241244 · Anregungen und Beschwerden
Bürgerantrag: Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße "Am Südfriedhof"
Kerndaten
- Nummer
- 241244
- Art
- Anregungen und Beschwerden
- Veröffentlicht
- 22.07.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
Dateien
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Anregungen und Beschwerden öffentlich 241244 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 20.07.2024 Bürgerantrag: Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße "Am Südfriedhof" Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 27.08.2024 Entscheidung Inhalt der Anregungen und Beschwerden Der Antrag lautet: Wir beantragen 1. umfassende und klare Informationen über die konkrete Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße „Am Südfriedhof“ einschließlich etwaiger An- liegerkosten. 2. Beteiligung der Anwohner an der Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße „Am Südfriedhof“. 3. Beruhigung jeder Art von Verkehr in der Straße „Am Südfriedhof“ von der Servatiusstraße bis zum Beginn der Schrebergärten durch zweckmäßige bauli- che Maßnahmen und/oder Widmung als verkehrsberuhigte Straße. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich) 2 Bürgerantrag (öffentlich)Seite 1 von 4 Betreff Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße „Am Südfriedhof“ Ihr Antrag Wir beantragen 1. umfassende und klare Informationen über die konkrete Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße „Am Südfriedhof“ einschließlich etwaiger Anliegerkosten. 2. Beteiligung der Anwohner an der Verkehrs- und Straßenbauplanung in der Straße „Am Südfriedhof“. 3. Beruhigung jeder Art von Verkehr in der Straße „Am Südfriedhof“ von der Servatiusstraße bis zum Beginn der Schrebergärten durch zweckmäßige bauliche Maßnahmen und/oder Widmung als verkehrsberuhigte Straße. PDF erstellt mit: www.form-solutions.de Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 2 von 4 Begründung des Antrags Der Bonner Radentscheid fand zur Zeit der Corona-Pandemie statt, war deshalb kaum öffentlich wahrnehmbar. Auch jetzt sind die Informationen hierzu unvollständig und teils widersprüchlich. Der Radentscheid leidet daher an einem Transparenz- und – zumindest in der Straße „Am Südfriedhof“ – einem Akzeptanzdefizit. Zudem scheinen zwar die vorgesehenen überörtlichen Ziele und Verkehrsbeziehungen auf der Straßenkarte stimmig, sie lassen sich aber anhand der konkreten Situation vor Ort nicht bestätigen – dies gilt jedenfalls für die Straße „Am Südfriedhof“. Zu Antrag 1: In der Öffentlichkeit und vor Ort gibt es unterschiedliche, teils widersprüchliche Informationen aus städtischen Gremien zur konkreten Umsetzung des Radentscheids in der Straße „Am Südfriedhof“. Einerseits sollen konkrete Markierungsarbeiten vorbereitet werden, andererseits soll dem Mobilitätsausschuss die Konkretisierung übertragen und von diesem der Radwegausbau „Am Südfriedhof“ wieder gestrichen worden sein. Auch wird berichtet, die Straße solle zunächst überhaupt hergerichtet werden. Welche Maßnahmen sind tatsächlich für die Straße „Am Südfriedhof“ vorgesehen und wie verhalten sie sich zu § 8 KAG NRW? Zu den Anträgen 2 und 3 Die Straße „Am Südfriedhof“ weist mehrere Besonderheiten auf, die bei einem Ausbau zum Radschnellweg nicht ausreichend berücksichtigt würden. Zur Straße: • Die Straße ist nicht fertiggestellt. Es gibt keinen eigenen Fußweg, der Belag ist von Schlaglöchern geprägt. • Die Straße ist unterschiedlich breit: Zwischen den Hausnummern 1-7 etwa 5 m, in der Kurve vor Hausnummer 4 knapp 4 m breit, zwischen den Hausnummern 6 - 2 ohne Bürgersteig etwa 9 m. • Die Kurve vor Hausnummer 4 ist sehr unübersichtlich wegen des beidseitigen Bewuchses im Knick; der in diese Kurve einmündende Fuß-/Radwegs aus Richtung Prinzenstraße ist ebenfalls verdeckt. Die Verengung der Kurve stellt insgesamt eine Verkehrsgefahr dar, besonders dann, wenn vor dem Haus Nr. 4 Autos parken. • Zwischen den letzten Häusern und der Bahn sowie entlang der Bahn ist der Fuß-und Radweg unbeleuchtet, zwischen Hausnummer 35 und Südfriedhof ist es nachts wegen der Bäume nahezu schwarz. • Die Straße ist bislang nicht gewidmet. Es gibt keine Straßenreinigung und keinen Winterdienst. Zur Verkehrssituation: • In der kurzen Straße wohnen mehrere Familien mit kleinen Kindern, es gibt zudem eine Kindertagesstätte. • Es handelt sich um eine Sackgasse und Anliegerstraße, die am hinteren Ende in einen Fuß-/Radweg zur bahnparallelen Verbindung zwischen Bonn und Bad Godesberg übergeht. • Die Straße wird nur von Anliegern mit dem Kfz genutzt; es handelt sich dabei um Anwohner, um Bring-/Abholverkehr zur KiTa, um Friedhofsbesucher, die den hinteren Parkplatz des Südfriedhofs nutzen, sowie um Nutzer des Hundetrainingsplatzes. • Für Fußgänger und Radfahrer aus Friesdorf ist die Straße eine gern genutzte Anbindung an den bahnparallelen Fuß-/Radweg in Richtung Bonn und Rheinaue. • Das Verkehrsgeschehen war ursprünglich geprägt von einem guten Nebeneinander der Verkehrsteilnehmer mit wenigen Autos und deutlichem Rad- und Fußverkehr. Dieses Verhältnis ändert sich aber in der letzten Zeit: Einzelne Autofahrer, die den Hundetrainingsplatz ansteuern, fahren mit hoher Geschwindigkeit (trotz Tempo 30) und ungebremst um die Kurve vor Hausnummer 4, was vermehrt zu brenzligen Gefahrensituationen geführt hat. Kinder sind dem PDF erstellt mit: www.form-solutions.de Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 3 von 4 schutzlos ausgesetzt. Zudem ist eine zunehmende Rücksichtslosigkeit von Fahrradfahrern festzustellen, die mit hoher Geschwindigkeit fahren und Fußgänger beschimpfen und wegdrängen, auch gehbehinderte Menschen. Gefährlich ist der Teil der Straße, an dem die Schrebergärten beginnen: hier ist es besonders eng, besonders wenn die Hecken nicht beschnitten werden. Nachts ist es wegen der hohen Laubbäume geradezu pechschwarz; hier kommt es bei Dunkelheit oft zu gefährlichen Situationen zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern. Bewertung: • Für eine gute Fahrradanbindung aus Friesdorf in Richtung Bonn ist eine Vorberechtigung des Radverkehrs nicht erforderlich: Eine Bedrängung durch Kfz-Verkehr existiert hier nicht. • Eine einheitliche Ausgestaltung der Straße bis zur Bahnparallelen mit einer Trennung von Fuß- und Radverkehr ist aus baulichen Gründen nicht möglich. Jedenfalls am Beginn der Straße und bei den Schrebergärten wird es bei einer gemeinsamen Wegenutzung bleiben müssen. • Die gesamte Straße weist mit der unübersichtlichen Kurve vor Hausnummer 4 und dem engen, unbeleuchteten Stück ab den Schrebergärten Gefahrstellen auf, die ein rücksichtsvolles Nebeneinander der Verkehrsteilnehmer erfordern. Die Errichtung einer Fahrradstraße würde eine Bevorrechtigung von Fahrradfahrern bedeuten und die Inanspruchnahme des eigenen Vorrechts gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern fördern. Dies geht zu Lasten der Fußgänger, insb. der Kinder. Es ist offenbar geplant, dass die Fahrradstraße bei den Schrebergärten abrupt endet. Dass die Fahrradfahrer hier von „Vorfahrt“ auf „Rücksichtnahme“ umschalten, ist nicht zu erwarten, da es ja auch jetzt schon nicht so ist. Darum wird an der Stelle die gefühlte Vorberechtigung nicht enden, was unnötig zusätzlich Gefahr an einer bestehenden Gefahr- und Angststelle schafft. • Die sachgerechte Lösung besteht darin, in der Straße Anreize für gegenseitige Rücksichtnahme zu schaffen, insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, etwa durch entsprechende bauliche Maßnahmen oder Widmung in eine verkehrsberuhigte Straße. In der Folge können die anderen Verkehrsteilnehmer die Straße immer noch zweckmäßig nutzen: die wenigen Autos und rasenden Radler müssten – was ohnehin geboten ist – etwas langsamer fahren, davon würden auch die meisten Radfahrer profitieren, die darunter allerdings schon jetzt kaum leiden. Mit freundlichen Grüßen von den AntragstellerInnen Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens drei Monaten in Bonn wohne. PDF erstellt mit: www.form-solutions.de Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:48 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de