241621 · Mitteilungsvorlage
Klimaanpassungskonzept
Kerndaten
- Nummer
- 241621
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 09.10.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Kenntnisnahme
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 241621 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Klimaanpassungskonzept Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 29.10.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 29.10.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 31.10.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Rat der Stadt Bonn fasste im März 2023 den Beschluss zur Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes (DS 230574) vorbehaltlich der Zusage von Fördermitteln. Die finale Zusage der Fördermittel des Bundesumweltministeriums im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie, Modul A1 für die Erstellung eines integrierten Anpassungskonzeptes ging per Zuwendungsbescheid noch im Monat der Beschlussfassung ein. Im Rahmen der Förderung werden für die Dauer von 24 Monaten eine Personalstelle, die externe Unterstützung durch ein Fachbüro sowie Kosten zur Durchführung und Teilnahme an Veranstaltungen gefördert. Der Stadt Bonn wurde eine Zuwendungssumme in Höhe von maximal 204.982,20 € bewilligt. Die Förderquote beläuft sich auf 90 %. Die Personalstelle für das Klimaanpassungsmanagement konnte zum 1.8.2023 im Amt für Umwelt und Stadtgrün besetzt werden. Start des Klimaanpassungsmanagements mit vorbereitenden Maßnahmen Um einen inhaltlichen Rahmen für die Ausarbeitung des Klimaanapassungskonzeptes zu schaffen, wurde der Zielbeschluss zur Klimaanpassung vorgelegt und im Dezember 2023 durch den Rat beschlossen (DS 231893). Zur Verbesserung der fachlichen Grundlagen zur Hitzeanpassung wurden die gesamtstädtische Stadtklimaanalyse sowie die darauf basierende Planungshinweiskarte weiterentwickelt, höher aufgelöst und aktualisiert (DS 231894). Das erforderliche Beteiligungskonzept wurde ausgearbeitet und zur Beratung in die entsprechenden Gremien eingebracht. Die Beschlussfassung des entwickelten Beteiligungskonzeptes erfolgte im Dezember 2023 (DS 232071).Seite 1 von 7 Seite 2 Zur fachlichen Unterstützung konnte das Büro berchtoldkrass space&options gewonnen und im November 2023 beauftragt werden. Das insbesondere im Bereich der klimaangepassten Stadtentwicklung versierte Büro mit Erfahrung in der Erstellung kommunaler Anpassungskonzepte ist bereits aus dem zuvor erfolgreich beendeten geförderten Projekt MUTABOR (DS 231924) bekannt. Kernstruktur des Konzeptes Der Fördermittelgeber macht inhaltliche Vorgaben für integrierte Klimaanpassungskonzepte. Diese enthalten demnach eine Grundlagenermittlung zur Definition der Ausgangslage, einen Baustein zur Beteiligung, einen Maßnahmenkatalog, ein Kommunikationskonzept sowie ein Kapitel zum Controlling und Monitoring für die Umsetzung der Maßnahmen. Da für Bonn im Bereich der Grundlagen bereits in den vergangenen Jahren viel Arbeit geleistet wurde, kann hier überwiegend auf bereits vorhandene Analysen, Karten und Auswertungen sowie eigenständige Fachkonzepte zurückgegriffen werden. Entsprechend kann der Fokus im Klimaanpassungsmanagement mehr auf die Umsetzung sowie den Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung und Entwicklung der Kommunikationsarbeit gelegt werden. Beteiligung und Mitwirkung Die Beteiligung der Öffentlichkeit zur Klimaanpassung ist eines der zentralen Arbeitspakete im Rahmen der Konzepterstellung. Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird gemäß Beteiligungskonzept (DS 232071) in zwei Phasen realisiert: Schritt 1 – Information und Ideensammlung, Schritt 2 – Priorisierung und Aktivierung. Hierzu wurden bzw. werden jeweils digitale und Angebote in Präsenz durchgeführt. Die erste Phase der Online-Beteiligung lief vom 22.03.2024 bis 05.05.2024. Die Präsenzveranstaltung fand am 19.04.2024 im Ratssaal statt (siehe Anlage). Ergänzend wurde eine separate Veranstaltung für Stakeholder angeboten und am 17.06.2024 durchgeführt. Insgesamt kamen auf diese Weise über 500 Anregungen und Ideen zusammen. Am häufigsten wurden Vorschläge für neue Baumstandorte, zusätzliche Trinkbrunnen und Flächen zur Entsiegelung eingebracht. Deutlich wurde auf Basis der Rückmeldungen zudem, dass sich die Bürger*innen im Bereich öffentlicher Gebäude und Infrastruktur (Grünflächen, Straßen, Plätze) mehr Klimaanpassung im Sinne einer Vorbildfunktion wünschen. Viele Bonner*innen vermerkten auch, dass sie die Grün- und Freiflächen in Bonn als kühle Orte schätzen, die in diesem Sinne erhalten und weiterentwickelt werden sollten. Hierunter befinden sich neben dem Kottenforst und großen Parkanlagen wie der Rheinaue auch einige Bonner Friedhöfe und Kleingartenanlagen. Gefordert wurde außerdem die Weiterentwicklung der Förder- und Beratungsangebote zur Klimaanpassung.Seite 2 von 7 Seite 3 Bei der Bürgerbeteiligung und insbesondere beim Stakeholder-Dialog stellte sich der Wunsch nach einer Weiterentwicklung der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zur Klimaanpassung als ein zentraler Punkt heraus. Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Klimaanpassung in Bonn mit dem Fokus auf Nachverdichtung und Neubau wurden zudem im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Städtebau- und Gestaltungsbeirats am 27.06.2024 diskutiert. Im Ergebnis gab der Beirat die Empfehlung ab, die vorhandenen Planungsgrundlagen und Informationen noch leichter zugänglich zu machen, gute Beispiele in der Stadt sichtbarer zu machen, an die private Eigenvorsorge zu appellieren, Förderprogramme zu evaluieren und Inspiration aus anderen Städten (auch international) in die Klimaanpassungsarbeit in Bonn einfließen zu lassen. Die Verwaltung wertet die eingegangenen Vorschläge derzeit aus, clustert sie und leitet hieraus Maßnahmensteckbriefe ab. Diese werden verwaltungsintern mit den federführenden Stellen abgestimmt und um erste Aktivitäten, die daraus realisiert werden sollen, ergänzt. Kinder und Jugendlichen werden von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen sein. Neben der Möglichkeit, an der allgemeinen Öffentlichkeitsbeteiligung teilzunehmen, wird deren Perspektive durch eine gesonderte Schulbeteiligung eingeholt. Stellvertretend für die Kinder und Jugendlichen in Bonn wurden zwei Schulklassen (9. und 10. Klasse) der IGS Beuel im September im Rahmen jeweils einer Doppelstunde beteiligt. Die Ergebnisse dieser Beteiligung werden im Klimaanpassungskonzept auf eigenen Seiten dargestellt, um sie als Stimme der Kinder und Jugendlichen prominent hervorzuheben. Im Oktober startet die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung mit einem gemeinsamen Präsenzangebot für Bürger*innen und Stakeholder am 16.10.2024 und einer daran anschließenden Online- Beteiligung. Ziel ist die Begutachtung und Priorisierung der Maßnahmen durch die Teilnehmenden sowie die Information über weitere Beteiligungsmöglichkeiten im Kontext der Klimaanpassung. Im Zuge der Konzepterarbeitung werden vier Workshops mit den relevanten Fachdienststellen innerhalb der Stadtverwaltung durchgeführt. Bewusst werden dabei neben den planenden und flächenverantwortlichen Ämtern im Sinne der Weiterentwicklung der Klimaanpassung auch weitere Ämter aus den Bereichen Gesundheit und Soziales, Kultur, Wirtschaft, Sport, Presse und Öffentlichkeitsarbeit etc. involviert. Schwerpunktthemen der verwaltungsinternen Workshops sind: o Integration der Klimaanpassung in regelmäßige Abläufe und Prozesse der Verwaltung o Anbindung der Klimaanpassung an bestehende (Projekt-)Strukturen o Begutachtung handlungsprioritärer Räume im Sinne der KlimaanpassungSeite 3 von 7 Seite 4 o Nutzung von Gelegenheitsfenstern (Klimaanpassung im Huckepack laufender Planungen) o Ergänzung des Maßnahmenspektrums über die Stadt- und Freiraumplanung hinaus o Perspektiven aus der Öffentlichkeitsbeteiligung o externe Kommunikation Kommunikation Die konkrete Ausarbeitung des Kommunikationskapitels wird nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung im 4. Quartal 2024 erfolgen. Grundsätzlich soll die externe Kommunikation vor allem im Sinne der Schaffung von Akzeptanz für Anpassungsmaßnahmen und zur Motivation zur Eigenvorsorge weiterentwickelt werden. Folgende zu berücksichtigende Aspekte zeichnen sich daher bereits jetzt ab: o einfache und verständliche Sprache o gute Auffindbarkeit von Informationen o wesentliche Schritte beschreiben o „Lust machen auf Klimaanpassung“ o Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen o gute Beispiele darstellen o städtisches Handeln nachvollziehbar erklären o Anreize und Unterstützung leisten Weiteres Vorgehen Nach Abschluss der Beteiligungs- und Mitwirkungsphase werden die zusammengetragenen und innerhalb der Verwaltung abgestimmten Inhalte in Form des Konzeptes zusammengetragen. Es ist beabsichtigt, Anfang des 2. Quartals 2025 einen Beschlussvorschlag in die entsprechenden politischen Gremien einzubringen. Der politische Beschluss des integrierten Klimaanpassungskonzeptes ist die Voraussetzung für die Förderung der Umsetzungsphase des Konzeptes (Deutsche Anpassungsstrategie Schwerpunkt A2 Umsetzungs- bzw. Anschlussvorhaben). Die Beantragung dieser Förderung muss aus organisatorischen Gründen bereits vorab und entsprechend vorbehaltlich der Beschlussfassung erfolgen. Förderfähig ist die Personalstelle für das Klimaanpassungsmanagement für weitere 36 Monate sowie Kosten für die Durchführung von Veranstaltungen und zur Öffentlichkeitsarbeit. Investive Kosten sind nicht förderfähig. Die Verwaltung hat investive Mittel als Anschubfinanzierung für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen in den Haushaltsentwurf 2025/2026 eingestellt. Beabsichtigt ist zudem die Beantragung von Fördermitteln im Schwerpunkt A3 der Deutschen Anpassungsstrategie zur Umsetzung einer ausgewählten Maßnahme aus dem Klimaanpassungskonzept. Hier sind investive Mittel bis zu 200.000 € förderfähig und für eine Klimaanpassungsmaßnahme an einer städtischen Liegenschaft bzw.Seite 4 von 7 Seite 5 Fläche nutzbar. Die Auswahl der Maßnahme, für die diese Förderung beantragt werden soll, erfolgt nach Fertigstellung des Konzeptes. Anlage/n 1 Anhang_MV Klimaanpassungskonzept (öffentlich)Seite 5 von 7 Eindrücke aus der Öffentlichkeitsbeteiligung zum integrierten KlimaanpassungskonzeptSeite 6 von 7 Eindrücke aus der Öffentlichkeitsbeteiligung zum integrierten KlimaanpassungskonzeptSeite 7 von 7
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de