241526 · Beschlussvorlage
Finanzierung der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2024
Kerndaten
- Nummer
- 241526
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 10.09.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 241526 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Finanzierung der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2024 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 10.10.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag Für die Erbringung seiner bedarfsgerecht entwickelten Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe erhält der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. eine Förderung in Höhe von bis zu 776.300 Euro für das Jahr 2024. Begründung Die Gesamtförderung der Wohnungslosenhilfe der Caritas setzt sich im Jahr 2024 wie folgt zusammen: Freiwilliger Zuschuss 776.300,00 € Fachberatungsstelle gesetzl. Leistungen § 67 SGB XII, kommunal 145.742,77 € Fachberatungsstelle gesetzl. Leistungen § 67 SGB XII üörtl. Sozialhilfe-Träger 145.742,77 € gesamt 1.067785,54 € Die freiwillige Förderung beinhaltet die Finanzierung der folgenden Einzelmodu- le der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe einschließlich anteiliger Leitungskosten: Straßensozialarbeit Tagesaufenthalt City-Station einschließlich Angebot "Kalte Nächte" Clearing Ambulante Wohnhilfen in eigenem Wohnraum, in Wohngemeinschaften und im Wohnhaus Kaiserstr. 7 Die Leistungen nach § 67 ff SGB XII richten sich an Menschen, bei denen be- sondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind und die nicht in der Lage sind, diese Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwin-Seite 1 von 44 Seite 2 den. Im Rahmen der Leistungserbringung ist es erforderlich, eine dem Hilfeziel entsprechende Abstimmung verschiedener notwendiger Hilfen vorzunehmen. Dabei sollen auch geeignete Hilfen, die nicht nach dem §§ 67 ff SGB XII er- bracht werden, im Sinne der Hilfeziele einbezogen werden. Die Ausrichtung der Angebote erfolgt in einer stetigen Orientierung an den tatsächlichen Bedarfen. Falls erforderlich, werden die Angebote entsprechen angepasst. Die Leistungen sind dabei so zu organisieren, dass Prävention, Alltagsnähe, Integration, Partizipation und Dezentralisierung die Gestaltung des Hilfesystems prägen. Die Nachfrage bei der Wohnungslosenhilfe ist im abgelaufenen Jahr weiter gestiegen. Diese Tendenz wird durch die Belegungszahlen der städtischen Wohnungslosenunterkünfte bestätigt. Der Ausgrenzungsprozess der von Woh- nungslosigkeit betroffenen Menschen hat im Jahr 2023 und im laufenden Jahr somit noch einmal an Dynamik zugenommen. Die Überwindung von Wohnungslosigkeit ist im Einzelfall möglich. Aufgrund des bestehenden Nachfrageüberhangs am Wohnungsmarkt ist es aber auch unabdingbar, dass auf der strukturellen Ebene gehandelt werden muss. Ohne zusätzlichen Wohnraum, gerade für den durch den u.a. vom Caritasverband betreuten Personenkreis, kann die Wohnungslosigkeit nicht abgebaut werden. Der Caritasverband der Stadt Bonn e.V. ist aufgrund seiner Kompetenz und Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannte Zielgruppe zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung be- währt. Der aktuelle Sachbericht für das Jahr 2023 liegt als Anlage bei. Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt: 2022: 678.300 Euro 2023: 734.398 Euro 2024: 776.300 Euro Die Finanzierung der Fachberatungsstelle für Wohnungsnotfälle des Caritas- verbandes erfolgt zu 50% aus kommunalen Mitteln und zu 50% durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Es handelt sich hierbei um eine gesetzli- che Leistung für den Personenkreis nach §§ 67 ff. SGB XII. Es erfolgt in diesem Zuge keine Einzelfallhilfe, sondern die Personal- und Sachkosten der Bera- tungsstelle werden entsprechend den Richtlinien des LVR finanziert. Die An- tragstellung durch den Träger erfolgt an den LVR. Dieser ermittelt die Förder- höhe und erlässt den jährlichen Förderbescheid. Auf Basis dieses Bescheides erfolgt die Finanzierung des kommunalen Anteils von 50% unmittelbar an den Träger.Seite 2 von 44 Seite 3 Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl., Vereine, sonst. Träg. 1.50.00.05.06.01 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine, sonst. Träg. Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Ver- an- schlag t in Noch bereitzu- stellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 776.300,00 EUR 150000506/73.1000 2024 0,00 EUR Einzahlungen / Erträge 0,00 EUR Haushaltsbelastung jährlich 776.300,00 EUR Anlage/n 1 Sachbericht 2023 Caritas (öffentlich)Seite 3 von 44 Sachbericht 2023 Für Menschen in WohnungsnotSeite 4 von 44 INHALT Akzente ________________________________________________________ 1 Ambulante Dienste ______________________________________________ 4 Straßensozialarbeit 4 Tagesaufenthalt in der City-Station 5 Notübernachtung 7 Fachberatung 8 Ambulante Wohnhilfen in Wohngemeinschaften 13 Ambulante Wohnhilfen - Wohnhaus Kaiserstraße 14 Betreutes Wohnen ______________________________________________ 17 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus ___________ 20 Zielgruppe 20 Personalsituation 22 Vernetzung und Kooperation 22 Besondere inhaltliche Aspekte 22 Statistik 23 Ergebnisse der Hilfe 24 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 25 Aenne-Mangold-Haus ___________________________________________ 26 Zielgruppe 26 Personalsituation 28 Besondere inhaltliche Aspekte 28 Vernetzung und Kooperation 29 Statistik 30 Ergebnisse der Hilfe 31 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 32 Nachweise ____________________________________________________ 34 Stellenplan Ambulante Dienste 34 Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus 35 Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus 37Seite 5 von 44 Akzente 1 AKZENTE Nachfrage gestiegen Im Jahr 2023 hat die Wohnungslosenhilfe 1.344 Menschen betreut (2022: 1.145) und statistisch erfasst. Hierunter waren 555 Erstauftritte (2022: 436). Die Nachfrage nach Unterstützung ist im Zusammenhang mit der zunehmenden gesellschaftlichen Exklusionsdynamik gestiegen. Die Exklusionsdynamik in Bonn wird getrieben durch die anhaltende und zunehmende Wohnungsnot, hohe Mietbelastungsquoten, prekäre Arbeitsverhältnisse, hohe bürokratische Anforderungen bei er Bewältigung von Lebensvollzügen, Digitalisierung und soziale Ungleichheit. Die Exklusionsdynamik führt in eine segregierte Stadtgesellschaft, in der sich Menschen nicht mehr gesehen fühlen und Manche sich vom demokratischen Prozess abwenden. Housing first Im Berichtsjahr haben die Anfragen von verzweifelten Menschen zugenommen, die einfach nur eine Wohnung suchen, weil sie z.B. von einer Kündigung wegen Eigenbedarf betroffen sind, weil die Wohnung zu klein, zu teuer oder schimmelig ist. Diese Menschen haben (noch) keinen psychosozialen Unterstützungsbedarf. Dies Menschen brauchen einfach eine menschenwürdige Wohnsituation. Diese Menschen sind nach unserer Auffassung die Adressaten von Housing First. Existenzielle Bedrohung Wohnungsnot ist erst dann eine Herausforderung, wenn es eine Perspektive zur Überwindung der Wohnungsnot gibt. Ansonsten ist Wohnungsnot eine existenzielle Bedrohung die Menschen zerstört. Mittlerweile ist jede/jeder achtzigste Bonner*in wohnungslos. Wohnungsleerstand in öffentlicher Hand Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass Wohnraum leer steht. Wenn Wohnraum in öffentlicher Hand in Bonn und in anderen Städten langfristig leer steht und zweckentfremdet wird, dann ist das vor dem Hintergrund der existenzbedrohenden Wohnungsnot ein Skandal. Kräfte bündeln – Bonner Offensive Die Bonner Offensive hat 2023 begonnen, die Kräfte zur Überwindung der Wohnungslosigkeit zu bündeln. Es konnten u.a. erste Erfolge in der Zusammenarbeit mit derSeite 6 von 44 Akzente 2 Wohnungswirtschaft erzielt werden. Präventive Ansätze zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit wurden so im Zusammenwirken mit der Fachberatung gestärkt. In diesem Zusammenhang konnte auch Wohnraum für wohnungslose Menschen akquiriert werden. Dies ist aus der Perspektive der Menschen, die nun eine Wohnung haben, begrüßenswert. Es stärkt die Durchlässigkeit im Hilfesystem und wirkt Stereotypisierungen entgegen. Bei gleichbleibendem Nachfrageüberhang würde allerdings die Wohnungslosigkeit so am Ende nur umverteilt. Insofern verfolgt die Bonner Offensive einen ganzheitlicheren Ansatz, der im Sachbericht der Bonner Offensive und auf deren Homepage dargestellt ist: https://bonneroffensive.de Sammelunterkünfte Menschen mit psychosozialen Problemen, werden zunehmend exkludiert. Dies sind Menschen mit psychischen Störungen, mit Abhängigkeitserkrankungen, in konfliktbelasteten Lebenssituationen, Menschen mit Bildungsdefiziten, mit Sprachschwierigkeiten. Sie finden sich zunehmend in kommunalen Sammelunterkünften wieder, ohne Perspektive auf Teilhabe. Die Kosten, die bei der Unterbringung in kommunalen Sammelunterkünften anfallen, dürften bei ca. 2.150 Euro monatlich pro Person liegen (vgl. Kosten für die Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften in Bonn im Jahr 2023); teuer finanzierte Exklusion und Perspektivlosigkeit. Perspektiven Die aktuelle Entwicklung ist sozialpolitisch, wohnungspolitisch, wirtschaftspolitisch, finanzpolitisch und gesellschaftspolitisch völlig inakzeptabel. Die aktuelle Entwicklung legt einen strategischen Prozess nahe, der die Transformation von Sammelunterkünften in Bonn zu menschenwürdigem Wohnraum und die Teilhabe der aktuell dort lebenden Menschen zum Ziel hat. Ein Lösungsansatz könnte ein gemeinnützig operierendes Wohnungsunternehmen unter kommunaler Aufsicht sein, das Alternativen zu Sammelunterkünften entwickelt. Gleichzeitig braucht es psychosoziale Hilfen, die auch darauf abzielen, den Personenkreis möglichst klein zu halten, der nicht in der Lage ist, die Anforderungen, die mitSeite 7 von 44 Akzente 3 einem Mietvertrag einher gehen, zu erfüllen. Psychosoziale Hilfen, die in der Phase der existenziellen Not einfach zugänglich sind, die entlastend und existenzsichernd wirken, die Vertrauen und Perspektiven fördern. Diese Hilfen gibt es schon. Ohne entsprechendes Wohnungsangebot laufen deren Aktivitäten allerdings oftmals in Leere.Seite 8 von 44 Ambulante Dienste 4 AMBULANTE DIENSTE Straßensozialarbeit Die Straßensozialarbeit ist eingebunden in Netzwerkstrukturen. Im engen Zusammenwirken mit der Straßensozialarbeit des VfG kann so ein flächendeckendes Angebot vorgehalten werden, das durch die verstetigte Zusammenarbeit mit Ordnungsamt und Polizei, insbesondere mit der Wache GABI, gestützt wird. In regelmäßigen Treffen findet ein fachlicher Austausch statt, auch mit der Zielsetzung einer gemeinsam getragenen Bewertung der IST – Situation. Insgesamt kam es im Jahr 2023 zu 1.353 Kontakten (2022: 1.255). Darunter waren 135 Erstkontakte (2022: 263, 2021: 66). Nachdem die Anzahl der Erstkontakte im Jahr 2022 v.a. im Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie und dem 9 Euro – Ticket deutlich angestiegen war, ist deren Anzahl im Berichtsjahr rückläufig. Zum Jahreswechsel 2023/2024 wurden 80 Personen aufgesucht, die obdachlos waren (2022/2023: 85). Hierunter waren 17 Frauen (2022/2023: 15). Obdachlosigkeit nicht gestiegen Unter den 80 Personen waren 18 Personen aus dem Ausland zugezogen, hiervon 16 aus einem Staat der Europäischen Union. Im Zusammenwirken mit dem Unterkunftsangebot der Stadt Bonn konnte ein Anstieg der Anzahl der obdachlos lebenden Menschen in Bonn trotz der angespannten Situation am Wohnungsmarkt weiterhin verhindert werden. Vermittlungen Entsprechend der Bedürftigkeit wurden 12 Personen in Gesundheitsdienste, 35 in weiterführende Betreuungsangebote, 13 in Notunterkünfte und 31 in niedrigschwellige existenzsichernde Hilfen (Tagesaufenthalt, Mahlzeitendienst und Kleiderkammer) aktiv vermittelt. Menschen mit komplexen Hilfebedarfen Die Anzahl der obdachlos lebenden Menschen mit komplexen Hilfebedarfen nimmt zu. Sie sind in der Kompetenz zur Erfüllung ihrer psychischen und physischen Grundbedürfnisse im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen,Seite 9 von 44 Ambulante Dienste 5 Abhängigkeiten sowie somatischer Erkrankungen als auch aufgrund ihrer Lebensverhältnisse massiv eingeschränkt. Die Straßensozialarbeit hat hier die Aufgabe, das fachübergreifende Zusammenwirken der Akteure zu initiieren und zu steuern. Eine bedarfsgerechte Hilfe erfordert den Aufbau von Vertrauen als auch das Zusammenwirken von Gesundheitsdiensten, Sozialdiensten, Ordnungsamt und Polizei. Der Aufbau der helfenden Beziehung als auch die Organisation der erforderlichen Hilfe sind sehr zeitintensiv. Lehnen diese Menschen die bedarfsgerechten Hilfen ab, ist die Fragestellung zu klären, ob diese Ablehnung Ausdruck von Selbstbestimmung oder einer Krankheit ist. Sozialräumliche Aspekte In Bonn haben sich im Berichtsjahr keine größeren Übernachtungslager von obdachlos lebenden Menschen etabliert. Der Beschwerdeschwerpunkt konzentrierte sich auf die Situation am Kaiserplatz und am Hauptbahnhof. Hier treffen Drogenszene und obdachlose Menschen aufeinander. Die Straßensozialarbeit brachte die Erfahrungen und Kenntnisse aus ihrer Arbeit in die Diskussion zum Runden Tisch am Kaiserplatz ein. Gemeinsam mit dem VfG und der Kreuzkirchengemeinde stellte sie den Beteiligungsprozess für die Drogen- und Obdachlosenszene am Kaiserplatz sicher. Tagesaufenthalt in der City-Station Die City-Station ist ein wichtiger Treffpunkt und Aufenthaltsort für Menschen in Wohnungsnot. Die größte Auslastung gibt es dabei zur Mittagszeit während des Mahlzeitendienstes. Der Mahlzeitendienst stellt zum einen eine konkrete lebenspraktische und existenzsichernde Hilfe dar. Zum anderen soll durch den Mahlzeitendienst die Einstiegsschwelle zum Hilfsangebot der gesamten Wohnungslosenhilfe sinken. Zu Menschen, denen es ansonsten schwerfällt, eine verbindliche Hilfe anzunehmen, kann hier behutsam Kontakt aufgebaut und gehalten werden.Seite 10 von 44 Ambulante Dienste 6 Statistik Mahlzeitendienst 2020 2021 2022 2023 Ausgegebene Mahlzeiten/Tag 112 115 127 135 Die Aufwendungen für den Mahlzeitendienst konnten über die Kostenerstattung der Nutzer*innen und über Spenden gedeckt werden. Tagesstrukturierende Aktivitäten Eine regelmäßige Angebotsstruktur soll… … den Weg zu nachhaltig wirksamen Hilfen ebnen. … die Bindung zu unserem Hilfeangebot stärken. … den Gästen helfen, ihren Alltag zu strukturieren. Die Gäste werden mit diversen Aktivitäten und Angeboten durch das Jahr begleitet. 2023 wurden die tagesstrukturierenden Angebote vor Ort fortgesetzt: Frühstück für Frauen, wöchentliche Angebote in der City-Station und gemeinsame Aktivitäten am Wochenende sind nun wieder etabliert. Drogenszene und Gewalt Auf der Wiese vor der City-Station hat sich nach Abklingen der Corona-Pandemie ein reger Drogenhandel etabliert, der in unterschiedlichste Milieus hineinwirkt. Die Wohnungslosenhilfe unterstützt Polizei und Ordnungsamt dabei, diesen Drogenhandel einzudämmen. Im Zusammenhang mit dem Drogenhandel und dem Konsum von Stimulanzien kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. So gab es mehrere auch schwere Körperverletzungsdelikte. Daneben versuchen die Drogendealer, die Situation zu dominieren, indem sie eigene Regeln etablieren und Aufenthaltsverbote aussprechen. Dies schreckt manchmal gerade die Menschen ab, die am bedürftigsten sind. Diese Situation löst bei Mitarbeitenden als auch Nutzerinnen und Nutzern der City-Station Ängste, Befürchtungen aber auch Unverständnis aus. Im Zusammenhang mit überlangen Verfahrensdauern in Strafprozessen werden unbescholtene Bürgerinnen und Bürger einem Risiko ausgesetzt, obwohl absehbar ist, dass längere Haftstrafen zu verbüßen sind.Seite 11 von 44 Ambulante Dienste 7 Das im Jahr 2023 auf bestimmte Personen durch die Polizei initiierte Bereichsbetretungsverbot hat die Situation etwas entlastet. Heiligabend An Heiligabend wurde wieder ein Weihnachtsessen und ein Unterhaltungsangebot organisiert. Etliche ehrenamtliche Kräfte leisteten Hilfe bei der Betreuung von über 300 Gästen. Der Chor „starke Stimmen“ gab einen festlichen Rahmen. Durch großzügige Spenden wurde sichergestellt, dass jedem Gast eine Weihnachtstüte und ein Geschenk übergeben werden konnte. Notübernachtung Das Angebot der Notübernachtung richtet sich ausschließlich an Männer. Die Aufnahme kann rund um die Uhr erfolgen. Im Zuge der Corona-Pandemie musste die Aufnahmekapazität der Notübernachtung weiterhin reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren. Im Jahr 2023 nutzten 569 Männer die Notübernachtung. Hierunter waren 302 Erstauftritte (2022: 192). Es kam zu 801 Aufnahmen (2022: 508). Altersstruktur der Nutzer 2020 2021 2022 2023 18-29 Jahre 61 18% 78 21% 72 20% 114 20% 30-39 Jahre 106 32% 103 27% 96 26% 158 28% 40-49 Jahre 86 26% 102 27% 115 31% 153 27% 50-64 Jahre 72 22% 75 20% 69 19% 109 19% 65 Jahre und älter 7 2% 19 5% 17 5% 28 5% 332 100% 377 100% 369 100 % 569 100 % Nach Abklingen der Corona-Pandemie wurde die Platzzahl in der Notübernachtung wieder ausgeweitet. In diesem Zusammenhang stieg die Anzahl der Nutzer bei weitestgehend stabiler Altersstruktur.Seite 12 von 44 Ambulante Dienste 8 Belegungstage und Verweildauer je Klient 2020 2021 2022 2023 Belegungstage 1.906 2.117 2197 3022 Verweildauer je Nutzer 5,74 5,62 5,95 5,31 Die durchschnittliche Verweildauer betrug je Aufenthalt 3,8 Tage (2022: 4,2 Tage). Die Notübernachtung hat nicht nur die Aufgabe der unmittelbaren Existenzsicherung. Sie soll im Zusammenwirken mit der Fachberatung Hilfesuchende so rasch wie möglich in weiterführende, langfristig wirksame Hilfen vermitteln und so einen möglichst nachhaltigen Beitrag leisten, Obdachlosigkeit zu überwinden. Vermittlung in weiterführende Hilfen 2020 2021 2022 2023 Stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII 40 43 35 35 Andere Betreuungseinrichtung 0 6 6 4 LVR Klinik/Krankenhaus 9 11 22 24 Haus Sebastian/sonstige Notunterkünfte 144 161 165 225 Lebensgefährten/Bekannte/Familie 9 20 30 28 eigene Wohnung 1 3 1 3 Anzahl der Vermittlungen 203 244 259 319 319 Aufenthalte mündeten in eine Anschlusslösung. Das entspricht einem Anteil von 40 % (2022: 51 %). Fachberatung Die Fachberatung unterstützte im Berichtsjahr 893 Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind. Der Altersdurchschnitt lag bei 42,8 Jahren (2022: 43,1 Jahre). Der Anteil der Frauen betrug 16,7 % (2022: 17,0 %).Seite 13 von 44 Ambulante Dienste 9 560 Neuzugänge begannen im Jahr 2023 die Hilfe. Hierunter waren 253 Erstauftritte. Die Wohnsituation der betreuten Klient*innen ist in der folgenden Übersicht dargestellt: Wohnsituation Wohnsituation bei Beginn der Hilfe bzw. bei Übernahme aus dem Vorjahr am Stichtag 1.1. (alle Klient*innen) Wohnsituation/Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 eigene Wohnung 249 203 254 246 279 231 216 205 198 Familie, Partner 26 36 53 69 64 79 68 65 77 Betreuungssituation 13 15 11 9 9 6 4 7 15 Gesundheitssystem 4 10 3 4 5 6 11 3 3 Summe 292 264 321 328 357 322 299 280 293 Integrationsquote 52% 38% 44% 45% 44% 45 % 38 % 33 % 33% Bekannte 40 71 119 136 175 157 98 139 151 Not- /Ersatzunterkunft 122 186 94 86 94 70 112 92 72 ohne Unterkunft 98 133 201 177 188 159 276 325 376 Haft 3 1 0 1 1 3 7 1 0 keine Angabe 10 31 0 0 2 0 0 0 1 Summe 273 422 414 400 460 389 493 557 600 Gesamt 565 686 735 728 817 711 792 837 893 Wohnsituation Wohnsituation bei Abschluss bzw. Übernahme in das Folgejahr alle Klient*innen ) Wohnsituation/Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 eigene Wohnung 251 216 271 296 309 247 224 221 201 Familie, Partner 23 34 45 42 52 62 63 58 89 Betreuungssituation 61 78 52 82 71 85 91 90 90 Gesundheitssystem 8 13 5 1 14 4 7 21 18 Summe 343 341 368 421 446 398 385 390 398 Integrationsquote 61% 50% 51% 58% 55 % 56 % 49 % 47 % 45% Bekannte 44 62 90 93 139 134 93 114 139 Not- /Ersatzunterkunft 80 149 141 93 157 59 159 229 249 ohne Unterkunft 83 102 129 111 112 119 152 98 98 Haft 2 11 2 5 3 1 2 6 9 keine Angabe 13 21 0 5 10 0 1 0 0 Summe 222 345 367 307 371 313 407 447 495 Gesamt 565 686 735 728 817 711 792 837 893Seite 14 von 44 Ambulante Dienste 10 Altersstruktur 2020 2021 2022 2023 18-29 Jahre 156 22% 148 19% 158 19% 169 19% 30-39 Jahre 148 21% 185 23% 192 23% 222 25% 40-49 Jahre 177 25% 208 26% 224 27% 228 25% 50-64 Jahre 174 24% 186 23% 201 24% 205 23% 65 Jahre und älter 56 8% 65 8% 62 7% 69 8% 711 100 % 792 100 % 837 100 % 893 100% Die Altersstruktur der Nutzergruppe ist im Wesentlichen stabil. Integrationsquote 290 Personen lebten zu Hilfebeginn oder bei Übernahme aus dem Vorjahr in einer eigenständigen Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation (2022: 277), 3 wechselten aus dem Gesundheitssystem in die Fachberatung (2022: 3). Die Integrationsquote betrug bei Hilfebeginn bzw. bei Übernahme aus dem Vorjahr somit lediglich 33 % (2022: 33 %). Bei Abschluss der Hilfe bzw. bei Übernahme in das Folgejahr betrug die Integrationsquote 45 % (2022: 47 %). Über die Jahre hinweg ist bei steigender Grundgesamtheit eine stetig sinkende Integrationsquote zu beobachten. Fünf Jahre vor der Covid19-Pandemie und nach der sogenannten Flüchtlingskrise lag die Integrationsquote noch bei 45%. Wohnungslosigkeit vermeiden Bei den Personen aus der Nutzergruppe, die bei Übernahme aus dem Vorjahr bzw. bei Hilfebeginn im Berichtsjahr nicht wohnungslos waren, weil sie in einer eigenständigen Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation lebten (n=290) und bei denjenigen, die aus einer stationären Behandlung zur Fachberatung wechselten (n=3), lag die Integrationsquote bei Abschluss der Hilfe oder bei Übernahme in das Folgejahr 2023 bei 94 % (2022: 94%). Wohnungslosigkeit überwinden In der Gruppe, die bei Übernahme aus dem Vorjahr oder bei Hilfebeginn im Berichtsjahr wohnungslos war (n=603), lebten bei Abschluss der Hilfe in der Fachberatung bzw. bei Übernahme in das Folgejahr 2024 22 Personen in einer eigenen Wohnung (2022: 25), 31 bei der Familie (2022: 7), 62 in einer Betreuungssituation (2022: 68). 15 Personen wurden in stationäre Hilfen des Gesundheitssystems vermittelt (2022: 19).Seite 15 von 44 Ambulante Dienste 11 Die Integrationsquote bei Abschluss der Hilfe oder bei bernahme in das Folgejahr 2023 lag bei 21,5 % (2022: 21 %). Obdachlosigkeit überwinden Von den 376 Personen, die bei Hilfebeginn oder bei Übernahme aus dem Vorjahr obdachlos waren, konnten 76 (2022: 46) die Obdachlosigkeit überwinden, indem sie eine eigene Wohnung bezogen: 7 (2022:5) zur Familie (zurück)-zogen: 27 (2022:6) oder aber in eine Betreuungssituation: 42 (2022: 37) wechselten. Weiterhin wechselten… …177 Personen in eine Not- oder Ersatzunterkunft (2022:158). …12 Personen zu Bekannten (2022:7). 14 Personen wurden in das Gesundheitssystem vermittelt (2022: 16). Die Integrationsquote betrug 23,9% Notunterkünfte verlassen Von den 72 (2022: 92 Personen), die bei Hilfebeginn oder bei Übernahme aus dem Vorjahr in einer Notunterkunft lebten, konnten 16 die Obdachlosigkeit überwinden, indem sie eine eigene Wohnung bezogen (3), zur Familie (zurück)-zogen (2) oder aber in eine Betreuungssituation (11) wechselten. 1 Person wurde in das Gesundheitssystem vermittelt. Die Integrationsquote betrug 23,6% (2022: 32 %) Von den 151 (2022: 139 Personen), die bei Hilfebeginn oder bei Übernahme aus dem Vorjahr bei Bekannten lebten, konnten 23 (2022:31) die Wohnungslosigkeit überwinden, indem sie eine eigene Wohnung bezogen: 12 (2022:17), zur Familie (zurück)- zogen: 2 (2022:1) oder aber in eine Betreuungssituation wechselten: 9 (2022: 13). Keine Person wurde in das Gesundheitssystem vermittelt. Die Integrationsquote betrug 15% (2022: 34 %) Die oben dargestellte Aufstellung legt nahe, den Fokus auf primäre Prävention von Wohnungslosigkeit zu legen, da mit fortschreitender Verfestigung der Exklusion die individuellen negativen Folgen für die Betroffenen zunehmen und die Chancen auf die Überwindung der Exklusion abnehmen. Primärprävention heißt, den nächsten Exklusionsschritt zu vermeiden. Die wirksamste Strategie ist die Verhinderung des Wohnungsverlustes.Seite 16 von 44 Ambulante Dienste 12 Auffällig ist, dass die Integrationsquote bei Personen aus der Obdachlosigkeit mit 23,9% etwas höher liegt als die bei Personen aus den Notunterkünften mit 23,6%. Notunterkünfte sind im Hilfesystem der Wohnungslosenhilfe oft die Endstation; ein Zustand, an dem dringend auf struktureller Ebene gehandelt werden muss. Die Überwindung der Wohnungslosigkeit ist im Einzelfall möglich, bedeutet aber, dass bei Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt die Überwindung der Wohnungslosigkeit für den Einen die Wohnungslosigkeit für den Anderen bedeutet. Ohne zusätzliches Wohnungsangebot, vor allem für Menschen, die auf dem üblichen Markt keine Chance haben, kann die Wohnungslosigkeit nicht abgebaut werden. Es bedarf gemeinnütziger Angebote, die menschenwürdigen Wohnraum für alle sicherstellt.Seite 17 von 44 Ambulante Dienste 13 Ambulante Wohnhilfen in Wohngemeinschaften Das Angebot der Wohngemeinschaften richtet sich an Männer, die ihren Lebensmittelpunkt in Bonn haben. Der Personenkreis benötigt langfristige aufsuchende Hilfen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit und zur Verhütung von Verschlimmerung. Dabei kommt die Integration in Normalwohnraum aufgrund von Vereinsamungs- und Verwahrlosungstendenzen zunächst nicht in Frage. Das Angebot des Betreuten Wohnens kommt nicht in Frage, weil die Personen nicht am Hilfeplanungsprozess teilnehmen wollen oder können. Die Hilfe ist zeitlich nicht befristet. Das Angebot ist eine Alternative zur Unterbringung in einer Sammelunterkunft. Die Wohngemeinschaften bieten den Bewohnern Anschlussmöglichkeiten an übliche Lebensvollzüge (d.h. an die ökonomische, soziale und kulturelle Umwelt). Durch situative Hilfen zur Alltagsbewältigung und sozialarbeiterische Begleitung wird dies gewährleistet. Das Ziel ist es, erneute Wohnungslosigkeit zu vermeiden. Die helfende Beziehung ist nach der Corona-Pandemie wieder uneingeschränkt möglich. Kontinuierlich wird mit den Bewohnern an einrichtungsspezifischen Verbesserungen gearbeitet. Dazu zählen z.B. die Garten-/Balkonpflege, kleinere Renovierungen der Zimmer und Verbesserungen der Ausstattung. So konnten die Bewohner einer Wohngemeinschaft im vergangenen Jahr eigene Tomaten ernten. Im Jahr 2023 wurden die ambulanten Wohnhilfen von 23 Männern in Anspruch genommen (2022: 26; 2021: 25). Das Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren. Die durchschnittliche Verweildauer aller Bewohner in den Wohngemeinschaften betrug knapp zwölf Jahre. Zwei Bewohner versuchten, eine andere Wohnung zu finden, doch hatten aufgrund des angespannten Wohnungsmarkts keinen Erfolg. Zwei Bewohner verfügten im Berichtsjahr über einen festen Arbeitsvertrag, bei weiteren zwei Bewohnern konnten mit der Unterstützung des Jobcenters Verträge nach §16i SGB II umgesetzt werden.Seite 18 von 44 Ambulante Dienste 14 Insgesamt erhielten 14 Bewohner Leistungen nach dem SGB II – teilweise als aufstockende Leistungen zum Erwerbseinkommen. Sieben Bewohner erhielten Rente und/oder aufstockende Leistungen nach dem SGB XII. Im Berichtsjahr wurden zwei Doppelzimmer durch jeweils eine Person belegt, um eine angemessene Unterkunftssituation zu ermöglichen, Konfliktpotenzial zu reduzieren und dem Wunsch nach Privatsphäre nachzukommen. In der Rolle als Zwischenmieter initiierte die Caritas Bonn einen intensiven Austausch mit den Eigentümern der Wohnobjekte mit der Zielsetzung, dort die Wohnqualität zu verbessern. Ambulante Wohnhilfen - Wohnhaus Kaiserstraße Die ambulante Wohnhilfe im Wohnhaus Kaiserstraße ist insbesondere auf die Bedürfnisse wohnungsloser Männer mit Suchterkrankungen und/oder psychischen Problemen ausgerichtet. Für viele Bewohner stellen die Organisation des Alltags und soziale Interaktionen hohe Anforderungen dar. Die besondere soziale Situation der Bewohner macht eine umfassende Unterstützung und Begleitung im Alltag notwendig, damit sie weitestgehend selbständig am Leben der Gesellschaft teilhaben können. Aufgrund von Doppeldiagnosen oder fehlenden Diagnosen kommen die Möglichkeiten der Hilfen nach dem BTHG i.d.R. vorerst nicht in Frage. Mit dem Hilfsangebot wird erneute Wohnungslosigkeit vermieden, sofern vorrangige Leistungen des Regelsystems nicht greifen. Das Wohnhaus Kaiserstraße ist die Alternative zur Sammelunterkunft für Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf, für die andere Hilfen nicht in Frage kommen. Im Wohnhaus Kaiserstraße wohnten im Berichtsjahr insgesamt 34 Männer (2022: 38). Sechs Bewohner konnten im Berichtsjahr neu aus stationären Einrichtungen, der Notübernachtung oder aus der Obdachlosigkeit und dem Leben auf der Straße heraus einen Mietvertrag unterschreiben und einziehen. Sechs Bewohner schlossen die Hilfe 2023 ab: Ein Bewohner konnte ein neues Zuhause in einem Pflegeheim finden, einSeite 19 von 44 Ambulante Dienste 15 Bewohner wechselte in eine Einrichtung für Suchtkranke nach dem BTHG. Die Bewohner wechselten somit in vorrangige Hilfen des Regelsystems. Vier Bewohner sind im Berichtsjahr verstorben. Die Verweildauer der Bewohner, die die Hilfe beendeten, betrug 7,6 Jahre (2022: 1,8 Jahre). Altersstruktur 2020 2021 2022 2023 18-29 Jahre 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 30-39 Jahre 0 0% 0 0% 1 3% 2 6% 40-49 Jahre 4 11% 3 8% 6 16% 6 18% 50-64 Jahre 22 61% 23 64% 21 55% 17 50% 65 Jahre und älter 10 28% 10 28% 10 26% 9 26% 36 100% 36 100% 38 100% 34 100 % Der Altersdurchschnitt der Bewohner betrug 58 Jahre. Mit ergänzender Hilfe durch einen Pflegedienst in Pflege/Hauswirtschaft/Soziale Betreuung wurden 12 Bewohner (2022:13; 2021: 13) unterstützt. Von einer gesetzlichen Betreuung wurden 14 Bewohner (2022:12; 2021:13) begleitet. Nahezu alle Bewohner nahmen hausärztliche Hilfen in Anspruch. Ein Bewohner konnte mit Unterstützung des Jobcenters in ein mehrwöchiges Praktikum in einem metallverarbeitenden Betrieb zur Arbeitserprobung vermittelt werden – die Arbeitsaufnahme soll zum Jahr 2024 erfolgen. Ein Bewohner bezog Einkommen durch Erwerbstätigkeit. Zwei Bewohner deckten alle Kosten zu Miete und Lebensunterhalt vollständig durch die erworbenen Rentenleistungen. Fünf Bewohner erhielten zu ihrer Rente noch Wohngeld. Bei insgesamt acht Bewohnern wurde das Renteneinkommen durch aufstockende Leistungen nach dem SGBII und SGBXII ergänzt. Insgesamt 18 Bewohner erhielten Leistungen nach dem SGBXII und dem SGBII. Das soziale Miteinander im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten und Festen konnte wieder hochgefahren werden.Seite 20 von 44 Ambulante Dienste 16 Hierzu wurde das Wohnumfeld in der Einrichtung mit den Bewohnern verschönert. Die während der Pandemie vorherrschende ToGo-Variante wurde von den Bewohnern nicht mehr eingefordert. Am gemeinsamen Osterfrühstück und dem Festessen an Heiligabend mit Live-Musik haben nahezu alle Bewohner teilgenommen. Die durch die Pandemie verstärkten Vereinsamungstendenzen scheinen verlangsamt und ein Leben mit Sozialkontakten scheint wieder möglich zu sein.Seite 21 von 44 Betreutes Wohnen 17 BETREUTES WOHNEN Im Jahr 2023 wurden 76 KlientInnen im Betreuten Wohnen betreut (2022: 72). Unter den 76 Personen waren neun Frauen. Von 16 Neuaufnahmen nutzten sechs im Vorfeld die stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII. Das Durchschnittsalter lag bei 49,5 Jahren (2022: 49,4 Jahre). Sieben Leistungsberechtigte fielen in die Zuständigkeit der Stadt Bonn, 69 in die Zuständigkeit des Landschaftsverbandes Rheinland. Insgesamt wurden 5.507 Dienstleistungsstunden abgerechnet (2022: 5.151,5). Ergebnisse 23 Nutzer*innen schlossen die Hilfe im Jahr 2023 ab. Die durchschnittliche Verweildauer der Beender*innen betrug 1.605 Tage (2022: 1.172 Tage). 17 Beender verblieben planmäßig in ihrem Wohnraum. Ein Beender hat die Hilfe abgebrochen und musste später wegen Mietrückständen im Rahmen eines Räumungsverfahrens die Wohnung verlassen. Zwei Beender wechselten zur Familie. Ein Beender wechselte in die stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII. Zwei Klienten sind im Berichtsjahr verstorben. Von den 76 Nutzer*innen waren 49 erwerbsfähig. Von diesen gingen im Berichtsjahr 33 einer Erwerbstätigkeit nach. Insgesamt entspricht dies einer Erwerbsquote von 67 % (2022: 44 %). Von den 33 erwerbstätigen Nutzer*innen waren 10 sozialversicherungspflichtig bei der Caritas Bonn beschäftigt. Hiervon vier, deren Erwerbstätigkeit über die Instrumente von § 16i SGB II/ § 16 e SGB II gefördert wurde. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich für die Zielgruppe verbessert. Die Erwerbstätigkeit löst zusätzliche Bedarfe im Betreuten Wohnen aus, da zusätzliche Anforderungen nach oftmals längerer Erwerblosigkeit in die Alltagsbewältigung integriert werden müssen. Gleichzeitig kannSeite 22 von 44 Betreutes Wohnen 18 die Erwerbstätigkeit die Hilfeprozesse im Betreuten Wohnen stabilisieren. Personelle Situation 2023 waren vier Sozialarbeiter*innen/ Sozialpädagog*innen im durchschnittlichen Umfang von 4,0 VK tätig. Schwerpunkt Wohnungsnot Alle Nutzer*innen lebten in einem Mietverhältnis. Hiervon 27 in Wohnraum, den die Caritas Bonn als Zwischenmieter angemietet hat oder als Eigentümer zur Verfügung stellte. Ohne dieses besondere Engagement der Caritas Bonn hätten diese Menschen im Zusammenhang mit dem Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt in Bonn keine Chance auf eine eigene Wohnung. Über die Aktivitäten der Bonner Offensive konnte im Berichtsjahr die Vernetzung in die Wohnungswirtschaft gestärkt werden. In diesem Zusammenhang konnten fünf Apartments angemietet werden. Die Apartments wurden dafür eingesetzt, die Durchlässigkeit zwischen stationärer Hilfe nach § 67 SGB XII und dem Betreuten Wohnen zu stärken. Schwerpunkt Vernetzung Das Betreute Wohnen ist vertreten in den Gremien unseres Spitzenverbandes, der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und in den Kooperationsgremien, die das Zusammenwirken von Polizei, Ordnungsamt und Sozialverbänden in der Bonner Innenstadt koordinieren. Schwerpunkt Qualitätsentwicklung 2023 wurde die Prozessqualität überarbeitet. Dabei wurden vier Teilprozesse identifiziert: Die situative Hilfe zur Existenzsicherung steht oftmals am Anfang des Hilfeprozesses. Der Prozess setzt bei den Defizitbedürfnissen an. Die Begleitung und Moderation zur Alltagsbewältigung fördern die helfende Beziehung und Wachstumsbedürfnisse. Die Entwicklung und die Umsetzung neuer Lebensperspektiven nehmen Bezug auf den Wunsch nach Selbstwirksamkeit. Die Ablösung sichert eine tragfähige Lebenssituation, die Teilhabe ermöglicht. Im Berichtsjahr wurden mehrere langjährige Hilfeprozesse mit gutem Ergebnis beendet. Trotz schwerwiegender individueller Probleme konnten Lebenssituationen erreicht werden, mit denen sich die Beender identifizieren, die sie verantworten können, weil sie sie nicht überfordern und aus der herausSeite 23 von 44 Betreutes Wohnen 19 Teilhabe an den üblichen gesellschaftlichen Lebensvollzügen möglich ist. Sinnvoll ist sicherlich, im Einzelfall den vollständigen Hilfeprozess hinsichtlich seiner erfolgskritischen Faktoren über die Leistungsgrenzen hinweg besser zu verstehen, um das Verständnis über die erfolgskritischen Aspekte noch weiter zu schärfen. Aus Sicht des Betreuten Wohnens fördern tragfähige Lebensperspektiven die Zuversicht, sich den Anforderungen des Alltags konstruktiv zu stellen.Seite 24 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 20 STATIONÄRE HILFE NACH § 67 SGB XII IM PRÄLAT-SCHLEICH-HAUS Im Prälat-Schleich-Haus stehen 84 Plätze für die stationäre Betreuung nach §§ 67 SGB XII zur Verfügung. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Männer. Zielgruppe 2023 nutzten 140 Bewohner die stationären Wohnhilfen im Prälat-Schleich-Haus (2022: 151). Dabei gab es 30.456 Belegungstage (2022: 30.874). Zur Aufnahme von Bewohnern wurden im Jahr 2023 139 (2022: 163) Infogespräche mit Interessenten geführt. 106 Interessenten kamen auf die Warteliste (2022: 126). Hiervon wurden 55 Bewohner in die stationären Wohnhilfen aufgenommen (2022: 66). Die neuaufgenommenen Bewohner gaben folgende Anlässe für die Wohnungslosigkeit an: 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Konflikte im Wohnumfeld 15 17 14 24 15 12 Mietschulden 12 10 7 1 4 10 Haftantritt 11 12 7 10 14 4 Familiäre Konflikte 11 19 23 12 12 6 Ortswechsel 4 7 8 2 2 0 Arbeitsplatzverlust 3 4 2 2 1 1 unbekannt 3 0 0 3 0 0 Krankheit 2 0 4 10 1 4 langjährig wohnungslos 1 6 14 5 10 16 Beendigung einer Betreuungsmaßnahme 1 3 2 6 7 2 Eigenbedarf 0 0 0 2 0 0 63 78 81 77 66 55 Bei den meisten Bewohnern spielten soziale Konfliktsituationen als Auslöser von Wohnungslosigkeit eine bedeutende Rolle. Neben den Anlässen, die in die Wohnungslosigkeit führten, brachten die Bewohner eine Vielzahl an weiteren individuellen Problemlagen mit, die im Einzelfall kumulieren, sichSeite 25 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 21 wechselseitig verstärken und zu sozialen Schwierigkeiten führen. Diese individuellen Exklusionsrisiken gilt es aufzuarbeiten, so dass die Teilhabe an den üblichen Lebensvollzügen (wieder) möglich wird. Anhand der nachfolgenden Darstellung lassen sich die Problemstellungen, die von den Bewohnern bei Aufnahme in die Einrichtung genannt werden, nachvollziehen (Mehrfachnennungen): 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100 % 100% 100 % 100 % Umgang mit Behörden 79% 95% 83% 91 % 95 % 98 % Ausbildung/Beruf/Arbeitslosigkeit 83% 86% 74% 78 % 85 % 78 % mangelnde materielle Absicherung 60% 77% 59% 60 % 52 % 47 % Überschuldung 72% 73% 73% 74 % 68 % 76 % soziale Beziehungen 77% 73% 69% 87 % 67 % 58 % soziale Isolation/Einsamkeit 66% 69% 57% 87 % 61 % 58 % Suchtproblematik 74% 64% 75% 74 % 80 % 65 % psychische Störungen 69% 53% 53% 71 % 71 % 71 % körperliche Erkrankung/Behinderung 38% 42% 44% 42 % 39 % 56 % Doppeldiagnose 54% 41% 47% 53 % 58 % 49 % Gewalterfahrung 23% 22% 17% 35 % 42 % 36 % Diskriminierungserfahrung 6% 12% 11% 6 % 9 % 5 % Lediglich vier Bewohner hatten bei der Aufnahme im Jahr 2023 weder eine Suchtproblematik noch eine psychische Störung oder eine körperliche Erkrankung bzw. Behinderung (2022: 3). Der Erfolg der Hilfe hängt i.d.R. davon ab, ob es gelingt, Krankheitseinsicht zu fördern, ein tragfähiges Behandlungssetting zu organisieren und im Einzelfall die Hilfen des vorrangigen BTHG zu erschließen. Besonders schwierig ist dies bei Menschen, die sowohl unter einer Suchterkrankung als auch einer psychischen Störung leiden (Doppeldiagnose). In Zusammenhang mit dem Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt, den hohen Zugangsschwellen zu Leistungen des BTHG und den oft nicht nachhaltig wirksamen Behandlungssettings ist zu befürchten, dass diese schwer erkrankte Personengruppe nachhaltig aus den üblichen Lebensvollzügen ausgegrenzt sein wird. Dabei ist es nicht akzeptabel, die Verantwortung für diese Entwicklung denSeite 26 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 22 erkrankten Menschen allein zuzuordnen. Auch die Hilfesysteme müssen sich fragen lassen, welche Qualitätsverbesserungen die Lebenschancen dieser oftmals schwer erkrankten Zielgruppe verbessern können. Personalsituation Siehe Qualitätsnachweis. Vernetzung und Kooperation Zielsetzung der nach dem Abklingen der Corona-Pandemie wiederauflebenden Vernetzung und Kooperationen ist die Verbesserung der Teilhabechancen der Bewohner. Mit dem Rückenwind der EU – Resolution zur Überwindung der Obdachlosigkeit könnte im Zusammenschluss der Träger der Wohnungslosenhilfe in Bonn und der Stadt Bonn ein strategischer Prozess angestoßen werden, nachhaltige strukturelle Verbesserungen herbeizuführen, um Wohnungslosigkeit zu überwinden. Am Tag der wohnungslosen Menschen wurde eine trägerübergreifende Kundgebung vor dem Bonner Rathaus mit dem Ziel initiiert, Obdachlosigkeit zu überwinden: „Trommeln für Teilhabe“. Besondere inhaltliche Aspekte Strukturelle Verbesserungen Zur Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Überwindung von Obdachlosigkeit wurde die „Bonner Offensive“ in den Räumouckeiten des Prälat-Schleich-Hauses eingerichtet: www.bonneroffensive.de/. Die Bonner Offensive wird strukturelle Verbesserungen mit dem Ziel der Überwindung von Wohnungslosigkeit entwickeln. Gemeinsam mit der Leitung des Sozialamtes der Stadt Bonn und dem Verein für Gefährdetenhilfe steuert die Einrichtungsleitung das Projekt. Wohnungsnot Mit Hilfe der Bonner Offensive konnte die Verbindung zur Wohnungswirtschaft gestärkt werden. Hierdurch konnte Wohnraum für die Bewohner der stationären Hilfen gewonnen werden. Modernisierung Brandschutz 2023 wurde die Modernisierung des Gebäudes und die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes fortgesetzt.Seite 27 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 23 Der Schwerpunkt 2023 lag in dem Umbau einer Wohngemeinschaft mit dem Ziel zusätzlicher Einzelzimmer. Statistik In der stationären Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII wurden 140 Bewohner betreut (2021: 151). 122 Bewohner waren deutsche Staatsbürger (2022: 127). Die folgenden Tabellen stellen die Altersstruktur und den Familienstand der betreuten Männer dar: Altersstruktur 2020 2021 2022 2023 18-29 Jahre 22 14% 26 16% 20 13% 13 9% 30-39 Jahre 28 17% 29 18% 26 17% 23 16% 40-49 Jahre 38 23% 41 25% 41 27% 33 24% 50-64 Jahre 58 36% 45 28% 46 30% 51 36% 65 Jahre und älter 16 10% 20 12% 18 12% 20 14% 162 100% 161 100% 151 100% 140 100% Die Altersstruktur hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nur unwesentlich verändert. Familienstand 2020 2021 2022 2023 geschieden 22 14 % 20 12,4% 19 13% 14 10% getrennt lebend 10 6 % 8 5,0% 4 3% 6 4% ledig 111 69 % 122 75,8% 123 81% 111 79% verheiratet 12 7 % 9 5,6% 3 2% 4 3% eingetragene Lebens- gemeinschaft 2 1 % 0 0,0% 0 0% 1 1% verwitwet 5 3 % 2 1,2% 2 1% 4 3% 162 100 % 161 100 % 151 100 % 140 100 % Nach wie vor sind die meisten Bewohner ledig. Deren Anteil ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.Seite 28 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 24 Schulausbildung 2020 2021 2022 2023 kein Eintrag/ sonstiges 0 0,0% 1 1% 3 2% 3 2% Gymnasium/ Fachhoch- schulreife 23 14% 24 15% 21 14% 22 16% Realschule/ Mittlere Reife 34 21% 39 24 % 36 24% 36 26% Hauptschule/ Volksschule 79 49% 72 45% 65 43% 49 35% Sonderschule 7 4% 7 4 % 10 7% 5 4% ohne Abschluss 19 12% 18 11% 16 11% 25 18% 162 100 % 162 100 % 151 100% 140 100% Die Verteilung der Bildungsabschlüsse hat sich geringfügig gegenüber den Vorjahren verändert. Ergebnisse der Hilfe Die durchschnittliche Verweildauer der 59 Beender betrug 528 Tage (2022: 335 Tage). Von ihnen wechselten… …20 in eine weiterführende Betreuungssituation, hiervon fünf in eine eigene Wohnung mit Betreutem Wohnen nach § 67 SGB XII, …sieben in eine eigene Wohnung ohne weitergehende Betreuung des Betreuten Wohnens, …vier in eine somatische oder psychiatrische Behandlungssituation, …drei zur Familie/Partnerin. Die Integrationsquote betrug somit 58 % (2022: 49 %; 2021: 42 %).Seite 29 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 25 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr Baumaßnahme fortsetzen 2023 gilt es, die Maßnahmen zum gebäudlichen Brandschutz fortzusetzen und das Gebäude in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen. Perspektivlosigkeit begegnen Die fehlenden Chancen am Wohnungsmarkt und der oft schwierige Zugang zu Hilfen nach dem BTHG erzeugen bei den Bewohnern Verunsicherung und Perspektivlosigkeit. Mit der Einrichtung der Geschäftsstelle besteht nun die Möglichkeit, den Schwierigkeiten, die der Teilhabe der Menschen mit Hilfebedarf nach § 67 SGB XII entgegenwirken, strukturell zu begegnen.Seite 30 von 44 Aenne-Mangold-Haus 26 AENNE-MANGOLD-HAUS Zielgruppe Das Aenne-Mangold-Haus ist eine gruppenorientierte stationäre Einrichtung der Wohnungslosenhilfe für junge Männer mit einem Aufnahmealter zwischen 18 und 25 Jahren, die einen Hilfebedarf im Sinne des § 67 SGB XII bzw. § 41SGB VIII haben. Die Kapazität der Einrichtung umfasst 19 Plätze in Einzelzimmern. Die Leistungen sind nach den Leistungstypen LT28 und LT30 definiert. Es wurden im Jahr 2023 51 (2022: 50) Informationsgespräche geplant und davon 33 (2022: 30) durchgeführt. Lediglich zwei Interessenten lehnten die Hilfe im Anschluss an ein Informationsgespräch ab. Gründe dafür waren ein zeitnaher Haftantritt sowie die teils lange Wartezeit bis zur Aufnahme. Insgesamt nahmen im Jahr 2023 34 junge Männer die Hilfe in der Einrichtung in Anspruch (2022: 35; 2021: 34). Im Berichtsjahr wurden 15 Bewohner aufgenommen. Hiervon nutzten 8 wegen akuter Obdachlosigkeit den Zugang über die existenzsichernden Hilfen der Wohnungslosenhilfe. Sie nutzten im Vorfeld der Aufnahme in das Aenne-Mangold- Haus die Angebote der Notübernachtungen, der Flüchtlings- oder Asylunterkunft sowie der stationären Hilfen nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus. Die Bewohner gaben bei Aufnahme in die Einrichtung folgende Problembereiche an (Mehrfachnennungen):Seite 31 von 44 Aenne-Mangold-Haus 27 Problembereiche 2020 2021 2022 2023 Umgang mit Behörden 100 % 100 % 100% 93% Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100% 100% Ausbildung/ Beruf/ Arbeitsplatz/ Arbeitslosigkeit 94 % 100 % 94% 86% Überschuldung 69 % 60 % 66% 53% mangelnde materielle Absicherung 69 % 33 % 54% 40% körperliche Erkrankung/ Behinderung 19 % 47 % 20% 33% psychische Störungen 69 % 67 % 66% 66% Suchtproblematik 50 % 67 % 43% 33% Gewalterfahrung 25 % 33 % 37% 26% Soziale Beziehungen 26% Diskriminierungserfahrung 0 % 0 % 3% 6% ausländerrechtliche Probleme 25 % 7 % 11% 20% Gewaltbereitschaft 25 % 7 % 29% 20% Soziale Isolation/ Einsamkeit 26% Doppeldiagnose 44 % 53 % 31% 33% Die dargestellte Statistik wurde im Berichtsjahr um zwei Problembereiche ergänzt sowie vorhandene Problembereiche genauer definiert. Um diese kenntlich zu machen, wurde eine kursive Schrift benutzt. Der Anlass für diese Ergänzung war unter anderem, den wichtigen Bereich „soziale Isolation/ Einsamkeit“ mit aufzuführen. Im Jahr 2023 gaben 26% der Bewohner bei Aufnahme an, unter sozialer Isolation zu leiden. Es zeigt sich, dass weiterhin mehr als 60% der im Jahr aufgenommenen Bewohner bei Aufnahme eine psychische Erkrankung angeben. Im Laufe der Betreuung zeigt sich, dass die Anzahl der Bewohner mit einer psychischen Erkrankung weiter zunimmt und viele Bewohner bei Aufnahme keine Krankheitseinsicht besitzen.Seite 32 von 44 Aenne-Mangold-Haus 28 Personalsituation Siehe Qualitätsnachweis. Besondere inhaltliche Aspekte Befragung zur Bewohnerzufriedenheit Nach einer Pausierung wurde im Jahr 2023 die Durchführung der Bewohnerzufriedenheitsumfrage erneut aufgenommen. Diese soll nun wie bereits in der Vergangenheit jährlich stattfinden, um das Angebot weiterhin gut auf die Bedarfe der jungen wohnungslosen Männer anzupassen. Soziale Teilhabe und Tagesstruktur Durch die Neubesetzung der Stelle „Fachkraft für soziale Teilhabe und Tagesstruktur“ zu Anfang des Berichtsjahres konnten viele neue Angebote für die Bewohner realisiert werden. Es fanden eine Vielzahl an Ausflügen und Unternehmungen statt, welche die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben der Bewohner förderte. Zusätzlich wurde das Kochangebot innerhalb der Einrichtung gestärkt, um eine gesunde Lebensführung zu unterstützen. Die Angebote nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohner anzulegen, gelang durch eine Abstimmung zwischen der o.g. Fachkraft und der Sozialarbeit. Durch die stattgefundenen freiwilligen Angebote konnten Bewohner eine verbesserte Tagesstruktur herstellen und sich in vielen Bereichen mit Unterstützung erproben. Ihnen wurde ein Raum geschaffen, in welchem Fehler oder Misserfolge erlaubt waren. Die dadurch verbesserte Tagesstruktur und die erfolgte Aktivierung der Bewohner stellten eine Unterstützung der Sozialarbeit dar. Personalveränderung und Leitungswechsel Ende Oktober schied die Einrichtungsleitung aus. Die stellvertretende Einrichtungsleitung nahm sich Anfang des Folgejahres dieser Position an und es wurde eine neue stellvertretende Einrichtungsleitung gefunden. Außerdem wurde im November zur Unterstützung der Fachkraft für soziale Teilhabe und Tagesstruktur und um den fehlenden Stellenanteil auszugleichen, ein weiterer Mitarbeiter mit einem geringen Stellenanteil eingestellt.Seite 33 von 44 Aenne-Mangold-Haus 29 Modernisierung Brandschutz Im Berichtsjahr wurden einige Modernisierungen vorgenommen. Der Garten wurde neugestaltet und ist von nun an teilweise ein Nutzgarten. Dies findet als gemeinsames Projekt mit den Bewohnern statt. Außerdem wurde ein Tischkicker angeschafft und es finden regelmäßig hausinterne Turniere statt. Es wurden weitere Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Unter anderem wurden Fluchtwegepläne im Treppenhaus angebracht, brandhemmende Vorhänge und Gardinen für die Bewohnerzimmer angeschafft sowie Fettbrandlöscher in den Küchen montiert. Die Renovierung und Sanierung des Treppenhauses sowie der Flure wurden im Berichtsjahr ebenfalls durchgeführt. Vernetzung und Kooperation Im Berichtsjahr konnten viele Kooperationen und Vernetzungen gestärkt werden. Es fanden gemeinsame Termine mit dem Jobcenter, der Abendrealschule, der GVP, dem Migrationsdienst, der LVR-Klinik Bonn, der Radstation und den Mitarbeitenden des Kooperationsprojektes Straßensozialarbeit statt. Anfang des Jahres wurde ein Kooperationstreffen zwischen dem Aenne-Mangold-Haus, dem VFG, Godesheim und den Streetworkern durchgeführt. Außerdem hat die Fachstelle für Suchtprävention das offene Angebot „Update“ im Aenne-Mangold-Haus angeboten. Mitte des Jahres wurde ein Workshop zum Thema „junge Wohnungslose“ unter Leitung des Aenne-Mangold-Hauses gemeinsam mit der Sachgebietsleitung der Jugendsozialarbeit der Stadt Bonn realisiert. Ziel war die Stärkung der Vernetzung sowie die Erarbeitung von Grenzen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Teilgenommen haben verschiedene Träger und Einrichtungen. Dazu zählten unter anderem die Gemeindepsychiatrie, Fachambulanz Sucht, das Kardinal-Galen-Haus, Bonner Offensive, das Kooperationsprojekt Straßensozialarbeit und der VFG. Hinzu kommt, dass Anfang sowie Mitte des Jahres zwei Teamnachmittage stattgefunden haben. Diese hatten das Ziel, die Tagesstruktur im Aenne-Mangold-Haus den Bedarfen der Bewohner besser anzupassen.Seite 34 von 44 Aenne-Mangold-Haus 30 Um die aufgebauten Kooperationen und Vernetzungen langfristig zu stärken sowie mehr junge wohnungslose Männer zu erreichen, konnten im Mai des Berichtsjahres Flyer erstellt und gedruckt werden. Statistik Im Aenne-Mangold-Haus wurden 2023 insgesamt 34 Bewohner betreut. Darunter hatten 27 Bewohner die deutsche Staatsbürgerschaft. Altersstruktur und Familienstand 2020 2021 2022 2023 18 – 20 Jahre 10 29 % 6 18 % 11 32 % 10 29 % 21 - 25 Jahre 19 54 % 22 64 % 20 57 % 22 65 % älter als 25 Jahre 6 17 % 6 18 % 4 11 % 2 6 % 35 100 % 34 100 % 35 100 % 34 100% 29 % der Bewohner waren unter 21 Jahre alt (2022: 32 %). Der Altersdurchschnitt lag bei 22,4 Jahren (2022: 22,0). Der Altersdurchschnitt der 15 Neuaufnahmen sank im Vergleich zum Vorjahr leicht ab, auf 21,5 Jahre (2022. 22,0). Alle 34 Bewohner waren zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme ledig.Seite 35 von 44 Aenne-Mangold-Haus 31 Schulausbildung 2020 2021 2022 2023 kein Eintrag/ sonstiges 1 2,9 % 1 2,9% 0 0% 0 0% Gymnasium/ Fachhochschulreife 1 2,9 % 1 2,9% 0 0% 1 2,9% Realschule/ Mittlere Reife 8 22,9 % 4 11,8% 6 17,1% 10 29,3% Hauptschule/ Volksschule 12 34,2 % 17 50% 14 40% 12 35,3% Sonderschule 1 2,9 % 2 5,9% 3 8,6% 3 8,8 ohne Abschluss 12 34,2 % 9 26,5% 12 34,3% 8 23,5 35 100 % 34 100 % 35 100% 34 100 % 100 % Die Schulausbildung der Bewohner war insgesamt betrachtet unterdurchschnittlich. Die Zahl der Bewohner, die über keinen Abschluss verfügten, ist im Vergleich zu den Vorjahren am niedrigsten. Lediglich acht Bewohner hatten bei Aufnahme keinen Schulabschluss. Im Vergleich zum Jahr 2022 war der Anteil der Bewohner mit einem Realschulabschluss höher. Kein Bewohner hatte eine Fachhochschulreife. Ergebnisse der Hilfe Von den 34 Bewohnern beendeten 15 im Berichtsjahr die Hilfe (2022: 16). Die durchschnittliche Verweildauer der Beender betrug 624 Tage (2022: 379). Wohnsituation Zum Ende der Hilfe ist es fünf Bewohnern gelungen, eine eigene Wohnung zu beziehen. Drei Bewohner zogen zurück zur Familie oder zum/r Partner/in. Ein Bewohner wechselte in eine weitere Betreuungseinrichtung. Damit beträgt die Integrationsquote 60,0 % (2022: 62,5 %). Die Integrationsquote beinhaltet Auszüge in die eigene Wohnung, zur Familie oder Partner/in oder in weiterführende Hilfen.Seite 36 von 44 Aenne-Mangold-Haus 32 Die fehlende Chance auf menschenwürdiges Wohnen im Anschluss an den Aufenthalt wirkt sich hilfeverhindernd aus. Die realistische Perspektive, eine Wohnung und eine sichere Arbeit zu finden, fehlt. Ebenso ist die Wartezeit für vorrangige Hilfen mitunter sehr lange oder die Angebote der vorrangigen Hilfesysteme sind teilweise schwer zu ermöglichen. Einkommen Von den 15 Beendern bestritten bei Abschluss der Hilfe fünf ihren Lebensunterhalt über ein Erwerbseinkommen, neun über SGB II oder SGB III Leistungen. Ein Beender hatte aufgrund der Erwerbsunfähigkeit einen Anspruch auf SGB XII Leistungen. Alle Beender verfügten über einen gesicherten Lebensunterhalt. Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr Weiterentwicklung der Teamstruktur Durch erneute personelle Veränderung muss zunächst im Folgejahr eine tragfähige Struktur erarbeitet werden. Aufgaben müssen neu verteilt und dadurch Abläufe sichergestellt werden. Konzeptmodulation Bei der Auswertung der Problemlagen zeigte sich, dass der Anteil der Bewohner mit einer psychischen Störung seit 2020 weiterhin mindestens über 60% beträgt. Dieser hohe Anteil an psychischen Störungen der Bewohner macht erneut deutlich, dass Veränderungen innerhalb des Gesundheitssystems notwendig sind und gleichzeitig sich die Hilfe im Aenne- Mangold-Haus langfristig auf diese Veränderung einstellen muss. Der deutliche Anstieg der Verweildauer muss ebenfalls genau beobachtet werden. Hier muss hinterfragt werden, was die Gründe dafür waren und ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist. In der Vergangenheit konnte festgestellt werden, dass der Kontakt zu Interessenten in der Wartezeit in manchen Fällen verloren gegangen ist. Um dies zu verhindern und um bereits Hilfen vor Aufnahme anzubieten, ist im Folgejahr geplant, im Anschluss an Informationsgespräche einen Folgetermin zu vereinbaren.Seite 37 von 44 Aenne-Mangold-Haus 33 Modernisierung Für die Folgejahre gilt es, die Einrichtung weiter zu modernisieren. Die festgestellten Mängel der DGUV V3 Prüfung sollen im Folgejahr größtenteils behoben werden. Weitere Brandschutzmaßnahmen sollen vorangetrieben werden. Das Thema Arbeitssicherheit soll durch Begehungen gefördert werden. 2024 ist geplant, eine neue Telefonanlage zu installieren, wodurch alle Mitarbeitende mit mobilen Telefongeräten ausgestattet sind und die Erreichbarkeit, auch bei Hausrundgängen, sichergestellt werden soll. Teambuilding Mitte des Jahres fand ein Teamausflug statt, um den Zusammenhalt innerhalb des Teams zu stärken. Dies ist auch für das Folgejahr geplant. Fortgeführt werden sollen ebenfalls die regelmäßigen Supervisionstermine. Vernetzung Die intensivierten Vernetzungsstrukturen mit internen und externen Angeboten der Jugendhilfe, der Suchtkrankenhilfe, psychosozialen Hilfe sowie der Wohnungslosenhilfe sollen weiter verbessert werden. Hierzu soll die Arbeit der Bonner Offensive in Form von Unterstützung und Hilfe genutzt werden.Seite 38 von 44 Nachweise 34 NACHWEISE Stellenplan Ambulante Dienste Diplom Sozialarbeit/ Sozialpädagogik Betreuung Bewirtschaftung/ Hauswirtschaft Hauswirtschaftliche Hilfskraft - Wäscherei Pforte Verwaltung Hausmeister Reinigungskraft Summe Straßensozialarbeit/ Betreuung und Tagesstrukturierende Angebote 1,25 1,25 Tagesaufenthalt in der City-Station 3,7 0,5 4,2 Notübernachtung 0,38 0,5 0,5 0,14 0,63 2,15 Clearing 1,0 1,0 Fachberatung 3,0 0,5 3,5 Ambulante Wohnhilfe 1,52 1,0 0,5 3,02 Leitung 0,75 0,75 Gesamtbeschäftigungs- umfang in Vollzeitstellen 6,52 2,0 4,2 0,38 1,0 1,0 0,14 0,63 15,87Seite 39 von 44 Nachweise 35 Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus Strukturqualität Einrichtung: Prälat-Schleich-Haus, Thomastraße 36 und Heerstraße 185a, 53111 Bonn Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12, 53113 Bonn Berichtszeitraum: 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 Platzzahl der Einrichtung: 84 ab 2016 Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 99 % Betriebsnotwendige Anlagen Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen Anlagen eingetreten. Es sind folgende Änderungen eingetreten: Fertigstellung des Umbaus der ehemaligen Heimwerkstatt (Kapelle) zum Besprechungs- und Versammlungsraum Fachkonzeption Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten. Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem Stellen-Soll gültig am 31. Mai 2016. Leitung Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für Leitungsaufgaben wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 1,3 Stellen Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls. Betreuung Für den Betreuungsdienst wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 15,22 Stellen davon: 9,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik 1,0 Stelle für Anleitung, Unterstützung und Übernahme bei der täglichen Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich) 5,22 Stellen mit anderer Qualifikation: Betreuungsdienste Die Besetzung im Berichtszeitraum betrugSeite 40 von 44 Nachweise 36 100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/Sozialpädagogik 100% des Solls der Stellen für Anleitung etc. 100% des Solls der Stellen mit anderer Qualifikation Verwaltung Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 2,12 Stellen. Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls; zzgl. Fremdleistung. Sonstiges Personal Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 15,32 Stellen. 1,0 Stelle in der Funktion: Werkstattleitung 4,5 Stellen in der Funktion. Pforten-und Telefondienst 1,4 Stellen in der Funktion: Hausmeister 6,3 Stellen in der Funktion: Küche 0,75 Stellen in der Funktion: Wäsche 1,37 Stellen in der Funktion: Reinigung Hiervon sind 2,15 Stellen mit der Umstrukturierung der Notübernachtung den Ambulanten Diensten zugeordnet. Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Soll; zzgl. Fremdleistung. Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind. Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 41 von 44 Nachweise 37 Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus Einrichtung: Aenne-Mangold-Haus, Noeggerathstraße 10, 53111 Bonn Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12, 53113 Bonn Berichtszeitraum: 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 Platzzahl der Einrichtung: 19 Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 99 % Betriebsnotwendige Anlagen Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen Anlagen eingetreten. Es sind folgende Änderungen eingetreten: entfällt ab:_________ Veränderung:__________________ Fachkonzeption Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten. Es sind folgende Veränderungen eingetreten: entfällt _______________entfällt________________ Der LVR hat der Veränderung zugestimmt bisher nicht zugestimmt Die Veränderung befindet sich zurzeit in der Abstimmung mit dem LVR. _____________________ Der Nachweis der Qualität ist auf der Basis der Leistungs- und Prüfungsvereinbarung gültig ab__________(Stand___________) zu führen. Zutreffendes bitte ankreuzen Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem Stellen-Soll gültig ab 1999 (LVR). Leitung Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für Leitungsaufgaben wurde ab folgende Personalausstattung vereinbart:Seite 42 von 44 Nachweise 38 Betreuung Für den Betreuungsdienst wurde ab 1999 folgende Personalausstattung vereinbart: 4,0 Stellen davon: 3,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik (inklusive Leitungsfunktion) 1,0 Stellen für Anleitung, Unterstützung und Übernahme bei der täglichen Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich) Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/Sozialpädagogik 100% des Solls der Stellen für Anleitung etc. Verwaltung Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab 1999 folgende Personalausstattung vereinbart: 0,7 Stellen Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100 % des Solls; zzgl. Fremdleistung. Sonstiges Personal Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab 1999 folgende Personalausstattung vereinbart: 0,2 Stellen. Davon 0,2 Stellen Hausmeister Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls; zzgl. Fremdleistung. Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind. Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 43 von 44 Nachweise 39 Viele Menschen und Organisationen haben die Arbeit der Wohnungslosenhilfe im Laufe des Jahres unterstützt. Wir sagen allen ganz herzlich Danke! Das Team der Wohnungslosenhilfe Herausgeber und Autoren Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn Bilder Caritas Bonn Kontakt Gerhard Roden, Telefon: 0228 98532-0 E-Mail psh@caritas-bonn.de Internet www.caritas-bonn.de Stand 07/2024Seite 44 von 44
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:33 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de