241106 · Mitteilungsvorlage
Evaluation der EP-Produktionsförderung „Durchstarten!“ 2023
Kerndaten
- Nummer
- 241106
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 01.07.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 241106 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Evaluation der EP-Produktionsförderung „Durchstarten!“ 2023 Beratungsfolge Kulturausschuss 21.08.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Hintergrund: Ausgangsidee für das Projekt war es, ein niederschwelliges, möglichst unbüro- kratisches Förderangebot für Bonner (Nachwuchs-) Musiker*innen und Bands zu entwickeln, welches den Geförderten einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Professionalisierung ermöglicht. Musiker*innen müssen über möglichst hochwertig produziertes Tonmaterial verfügen, um sich zum einen auf den entsprechenden Plattformen wie Spotify, Apple Music und anderen präsentieren zu können, und zum anderen, um die- ses als Basis für Bewerbungen bzw. Vorstellungen bei Veranstalter*innen, Agenturen und Fördernden zu nutzen. Genau hier setzte die EP-Förderung „Durchstarten!“ an, die im Herbst 2023 erstmalig umgesetzt wurde. Das Kulturamt unterstützte fünf EP-Produktionen mit jeweils bis zu 2.000 Euro netto und zahlte den Künstler*innen zusätzlich ein Honorar für das zugehörige Release-Konzert in Höhe von 500 Euro. Geförderte Musiker*innen: o FCBO Fountain Cave Basement Orchestra o Basti Smolka o Fish in the Elevator o The Eleanors o Lepus Durchführung Durch Gespräche im Vorfeld der Ausschreibung konnten vier Tonstudios ge- funden werden, die sich bereiterklärten, am Projekt teilzunehmen, sollten die künftig Geförderten über keine geeigneten eigenen Kontakte verfügen. Dies waren Ton 25, Hansahaus Studios Bonn, Equiptik Productions und RPZ/Das Musiknetzwerk. Grundsätzlich durften die Geförderten jedoch das Tonstudio selbst auswählen. Voraussetzung war lediglich, dass die Produktion in Bonn stattfand und damit indirekt auch die beteiligten Bonner Tonstudios gefördert wurden.Seite 1 von 3 Seite 2 Die Bewerbungen der Musiker*innen konnten formlos per E-Mail eingereicht werden. Anzugeben waren Informationen über die Künstler*innen selbst, ihren Bezug zu Bonn, Informationen zur geplanten EP und Links zu bisherigen Auf- nahmen/Konzerten (Hörproben). Eine Altersgrenze wurde bewusst nicht gezo- gen. Das Verfahren verlief insgesamt problemlos und unbürokratisch. Zur Optimie- rung und Vermeidung von Nachfragen soll bei einer Fortsetzung des Förder- programms ein digitales Antragsformular mit Pflichtfeldern entwickelt werden. Die Vergabe der Mittel für die EP-Produktion erfolgte direkt an die Tonstudios. Die Zahlung der ergänzenden Honorare für die EP-Release-Konzerte erfolgte in Form von Künstler*innenverträgen. Beides trug zur Niedrigschwelligkeit des Programms bei. Die Zusammenarbeit mit den Tonstudios lief sehr zufriedenstellend. Für die EP- Produktionen wurden nachfolgende Studios von den geförderten Künst- ler*innen ausgewählt: Hansahaus Studios Bonn, RPZ/Das Musiknetzwerk, Energiekreis Zuckerhut Studio (2 x) und Tapehouse-Productions. Resonanz Die Resonanz in der Musikszene war überwältigend. Trotz einer recht kurzen Bewerbungsfrist von zwei Wochen, wurden insgesamt 46 Bewerbungen einge- reicht. Ursprünglich waren lediglich zwei Förderungen geplant. Auf Grund der großen Resonanz und vorhandener Restmitteln aus anderen Projekten, konn- ten drei weitere Produktionen, also insgesamt fünf Förderungen, umgesetzt werden. Juryverfahren und Ergebnisse Die Jurysitzung fand als Videokonferenz statt. Die heterogene Zusammenset- zung aus den Bereichen Veranstaltung, Politik, Tonunternehmen, Musikförde- rung und Verwaltung führte zu produktiven, zielführenden Diskussionen und einem ausgewogenen Ergebnis. Inzwischen wurden alle fünf EPs produziert und bereits vier Release-Konzerte durchgeführt, die durchweg gut besucht waren. Das fünfte Konzert musste auf Grund einer Erkrankung auf den 06.10.2024 verschoben werden. Sowohl die Musiker*innen, als auch Studios sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Konzerte fanden in der Harmonie Bonn, im namenlos und im Kult 41 statt. Das noch aus- stehende Konzert wird in der rheinbühne durchgeführt. Fazit Die große Resonanz auf die Ausschreibung verdeutlicht den Bedarf der Bonner Musikszene. Die produzierten EPs werden die Geförderten auf dem Weg der Professionalisierung und beim „Durchstarten“ unterstützen: zum einen durch die Auseinandersetzung mit den Erfordernissen, die eine Produktion der eige- nen Musik mit sich bringt (Komposition, technische Anforderungen, Kosten, etc.), zum anderen über die Herstellung eines Produkts, mit dem sie sich wie- derum weiter bewerben können und das als Türöffner für die nächsten Schritte fungiert. Selbst abgelehnte Musiker*innen bewerteten die neue Fördermöglichkeit sehr positiv.Seite 2 von 3 Seite 3 Das Auswahlverfahren und die Umsetzung haben sich im Großen und Ganzen bewährt und sollen künftig beibehalten werden. Ausblick Angesichts der großen und sehr aktiven Bonner Musikszene liegt viel Potenzial in der Fördermaßnahme. Eine Fortsetzung wird perspektivisch nicht nur die Anzahl der geförderten Musiker*innen erhöhen, sondern kann auch dazu führen, dass abgelehnte Bewerber*innen sich über eine erneute Bewerbung weiter professionalisieren. Es ist geplant, dass Projekt im Herbst 2024 fortzuführen. Dafür werden derzeit ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten eruiert. Klassische Förderprogramme aus dem Musikbereich scheiden aus, da diese in der Regel Musiker*innen di- rekt adressieren. Daher werden aktuell mögliche Sponsor*innen gesucht und Stiftungen angesprochen. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de