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241526 · Beschlussvorlage

Finanzierung der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2024

Nummer
241526
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
10.09.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 10.10.2024 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
241526
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Finanzierung der Ambulanten Dienste der
Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die
Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2024
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
10.10.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Für die Erbringung seiner bedarfsgerecht entwickelten Ambulanten Dienste der
Wohnungslosenhilfe erhält der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. eine
Förderung in Höhe von bis zu 776.300 Euro für das Jahr 2024.
Begründung
Die Gesamtförderung der Wohnungslosenhilfe der Caritas setzt sich im Jahr
2024 wie folgt zusammen:
Freiwilliger Zuschuss 776.300,00 €
Fachberatungsstelle gesetzl. Leistungen § 67 SGB XII, kommunal 145.742,77 €
Fachberatungsstelle gesetzl. Leistungen § 67 SGB XII
üörtl. Sozialhilfe-Träger 145.742,77 €
gesamt 1.067785,54 €
Die freiwillige Förderung beinhaltet die Finanzierung der folgenden Einzelmodu-
le der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe einschließlich anteiliger
Leitungskosten:
 Straßensozialarbeit
 Tagesaufenthalt City-Station einschließlich Angebot "Kalte Nächte"
 Clearing
 Ambulante Wohnhilfen in eigenem Wohnraum, in Wohngemeinschaften
und im Wohnhaus Kaiserstr. 7
Die Leistungen nach § 67 ff SGB XII richten sich an Menschen, bei denen be-
sondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind und
die nicht in der Lage sind, diese Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwin-Seite 1 von 44
Seite 2
den. Im Rahmen der Leistungserbringung ist es erforderlich, eine dem Hilfeziel
entsprechende Abstimmung verschiedener notwendiger Hilfen vorzunehmen.
Dabei sollen auch geeignete Hilfen, die nicht nach dem §§ 67 ff SGB XII er-
bracht werden, im Sinne der Hilfeziele einbezogen werden.
Die Ausrichtung der Angebote erfolgt in einer stetigen Orientierung an den
tatsächlichen Bedarfen. Falls erforderlich, werden die Angebote entsprechen
angepasst. Die Leistungen sind dabei so zu organisieren, dass Prävention,
Alltagsnähe, Integration, Partizipation und Dezentralisierung die Gestaltung des
Hilfesystems prägen.
Die Nachfrage bei der Wohnungslosenhilfe ist im abgelaufenen Jahr weiter
gestiegen. Diese Tendenz wird durch die Belegungszahlen der städtischen
Wohnungslosenunterkünfte bestätigt. Der Ausgrenzungsprozess der von Woh-
nungslosigkeit betroffenen Menschen hat im Jahr 2023 und im laufenden Jahr
somit noch einmal an Dynamik zugenommen.
Die Überwindung von Wohnungslosigkeit ist im Einzelfall möglich. Aufgrund
des bestehenden Nachfrageüberhangs am Wohnungsmarkt ist es aber auch
unabdingbar, dass auf der strukturellen Ebene gehandelt werden muss. Ohne
zusätzlichen Wohnraum, gerade für den durch den u.a. vom Caritasverband
betreuten Personenkreis, kann die Wohnungslosigkeit nicht abgebaut werden.
Der Caritasverband der Stadt Bonn e.V. ist aufgrund seiner Kompetenz und
Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannte Zielgruppe
zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung be-
währt.
Der aktuelle Sachbericht für das Jahr 2023 liegt als Anlage bei.
Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt:
2022: 678.300 Euro
2023: 734.398 Euro
2024: 776.300 Euro
Die Finanzierung der Fachberatungsstelle für Wohnungsnotfälle des Caritas-
verbandes erfolgt zu 50% aus kommunalen Mitteln und zu 50% durch den
Landschaftsverband Rheinland (LVR). Es handelt sich hierbei um eine gesetzli-
che Leistung für den Personenkreis nach §§ 67 ff. SGB XII. Es erfolgt in diesem
Zuge keine Einzelfallhilfe, sondern die Personal- und Sachkosten der Bera-
tungsstelle werden entsprechend den Richtlinien des LVR finanziert. Die An-
tragstellung durch den Träger erfolgt an den LVR. Dieser ermittelt die Förder-
höhe und erlässt den jährlichen Förderbescheid. Auf Basis dieses Bescheides
erfolgt die Finanzierung des kommunalen Anteils von 50% unmittelbar an den
Träger.Seite 2 von 44
Seite 3
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbe-
zeichnung
Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,
Vereine, sonst. Träg.
1.50.00.05.06.01 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,
sonst. Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle / FiPos Ver-
an-
schlag
t in
Noch bereitzu-
stellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
776.300,00 EUR 150000506/73.1000 2024 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
776.300,00 EUR
Anlage/n
1 Sachbericht 2023 Caritas (öffentlich)Seite 3 von 44
Sachbericht 2023
Für Menschen in WohnungsnotSeite 4 von 44
INHALT
Akzente ________________________________________________________ 1
Ambulante Dienste ______________________________________________ 4
Straßensozialarbeit 4
Tagesaufenthalt in der City-Station 5
Notübernachtung 7
Fachberatung 8
Ambulante Wohnhilfen in Wohngemeinschaften 13
Ambulante Wohnhilfen - Wohnhaus Kaiserstraße 14
Betreutes Wohnen ______________________________________________ 17
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus ___________ 20
Zielgruppe 20
Personalsituation 22
Vernetzung und Kooperation 22
Besondere inhaltliche Aspekte 22
Statistik 23
Ergebnisse der Hilfe 24
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 25
Aenne-Mangold-Haus ___________________________________________ 26
Zielgruppe 26
Personalsituation 28
Besondere inhaltliche Aspekte 28
Vernetzung und Kooperation 29
Statistik 30
Ergebnisse der Hilfe 31
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 32
Nachweise ____________________________________________________ 34
Stellenplan Ambulante Dienste 34
Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus 35
Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus 37Seite 5 von 44
Akzente
1
AKZENTE
Nachfrage gestiegen Im Jahr 2023 hat die Wohnungslosenhilfe 1.344 Menschen
betreut (2022: 1.145) und statistisch erfasst. Hierunter
waren 555 Erstauftritte (2022: 436). Die Nachfrage nach
Unterstützung ist im Zusammenhang mit der zunehmenden
gesellschaftlichen Exklusionsdynamik gestiegen.
Die Exklusionsdynamik in Bonn wird getrieben durch die
anhaltende und zunehmende Wohnungsnot, hohe
Mietbelastungsquoten, prekäre Arbeitsverhältnisse, hohe
bürokratische Anforderungen bei er Bewältigung von
Lebensvollzügen, Digitalisierung und soziale Ungleichheit.
Die Exklusionsdynamik führt in eine segregierte
Stadtgesellschaft, in der sich Menschen nicht mehr
gesehen fühlen und Manche sich vom demokratischen
Prozess abwenden.
Housing first Im Berichtsjahr haben die Anfragen von verzweifelten
Menschen zugenommen, die einfach nur eine Wohnung
suchen, weil sie z.B. von einer Kündigung wegen
Eigenbedarf betroffen sind, weil die Wohnung zu klein, zu
teuer oder schimmelig ist. Diese Menschen haben (noch)
keinen psychosozialen Unterstützungsbedarf. Dies
Menschen brauchen einfach eine menschenwürdige
Wohnsituation. Diese Menschen sind nach unserer
Auffassung die Adressaten von Housing First.
Existenzielle Bedrohung Wohnungsnot ist erst dann eine Herausforderung, wenn es
eine Perspektive zur Überwindung der Wohnungsnot gibt.
Ansonsten ist Wohnungsnot eine existenzielle Bedrohung
die Menschen zerstört. Mittlerweile ist jede/jeder achtzigste
Bonner*in wohnungslos.
Wohnungsleerstand in
öffentlicher Hand
Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass
Wohnraum leer steht. Wenn Wohnraum in öffentlicher
Hand in Bonn und in anderen Städten langfristig leer steht
und zweckentfremdet wird, dann ist das vor dem
Hintergrund der existenzbedrohenden Wohnungsnot ein
Skandal.
Kräfte bündeln –
Bonner Offensive
Die Bonner Offensive hat 2023 begonnen, die Kräfte zur
Überwindung der Wohnungslosigkeit zu bündeln. Es
konnten u.a. erste Erfolge in der Zusammenarbeit mit derSeite 6 von 44
Akzente
2
Wohnungswirtschaft erzielt werden. Präventive Ansätze zur
Vermeidung von Wohnungslosigkeit wurden so im
Zusammenwirken mit der Fachberatung gestärkt.
In diesem Zusammenhang konnte auch Wohnraum für
wohnungslose Menschen akquiriert werden. Dies ist aus
der Perspektive der Menschen, die nun eine Wohnung
haben, begrüßenswert. Es stärkt die Durchlässigkeit im
Hilfesystem und wirkt Stereotypisierungen entgegen.
Bei gleichbleibendem Nachfrageüberhang würde allerdings
die Wohnungslosigkeit so am Ende nur umverteilt.
Insofern verfolgt die Bonner Offensive einen
ganzheitlicheren Ansatz, der im Sachbericht der Bonner
Offensive und auf deren Homepage dargestellt ist:
https://bonneroffensive.de
Sammelunterkünfte Menschen mit psychosozialen Problemen, werden
zunehmend exkludiert. Dies sind Menschen mit
psychischen Störungen, mit Abhängigkeitserkrankungen, in
konfliktbelasteten Lebenssituationen, Menschen mit
Bildungsdefiziten, mit Sprachschwierigkeiten. Sie finden
sich zunehmend in kommunalen Sammelunterkünften
wieder, ohne Perspektive auf Teilhabe.
Die Kosten, die bei der Unterbringung in kommunalen
Sammelunterkünften anfallen, dürften bei ca. 2.150 Euro
monatlich pro Person liegen (vgl. Kosten für die
Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften in Bonn im Jahr
2023); teuer finanzierte Exklusion und Perspektivlosigkeit.
Perspektiven Die aktuelle Entwicklung ist sozialpolitisch,
wohnungspolitisch, wirtschaftspolitisch, finanzpolitisch und
gesellschaftspolitisch völlig inakzeptabel. Die aktuelle
Entwicklung legt einen strategischen Prozess nahe, der die
Transformation von Sammelunterkünften in Bonn zu
menschenwürdigem Wohnraum und die Teilhabe der
aktuell dort lebenden Menschen zum Ziel hat.
Ein Lösungsansatz könnte ein gemeinnützig operierendes
Wohnungsunternehmen unter kommunaler Aufsicht sein,
das Alternativen zu Sammelunterkünften entwickelt.
Gleichzeitig braucht es psychosoziale Hilfen, die auch
darauf abzielen, den Personenkreis möglichst klein zu
halten, der nicht in der Lage ist, die Anforderungen, die mitSeite 7 von 44
Akzente
3
einem Mietvertrag einher gehen, zu erfüllen. Psychosoziale
Hilfen, die in der Phase der existenziellen Not einfach
zugänglich sind, die entlastend und existenzsichernd
wirken, die Vertrauen und Perspektiven fördern. Diese
Hilfen gibt es schon. Ohne entsprechendes
Wohnungsangebot laufen deren Aktivitäten allerdings
oftmals in Leere.Seite 8 von 44
Ambulante Dienste
4
AMBULANTE DIENSTE
Straßensozialarbeit
Die Straßensozialarbeit ist eingebunden in Netzwerkstrukturen.
Im engen Zusammenwirken mit der Straßensozialarbeit des
VfG kann so ein flächendeckendes Angebot vorgehalten
werden, das durch die verstetigte Zusammenarbeit mit
Ordnungsamt und Polizei, insbesondere mit der Wache GABI,
gestützt wird. In regelmäßigen Treffen findet ein fachlicher
Austausch statt, auch mit der Zielsetzung einer gemeinsam
getragenen Bewertung der IST – Situation.
Insgesamt kam es im Jahr 2023 zu 1.353 Kontakten (2022:
1.255). Darunter waren 135 Erstkontakte (2022: 263, 2021:
66).
Nachdem die Anzahl der Erstkontakte im Jahr 2022 v.a. im
Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie und
dem 9 Euro – Ticket deutlich angestiegen war, ist deren Anzahl
im Berichtsjahr rückläufig.
Zum Jahreswechsel 2023/2024 wurden 80 Personen
aufgesucht, die obdachlos waren (2022/2023: 85). Hierunter
waren 17 Frauen (2022/2023: 15).
Obdachlosigkeit nicht
gestiegen
Unter den 80 Personen waren 18 Personen aus dem Ausland
zugezogen, hiervon 16 aus einem Staat der Europäischen
Union.
Im Zusammenwirken mit dem Unterkunftsangebot der Stadt
Bonn konnte ein Anstieg der Anzahl der obdachlos lebenden
Menschen in Bonn trotz der angespannten Situation am
Wohnungsmarkt weiterhin verhindert werden.
Vermittlungen Entsprechend der Bedürftigkeit wurden 12 Personen in
Gesundheitsdienste, 35 in weiterführende Betreuungsangebote,
13 in Notunterkünfte und 31 in niedrigschwellige
existenzsichernde Hilfen (Tagesaufenthalt, Mahlzeitendienst
und Kleiderkammer) aktiv vermittelt.
Menschen mit
komplexen
Hilfebedarfen
Die Anzahl der obdachlos lebenden Menschen mit komplexen
Hilfebedarfen nimmt zu. Sie sind in der Kompetenz zur
Erfüllung ihrer psychischen und physischen Grundbedürfnisse
im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen,Seite 9 von 44
Ambulante Dienste
5
Abhängigkeiten sowie somatischer Erkrankungen als auch
aufgrund ihrer Lebensverhältnisse massiv eingeschränkt. Die
Straßensozialarbeit hat hier die Aufgabe, das
fachübergreifende Zusammenwirken der Akteure zu initiieren
und zu steuern. Eine bedarfsgerechte Hilfe erfordert den
Aufbau von Vertrauen als auch das Zusammenwirken von
Gesundheitsdiensten, Sozialdiensten, Ordnungsamt und
Polizei. Der Aufbau der helfenden Beziehung als auch die
Organisation der erforderlichen Hilfe sind sehr zeitintensiv.
Lehnen diese Menschen die bedarfsgerechten Hilfen ab, ist die
Fragestellung zu klären, ob diese Ablehnung Ausdruck von
Selbstbestimmung oder einer Krankheit ist.
Sozialräumliche
Aspekte
In Bonn haben sich im Berichtsjahr keine größeren
Übernachtungslager von obdachlos lebenden Menschen
etabliert.
Der Beschwerdeschwerpunkt konzentrierte sich auf die
Situation am Kaiserplatz und am Hauptbahnhof. Hier treffen
Drogenszene und obdachlose Menschen aufeinander. Die
Straßensozialarbeit brachte die Erfahrungen und Kenntnisse
aus ihrer Arbeit in die Diskussion zum Runden Tisch am
Kaiserplatz ein. Gemeinsam mit dem VfG und der
Kreuzkirchengemeinde stellte sie den Beteiligungsprozess für
die Drogen- und Obdachlosenszene am Kaiserplatz sicher.
Tagesaufenthalt in der City-Station
Die City-Station ist ein wichtiger Treffpunkt und Aufenthaltsort
für Menschen in Wohnungsnot. Die größte Auslastung gibt es
dabei zur Mittagszeit während des Mahlzeitendienstes. Der
Mahlzeitendienst stellt zum einen eine konkrete
lebenspraktische und existenzsichernde Hilfe dar. Zum
anderen soll durch den Mahlzeitendienst die Einstiegsschwelle
zum Hilfsangebot der gesamten Wohnungslosenhilfe sinken.
Zu Menschen, denen es ansonsten schwerfällt, eine
verbindliche Hilfe anzunehmen, kann hier behutsam Kontakt
aufgebaut und gehalten werden.Seite 10 von 44
Ambulante Dienste
6
Statistik Mahlzeitendienst
2020 2021 2022 2023
Ausgegebene Mahlzeiten/Tag 112 115 127 135
Die Aufwendungen für den Mahlzeitendienst konnten über die
Kostenerstattung der Nutzer*innen und über Spenden gedeckt
werden.
Tagesstrukturierende
Aktivitäten
Eine regelmäßige Angebotsstruktur soll…
… den Weg zu nachhaltig wirksamen Hilfen ebnen.
… die Bindung zu unserem Hilfeangebot stärken.
… den Gästen helfen, ihren Alltag zu strukturieren.
Die Gäste werden mit diversen Aktivitäten und Angeboten
durch das Jahr begleitet.
2023 wurden die tagesstrukturierenden Angebote vor Ort
fortgesetzt: Frühstück für Frauen, wöchentliche Angebote in
der City-Station und gemeinsame Aktivitäten am Wochenende
sind nun wieder etabliert.
Drogenszene und
Gewalt
Auf der Wiese vor der City-Station hat sich nach Abklingen der
Corona-Pandemie ein reger Drogenhandel etabliert, der in
unterschiedlichste Milieus hineinwirkt. Die Wohnungslosenhilfe
unterstützt Polizei und Ordnungsamt dabei, diesen
Drogenhandel einzudämmen.
Im Zusammenhang mit dem Drogenhandel und dem Konsum
von Stimulanzien kommt es immer wieder zu gewalttätigen
Auseinandersetzungen. So gab es mehrere auch schwere
Körperverletzungsdelikte. Daneben versuchen die
Drogendealer, die Situation zu dominieren, indem sie eigene
Regeln etablieren und Aufenthaltsverbote aussprechen. Dies
schreckt manchmal gerade die Menschen ab, die am
bedürftigsten sind.
Diese Situation löst bei Mitarbeitenden als auch Nutzerinnen
und Nutzern der City-Station Ängste, Befürchtungen aber auch
Unverständnis aus. Im Zusammenhang mit überlangen
Verfahrensdauern in Strafprozessen werden unbescholtene
Bürgerinnen und Bürger einem Risiko ausgesetzt, obwohl
absehbar ist, dass längere Haftstrafen zu verbüßen sind.Seite 11 von 44
Ambulante Dienste
7
Das im Jahr 2023 auf bestimmte Personen durch die Polizei
initiierte Bereichsbetretungsverbot hat die Situation etwas
entlastet.
Heiligabend An Heiligabend wurde wieder ein Weihnachtsessen und ein
Unterhaltungsangebot organisiert. Etliche ehrenamtliche Kräfte
leisteten Hilfe bei der Betreuung von über 300 Gästen. Der
Chor „starke Stimmen“ gab einen festlichen Rahmen. Durch
großzügige Spenden wurde sichergestellt, dass jedem Gast
eine Weihnachtstüte und ein Geschenk übergeben werden
konnte.
Notübernachtung
Das Angebot der Notübernachtung richtet sich ausschließlich
an Männer. Die Aufnahme kann rund um die Uhr erfolgen.
Im Zuge der Corona-Pandemie musste die Aufnahmekapazität
der Notübernachtung weiterhin reduziert werden, um
Infektionsrisiken zu minimieren.
Im Jahr 2023 nutzten 569 Männer die Notübernachtung.
Hierunter waren 302 Erstauftritte (2022: 192). Es kam zu 801
Aufnahmen (2022: 508).
Altersstruktur der Nutzer
2020 2021 2022 2023
18-29 Jahre 61 18% 78 21% 72 20% 114 20%
30-39 Jahre 106 32% 103 27% 96 26% 158 28%
40-49 Jahre 86 26% 102 27% 115 31% 153 27%
50-64 Jahre 72 22% 75 20% 69 19% 109 19%
65 Jahre
und älter 7 2% 19 5% 17 5% 28 5%
332 100% 377 100% 369 100 % 569 100 %
Nach Abklingen der Corona-Pandemie wurde die Platzzahl in
der Notübernachtung wieder ausgeweitet. In diesem
Zusammenhang stieg die Anzahl der Nutzer bei weitestgehend
stabiler Altersstruktur.Seite 12 von 44
Ambulante Dienste
8
Belegungstage und Verweildauer je Klient
2020 2021 2022 2023
Belegungstage 1.906 2.117 2197 3022
Verweildauer je Nutzer 5,74 5,62 5,95 5,31
Die durchschnittliche Verweildauer betrug je Aufenthalt 3,8
Tage (2022: 4,2 Tage).
Die Notübernachtung hat nicht nur die Aufgabe der
unmittelbaren Existenzsicherung. Sie soll im Zusammenwirken
mit der Fachberatung Hilfesuchende so rasch wie möglich in
weiterführende, langfristig wirksame Hilfen vermitteln und so
einen möglichst nachhaltigen Beitrag leisten, Obdachlosigkeit
zu überwinden.
Vermittlung in weiterführende Hilfen
2020 2021 2022 2023
Stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII 40 43 35 35
Andere Betreuungseinrichtung 0 6 6 4
LVR Klinik/Krankenhaus 9 11 22 24
Haus Sebastian/sonstige Notunterkünfte 144 161 165 225
Lebensgefährten/Bekannte/Familie 9 20 30 28
eigene Wohnung 1 3 1 3
Anzahl der Vermittlungen 203 244 259 319
319 Aufenthalte mündeten in eine Anschlusslösung. Das
entspricht einem Anteil von 40 % (2022: 51 %).
Fachberatung
Die Fachberatung unterstützte im Berichtsjahr 893 Menschen,
die in Wohnungsnot geraten sind. Der Altersdurchschnitt lag bei
42,8 Jahren (2022: 43,1 Jahre).
Der Anteil der Frauen betrug 16,7 % (2022: 17,0 %).Seite 13 von 44
Ambulante Dienste
9
560 Neuzugänge begannen im Jahr 2023 die Hilfe. Hierunter
waren 253 Erstauftritte.
Die Wohnsituation der betreuten Klient*innen ist in der folgenden
Übersicht dargestellt:
Wohnsituation Wohnsituation bei Beginn der Hilfe bzw. bei Übernahme aus dem
Vorjahr am Stichtag 1.1. (alle Klient*innen)
Wohnsituation/Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
eigene Wohnung 249 203 254 246 279 231 216 205 198
Familie, Partner 26 36 53 69 64 79 68 65 77
Betreuungssituation 13 15 11 9 9 6 4 7 15
Gesundheitssystem 4 10 3 4 5 6 11 3 3
Summe 292 264 321 328 357 322 299 280 293
Integrationsquote 52% 38% 44% 45% 44% 45 % 38 % 33 % 33%
Bekannte 40 71 119 136 175 157 98 139 151
Not- /Ersatzunterkunft 122 186 94 86 94 70 112 92 72
ohne Unterkunft 98 133 201 177 188 159 276 325 376
Haft 3 1 0 1 1 3 7 1 0
keine Angabe 10 31 0 0 2 0 0 0 1
Summe 273 422 414 400 460 389 493 557 600
Gesamt 565 686 735 728 817 711 792 837 893
Wohnsituation Wohnsituation bei Abschluss bzw. Übernahme in das Folgejahr alle
Klient*innen )
Wohnsituation/Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
eigene Wohnung 251 216 271 296 309 247 224 221 201
Familie, Partner 23 34 45 42 52 62 63 58 89
Betreuungssituation 61 78 52 82 71 85 91 90 90
Gesundheitssystem 8 13 5 1 14 4 7 21 18
Summe 343 341 368 421 446 398 385 390 398
Integrationsquote 61% 50% 51% 58% 55 % 56 % 49 % 47 % 45%
Bekannte 44 62 90 93 139 134 93 114 139
Not- /Ersatzunterkunft 80 149 141 93 157 59 159 229 249
ohne Unterkunft 83 102 129 111 112 119 152 98 98
Haft 2 11 2 5 3 1 2 6 9
keine Angabe 13 21 0 5 10 0 1 0 0
Summe 222 345 367 307 371 313 407 447 495
Gesamt 565 686 735 728 817 711 792 837 893Seite 14 von 44
Ambulante Dienste
10
Altersstruktur
2020 2021 2022 2023
18-29 Jahre 156 22% 148 19% 158 19% 169 19%
30-39 Jahre 148 21% 185 23% 192 23% 222 25%
40-49 Jahre 177 25% 208 26% 224 27% 228 25%
50-64 Jahre 174 24% 186 23% 201 24% 205 23%
65 Jahre und älter 56 8% 65 8% 62 7% 69 8%
711 100 % 792 100 % 837 100 % 893 100%
Die Altersstruktur der Nutzergruppe ist im Wesentlichen stabil.
Integrationsquote 290 Personen lebten zu Hilfebeginn oder bei Übernahme aus
dem Vorjahr in einer eigenständigen Wohnsituation oder in einer
Betreuungssituation (2022: 277), 3 wechselten aus dem
Gesundheitssystem in die Fachberatung (2022: 3). Die
Integrationsquote betrug bei Hilfebeginn bzw. bei Übernahme
aus dem Vorjahr somit lediglich 33 % (2022: 33 %). Bei
Abschluss der Hilfe bzw. bei Übernahme in das Folgejahr betrug
die Integrationsquote 45 % (2022: 47 %).
Über die Jahre hinweg ist bei steigender Grundgesamtheit eine
stetig sinkende Integrationsquote zu beobachten. Fünf Jahre vor
der Covid19-Pandemie und nach der sogenannten
Flüchtlingskrise lag die Integrationsquote noch bei 45%.
Wohnungslosigkeit
vermeiden
Bei den Personen aus der Nutzergruppe, die bei Übernahme aus
dem Vorjahr bzw. bei Hilfebeginn im Berichtsjahr nicht
wohnungslos waren, weil sie in einer eigenständigen
Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation lebten (n=290)
und bei denjenigen, die aus einer stationären Behandlung zur
Fachberatung wechselten (n=3), lag die Integrationsquote bei
Abschluss der Hilfe oder bei Übernahme in das Folgejahr 2023
bei 94 % (2022: 94%).
Wohnungslosigkeit
überwinden
In der Gruppe, die bei Übernahme aus dem Vorjahr oder bei
Hilfebeginn im Berichtsjahr wohnungslos war (n=603), lebten bei
Abschluss der Hilfe in der Fachberatung bzw. bei Übernahme in
das Folgejahr 2024 22 Personen in einer eigenen Wohnung
(2022: 25), 31 bei der Familie (2022: 7), 62 in einer
Betreuungssituation (2022: 68). 15 Personen wurden in
stationäre Hilfen des Gesundheitssystems vermittelt (2022: 19).Seite 15 von 44
Ambulante Dienste
11
Die Integrationsquote bei Abschluss der Hilfe oder bei bernahme
in das Folgejahr 2023 lag bei 21,5 % (2022: 21 %).
Obdachlosigkeit
überwinden
Von den 376 Personen, die bei Hilfebeginn oder bei Übernahme
aus dem Vorjahr obdachlos waren, konnten 76 (2022: 46) die
Obdachlosigkeit überwinden, indem sie eine eigene Wohnung
bezogen: 7 (2022:5) zur Familie (zurück)-zogen: 27 (2022:6) oder
aber in eine Betreuungssituation: 42 (2022: 37) wechselten.
Weiterhin wechselten…
…177 Personen in eine Not- oder Ersatzunterkunft (2022:158).
…12 Personen zu Bekannten (2022:7).
14 Personen wurden in das Gesundheitssystem vermittelt (2022:
16).
Die Integrationsquote betrug 23,9%
Notunterkünfte
verlassen
Von den 72 (2022: 92 Personen), die bei Hilfebeginn oder bei
Übernahme aus dem Vorjahr in einer Notunterkunft lebten,
konnten 16 die Obdachlosigkeit überwinden, indem sie eine
eigene Wohnung bezogen (3), zur Familie (zurück)-zogen (2)
oder aber in eine Betreuungssituation (11) wechselten.
1 Person wurde in das Gesundheitssystem vermittelt.
Die Integrationsquote betrug 23,6% (2022: 32 %)
Von den 151 (2022: 139 Personen), die bei Hilfebeginn oder bei
Übernahme aus dem Vorjahr bei Bekannten lebten, konnten 23
(2022:31) die Wohnungslosigkeit überwinden, indem sie eine
eigene Wohnung bezogen: 12 (2022:17), zur Familie (zurück)-
zogen: 2 (2022:1) oder aber in eine Betreuungssituation
wechselten: 9 (2022: 13).
Keine Person wurde in das Gesundheitssystem vermittelt.
Die Integrationsquote betrug 15% (2022: 34 %)
Die oben dargestellte Aufstellung legt nahe, den Fokus auf
primäre Prävention von Wohnungslosigkeit zu legen, da mit
fortschreitender Verfestigung der Exklusion die individuellen
negativen Folgen für die Betroffenen zunehmen und die Chancen
auf die Überwindung der Exklusion abnehmen. Primärprävention
heißt, den nächsten Exklusionsschritt zu vermeiden. Die
wirksamste Strategie ist die Verhinderung des
Wohnungsverlustes.Seite 16 von 44
Ambulante Dienste
12
Auffällig ist, dass die Integrationsquote bei Personen aus der
Obdachlosigkeit mit 23,9% etwas höher liegt als die bei Personen
aus den Notunterkünften mit 23,6%. Notunterkünfte sind im
Hilfesystem der Wohnungslosenhilfe oft die Endstation; ein
Zustand, an dem dringend auf struktureller Ebene gehandelt
werden muss.
Die Überwindung der Wohnungslosigkeit ist im Einzelfall möglich,
bedeutet aber, dass bei Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt
die Überwindung der Wohnungslosigkeit für den Einen die
Wohnungslosigkeit für den Anderen bedeutet. Ohne zusätzliches
Wohnungsangebot, vor allem für Menschen, die auf dem
üblichen Markt keine Chance haben, kann die Wohnungslosigkeit
nicht abgebaut werden.
Es bedarf gemeinnütziger Angebote, die menschenwürdigen
Wohnraum für alle sicherstellt.Seite 17 von 44
Ambulante Dienste
13
Ambulante Wohnhilfen in Wohngemeinschaften
Das Angebot der Wohngemeinschaften richtet sich an
Männer, die ihren Lebensmittelpunkt in Bonn haben.
Der Personenkreis benötigt langfristige aufsuchende Hilfen
zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit und zur Verhütung
von Verschlimmerung. Dabei kommt die Integration in
Normalwohnraum aufgrund von Vereinsamungs- und
Verwahrlosungstendenzen zunächst nicht in Frage. Das
Angebot des Betreuten Wohnens kommt nicht in Frage, weil
die Personen nicht am Hilfeplanungsprozess teilnehmen
wollen oder können. Die Hilfe ist zeitlich nicht befristet.
Das Angebot ist eine Alternative zur Unterbringung in einer
Sammelunterkunft.
Die Wohngemeinschaften bieten den Bewohnern
Anschlussmöglichkeiten an übliche Lebensvollzüge (d.h. an
die ökonomische, soziale und kulturelle Umwelt). Durch
situative Hilfen zur Alltagsbewältigung und sozialarbeiterische
Begleitung wird dies gewährleistet. Das Ziel ist es, erneute
Wohnungslosigkeit zu vermeiden.
Die helfende Beziehung ist nach der Corona-Pandemie
wieder uneingeschränkt möglich. Kontinuierlich wird mit den
Bewohnern an einrichtungsspezifischen Verbesserungen
gearbeitet. Dazu zählen z.B. die Garten-/Balkonpflege,
kleinere Renovierungen der Zimmer und Verbesserungen der
Ausstattung. So konnten die Bewohner einer
Wohngemeinschaft im vergangenen Jahr eigene Tomaten
ernten.
Im Jahr 2023 wurden die ambulanten Wohnhilfen von 23
Männern in Anspruch genommen (2022: 26; 2021: 25). Das
Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren. Die durchschnittliche
Verweildauer aller Bewohner in den Wohngemeinschaften
betrug knapp zwölf Jahre. Zwei Bewohner versuchten, eine
andere Wohnung zu finden, doch hatten aufgrund des
angespannten Wohnungsmarkts keinen Erfolg.
Zwei Bewohner verfügten im Berichtsjahr über einen festen
Arbeitsvertrag, bei weiteren zwei Bewohnern konnten mit der
Unterstützung des Jobcenters Verträge nach §16i SGB II
umgesetzt werden.Seite 18 von 44
Ambulante Dienste
14
Insgesamt erhielten 14 Bewohner Leistungen nach dem SGB
II – teilweise als aufstockende Leistungen zum
Erwerbseinkommen. Sieben Bewohner erhielten Rente
und/oder aufstockende Leistungen nach dem SGB XII.
Im Berichtsjahr wurden zwei Doppelzimmer durch jeweils eine
Person belegt, um eine angemessene Unterkunftssituation zu
ermöglichen, Konfliktpotenzial zu reduzieren und dem
Wunsch nach Privatsphäre nachzukommen.
In der Rolle als Zwischenmieter initiierte die Caritas Bonn
einen intensiven Austausch mit den Eigentümern der
Wohnobjekte mit der Zielsetzung, dort die Wohnqualität zu
verbessern.
Ambulante Wohnhilfen - Wohnhaus Kaiserstraße
Die ambulante Wohnhilfe im Wohnhaus Kaiserstraße ist
insbesondere auf die Bedürfnisse wohnungsloser Männer mit
Suchterkrankungen und/oder psychischen Problemen
ausgerichtet. Für viele Bewohner stellen die Organisation des
Alltags und soziale Interaktionen hohe Anforderungen dar. Die
besondere soziale Situation der Bewohner macht eine
umfassende Unterstützung und Begleitung im Alltag
notwendig, damit sie weitestgehend selbständig am Leben
der Gesellschaft teilhaben können. Aufgrund von
Doppeldiagnosen oder fehlenden Diagnosen kommen die
Möglichkeiten der Hilfen nach dem BTHG i.d.R. vorerst nicht
in Frage. Mit dem Hilfsangebot wird erneute
Wohnungslosigkeit vermieden, sofern vorrangige Leistungen
des Regelsystems nicht greifen.
Das Wohnhaus Kaiserstraße ist die Alternative zur
Sammelunterkunft für Menschen mit höherem
Unterstützungsbedarf, für die andere Hilfen nicht in Frage
kommen.
Im Wohnhaus Kaiserstraße wohnten im Berichtsjahr
insgesamt 34 Männer (2022: 38). Sechs Bewohner konnten
im Berichtsjahr neu aus stationären Einrichtungen, der
Notübernachtung oder aus der Obdachlosigkeit und dem
Leben auf der Straße heraus einen Mietvertrag
unterschreiben und einziehen.
Sechs Bewohner schlossen die Hilfe 2023 ab: Ein Bewohner
konnte ein neues Zuhause in einem Pflegeheim finden, einSeite 19 von 44
Ambulante Dienste
15
Bewohner wechselte in eine Einrichtung für Suchtkranke nach
dem BTHG. Die Bewohner wechselten somit in vorrangige
Hilfen des Regelsystems.
Vier Bewohner sind im Berichtsjahr verstorben.
Die Verweildauer der Bewohner, die die Hilfe beendeten,
betrug 7,6 Jahre (2022: 1,8 Jahre).
Altersstruktur
2020 2021 2022 2023
18-29 Jahre 0 0% 0 0% 0 0% 0 0%
30-39 Jahre 0 0% 0 0% 1 3% 2 6%
40-49 Jahre 4 11% 3 8% 6 16% 6 18%
50-64 Jahre 22 61% 23 64% 21 55% 17 50%
65 Jahre und älter 10 28% 10 28% 10 26% 9 26%
36 100% 36 100% 38 100% 34 100 %
Der Altersdurchschnitt der Bewohner betrug 58 Jahre.
Mit ergänzender Hilfe durch einen Pflegedienst in
Pflege/Hauswirtschaft/Soziale Betreuung wurden 12
Bewohner (2022:13; 2021: 13) unterstützt. Von einer
gesetzlichen Betreuung wurden 14 Bewohner (2022:12;
2021:13) begleitet.
Nahezu alle Bewohner nahmen hausärztliche Hilfen in
Anspruch.
Ein Bewohner konnte mit Unterstützung des Jobcenters in ein
mehrwöchiges Praktikum in einem metallverarbeitenden
Betrieb zur Arbeitserprobung vermittelt werden – die
Arbeitsaufnahme soll zum Jahr 2024 erfolgen.
Ein Bewohner bezog Einkommen durch Erwerbstätigkeit.
Zwei Bewohner deckten alle Kosten zu Miete und
Lebensunterhalt vollständig durch die erworbenen
Rentenleistungen. Fünf Bewohner erhielten zu ihrer Rente
noch Wohngeld. Bei insgesamt acht Bewohnern wurde das
Renteneinkommen durch aufstockende Leistungen nach dem
SGBII und SGBXII ergänzt. Insgesamt 18 Bewohner erhielten
Leistungen nach dem SGBXII und dem SGBII.
Das soziale Miteinander im Rahmen von gemeinsamen
Aktivitäten und Festen konnte wieder hochgefahren werden.Seite 20 von 44
Ambulante Dienste
16
Hierzu wurde das Wohnumfeld in der Einrichtung mit den
Bewohnern verschönert.
Die während der Pandemie vorherrschende ToGo-Variante
wurde von den Bewohnern nicht mehr eingefordert. Am
gemeinsamen Osterfrühstück und dem Festessen an
Heiligabend mit Live-Musik haben nahezu alle Bewohner
teilgenommen. Die durch die Pandemie verstärkten
Vereinsamungstendenzen scheinen verlangsamt und ein
Leben mit Sozialkontakten scheint wieder möglich zu sein.Seite 21 von 44
Betreutes Wohnen
17
BETREUTES WOHNEN
Im Jahr 2023 wurden 76 KlientInnen im Betreuten Wohnen
betreut (2022: 72). Unter den 76 Personen waren neun Frauen.
Von 16 Neuaufnahmen nutzten sechs im Vorfeld die stationäre
Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII.
Das Durchschnittsalter lag bei 49,5 Jahren (2022: 49,4 Jahre).
Sieben Leistungsberechtigte fielen in die Zuständigkeit der
Stadt Bonn, 69 in die Zuständigkeit des Landschaftsverbandes
Rheinland.
Insgesamt wurden 5.507 Dienstleistungsstunden abgerechnet
(2022: 5.151,5).
Ergebnisse 23 Nutzer*innen schlossen die Hilfe im Jahr 2023 ab. Die
durchschnittliche Verweildauer der Beender*innen betrug 1.605
Tage (2022: 1.172 Tage).
17 Beender verblieben planmäßig in ihrem Wohnraum.
Ein Beender hat die Hilfe abgebrochen und musste später
wegen Mietrückständen im Rahmen eines
Räumungsverfahrens die Wohnung verlassen.
Zwei Beender wechselten zur Familie.
Ein Beender wechselte in die stationäre Hilfe nach § 67 SGB
XII.
Zwei Klienten sind im Berichtsjahr verstorben.
Von den 76 Nutzer*innen waren 49 erwerbsfähig. Von diesen
gingen im Berichtsjahr 33 einer Erwerbstätigkeit nach.
Insgesamt entspricht dies einer Erwerbsquote von 67 % (2022:
44 %). Von den 33 erwerbstätigen Nutzer*innen waren 10
sozialversicherungspflichtig bei der Caritas Bonn beschäftigt.
Hiervon vier, deren Erwerbstätigkeit über die Instrumente von §
16i SGB II/ § 16 e SGB II gefördert wurde.
Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich für die
Zielgruppe verbessert. Die Erwerbstätigkeit löst zusätzliche
Bedarfe im Betreuten Wohnen aus, da zusätzliche
Anforderungen nach oftmals längerer Erwerblosigkeit in die
Alltagsbewältigung integriert werden müssen. Gleichzeitig kannSeite 22 von 44
Betreutes Wohnen
18
die Erwerbstätigkeit die Hilfeprozesse im Betreuten Wohnen
stabilisieren.
Personelle Situation 2023 waren vier Sozialarbeiter*innen/ Sozialpädagog*innen im
durchschnittlichen Umfang von 4,0 VK tätig.
Schwerpunkt
Wohnungsnot
Alle Nutzer*innen lebten in einem Mietverhältnis. Hiervon 27 in
Wohnraum, den die Caritas Bonn als Zwischenmieter
angemietet hat oder als Eigentümer zur Verfügung stellte. Ohne
dieses besondere Engagement der Caritas Bonn hätten diese
Menschen im Zusammenhang mit dem Nachfrageüberhang am
Wohnungsmarkt in Bonn keine Chance auf eine eigene
Wohnung.
Über die Aktivitäten der Bonner Offensive konnte im
Berichtsjahr die Vernetzung in die Wohnungswirtschaft gestärkt
werden. In diesem Zusammenhang konnten fünf Apartments
angemietet werden. Die Apartments wurden dafür eingesetzt,
die Durchlässigkeit zwischen stationärer Hilfe nach § 67 SGB
XII und dem Betreuten Wohnen zu stärken.
Schwerpunkt
Vernetzung
Das Betreute Wohnen ist vertreten in den Gremien unseres
Spitzenverbandes, der Katholischen Arbeitsgemeinschaft
Wohnungslosenhilfe und in den Kooperationsgremien, die das
Zusammenwirken von Polizei, Ordnungsamt und
Sozialverbänden in der Bonner Innenstadt koordinieren.
Schwerpunkt
Qualitätsentwicklung
2023 wurde die Prozessqualität überarbeitet. Dabei wurden vier
Teilprozesse identifiziert:
Die situative Hilfe zur Existenzsicherung steht oftmals am
Anfang des Hilfeprozesses. Der Prozess setzt bei den
Defizitbedürfnissen an.
Die Begleitung und Moderation zur Alltagsbewältigung fördern
die helfende Beziehung und Wachstumsbedürfnisse.
Die Entwicklung und die Umsetzung neuer Lebensperspektiven
nehmen Bezug auf den Wunsch nach Selbstwirksamkeit.
Die Ablösung sichert eine tragfähige Lebenssituation, die
Teilhabe ermöglicht.
Im Berichtsjahr wurden mehrere langjährige Hilfeprozesse mit
gutem Ergebnis beendet. Trotz schwerwiegender individueller
Probleme konnten Lebenssituationen erreicht werden, mit
denen sich die Beender identifizieren, die sie verantworten
können, weil sie sie nicht überfordern und aus der herausSeite 23 von 44
Betreutes Wohnen
19
Teilhabe an den üblichen gesellschaftlichen Lebensvollzügen
möglich ist.
Sinnvoll ist sicherlich, im Einzelfall den vollständigen
Hilfeprozess hinsichtlich seiner erfolgskritischen Faktoren über
die Leistungsgrenzen hinweg besser zu verstehen, um das
Verständnis über die erfolgskritischen Aspekte noch weiter zu
schärfen.
Aus Sicht des Betreuten Wohnens fördern tragfähige
Lebensperspektiven die Zuversicht, sich den Anforderungen
des Alltags konstruktiv zu stellen.Seite 24 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
20
STATIONÄRE HILFE NACH § 67 SGB XII IM PRÄLAT-SCHLEICH-HAUS
Im Prälat-Schleich-Haus stehen 84 Plätze für die stationäre
Betreuung nach §§ 67 SGB XII zur Verfügung. Das Angebot
richtet sich ausschließlich an Männer.
Zielgruppe
2023 nutzten 140 Bewohner die stationären Wohnhilfen im
Prälat-Schleich-Haus (2022: 151). Dabei gab es 30.456
Belegungstage (2022: 30.874).
Zur Aufnahme von Bewohnern wurden im Jahr 2023 139 (2022:
163) Infogespräche mit Interessenten geführt. 106
Interessenten kamen auf die Warteliste (2022: 126). Hiervon
wurden 55 Bewohner in die stationären Wohnhilfen
aufgenommen (2022: 66).
Die neuaufgenommenen Bewohner gaben folgende Anlässe für
die Wohnungslosigkeit an:
2018 2019 2020 2021 2022 2023
Konflikte im Wohnumfeld 15 17 14 24 15 12
Mietschulden 12 10 7 1 4 10
Haftantritt 11 12 7 10 14 4
Familiäre Konflikte 11 19 23 12 12 6
Ortswechsel 4 7 8 2 2 0
Arbeitsplatzverlust 3 4 2 2 1 1
unbekannt 3 0 0 3 0 0
Krankheit 2 0 4 10 1 4
langjährig wohnungslos 1 6 14 5 10 16
Beendigung einer Betreuungsmaßnahme 1 3 2 6 7 2
Eigenbedarf 0 0 0 2 0 0
63 78 81 77 66 55
Bei den meisten Bewohnern spielten soziale Konfliktsituationen
als Auslöser von Wohnungslosigkeit eine bedeutende Rolle.
Neben den Anlässen, die in die Wohnungslosigkeit führten,
brachten die Bewohner eine Vielzahl an weiteren individuellen
Problemlagen mit, die im Einzelfall kumulieren, sichSeite 25 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
21
wechselseitig verstärken und zu sozialen Schwierigkeiten
führen.
Diese individuellen Exklusionsrisiken gilt es aufzuarbeiten, so
dass die Teilhabe an den üblichen Lebensvollzügen (wieder)
möglich wird.
Anhand der nachfolgenden Darstellung lassen sich die
Problemstellungen, die von den Bewohnern bei Aufnahme in
die Einrichtung genannt werden, nachvollziehen
(Mehrfachnennungen):
2018 2019 2020 2021 2022 2023
Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100 % 100% 100 % 100 %
Umgang mit Behörden 79% 95% 83% 91 % 95 % 98 %
Ausbildung/Beruf/Arbeitslosigkeit 83% 86% 74% 78 % 85 % 78 %
mangelnde materielle Absicherung 60% 77% 59% 60 % 52 % 47 %
Überschuldung 72% 73% 73% 74 % 68 % 76 %
soziale Beziehungen 77% 73% 69% 87 % 67 % 58 %
soziale Isolation/Einsamkeit 66% 69% 57% 87 % 61 % 58 %
Suchtproblematik 74% 64% 75% 74 % 80 % 65 %
psychische Störungen 69% 53% 53% 71 % 71 % 71 %
körperliche Erkrankung/Behinderung 38% 42% 44% 42 % 39 % 56 %
Doppeldiagnose 54% 41% 47% 53 % 58 % 49 %
Gewalterfahrung 23% 22% 17% 35 % 42 % 36 %
Diskriminierungserfahrung 6% 12% 11% 6 % 9 % 5 %
Lediglich vier Bewohner hatten bei der Aufnahme im Jahr 2023
weder eine Suchtproblematik noch eine psychische Störung
oder eine körperliche Erkrankung bzw. Behinderung (2022: 3).
Der Erfolg der Hilfe hängt i.d.R. davon ab, ob es gelingt,
Krankheitseinsicht zu fördern, ein tragfähiges
Behandlungssetting zu organisieren und im Einzelfall die Hilfen
des vorrangigen BTHG zu erschließen. Besonders schwierig ist
dies bei Menschen, die sowohl unter einer Suchterkrankung als
auch einer psychischen Störung leiden (Doppeldiagnose).
In Zusammenhang mit dem Nachfrageüberhang am
Wohnungsmarkt, den hohen Zugangsschwellen zu Leistungen
des BTHG und den oft nicht nachhaltig wirksamen
Behandlungssettings ist zu befürchten, dass diese schwer
erkrankte Personengruppe nachhaltig aus den üblichen
Lebensvollzügen ausgegrenzt sein wird. Dabei ist es nicht
akzeptabel, die Verantwortung für diese Entwicklung denSeite 26 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
22
erkrankten Menschen allein zuzuordnen. Auch die Hilfesysteme
müssen sich fragen lassen, welche Qualitätsverbesserungen
die Lebenschancen dieser oftmals schwer erkrankten
Zielgruppe verbessern können.
Personalsituation
Siehe Qualitätsnachweis.
Vernetzung und Kooperation
Zielsetzung der nach dem Abklingen der Corona-Pandemie
wiederauflebenden Vernetzung und Kooperationen ist die
Verbesserung der Teilhabechancen der Bewohner.
Mit dem Rückenwind der EU – Resolution zur Überwindung der
Obdachlosigkeit könnte im Zusammenschluss der Träger der
Wohnungslosenhilfe in Bonn und der Stadt Bonn ein
strategischer Prozess angestoßen werden, nachhaltige
strukturelle Verbesserungen herbeizuführen, um
Wohnungslosigkeit zu überwinden.
Am Tag der wohnungslosen Menschen wurde eine
trägerübergreifende Kundgebung vor dem Bonner Rathaus mit
dem Ziel initiiert, Obdachlosigkeit zu überwinden: „Trommeln für
Teilhabe“.
Besondere inhaltliche Aspekte
Strukturelle
Verbesserungen
Zur Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Überwindung von
Obdachlosigkeit wurde die „Bonner Offensive“ in den
Räumouckeiten des Prälat-Schleich-Hauses eingerichtet:
www.bonneroffensive.de/. Die Bonner Offensive wird strukturelle
Verbesserungen mit dem Ziel der Überwindung von
Wohnungslosigkeit entwickeln. Gemeinsam mit der Leitung des
Sozialamtes der Stadt Bonn und dem Verein für
Gefährdetenhilfe steuert die Einrichtungsleitung das Projekt.
Wohnungsnot Mit Hilfe der Bonner Offensive konnte die Verbindung zur
Wohnungswirtschaft gestärkt werden. Hierdurch konnte
Wohnraum für die Bewohner der stationären Hilfen gewonnen
werden.
Modernisierung
Brandschutz
2023 wurde die Modernisierung des Gebäudes und die
Umsetzung des Brandschutzkonzeptes fortgesetzt.Seite 27 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
23
Der Schwerpunkt 2023 lag in dem Umbau einer
Wohngemeinschaft mit dem Ziel zusätzlicher Einzelzimmer.
Statistik
In der stationären Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII wurden 140
Bewohner betreut (2021: 151). 122 Bewohner waren deutsche
Staatsbürger (2022: 127).
Die folgenden Tabellen stellen die Altersstruktur und den
Familienstand der betreuten Männer dar:
Altersstruktur
2020 2021 2022 2023
18-29 Jahre 22 14% 26 16% 20 13% 13 9%
30-39 Jahre 28 17% 29 18% 26 17% 23 16%
40-49 Jahre 38 23% 41 25% 41 27% 33 24%
50-64 Jahre 58 36% 45 28% 46 30% 51 36%
65 Jahre und älter 16 10% 20 12% 18 12% 20 14%
162 100% 161 100% 151 100% 140 100%
Die Altersstruktur hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nur
unwesentlich verändert.
Familienstand
2020 2021 2022 2023
geschieden 22 14 % 20 12,4% 19 13% 14 10%
getrennt lebend 10 6 % 8 5,0% 4 3% 6 4%
ledig 111 69 % 122 75,8% 123 81% 111 79%
verheiratet 12 7 % 9 5,6% 3 2% 4 3%
eingetragene
Lebens-
gemeinschaft
2 1 % 0 0,0% 0 0% 1 1%
verwitwet 5 3 % 2 1,2% 2 1% 4 3%
162 100 % 161 100 % 151 100 % 140 100 %
Nach wie vor sind die meisten Bewohner ledig. Deren Anteil ist
gegenüber dem Vorjahr gestiegen.Seite 28 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
24
Schulausbildung
2020 2021 2022 2023
kein Eintrag/ sonstiges 0 0,0% 1 1% 3 2% 3 2%
Gymnasium/ Fachhoch-
schulreife 23 14% 24 15% 21 14% 22 16%
Realschule/ Mittlere
Reife 34 21% 39 24 % 36 24% 36 26%
Hauptschule/
Volksschule 79 49% 72 45% 65 43% 49 35%
Sonderschule 7 4% 7 4 % 10 7% 5 4%
ohne Abschluss 19 12% 18 11% 16 11% 25 18%
162 100 % 162 100 % 151 100% 140 100%
Die Verteilung der Bildungsabschlüsse hat sich geringfügig
gegenüber den Vorjahren verändert.
Ergebnisse der Hilfe
Die durchschnittliche Verweildauer der 59 Beender betrug 528
Tage (2022: 335 Tage).
Von ihnen wechselten…
…20 in eine weiterführende Betreuungssituation, hiervon fünf in
eine eigene Wohnung mit Betreutem Wohnen nach § 67 SGB
XII,
…sieben in eine eigene Wohnung ohne weitergehende
Betreuung des Betreuten Wohnens,
…vier in eine somatische oder psychiatrische
Behandlungssituation,
…drei zur Familie/Partnerin.
Die Integrationsquote betrug somit 58 % (2022: 49 %; 2021: 42
%).Seite 29 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
25
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr
Baumaßnahme
fortsetzen
2023 gilt es, die Maßnahmen zum gebäudlichen Brandschutz
fortzusetzen und das Gebäude in einen zeitgemäßen Zustand
zu versetzen.
Perspektivlosigkeit
begegnen
Die fehlenden Chancen am Wohnungsmarkt und der oft
schwierige Zugang zu Hilfen nach dem BTHG erzeugen bei den
Bewohnern Verunsicherung und Perspektivlosigkeit. Mit der
Einrichtung der Geschäftsstelle besteht nun die Möglichkeit,
den Schwierigkeiten, die der Teilhabe der Menschen mit
Hilfebedarf nach § 67 SGB XII entgegenwirken, strukturell zu
begegnen.Seite 30 von 44
Aenne-Mangold-Haus
26
AENNE-MANGOLD-HAUS
Zielgruppe
Das Aenne-Mangold-Haus ist eine gruppenorientierte
stationäre Einrichtung der Wohnungslosenhilfe für junge
Männer mit einem Aufnahmealter zwischen 18 und 25
Jahren, die einen Hilfebedarf im Sinne des § 67 SGB XII bzw.
§ 41SGB VIII haben. Die Kapazität der Einrichtung umfasst
19 Plätze in Einzelzimmern. Die Leistungen sind nach den
Leistungstypen LT28 und LT30 definiert.
Es wurden im Jahr 2023 51 (2022: 50)
Informationsgespräche geplant und davon 33 (2022: 30)
durchgeführt. Lediglich zwei Interessenten lehnten die Hilfe
im Anschluss an ein Informationsgespräch ab. Gründe dafür
waren ein zeitnaher Haftantritt sowie die teils lange Wartezeit
bis zur Aufnahme.
Insgesamt nahmen im Jahr 2023 34 junge Männer die Hilfe in
der Einrichtung in Anspruch (2022: 35; 2021: 34).
Im Berichtsjahr wurden 15 Bewohner aufgenommen. Hiervon
nutzten 8 wegen akuter Obdachlosigkeit den Zugang über die
existenzsichernden Hilfen der Wohnungslosenhilfe. Sie
nutzten im Vorfeld der Aufnahme in das Aenne-Mangold-
Haus die Angebote der Notübernachtungen, der Flüchtlings-
oder Asylunterkunft sowie der stationären Hilfen nach § 67
SGB XII im Prälat-Schleich-Haus.
Die Bewohner gaben bei Aufnahme in die Einrichtung
folgende Problembereiche an (Mehrfachnennungen):Seite 31 von 44
Aenne-Mangold-Haus
27
Problembereiche
2020 2021 2022 2023
Umgang mit Behörden 100 % 100 % 100% 93%
Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100% 100%
Ausbildung/ Beruf/ Arbeitsplatz/
Arbeitslosigkeit 94 % 100 % 94% 86%
Überschuldung 69 % 60 % 66% 53%
mangelnde materielle Absicherung 69 % 33 % 54% 40%
körperliche Erkrankung/
Behinderung 19 % 47 % 20% 33%
psychische Störungen 69 % 67 % 66% 66%
Suchtproblematik 50 % 67 % 43% 33%
Gewalterfahrung 25 % 33 % 37% 26%
Soziale Beziehungen 26%
Diskriminierungserfahrung 0 % 0 % 3% 6%
ausländerrechtliche Probleme 25 % 7 % 11% 20%
Gewaltbereitschaft 25 % 7 % 29% 20%
Soziale Isolation/ Einsamkeit 26%
Doppeldiagnose 44 % 53 % 31% 33%
Die dargestellte Statistik wurde im Berichtsjahr um zwei
Problembereiche ergänzt sowie vorhandene Problembereiche
genauer definiert. Um diese kenntlich zu machen, wurde eine
kursive Schrift benutzt. Der Anlass für diese Ergänzung war
unter anderem, den wichtigen Bereich „soziale Isolation/
Einsamkeit“ mit aufzuführen. Im Jahr 2023 gaben 26% der
Bewohner bei Aufnahme an, unter sozialer Isolation zu leiden.
Es zeigt sich, dass weiterhin mehr als 60% der im Jahr
aufgenommenen Bewohner bei Aufnahme eine psychische
Erkrankung angeben. Im Laufe der Betreuung zeigt sich, dass
die Anzahl der Bewohner mit einer psychischen Erkrankung
weiter zunimmt und viele Bewohner bei Aufnahme keine
Krankheitseinsicht besitzen.Seite 32 von 44
Aenne-Mangold-Haus
28
Personalsituation
Siehe Qualitätsnachweis.
Besondere inhaltliche Aspekte
Befragung zur
Bewohnerzufriedenheit
Nach einer Pausierung wurde im Jahr 2023 die Durchführung
der Bewohnerzufriedenheitsumfrage erneut aufgenommen.
Diese soll nun wie bereits in der Vergangenheit jährlich
stattfinden, um das Angebot weiterhin gut auf die Bedarfe der
jungen wohnungslosen Männer anzupassen.
Soziale Teilhabe und
Tagesstruktur
Durch die Neubesetzung der Stelle „Fachkraft für soziale
Teilhabe und Tagesstruktur“ zu Anfang des Berichtsjahres
konnten viele neue Angebote für die Bewohner realisiert
werden. Es fanden eine Vielzahl an Ausflügen und
Unternehmungen statt, welche die Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben der Bewohner förderte. Zusätzlich
wurde das Kochangebot innerhalb der Einrichtung gestärkt,
um eine gesunde Lebensführung zu unterstützen. Die
Angebote nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der
Bewohner anzulegen, gelang durch eine Abstimmung
zwischen der o.g. Fachkraft und der Sozialarbeit.
Durch die stattgefundenen freiwilligen Angebote konnten
Bewohner eine verbesserte Tagesstruktur herstellen und sich
in vielen Bereichen mit Unterstützung erproben. Ihnen wurde
ein Raum geschaffen, in welchem Fehler oder Misserfolge
erlaubt waren. Die dadurch verbesserte Tagesstruktur und die
erfolgte Aktivierung der Bewohner stellten eine Unterstützung
der Sozialarbeit dar.
Personalveränderung
und Leitungswechsel
Ende Oktober schied die Einrichtungsleitung aus. Die
stellvertretende Einrichtungsleitung nahm sich Anfang des
Folgejahres dieser Position an und es wurde eine neue
stellvertretende Einrichtungsleitung gefunden. Außerdem
wurde im November zur Unterstützung der Fachkraft für
soziale Teilhabe und Tagesstruktur und um den fehlenden
Stellenanteil auszugleichen, ein weiterer Mitarbeiter mit einem
geringen Stellenanteil eingestellt.Seite 33 von 44
Aenne-Mangold-Haus
29
Modernisierung
Brandschutz
Im Berichtsjahr wurden einige Modernisierungen
vorgenommen. Der Garten wurde neugestaltet und ist von nun
an teilweise ein Nutzgarten. Dies findet als gemeinsames
Projekt mit den Bewohnern statt. Außerdem wurde ein
Tischkicker angeschafft und es finden regelmäßig hausinterne
Turniere statt.
Es wurden weitere Brandschutzmaßnahmen durchgeführt.
Unter anderem wurden Fluchtwegepläne im Treppenhaus
angebracht, brandhemmende Vorhänge und Gardinen für die
Bewohnerzimmer angeschafft sowie Fettbrandlöscher in den
Küchen montiert.
Die Renovierung und Sanierung des Treppenhauses sowie der
Flure wurden im Berichtsjahr ebenfalls durchgeführt.
Vernetzung und Kooperation
Im Berichtsjahr konnten viele Kooperationen und
Vernetzungen gestärkt werden. Es fanden gemeinsame
Termine mit dem Jobcenter, der Abendrealschule, der GVP,
dem Migrationsdienst, der LVR-Klinik Bonn, der Radstation
und den Mitarbeitenden des Kooperationsprojektes
Straßensozialarbeit statt. Anfang des Jahres wurde ein
Kooperationstreffen zwischen dem Aenne-Mangold-Haus,
dem VFG, Godesheim und den Streetworkern durchgeführt.
Außerdem hat die Fachstelle für Suchtprävention das offene
Angebot „Update“ im Aenne-Mangold-Haus angeboten.
Mitte des Jahres wurde ein Workshop zum Thema „junge
Wohnungslose“ unter Leitung des Aenne-Mangold-Hauses
gemeinsam mit der Sachgebietsleitung der Jugendsozialarbeit
der Stadt Bonn realisiert. Ziel war die Stärkung der
Vernetzung sowie die Erarbeitung von Grenzen und
Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Teilgenommen haben
verschiedene Träger und Einrichtungen. Dazu zählten unter
anderem die Gemeindepsychiatrie, Fachambulanz Sucht, das
Kardinal-Galen-Haus, Bonner Offensive, das
Kooperationsprojekt Straßensozialarbeit und der VFG.
Hinzu kommt, dass Anfang sowie Mitte des Jahres zwei
Teamnachmittage stattgefunden haben. Diese hatten das Ziel,
die Tagesstruktur im Aenne-Mangold-Haus den Bedarfen der
Bewohner besser anzupassen.Seite 34 von 44
Aenne-Mangold-Haus
30
Um die aufgebauten Kooperationen und Vernetzungen
langfristig zu stärken sowie mehr junge wohnungslose Männer
zu erreichen, konnten im Mai des Berichtsjahres Flyer erstellt
und gedruckt werden.
Statistik
Im Aenne-Mangold-Haus wurden 2023 insgesamt 34
Bewohner betreut. Darunter hatten 27 Bewohner die deutsche
Staatsbürgerschaft.
Altersstruktur und Familienstand
2020 2021 2022 2023
18 – 20 Jahre 10 29 % 6 18 % 11 32 % 10 29 %
21 - 25 Jahre 19 54 % 22 64 % 20 57 % 22 65 %
älter als 25 Jahre 6 17 % 6 18 % 4 11 % 2 6 %
35 100 % 34 100 % 35 100 % 34 100%
29 % der Bewohner waren unter 21 Jahre alt (2022: 32 %).
Der Altersdurchschnitt lag bei 22,4 Jahren (2022: 22,0). Der
Altersdurchschnitt der 15 Neuaufnahmen sank im Vergleich
zum Vorjahr leicht ab, auf 21,5 Jahre (2022. 22,0).
Alle 34 Bewohner waren zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme ledig.Seite 35 von 44
Aenne-Mangold-Haus
31
Schulausbildung
2020 2021 2022 2023
kein Eintrag/ sonstiges 1 2,9 % 1 2,9% 0 0% 0 0%
Gymnasium/
Fachhochschulreife 1 2,9 % 1 2,9% 0 0% 1 2,9%
Realschule/ Mittlere Reife 8 22,9 % 4 11,8% 6 17,1% 10 29,3%
Hauptschule/ Volksschule 12 34,2 % 17 50% 14 40% 12 35,3%
Sonderschule 1 2,9 % 2 5,9% 3 8,6% 3 8,8
ohne Abschluss 12 34,2 % 9 26,5% 12 34,3% 8 23,5
35 100 % 34 100 % 35 100% 34 100 % 100 %
Die Schulausbildung der Bewohner war insgesamt betrachtet
unterdurchschnittlich. Die Zahl der Bewohner, die über keinen
Abschluss verfügten, ist im Vergleich zu den Vorjahren am
niedrigsten. Lediglich acht Bewohner hatten bei Aufnahme
keinen Schulabschluss. Im Vergleich zum Jahr 2022 war der
Anteil der Bewohner mit einem Realschulabschluss höher.
Kein Bewohner hatte eine Fachhochschulreife.
Ergebnisse der Hilfe
Von den 34 Bewohnern beendeten 15 im Berichtsjahr die Hilfe
(2022: 16). Die durchschnittliche Verweildauer der Beender
betrug 624 Tage (2022: 379).
Wohnsituation Zum Ende der Hilfe ist es fünf Bewohnern gelungen, eine
eigene Wohnung zu beziehen. Drei Bewohner zogen zurück
zur Familie oder zum/r Partner/in. Ein Bewohner wechselte in
eine weitere Betreuungseinrichtung.
Damit beträgt die Integrationsquote 60,0 % (2022: 62,5 %).
Die Integrationsquote beinhaltet Auszüge in die eigene
Wohnung, zur Familie oder Partner/in oder in weiterführende
Hilfen.Seite 36 von 44
Aenne-Mangold-Haus
32
Die fehlende Chance auf menschenwürdiges Wohnen im
Anschluss an den Aufenthalt wirkt sich hilfeverhindernd aus.
Die realistische Perspektive, eine Wohnung und eine sichere
Arbeit zu finden, fehlt. Ebenso ist die Wartezeit für vorrangige
Hilfen mitunter sehr lange oder die Angebote der vorrangigen
Hilfesysteme sind teilweise schwer zu ermöglichen.
Einkommen Von den 15 Beendern bestritten bei Abschluss der Hilfe fünf
ihren Lebensunterhalt über ein Erwerbseinkommen, neun über
SGB II oder SGB III Leistungen. Ein Beender hatte aufgrund
der Erwerbsunfähigkeit einen Anspruch auf SGB XII
Leistungen. Alle Beender verfügten über einen gesicherten
Lebensunterhalt.
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr
Weiterentwicklung der
Teamstruktur
Durch erneute personelle Veränderung muss zunächst im
Folgejahr eine tragfähige Struktur erarbeitet werden. Aufgaben
müssen neu verteilt und dadurch Abläufe sichergestellt werden.
Konzeptmodulation Bei der Auswertung der Problemlagen zeigte sich, dass der
Anteil der Bewohner mit einer psychischen Störung seit 2020
weiterhin mindestens über 60% beträgt. Dieser hohe Anteil an
psychischen Störungen der Bewohner macht erneut deutlich,
dass Veränderungen innerhalb des Gesundheitssystems
notwendig sind und gleichzeitig sich die Hilfe im Aenne-
Mangold-Haus langfristig auf diese Veränderung einstellen
muss.
Der deutliche Anstieg der Verweildauer muss ebenfalls genau
beobachtet werden. Hier muss hinterfragt werden, was die
Gründe dafür waren und ob dies positiv oder negativ zu
bewerten ist.
In der Vergangenheit konnte festgestellt werden, dass der
Kontakt zu Interessenten in der Wartezeit in manchen Fällen
verloren gegangen ist. Um dies zu verhindern und um bereits
Hilfen vor Aufnahme anzubieten, ist im Folgejahr geplant, im
Anschluss an Informationsgespräche einen Folgetermin zu
vereinbaren.Seite 37 von 44
Aenne-Mangold-Haus
33
Modernisierung Für die Folgejahre gilt es, die Einrichtung weiter zu
modernisieren. Die festgestellten Mängel der DGUV V3
Prüfung sollen im Folgejahr größtenteils behoben werden.
Weitere Brandschutzmaßnahmen sollen vorangetrieben
werden. Das Thema Arbeitssicherheit soll durch Begehungen
gefördert werden.
2024 ist geplant, eine neue Telefonanlage zu installieren,
wodurch alle Mitarbeitende mit mobilen Telefongeräten
ausgestattet sind und die Erreichbarkeit, auch bei
Hausrundgängen, sichergestellt werden soll.
Teambuilding Mitte des Jahres fand ein Teamausflug statt, um den
Zusammenhalt innerhalb des Teams zu stärken. Dies ist auch
für das Folgejahr geplant. Fortgeführt werden sollen ebenfalls
die regelmäßigen Supervisionstermine.
Vernetzung Die intensivierten Vernetzungsstrukturen mit internen und
externen Angeboten der Jugendhilfe, der Suchtkrankenhilfe,
psychosozialen Hilfe sowie der Wohnungslosenhilfe sollen
weiter verbessert werden. Hierzu soll die Arbeit der Bonner
Offensive in Form von Unterstützung und Hilfe genutzt werden.Seite 38 von 44
Nachweise
34
NACHWEISE
Stellenplan Ambulante Dienste
Diplom Sozialarbeit/
Sozialpädagogik
Betreuung
Bewirtschaftung/
Hauswirtschaft
Hauswirtschaftliche
Hilfskraft - Wäscherei
Pforte
Verwaltung
Hausmeister
Reinigungskraft
Summe
Straßensozialarbeit/
Betreuung und
Tagesstrukturierende
Angebote
1,25 1,25
Tagesaufenthalt in der
City-Station 3,7 0,5 4,2
Notübernachtung 0,38 0,5 0,5 0,14 0,63 2,15
Clearing 1,0 1,0
Fachberatung 3,0 0,5 3,5
Ambulante Wohnhilfe 1,52 1,0 0,5 3,02
Leitung 0,75 0,75
Gesamtbeschäftigungs-
umfang in
Vollzeitstellen
6,52 2,0 4,2 0,38 1,0 1,0 0,14 0,63 15,87Seite 39 von 44
Nachweise
35
Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus
Strukturqualität
Einrichtung: Prälat-Schleich-Haus, Thomastraße 36 und Heerstraße 185a,
53111 Bonn
Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12,
53113 Bonn
Berichtszeitraum: 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Platzzahl der Einrichtung: 84 ab 2016
Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 99 %
Betriebsnotwendige Anlagen
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen
Anlagen eingetreten.
 Es sind folgende Änderungen eingetreten:
Fertigstellung des Umbaus der ehemaligen Heimwerkstatt (Kapelle) zum
Besprechungs- und Versammlungsraum
Fachkonzeption
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten.
Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem
Stellen-Soll gültig am 31. Mai 2016.
Leitung
 Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für Leitungsaufgaben wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 1,3 Stellen
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls.
Betreuung
 Für den Betreuungsdienst wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 15,22 Stellen
davon:
9,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik
1,0 Stelle für Anleitung, Unterstützung und Übernahme bei der täglichen
Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich)
5,22 Stellen mit anderer Qualifikation: Betreuungsdienste
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrugSeite 40 von 44
Nachweise
36
100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/Sozialpädagogik
100% des Solls der Stellen für Anleitung etc.
100% des Solls der Stellen mit anderer Qualifikation
Verwaltung
 Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 2,12 Stellen.
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls;
 zzgl. Fremdleistung.
Sonstiges Personal
 Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 15,32 Stellen.
1,0 Stelle in der Funktion: Werkstattleitung
4,5 Stellen in der Funktion. Pforten-und Telefondienst
1,4 Stellen in der Funktion: Hausmeister
6,3 Stellen in der Funktion: Küche
0,75 Stellen in der Funktion: Wäsche
1,37 Stellen in der Funktion: Reinigung
Hiervon sind 2,15 Stellen mit der Umstrukturierung der Notübernachtung den
Ambulanten Diensten zugeordnet.
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Soll;
zzgl. Fremdleistung.
Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind.
Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 41 von 44
Nachweise
37
Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus
Einrichtung: Aenne-Mangold-Haus, Noeggerathstraße 10, 53111 Bonn
Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12,
53113 Bonn
Berichtszeitraum: 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Platzzahl der Einrichtung: 19
Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 99 %
Betriebsnotwendige Anlagen
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen
Anlagen eingetreten.
 Es sind folgende Änderungen eingetreten: entfällt
ab:_________ Veränderung:__________________
Fachkonzeption
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten.
Es sind folgende Veränderungen eingetreten: entfällt
_______________entfällt________________
Der LVR hat der Veränderung
 zugestimmt  bisher nicht zugestimmt
Die Veränderung befindet sich zurzeit in der Abstimmung mit dem LVR.
_____________________
Der Nachweis der Qualität ist auf der Basis der Leistungs- und
Prüfungsvereinbarung gültig ab__________(Stand___________) zu führen.
Zutreffendes bitte ankreuzen
Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem
Stellen-Soll gültig ab 1999 (LVR).
Leitung
 Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für Leitungsaufgaben wurde ab folgende
Personalausstattung vereinbart:Seite 42 von 44
Nachweise
38
Betreuung
Für den Betreuungsdienst wurde ab 1999 folgende
Personalausstattung vereinbart: 4,0 Stellen
davon:
3,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik (inklusive Leitungsfunktion)
1,0 Stellen für Anleitung, Unterstützung und Übernahme
bei der täglichen Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich)
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug
100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/Sozialpädagogik
100% des Solls der Stellen für Anleitung etc.
Verwaltung
 Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab 1999 folgende
Personalausstattung vereinbart: 0,7 Stellen
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100 % des Solls;
 zzgl. Fremdleistung.
Sonstiges Personal
 Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab 1999 folgende
Personalausstattung vereinbart: 0,2 Stellen.
Davon 0,2 Stellen Hausmeister
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls;
 zzgl. Fremdleistung.
Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind.
Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 43 von 44
Nachweise
39
Viele Menschen und Organisationen haben
die Arbeit der Wohnungslosenhilfe im Laufe
des Jahres unterstützt.
Wir sagen allen ganz herzlich
Danke!
Das Team der Wohnungslosenhilfe
Herausgeber und Autoren Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn
Bilder Caritas Bonn
Kontakt Gerhard Roden, Telefon: 0228 98532-0
E-Mail psh@caritas-bonn.de
Internet www.caritas-bonn.de
Stand 07/2024Seite 44 von 44

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Datenstand: 02.11.2026, 20:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de