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241471 · Beschlussvorlage

Quartierskonzept Combahnviertel - Bönnsche Viertel

Nummer
241471
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
24.09.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 30.10.2024 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 10.10.2024 Empfehlung
  3. Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz 06.11.2024 Anhörung
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Untergeordnet

  1. 241471-01 AA FDP-Änderungsantrag: Quartierskonzept Combahnviertel - Bönnsche Viertel Antrag zur Vorlage 241471
  2. 241471-02 Quartierskonzept Combahnviertel - Bönnsche Viertel

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Beschlussvorlage
öffentlich
241471
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Quartierskonzept Combahnviertel - Bönnsche
Viertel
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 10.10.2024 Empfehlung
Unterausschuss Denkmalschutz 06.11.2024 Anhörung
Bezirksvertretung Beuel 27.11.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, das Quartierskonzept Combahnviertel mit den
darin vorgeschlagenen Maßnahmen in einer Bürgerversammlung vorzustellen.
Im Anschluss an die Bürgerversammlung werden die Anregungen in das Kon-
zept eingearbeitet sowie die Ausgestaltung der Einzelmaßnahmen geprüft. Das
dann überarbeitete finale Konzept wird der Bezirksvertretung Beuel zur Be-
schlussfassung erneut vorgelegt.
Begründung
Mit dem Grundsatzbeschluss des Rates vom 9.6.2022 (DS 220946) wurde die
Verwaltung beauftragt einen Mitwirkungsprozess zu initiieren,
der Akteursbedürfnisse sichtbar machen, den gesamtgesellschaftlichen Dialog
fördern sowie die Akzeptanz für bereits beschlossene Konzepte sowie
ergänzende Bausteine für nachhaltige Wohnquartiere (Bönnsche Viertel)
erhöhen soll.
Aus den bisherigen Ergebnisse des Projektes Bönnsche Viertel (siehe u.a.
Ergebnisse Beteiligungsprozess Bönnsche Viertel DS 231857) wurden,
ergänzend zu bereits in Planung befindlichen Konzepten (z.B.
Parkraumkonzept Beuel-Zentrum), erste Maßnahmenvorschläge für eine
nachhaltige Mobilität in den beiden Modellquartieren Nordstadt und
Combahnviertel identifiziert. Auf Basis dieser Vorschläge wurde im Frühjahr
2024 das Planungsbüro IKS beauftragt für die Modellquartiere jeweils ein
Quartierskonzept zu entwickeln.
Im Rahmen des Quartierskonzeptes Combahnviertel sollen
Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die möglichst zeitnah und
kostengünstig umsetzbar sind und dabei möglichst großen Nutzen zur
Umsetzung der angestrebten Zielsetzung beitragen. Das Quartierskonzept
Combahnviertel ist in Anlage 1 angehängt.Seite 1 von 52
Seite 2
Darin enthalten ist die Übersicht über die Leitmaßnahmen (Kapitel 4.1), welche
zentrale Bausteine für die Umsetzung des Konzepts darstellen. Zu diesen
gehört insbesondere die Umsetzung der verkehrslenkenden Maßnahmen zur
Reduzierung von Durchgangsverkehr im Combahnviertel (z.B.
Einbahnstraßensystem). Darüber hinaus schlägt das Büro ergänzende
Bausteine vor, welche aus fachlicher Sicht eine sinnvolle Ergänzung der
Leitmaßnahmen darstellen.
Das vorliegende Konzept dient als Grundlage für die noch zu erstellende,
detaillierte Ausführungsplanung. Die Verwaltung wird zunächst eine
Bürgerversammlung durchführen. In dieser wird das Quartierskonzept
Combahnviertel vorgestellt und so die Möglichkeit für Vorschläge der
Anwohnenden bzgl. der Maßnahmen gegeben.
Die Maßnahmen werden der BV Beuel in einer gesonderten Vorlage nach
erfolgter Bürgerversammlung nochmal zum Beschluss vorgelegt.
Anlage/n
1 2024-09-17_Bericht Bönnsche Viertel_Combahnviertel (öffentlich)
2 2024_09_17_Kartenband Combahnviertel_klein (öffentlich)Seite 2 von 52
Bundesstadt Bonn
Quartierskonzept „Bönnsches
Viertel“ – Combahnviertel
BerichtSeite 3 von 52
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Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- I -
Bundesstadt Bonn
Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- Bericht -
Auftraggeber:in
Bundesstadt Bonn
Stadtplanungsamt
Berliner Platz 2
53111 Bonn
Auftragnehmer:in
IKS Mobilitätsplanung
UG (haftungsbeschränkt)
Universitätsplatz 12
34127 Kassel
0561 - 953 79-677
alexander.gardyan@iks-planung.de
www.iks-planung.de
Bearbeitung
Dipl.-Ing. Alexander Gardyan, M.Sc. (Projektleitung)
Hendrik Hartmann, B. Sc.
Jerome Busch, B.Sc.
Kassel, den 17. September 2024
© IKS Mobilitätsplanung, 2024
Geschäftsführende Gesellschafter:
Dipl.-Ing. Andreas Schmitz
Dipl.-Ing. Alexander Gardyan, M.Sc.Seite 5 von 52
Seite 6 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- III -
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung / Anlass .............................................................. 1
2 Bestandsanalyse ................................................................ 4
2.1 Vorhandene Planungen, Konzepte und Beteiligungsformate .............. 4
2.2 Konfliktfelder ................................................................................. 6
3 Zielsetzungen und Strategien ............................................. 8
4 Maßnahmenempfehlungen ............................................... 10
4.1 Leitmaßnahmen ............................................................................ 10
4.1.1 Einbahnstraßenregelungen .................................................................. 10
4.1.2 Neuaufteilung des Straßenraums ......................................................... 12
4.1.3 Umgestaltung der Kreuzungsbereiche.................................................. 16
4.2 Sonstige Maßnahmen ....................................................................18
4.2.1 Bevorrechtigung Bröltalbahnweg ......................................................... 18
4.2.2 Gehwegfläche Rheinaustraße ............................................................... 20
4.2.3 Graffitiflächen im Quartier.................................................................... 21
4.3 Abschätzungen der Verkehrsverlagerungen .....................................22
4.4 Öffentlichkeitsarbeit ......................................................................24
5 Evaluation / Umgang mit Hinweisen .................................. 26
6 Kostenschätzungen und Fördermöglichkeiten ................... 27
7 Fazit und Ausblick .............................................................31
8 Anhang ............................................................................33Seite 7 von 52
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Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 1 -
1 Einleitung / Anlass
Die Bundesstadt Bonn hat das Ingenieurbüro IKS Mobilitätsplanung beauftragt, Quar-
tierskonzepte zur Umsetzung der „Bönnschen Viertel“ in der Nordstadt und dem
Combahnviertel zu erarbeiten.
Gemäß des städtischen Klimaplans 2035 soll der Fuß- und Radverkehr gemeinsam bis
zum Jahr 2030 einen Anteil von 50 Prozent am Modal Split erreichen.1 Die Umsetzung
der „Bönnschen Viertel“ soll dabei einen Baustein zur Erreichung dieser
übergeordneten Zielsetzung darstellen und folgende Unterziele erreichen:
Ziel des Projekts ist es, die Anwohnenden schrittweise von Durchgangsverkehr und
Parkdruck zu entlasten, alternative Mobilitätsformen zu stärken und mit dem ge-
wonnenen Platz neue Möglichkeiten für Begegnung und soziale Teilhabe zu
schaffen.2
In diesem Rahmen sollen mit den Quartierskonzepten Handlungsempfehlungen ent-
wickelt werden, die möglichst zeitnah und kostengünstig umsetzbar sind und dabei
möglichst großen Nutzen zur Umsetzung der angestrebten Zielsetzung beitragen.
Grundlage bildet der Grundsatzbeschluss der Bundesstadt Bonn aus Juni 20223 und die
bereits stattgefundene umfangreiche Beteiligung der Bürger:innen, mit Workshops,
Befragungen und Aktionen in den Quartieren.
1 Bundesstadt Bonn; Band 1: Klimaplan 2035 für die Bundesstadt Bonn – Klimaneutralitäts-Strategie für
die Gesamt-Stadt Bonn. Bonn 2022, S. 170
2 Website Bundesstadt Bonn: https://bonn-macht-mit.de/beteiligungen/bonnsche-viertel [Zugriff:
15.07.2024]
3 Bundesstadt Bonn; Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen
Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel vom 09.06.2022. Bonn 2022Seite 9 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Untersuchungsgebiet: „Bönnsches Viertel“ Combahnviertel
Das Untersuchungsgebiet „Bönnsches Viertel“ Combahnviertel ist in Karte 1 dargestellt.
Das Quartier liegt auf der rechtsrheinischen Seite und grenzt mit der südlichen Begren-
zung an die Kennedybrücke, die Bonn Beuel auf direktem Weg mit der Innenstadt ver-
bindet. Südwestlich grenzt die Friedrich-Breuer-Straße an das Quartier an, die als Ge-
schäftsstraße die Funktion der Nahversorgung für das Combahnviertel übernimmt.
Karte 1: Untersuchungsgebiet
Das Combahnviertel ist ein nach DSchG NRW geschützter Denkmalbereich mit über-
wiegend gründerzeitlicher Bebauung. Entlang einzelner Straßen und Kreuzungen
(Combahnstraße, Kaiser-Konrad-Straße) besteht eine vielfältige Nutzungsmischung.
Ansonsten ist das Quartier durch den Uferbereich zum Rhein (Freizeitnutzung) und eine
Wohnnutzung geprägt.Seite 10 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 3 -
Durch die Nähe zur Bonner Innenstadt und der guten ÖPNV-Anbindung hat der Um-
weltverbund (Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV) bereits einen hohen Stellenwert im
Quartier.
Dennoch sind die öffentlichen Räume in vielen Straßen sichtbar auf den Kfz-Verkehr
ausgerichtet, mit breiten Fahrbahnen und Gehwegparken, was den Bewegungsraum für
alle anderen Verkehrsmittel oft beschneidet (vgl. Abbildung 1).
Abbildung 1: Impressionen aus dem Bonner CombahnviertelSeite 11 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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2 Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse wird auf Grundlage der vorangegangenen Untersuchungen und
dem Beteiligungsverfahren durchgeführt, ergänzt durch eigene Erhebungen und Ab-
stimmungen mit der Verwaltung.
2.1 Vorhandene Planungen, Konzepte und
Beteiligungsformate
Das Quartierskonzept für das Combahnviertel baut auf einer Vielzahl bestehender
Planungen, Konzepte und Beteiligungsformate auf. Die Wichtigsten sind nachfolgend
nach Aktualität aufgeführt:
▪ Parkraumkonzept Bonn Beuel-Zentrum (in Bearbeitung)4
▪ Erster Maßnahmenkatalog Bönnsche Viertel (Dezember 2023)5
▪ Mitwirkungsprozess Bönnsche Viertel (August 2023)6
▪ Verkehrserhebung Combahnviertel (März 2023)7
4 IKS Mobilitätsplanung; Parkraumkonzept Beuel-Zentrum. Kassel (in Bearbeitung)
5 Bundesstadt Bonn; Erster Maßnahmenkatalog – Bönnsche Viertel. Bonn 2023
6 Ifok GmbH; Mitwirkungsprozess „Bönnsche Viertel – Lebendige Räume für Menschen“. Düsseldorf
2023
7 VE-Kass Ingenieurgesellschaft; Verkehrserhebung Bonn. Köln 2023Seite 12 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Abbildung 2: Veranstaltungen im Rahmen der Beteiligung zu den Bönnschen Vierteln8
8 Bundesstadt Bonn; Ergebnisbericht Mitwirkungsprozess „Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für
Menschen“ vom 30.08.2023. Düsseldorf 2023 und Bundesstadt Bonn (2023);
https://www.bonn.de/themen-entdecken/verkehr-mobilitaet/boennsche-
viertel/index.php#&gid=1&pid=1 [Zugriff: 05.08.2024]Seite 13 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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2.2 Konfliktfelder
Für das „Bönnsche Viertel“ Combahnviertel wurden folgende vordringliche Konflikt-
felder identifiziert. Diese sind Karte 2 räumlich dargestellt:
Kfz-Durchgangsverkehr
Abschnitte der Professor-Neu-Allee, der Rheinaustraße, der Combahnstraße und der
Rheindorfer Straße werden von Kfz-Fahrer:innen als Abkürzungen durch das Quartier
genutzt, unter anderem als Umfahrung der Bundesstraße 56. Insbesondere die Zusatz-
verkehre der „Brückenumfahrung“ über die Rheinaustraße – Combahnstraße –
Professor-Neu-Allee schmälern die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit im
Quartier.
Gehwegparken / Aufteilung öffentlicher Raum
Entlang der Combahnstraße, der Kaiser-Konrad-Straße und Teilen der Rheinaustraße
entsprechen die Gehwegbreiten nicht den Anforderungen der gesamtstädtischen Park-
raumstrategie von mindestens 1,50 m/ 1,80 m9, beziehungsweise den Anforderungen
an Barrierefreiheit. Insbesondere das Gehwegparken schränkt die nutzbaren
Gehwegbreiten stark ein, was für mobilitätseingeschränkte Personen oder Menschen
mit Kinderwagen ein Hindernis darstellt und die Barrierefreiheit verhindert.
Im Bestand finden sich zudem viele wild abgestellte Fahrräder im Seitenraum, was teil-
weise die Barrierefreiheit einschränkt und auf einen Bedarf nach zusätzlichen Fahrrad-
abstellanlagen hinweist. Auch finden sich abseits des Rheinufers nur wenige Grünflä-
chen im Quartier.
Überdimensionierte Kreuzungsbereiche
Viele Kreuzungsbereiche im Combahnviertel sind im Bestand übermäßig breit dimen-
sioniert. Dies kann zu hohen Abbiegegeschwindigkeiten von Kfz führen und somit die
Verkehrssicherheit für andere Verkehrsteilnehmer:innen beeinträchtigen. Gleichzeitig
erhöhen sich durch die breiten Fahrbahnen die Wege für Fußgänger:innen und Sichtbe-
ziehungen sind durch parkende Kfz eingeschränkt, worunter die Barrierefreiheit leidet.
9 Vgl. Stadt Bonn; Beschlussauszug Sitzung des Rates: Zielbeschluss zur gesamtstädtischen
Parkraumstrategie vom 10.02.2022. Bonn 2022Seite 14 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Fehlende Bevorrechtigung des Radverkehrs
Der Bröltalbahnweg durchquert das gesamte nördliche Combahnviertel und bietet eine
Verbindung für den Fuß- und Radverkehr abseits des Kfz-Verkehrs. Alle Knotenpunkte
im Combahnviertel sind bevorrechtigt oder werden dementsprechend ausgebaut, bis
auf die Kreuzung mit der Rheindorfer Straße. Somit verringert die Vorfahrtsregelung an
der Rheindorfer Straße die Qualität des gemeinsamen Bröltalbahnweges und bildet
eine Barriere zur Anbindung der Fahrradstraße Rheindorfer Straße entlang der Ufer-
linie.
Karte 2: Relevante Konfliktfelder in dem „Bönnschen Viertel“ CombahnviertelSeite 15 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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3 Zielsetzungen und Strategien
Durch das vorangegangene Verfahren und die ergänzenden Untersuchungen wurden
folgende primären Zielsetzungen für das Quartierskonzept definiert:
▪ Aufenthaltsqualität steigern und nachhaltige Quartiersentwicklung fördern
▪ Barrierefreie Gehwege anbieten
▪ Komfortable und sichere Radverbindungen entwickeln
▪ Kfz-Durchgangsverkehr verhindern
Diese übergeordneten Zielsetzungen sollen mit Hilfe folgender strategischer Ansätze in
die Umsetzung überführt werden:
Integrierte Planung
Das Konzept setzt auf einen integrierten Ansatz mit besonderer Berücksichtigung ver-
kehrstechnischer Ansprüche in Kombination mit den Anforderungen der Nutzer:innen
an die Straße als öffentlichen Raum. So wird gewährleistet, dass Maßnahmen nicht
allein auf einzelne Verkehrsmitteln ausgerichtet sind, sondern die Entwicklung der Mo-
bilität und der Aufenthaltsqualität in der Gesamtheit fördern.
Straßenraum als öffentlichen Raum entwickeln
Der öffentliche Straßenraum sollte mit der Zielsetzung entwickelt werden, die Ge-
schäftsbereiche und alltäglichen Zielorte zu attraktivieren und gesundes Wohnen mit
einer hohen Lebensqualität zu fördern. Dementsprechend sollten auch die verkehrli-
chen Regelungen an hohen Anforderungen an Aufenthaltsqualität und Städtebau aus-
gerichtet werden, um den Standort im gesamten zu stärken.
Fahrbahnen, Seitenräume und Platzflächen sollen insbesondere Zufußgehenden und
Radfahrenden sichere und komfortable Bewegung sowie Verweilen ermöglichen. Die
Straßenräume sollen barrierefrei gestaltet sein, dass sich auch Kinder und mobilitäts-
eingeschränkte Menschen dort eigenständig und sicher bewegen können.Seite 16 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Schnelle Umsetzung initiieren
Um möglichst kurzfristige und sichtbare Erfolge zu erzielen, werden vorrangig Projekte
entwickelt, die auch in einem realistischen Kosten- und Zeitrahmen umgesetzt werden
können. Auf Grundlage von positiven Erfahrungen gelungener Projekte können dann
auch größere Projekte (mit höheren Baukosten und längeren Planungsphasen) ange-
gangen und diskutiert werden. Instrumente wie Verkehrsversuche oder Modellprojekte,
aber auch temporäre Lösungen, sollen gezielt zum Einsatz kommen.
Leitmaßnahmen bilden und umsetzen
Unter Berücksichtigung der genannten Punkte werden für das Combahnviertel Leit-
maßnahmen mit hohen Potenzialen zur Erreichung der Zielsetzung entwickelt. Durch
eine kompakte Umsetzung der Leitmaßnahmen (inhaltlich und zeitlich) kann das Po-
tenzial der Maßnahmen voll ausgeschöpft werden und eine hohe Qualitätssteigerung
erreicht werden.
Öffentlichkeitsarbeit weiterführen
Öffentlichkeitsarbeit ist ein entscheidender Baustein in der Mobilitätsplanung. Oft
werden Maßnahmen nicht akzeptiert oder sehr kritisch betrachtet, weil Informationen
fehlen und zum Beispiel Probleme oder erforderliche Kompromisse nicht kommuniziert
werden. Mit transparenten Darstellungen des Entscheidungsprozesses können solche
absehbaren Problematiken oft verhindert werden.
Hier sollte das bereits gestartete Beteiligungsverfahren auch bis zur Umsetzung weiter-
geführt werden, um Entscheidungsprozesse, Abläufe und besonders auch die ange-
strebten Ziele der Maßnahmen zu vermitteln. Nur so kann es auch gelingen, die positi-
ven Aspekte ausreichend zu beleuchten, ohne dass beispielsweise „der Entfall von weni-
gen Parkplätzen“ die Debatten dominiert.
Das Themenfeld Öffentlichkeitsarbeit ist dabei nicht auf eine Maßnahme beschränkt,
sondern soll als Maßnahmenbündel verstanden werden und begleitend zu sämtlichen
Maßnahmen mitgedacht, umgesetzt und angepasst werden.Seite 17 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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4 Maßnahmenempfehlungen
Die folgenden Maßnahmenempfehlungen wurden auf Grundlage der Bestandsanalyse,
des Beteiligungsverfahrens, der Zielsetzung und der Strategien entwickelt. Zur besse-
ren Beschlussfähigkeit des Konzeptes und mit Blick auf die Umsetzungsfähigkeit der
Einzelmaßnahmen, wurden in Absprache mit der Verwaltung „Leitmaßnahmen“ und
„Sonstige Maßnahmen“ identifiziert.
4.1 Leitmaßnahmen
Unter den Leitmaßnahmen ist das Maßnahmenbündel zusammengefasst, dem ein be-
sonders hohes Potenzial und Qualitätssteigerungen für das „Bönnsche Viertel“
Combahnviertel zugesprochen wird. Außerdem wird auch der Umsetzbarkeit eine hohe
Realisierungschance eingeräumt. Die Leitmaßnahmen sollten gemeinsam umgesetzt
werden, da diese Synergieeffekte besitzen und sich sonst die geplante Wirkung nicht
entfalten kann.
4.1.1 Einbahnstraßenregelungen
Um den Kfz-Durchgangsverkehr durch das Quartier einzudämmen und die Grundlage
für die Neuaufteilung des Straßenraumes zu legen (vgl. Kapitel 4.1.2 ab Seite 12), soll
der Kfz-Durchgangsverkehr mittels Einbahnstraßenregelungen und Abbiegegeboten
auf die angrenzende B56 verlagert werden. Die Regelungen sollen so umgesetzt wer-
den, dass bestehende Buslinien weiterhin verkehren können. Dazu sollten folgende
Anpassungen im Quartier vorgenommen werden (siehe Karte 3):
▪ Einrichtung von Einbahnstraßen mit Freigabe für den Radverkehr in Gegenrich-
tung: Combahnstraße (Fahrtrichtung Ost nach West; zwischen B56 und Rheinau-
straße; Kaiser-Konrad-Straße (Fahrtrichtung West nach Ost; zwischen Rheinau-
straße und B56)
▪ Anpassung LSA: Im Zuge der Umsetzung der Einbahnstraße in der Combahn-
straße sollte die Lichtsignalanlage am Knotenpunkt St. Augustiner Straße an die
neue Verkehrsführung angepasst werden. Weitere LSA-Anpassungen könnten
durch Veränderungen der Verkehrsströme erforderlich werden.
▪ Einrichtung vorgeschriebene Abbiegerichtung: Von-Sandt-Straße (Richtung
Kaiser-Konrad-Straße, Linksabbieger); Rheindorfer Straße (von Nord RichtungSeite 18 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Kaiser-Konrad-Straße, Linksabbieger – Linienverkehr frei); Rheindorfer Straße
(von Süd Richtung Kaiser-Konrad-Straße, Rechtsabbieger – Linienverkehr frei)
Karte 3: Erforderliche Anpassungen zur Einschränkung des Kfz-Durchgangsverkehrs
▪ Optional: Einrichtung einer „Unechten Einbahnstraße“: Aufstellung VZ 260
StVO (Durchfahrverbot Kfz) an der Rheinaustraße in Richtung Nord (Brückenunter-
führung), gegebenenfalls in Verbindung mit der Ergänzung Rechts- beziehungs-
weise Linksabbieger. Die Maßnahme ist optional ausgeführt, da zwar das Problem
der Brückenumfahrung effektiv gelöst wird, sie aber andererseits für zusätzlichen
Verkehr entlang der Friedrich-Breuer-Straße sorgt, wo zurzeit in einem
Verkehrsversuch die Verkehrsberuhigung der Straße angestrebt wird.10 Dieser
Zielkonflikt lässt sich im Rahmen des Quartierskonzepts nicht auflösen.
Gegebenenfalls müssten weiträumige Umfahrungen in Kauf genommen werden.
10 Bundesstadt Bonn: Test für geänderte Verkehrsführung in der Friedrich-Breuer-Straße,
https://www.bonn.de/pressemitteilungen/mai-2024/ab-juni-test-fuer-geaenderte-verkehrsfuehrung-in-
der-friedrich-breuer-strasse.php [Zugriff: 07.08.2024]Seite 19 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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4.1.2 Neuaufteilung des Straßenraums
Der Straßenraum im Combahnviertel ist im Bestand vielerorts durch ruhenden Kfz-
Verkehr dominiert. Insbesondere an Abschnitten mit Gehwegparken, wo sehr schmale
Restgehwegbreiten von teilweise unter 1,50 m verbleiben, führt das zu erheblichen
Einschränkungen des Fußverkehrs (Barrierefreiheit). Aber auch die Aufenthaltsqualität
im Quartier wird dadurch merkbar geschmälert. Verschärft wird das Problem durch
abgestellte Fahrräder im Seitenraum, die den Gehweg zusätzlich verengen.
Um zumindest entlang der relevanten Straßenräume mit Geschäftsbesatz im Quartier
die Barrierefreiheit zu verbessern und die Aufenthaltsqualität zu steigern, wird die Neu-
ordnung der Straßenräume in der Combahnstraße und der Kaiser-Konrad-Straße em-
pfohlen. Grundlage bildet die vorgesehene Einbahnstraßenregelung in den beiden
Straßen (vgl. Kapitel 4.1.1 ab Seite 10). Die Umgestaltung sollte zudem im bestehenden
Straßenraum ohne größere bauliche Maßnahmen umsetzbar sein. Ein musterhafter
Ausschnitt der Planung ist in Abbildung 3 dargestellt. Empfehlungen für die gesamten
Straßenräume sind dem Bericht beigefügt.
Abbildung 3: Grobplanung zur Neuaufteilung des Straßenraumes in der Combahnstraße (Ausschnitt)
Bestand
PlanungSeite 20 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Um die Straßenabschnitte gemäß den vielfältigen Anforderungen zu optimieren,
sollten folgende Anpassungen vorgenommen werden:
▪ Herstellung einer durchgängigen Fahrbahn (Einbahnstraße) von mindestens 3,50 m
Breite. Um die Fahrbahn optisch vom Seitenraum abzugrenzen, wird eine seitliche
weiße Markierung mittels Breitstrich empfohlen.
▪ Freigabe der Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung; Nutzung be-
stehender Ausfahrten als zusätzliche Ausweichflächen im Begegnungsfall. 11
▪ Einrichtung von einseitigen oder beidseitigen Multifunktionsstreifen. Als solche
wird ein Planungselement im Straßenraum beschrieben, in dem unterschiedliche
Nutzungen untergebracht werden können. Beispielsweise Kfz- oder Fahrradpar-
ken, Außengastronomie, Ladeeinrichtungen oder Sitz-/ Begrünungselemente12
(siehe auch Tabelle 1 auf Seite 15). Die Elemente zur Bespielung der Multifunktions-
streifen sind nach den Vorgaben der Bundesstadt Bonn auszugestalten.
Abbildung 4: Good-Practice-Beispiele zur Umnutzung ehemaliger Kfz-Parkplätze
11 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen für Radverkehrs-
anlagen (ERA). Köln 2010, S. 62
12 Vgl. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Ad-hoc-Arbeitspapier Ergänzen-
de Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06. Köln 2024, S. 8
Osnabrück, Domhof Freiburg, Turnseestraße
Dresden, Louisenstraße Berlin, BismarckstraßeSeite 21 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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▪ Ersatzlose Entfernung des Gehwegparkens zur Gewährleistung der Barrierefreiheit
und Verlagerung der Parkplätze auf die Fahrbahn oder Nutzung baulich angelegter
Parkstreifen (beziehungsweise in den Multifunktionsstreifen). Bei Abschnitten mit
verbleibenden einseitigem Parkstreifen wurde die Straßenseite so ausgewählt,
dass bei Beachtung der bestehenden Grundstücksein- und ausfahrten möglichst
viele Parkplätze erhalten werden können. Gleichzeitig wurde das Parken möglichst
rechtsseitig in Fahrtrichtung gelegt, um die Sicherheit des gegenläufigen Radver-
kehrs zu steigern.
Abbildung 5: Schnitt zur Neuaufteilung des Straßenraumes in der CombahnstraßeSeite 22 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Eine nicht abschließende Auswahl möglicher Gestaltungselemente des Multifunktions-
streifen ist in Tabelle 1 beschrieben.
Tabelle 1: Erläuterung möglicher Gestaltungselemente des Multifunktionsstreifens
Gestaltungselement Erläuterung Platzierung im Straßenraum
Querungsstelle
Vorgezogener Querungsbereich für
Fußgänger:innen. Wird mit
Weißmarkierung und Sinnbild
Fußgänger markiert, Bord sollte
abgesenkt werden.
Kann beispielsweise in der Mitte des
eines Straßenabschnittes platziert
werden, um eine zusätzliche Querung
abseits der Kreuzungen zu ermögli-
chen.
Fahrradparken
Aufstellung von Fahrradbügeln zur
Ordnung des Fahrradparkens. Je nach
Platzverfügbarkeit quer oder
senkrecht zur Fahrbahn anzubringen.
Insbesondere nach Kreuzungsberei-
chen (5/8m-Einmündungsbereich),
um widerrechtliches Parken zu unter-
binden. Zudem vor Querungsstellen,
um die Sichtfelder freizuhalten.
Aufenthalt /
Begrünung
Aufenthaltsmodule (Parklets) in
Kombination mit Pflanzmodulen zur
Steigerung der Aufenthaltsqualität
und Begrünung des Straßenraums.
Nach Möglichkeit in der Nähe von
Baumstandorten, um auch bei heißen
Temperaturen einen angenehmen
Aufenthalt zu ermöglichen. Mittelfris-
tig Erweiterung der Baumscheiben
denkbar.
Ausweichfläche
Radverkehr /
Ausfahrten
Freihaltung der Ein- und Ausfahrten
von privaten Grundstücken mit
gleichzeitigem Nutzen als Ausweich-
flächen für Radverkehr, der entgegen
der Einbahnstraße fährt.13
Markierungslösung (Zick-Zack-Mar-
kierung, Fahrradsymbol) sollte ver-
waltungsintern geprüft werden.
Insbesondere entlang der
bestehenden Ein- und Ausfahrten von
privaten Grundstücken entlang der
einzelnen Straßenabschnitte.
Parken
Parkplätze für private Kfz, die ent-
sprechend der geltenden Vorgaben
abgestellt werden können. Parkplätze
sollten zur Verdeutlichung und zur
besseren Kontrollierbarkeit
abmarkiert werden.
Möglichst hohe Beibehaltung der
aktuellen Parkmöglichkeiten bei
gleichzeitiger Sicherstellung der
notwendigen Fußwegbreiten und der
bestehenden Ein- und Ausfahrten.
13 Vgl.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen für Radverkehrs-
anlagen (ERA). Köln 2010, S. 62Seite 23 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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4.1.3 Umgestaltung der Kreuzungsbereiche
Im Combahnviertel bestehen mehrere überdimensionierte Kreuzungsbereiche, die er-
hebliche Nachteile für den Fußverkehr mit sich bringen (zum Beispiel längere Que-
rungswege, schlechte Sichtbeziehungen, schnellere Kfz-Abbiegevorgänge).
Um diese Straßenräume sicherer zu gestalten und die Seitenräume aufzuwerten, soll-
ten die Fahrbahnen im Kreuzungsbereich mittels Markierungen auf das erforderliche
Minimum reduziert werden. Bei Umsetzung der Maßnahme sollten die Anforderungen
durch mobilitätseingeschränkte Menschen (Nullabsenkung, taktile Leitsysteme) nach
Möglichkeit berücksichtigt werden. Die erste Fläche nach dem 5m-Einmündungsbe-
reich sollte stets mit Fahrradbügeln (oder vergleichbaren Elementen) belegt werden. In
Abbildung 6 sind beispielhafte Verbreiterungsreserven für den Seitenraum im beste-
henden Straßenraum für zwei Kreuzungen dargestellt.
Abbildung 6: Empfohlene Umgestaltung der Kreuzungsbereiche in der Combahnstraße (links) und der
Kaiser-Konrad-Straße (rechts)
Sollten die Markierungen nicht ausreichen und zum Beispiel weiterhin illegal im 5m-Ein-
mündungsbereich geparkt werden, könnten dort zusätzlich Poller oder Klebeborde
platziert werden. Damit orientiert sich die Planung und Markierung am empfohlenen
Vorgehen der AGFS NRW.14 Die Umsetzungsempfehlungen können auch auf weitere
Kreuzungsbereiche entlang der Kaiser-Konrad-Straße und der Combahnstraße über-
tragen werden.
14 Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-
Westfalen (AGFS NRW); Leitfaden Sofortmaßnahmen. Krefeld 2024, S. 36-37Seite 24 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Abbildung 7: Good-Practice-Beispiel für optimierte Kreuzungsbereiche
Insbesondere auch die Gestaltung der Einfahrt von der B56 in die Combahnstraße führt
zu schnellen Einfahrten durch den Kfz-Verkehr. Um die Abbiegevorgänge zu verlang-
samen und die Querungswege für den Fußverkehr zu verkürzen, wird eine Vorziehung
des nördlichen Gehweges empfohlen. Gegebenenfalls können dort zusätzliche Fahrrad-
bügel installiert werden.
Abbildung 8: Empfohlene Umgestaltung der Kreuzungsbereiche in der Combahnstraße/ B56 mit
Übergang in den Multifunktionsstreifen
Durch die Einrichtung einer Einbahnstraße (vgl. Kapitel 4.1.1 ab Seite 10) kann zudem
ein Platzfläche auf der Südseite angelegt werden (Markierung oder Klebeborde). Hier-
bei sollte die Durchfahrt für den Radverkehr weiterhin möglich bleiben. Die bestehende
LSA kann die Ausfahrt des Radverkehrs auf die B56 ermöglichen, kann aber sicherlich in
der Signalsteuerung optimiert werden.
Freiburg, TurnseestraßeSeite 25 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 18 -
4.2 Sonstige Maßnahmen
Unter den „Sonstigen Maßnahmen“ sind Maßnahmenempfehlungen zusammenge-
fasst, die zwar ebenfalls relevante Konfliktfelder lösen und die Qualität im Quartier
steigern können, aber für die Wirksamkeit des Gesamtkonzeptes entbehrlich sind.
Somit kann auf die Umsetzung einzelner „Sonstiger Maßnahmen“ verzichtet werden,
sofern dies politisch gewünscht ist oder zur Zeit verkehrsrechtlich nicht darstellbar ist.
Die Umsetzung sämtlicher „Sonstiger Maßnahmen“ wird aus fachplanerischer Sicht
empfohlen.
4.2.1 Bevorrechtigung Bröltalbahnweg
Der Kreuzungsbereich an der Rheindorfer Straße stellt die einzige Querung des Bröltal-
bahnwegs im Combahnviertel dar, an welcher der Radverkehr nicht bevorrechtigt ist.
Zur Aufwertung der ehemaligen Bahntrasse, sollte dem Radverkehr auch an der Rhein-
dorfer Straße Vorrang eingeräumt werden.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass Linienbusverkehr entlang der Rheindorfer
Straße fährt und sich die Haltestellen unmittelbar vor beziehungsweise nach der Que-
rungsstelle befinden. Die Maßnahme sollte daher eher geringe Auswirkungen auf die
Betriebsqualität des ÖPNV haben, da die Fahrgeschwindigkeit nur wenig beeinträchtigt
wird und in der Regel auch kein zusätzlicher Stopp erforderlich sein wird.
Der Vorrang könnte, wie an anderen Querungsstellen, mittels Aufpflasterung und
durchgängigem Bord hergestellt werden. Aus Kostengründen und möglichen Proble-
men mit dem überfahrenden Busverkehr (Aufsetzen, Komfortverlust für die Fahrgäste)
könnte an der Rheindorfer Straße eine abweichende Lösung ohne Aufpflasterung um-
gesetzt werden (siehe Abbildung 9).
Um die Querungsstelle gemäß der vielfältigen Anforderungen zu optimieren, sollten
folgende Anpassungen vorgenommen werden. Die Planung orientiert sich am Leitfa-
den der AGFS NRW15 und den Hessischen Qualitätsstandards und Musterlösungen.16
15 Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-
Westfalen (AGFS NRW); Leitfaden Sofortmaßnahmen. Krefeld 2024, QSR 04B
16 Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen; Qualitätsstandards und
Musterlösungen. Wiesbaden 2020, S. 141-142Seite 26 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 19 -
▪ Anlage von Elementen zur Fahrbahnverengung (verbleibende Fahrbahnbreite von
4,50 m), um die Querungsstelle zu verdeutlichen und die Fahrgeschwindigkeiten zu
senken.17
▪ Rotmarkierung der Querungsstelle. Ergänzt durch das Piktogramm „Fahrrad“ und
„Kreuzender Radverkehr von links und rechts“.
▪ Aufstellen der Beschilderung VZ 301 StVO (Vorfahrt) am Bröltalbahnweg.
Gegebenenfalls ergänzt durch ein Zusatzzeichen „Fußverkehr beachten“, um den
Fußverkehr auf dem zu kreuzenden Gehweg zu schützen.
▪ Aufstellen der Beschilderung VZ 205 StVO (Vorfahrt gewähren) in Verbindung mit
dem Zusatzzeichen 1000-32StVO (Kreuzender Radverkehr von links und rechts) an
der Rheindorfer Straße. Ergänzend sollten Haltelinien und das Zeichen VZ 205
StVO auf der Fahrbahn markiert werden.
Abbildung 9: Musterplanung zur Bevorrechtigung des Bröltalbahnwegs an der Rheindorfer Straße
17 Im Rahmen von Geschwindigkeitsmessungen im Jahr 2024 wurden in diesem Bereich mehrfache
Geschwindigkeitsübertretungen registriert.Seite 27 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 20 -
4.2.2 Gehwegfläche Rheinaustraße
Entlang der Rheinaustraße nördlich der Combahnstraße fehlt einseitig ein baulich
angelegter Gehweg. Im Bestand wurde eine schmale Fläche der Fahrbahn vor den
Hauseingängen abmarkiert. Durch die Umgestaltung der Rheinaustraße als Fahrrad-
straße wurde das linksseitige Gehwegparken aufgehoben, Poller entlang des Seiten-
raumes entfernt und Bordabsenkungen ergänzt.
Um die Situation für den Fußverkehr kurzfristig zu verbessern, sollten Markierungen
mit dem Sinnbild Fußverkehr zu Beginn des Gehwegs und nach Kreuzungen markiert
werden. Zudem sollten die bestehenden Sperrmarkierungen entfernt und entlang des
markierten Gehwegs Klebeborde zum Schutz gegen illegales Parken und Befahren in-
stalliert werden. Um die Entwässerung weiter zu ermöglichen wäre es optional denk-
bar, einzelne Elemente „auf Lücke“ zu setzen, sodass Niederschlagswasser weiter ab-
fließen kann. Einfahrten sollten zusätzlich mit Zick-Zack-Markierungen verdeutlicht
werden. Die empfohlenen Änderungen sind in Abbildung 10 dargestellt.
Abbildung 10: Aufgeweiteter Gehweg in der Rheinaustraße
Mittelfristig sollte die Gehwegfläche aufgeweitet und baulich angelegt werden, auch da
die Fahrbahnbreite in Teilen der Rheinaustraße deutlich mehr als 4,50 m beträgt, die in
Bonn als Mindestbreite für Fahrradstraßen festgelegt wurde.Seite 28 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 21 -
4.2.3 Graffitiflächen im Quartier
Um die Aufenthaltsqualität im Quartier weiter zu verbessern, die Identifizierung der Be-
wohner:innen mit dem Combahnviertel zu erhöhen und auch andere Zielgruppen in die
Quartierentwicklung miteinzubeziehen, wird empfohlen an ausgewählten Standorten
öffentlich nutzbare Flächen für legale Graffiti bereitzustellen.
Die Maßnahmen basieren auf den Ergebnissen der Bürger:innenbeteiligung.
Abbildung 11: Good-Practice-Beispiele zur künstlerischen Gestaltung ungenutzter Flächen
Zur weiteren Umsetzung bieten sich mehrere Flächen im Privatbesitz an. Identifiziert
wurden insbesondere Hauswände in Baulücken. Die Umsetzbarkeit muss im weiteren
Verlauf mit den Eigentümer:innen besprochen und abgestimmt werden. Die Listen mit
den unabgestimmten Vorschlägen finden sich in Tabelle 4 und Tabelle 5 im Anhang.
Nijmegen (NL), Laan van Oost-Indie Los Angeles (USA), Venice BeachSeite 29 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 22 -
4.3 Abschätzungen der Verkehrsverlagerungen
Unter Einbezug der Umsetzung sämtlicher Maßnahmenempfehlungen sind Änderun-
gen der Verkehrsströme und -mengen im Quartier absehbar. Da im Umfang der beste-
henden Grundlagendaten keine Verkehrsdaten zu Quell-, Ziel- und Durchgangsverkeh-
ren vorlagen, sind die erwarteten Auswirkungen anhand qualitativer Abschätzungen in
Karte 4 dargestellt. Dieser Abschätzung der erwarteten Verkehrsverlagerungen liegen
folgende Annahmen zu Grunde:
▪ In der Professor-Neu-Allee wird damit gerechnet, dass sich zur Umfahrung der
Ampeln Verkehre der B56 auf die Combahnstraße verlagern könnten, die dann
über die Professor-Neu-Allee wieder auf die Bundesstraße auffahren könnten.
Aufgrund gesteigerter Verkehrswiderstände (Änderung der Straßenraumgestal-
tung) wird dennoch eine leichte Reduzierung erwartet.
▪ Infolge der Sperrung der Brückenumfahrung (optionale unechte Einbahnstraße an
der Rheindorfer Straße) ist absehbar, dass sich der Kfz-Verkehr neue Wege im
Quartier sucht, auch abseits des Untersuchungsgebietes. Dies ist in der Karte ver-
einfacht dargestellt (leichte Erhöhung südlich des Untersuchungsgebietes). Die
Erhöhung der Kfz-Ströme auf der Friedrich-Breuer-Straße ist zudem abhängig von
der zukünftigen Gestaltung der Straße.
▪ Insgesamt ist gemäß der übergeordneten Zielsetzung zu beachten, dass Kfz-
Durchgangsverkehr möglichst auf Sammel- und Hauptverkehrsstraßen gebündelt
und aus dem Quartier herausgehalten werden soll. Aktuelle Forschungsergebnisse
legen nahe, dass sich das Kfz-Verkehrsaufkommen nach den Verkehrsberuhi-
gungen nicht komplett verlagert: Ein Teil des Kfz-Verkehrs „verpufft“, etwa durch
Umstieg auf andere Verkehrsmittel („traffic evaporation“). Die Menge dieses
Effekts wird auf etwa 15 bis 28 Prozent des Kfz-Verkehrsaufkommens geschätzt.18
▪ Falls die „unechte Einbahnstraße“ an der Rheindorfer Straße nicht eingerichtet
wird, kann das Verkehrskonzept dennoch umgesetzt werden. Trotz der höheren
erwarteten Kfz-Mengen auf der Combahnstraße ist entsprechend der vorliegenden
Daten mit Verkehrsmengen deutlich unter 300 Kfz/h zu rechnen.19 Für den Radver-
18 Deutsches Institut für Urbanistik (difu); Verkehrsberuhigung: Entlastung statt Kollaps! Berlin 2023, S. 10
19 VE-Kass Ingenieurgesellschaft; Verkehrserhebung Bonn. Köln 2023Seite 30 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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kehr entgegen der Einbahnstraße ist dem maßgeblichen Regelwerk zufolge damit
keine eigene Infrastruktur notwendig.20
Karte 4: Erwartete Auswirkungen auf die Kfz-Verkehrsflüsse
20 Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen für
Radverkehrsanlagen (ERA). Köln 2010, S. 62Seite 31 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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4.4 Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein bedeutsamer Bestandteil zur Umsetzung der „Bönn-
schen Viertel“. Ohne eine gute Information der Bürger:innen, in der in verständlichem
Maße die Zielsetzungen und die erhofften Effekte der vorzunehmenden Maßnahmen
erläutert werden, können sich schnell „negative“ Einzeldiskussionen bilden (zum Bei-
spiel zum Entfall einzelner Kfz-Parkplätze), welche die gesamten Maßnahmen negativ
besetzen.
Umso wichtiger ist es, bereits im Vorfeld der Umsetzungen entsprechende Beteili-
gungsformate zu nutzen, um die Projekte positiv zu besetzen. Die Grundlage bilden
dabei die bereits stattgefundenen Formate, deren Ergebnisse auch immer wieder
aufgenommen werden sollten (die Idee der „Bönnschen Viertel“ kommt aus der
Bevölkerung, die im Rahmen des Konzeptes nur in konkrete Maßnahmen überführt
wird).
Einbahnstraßenregelung
Die Anwohner:innen des Combahnviertels sollten per Postwurfsendung über die
verkehrlichen Änderungen informiert werden, um nicht „plötzlich“ mit den neuen
Verkehrsführungen konfrontiert zu werden. Gleichzeitig sollte über wesentliche
Umsetzungsschritte per Pressemitteilung und in den sozialen Medien informiert
werden. Auch die digitale Verkehrsplanung sollte über die neuen Regelungen informiert
werden, um Navigationssystemen eine regelkonforme Navigation zu ermöglichen.
Neuaufteilung Straßenraum und Umgestaltung der Kreuzungs-
bereiche
Die Neuaufteilung des Straßenraums ist ein Baustein der optimierten Verkehrsführung
(Einbahnstraßensystem) und der Erreichung barrierefreier Seitenräume und sollte
entsprechend kommuniziert werden.
Insbesondere die Anwohner:innen sollten über den Entfall des Gehwegparkens, inklu-
sive der Gründe (beispielsweise Beschluss zur Parkraumstrategie) und erwarteten Ziele
(Barrierefreiheit), frühzeitig informiert werden. Die Funktion des Multifunktionsstrei-
fens sollte ebenfalls erläutert werden und die Vorteile, wie Flexibilität und vielfältige
Nutzungsmöglichkeiten, in den Vordergrund gerückt werden (nachhaltige NutzungSeite 32 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 25 -
bestehender Infrastruktur, höhere Aufenthaltsqualität, mehr Grünflächen, zusätzliche
Querungsmöglichkeiten).
Bevorrechtigung Bröltalbahnweg
Die Bevorrechtigung des Bröltalbahnwegs am Knotenpunkt Rheinaustraße stellt eine
Verbesserung für den Radverkehr auf dieser Relation dar. Um die Nutzer:innen über die
neue Verkehrsführung zu informieren, sollte diese bei Einführung über die klassischen
Medien und Social Media kommuniziert werden. Dafür sollten die städtischen Kanäle
genutzt werden. Gleichzeitig ist die zeitweise Aufstellung von Informationsplakaten
oder Bannern denkbar.
Zusätzlich sollten die Busfahrer:innen über die geänderte Vorfahrtsregelung informiert
werden.
Verbreiterter Gehweg Rheinaustraße
Die Herstellung einer Gehwegfläche im rechtsseitigen Bereich der Rheinaustraße stellt
eine Verbesserung der Situation für den Fußverkehr dar. Eine dementsprechende
Kommunikation der Maßnahme über die städtischen Kanäle ist daher empfehlenswert.
Zusätzlich kann so noch einmal über die Funktion der abmarkierten Fläche als Gehweg
informiert werden.
Graffitiflächen im Quartier
Um interessierte Künstler:innen, Vereine oder sonstige Interessenten über die neuen
Flächen zu informieren, sollten diese auf der entsprechenden Seite der Bundesstadt
Bonn publiziert werden und relevante Ansprechpartner:innen direkt informiert werden.
Im Rahmen der Erarbeitung des ersten Maßnahmenkatalogs für die „Bönnschen Vier-
tel“ wurde zudem eine Information zur Gestaltung an den Wänden selbst erwogen.21
21 Bundesstadt Bonn; Erster Maßnahmenkatalog – Bönnsche Viertel. Bonn 2023Seite 33 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 26 -
5 Evaluation / Umgang mit Hinweisen
Da die Umsetzung der „Bönnschen Viertel“ unter anderem darauf beruht, kostengüns-
tige und schnell umsetzbare Lösungen zu etablieren, können systembedingt nicht alle
Bereiche „perfekt“ geplant und umgesetzt werden (wie beispielsweise bei umfangrei-
chen, zeitintensiven und kostspieligen Planungen).
Vor diesem Hintergrund kann es erforderlich sein, nach Umsetzung Anpassungen und
Optimierungen im laufenden Betrieb vorzunehmen, um die bestmögliche Funktion zu
gewährleisten (beispielsweise kann es erforderlich sein, die Verkehrsführung leicht an-
zupassen oder zusätzliche Hinweise zu geänderten Verkehrsführungen aufzustellen).
Dieser Umstand wird weniger als Nachteil angesehen, sondern kann im Gegenteil dazu
führen, dass auf unvorhersehbare Entwicklungen ohne große Kosten und Aufwand
reagiert werden kann.
Hierzu ist es allerdings erforderlich, insbesondere direkt nach Umsetzung der Maßnah-
men die Situation vor Ort im Blick zu behalten (beispielsweise mittels Begehungen/ Be-
fahrungen) und Hinweise aus der Bevölkerung möglichst zeitnah ergebnisoffen zu prü-
fen. Auch die Anpassung der Maßnahmen sollte öffentlich kommuniziert werden, um
die Offenheit und Durchlässigkeit des Projektes zu betonen.Seite 34 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 27 -
6 Kostenschätzungen und
Fördermöglichkeiten
Zur Umsetzung der Maßnahmen stehen verschiedene Förder- und Finanzierungsmög-
lichkeiten zur Verfügung. Folgende bieten sich zur Umsetzung der „Bönnschen Viertel“
besonders an. Zudem wird eine Kostenschätzung vorgenommen, die auf öffentlich
verfügbaren Preisen und Erfahrungswerten vergleichbarer Projekte beruhen. Dabei ist
zu beachten, dass dies nur grobe Schätzungen sind, die in einer vertiefenden Planung
weiter konkretisiert werden müssen. Nachfolgend sind die relevanten Berechnungs-
grundlagen dargestellt, die für das Basisjahr 2024 angestellt wurden.
Tabelle 2: Berechnungsgrundlage Kostenschätzungen
Maßnahme Kostenschätzung
Verkehrsschild 300 € je Schild
Fahrradbügel 200 € je Bügel
Aufenthaltsmodul 20.000 € je Modul
Markierungen 15 € pro lfd. Meter
Piktogramm 400 € je Piktogramm
Poller 400 € je Poller
Klebebord 100 € pro lfd. Meter
Bei den nachfolgenden Fördermöglichkeiten ist zu berücksichtigen, dass sich die För-
derbedingungen kurzfristig ändern können. Diese sollten daher immer frühzeitig mit
dem Fördermittelgeber und dem Straßenbaulastträger abgestimmt werden. Grund-
sätzlich sind bei Ausbaumaßnahmen die anerkannten Regeln der Technik nach den
Veröffentlichungen der FGSV (teilweise auch nach E-Klima) zu beachten.
Um den bürokratischen Aufwand zur Antragstellung möglichst gering zu halten, könnte
eine Förderung für die Gesamtmaßnahme „Bönnsches Viertel – Nordstadt und
Combahnviertel“ über das Förderprogramm „Nachhaltige städtische Mobilität für alle“
in Betracht gezogen werden, auch um die erforderliche Bagatellgrenze zu erreichen:Seite 35 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 28 -
▪ Nachhaltige Städtische Mobilität für alle
Gefördert werden nachhaltige und vernetzte Mobilitätslösungen, unter anderem
verkehrsberuhigte und autoarme Zonen, sichere Fuß- und Radwege und weiteres.
Fördersatz: 80 Prozent
Bagatellgrenze: 200.000 €
Zuständigkeit & weitere Informationen: Örtliche Bezirksregierung22
Falls dies nicht möglich ist, könnte eine Förderung der Einzelmaßnahmen (gegebenen-
falls auch gebündelt) über folgende Förderprogramme erreicht werden. Die passenden
Fördermittel sind hinter den jeweiligen Fördermaßnahmen in Tabelle 3 auf Seite 30
noch einmal vermerkt.
▪ Förderrichtlinien Nahmobilität (FöRI-Nah)
Gefördert werden unter anderem Radverkehrsanlagen und Fußverkehrsanlagen (auch
nach Empfehlungen des Fußverkehrschecks) sowie Öffentlichkeitsarbeitsmaßnahmen.
Fördersatz: bis zu 90 Prozent
Bagatellgrenze: 20.000 € (Fahrradabstellanlagen und Öffentlichkeitsarbeit: 5.000 €)
Zuständigkeit & weitere Informationen: Örtliche Bezirksregierung23
22 Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen: Ministerialblatt,
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=7&vd_id=21456&ver=8&val=21456&sg=0&m
enu=0&vd_back=N
23 Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen: Ministerialblatt,
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=7&vd_id=21439&ver=8&val=21439&sg=0&me
nu=0&vd_back=NSeite 36 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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▪ Sonderprogramm „Stadt und Land“ (SuL)
Gefördert werden unter anderem der Neu-, Aus- und Umbau von Radwegen, Fahr-
radstraßen und -zonen, Radwegebrücken, Abstellanlagen/ Fahrradparkhäusern, sowie
die dafür erforderliche Planung im ländlichen Raum und in Ballungsräumen.
Fördersatz: 75 Prozent
Bagatellgrenze: 20.000 € (Planung, Konzepte und Öffentlichkeitsarbeit: 2.000 €)
Zuständigkeit & weitere Informationen: Bundesamt für Logistik und Mobilität
(BALM)24
▪ Förderinitiative Fußverkehr (FiF)
Gefördert werden investive und nicht investive Maßnahmen des Fußverkehrs, unter
anderem Umgestaltungen des Straßenraums, fußgängerfreundliche Querungsanlagen
und Maßnahmen zur Reduktion der Unfallgefahr.
Fördersatz: 75 Prozent
Bagatellgrenze: nicht bekannt
Zuständigkeit & weitere Informationen: Bundesamt für Logistik und Mobilität
(BALM)25
24 Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM): Radverkehr – Sonderprogramm Stadt und Land,
https://antrag.gbbmdv.bund.de/radverkehr-sonderprogramm-stadt-und-land-s-l-
25 Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM): Förderung des Fußverkehrs,
https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Foerderprogramme/Fussverkehr/Foerderung_
des_Fussverkehrs.pdf?__blob=publicationFile&v=2Seite 37 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
- 30 -
Tabelle 3: Kostenschätzung der Maßnahmen inklusive Überblick über Fördermöglichkeiten
Maßnahme Kapitel /
Seite Kostenschätzung Fördermöglichkeit
Leitmaßahmen
Einbahnstraßenregelung Kapitel 4.1.1
ab Seite 10 ca. 30.000 € ggf. FiF
Aufstellung Beschilderung ca. 15.000 €
Anpassung Lichtsignalanlage ca. 15.000 €
Neuaufteilung des Straßenraums Kapitel 4.1.2
ab Seite 12 ca. 740.000 € FiF / FöRI-Nah
Markierungskosten ca. 40.000 €
Fahrradbügel ca. 10.000 €
Aufenthaltsflächen ca. 680.000 €
Querungsstellen ca. 10.000 €
Umgestaltung
Kreuzungsbereiche
Kapitel 4.1.3
ab Seite 16 ca. 45.000 € FiF / FöRI-Nah
Markierung ca. 25.000 €
Fahrradbügel ca. 5.000 €
ggf. Installation Poller ca. 15.000 €
GESAMT LEITMAßNAHMEN ca. 815.000 €
davon möglicherweise förderfähig ca. 75-90 % ca. 615.000 €
Sonstige Maßnahmen
Bevorrechtigung Bröltalbahnweg Kapitel 4.2.1
ab Seite 18 ca. 15.000 € FöRI-Nah / SuL
Verbreiterung Gehweg
Rheinaustraße
Kapitel 4.2.2
ab Seite 20 ca. 15.000 € FiF
Graffitiflächen im Quartier Kapitel 4.2.3
ab Seite 21 nicht bezifferbar /
GESAMT SONSTIGE
MAßNAHMEN ca. 30.000 €
Davon möglicherweise förderfähig ca. 75-90 % ca. 20.000 €
Gesamtes Quartier
KOSTEN ca. 845.000 €
Davon möglicherweise förderfähig ca. 75-90 % ca. 635.000 €Seite 38 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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7 Fazit und Ausblick
Die Mobilität im „Bönnschen Viertel“ Combahnviertel ist bereits heute geprägt durch
eine vielfältige Verkehrsmittelwahl und unterschiedliche Anforderungen des Fuß- und
Radverkehrs, des ÖPNV und des Kfz-Verkehrs, einhergehend mit Zielkonflikten zur
Nutzung des begrenzten Straßenraumes.
Mit der Combahnstraße und der Kaiser-Konrad-Straße gibt es zwei Straßenzüge im
Quartier, deren Potenziale zur Steigerung der Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und
als Geschäftsstandorte offensichtlich sind. Entsprechend soll die Quartiersentwicklung
vorangetrieben und mittels alltagstauglichen Verkehrsregelungen gestützt werden.
In diesem Rahmen wurden, insbesondere unter Berücksichtigung der bereits im Vorfeld
stattgefundenen Beteiligungsformate, die Zielsetzungen verfolgt, barrierefreie Geh-
wege anzubieten, komfortable und sichere Radverbindungen zu entwickeln und den
Kfz-Durchgangsverkehr zu unterbinden.
Um den kurzfristigen Handlungsbedarf abzudecken, wurden Maßnahmenempfehlun-
gen entwickelt, die auch ohne größere Umbaumaßnahmen umsetzbar sind. Grundlage
war ein flexibler und ressourcensparender Umgang mit bestehender Infrastruktur, um
langlebige Infrastruktur an die sich deutlich schneller ändernden gesellschaftlichen An-
sprüche an den öffentlichen Raum anzupassen. In diesem Rahmen wurden unter ande-
rem Markierungs- und Beschilderungslösungen in den Fokus genommen.
Die entwickelten „Leitmaßnahmen“ werden bei vollständiger Umsetzung als geeigne-
tes Maßnahmenbündel betrachtet, um die Zielsetzung zu erreichen und trotzdem flexi-
bel in der konkreten Ausgestaltung zu bleiben und ein alltagstaugliches Quartier für
sämtliche Verkehrsmittel zu erhalten. Die Leitmaßnahmen sollten unbedingt gemein-
sam und vollständig beschlossen und umgesetzt werden, da diese Synergieeffekte be-
sitzen und sich nur bei vollständiger Umsetzung die erwarteten Wirkungen entfalten
können.
Die „Sonstigen Maßnahmen“ bilden eine wirksame Ergänzung dazu und können die
Qualität im Quartier zusätzlich steigern. Auf sie kann im Zweifel verzichtet oder eine
spätere Umsetzung angestrebt werden, sofern dies politisch gewünscht oder zurzeit
verkehrsrechtlich nicht darstellbar ist.Seite 39 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Die Umsetzung mindestens der Leitmaßnahmen sollte möglichst kurzfristig erfolgen
(innerhalb der nächsten 1-2 Jahre), um den umfangreichen Prozess der Bürgerbeteili-
gung nicht ins Leere führen zu lassen und Ergebnisse präsentieren zu können. Dies er-
scheint als Grundvoraussetzung, um mit den vorgesehenen Maßnahmen auch auf Ver-
ständnis und Zustimmung zu stoßen.
Das „Bönnsche Viertel“ Combahnviertel könnte mit erfolgreicher Umsetzung in diverser
Hinsicht als Modellquartier für die Ausweitung auf weitere Quartiere dienen und ein
Baustein zur Transformation innerstädtischer Quartiere mit mehr Aufenthalts- und
Lebensqualität werden.Seite 40 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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8 Anhang
Graffitiflächen
Tabelle 4: Mögliche Projektwände für gezielte Graffiti-Aktionen (Workshops, Ausschreibungen, etc.)
Von-Sandt-Straße 3 Freie Wandfläche Südseite
Rheindorfer Str. 13 Freie Wandfläche Südseite
Tabelle 5: Mögliche legale Wände für Graffiti („Hall of Fame“)
Von-Sandt-Straße 3 Freie Wandfläche Südseite
Zusätzliche Karten (im Kartenband zum Bericht)
▪ Grobplanung Combahnstraße
▪ Grobplanung Kaiser-Konrad-StraßeSeite 41 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Kartenverzeichnis
Karte 1: Untersuchungsgebiet .................................................................................................................... 2
Karte 2: Relevante Konfliktfelder in dem „Bönnschen Viertel“ Combahnviertel ........................................... 7
Karte 3: Erforderliche Anpassungen zur Einschränkung des Kfz-Durchgangsverkehrs ................................11
Karte 4: Erwartete Auswirkungen auf die Kfz-Verkehrsflüsse .................................................................... 23
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Impressionen aus dem Bonner Combahnviertel ...................................................................... 3
Abbildung 2: Veranstaltungen im Rahmen der Beteiligung zu den Bönnschen Vierteln ............................... 5
Abbildung 3: Grobplanung zur Neuaufteilung des Straßenraumes in der Combahnstraße (Ausschnitt) ..... 12
Abbildung 4: Good-Practice-Beispiele zur Umnutzung ehemaliger Kfz-Parkplätze.....................................13
Abbildung 5: Schnitt zur Neuaufteilung des Straßenraumes in der Combahnstraße .................................. 14
Abbildung 6: Empfohlene Umgestaltung der Kreuzungsbereiche in der Combahnstraße (links) und
der Kaiser-Konrad-Straße (rechts) ............................................................................................................ 16
Abbildung 7: Good-Practice-Beispiel für optimierte Kreuzungsbereiche ..................................................... 17
Abbildung 8: Empfohlene Umgestaltung der Kreuzungsbereiche in der Combahnstraße/ B56 mit
Übergang in den Multifunktionsstreifen ....................................................................................................17
Abbildung 9: Musterplanung zur Bevorrechtigung des Bröltalbahnwegs an der Rheindorfer Straße .......... 19
Abbildung 10: Aufgeweiteter Gehweg in der Rheinaustraße .................................................................... 20
Abbildung 11: Good-Practice-Beispiele zur künstlerischen Gestaltung ungenutzter Flächen...................... 21
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Erläuterung möglicher Gestaltungselemente des Multifunktionsstreifens ................................. 15
Tabelle 2: Berechnungsgrundlage Kostenschätzungen ............................................................................. 27
Tabelle 3: Kostenschätzung der Maßnahmen inklusive Überblick über Fördermöglichkeiten .................... 30
Tabelle 4: Mögliche Projektwände für gezielte Graffiti-Aktionen (Workshops, Ausschreibungen, etc.) .......33
Tabelle 5: Mögliche legale Wände für Graffiti („Hall of Fame“) ...................................................................33Seite 42 von 52
Bundesstadt Bonn: Quartierskonzept „Bönnsches Viertel“ – Combahnviertel
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Quellenangaben
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) Vom 26. Januar 2001 In der
Fassung vom 8. November 2021 (BAnz AT 15.11.2021 B1
Allgemeiner Deutscher Automobilclub (ADAC); Elternhaltestellen für Grundschulen. München 2022
Bundesstadt Bonn; Beschlussauszug Sitzung des Rates: Zielbeschluss zur gesamtstädtischen Parkraum-
strategie vom 10.02.2022. Bonn 2022
Bundesstadt Bonn; Erster Maßnahmenkatalog – Bönnsche Viertel. Bonn 2023
Bundesstadt Bonn; Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen
Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel vom 09.06.2022. Bonn 2022
Bundesstadt Bonn; Band 1: Klimaplan 2035 für die Bundesstadt Bonn – Klimaneutralitäts-Strategie für die
Gesamt-Stadt Bonn. Bonn 2022
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen für
Fußgängerverkehrsanlagen (EFA). Köln 2002
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen für Radverkehrsanlagen
(ERA). Köln 2010
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen zur Anlage des ruhenden
Verkehrs (EAR). Köln 2023
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Empfehlungen zur Anwendung und
Weiterentwicklung von FGSV-Veröffentlichungen im Bereich Verkehr zur Erreichung von
Klimaschutzzielen (E-Klima). Köln 2022
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Hinweise für barrierefreie Verkehrs-
anlagen (H BVA). Köln 2011
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Richtlinien für die Anlage von
Stadtstraßen (RASt). Köln 2006
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV); Ad-hoc-Arbeitspapier Ergänzende
Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06. Köln 2024
Ifok GmbH; Mitwirkungsprozess „Bönnsche Viertel – Lebendige Räume für Menschen“. Düsseldorf 2023
IKS Mobilitätsplanung; Parkraumkonzept Beuel-Zentrum. Kassel (in Bearbeitung)Straßenverkehrs-
Ordnung (StVO) vom 06. März 2013 in der Fassung vom 28. August 2023
VE-Kass Ingenieurgesellschaft; Verkehrserhebung Bonn. Köln 2022
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Universitätsplatz 12
34127 Kassel
info@iks-planung.de
www.iks-planung.deSeite 46 von 52
Universitätsplatz �� | ����� Kassel
info@iks-planung.de
Kartengrundlage:
OpenStreetMap (CC BY-SA)
Maßstab: �:����
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Bönnsche Viertel
Legende
Bröltalbahnweg Bröltalbahnweg
Karte 1: Untersuchungsgebiet Combahnviertel
Grenze des Untersuchungsgebietes
Einbahnstraßen
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Karte 2: Relevante Konfliktfelder in dem
„Bönnschen Viertel“ Combahnviertel
Stand: ��.��.����
Universitätsplatz �� | ����� Kassel
info@iks-planung.de
Kartengrundlage:
OpenStreetMap (CC BY-SA)
Maßstab: �:����
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Bönnsche Viertel
Legende
Bröltalbahnweg Bröltalbahnweg
Grenze des Untersuchungsgebietes
Einbahnstraßen
Relevante Buslinien
Bushaltestellen
Mischnutzung
Geschäftsstraße
Geplante Fahrradstraße
Relevante Konfliktfelder
Durchgangsverkehr
Gehwegparken
Überdimensionierte Kreuzungsbereiche
Keine Bevorrechtigung des Radverkehrs
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Universitätsplatz �� | ����� Kassel
info@iks-planung.de
Kartengrundlage:
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Bönnsche Viertel
Legende
Bröltalbahnweg Bröltalbahnweg
Stand: ��.��.����
Karte 3: Erforderliche Anpassungen zur
Einschränkung des Durchgangsverkehrs
Grenze des Untersuchungsgebietes
Einbahnstraßen: Bestand
Einbahnstraßen: neu
Änderung der vorgeschriebenen
Fahrtrichtung
Linienverkehr frei
Durchfahrt für KFZ verbotenSeite 49 von 52
Universitätsplatz �� | ����� Kassel
info@iks-planung.de
Kartengrundlage:
OpenStreetMap (CC BY-SA)
Maßstab: �:����
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Bönnsche Viertel
Legende
Bröltalbahnweg Bröltalbahnweg
Stand: ��.��.����
Karte 4: Erwartete Auswirkungen auf die
Kfz-Verkehrsflüsse
Umgestaltung Friedrich-Breuer-Str. beachten
Grenze des Untersuchungsgebietes
Einbahnstraßen: Bestand
Einbahnstraßen: neu (Empfohlen)
Änderung der vorgeschriebenen
Fahrtrichtung (Empfohlen)
Linienverkehr frei (Empfohlen)
Durchfahrt für KFZ verboten (Empfohlen)
Deutliche Reduzierung
Leichte Reduzierung
Keine Auswirkungen
Leichte Erhöhung
Deutliche Erhöhung
Verkehrsflüsse (erwartete Auswirkungen)Seite 50 von 52
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Universitätsplatz �� | ����� Kassel
info@iks-planung.de
Kartengrundlage:
Bundesstadt Bonn, Amt für Boden-
Management und Geoinformation
(CC-by-sa 4.0)
Bönnsche Viertel
Legende
Ausschnitt aus dem Geoportal
Gehweg
Querungsstelle
Fahrradparken
Aufenthalt / Begrünung
Ausweichfläche Radverkehr / Ausfahrten
Parken
Stand: ��.��.����M: �:���
Umgestaltung des Straßenraums
Combahnstraße
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Combahnstraße
Combahnstraße Combahnstraße
Combahnstraße Combahnstraße
Rathausstraße
Rheindorfer StraßeVon-Sandt-Straße
Professor-Neu-Allee
Rheinaustraße
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Universitätsplatz �� | ����� Kassel
info@iks-planung.de
Kartengrundlage:
Bundesstadt Bonn, Amt für Boden-
Management und Geoinformation
(CC-by-sa 4.0)
Bönnsche Viertel
Stand: ��.��.����M: �:���
Umgestaltung des Straßenraums
Kaiser-Konrad-Straße
Legende
Ausschnitt aus dem Geoportal
Gehweg
Querungsstelle
Fahrradparken
Aufenthalt / Begrünung
Ausweichfläche Radverkehr / Ausfahrten
Parken
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Kaiser-Konrad-Straße
Kaiser-Konrad-Straße Kaiser-Konrad-Straße
Kaiser-Konrad-Straße
Kaiser-Konrad-Straße
Kaiser-Konrad-Straße
Dunantstraße
Rathausstraße
Rheindorfer Straße
Von-Sandt-Straße
Professor-Neu-Allee
Rheinaustraße
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Datenstand: 03.11.2026, 00:36 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de