241292 · Beschlussvorlage
Weiteres Vorgehen Kläranlage Salierweg, Klärschlammverladung Ingenieurleistungen – Planung der Technische Anlagen zur Klärschlammverladung auf der Kläranlage Salierweg (HOAI)
Kerndaten
- Nummer
- 241292
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 07.08.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Anhörung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 241292 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Weiteres Vorgehen Kläranlage Salierweg, Klärschlammverladung Ingenieurleistungen – Planung der Technische Anlagen zur Klärschlammverladung auf der Kläranlage Salierweg (HOAI) Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 22.08.2024 Anhörung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 28.08.2024 Empfehlung Rat 29.08.2024 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Beschlussvorschlag Dem weiteren Vorgehen zur Vergabe von Ingenieurleistungen zur Planung der Technischen Anlagen zur Klärschlammverladung auf der Kläranlage Salierweg wird zugestimmt. Begründung Die Stadt Bonn ist im Sommer 2022 als Gesellschafterin der Klärschlammverwertung am Rhein GmbH (KLAR GmbH) zum Neubau einer Klärschlammverwertungsanlage in Köln beigetreten, um ab 2029 die Verwertung der Bonner Klärschlämme langfristig sicherzustellen. Gemäß Ratsbeschluss soll der Klärschlammtransport von der Kläranlage Bonn Salierweg zur neuen Klärschlammverwertungsanlage (KVA) in Köln Merkenich per Schiff mit umweltfreundlichen Antrieben erfolgen. Die Klärschlämme der Stadt Bonn werden zurzeit im Klärwerk Salierweg gesammelt. Neben dem Schlamm des Klärwerks Salierweg werden auch die Schlämme der Kläranlagen Godesberg, Beuel und Duisdorf mitbehandelt, entwässert und in der KVA der Kläranlage Salierweg verbrannt. Die KLAR plant zurzeit in Köln-Merkenich den Neubau der KVA.Seite 1 von 5 Seite 2 Der Baubeginn ist für Ende 2025, die Inbetriebnahme für 2029 vorgesehen. Der kontinuierliche Transport der Klärschlämme aus Bonn erfolgt per Schiff ab 2029. Für die Klärschlammbe- und entladung des Schiffes ist eine Hafenanlage in Bonn im Bereich der Kläranlage Salierweg und in Köln Merkenich im Bereich der neuen Klärschlammverwertungsanlage erforderlich. An der neuen Klärschlammverwertungsanlage in Köln ist die Nutzung des Hafens Köln Niehl II, an der Kläranlage Salierweg die Nutzung des benachbarten Bonner Hafens vorgesehen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sind die Möglichkeiten zur Umsetzung der Klärschlammverladung betrachtet worden. Die Am Zehnhoff-Söhns GmbH, im folgenden AZS, betreibt das Terminal der Bonner Häfen am Salierweg. Unter Beibehaltung der aktuellen Liegeplätze ist ein Umschlag im laufenden Betrieb des Hafens grundsätzlich möglich. Weiter kann im Hafen zur Aufstellung von Umschlaggeräten eine Fläche von 15 x 20 m gepachtet werden. Diese befindet sich unmittelbar östlich der vorhandenen Krananlage am Ende der Hafenanlage und günstig gelegen zum Leinpfad / dem Klärwerk. Die Nutzung der Bestandsanlage ohne bauliche Veränderungen im Bonner Hafen bedingt, dass ein Schiff zur Klärschlammverladung an den aktuell vorhandenen Liegeplätzen im Hafen platziert werden muss. Zwischen Liegeplatz des Schiffs und der zur Verfügung gestellten Fläche ist bei der Verladung ein Bereich von ca. 15 m zu überbrücken. Detaillierte Betrachtungen bzgl. der Umschlagtechnik / Infrastruktur als auch weitere Abstimmungen mit dem Hafenbetreiber sind im Zuge der weiteren Planungen erforderlich. Zur Umsetzung dieser Maßnahme steht nun die Vergabe von Planungsleistungen an. Gegenstand der Planungsleistungen sind die technischen Anlagen zur Klärschlammverladung auf der Kläranlage Salierweg und dem Hafen Bonn. Der wesentliche Teil der technischen Anlagen liegt auf dem Gelände der Kläranlage Salierweg, ein geringer Teil auf dem Gelände des Hafen Bonn. Die Anlagen werden für den Transport des entwässerten Klärschlamms aus dem Gebäude der Schlammentwässerung mittels Pumpen und Rohrleitung zu neu zu errichtenden Klärschlammsilos genutzt, die zur Zwischenspeicherung des Klärschlamms erforderlich sind. Von den Klärschlammsilos erfolgt ebenfalls mittels Pumpen und Rohrleitung der Weitertransport vom Gelände der Kläranlage zur nahe gelegenen Übergabestelle am vorgesehenen Liegeplatz des Klärschlammschiffs im Bonner Hafen. Die erforderliche Rohrleitung kreuzt den Geh- und Radweg „Leinpfad“. Sowohl die erd- als auch die oberirdische Verlegung der Rohre werden als Varianten im Planungsprozess geprüft. Im Falle einer oberirdischen Verlegung wird die Rohleitung über eine Rohrbrücke mit einem ausreichend großen Lichtraumprofil erfolgen, so das eine Nutzungsbeeinträchtigung jeglicher Art des Leinpfades ausgeschlossen ist. Das Vergabeverfahren wird von der KLAR GmbH durch die Vergabestelle derSeite 2 von 5 Seite 3 Städtischen Entwässerungsbetriebe Köln AöR (StEB Köln) durchgeführt. Die Beauftragung und der Abschluss eines Ingenieurvertrages erfolgt nach Abschluss des Vergabeverfahrens durch die Stadt Bonn. Die Vergabe der Planungsleistungen ist in folgendem Umfang auf Grundlage der HOAI vorgesehen: - Technische Ausrüstung LP 1-9 zu §55 HOAI für die AG 1, 4, 5, 7, 8 soweit erforderlich zur Klärschlammverladung auf ein Schiff am Standort Bonn (Fördertechnik, Zwischenlagerung etc.) - Objektplanung LP 1-9 zu § 43 HOAI soweit für TGA erforderlich - Tragwerksplanung LP 1-6 zu § 51 HOAI soweit für TGA erforderlich Die Objektplanung der Ingenieurbauwerke bzw. Tragwerksplanung ist nur insoweit vorzusehen, als dass sie in Bezug zu den Technischen Anlagen stehen (Z.B. Fundamente Fördertechnik, Silos u.ä.). Zudem ist die Untersuchung der statischen Auswirkung auf die Nachbarbauwerke (Filtrationsgebäude) sowie weitere besondere Leistungen zu vergeben. Die voraussichtlichen Herstellkosten als Grundlage anrechenbarer Kosten der Planungsleistungen betragen 4.700.000,00 Euro netto und ergeben sich wie folgt: Angaben in Euro (netto) Objektplanung Ingenieurbauwerke KG 300 600.000 Planungsleistungen der technischen Ausrüstung KG 400 4.100.000 davon KG 410 200.000 KG 440 250.000 KG 450 100.000 KG 470 3.300.000 KG 480 150.000 KG 490 100.000 Die Eingruppierung in die „Honorarzone unten“ wurde nach HOAI 2021 vorgenommen. Leistung: HOAI 2021, §43 Ingenieurbauwerke, LP 1-9 Honorarzone: III unten Leistungsphase: Grundlagenermittlung X 2,0 v.H. Vorplanung X 20,0 v.H. Entwurfsplanung X 25,0 v.H. Genehmigungsplanung X 5,0 v.H. Ausführungsplanung X 15,0 v.H. Vorbereitung der Vergabe X 13,0 v.H.Seite 3 von 5 Seite 4 Mitwirkung bei der Vergabe X 4,0 v.H. Objektüberwachung/Bauoberleitung X 15,0 v.H. Objektbetreuung und Dokumentation X 1,0 v.H. Gesamt 100,0 v.H. Umbauzuschlag: v.H. Bieterangabe Örtl. Bauüberwachung: v.H. Bieterangabe Nebenkosten: v.H. Bieterangabe Besondere Leistungen v.H., Psch, Bieterangaben Leistung: HOAI 2021, §55 technische Ausrüstung, LP 1-9 Honorarzone: Anlagengruppe 1, 4, 5, 7, 8, II unten Leistungsphase: Grundlagenermittlung X 2,0 v.H. Vorplanung X 9,0 v.H. Entwurfsplanung X 17,0 v.H. Genehmigungsplanung X 2,0 v.H. Ausführungsplanung X 22,0 v.H. Vorbereitung der Vergabe X 7,0 v.H. Mitwirkung bei der Vergabe X 5,0 v.H. Objektüberwachung/Bauoberleitung X 35,0 v.H. Objektbetreuung und Dokumentation X 1,0 v.H. Gesamt 100,0 v.H. Umbauzuschlag: v.H. Bieterangabe Örtl. Bauüberwachung: v.H. auf AHK Bieterangabe Nebenkosten: v.H. Bieterangabe Besondere Leistungen v.H., Psch, Bieterangaben Leistung: HOAI 2021, §51 Tragwerksplanung, LP 1-6 Honorarzone: III unten Leistungsphase: Grundlagenermittlung X 3,0 v.H. Vorplanung X 10,0 v.H. Entwurfsplanung X 15,0 v.H. Genehmigungsplanung X 30,0 v.H. Ausführungsplanung X 40,0 v.H. Vorbereitung der Vergabe X 2,0 v.H. Mitwirkung bei der Vergabe Objektüberwachung/Bauoberleitung Objektbetreuung und Dokumentation Gesamt 100,0 v.H. Umbauzuschlag: v.H. Bieterangabe Örtl. Bauüberwachung: Nebenkosten: Besondere Leistungen v.H. Bieterangabe Psch, BieterangabeSeite 4 von 5 Seite 5 Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de