlagen und Freiflächen 3.205.000 € befestigte Flächen (Beckenumgang / Parkplatz) 3.500 m² AF 350 € / m² AF *3 1.225.000 € unbefestigte Flächen (Beete / Wiese) 2.000 m² AF 90 € / m² AF *3 180.000 € Außenbecken- Sanierung: Fliesen, Abdichtung Prognose *4 1.500.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 300.000 € KG 600 Ausstattung und Kunstwerke 2% der KG 300-400 408.800 € Zwischensumme KG 300-500 netto 24.460.000 € Zwischensumme KG 200-600 netto 24.868.800 € KG 700 Baunebenkosten 7.088.264 € Baunebenkosten / Honorare ca. 28% der KG 200-600 *4 6.963.264 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 125.000 € Gesamtsumme KG 200-700 netto 31.957.064 € MwSt. (19%) 6.071.842 € Gesamtsumme KG 200-700 brutto 38.028.906 € Risikozuschläge u. Baupreissteigerung sind im Beschluss/Anhang abgebildet *3 hauseigene Kostendatenbank - ava anderhalten Architekten *4 Angaben Städtisches Gebäudemanagement *5 Prognose in Abstimmung mit Hr. Janßen Stand 28.05.2026Seite 29 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Ennertbad Bonn ava Anderhalten Architekten Generalplaner + GU-Verfahren Kostenprognose Fläche Kennwert Kosten KG 200 Vorbereitende Maßnahmen 815.000 € Herrichten 1.500 m² 150 € / m² AF *3 225.000 € Rückbau Freibadgebäude Prognose *3 200.000 € Schadstoffrückbau - Gebäude Prognose *3 90.000 € öffentliche Erschließung Prognose *3 150.000 € schwieriger Baugrund (Tiefbau/ Wasserhaltung) Aufschlag /Prognose *3 150.000 € KG 300 Bauwerk - Baukonstruktionen 11.225.000 € Bauwerk 4.150 € / m² BGF 2.500 € / m² BGF *3 10.375.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 850.000 € KG 400 Technische Anlagen 9.215.000 € Bauwerk - Technische Anlagen 4.150 € / m² BGF 1.900 € / m² AF *3 7.885.000 € CO2-freie Wärmeversorgung incl. 1.200 m² PV 4.150 € / m² BGF 200 € / m² AF *3 830.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 500.000 € KG 500 Außenanlagen und Freiflächen 3.205.000 € befestigte Flächen (Beckenumgang / Parkplatz) 3.500 m² AF 350 € / m² AF *3 1.225.000 € unbefestigte Flächen (Beete / Wiese) 2.000 m² AF 90 € / m² AF *3 180.000 € Außenbecken- Sanierung: Fliesen, Abdichtung Prognose *4 1.500.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 300.000 € KG 600 Ausstattung und Kunstwerke 2% der KG 300-400 408.800 € Zwischensumme KG 300-500 netto 24.460.000 € Zwischensumme KG 200-600 netto 24.868.800 € KG 700 Baunebenkosten 7.088.264 € Baunebenkosten / Honorare ca. 28% der KG 200-600 *4 6.963.264 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 125.000 € Gesamtsumme KG 200-700 netto 31.957.064 € MwSt. (19%) 6.071.842 € Gesamtsumme KG 200-700 brutto 38.028.906 € Generalplaner + GU- Verfahren 3.902.891 € GU- Aufschlag - brutto 10,00% 3.802.891 € DGNB Zertifizierung "Unbekannt-Aufschlag" -brutto Prognose *5 100.000 € GU - Gesamtsumme KG 200-700 brutto 41.931.797 € Risikozuschläge u. Baupreissteigerung sind im Beschluss/Anhang abgebildet *3 hauseigene Kostendatenbank - ava anderhalten Architekten *4 Angaben Städtisches Gebäudemanagement *5 Prognose in Abstimmung mit Hr. Janßen Stand 28.05.2026Seite 30 von 37 Fortschreibung Machbarkeitsstudie Ennertbad Bonn ava Anderhalten Architekten TU - Verfahren Kostenprognose Fläche Kennwert Kosten KG 200 Vorbereitende Maßnahmen 815.000 € Herrichten 1.500 m² 150 € / m² AF *3 225.000 € Rückbau Freibadgebäude Prognose *3 200.000 € Schadstoffrückbau - Gebäude Prognose *3 90.000 € öffentliche Erschließung Prognose *3 150.000 € schwieriger Baugrund (Tiefbau/ Wasserhaltung) Aufschlag /Prognose *3 150.000 € KG 300 Bauwerk - Baukonstruktionen 11.225.000 € Bauwerk 4.150 € / m² BGF 2.500 € / m² BGF *3 10.375.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 850.000 € KG 400 Technische Anlagen 9.215.000 € Bauwerk - Technische Anlagen 4.150 € / m² BGF 1.900 € / m² AF *3 7.885.000 € CO2-freie Wärmeversorgung incl. 1.200 m² PV 4.150 € / m² BGF 200 € / m² AF *3 830.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 500.000 € KG 500 Außenanlagen und Freiflächen 3.205.000 € befestigte Flächen (Beckenumgang / Parkplatz) 3.500 m² AF 350 € / m² AF *3 1.225.000 € unbefestigte Flächen (Beete / Wiese) 2.000 m² AF 90 € / m² AF *3 180.000 € Außenbecken- Sanierung: Fliesen, Abdichtung Prognose *4 1.500.000 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 300.000 € KG 600 Ausstattung und Kunstwerke 2% der KG 300-400 408.800 € Zwischensumme KG 300-500 netto 24.460.000 € Zwischensumme KG 200-600 netto 24.868.800 € KG 700 Baunebenkosten 3.606.632 € Baunebenkosten / Honorare ca. 14% der KG 200-600 *4 3.481.632 € DGNB- Zertifizierung bedingte Mehrkosten Prognose *5 125.000 € Gesamtsumme KG 200-700 netto 28.475.432 € MwSt. (19%) 5.410.332 € Gesamtsumme KG 200-700 brutto 33.885.764 € TU- Verfahren 5.207.865 € TU- Aufschlag - brutto 15,00% 5.082.865 € DGNB Zertifizierung "Unbekannt-Aufschlag" -brutto Prognose *5 125.000 € TU - Gesamtsumme KG 200-700 brutto 39.093.629 € Risikozuschläge u. Baupreissteigerung sind im Beschluss/Anhang abgebildet *3 hauseigene Kostendatenbank - ava anderhalten Architekten *4 Angaben Städtisches Gebäudemanagement *5 Prognose in Abstimmung mit Hr. Janßen Stand 28.05.2026Seite 31 von 37 Ennertbad, Bonn Rahmenterminplan Einzelvergabe GP av-a Anderhalten Architekten J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D Vorbereitung u. VGV-Verfahren GP Vertragsabschluss GP LP1 - Grundlagenermittlung LP2 - Vorplanung Prüfungen + Freigaben LP2 LP3 - Entwurfsplanung Prüfungen + Freigaben LP3 Freigabe LP3 LP4 - Genehmigungsplanung Abgabe Bauantrag/ Antrag auf Abbruch LP5 - Ausführungsplanung Objektplanung LP5 - Ausführungsplanung TGA Abbruchgenehmigung Baugenehmigung LP6 + LP7 - Ausschreibung/ Vergabe Rückbau / BE LP8 - Realisierung Mängelbeseitigung Inbetriebnahme Probebetrieb Übergabe an dn BH DGNB Gold, Bearbeitung über alle LP Projektlaufzeit 6 Jahre + 6 Monate Weihnachten/ Neujahr 2033 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal2. Quartal2. Quartal 2030 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal1. Quartal 20282026 2027 3. Quartal 4. Quartal3. Quartal 2. Quartal4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 2029 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2032 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal3. Quartal 4. Quartal 2031 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal Planungsphase 37 Monate Bauzeit 30 Monate GP Einzelvergaben_Verfahren 9 Monate Aufgestellt am: 26.05.2026 be/se 1 von 1Seite 32 von 37 Ennertbad, Bonn Rahmenterminplan GU-Verfahren av-a Anderhalten Architekten J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D Ausschreibung Generalplaner erstellen VGV- Verfahren GP Vertragsabschluss GP Entwurfsplanung Abgabe LP-03 Prüfungen + Freigaben Erstellung FLB Genehmigungsplanung Abgabe Bauantrag/ Antrag auf Abbruch VGV Verfahren GU Vertragsabschluss GU Ausführungsplanung Baugenehmigung/ Abbruchgenehmigung Rückbau / BE Realisierung Mängelbeseitigung Inbetriebnahme Probebetrieb Übergabe an den BH DGNB Gold, Bearbeitung über alle LP Projektlaufzeit 6 Jahre, 4 Monate Weihnachten/ Neujahr 2033 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 2032 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 2026 2027 3. Quartal 4. Quartal 3. Quartal3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 4. Quartal 2031 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 2028 2029 2. Quartal1. Quartal 2. Quartal2. Quartal 2030 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal GP-Verfahren 15 Monate Planungsphase GP 20 Monate Bauzeit 24 Monate Planungsphase GU 11 Monate GU-Verfahren 9 Monate Aufgestellt am: 26.05.2026 be/se 1 von 1Seite 33 von 37 Ennertbad, Bonn Rahmenterminplan TU-Verfahren av-a Anderhalten Architekten J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D Vorbereitung + Erstellung FLB VGV- Verfahren TU Vertragsabschluss TU Entwurfsplanung + Genehmigungspl. Prüfungen + Freigaben Abgabe Bauantrag/ Antrag auf Abbruch Ausführungsplanung Abbruchgenehmigung Baugenehmigung Rückbau / BE Realisierung Mängelbeseitigung Inbetriebnahme Probebetrieb Übergabe an den BH DGNB Gold, Bearbeitung über alle LP Projektlaufzeit 5 Jahre, 4 Monate Weihnachten/ Neujahr 2033 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal3. Quartal 4. Quartal 2031 2032 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal2. Quartal 2030 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal1. Quartal 2026 2027 3. Quartal 4. Quartal3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 2028 2029 3. Quartal 2. Quartal4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal TU-Verfahren 17 Monate Planungsphase 31 Monate Bauzeit 18 Monate Aufgestellt am: 26.05.2026, be/se 1 von 1Seite 34 von 37 ava Anderhalten Architekten Entscheidungsmatrix Verfahrensweise Ennertbad Bonn Kriterien: Einzelvergaben (Arch 1-8) TU-Vergabe GU-Vergabe 1. Architektonischer Anspruch ++ -- + 2. Terminsicherheit - + + 3. Einfluss Bauherr ++ - + 4. Aufwand Bauherr - ++ ++ 5. Sicherheit Bau + - - 6. Sicherheit Planung + - + 7. Umgang Fördermittel ++ - + 8. Art / Aufwand der Abrechnung - + + 9. Risiko durch Insolvenz + - -- 10. Zertifizierung DGNB + + + 11. Sanierung Freibad + Neubau Hallenbad ++ - + Summe 34 26 31 Gesamtkriterien 34 26 31 Anzahl Kriterien: 11 3,10 2,40 2,80 Wichtung: 40% 1,24 0,96 1,12 Projektkosten (KG 200-700) Einbeziehung Kosten, Brutto 38.028.306,00 € 39.093.629,00 € 41.931.797,00 € Wichtung: 30% + = 0,90 - = 0,60 -- = 0,30 Termine / Zeit Projektlaufzeit 78 Monate 64 Monate 76 Monate Wichtung: 30% - = 0,60 ++ = 1,20 - = 0,60 Summe 2,74 2,76 2,02 Rangfolge 2 1 3 Kriterienwertung: ++ 4 Punkte Anforderungen im vollen Umfang erfüllt + 3 Punkte Anforderungen mit kleinen Einschränkungen erfüllt - 2 Punkte Anforderungen mit Einschränkungen erfüllt -- 1 Punkt Anforderungen sind nicht erfüllt aufgestellt: CSe / JBe / 04.06.2026Seite 35 von 37 Seite 36 von 37 PM-25-00020 - Erweiterung Ennertbad zum Kombibad Gegenüberstellung Kostenprognose inkl. DGNB Mehrkosten Vergabeart Einzelvergabe TU-Vergabe GP+GU-Vergabe Projektbeginn Q3 2026 Q3 2026 Q3 2026 geplante Beauftragung Q2 2027 Q1 2028 Q4 2027 geplanter Baubeginn Q1 2030 Q4 2029 Q2 2030 geplante Inbetriebnahme Q2 2033 Q1 2032 Q1 2033 Gesamtdauer inkl. Vergabeverfahren 6,9 Jahre 5,7 Jahre 6,7 Jahre Kostenprognose 38.029.000,00 € 39.094.000,00 € 41.933.000,00 € Risikozuschlag 17,60% 16,60% 16,60% Baukostensteigerung pro Jahr 3,50% 3,50% 3,50% Gesamtkosten inkl. Risikozuschlag + Baukostensteigerung 52.002.000,00 € 52.435.000,00 € 57.096.000,00 € Gegenüberstellung Kostenprognose ohne DGNB Mehrkosten Vergabeart Einzelvergabe TU-Vergabe GP+GU-Vergabe Projektbeginn Q3 2026 Q3 2026 Q3 2026 geplante Beauftragung Q2 2027 Q1 2028 Q4 2027 geplanter Baubeginn Q1 2030 Q4 2029 Q2 2030 geplante Inbetriebnahme Q2 2033 Q1 2032 Q1 2033 Gesamtdauer inkl. Vergabeverfahren 6,9 Jahre 5,7 Jahre 6,7 Jahre Kostenprognose 35.326.000,00 € 36.180.000,00 € 38.858.000,00 € Risikozuschlag 17,60% 16,60% 16,60% Baukostensteigerung pro Jahr 3,50% 3,50% 3,50% Gesamtkosten inkl. Risikozuschlag + Baukostensteigerung 48.306.000,00 € 48.541.000,00 € 52.912.000,00 € # Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)Seite 37 von 37
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de