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241245 · Beschlussvorlage

Förderung von Angeboten der Suchtprävention bei •update Fachstelle für Suchtprävention der Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie und •der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim in den Jahren 2023 und 2024

Nummer
241245
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
16.08.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 11.09.2024 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 241245-01 AA BBB-ÄA „Förderung von Angeboten der Suchtprävention bei •update Fachstelle für Suchtprävention der Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie und •der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim in den Jahren 2023 und 2024“ – DS241245

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Beschlussvorlage
öffentlich
241245
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Förderung von Angeboten der Suchtprävention bei
•update Fachstelle für Suchtprävention der
Ambulanten Suchthilfe Caritas/Diakonie und
•der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim
in den Jahren 2023 und 2024
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
11.09.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Zu den nachgewiesenen, anerkannten und ungedeckten Personal-, Sach- und
Overheadkosten erhalten
• update Fachstelle für Suchtprävention der Ambulanten Suchthilfe
Caritas/Diakonie Zuschüsse in Höhe von maximal 950.400,00 EUR im
Jahr 2023 und 1.021.600,00 EUR im Jahr 2024. Darin enthalten sind
pro Jahr 39.000,00 EUR Sachkosten zur Durchführung suchtpräventiver
Angebote (24.000,00 EUR für mobile Suchtprävention mit dem bonner
event sprinter, 10.000,00 EUR für sozialräumliche Suchtprävention und
5.000,00 EUR für Angebote an Schulen und in Einrichtungen der
Kinder- und Jugendarbeit);
Hinweis: Zur Sicherung der Liquidität für laufende Kosten des Trägers
und zum Erhalt der Maßnahmen wurden in 2023 auf die
voraussichtliche Förderung Vorschüsse geleistet in Höhe von insgesamt
908.551,24 EUR.
• die Evangelischen Jugendhilfe Godesheim zum Einsatz des bonner
event sprinters einen Zuschuss in Höhe von maximal 150.760,00 EUR
im Jahr 2023 und 153.180,00 EUR im Jahr 2024. Darin enthalten sind
pro Jahr ca. 6.000,00 EUR Fahrzeugkosten und 5.000,00 EUR
Maßnahmemittel zur Durchführung suchtpräventiver Angebote.
Hinweis: Zur Sicherung der Liquidität für laufende Kosten des Trägers
und zum Erhalt der Maßnahmen wurden auf die voraussichtlicheSeite 1 von 7
Seite 2
Förderung in 2023 Vorschüsse geleistet in Höhe von insgesamt
150.760,00 EUR).
Begründung
update Fachstelle für Suchtprävention in Trägerschaft des Caritasverbandes
und des Diakonischen Werkes ist als Bestandteil der Ambulanten Suchthilfe
Bonn eine spezialisierte Einrichtung für Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr und ihre Bezugspersonen.
update bietet jungen Menschen individuelle Unterstützung, informiert über
Alkohol, Drogen, ein kompetentes Medienverhalten sowie über
verhaltensbezogene Süchte und Essstörungen. Update hilft betroffenen jungen
Menschen, persönliche Engpässe zu überwinden und begleitet sie auf dem
Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Eltern und anderen Bezugspersonen
wird eine individuelle Beratung zur Förderung ihrer Erziehungs- und
Elternkompetenz angeboten. Außerdem erhalten Interessierte und
Ratsuchende im Rahmen von Veranstaltungen, Workshops und Seminarreihen
suchtspezifische Informationen.
Darüber hinaus stellt update ein umfangreiches Angebot an
Informationsveranstaltungen, Fortbildungen, erlebnispädagogischen Projekten
und Beratungen zu suchtspezifischen und persönlichkeitsstärkenden Themen
für Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereit.
update ist die zentrale Anlaufstelle für alle suchtspezifischen Fragen im Kindes-
, Jugend- und jungen Erwachsenenalter in Bonn.
Schwerpunkte des Gesamtangebots von update bilden
• Jugendsuchtberatung;
• Beratung von Eltern, Angehörigen und Bezugspersonen;
• Suchtprävention.
Auf der Basis eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses hat die Arbeit
der Fachkräfte von update Fachstelle für Suchtprävention zum Ziel
• missbräuchlichem, riskantem und schädlichem Gebrauch von Alkohol
und Drogen,
• stoffgebundenen Süchten wie Alkohol- Medikamenten-, Heroin-,
Cannabisabhängigkeit
• nicht-stoffgebundenen Süchten wie Mediensucht, Spielsucht oder
Essstörungen
bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorzubeugen und damit
ihre psychosoziale Entwicklung und ihre Gesundheit zu fördern.
Hierbei muss wirksames suchtpräventives Handeln die aktuelle Lebenssituation
der Zielgruppe mit ihren typischen Entwicklungsaufgaben verstehen und
einbeziehen, um die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrer
Lebenswelt zu erreichen. Das soziale Umfeld (Eltern, Lehrer/-innen und
sonstige Bezugspersonen) ist dabei von zentraler Bedeutung.Seite 2 von 7
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Einen wichtigen Schwerpunkt der Suchtprävention bilden suchtpräventive
Maßnahmen im Sozialraum. Vorrangiges Ziel ist es hier, die vor Ort
vorhandenen Ressourcen zu aktivieren und Netzwerkarbeit zu betreiben, um
Projekte in den vor Ort vorhandenen Einrichtungen und Schulen zu initiieren
und zu begleiten. Hierzu ist eine bestmögliche Entfaltung der Wirksamkeit und
Nachhaltigkeit der suchtpräventiven Interventionen gewährleistet.
In 2021 wurde ein aufsuchendes Suchtpräventions- und Beratungsangebot für
Jugendliche, die sich im öffentlichen Raum aufhalten und dort Cannabis und
andere Suchtstoffe konsumieren, eingerichtet. Es werden an Orten wie
Hofgartenwiese/Zentrum und Panoramapark/Bad Godesberg Jugendliche und
junge Erwachsene, die über bisherige Zugangswege der Prävention und
Beratung nicht oder nicht ausreichend erreicht werden konnten, von
suchtspezifisch erfahrenem Personal vor Ort angesprochen.
Die aufsuchende Suchtprävention verfolgt die Ziele:
• Frühzeitiges Erreichen Jugendlicher bevor riskante Konsummuster
zur Gewohnheit werden
• Kritische Reflexion des eigenen Konsumverhaltens in der
Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen
• Förderung des Bewusstseins über die Ambivalenz beim
Substanzkonsum zwischen positiven und negativen Aspekten, der
Konsummotivation sowie die Erarbeitung von Handlungsalternativen
• Förderung eines selbstverantwortlichen Umgangs mit Rausch- und
anderen Konsummitteln
• Verhinderung von Straffälligkeit
• Hilfestellung zur Einschränkung oder Beendigung des Konsums
• Anbindung an Hilfesysteme
Gefördert werden bei der Fachstelle update 0,5 VZÄ Leitungsanteil, 7,08 VZÄ
Sozialarbeit/Sozialpädagogik, 1 VZÄ Freiwilliges Soziales Jahr, 1,4 VZÄ
Verwaltung sowie 0,3 Hausmeister. Darüber hinaus werden Sach- und
Overheadkosten gefördert. Bei der Förderung werden Eigenanteile des Trägers
sowie Landesmittel (56.300 EUR) berücksichtigt.
Die Förderung von Update hat sich wie folgt entwickelt:
Betriebskosten:
2021: 819.600 EUR 2022: 840.540 EUR
2023: 911.400 EUR 2024: 982.600EUR
Bonner event sprinter:
2021: 24.000 EUR 2022: 24.000 EUR
2023: 24.000 EUR 2024: 24.000 EURSeite 3 von 7
Seite 4
Sozialräumliche Suchtprävention:
2021: 10.000 EUR 2022: 10.000 EUR
2023: 10.000 EUR 2024: 10.000 EUR
Maßnahmen an Schulen etc.:
2021: 5.000 EUR 2022: 5.000 EUR
2023: 5.000 EUR 2024: 5.000 EUR
Hinweis zum Kostenverlauf:
In den Jahren 2023/ 2024 waren deutliche Tariferhöhungen zu verzeichnen.
Die Ambulante Suchthilfe Caritas/ Diakonie ist aufgrund ihrer Kompetenzen und
Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannten
Zielgruppen zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser
Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung verbundenen formellen
Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages sowie eines
Verwendungsnachweises) wurden von den Verbänden bislang stets
ordnungsgemäß erfüllt.
Das Gesamtkonzept der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim wurde über
Jahre hinweg mit dem Anspruch entwickelt, Heranwachsenden in schwierigen
Lebenssituationen bedarfsgerecht und individuell helfen zu können.
Die Entwicklung der Angebote orientiert sich an den konkreten Lebenswelten
und berücksichtigt die Lebenslagen der Zielgruppe. In diesem Zusammenhang
sind auch präventive und sozialräumlich bezogene Angebote entwickelt
worden.
Wesentlicher Bestandteil suchtpräventiver Arbeit in Bonn ist der bonner event
sprinter. Der bonner event sprinter ist ein mobiles, zielgruppenorientiertes
präventives Angebot.
Der bonner event sprinter orientiert sich in seinem Selbstverständnis an
folgenden übergreifenden Arbeitsprinzipien:
• Aufsuchende Arbeit
• Niedrigschwelligkeit und Flexibilität der Angebote
• Bedürfnis-, Lebenswelt- und Alltagsorientierung
• Freiwilligkeit und Akzeptanz
• Vertrauensschutz und Anonymität
• Verbindlichkeit und Kontinuität
•
Diese Arbeitsprinzipien sind unverzichtbar, bedingen sich gegenseitig und
prägen alle Angebote des bonner event sprinter. Das Angebotsspektrum zielt
darauf ab, Vertrauen zu der jeweiligen Klientel aufzubauen, um bei BedarfSeite 4 von 7
Seite 5
geeignete Hilfe und Förderung vermitteln zu können.
Der bonner event sprinter ist ein mobiles suchtpräventives
Gemeinschaftsangebot von update Fachstelle für Suchtprävention
Caritas/Diakonie und der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim.
Neben mobilen suchtpräventiven Aktionen bei Großveranstaltungen und an
Bonner Schulen bilden suchtpräventive Maßnahmen im Sozialraum einen
Schwerpunkt. Die regelmäßigen Einsätze des bonner event sprinter in
ausgewählten Bonner Stadtteilen ergänzen das System der aufsuchenden
Suchtprävention in Bonn. Schwerpunkte bilden die Stadtteile Tannenbusch,
Medinghoven und Bad Godesberg.
Mit diesem Angebot werden Jugendliche und junge Erwachsene dort, wo sie
sich überwiegend in ihrer Freizeit aufhalten, erreicht. Neben der frühzeitigen
Suchtprävention ist es hier möglich, Jugendliche anzusprechen, die bereits
einen Gelegenheits- oder riskanten Konsum von Suchtmitteln praktizieren.
Gefördert werden 1,5 VZÄ Sozialarbeit/ Sozialpädagogik einschließlich Sach-
und Overheadkosten sowie Fahrzeugkosten des bonner event sprinters.
Darüber hinaus erhält der Träger Mittel zur Durchführung von suchtpräventiven
Maßnahmen.
Die Förderung der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim hat sich wie
folgt entwickelt:
Betriebskosten:
2021: 135.050 EUR 2022: 138.550 EUR
2023: 145.760 EUR 2024: 148.180 EUR
Maßnahmen an Schulen etc.:
2021: 5.000 EUR 2022: 5.000 EUR
2023: 5.000 EUR 2024: 5.000 EUR
Die Evangelische Jugendhilfe Godesheim ist aufgrund ihrer Kompetenzen und
Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannten
Zielgruppen zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser
Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung verbundenen formellen
Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages sowie eines
Verwendungsnachweises) wurden von dem Träger bislang stets
ordnungsgemäß erfüllt.Seite 5 von 7
Seite 6
Finanzielle Auswirkungen:
(maximal mögliche Förderhöhe)
Haushaltsjahr 2023
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,
Vereine,sonst.Träg.
15000050601 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,
sonst.Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch
bereitzustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
1.101.160,00
EUR
150000506 /
73.1000
2023 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
56.300,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
1.044.860,00
EUR
Haushaltsjahr 2024
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,
Vereine,sonst.Träg.
15000050601 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,
Vereine,sonst.Träg.
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich FolgekostenSeite 6 von 7
Seite 7
Brutto Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch
bereitzustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
1.174.780,00
EUR
150000506 /
73.1000
2024 0,00 EUR
Einzahlungen /
Erträge
56.300,00 EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
1.118.480,00
EUR
Anlage/n
KeineSeite 7 von 7

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Datenstand: 02.11.2026, 21:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de