241301 · Beschlussvorlage
Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg
Kerndaten
- Nummer
- 241301
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 02.09.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
Dateien
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Untergeordnet
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- Änderungsantrag SPD Bezirksfraktion: Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg Antrag zur Vorlage 241301
- CDU-Änderungsantrag: Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg Antrag zur Vorlage 241301
- Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg
- FDP-Änderungsantrag: Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg Antrag zur Vorlage 241301
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Beschlussvorlage öffentlich 241301 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 17.09.2024 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 18.09.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg nimmt das in der Anlage beige- fügte Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport für den Stadtbezirk Bad Godesberg zur Kenntnis. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Umsetzung der im Konzept aufge- führten Maßnahmen mit Blick auf ihre inhaltliche, zeitliche, finanzielle und personelle Umsetzbarkeit zu prüfen und das Ergebnis der Bezirks- vertretung vorzulegen. Begründung Im Leitbildprozess Bad Godesberg wurde als eines der Ergebnisse empfohlen, dass für den Stadtbezirk ein Konzept für die Bereiche Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport erarbeitet werden sollte, (DS-Nr.: 211222). Die Verwaltung hatte erfolgreich Fördermittel für die Erarbeitung des Konzeptes durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ eingeworben. Nach einer Ausschreibung hat die Verwaltung dem Institut dwif den Auftrag erteilt, dieses Konzept zu erstellen. Das Konzept wurde von Oktober 2023 bis Juni 2024 im Rahmen eines moderierten Prozesses und unter Berücksichtigung bereits vorhandener Konzepte und Strategien (z.B. Leitbild, ISEK Bad Godesberg, touristisches Leitbild der Stadt Bonn) erarbeitet. Im Laufe des Verfahrens haben mehr als 100 Akteur*innen sowie politische Vertreter*innen regelmäßig an den Beteiligungsveranstaltungen sowie an den beiden öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen. Besonders erfolgreich war die zusätzliche Online-Befragung („Bonn-macht-mit“) mit fast 900 Teilnehmenden. Das vorliegende Konzept formuliert auf der Basis einer fundierten Analyse die gemeinsame Vision und entsprechende Ziele für die zukünftige Entwicklung Bad Godesbergs. Drei Handlungsfelder und zugeordnete Schlüsselprojekte legen die kurz-, mittel- und langfristigen Aufgaben für die zielgerichteteSeite 1 von 46 Seite 2 Entwicklung fest. Herr Deckert und Frau Zehren vom Institut dwif stellen das Konzept in der Sitzung vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Anlage/n 1 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg_Endbericht (öffentlich)Seite 2 von 46 Abschlussbericht KONZEPT TOURISMUS, KULTUR, FREIZEIT, SPORT FÜR BAD GODESBERG Bild: PixabaySeite 3 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 2 KONZEPT TOURISMUS, KULTUR, FREIZEIT, SPORT FÜR BAD GODESBERG ABSCHLUSSBERICHT Ihre Ansprechpartner*innen MICHAEL DECKERT HANNAH ZEHREN Senior Consultant m.deckert@dwif.de Tel. +49(0)30 / 757 94 9-21 Junior Consultant h.zehren@dwif.de Tel. +49(0)89 / 237 028 9-20 dwif-Consulting GmbH Marienstr. 19/20, 10117 Berlin Sonnenstr. 27, 80331 München www.dwif.de München/Berlin im Juli 2024 Im Auftrag der Stadt Bonn Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und ZentrenSeite 4 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 3 INHALT I. AUFGABENSTELLUNG UND PROZESS ............................................................................... - 5 - 1. Ausgangssituation und Aufgabenstellung ........................................................................ - 5 - 2. Vorgehensweise ........................................................................................................................... - 6 - II. STATUS QUO UND POTENZIALE ........................................................................................... - 7 - 1. Bestandaufnahme: Angebote in den Bereichen Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport.......................................................................................................................................... - 7 - 2. Wahrnehmung und Image Bad Godesbergs ................................................................ - 13 - 3. Herausforderungen und Potenziale für die Weiterentwicklung von Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport in Bad Godesberg ...................................... - 16 - III. VISION BAD GODESBERG 2035, LEITLINEN UND ZIELE ......................................... - 17 - IV. HANDLUNGSFELDER UND MAßNAHMEN.................................................................... - 20 - 1. Handlungsfeld „Qualitativ hochwertige Angebote“.................................................. - 23 - 2. Handlungsfeld Kommunikation, Vermarktung und Image .................................... - 38 - 3. Handlungsfeld Maßnahmen Vernetzung und Kooperation .................................. - 41 - V. UMSETZUNG................................................................................................................................. - 43 -Seite 5 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 4 ABBILDUNGSVERZEICHNIS Abbildung 1: Prozessablauf .............................................................................................................................- 6 - Abbildung 2: Verteilung der Tourismus- und Gastronomieangebote .........................................- 8 - Abbildung 3: Verteilung der kulturellen Angebote ............................................................................ - 10 - Abbildung 4: Verteilung der Freizeit- und Sportangebote ............................................................. - 11 - Abbildung 5: Highlights der Befragten .................................................................................................... - 13 - Abbildung 6: Mögliche Schnittstellen um Leitbild der Stadt Bonn ............................................. - 15 - Abbildung 7: Handlungsfelder für Bad Godesberg ........................................................................... - 21 - INTERNER GEBRAUCH UND BILDQUELLEN Zur Veranschaulichung von guten Beispielen und Vorbildern werden im Bericht Fotos und Abbildungen verwendet, für die dem dwif keine Rechte zur allgemeinen Veröffentlichung vorliegen. Deshalb ist dieser Teil des Berichts ausdrücklich nur für den internen Gebrauch bestimmt. Mit Ausnahme der Fotos und Abbildungen, für die der Auftraggebende selbst oder das dwif über Bildrechte verfügen, dürfen diese nicht weitergegeben oder öffentlich publiziert werden. Die Fundstellen im Internet sind jeweils unter den Fotos und Abbildungen im Bericht vermerkt.Seite 6 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 5 I. AUFGABENSTELLUNG UND PROZESS 1. Ausgangssituation und Aufgabenstellung Bad Godesberg, der mit rund 75.000 Einwohner*innen zweitgrößte Stadtbezirk Bonns, macht seit der Verlagerung des Parlaments- und Regierungssitzes 1999 nach Berlin einen Strukturwandel durch. Nachdem Bonn 1949 Bundeshauptstadt geworden war, erlangte Bad Godesberg als Diplo- matenstandort und Sitz zahlreicher Botschaften internationale Bekanntheit. Doch schon vor der Eingliederung Bad Godesbergs in die Stadt Bonn im Jahr 1969 hatte der Stadtbezirk eine bewegte Geschichte hinter sich. Mit dem Bau der Godesburg 1210 gewann Godesberg erstmals an Bedeu- tung, die mit der Zerstörung der Burg im 16. Jahrhundert vorerst endete. Ab 1790 ließ Kurfürst Max Franz die Godesberger Heilquelle, den Draitschbrunnen, neu fassen, den Kurpark anlegen, die Redoute sowie die angrenzende kurfürstliche Zeile errichten. So wurde Godesberg zum Badeort. Nach dem Zuzug wohlhabender Bürger*innen und der offiziellen Verleihung des Titels „Bad“ im Jahre 1926 wurde Bad Godesberg zu einem beliebten Sommer- und Alterssitz, was sich in den vie- len Stadtvillen und dem Kurviertel mit der Redoute widerspiegelt. Heute prägen den Stadtbezirk eine attraktive kulturelle Infrastruktur wie Godesburg, Schauspiel- haus und Deutschem Museum Bonn, die Lage am Rhein, das Siebengebirgspanorama und das inter- nationale Flair, das u. a. die Mitarbeiter*innen von DAX-Unternehmen oder den Vereinten Natio- nen mitbringen. Ebenso tragen eine Vielzahl an Sport- und Freizeitstätten wie die Parkanlagen an der historischen Bastei oder der Rheinaue sowie zwei Freibäder zum Godesberger Stadtbild bei. Erholung kann man in einer der vielen Parkanlagen, wie Panoramapark mit historischer Bastei, Kur- park oder Rheinauenpark. In den 2010er Jahren war die Wahrnehmung Bad Godesbergs allerdings häufig auch von negativen Schlagzeilen geprägt. Die damit und mit dem Strukturwandel verbunde- nen Herausforderungen wurden bereits im Rahmen eines Leitbildprozesses und im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) adressiert. Ein Ergebnis aus dem ISEK-Prozess ist die Empfeh- lung, ein Konzept für Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport zu erarbeiten. Ziel dieses Konzepts sind die Stärkung der Bedeutung Bad Godesbergs als Standort für Kultur, Freizeit, Tourismus und Sport, die Weiterentwicklung bestehender Veranstaltungen und Events und das Hervorheben von Alleinstellungsmerkmalen. Dadurch schaffen Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport lebenswerte Wohn-, Arbeits- und Freizeiträume und wirken branchenübergreifend als Impulsgeber und Partizipationskatalysator. So entstehen Mehrwerte für Besucher*innen und Be- wohner*innen gleichermaßen. Das vorliegende Konzept formuliert auf der Basis einer fundierten Analyse die gemeinsame touris- tische Vision und entsprechende Ziele für die zukünftige Entwicklung Bad Godesbergs. Drei Hand- lungsfelder und zugeordnete Schlüsselprojekte legen die kurz-, mittel- und langfristigen Aufgaben für die zielgerichtete Entwicklung fest.Seite 7 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 6 2. Vorgehensweise Das vorliegende Konzept wurde im Rahmen eines moderierten Prozesses und unter Berücksichti- gung bereits vorhandener Konzepte und Strategien wie z. B. dem ISEK des Stadtbezirks oder dem touristischen Leitbild der Stadt Bonn erarbeitet. Abbildung 1: Prozessablauf Quelle: dwif 2024 Die Arbeiten fanden zwischen Oktober 2023 und Juni 2024 statt und gliederten sich in drei Pha- sen, deren Kern ein breit angelegter Informations- und Beteiligungsprozess mit vielen öffentlichen und privaten Akteur*innen aus Bad Godesberg bildete. Über den Projektverlauf wurden insgesamt zehn Beteiligungsveranstaltungen angeboten, an denen mehr als 100 Personen teilgenommen ha- ben. Zusätzlich wurden mit der Online-Befragung der Stadt Bonn („Bonn-macht-mit“) fast 900 Bad Godesberger*innen in die Konzepterarbeitung eingebunden. • Phase 1 (Analyse): Zu Projektbeginn erfolgten Analysen des Bestands inklusive Bewertung, der Darstellung Bad Godesbergs in den eigenen und externen Medien sowie Beteiligungsfor- mate in Form von vier themenbezogenen Gesprächsrunden, einer Klausursitzung mit Politik und Verwaltung sowie einer Öffentlichkeitsbeteiligung. Darüber hinaus wurden bereits vor- liegende Strategien und Konzepte, Beschlüsse und Gutachten analysiert. Die Bestandsana- lyse wurde aus gutachterlicher Sicht vorbereitet, durchgeführt und durch die Anmerkungen und Erfahrungen der Expert*innen und der Bevölkerung im Rahmen des breiten Beteili- gungsprozesses aus einer Klausursitzung, einer Öffentlichkeitsbeteiligung und einer Online- Befragung auf Bonn-macht-mit.de ergänzt. Die zentralen Erkenntnisse aus der Analyse bil- den die Grundlage für die Konzeptentwicklung in Phase 2. • Phase 2 (Konzeptentwicklung): Auf Basis der Analyseergebnisse erarbeitete das dwif in ei- nem ersten Schritt zur Konzeptentwicklung Entwürfe für die drei zentralen Handlungsfelder,Seite 8 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 7 die Vision 2035 für die zukünftige Stadtbezirksentwicklung und vier zugehörige Leitlinien. In zwei Workshops diskutierten die Akteur*innen diese Vorschläge und brachten ihre Hinweise ein. Die Workshops dienten außerdem dazu, ein konkretes Zielsystem für das Konzept und passende Maßnahmen für die Erreichung von Vision und Zielen zu erarbeiten. In einer weite- ren Klausursitzung mit Politik und Verwaltung sowie einer zweiten Veranstaltung zur Öffent- lichkeitsbeteiligung wurden die vorläufigen Ergebnisse erneut präsentiert und diskutiert. Das Konzept wurde in seiner finalen Fassung daher stark von den Akteur*innen aus Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport, von Politik und Verwaltung sowie von der Bevölkerung geprägt. • Phase 3 (Dokumentation und Vorstellung der Ergebnisse): Der vorliegende Bericht führt die Erkenntnisse aus den Analysen und der Konzeptentwicklung zusammen und formuliert die Strategie für die Zukunft mit Vision, Handlungsfeldern und Maßnahmen. Die abschließende Präsentation des Konzepts erfolgt in der Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesbergs im August 2024. II. STATUS QUO UND POTENZIALE 1. Bestandaufnahme: Angebote in den Bereichen Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport Für die Ermittlung von Potenzialen und möglichen Entwicklungszielen für Bad Godesberg bildet die Erfassung und Bewertung des aktuellen Bestands der tourismus-, kultur-, freizeit- und sportrele- vanten Angebote und Gegebenheiten eine wichtige Grundlage. Sie gibt einen Überblick der Ange- botslandschaft im Stadtbezirk und zeigt thematische und räumliche Angebotsschwerpunkte. Damit schafft die Bestandsaufnahme eine Basis für künftige Marketingaktivitäten und Vernetzungsmög- lichkeiten. Insbesondere bei den beiden Kategorien Freizeit und Sport ergeben sich naturgemäß auch viele Überschneidungen. Flankiert wurden die Recherche und Erfassung der Angebote durch eine Bewertung von Quantität und Qualität in den unterschiedlichen Beteiligungsformaten. Deutlich wird in jedem Fall: Bad Godesberg bietet eine umfangreiche und abwechslungsreiche An- gebotslandschaft für Aktivitäten in Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport. Eine Herausforderung bildet dagegen die Sicherung der Qualität. Touristische Angebote Bad Godesberg zählt mehr als 220 touristisch relevante Angebote, darunter allein rund 150 aus der Gastronomie. Zu den weiteren Angeboten gehören Beherbergungs- und Veranstaltungsbe- triebe (MICE-Segment), touristische Verkehrsträger, Grünanlagen oder Führungen. Ein Großteil dieser Angebote konzentriert sich auf die Bad Godesberger Innenstadt und die umliegenden Berei- che (siehe Abbildung 2).Seite 9 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 8 Aktuell gibt es in Bad Godesberg einige touristische Angebote, die überregionale Strahlkraft besit- zen. Das sind vor allem Hotel- sowie Stadtführungs- und Tourenangebote wie der Weg der Demo- kratie, der Freizeitpark Rheinaue mit seiner Baseballanlage, die regelmäßig Austragungsort inter- nationaler Veranstaltungen ist oder das Rheinhotel Dreesen, welches zuletzt vor allem durch den Fernsehfilm „Das Weiße Haus am Rhein“ viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Diese sind jedoch nicht ausreichend miteinander vernetzt und gemeinsam in der Vermarktung sichtbar. Hinzu kommt, dass aus gutachterlicher Sicht wenige der vorhandenen Angebote allein einen eigenen Reiseanlass schaffen. Auffällig ist, dass politiktouristische Angebote bislang eine weniger bedeutende Rolle ein- nehmen, obwohl es eine Vielzahl an Angeboten gibt und in der Vergangenheit immer wieder ver- sucht wurde, den Politiktourismus als Alleinstellungsmerkmal herauszustellen. Von den mehr als 150 gastronomischen Angeboten sind weniger als zwei Drittel Restaurants und etwa ein Drittel getränkegeprägte Gastronomie wie Cafés, Bars und Kneipen oder einfachere An- gebote wie Imbisse. Trotzdem hat Bad Godesberg mit renommierten gastronomischen Angeboten das Potenzial einer überregionalen Ausstrahlung. Diese werden in der Kommunikation über Bad Godesberg allerdings nicht oder nur bedingt sichtbar. Die Erkenntnisse und Bewertungen aus dem Desk Research wurden durch die Einschätzungen und Wahrnehmungen aus den durchgeführten Beteiligungsformaten ergänzt. Befragt wurden die Ak- teur*innen u. a. nach ihren Einschätzungen zur Quantität und Qualität der Angebote in Tourismus, Quelle: dwif 2024, Kartengrundlage GfK, Tourismus links, Gastronomie rechts Abbildung 2: Verteilung der Tourismus- und GastronomieangeboteSeite 10 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 9 Kultur, Freizeit und Sport in Bad Godesberg. Diese fielen teilweise recht unterschiedlich aus, so- dass z. B. die Quantität einzelner Bereiche als zufriedenstellend, die Qualität jedoch kritischer be- wertet wurde. Insgesamt fällt auch den Teilnehmenden der Beteiligungsformate auf, dass sich touristisch und kul- turell relevante Angebote in der Innenstadt ballen. Gleichzeitig wird die Quantität der vorhande- nen Angebote größtenteils als zufriedenstellend bewertet. Nur die Anzahl an Führungen, politik- touristischen und Erlebnisangeboten fällt hier etwas ab. Um die Qualität der touristischen Ange- bote steht es ähnlich. Positiv werden vor allem Gastronomie und Beherbergung hervorgehoben – auch wenn es den Befragten an Auswahl in der Abendgastronomie, insbesondere nach Kino- oder Theaterbesuchen, fehlt. Kulturelles Angebot In Bad Godesberg gibt es mehr als 80 kulturelle Angebote. Dazu gehören Theater, Veranstaltun- gen, historische Gebäude und Museen. Kulturell relevante Angebote sind vermehrt in der Innen- stadt zu finden, verteilen sich darüber hinaus aber über alle Teile des Stadtbezirks (siehe Abbildung 3). Insgesamt ist das kulturelle Angebot vor Ort breit aufgestellt. Insbesondere Theater, Kunst, die Veranstaltung Rhein in Flammen und das Kinopolis ziehen immer wieder auch Bonner*innen aus den anderen Stadtbezirken und auswärtige Gäste nach Bad Godesberg. Fast ein Drittel des kultu- rellen Angebots kann deswegen als überregional bedeutend eingestuft werden und so einen Anlass für einen Besuch in Bad Godesberg stiften. Zu diesen Angeboten gehören unter anderem die Godesburg und der zugehörige Burgfriedhof, das Schauspielhaus und das „kleine theater“, das Deutsche Museum Bonn sowie das Kinopolis, das neben aktuellen Filmen auch regelmäßig Veran- staltungen und Vorträge im Programm hat.Seite 11 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 10 Im Hinblick auf die kulturellen Einrichtungen fehlen aus Sicht der Befragten im Stadtbezirk vor al- lem Veranstaltungsstätten und Museen. Besonders hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang regelmäßig die Stadthalle als wichtiges Gebäude in prominenter Lage, das wegen Einsturzgefahr seit Mai 2020 fast in Gänze gesperrt und kaum nutzbar ist. Über die Stadthalle hinaus wird generell der Pflegezustand historischer Bauwerke wie der Godesburg oder der kurfürstlichen Zeile, deren zukünftige Nutzung weiterhin unklar ist, vielfach bemängelt. Dieses Potenzial in Zukunft besser zu erschließen, wird als große Chance für die (Weiter-)Entwicklung des Stadtbezirks angesehen. Angebote in den Bereichen Freizeit und Sport Insgesamt gibt es in Bad Godesberg über 100 freizeit- und sportrelevante Angebote und Einrich- tungen. Hierzu zählen Freizeiteinrichtungen wie Spielplätze sowie Sport- und Schwimmstätten z. B. die Outdoor-Anlage der Rigal’schen Wiese, das Kulturbad Rüngsdorf oder das Freibad Friesdorf (siehe Abbildung 4). Quelle: dwif 2024, Kartengrundlage GfK Abbildung 3: Verteilung der kulturellen AngeboteSeite 12 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 11 Die Sportangebote vor Ort werden vor allem von der lokalen Bevölkerung genutzt, sind deswegen zumeist von lokaler oder regionaler Bedeutung und können aus touristischer Perspektive nur in Ausnahmefällen (z. B. Baseball, Bonn Marathon) einen eigenen (Tages-)Reiseanlass ausmachen. An- ders sieht es bei den weiteren freizeitrelevanten Angeboten aus. Diese besitzen zum Teil ein größe- res Potenzial, auch Menschen aus der gesamten Stadt und darüber hinaus nach Bad Godesberg zu ziehen. Auch die vielen Wander- und Radwege, die von Gästen und der lokalen Bevölkerung gleich- ermaßen geschätzt werden, zählen dazu. Zukünftig wird auch das neue Kurfürstenbad mit Lehr- schwimmbecken, Sportschwimmerbecken mit Sprunganlage, Kinderbecken, Multifunktionsbecken und einem ca. 330 Quadratmeter großen Saunabereich für (über-)regionale Strahlkraft sorgen und das Sport- und Freizeitangebot deutlich aufwerten. Die Instandhaltung der Infrastruktur wurde auch in Bezug auf die Sport- und Freizeitstätten so- wohl in vorangegangenen Studien und Gutachten als auch in den Gesprächsrunden thematisiert. Hier fällt die Bewertung der Qualität und Quantität im Vergleich schlechter aus. Einzig Wander- wege sowie Parks und Grünanlagen werden sowohl quantitativ als auch qualitativ positiv wahrge- nommen. Die größte Lücke bilden nach Einschätzung der Bad Godesberger*innen passende Ange- bote für junge Menschen z. B. für Studierende oder im Bereich Integration. Hier braucht es eine starke Verbesserung. In Zukunft gilt es daher, die Qualität der Angebote für Bevölkerung und Gäste zu sichern und aus- zubauen. Dies gilt insbesondere für diejenigen Themen und Bereiche, die als Quelle: dwif 2024, Kartengrundlage GfK, Freizeit links, Sport rechts Abbildung 4: Verteilung der Freizeit- und SportangeboteSeite 13 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 12 Alleinstellungsmerkmal für die Profilierung und Vermarktung genutzt werden sollen. Denn insge- samt lässt sich das Angebot in Bad Godesberg als kleinteilig, wenig koordiniert und vernetzt sowie ausbaufähig vor allem in der Qualität bezeichnen. Es gibt einzelne Produkte, die bereits eine über- regionale Bedeutung haben, qualitativ hochwertig sind und einen eigenen (Tages-) Reiseanlass bil- den können. Diese müssen in Zukunft weiterentwickelt und durch weitere passende Angebote er- gänzt werden. Außerdem gilt es, vorhandene Infrastruktur in Wert zu setzen und so erlebbar zu machen, um als Wohn-, Freizeit- und Urlaubsraum attraktiv zu bleiben bzw. wieder zu werden und dafür zu sorgen, dass Menschen in Bad Godesberg bleiben. Highlights Bad Godesbergs aus der Innensicht Die ca. 80 Teilnehmer*innen der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung wurden zu den Ergebnissen der Analysen befragt. Die (touristischen) Highlights der Befragten zeigt Abbildung 5. Die dargestellten Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung stehen hier stellvertretend für die Er- gebnisse aller Veranstaltungen, in denen die Antworten sehr ähnlich ausfielen. Die Teilnehmer*in- nen nennen sowohl touristische als auch kulturelle Highlights. Besonders hervorgehoben werden immer wieder das Rheinufer und das Siebengebirgspanorama sowie die Theater und die Gastrono- mie im Stadtbezirk. Auch die fast 900 Teilnehmenden der im Januar 2024 durch die Stadt Bonn durchgeführten Online-Befragung heben besonders stark die Godesburg, die Parks und Grünflä- chen, das Villenviertel und den historischen Gebäudebestand sowie die Natur und Lage am Rhein hervor.Seite 14 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 13 2. Wahrnehmung und Image Bad Godesbergs Mit einer kompakten Wahrnehmungs- und Imageanalyse wurde ergründet, wie Bad Godesberg aus der Außenperspektive wirkt. So können eventuelle Diskrepanzen zwischen eigener Darstellung und Außenwahrnehmung z. B. bezogen auf Image, Themen und Highlights dargestellt werden und in die zukünftige Entwicklung einer Marken- und Marketingstrategie einfließen. Dazu wurde die Kommunikation von und über Bad Godesberg aus der Innen- und Außensicht z. B. auf Webseiten, Social Media oder Printmedien gesichtet. Dahinter steht die Frage, wofür Bad Godesberg aktuell steht und wahrgenommen wird. Eine erste Google-Suche nach „Bad Godesberg“ gibt bereits einen Hinweis darauf, welche Begriffe, Einrichtungen und Bilder primär den ersten Eindruck des Stadtbezirks prägen. Im Zentrum stehen die Godesburg, die Innenstadt und das Villenviertel. Ähnlich ist das Bild auf den Webseiten der Stadt Bonn und des Bad Godesberg Stadtmarketing e. V.. Hier stehen die Godesburg, das Villen- viertel, die Kurfürstliche Zeile, La Redoute und das seit 2016 geschlossene Gasthaus „Zur Linden- wirtin Aennchen“ im Vordergrund. Das Stadtmarketing bewirbt außerdem die eigenen Veranstal- tungen und verschiedene Touren wie die Diplomatenfahrt, die historische Gastro-Tour oder die Rheinviertel Tour. Beide Webseiten liefern Gästen und Einwohner*innen ein sachliches und weit- gehend aktuelles Informationsangebot, jedoch keine inspirierenden Geschichten. Quelle: menti.com; je größer ein Begriff, desto mehr Nennungen Abbildung 5: Highlights der BefragtenSeite 15 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 14 Gleiches gilt sowohl für den Tourismus NRW e. V. (nur La Redoute) als auch für die Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, deren Webseiten lediglich einzelne Sehens- würdigkeiten beschreiben (z. B. La Redoute, die Godesburg). Bei der Deutschen Zentrale für Tou- rismus e. V. fehlt Bad Godesberg in Gänze, was auch auf eine fehlende internationale Bedeutung aus touristischer Sicht schließen lässt. Deutlich wird also, dass ein einheitliches und abgestimmtes Storytelling1 fehlt, um bei den potenziellen Gästen sichtbar und attraktiv zu werden. In externen Medien wie Reiseführern oder Reiseblogs kommt Bad Godesberg nur vereinzelt als „Villenvorort“ von Bonn oder in Kombination mit nicht-stadtbezirksspezifischen Sehenswürdigkei- ten vor. Reiseblogs2, die Bad Godesberg bzw. Bonn thematisieren, beschreiben den Stadtbezirk als eine Art „Geheimtipp“ für Tourist*innen, die ohnehin in Bonn sind und „ein bisschen mehr Zeit mit- bringen“3. Aktuell ist diese Wahrnehmung symptomatisch für Bad Godesberg, denn es gibt nur ver- einzelte Angebote, die eigene Reiseanlässe bieten. Hervorgehoben werden in den untersuchten ex- ternen Medien (v. a. Google, TripAdvisor, Reiseblogs) lediglich der HARIBO-Fabrikverkauf, der Weg der Demokratie und das Deutsche Museum Bonn. Insgesamt wird in den gesichteten Materialien zwar deutlich, was Bevölkerung und Gäste in Bad Godesberg unternehmen können. Ein inspirierendes Storytelling oder ein einheitliches Image wer- den dadurch aber nicht transportiert. Somit bleibt die Frage, wofür Bad Godesberg stehen will, wei- terhin offen. Hinzu kommt, dass sich die Außendarstellung mitunter stark von der Wahrnehmung der Einheimischen unterscheidet. So werden auf den eigenen Kanälen vornehmlich Sehenswürdig- keiten präsentiert (z. B. Godesburg), während die Einheimischen neben der Godesburg vor allem die kulturellen Highlights des Stadtteils sowie die Nähe zur Natur und dem Rhein als prägend her- vorheben. Hier zeigen sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der eigenen Darstellung online und der Wahrnehmung der eigenen Bevölkerung sowie das Fehlen einer gemeinsamen Positionierung4. Das Image Bad Godesbergs war in den 2010er Jahren vor allem von negativen Schlagzeilen rund um Kriminalität geprägt. Und obwohl die Zahl der Taten in den letzten Jahren zurückgegangen ist,5 fühlen sich viele Bad Godesberger*innen weiterhin unwohl. Das Sicherheits- und Sauberkeitsemp- finden sehen viele der Befragten als Hauptherausforderung für die Bildung eines positiven Images des Stadtbezirks als Wohn- und Urlaubsraum und die Grundlage für die Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität. Um langfristig attraktiv zu sein, braucht es ein starkes und positives Image, klare Kommunikations- strategien und Vermarktungsziele. Touristische Destinationen agieren in einem Wettbewerbsum- feld mit gesättigten Märkten und einer hohen Wettbewerbsintensität. In diesem Wettbewerb __________________________________________________________________________________________________ 1 Storytelling ist der strategische Einsatz von Geschichten, die bei den Empfänger*innen eine emotionale Wirkung auslösen sollen, um sie zu beeindrucken und so letztendlich von einem Kauf zu überzeugen. 2 Backpacking Hacks, 22 Places, Mit Vergnügen 3 https://koeln.mitvergnuegen.com/2020/tagesausflug-bonn/ 4 Die Positionierung ist das „Herzstück“ einer Markenstrategie. Mit ihr legen Destinationen fest, was sie mit ihrer Marke bzw. ihrem Produkt ausdrücken möchten: Für was stehen sie? Welchen Sinn gibt sie den Gästen und Einheimischen? 5 https://ga.de/bonn/bad-godesberg/bonn-so-kriminell-ist-bad-godesberg-v1_aid-111151735Seite 16 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 15 müssen sich Destinationen klar positionieren, inspirierend auftreten und ihren potenziellen Gästen zeigen, was sie ausmacht und warum sie eine Reise wert sind. Nüchtern präsentierte Informationen reichen dafür nicht aus. Ziel muss also sein, das Image Bad Godesbergs zu verbessern und konse- quent inspirierende Geschichten zu erzählen, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Die Analysen zeigen, dass das Potenzial für Angebots- und Markenentwicklung mit den richtigen Maßnahmen stärker erschlossen werden kann. Die Angebote Bad Godesbergs sollten dazu immer auch im gesamtstädtischen Kontext gesehen werden. Synergien mit der Stadt Bonn und dem über- geordneten touristischen Leitbild müssen dazu systematisch ausgebaut und genutzt werden, denn Bad Godesberg wird insbesondere in Kombination mit den gesamtstädtischen und regionalen An- geboten funktionieren und aktiv auf das Profil der Stadt einzahlen. Aus den Analysen und Beteili- gungsformaten ergeben sich potenzielle gemeinsame Themen und passende Schnittstellen, die Ab- bildung 6 zeigt. Querverbindungen können demnach zu allen Schwerpunktthemen der Stadt Bonn hergestellt werden. Das kulturelle Angebot Bad Godesbergs kann die Angebote der Stadt Bonn er- gänzen und erweitern. Gleiches gilt für die Themen „politisches Bonn“ und den MICE-Tourismus, die ebenfalls charakteristisch für Bad Godesberg sind. Denn aktuell sind die Zimmer in Bad Godes- berg ohnehin vor allem unter der Woche an Geschäftsreisende vermietet.6 Die Analysen haben ge- zeigt, dass insbesondere das Thema „Tor zum romantischen Rhein“ aufgrund der Lage Bad Godes- bergs direkt gegenüber dem Siebengebirge mit Schloss Drachenburg und dem Drachenfels große Potenziale bietet. Deutlich wurde allerdings ebenfalls, dass das Rheinufer dafür weiter aufgewertet werden und gezielt für touristische und kulturelle Nutzungen in Wert gesetzt werden muss. Abbildung 6: Mögliche Schnittstellen um Leitbild der Stadt Bonn __________________________________________________________________________________________________ 6 Erfahrungen von DEHOGA und einer Hoteldirektorin aus Bad Godesberg Quelle: dwif 2023, Leitbild BonnSeite 17 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 16 3. Herausforderungen und Potenziale für die Weiterentwicklung von Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport in Bad Godesberg Aus der Analyse und den Beteiligungsformaten ergeben sich drei zentrale Herausforderungen für die Weiterentwicklung von Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport in Bad Godesberg. #1 Einheimische und Besucher*innen in Bad Godesberg halten: Die Bestands- und Potenzialanalyse hat gezeigt, dass es in Bad Godesberg zwar schon diverse An- gebote („von Breite bis Nische“7) insbesondere in den Bereichen Tourismus, Kultur und Sport gibt. Derzeit werden diese jedoch nicht konsequent in Wert gesetzt bzw. instandgehalten, zudem sind sie zu wenig miteinander vernetzt. Hinzu kommt, dass vor allem im Bereich Freizeit noch deutlich größere Lücken besonders in Bezug auf Angebote für junge Menschen bestehen. Wenn es keine Angebote gibt oder die Qualität vor Ort nicht den Erwartungen der Nachfrager*innen entspricht, fällt es schwer, Einheimische in Bad Godesberg zu halten und Besucher*innen anzuziehen. Ein Bei- spiel dafür ist, dass junge Leute gar nicht erst in Bad Godesberg verweilen, sondern zum Einkaufen oder Ausgehen nach Bonn oder Köln fahren. Besucher*innen der Theater oder des Kinopolis finden nach dem Veranstaltungsbesuch nur selten geöffnete Restaurants, Kneipen oder Bars. So geht Kaufkraft vor Ort verloren und es kommt zu Abwanderung von Einzelhandel und Gastronomie, was sich langfristig wiederum negativ auf die Qualität und Vielfalt des Angebotes vor Ort auswirkt. Ziel muss es sein, Einheimische und Besucher*innen nach Bad Godesberg zu ziehen und hier zu halten – mit attraktiven, vernetzten und aufeinander abgestimmten Angeboten. Dazu zählen insbesondere auch passende Angebote für junge Menschen. Diese wünschen sich Verbesserungen vor allem in den Bereichen Mobilität, Freizeit- und Aufenthaltsangebote sowie Sicherheit und Sauberkeit. Sie bemängeln vor allem, dass es ihnen in Bonn und Bad Godesberg an Aufenthaltsorten, Treffpunkten und Grünflächen bzw. Parks mit Sitzgelegenheiten fehlt.8 Die Einschätzungen der Jugend decken sich mit denen der Teilnehmer*innen der durchgeführten Beteiligungsformate. #2 Mangelnde Sichtbarkeit durch unklare Positionierung: Um die Attraktivität gegenüber potenziellen Gästen zu stärken, braucht Bad Godesberg ein klares Profil und ein positives Image. Doch die Frage darüber, wofür Bad Godesberg wirklich steht und mit welchen Alleinstellungsmerkmalen sich der Stadtbezirk in Zukunft im Wettbewerb positionie- ren will, bleibt weiterhin offen bzw. wird wie im Falle des Politiktourismus nicht konsequent umge- setzt. Darüber, was in Zukunft die Highlights und Ankerpunkte des Stadtteils sein könnten, sind sich Bevölkerung und Entscheidungsträger*innen teilweise uneinig. Die Wahrnehmungsanalyse hat gezeigt, dass sowohl in der Außen- als auch in der Innenwahrnehmung die Godesburg als klares Wahrzeichen und Identifizierungssymbol Bad Godesbergs gesehen wird. Bei den Verantwortlichen wird die Godesburg bislang allerdings als reine Veranstaltungslocation wahrgenommen. Eine finale Entscheidung zur zukünftigen Nutzung bzw. stärkeren Inwertsetzung z. B. durch verbesserte Öff- nungszeiten, Erreichbarkeit, Belebung und Attraktivierung steht hier aus. Um sich in Zukunft __________________________________________________________________________________________________ 7 Zitat aus der Gesprächsrunde Kultur 8 https://www.bonn.de/pressemitteilungen/maerz-2024/die-allermeisten-kinder-und-jugendliche-leben-gerne-in-bonn.phpSeite 18 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 17 wettbewerbsfähig positionieren zu können, müssen diese Entscheidungen final getroffen werden. Insbesondere dann, wenn in Folge dieser Konzepterstellung das Marketingkonzept erarbeitet wird und die Godesburg hier eine herausgehobene Rolle spielt. #3 Ausbaufähige Kooperation und Vernetzung: Zudem bildet die Vernetzung der Akteur*innen untereinander eine Herausforderung. Bislang wird in Bad Godesberg weniger systematisch, sondern v. a. projektbezogen kooperiert. In der Vergan- genheit sind außerdem Vernetzungsversuche wie z. B. das Netzwerk Politiktourismus am mangeln- den langfristigen Commitment der Akteur*innen gescheitert. Obwohl der Stadtbezirk übersichtlich ist und die Akteur*innen sich untereinander vielfach kennen, fehlt es an systematischer Zusammen- arbeit über den eigenen Tellerrand hinaus. Hinzu kommt, dass die Zuständigkeiten der einzelnen Organisationen der Stadt, des Stadtmarketings Bad Godesberg, der Bonn-Information und der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler teilweise unklar sind und es nur bedingt zu Zusammenarbeit und Austausch kommt. Gleichzeitig erwarten vor allem Gäste vor Ort ein nahtloses Erlebnis, weswegen Produkte und Angebote stärker miteinander vernetzt wer- den müssen. Die Akteur*innen äußerten die fehlende Übersicht der Vernetzungsmöglichkeiten als einen Grund für fehlende Zusammenarbeit. Außerdem haben viele Akteur*innen bislang nicht die Vorteile einer stärkeren Vernetzung erkannt, und das gilt insbesondere für die Verflechtungen mit der Stadt Bonn und ihrem touristischen Leitbild. Zu bewältigen ist auch der Konkurrenzgedanke zwischen der Gesamtstadt und dem Stadtbezirk Bad Godesberg. Hier gilt es, die Stärken der vielen engagierten Vereine, Betriebe und Einzelpersonen zu nutzen, indem sie sich vermehrt miteinander vernetzen. III. VISION BAD GODESBERG 2035, LEITLINEN UND ZIELE Die Vision für Bad Godesberg Die zentralen Erkenntnisse aus der Analyse bilden die Grundlage für die längerfristige Vision für Bad Godesberg. Diese berücksichtigt neben der aktuellen Situation vor Ort und den Entwicklungs- potenzialen auch Ansätze und Anregungen aus den bereits existierenden Konzepten und insbeson- dere den durchgeführten Beteiligungsformaten. Die Vision gibt die gemeinsame Zielrichtung für die handelnden Akteur*innen vor und formuliert, wohin sich Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport bis 2035 entwickeln sollen. Dabei richtet sie sich primär nach innen und ist nicht beispielsweise zur Verwendung im Außenmarketing gedacht. Durch die Diskussionen und Hinweise der Beteiligten in den Maßnahmenworkshops, der zweiten Klausur- sitzung und der zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung wurde der ursprüngliche Entwurf mehrfach er- weitert oder angepasst, sodass sich in der finalen Fassung der Großteil wichtiger Akteur*innen und beteiligter Bürger*innen wiederfinden sollte.Seite 19 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 18 Auch der Zeithorizont der Vision wurde in diesen Runden diskutiert. Im Sinne einer längerfristigen Orientierung und angesichts der Tatsache, dass mit Teilen der Vision ambitionierte Projekte ver- bunden sind, ist die Vision zunächst auf zehn Jahre angelegt. Danach kann sie bei Bedarf angepasst oder fortgeschrieben werden. Dieses positiv formulierte, motivierende Wunschbild für Bad Godesbergs Zukunft berücksichtigt Tages- und Übernachtungsgäste ebenso wie die Bevölkerung mit ihren unterschiedlichen Perspek- tiven auf und Erwartungen an die Stadtbezirksentwicklung. Zudem sind Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport als Grundlage der Stadtbezirksentwicklung ausdrücklich mitgedacht. Im Fokus steht die Entwicklung Bad Godesbergs zu einem lebendigen und attraktiven Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Urlaubsort. Leitlinien zur Vision Untersetzt wird die Vision durch vier Leitlinien. Diese konkretisieren den strategischen Rahmen für die weitere Entwicklung von Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport in Bad Godesberg. LEITLINIE 1: NACH VORNE SCHAUEN Bad Godesberg nutzt seine Potenziale und gestaltet aktiv seine Zukunft in Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport. Unter Anerkennung unserer Historie schauen wir nach vorne und ent- wickeln uns zielgerichtet weiter, um in Zukunft attraktiver zu werden. LEITLINIE 2: QUALITÄT STEIGERN Unsere vielfältigen Angebote sind qualitativ hochwertig, miteinander vernetzt und sprechen neben Einheimischen und Gästen ausdrücklich auch jüngere und internationale Adressat*innen an. Dazu gehört auch eine gepflegte öffentliche und private Freizeit-, Erholungs- und Sportinfra- struktur. LEBENDIG, ATTRAKTIV UND VERNETZT: Bad Godesberg ist ein einladender und lebenswerter Ort für Wohnen, Arbeit, Freizeit und Urlaub. Die hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität im Stadtbezirk wird von Einheimi- schen und Gästen gleichermaßen geschätzt. Dabei bilden das Grün im gesamten Stadt- bezirk, die vielen sehenswerten Bauwerke, das hochwertige Kulturangebot und die zahl- reichen Veranstaltungen, die Lage am Rhein und das Siebengebirgspanorama sowie die erlebbare Geschichte ebenso eine wichtige Grundlage wie die lebendige Innenstadt mit ansprechenden Verweil-, Einkaufs- und Gastronomieangeboten, Sicherheit und Sauber- keit.Seite 20 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 19 LEITLINIE 3: PROFIL STÄRKEN Bad Godesberg präsentiert sich selbstbewusst und mit einem klaren Profil. Überregional aus- strahlende, erlebbare Angebote und Storytelling tragen zu einem überzeugenden Außenauftritt bei. LEITLINIE 4: ZUSAMMENARBEITEN Die Akteur*innen arbeiten vertrauensvoll miteinander, um diese gemeinsame Vision zu errei- chen. Aus der Vernetzung mit dem touristischen Leitbild der Stadt Bonn, den vorangegangenen Konzeptionen für Bad Godesberg und allen Akteur*innen aus Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport ergeben sich in der Angebotsentwicklung und der überregionalen Vermarktung wechsel- seitige Synergieeffekte. Das Nach-Vorne-Schauen bildet die grundlegende Leitlinie. Bad Godesberg hat eine bewegte Ge- schichte hinter sich und insbesondere während der „Bonner Republik“ goldene Zeiten erlebt, an die sich viele Bad Godesberger*innen gerne zurückerinnern. Das breite Angebot und die kulturelle Vielfalt des Stadtbezirks sind auch ein Resultat aus dieser Vergangenheit. Heute gilt es aber nicht mehr nur zurückzuschauen, sondern unter Anerkennung der Historie das neue Bad Godesberg ge- zielt weiterzuentwickeln. Insbesondere Qualität bildet dabei einen Schlüsselbegriff für die zukünf- tige Entwicklung. Gemeint sind damit jedoch nicht Luxus oder hohe Preise. Im Fokus steht vielmehr die Erfüllung der Erwartungshaltungen von Gästen und Einheimischen an die Angebotsentwicklung in Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport in Bad Godesberg. Das funktioniert dann am besten, wenn sich alle Akteur*innen unter einem starken Profil vereinen und an einem Strang ziehen. Die Zusam- menarbeit aller muss stetig ausgebaut werden. Es gilt, vorhandene Kooperationsbeziehungen zu verstärken und neue kontinuierlich zu pflegen, um die Vision für den Stadtbezirk gemeinsam Reali- tät werden zu lassen. Die Vision und die Leitlinien sollen die Verantwortlichen dabei unterstützen, die passenden Ent- scheidungen für die Weiterentwicklung Bad Godesbergs zu treffen. Sie dienen damit auch als stra- tegischer Kompass. Zielsetzungen für Weiterentwicklung und Erfolgsmessung Die Vision ist für einen Zeithorizont von zehn Jahren bis 2035 angelegt und wird mit konkreten Zielen untersetzt, die die Fortschritte messbar und überprüfbar machen. Messbarkeit und Über- prüfbarkeit bilden wichtige Faktoren für die Umsetzungsphase, um einerseits den aktuellen Umset- zungsstand sichtbar machen zu können und andererseits Impulse für eine eventuelle Nachjustie- rung z. B. der Prioritäten zu bekommen. Im Folgenden sind die Ziele zusammen mit den relevanten Indikatoren im Detail dargestellt.Seite 21 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 20 Das übergeordnete Ziel des Konzepts ist, die Lebens- und Aufenthaltsqualität für Gäste und Ein- heimische in Bad Godesberg kontinuierlich zu steigern. Während und nach der Umsetzung der for- mulierten Maßnahmen sollte sich also eine Verbesserung der Zufriedenheit der Bevölkerung mit den Angeboten in Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport (inkl. Sicherheit und Sauberkeit, Mobilität, Einzelhandel und Gastronomie) und so die allgemeine Erhöhung der Lebensqualität einstellen. Nach der Erhebung des Status Quo durch eine Nullmessung 2024 – 25 sollten dann regelmäßige Bevölkerungsbefragungen zur wahrgenommenen Lebensqualität durchgeführt werden (z. B. alle zwei bis drei Jahre). Die allgemeine Aufenthaltsqualität aus Sicht der Gäste kann mithilfe von regel- mäßigen Gästebefragungen, z. B. im Rahmen des Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus, erho- ben werden. Die Gästezufriedenheit mit den Beherbergungsbetrieben kann über den TrustScore dargestellt werden. Ein weiteres Ziel kann die Steigerung der Wertschöpfung sowohl durch die Steigerung der Besu- cher*innenzahlen in Tages- und Übernachtungstourismus als auch die Erhöhung der Ausgabenbe- reitschaft der Gäste sein. Raum für Steigerungen bieten insbesondere die bislang weniger gut aus- gelasteten Wochenenden. Eine Steigerung der Ausgaben ist über eine Erhöhung der Qualität und weitere Vernetzung der Angebote möglich. Aktuell lassen sich die Übernachtungs- und Tagesgäste- zahlen in Bonn nicht stadtbezirksspezifisch auswerten. Es bräuchte dafür ein eigenes Monitoring. Zur Erfolgskontrolle könnte nach Aufbau eines Beherbergungsmonitorings für Bad Godesberg in regelmäßigen Abständen der Wirtschaftsfaktor Tourismus erhoben werden, der die Erhebung der Tagesreisenzahlen, Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben, die Tagesausgaben sowie die Umsätze und Einkommensbeiträge durch den Tourismus enthält. IV. HANDLUNGSFELDER UND MAßNAHMEN Die strategischen Handlungsfelder leiten sich aus der Analyse- und Konzeptphase ab. Sie zahlen auf die Vision und die Leitlinien ein und bieten eine Struktur für die Maßnahmen des Konzepts. In die- sen Bereichen müssen Tourismus-, Kultur-, Freizeit- und Sportakteur*innen primär tätig werden, um die gemeinsam formulierte Vision und die definierten Ziele zu erreichen. Die Maßnahmen sind kurz-, mittel- und langfristig angelegt und dienen als einzelne Meilensteine auf dem Weg zum lebendigen, attraktiven und vernetzten Bad Godesberg. Die priorisierten Maß- nahmen und Projekte sollen zeitnah angegangen und je nach Zeithorizont spätestens in den nächs- ten zehn Jahren abgeschlossen werden – ein ambitioniertes, aber dennoch realistisches Ziel vor allem im Hinblick auf die Sanierungs- und Instandhaltungsprojekte, die in den nächsten Jahren an- stehen.Seite 22 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 21 Abbildung 7: Handlungsfelder für Bad Godesberg Quelle: dwif 2024 Zentral im Sinne der Umsetzung ist die Fokussierung: Ausdrücklich formuliert das Konzept be- wusst nicht alle denkbaren und wünschenswerten Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Stadt- bezirkes. Es konzentriert sich auf vergleichsweise wenige wichtige Schlüsselmaßnahmen, die im Rahmen der Beteiligungsformate erarbeitet, aus gutachterlicher Sicht ergänzt und priorisiert wur- den. Diese sind die entscheidenden Stellschrauben zum Erreichen der Vision und der Ziele. Damit bildet das Konzept mit dem Maßnahmenkatalog den Handlungsleitfaden für die visionsorientierte und zielgerichtete Umsetzung. Die kurz- und mittelfristigen Maßnahmen dienen der Erzielung zeit- nah sichtbarer Erfolge, während die langfristig angelegten Maßnahmen ambitioniertere Projekte wie die Sanierung der Stadthalle beinhalten. Die im Laufe des Prozesses priorisierten Maßnahmen befinden sich schwerpunktmäßig im Hand- lungsfeld „Qualitativ hochwertige Angebote“, da hier offensichtlich der größte Handlungsbedarf bis 2035 besteht. Dennoch sind im Sinne der Vision alle Handlungsfelder als gleichwertig zu betrach- ten. Die Maßnahmen sind nach dem jeweils empfohlenen Zeithorizont sortiert. Bei den Angaben zu Federführung und entsprechender Partner*innen für die Umsetzung der Maßnahmen handelt es sich um gutachterliche Empfehlungen, die es vor dem Start der Umsetzung final zu klären gilt. Glei- ches gilt für die Finanzierung und die personelle Ausstattung der Umsetzung. Bei den Maßnahmen handelt es sich um die 17 im Rahmen des Prozesses priorisierten Maßnahmen. Viele weitere wur- den in einem Ideenspeicher festgehalten und können in der Zukunft als Inspiration für die Umset- zung weiterer Projekte dienen. Ausgewählte Maßnahmen sind zusätzlich mit möglichen Finanzie- rungsansätzen (z. B., wenn es passende Fördertöpfe gibt) und Praxisbeispielen versehen.Seite 23 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 22 Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über alle Maßnahmen, die im Prozess priorisiert und un- ten ausformuliert wurden: Maßnahme Handlungsfeld Zeithorizont M1: Reaktivierung der Konzertmuschel und Be- lebung des Stadthallenumfeldes Qualitativ hochwertige Angebote kurzfristig M2: Sauberkeit und Pflegezustand in den zent- ralen tourismus- und freizeitrelevanten Zonen Qualitativ hochwertige Angebote kurzfristig M3: Ausbau und Verbesserung der Leitsys- teminfrastruktur Qualitativ hochwertige Angebote kurzfristig M4: Stärkung des Sicherheitsgefühls Qualitativ hochwertige Angebote kurzfristig M5: Sportevents im Kurpark Qualitativ hochwertige Angebote kurzfristig M6: Entwicklung touristischer Angebote und Touren Qualitativ hochwertige Angebote kurzfristig M7: Digitaler Guide für Tourismus und Freizeit Qualitativ hochwertige Angebote mittelfristig M8: Öffentliche Toilette Qualitativ hochwertige Angebote mittelfristig M9: Attraktivierung des Bahnhofsvorplatzes Qualitativ hochwertige Angebote mittelfristig M10: Entwicklung und Umsetzung attraktiver Veranstaltungsformate für Einheimische und Gäste Qualitativ hochwertige Angebote mittelfristig M11: Stärkere Inwertsetzung des Rheinufers Qualitativ hochwertige Angebote Mittel- bis lang- fristig M12: Sanierung der Stadthalle Qualitativ hochwertige Angebote langfristig M13: Instandhaltung der Kultur-, Freizeit- und Sportstätten Qualitativ hochwertige Angebote langfristig M14: Erarbeitung und Umsetzung eines Mar- ken- und Marketingkonzepts Kommunikation, Ver- marktung und Image mittelfristig M15: Datenmanagement und Datenqualität Kommunikation, Ver- marktung und Image langfristigSeite 24 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 23 M16: Plattform/Netzwerk für Tourismus, Kul- tur, Freizeit und Sport Vernetzung und Koopera- tion kurzfristig M17: Internationale Begegnungen im Freien mit Speisen und Getränken Vernetzung und Koopera- tion kurzfristig 1. Handlungsfeld „Qualitativ hochwertige Angebote“ Es gilt qualitativ hochwertige Angebote für die Bevölkerung und Gäste zu schaffen und vorhandene Angebote aufzuwerten, insbesondere in den Bereichen, die als Alleinstellungsmerkmal und für die Vermarktung genutzt werden sollen bzw. sich an zentralen Punkten der Leistungskette befinden. M1: Reaktivierung der Konzertmuschel und Belebung des Stadthallenumfeldes Mehrwert: Schaffung eines lebendigen Treffpunkts für Einheimische und Gäste | Förderung lokaler Kunst und Musik | Steigerung des Sicherheits- und Sauberkeitsempfindens im belebten und optisch aufgewerteten Kurpark Federführung: Stadt Bonn, Städtisches Gebäudemanagement (SGB), Amt für Wirtschaftsför- derung (Abteilung Liegenschaften) Partner*innen: Stadt Bonn, Kulturamt, Kunst-, Musik- und Kulturschaffende, Musikschulen, Vereine, lokale Bevölkerung Zeithorizont: kurzfristig | ab 2024 laufend Erläuterung Die Reaktivierung der Konzertmuschel und des Stadthallenumfeldes soll zur Belebung und Aufwertung der Innenstadt und des Kurparks beitragen. So soll außerdem die Zeit der Stadt- hallensanierung überbrückt werden. In der Zwischenzeit wird lokalen Musiker*innen und Künstler*innen eine Plattform für Auftritte, Austausch und Vernetzung gegeben. Darüber hin- aus können auch ausdrücklich Musikangebote von jungen und für junge und internationale Ein- wohner*innen ins Programm aufgenommen werden. Der Kurpark und die Konzertmuschel werden so zu einem Treffpunkt für alle und haben mit ihrem attraktiven Programm und der stimmigen Gesamtatmosphäre das Potenzial, Tages- und Übernachtungsgäste nach Bad Godesberg zu locken. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Planung und Infrastruktur: • Malermäßige Instandsetzung und Aufwertung der Konzertmuschel • Grundausstattung mit Veranstaltungstechnik sowie Bereitstellung von Sitzgele- genheiten und/oder Stehtischen • Erstellung eines Veranstaltungsprogrammes (z. B. einmal wöchentliche Kultur-/ Musikabende)Seite 25 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 24 • Gewinnung von Vereinen und Freiwilligen sowie Musikschulen, Theatergruppen oder lokalen Unternehmen zur Unterstützung und Durchführung der Veranstal- tungen • Prüfung der Möglichkeiten von Bespielung und Organisation durch ehrenamtliche Helfer*innen • Nutzungsbedingungen und Organisation: • Festlegung der Mietbedingungen, Auf- und Abbau- sowie Wartungskosten von Veranstaltungstechnik – sofern möglich sollten keine oder nur niedrige Kosten an- fallen • Festlegung von Nutzungsregeln wie Zeiten, Lärmschutzmaßnahmen und Buchung der Auftritte • Ggf. Organisation von Getränken und Essen (z. B. Food Trucks) • Betrieb: • Durchführung regelmäßiger Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen oder an- derer kultureller Veranstaltungen (je nach Bedarf / Buchungssituation) • Ggf. Organisation von Musik-, Kunst- oder Theaterworkshops bzw. -kurse • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit: • Werbung über Soziale Medien, Webseiten der Stadt und des Stadtmarketings, lo- kale Presse oder Plakate • Regelmäßige Einbindung der lokalen Bevölkerung zur Frage gewünschter Formate Mögliche Finanzierungsansätze • Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes: https://www.kulturstiftung-des- bundes.de/de/stiftung.html • Städtische und/oder regionale Förderprogramme • Verfügungsfonds für zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (https://zm-bad- godesberg.de/verfuegungsfonds/) • Förderprogramme des Landes NRW https://www.mkw.nrw/kultur/foerderungen • Crowdfunding über Plattformen wie Startnext oder Kickstarter M2: Sauberkeit und Pflegezustand in den zentralen tourismus- und freizeitrelevanten Zonen Mehrwert: Sicherstellung der kontinuierlichen Instandhaltung und Sauberkeit öffentlicher Be- reiche | Steigerung der Attraktivität und Funktionalität für Einheimische und Besucher*innen | Bezirksgesellschaftlichen Zusammenhalt und Identifikation stärken Federführung: Stadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün Partner*innen: Pächter*innen, Eigentümer*innen, Vereine, lokale Bevölkerung, Bonn OrangeSeite 26 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 25 Zeithorizont: kurzfristig | ab 2024 laufend Erläuterung Um die Sauberkeit und einen guten Pflegezustand der öffentlichen Plätze in Bad Godesberg sicherzustellen, bedarf es einer regelmäßigen Kontrolle und Instandhaltung durch die Stadt. Ziel ist die Steigerung der Zufriedenheit der Bad Godesberger*innen und der wahrgenomme- nen Sauberkeit sein, denn aktuell haben viele den Eindruck, dass tourismus- und freizeitrele- vante Infrastrukturen vernachlässigt werden. Dies wirkt sich negativ auf die Lebens- und Auf- enthaltsqualität aus. Zu dieser Maßnahme gehört nicht nur die regelmäßige Pflege der jeweili- gen Infrastrukturen (z. B. Parks und Brunnen), sondern auch das aktive Engagement der Bevöl- kerung im Rahmen eines gemeinsamen „Cleanups“, das die Identifikation mit dem Stadtbezirk und das Bewusstsein für Sauberkeit steigert. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Bestandsaufnahme, Planung und Umsetzung: • Erfassung des aktuellen Zustands der Parks, Brunnen und weiterer touristisch bzw. freizeitrelevanter Infrastrukturen (z. B. Umfeld der Godesburg) sowie ggf. er- gänzend Einholung von Erwartungen und Wünschen der Bürger*innen • Entwicklung eines verbindlichen Pflege- und Instandhaltungsplans mit klaren Zu- ständigkeiten der Stadt, Eigentümer*innen und Pächter*innen inkl. Benennung der erforderlichen Reinigungsintervalle und Ressourcen • Verlässliche Ausführung des Pflege- und Instandhaltungsplans inkl. Dokumenta- tion der durchgeführten Maßnahmen und des Zustandes vor Ort zur Erfolgskon- trolle • Bereitstellung von Feedbackplattformen, z. B. in Form von QR-Codes vor Ort oder Online-Formularen, auf denen Bürger*innen Mängel und Verbesserungsvor- schläge melden können • Durchführung eines jährlichen „Frühjahrsputzes“ • Organisation eines jährlichen „Cleanups“, bei dem die Bürger*innen und Vereine aktiv am Sauberhalten des Stadtbezirks mitwirken können, z. B. im Rahmen des World Cleanup Days (20.09.2024), an dem weltweit Straßen, Parks, Flussufer oder Wälder gesäubert werden • Durchführung von Informationskampagnen zur Einladung der Bevölkerung und Vereine über die Medien der Stadt und des Stadtbezirkes • Zurverfügungstellung von Reinigungsmaterialien, Werkzeugen und Müllsäcken für die Teilnehmenden • Ggf. Bereitstellung von begleitenden Maßnahmen wie Essen und Trinken oder Un- terhaltung, um die Attraktivität weiter zu steigern Mögliche FinanzierungsansätzeSeite 27 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 26 • Heimatförderung des Landes NRW https://www.mhkbd.nrw/themenportal/heimat- foerderung M3: Ausbau und Verbesserung der Leitsysteminfrastruktur Mehrwert: Benutzerfreundliches, informatives und aktuelles Leitsystem | Verbesserung der Orientierung von Gästen und Einheimischen im Stadtbezirk | Aktive Lenkung von Besucher*in- nen | Hervorheben kultureller und historischer Highlights Federführung: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information) Zeithorizont: kurzfristig (befindet sich zum Teil schon in der Umsetzung) | 2024 Erläuterung Ziel der Maßnahme ist es, die Beschilderung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und High- lights im gesamten (Innen-)Stadtbereich zu verbessern. Sowohl Gäste als auch Einheimische sollen sich künftig besser zurechtfinden und kulturelle sowie historisch relevante Sehenswür- digkeiten schneller und einfacher finden. Insbesondere das Schauspiel soll in Bad Godesberg besser ausgeschildert werden. Durch die strukturierte Beschilderung aller relevanten „Points of Interest“ (POI) lassen sich Sehenswürdigkeiten zu Touren verbinden und Besucher*innen können aktiv in die gewünschten Richtungen gelenkt werden. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Bestandsaufnahme und Analyse: • Erfassung und Kartierung aller relevanten POI • Ermittlung der Erwartungen und Bedürfnisse von Einheimischen und Gästen an die Leitsysteminfrastruktur • Analyse der aktuellen Verteilung und Identifizierung von Lücken bzw. Verbesse- rungspotenzialen • Abstimmung der Planungen mit Amt 66 der Stadt Bonn bzgl. der Neugestaltung der Fußgängerzone und ggf. Aufnahme neuer Standorte • Ausstattung: • Installation der Schilder und bei Bedarf Informationstafeln an strategisch wichti- gen Punkten • Sofern baulich möglich Sicherstellung von Barrierefreiheit • Pflege und Instandhaltung: • Pflege- und Instandhaltungsmaßnahmen frühzeitig klären und ergreifen • Aktualisierungen regelmäßig prüfen und sicherstellenSeite 28 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 27 M4: Stärkung des Sicherheitsgefühls Mehrwert: Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität | Erhöhte Anziehungskraft für potenzielle Bewohner*innen, Tourist*innen und Unternehmen | Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität insbesondere in den Abendstunden | Imageaufwertung Federführung: Stadt Bonn, Bürgerdienste (Stadtordnungsdienst) Partner*innen: Bezirksverwaltung Bad Godesberg Zeithorizont: kurzfristig | ab 2024 laufend Erläuterung Die negativen Erfahrungen und Schlagzeilen aus Bad Godesberg sind in vielen Köpfen nach wie vor sehr präsent. Bürger*innen klagen immer wieder über starkes Unsicherheitsempfin- den in der Innenstadt und den Bad Godesberger Grünanlagen, insbesondere in den Abend- stunden. Um die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu steigern, muss dementsprechend auch das Sicherheitsgefühl verbessert werden. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Erhöhte Präsenz der Ordnungskräfte und soziale Maßnahmen: • Erhöhung der Frequenz der Streifengänge und -fahrten insbesondere in den Abend- und Nachtstunden und an den kritischen Punkten in der Innenstadt und den Parkanlagen • Ggf. bei Bedarf zusätzliche (mobile) Polizeistationen an zentralen Stellen einrich- ten • Ggf. Einsatz von Sozialarbeiter*innen, die in stärker betroffenen Gebieten unter- stützen können • Beleuchtung und Infrastruktur: • Verbesserung der Beleuchtung an strategischen Punkten wie Parks, Unterführun- gen oder dunklen Straßen • Regelmäßige Wartung und Pflege des öffentlichen Raums, um einen gepflegten und sicheren Eindruck zu vermitteln • Öffentlichkeitsarbeit: • Positive Medienpräsenz z. B. durch das Erzählen positiver Geschichten oder durch Berichte zur Erhöhung der Sicherheit • Kooperationen mit lokalen Geschäften durch die „Zertifizierung“ von sicherheits- bewussten Betrieben und Ladenbesitzer*innen, die bei Bedarf aushelfen z. B. in Form eines Stickers am Eingang Praxisbeispiele und LinksSeite 29 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 28 • Stadtteilpolizisten in Hamburg – die Stadtteilpolizist*innen sind Polizeibeamte, die in den verschiedenen Stadtteilen der Stadt tätig sind und als Ansprechpartner*innen für die Bürger*innen vor Ort fungieren. Sie kümmern sich um lokale Sicherheitsfragen. • „Bei Anruf Licht“ – die Stadt München hat sich vorgenommen, die nächtliche Beleuch- tung zu verbessern, indem sie die Bevölkerung aktiv dazu aufruft, defekte Straßen- lampen oder Ampeln zu melden. So soll das Sicherheitsgefühl der Münchner*innen gestärkt werden. M5: Sportevents im Kurpark Mehrwert: Schaffung niederschwelliger (Sport-)Angebote für junge Menschen | Stärkung des generations- und kulturübergreifenden Austauschs | Steigerung der Attraktivität des Kurparks für Gäste und Einheimische | Imageaufwertung | Unterstützung lokaler Vereine und Unter- nehmen Federführung: Stadt Bonn, Sport- und Bäderamt Partner*innen: Sportvereine, Stadtmarketing Bad Godesberg e. V. Zeithorizont: kurzfristig | ab Frühling 2025 laufend Erläuterung Erfolgreiche Events und Veranstaltungen haben das Potenzial, das Image eines Ortes zu ver- bessern. Sie stärken den Zusammenhalt und die Identifikation der Bürger*innen mit der Stadt. Das stadtweite Event „Sport im Park“ kommt bei den Bonner*innen bereits sehr gut an und wird rege frequentiert. Darauf aufbauend sollten regelmäßige Sportevents im Kurpark durch- geführt werden, die insbesondere junge Menschen in Bad Godesberg ansprechen. Im Rahmen dieser Events können zudem Bad Godesberger Sportvereine Schnupperkurse anbieten. Insbe- sondere die am 25. Juli 2024 eingeweihte Outdoor-Fitnessanlage kann hier eingebunden wer- den. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Planung und Organisation: • Festlegung der Veranstaltungsformate sowie -programme je nach Format der je- weiligen Federführung • Durchführung an Wochenenden oder Feiertagen bzw. am Nachmittag oder Abend, sodass insbesondere auch Schüler*innen teilnehmen können • Gewinnung von Vereinen und weiteren (Sport-)Anbieter*innen zur aktiven Teil- nahme • Ggf. Organisation begleitender Unterhaltung und Angebote in Form von Musik, Food Trucks, Sitz- und Erholungsmöglichkeiten und Verkaufsständen • Bereitstellung von Sanitäranlagen bzw. Angebot einer „netten Toilette“Seite 30 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 29 • Kommunikation und Partizipation: • Aktive Ansprache von Schulen und (Sport-)Vereinen, um Menschen zur Teilnahme zu bewegen • Werbung auf gesamtstädtischen Online-Auftritten, in lokalen Zeitungen, Print und Social Media • Aktivierung von Freiwilligen zur Unterstützung vor Ort M6: Entwicklung touristischer Angebote und Touren Mehrwert: Schaffung touristisch attraktiver und reiseanlassstiftender Angebote | Erhöhung der touristischen Attraktivität | Stärkung des Tages- und Übernachtungstourismus | Verbesse- rung der Vernetzung in Bad Godesberg, Bonn und der Region | Unterstützung eines glaubwür- digen Images durch passende Produkte Federführung: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information), Bad Godesberg Stadtmarketing e. V. Partner*innen: Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, Anbie- ter*innen touristischer Leistungen Zeithorizont: kurzfristig | 2025 Erläuterung Aktuell fehlt es in Bad Godesberg teilweise noch an attraktiven touristischen Angeboten und Touren. Hinzu kommt, dass es kaum eine aktive Vernetzung mit der gesamten Stadt Bonn und der umliegenden Region gibt. Gäste nehmen eine touristische Destination i. d. R. nicht im Rah- men ihrer administrativen Grenzen, sondern - auch abhängig von touristischen Angeboten und Sehenswürdigkeiten - häufig großräumiger wahr. Um für Gäste in Zukunft attraktiver zu sein, gilt es anziehende Angebote zu schaffen, die auch die Region mit einbeziehen und so den Tou- rismus im Stadtbezirk, in der gesamten Stadt und der Region stärken. Kombiniert werden kön- nen z. B. eine Wanderung zum Drachenfels mit einem Theaterbesuch am Abend mit einer Übernachtung im Rheinhotel Dreesen. Es gilt, die passenden Zielgruppen (z. B. in Anlehnung an das Leitbild der Stadt Bonn oder des Landes NRW) zu identifizieren und entsprechende Pa- kete und Touren bzw. Führungen (z. B. mit passenden Fokusthemen wie Architektur oder Poli- tik) für sie zu schnüren. Alle Angebote und ihre Vermarktung sollten immer in Hinblick auf die Bedürfnisse und Erwartungen der jeweiligen Zielgruppe entwickelt werden. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Bestandsaufnahme und Planung: • Vertiefende Erhebung von Angebot und Nachfrage in Bad Godesberg, Bonn und der Region (basierend auf den Ergebnissen des Leitbilds und der Bestandsauf- nahme im Rahmen des vorliegenden Konzeptes) (Welche Angebote und ProdukteSeite 31 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 30 gibt es? / Wie gut passen diese zusammen? / Welche Zielgruppen werden ange- sprochen? / Was sind Leuchttürme? / Welche Produkte werden aktuell nachge- fragt? / Was erwarten unsere Gäste?) • Basierend auf den Ergebnissen der Analysen: finale Definition und Fokussierung des eigenen Profils und der präferierten Zielgruppen • Partnerschaften und Netzwerke stärken: • Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn, den umliegenden Städten und Gemeinden ausbauen (Bonn-Information/Tourismusverbände, Kulturinstitutionen und lokale Unternehmen) • Regelmäßige Treffen, um Erfahrungen auszutauschen, Ideen, Angebote und Pro- dukte weiterzuentwickeln und Partner*innen zu koordinieren • Entwicklung themenbasierter Produkte und Touren: • Fokus Architektur (stadtbezirksspezifisch): Führung entlang bedeutender Bau- werke bzw. durch architektonische Sehenswürdigkeiten • Fokus auf historisches Erbe (Bad Godesberg und Bonn): Touren zu Denkmälern, Museen und historischen Stätten (ggf. mit thematischem Fokus z. B. Beethoven, Politik) • Kulinarische Touren (lokal und/oder regionsübergreifend): Erlebnistouren, die lo- kale Spezialitäten, besondere Restaurants und Hotels, Weingüter, Brauereien oder Märkte einbeziehen • Erlebbare Ankerpunkte und Sehenswürdigkeiten: • Interaktive Erlebnisse: z. B. Nutzung von Augmented Reality (AR) und Virtual Rea- lity (VR), um historische Ereignisse und architektonische Entwicklungen erlebbar zu machen (besonders für Familien mit Kindern) • Kunst und Kultur: Integration von kulturellen Veranstaltungen, Kunstinstallatio- nen und temporären Ausstellungen in die Touren M7: Digitaler Guide für Tourismus und Freizeit Mehrwert: Verbesserung des Informations- und Orientierungsangebotes für Einheimische und Tourist*innen | Erhöhte touristische Attraktivität | Steigerung der Relevanz, Aktualität und Zu- friedenheit durch maßgeschneiderte Inhalte Federführung: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information), Stadtmarketing Bad Godesberg e. V. Partner*innen: Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Standortentwicklung), Chief Digital Officer (CDO), Heimatverein, UDB Zeithorizont: mittelfristig | 2025 - 2026Seite 32 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 31 Erläuterung Mit der Entwicklung eines digitalen Guides für Bad Godesberg (ggf. auch gesamtstädtisch) sol- len das Besucher*innenerlebnis verbessert und die Leitsysteminfrastruktur durch immersive Erlebnisse ergänzet werden. Dazu gehören die Beschreibung wichtiger POIs und deren histo- rischer Hintergründe, die Information über Restaurants, Cafés oder Shoppingmöglichkeiten sowie Parks, Sport- oder Freizeitengebote. Außerdem können im Guide Führungen mit VR- oder AR-Anwendungen eingebaut werden, die insbesondere für Familien mit Kindern oder Kultur- und Geschichtsbegeisterte interessant sind. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Inhaltsentwicklung: • Zusammenstellung relevanter Informationen und interessanter Fakten zu Sehens- würdigkeiten und Attraktionen • Einpflegen von kulturellen Veranstaltungen, Gastronomie und Einkaufmöglichkei- ten sowie Freizeitaktivitäten, Wanderungen, Touren und Führungen sowie konti- nuierliche Aktualisierung der Inhalte • Produktion und Einpflegen multimedialer Inhalte wie Fotos und Videos, virtuelle Rundgänge, Audioguides oder Podcasts • Individualisierung: • Aufbau profilbasierter Vorschläge und Erlebnisrouten basierend auf den Interes- sen und dem Verhalten der Nutzer*innen • Ggf. Integration von ÖPNV- und Routenplanung • Integration lokaler Anbieter*innen: • Kooperation mit lokalen Unternehmen, die z. B. Rabatte für Guide-Nutzer*innen bieten • Ermöglichung von Buchungs- und Reservierungsfunktionen direkt über den Guide • Prüfung der Machbarkeit einer gemeinsamen Lösung mit der Stadt Bonn und ggf. den umliegenden Regionen Praxisbeispiele und Links • „SoesTour-App“ aus Soest – mit der App können Gäste die Stadt „entdecken, wann und wie sie wollen“. Die Anwendung bietet Gästen die Möglichkeit, mit ihrem eigenen Stadtführer durch die Gassen der Stadt zu laufen. Dafür müssen sie nur die App kos- tenlos runterladen und können dann das mittelalterliche Soest auf ihren Bildschirmen entdecken. • „Going Local Berlin“ – die “Kiez-App“ für Berlin zeigt den Gästen das Berlin abseits be- reits bekannter Sehenswürdigkeiten. In der App sind mehr als 700 Tipps zu Touren, Restaurants und Lieblingsplätzen der Berliner*innen enthalten.Seite 33 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 32 Mögliche Finanzierungsansätze • „Digital Jetzt“ – Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands des Bundes • Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) - https://www.eu-foerdermittel.eu/tourismus/ M8: Öffentliche Toilette Mehrwert: Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt Federführung: Stadt Bonn, Städtisches Gebäudemanagement (für öffentliche Toilettenanlagen) Partner*innen: Eigentümer*innen (im öffentlichen Raum bzw. von Ladenlokalen) Zeithorizont: kurz- bis mittelfristig | 2025 - 2026 Erläuterung In der Bad Godesberger Innenstadt gibt es laut den Erfahrungen der Bevölkerung zu wenige öf- fentliche Toiletten, was zu einer deutlich eingeschränkten Aufenthaltsqualität in der Innenstadt führt. Ziel ist es, dieses Problem kurz- bis mittelfristig zu beheben. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Bedarfsanalyse: • Durchführung einer kompakten Bedarfsanalyse (Wo fehlen öffentliche Toiletten / Wo ist der Bedarf besonders hoch?) – zu berücksichtigen sind Besucher*innen- ströme, Veranstaltungsinfrastruktur und aktuelle Engpässe • Auswahl des/der Standorte/e basierend auf der Bedarfsanalyse (inkl. Kontaktauf- nahme mit Eigentümer*innen und Pächter*innen) und ggf. Auswahl eines Dienstleis- ters zur Bespielung (z. B. Sanifair) • Planung, Genehmigung und Bau: • Information und Beteiligung der Bevölkerung (v. a. bei Standortauswahl) • Technische und bauliche Planung (inkl. Sicherstellung der Barrierefreiheit und Aus- schilderung) • Einholen von Genehmigungen • Bau und Inbetriebnahme • Prüfung: Ist die Toilette kostenfrei oder kostenpflichtig? • Betrieb: • Festlegung der Verantwortlichen für Pflege, Sauberkeit und Instandhaltung Praxisbeispiele und Links • Öffentliche City Toiletten von Wall https://www.wall.de/oeffentliche-city-toilettenSeite 34 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 33 M9: Attraktivierung des Bahnhofsvorplatzes Mehrwert: Attraktiver Bahnhofsvorplatz, der Besucher*innen einen guten ersten Eindruck vermittelt | Schaffung einer Willkommensatmosphäre am wichtigen Ort des Ankommens | Steigerung der Aufenthaltsqualität | Belebung der Innenstadt Federführung: Stadt Bonn, Stadtplanungsamt, Amt für Umwelt und Stadtgrün Partner*innen: Eigentümer*innen, Deutsche Bahn, Gastronom*innen Zeithorizont: mittelfristig | 2025 - 2027 Erläuterung Durch die Attraktivierung soll der Bahnhofsvorplatz aufgewertet und stärker genutzt werden. So sollen der erste Eindruck von Bad Godesberg verbessert und die Aufenthaltsqualität durch Begrünung, Ertüchtigung des Brunnens und die Etablierung von (Außen-)Gastronomie gestei- gert werden. Damit werden zudem neue Verweilmöglichkeiten geschaffen. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Planung und Gestaltung: • Entwurf eines Konzeptes für weitere Verschönerung, gastronomische Nutzung und ggf. Platzierung von schattenspendenden Elementen wie Sonnensegeln und Fahrradständern für Pendler*innen und Besucher*innen • Zusammenarbeit mit lokalen Gastronom*innen zur Entwicklung attraktiver gast- ronomischer Angebote, Nutzung mit Deutscher Bahn realisieren • Einholung und Sicherstellung von Genehmigungen und rechtlichen Grundlagen insbesondere für die gastronomische Nutzung • Aufstellung einer Kostenkalkulation und eines Finanzierungsplans • Information und Beteiligung der Bad Godesberger Bevölkerung bei der Erstellung und Umsetzung des Plans • Umsetzung: • Vorbereitung und Umsetzung der Pläne sowie Erstellung eines Pflege- und War- tungsplanes (siehe auch M2) • Aufbau von mobilen und festen Sitzgelegenheiten sowie von Beleuchtung Mögliche Finanzierungsansätze • Förderungen des Bundes: Wachstum und nachhaltige Erneuerung und Lebendige Zentren • Förderung von „Grüner Infrastruktur“ des Landes NRWSeite 35 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 34 M10: Entwicklung und Umsetzung attraktiver Veranstaltungsformate für Einheimi- sche und Gäste Mehrwert: Steigerung der Attraktivität des Stadtbezirks für Gäste und Einheimische | Image- aufwertung | Unterstützung lokaler Vereine und Unternehmen | ggf. Zwischennutzung für temporäre Leerstände Federführung: Stadtmarketing Bad Godesberg e. V. Partner*innen: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung, Dezernat 4 (Amt 41, 52), Bezirks- verwaltung Bad Godesberg, Vereine, lokale Bevölkerung, ehrenamtliche Helfer*innen Zeithorizont: mittelfristig | 2025 - 2027 Erläuterung Neben den bereits erwähnten Sportevents sollen weitere (ganzjährige) Veranstaltungsfor- mate in Bad Godesberg etabliert werden. Regelmäßige (z. B. 1x im Monat) Pop-Up Events im gesamten Bezirksbereich können durchgeführt werden. Denkbar sind verschiedene Indoor und Outdoor Pop-Up-Events, z. B. Restaurants, Kinos, Escape Rooms, Open-Air-Konzerte oder Theateraufführungen. Diese Veranstaltungen sollen gezielt auch junge Menschen und Men- schen jeglicher Herkunft in Bad Godesberg und darüber hinaus ansprechen. Ein ganzjähriges, vielfältiges Veranstaltungsprogramm an verschiedenen Orten (z. B. Godesburg, Rheinufer oder Innenstadtbereiche) hilft dabei, den Stadtbezirk zu beleben und Besucher*innen anzuzie- hen. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Planung und Organisation: • Festlegung des Veranstaltungsprogramms (basierend auch auf den Wünschen der Bevölkerung) sowie je nach Format der jeweiligen Federführung und Location • Gewinnung von Vereinen und Anbieter*innen zur aktiven Teilnahme und Mitwir- kung an den Veranstaltungen • Ggf. Organisation begleitender Unterhaltung und Angebote in Form von Musik, Food Trucks, Sitz- und Erholungsmöglichkeiten und Verkaufsständen • Bereitstellung von Sanitäranlagen • Kommunikation und Partizipation: • Werbung auf gesamtstädtischen Online-Auftritten, in lokalen Zeitungen, Print und Social Media • Aktivierung von Freiwilligen zur Unterstützung vor Ort Praxisbeispiele und Links • Das „Brunch!“-Festival in Barcelona – das Open-Air-Festival kombiniert Musik, Essen und Trinken und Aktivitäten für Menschen jeden Alters.Seite 36 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 35 • Das "Kino, Mond & Sterne" in München - der Westpark bietet während der Sommer- monate ein Freiluftkinoerlebnis mit einer großen Leinwand und gemütlichen Sitzmög- lichkeiten im Grünen. • Schauraum aus Münster - Im Aaseepark wird „Schauraum - Das Fest der Museen und Galerien" veranstaltet, bei dem Kunstinstallationen und Aufführungen im Freien zu sehen sind. Es gibt auch Workshops und Mitmachaktionen für Besucher*innen. M11: Stärkere Inwertsetzung des Rheinufers Mehrwert: Inwertsetzung und Erlebbarkeit des Bad Godesberger Rheinufers als „Tor zum ro- mantischen Rhein“ stärken | Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Sicherheitsgefühls am Rhein | Schaffung eines authentischen Highlights für die Vermarktung Federführung: Stadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün Partner*innen: Bezirksverwaltung Bad Godesberg, Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information) Zeithorizont: mittel- bis langfristig | laufend - 2035 Erläuterung Das Rheinufer ist bereits heute ein Ort, den die Godesberger*innen zum Spazieren, Joggen und Fahrradfahren nutzen. Das Flussufer ist nicht nur ein Erholungsort, sondern bietet auch einen hervorragenden Ausblick auf das Siebengebirgspanorama. Es ist daher auch in der Wahrnehmung der lokalen Bevölkerung ein zentrales Highlight. Trotzdem äußern die Bür- ger*innen den Wunsch, das Rheinufer weiter aufzuwerten und das „Tor zum romantischen Rhein“ dadurch stärker in die Vermarktung Bad Godesbergs aufnehmen zu können. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Bedarfsanalyse, Gestaltungskonzept und Infrastrukturplanung: • Durchführung einer Bedarfsanalyse, um Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen der Bad Godesberger*innen und Gäste für das Rheinufer aufzunehmen • Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes für das Flussufer inkl. Fußgänger- und Radwegen, Grünflächen, Spielplätzen, Ruhezonen und Veranstaltungsflächen • Management von parallellaufenden Maßnahmen (z. B. aus dem ISEK) und laufende Abstimmung mit den jeweiligen Partner*innen sicherstellen • Planung der notwendigen Infrastruktur inkl. Beleuchtung, Verweilmöglichkeiten, Fahrradstellplätzen, sanitären Einrichtungen (siehe auch M8) und Müllentsorgung • Planung von Verkehr und Zugänglichkeit (v. a. im Hinblick auf Barrierefreiheit) • Prüfung von Machbarkeit insbesondere in Bezug auf Lärmschutz • Planung von weiteren Nutzungen v. a. Veranstaltungsformaten (Ideensammlung):Seite 37 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 36 • Aussichtsplattformen mit Verweilmöglichkeiten und Informationstafeln (an pas- senden Stellen) • Aufbau von Outdoor-Fitnessbereichen für Training entlang des Flussufers • Kulturelle Veranstaltungen z. B. Open-Air-Konzerte, Kunstausstellungen und - märkte, Theater- oder Filmaufführungen (siehe auch M5), eigene Veranstaltungen z. B. im Rahmen von „Rhein in Flammen“ • Sportliche Aktivitäten z. B. Sportevents (z. B. Laufen oder Radfahren), Bootrennen (Machbarkeit prüfen), gemeinsame Wanderungen, Themenwanderungen / Rad- touren für Besucher*innen und Einheimische • Kulinarische Angebote / Veranstaltungen z. B. Street-Food Festivals mit lokalen Anbieter*innen (inkl. Musik und Unterhaltung), öffentliche Picknicks, zu denen Ein- heimische ihr eigenes Essen und Trinken mitbringen und teilen, Wein- oder Bier- feste Praxisbeispiele und Links • Rheinuferpromenade Düsseldorf: hier gibt es nach aufwendigen Umbauten Veran- staltungen, Flohmärkte oder Verweilmöglichkeiten https://www.visitduessel- dorf.de/attraktionen/rheinuferpromenade-acb4eca250 • Rheinufer in Köln: das Kölner Rheinufer besticht durch seine vielseitigen Verweilmög- lichkeiten https://www.koeln.de/tourismus/sehenswertes/das-rheinufer-in- koeln_929684.html M12: Sanierung der Stadthalle Mehrwert: Belebung und Aufwertung des Stadtparks und der Innenstadt | Schaffung bzw. Re- aktivierung einer strahlkräftigen Veranstaltungslocation Federführung: Stadt Bonn, Städtisches Gebäudemanagement, Amt für Wirtschaftsförderung (Abteilung Liegenschaften) Zeithorizont: langfristig | Beginn 2025, bis spätestens 2035 abzuschließen Erläuterung Die Sanierung der Stadthalle ist eine der wichtigsten Maßnahmen und Grundlage für die wei- tere Stadtbezirksentwicklung und wird von einer breiten Masse der Bad Godesberger*innen getragen und gewünscht. Sie soll in Zukunft wieder als attraktive Veranstaltungslocation die- nen und Einheimische und Besucher*innen aus der gesamten Region anziehen. Diese Maß- nahme ist ein zentraler Bestandteil zur Erfüllung der Vision. Es gilt, die baulichen Mängel zu beheben und die zukünftige Nutzung festzulegen. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Sanierungskonzept und Denkmalpflege:Seite 38 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 37 • Ermittlung des Ist-Zustandes und Evaluierung der Sanierungsmöglichkeiten • Erarbeitung eines Sanierungs- (im Sinne des Denkmalschutzes) / Neubaukonzepts mit Zeitplan (zu prüfen ist es, ob diese Pläne gegenüber der Öffentlichkeit kommu- niziert werden, insbesondere im Hinblick auf die aktuell sehr große Unzufrieden- heit) • Tragwerksanierung, Prüfung energetischer Sanierung und der Barrierefreiheit • Ausstattung und Nutzung: • Aktualisierung und Installation der Veranstaltungstechnik und Sicherheitseinrich- tungen (z. B. Brandschutz) • Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes: Welche Nutzungen sind vorgesehen? / Pla- nung von konkreten Veranstaltungen und Events zur Wiedereröffnung Mögliche Finanzierungsansätze • Denkmalförderung des Landes NRW https://www.brd.nrw.de/themen/planen- bauen/denkmalschutz/denkmalfoerderung#faq_19846 • Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz https://www.denkmal- schutz.de/ueber-uns/die-deutsche-stiftung-denkmalschutz/aufgaben-ziele/denkmal- foerderung.html M13: Instandhaltung der Kultur-, Freizeit- und Sportstätten Mehrwert: Verbesserung der Lebensqualität | Stärkung des Sicherheitsgefühls und der Sau- berkeit | Wertschätzung der Infrastrukturen bei der Bevölkerung stärken Federführung: Stadt Bonn, Dezernat 4 (Amt 41, 52), Städtisches Gebäudemanagement Partner*innen: Stadt Bonn, Stadtplanungsamt, Vereine, Eigentümer*innen, Pächter*innen von Kultur, Freizeit und Sportstätten Zeithorizont: langfristig | laufend Erläuterung Neben der Stadthalle gibt es in Bad Godesberg einen Instandhaltungsbedarf bei Kultur-, Frei- zeit- und Sportstätten. Diesen gilt es systematisch zu ermitteln und konsequent anzugehen, um in Zukunft als Wohn-, Arbeits- und Urlaubsraum attraktiv zu sein. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Bestands- und Bedarfsaufnahme: • Überprüfung des konkreten Instandhaltungsbedarfs anhand von (vorliegenden) Gutachten und BevölkerungsbefragungenSeite 39 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 38 • Priorisierung und zeitliche Festlegung sowie Budgetierung der Instandhaltungs- maßnahmen (Unterscheidung Reparaturen und Renovierungsmaßnahmen / Wie dringlich sind sie?) • Planung und Durchführung: • Planung der Wartungs- und Instandhaltungsintervalle sowie regelmäßige Inspekti- onen • Transparenz mit der lokalen Bevölkerung und Vereinen sicherstellen, ggf. Bürger- foren zur Beteiligung oder Information durchführen • Monitoring und Qualitätssicherung: • Einrichtung eines Überwachungssystems und Qualitätsmanagements zur kontinu- ierlichen Prüfung und Sicherstellung der Qualität, Rückmeldungen der Nutzer*in- nen erfassen • Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten und Barrierefreiheit bei der lang- fristigen Planung 2. Handlungsfeld Kommunikation, Vermarktung und Image Die folgenden Maßnahmen sollen den Akteur*innen helfen, ein klares Profil und eine Positionie- rung für Bad Godesberg zu entwickeln und in Zukunft durch emotionales Storytelling und ein posi- tives Image mehr Gäste nach Bad Godesberg zu bringen. Außerdem sollen so auch die Identifika- tion und der Stolz nach innen gestärkt werden. M14: Erarbeitung und Umsetzung eines Marken- und Marketingkonzepts Vision: Aufbau eines einheitlichen und inspirierenden Marketings und Storytellings | Steige- rung der eigenen Attraktivität und Bekanntheit Federführung: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information), Stadtmarketing Bad Godesberg e. V. Partner*innen: Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, lokale Be- völkerung, Vereine, Leistungstragende Zeithorizont: mittelfristig | 2025 - 2026 Erläuterung Im Rahmen des ISEK-Prozesses wurde neben der Erstellung eines Konzeptes für Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport auch die Erarbeitung eines Marketingkonzeptes gefordert. Ziel des Marketingkonzeptes müssen die Definition von Alleinstellungsmerkmalen, die Festlegung des Profils und der Positionierung Bad Godesberg sein. Diese grundlegenden Voraussetzungen müssen bestehen, bevor ein erfolgreicher Vermarktungsplan erarbeitet werden kann und sich die Marketingmaßnahmen auf das Image Bad Godesbergs auswirken. Diese MaßnahmeSeite 40 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 39 beschreibt die Durchführung der Grundlagenarbeit. In diesen Prozess sollten alle relevanten privaten und öffentlichen Akteur*innen eingebunden werden, damit sich alle mit dem Ergebnis identifizieren können. Das vorliegende Konzept hat mit der Identifikation von Highlights und der Formulierung einer konkreten Vision bereits die Grundlagen dafür gelegt. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Markenanalyse: • Analyse der eigenen (Marken-)Identität aus Sicht der Akteur*innen und der loka- len Bevölkerung (Wofür steht Bad Godesberg?) • Herausarbeiten der zentralen Spitzenleistungen (Was kann Bad Godesberg heute schon besonders gut?) • Erarbeitung einer Markenstrategie: • Festlegung der Alleinstellungsmerkmale (Wofür soll Bad Godesberg in Zukunft stehen / Was sollen differenzierende Leistungen sein?) • Positionierung definieren (Was ist das gemeinsame Ziel?) • Vermarktungsstrategie und Marketingplan mit allen kommunizierenden Part- ner*innen entwickeln und umsetzen • Umsetzung der Strategie: • Entwicklung einer der Markenstrategie entsprechenden Kommunikation (Sto- rytelling) und entsprechender Produkte • Erfolgskontrolle und Qualitätsmanagement: • Regelmäßige Erfolgskontrolle z. B. durch Bevölkerungsbefragungen zum Image und dessen Entwicklung • Qualitätsmanagement zu Sicherstellung, dass alle Partner*innen im Sinne der Stra- tegie und Positionierung kommunizieren M15: Datenmanagement und Datenqualität Mehrwert: Qualitätsverbesserung der Informationen zu Stadt und Region | Steigerung der Be- kanntheit Bad Godesbergs als Wohn- und Urlaubsort | Zusammenarbeit und Vernetzung von Informationen und Partner*innen Federführung: Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, Stadtmar- keting Bad Godesberg e. V. Partner*innen: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information), Leistungstra- gende, Vereine Zeithorizont: langfristig | 2027 - 2029 ErläuterungSeite 41 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 40 Um im Marketing erfolgreich zu sein und den Gästen relevante Informationen bereitstellen zu können, bedarf es eines gemeinsamen Datenmanagements. Ziel des Datenmanagements ist es, alle touristisch relevanten Informationen z. B. zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants und Touren zu sammeln und in einer inspirierenden und informierenden Form an die Gäste auszu- spielen. Das Datenmanagement ist die Basis für Anwendungen wie z. B. personalisierte Emp- fehlungen. Dafür müssen alle Leistungstragenden in der Destination ihre Daten in eine zent- rale Datenbank einpflegen bzw. an die datenpflegende Institution weitergeben. Die Daten kön- nen dann über das Data Hub NRW und den Knowledge Graph der DZT an ein breites Publi- kum ausgespielt werden. Das führt dazu, dass die Gästezufriedenheit steigt. Aus Sicht der Ak- teur*innen hilft das gemeinsame Datenmanagement effizienteres Marketing und Vertrieb zu betreiben, bekannter zu werden und strategische Entscheidungen besser zu treffen. Heute ist das Datenmanagement eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Destinationen. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Sensibilisierung: • Bad Godesberger Akteur*innen für die Notwendigkeit und Bedeutung des Daten- managements sensibilisieren • Datensammlung und -pflege: • Ernennung einer Datenmanagerin / eines Datenmanagers, der sich um die touristi- schen Daten aus Bad Godesberg kümmert bzw. Befähigung der Leistungstragen- den zur selbstständigen Datenpflege bei der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler • Systematische Erfassung und Pflege der Daten der Verantwortlichen (Datenmana- ger*in oder Leistungstragende) in das System der Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler • Standardisierung der Daten, Sicherstellung der Datenqualität und Einpflegen der Daten in offener Form • Laufende Aktualisierung der Daten und Ausloten von Möglichkeiten zur Automati- sierung der Datensammlung und Qualitätssicherung • Nutzung der Daten: • Integration der Daten auf bestehenden Onlinekanälen • Evaluation von Möglichkeiten zur Personalisierung von Suchergebnissen für U- ser*innen (z. B. Intelligentes Empfehlungssystem) Finanzierungsmöglichkeiten • Förderprogramm des Bundes „go-digital“ • Förderungen der NRW Bank „Digitalisierung & Innovation“Seite 42 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 41 3. Handlungsfeld Maßnahmen Vernetzung und Kooperation Ziel des Handlungsfelds Vernetzung und Kommunikation ist es, Zusammenarbeit, Vernetzung und Kooperation vor Ort zu stärken. M16: Plattform/Netzwerk für Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport Mehrwert: Systematische Vernetzung der Akteur*innen | Verbesserung der Zusammenarbeit und Entwicklung vernetzter und wettbewerbsfähiger Angebote | Wissens- und Erfahrungs- austausch Federführung: Zentrenmanagement Bad Godesberg Partner*innen: Stadt Bonn, Amt für Wirtschaftsförderung (Bonn-Information), Dezernat 4 (Amt 41, 52), Amt 10, Tourismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler, Stadtmarketing Bad Godesberg e. V., Bezirksverwaltung Bad Godesberg Zeithorizont: kurzfristig | ab 2024 laufend Erläuterung Die Analysen haben gezeigt, dass die Vernetzung der Akteur*innen aller vier Bereiche ausbau- fähig ist. Die Verantwortlichen in Bad Godesberg kennen sich zwar, sie arbeiten häufig aber nur vereinzelt und projektabhängig zusammen. Um die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Bad Godesberg zu stärken, braucht es aber eine systematische und übergreifende Zusammenar- beit sowie vernetzte und aufeinander abgestimmte Angebote. In Zukunft gilt es zu verhindern, dass Vernetzungsversuche scheitern. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Stakeholder- und Netzwerkanalyse: • Identifizierung und Analyse aller relevanten Akteure in den Bereichen Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport, einschließlich staatlicher Institutionen, Unternehmen, gemeinnütziger Organisationen, Kulturschaffender und (Sport-)Vereine • Ermittlung der individuellen Interessen, Ziele und Bedürfnisse der einzelnen Ak- teur*innen sowie potenzieller Synergien und Kooperationsmöglichkeiten (Was wünschen sich die Akteur*innen von der Zusammenarbeit / Wie sieht erfolgreiche Zusammenarbeit aus?) • Kooperationsstrategie: • Festlegung klarer Ziele und Visionen für die Kooperation, die darauf abzielen, die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den Akteur*innen zu verbessern und langfristig zu erhalten • Aufstellen von Rahmenbedingungen, Richtlinien und Mechanismen für die Zusam- menarbeit, einschließlich der Rollen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Ak- teure*innen sowie der Entscheidungsprozesse und Kommunikationswege, Festle- gung von NetzwerkstrukturenSeite 43 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 42 • Regelmäßiger Austausch: • Einrichtung von Kommunikationskanälen für den regelmäßigen Austausch von In- formationen, Ideen und Best Practices • Organisation von regelmäßigen Treffen, Workshops und Veranstaltungen, um den persönlichen Austausch und die Vernetzung zwischen den Akteur*innen sicherzu- stellen • Entwicklung von gemeinsamen Produkten, Projekten und Angeboten, die die Be- reiche Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport miteinander verknüpfen und einen Mehrwert für die Einheimischen und Gäste schaffen • Erfolgskontrolle und Verankerung: • Definition von Indikatoren und Kriterien zur Bewertung der Wirksamkeit des Ko- operationsnetzwerks • Sofern möglich: Verankerung des Kooperationsnetzwerks in der Stadt- bzw. Be- zirksverwaltung, um seine Kontinuität und Nachhaltigkeit sicherzustellen. M17: Internationale Begegnungen im Freien mit Speisen und Getränken Mehrwert: Zusammenführung der Stadtgesellschaft | Stärkung von Integration und interkultu- rellem Austausch | Belebung der Innenstadt | Stärkung des Sicherheitsgefühls Federführung: Zentrenmanagement Bad Godesberg, Stadtmarketing Bad Godesberg e. V., Be- zirksverwaltung Bad Godesberg Partner*innen: Vereine, Internationale Schule, Gastronom*innen, lokale Bevölkerung Zeithorizont: kurzfristig | ab 2025 laufend Erläuterung Ziel dieser Maßnahme ist es, internationale Begegnungen und interkulturellen Austausch zu stärken. Bad Godesberg ist sehr international, aktuell nehmen die Befragten jedoch eher meh- rere Parallelgesellschaften wahr als eine geeinte Stadtgesellschaft. Diesem Gefühl gilt es aktiv entgegenzuwirken, indem z. B. mit niederschwelligen Veranstaltungen Begegnungen und Aus- tausch gefördert werden. Erste Schritte / mögliche Einzelmaßnahmen • Zieldefinition und Konzepterstellung: • Festlegung klarer Ziele für die Veranstaltung, z. B. Förderung des interkulturellen Verständnisses, Abbau von Vorurteilen, Vernetzung verschiedener Kulturen und Gemeinschaften • Prüfung von Querverbindungen zu / Ausweitung von vorhandenen Events (z. B. „Vielfalt!“)Seite 44 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 43 • Auswahl von Veranstaltungsort und -zeit z. B. im Kurpark oder am Rheinufer • Gestaltung und Verteilung von Einladungen sowie Durchführung von Werbemaß- nahmen in verschiedenen Sprachen, um eine breite und vielfältige Teilnehmer- gruppe anzusprechen • Zusammenarbeit mit kulturellen Vereinen, Gemeinschaftsorganisationen und Res- taurants, die Spezialitäten aus verschiedenen Kulturen anbieten können • Durchführung: • Organisation von gemeinsamem Essen und Trinken sowie Organisation von inter- aktiven Aktivitäten wie Kochworkshops, Verkostungen, interkulturellen Spielen oder Diskussionen • Einbindung von Unterhaltung z. B. in Form von Musik Praxisbeispiele und Links • Karneval der Kulturen Berlin – Straßenfest der Kulturen in Berlin, während dem in je- dem Jahr ein Karnevalsumzug stattfindet, der ein Zeichen gegen Diskriminierung jeg- licher Art setzten will und eine offene und diverse Gesellschaft feiert • Fest der Kulturen Ingolstadt - beim Fest der Kulturen stellen die Kulturvereine ihre Arbeit vor und präsentieren ihre Herkunft sowie ihre Traditionen im Klenzepark, ei- ner großen Grünfläche mitten in der Stadt V. UMSETZUNG Mit Erarbeitung des vorliegenden Konzepts haben die Stadt, die Akteur*innen und die Bevölkerung in Bad Godesberg eine Maßnahme aus dem ISEK umgesetzt. Das Konzept Tourismus, Kultur, Frei- zeit und Sport bildet die strategische Grundlage für die zielgerichtete Weiterentwicklung Bad Godesbergs. Im Zentrum steht die Vision eines lebendigen, attraktiven und vernetzten Bad Godes- bergs. Mit messbaren Zielen und der Fokussierung auf ausgearbeitete Schlüsselmaßnahmen soll diese Vision bis 2035 Wirklichkeit werden. Jetzt kommt es darauf an, die definierten Maßnahmen zielgerichtet vorzubereiten und konsequent umzusetzen. Insbesondere in den Veranstaltungen mit der Bevölkerung wurde immer wieder deut- lich, dass im Anschluss an Konzeptentwicklungsprozesse zu wenig Umsetzungserfolge wahrgenom- men werden. Viele konzeptionelle Grundlagen liegen vor, und jetzt ist ein kraftvoller Umsetzungs- prozess notwendig, um den in der gemeinsamen Vision formulierten Wunschzustand zu erreichen. Hierfür braucht es neben dem Engagement aller Akteur*innen eine Stelle oder Person, die die Um- setzung koordiniert und vorantreibt. Das Umsetzungsmanagement z. B. aus Wirtschaftsförderung und Bezirksverwaltungsstelle koordiniert die Umsetzung der Gesamtstrategie mit den jeweiligen Einzelmaßnahmen.Seite 45 von 46 Konzept Tourismus, Kultur, Freizeit, Sport Bad Godesberg Seite 44 Das Umsetzungsmanagement • hat die Maßnahmen und ihren jeweiligen Umsetzungsstand im Blick und evaluiert regelmäßig den Umsetzungsstand • definiert gemeinsam mit den jeweiligen Maßnahmenverantwortlichen Teilziele und Zeitrah- men • ist der „Kümmerer“ und übernimmt die treibende Rolle bei der Umsetzung. Das Umsetzungsmanagement sollte mit der Situation in Bad Godesberg gut vertraut sein und ideal- erweise gute Verbindungen in die betreffenden Ämter der Stadt haben. Es gilt in regelmäßigen Ab- ständen den aktuellen Stand der Maßnahmen und eventuelle Änderungsbedarfe zu prüfen und im Sinne der definierten Vision und Ziele umzusetzen. Laufende Anpassungen können getätigt wer- den, ohne ein neues Konzept zu erstellen. Sicherzustellen ist darüber hinaus, dass Querverbindun- gen mit dem gesamtstädtischen touristischen Leitbild der Stadt Bonn genutzt und realisiert wer- den. Wichtig ist auch, die Bad Godesberger Bevölkerung an der Umsetzung ausgewählter Maßnah- men und den Erfolgen des Konzeptes teilhaben zu lassen. So sollten erste Erfolge zeitnah erzielt und kommuniziert werden, um eine positive Wahrnehmung bei allen zu erzielen.Seite 46 von 46
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