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241416 · Antrag

SPD-Liste im Integrationsrat - Antrag Gedenktafeln Hanau 2024

Nummer
241416
Art
Antrag
Veröffentlicht
13.08.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 13.08.2024
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 08.10.2024

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Integrationsrates 08.10.2024 Anregung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 62,8 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 241416-01 AA Änderungsantrag Gedenktafeln Hanau 2024
  2. 241416-02 N-Vorlage zum Antrag Gedenktafeln Hanau 2024
  3. 241416-03 AA Grüne-Änderungsantrag: Gedenktafeln Hanau 2024

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Text anzeigen (2.936 Zeichen)
Antrag
öffentlich
241416
Antragsteller/in:
SPD-Liste im Integrationsrat
13.08.2024
SPD-Liste im Integrationsrat - Antrag Gedenktafeln
Hanau 2024
Beratungsfolge
Integrationsrat 03.09.2024 Anregung
Inhalt des Antrags
Der Integrationsrat bittet die Bezirksvertretung Bonn, die Gedenktafeln für
Hanau an einem zentralen, sichtbaren, zugänglichen und repräsentativen Ort in
Bonn aufzustellen und den Beschluss über die geplante Aufstellung mit Blick
auf die Ortsauswahl im Quartier Westside/ Vogelsang aufzuheben. Das
Verfahren für den Gedenkort soll im weiteren Verlauf unter angemessenem
Einbezug der Opferfamilien und des Integrationsrats stattfinden.
Begründung
Am 19. Februar 2020 ermordete ein rechtsextremer Rassist neun junge
Menschen mit Migrationsgeschichte in Hanau. Dieser rechtsterroristische
Anschlag, die Opfer und deren Familien dürfen nie in Vergessenheit geraten
und bedeuten eine immerwährende Mahnung, Rassismus immer und überall
entschieden entgegenzutreten. Das Gedenken und Erinnern an Hanau ist
gerade in Anbetracht des aktuellen Erstarkens rechtsextremer Kräfte von
großer gesellschaftlicher Bedeutung.
Daher ist es wichtig und notwendig, Erinnerungsorte dafür zu schaffen. Diese
Orte sind ein sichtbares Symbol für eine offene und vielfältige
(Stadt-)Gesellschaft und ermöglichen den Menschen, die den Gedenkort
sehen, eine intensive Auseinandersetzung mit dem Geschehenen und der
Thematik. Um dies zu gewährleisten, sind diese Orte für gewöhnlich in einer
zentralen Lage, damit sie vielen Menschen zugänglich sind. Ein repräsentativer
Ort unterstreicht darüber hinaus die gesellschaftliche Relevanz des
Geschehenen, des Gedenkens und der Thematik. Die Gedenktafeln zu Hanau
in Bonn sollten daher an einem Ort stehen, der die Kriterien der Sichtbarkeit,
Zugänglichkeit und Repräsentation erfüllt und wenn möglich auch einen
inhaltlichen Bezug zur Thematik herstellt. Das Brassertufer könnte
beispielsweise für Bonn ein solcher angemessener Ort sein. Am Rhein sind
täglich viele Bonnerinnen und Bonner, aber auch viele Besucherinnen und
Besucher unserer Stadt unterwegs und kämen so in Kontakt mit den
Gedenktafeln. Die Erreichbarkeit, z.B. für Schulgruppen, wäre durch die Nähe
zur U-Bahn und zum Hauptbahnhof gegeben. Das Rheinufer mit dem Alten Zoll
ist darüber hinaus, auch historisch betrachtet, für Bonn ein bedeutender Ort.Seite 1 von 2
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Im weiteren Verfahren soll die Verwaltung daher Vorschläge entlang der
genannten Kriterien erarbeiten, die Opferfamilien in diesem Prozess
angemessen involvieren und den Integrationsrat als gewähltem Gremium der
Menschen mit Migrationsgeschichte einbeziehen, um auf diese Weise einen für
alle Seiten angemessenen Erinnerungsort in Bonn zu finden.
Das Gedenken an die rassistisch motivierte Gewalttat vom 19. Februar 2020
muss in unserer internationalen und von Vielfalt geprägten Stadt im wahrsten
Sinne einen zentralen Platz einnehmen.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 22:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de