241097-03 AA · Änderungsantrag
Grüne-Änderungsantrag: Verkehrsversuch zum Motorisierten Individual Verkehr in Bad Godesberg um die Straße Am Kurpark – Antrag zur Vorlage DS 231249-02
Kerndaten
- Nummer
- 241097-03 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 09.04.2025
- Letzte Änderung
- 01.11.2026
Orte
- Friedrich-Ebert-Straße Hauptort
- Am Kurpark
- Burgstraße
- Stadthalle
- Koblenzer Straße
- Löbestraße
- Moltkestraße
- Bad Godesberg
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 241097-03 AA Antragsteller/in: Grüne Bezirksfraktion Bad Godesberg Dr. Christian Möller Nicole Unterseh Michael Wenzel Gerhard Lemm Petra Martischewski 09.04.2025, gez. BBM Wenzel Grüne-Änderungsantrag: Verkehrsversuch zum Motorisierten Individual Verkehr in Bad Godesberg um die Straße Am Kurpark – Antrag zur Vorlage DS 231249-02 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 09.04.2025 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Die Verwaltung wird beauftragt folgende Punkte umzusetzen: 1. Die Verwaltung bereitet einen Verkehrsversuch vor, der schnellstmöglich beginnt. Der Versuch soll 3 Monate dauern. 2. Das Ziel des Versuchs ist die Überprüfung, ob der MIV auch über die Friedrich-Ebert-Straße und die Burgstraße abgewickelt werden kann. 3. Durch provisorische Maßnahmen simuliert die Stadtverwaltung die neue Verkehrsführung. Dies kann durch Markierungen, aber auch andere Mittel geschehen. 4. Sollten sich Probleme aufzeigen, schlägt die Verwaltung Verbesserungsmöglichkeiten der Planung vor, welche in den zuständigen politischen Gremien beraten werden. 5. Die Startphase (ca. 3 Wochen) und unvorhergesehene Ereignisse werden in der Wertung nicht berücksichtigt. 6. Die Verwaltung wird weiter beauftragt, Vorschläge für eine gestalterische Aufwertung der Flächen und zur besseren Verbindung von Innenstadt und Kurpark zu machen und diese soweit möglichim Rahmen des Verkehrsversuchsprovisorisch umzusetzen, z. B. durch mobile Baumkübel.Der Straßenraum soll in diesem Zeitraum soweit möglich für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. 7. Nach Durchführung des Verkehrsversuchs bewertet die Verwaltung die Möglichkeiten entsprechender Maßnahmen zur Umsetzung einer dauerhaften Verkehrsberuhigung, insbesondere mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Innenstadt von Bad Godesberg.Seite 1 von 2 Seite 2 Begründung Mit dem dreimonatigen Verkehrsversuch sollen konkrete Erfahrungen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Bad Godesberg gesammelt werden. Die Sperrung der Straße Am Kurpark für den Motorisierten Individualverkehr (MIV) wurde im Masterplan Bad Godesberg wiederholt empfohlen, um bislang getrennte Räume zu verbinden und die Stadt „nachhaltig zu reparieren“. Zentrale Bedeutung hat dabei das Zusammenspiel von Architektur und Grünraum (vgl. Anlage 01 zu DS 231463, Kurparkboulevard, S. 50; Städtebauliches Nutzungskonzept, Anlage zu DS 241097-02, S. 2). Ziel ist eine bessere Anbindung der Parkanlagen mit Stadthalle, Kleinem Theater, Trinkpavillon und Tennisplätzen an das Zentrum. Dazu sollen die Straße Am Kurpark und der Abschnitt der Koblenzer Straße bis zur Löbestraße (Postamt) fußgängerfreundlich und weitgehend verkehrsberuhigt gestaltet werden (frei für Linienbusse, Taxis, Liefer- und Radverkehr). Die Innenstadt ist durch eine ringförmige Verkehrsstruktur geprägt. Laut ISEK- Verkehrseinschätzung (siehe Anlage zu DS 231463, „Ersteinschätzung Verkehr 2021“ Variante 1: Sperrung der Straße Am Kurpark für den allgemeinen motorisierten Verkehr [ausgenommen Linienverkehr]) werden bis 2030 folgende Belastungen erwartet: Burgstraße ca. 27.000, Moltkestraße ca. 12.000, Koblenzer Straße (zwischen Am Kurpark und Löbestraße) ca. 6.700, Am Kurpark (östlich) ca. 7.000, Am Kurpark (westlich) und Schwertberger Straße jeweils ca. 6.000 Kfz/Tag. Simulationen zeigen, dass eine Sperrung grundsätzlich möglich ist und vor allem den Fußverkehr verbessert. Die Beschlüsse des Rates vom 12. Dezember 2024 (DS 241074) und der Bezirksvertretung Bad Godesberg vom 10. April 2024 (DS 231463-06 AA) und 30. Oktober 2024 (DS 241074-01 AA) greifen die städtebaulichen Potenziale einer veränderten Verkehrsführung nur unzureichend auf oder stehen ihnen entgegen. Die Sorge vor einer Beeinträchtigung des MIV ist aus Sicht der Antragsteller*innen überzogen. Die Maßnahme ist verkehrsplanerisch machbar und städtebaulich sinnvoll – belastbare Erfahrungen fehlen bisher jedoch völlig. Daher wird eine ergebnisoffene Prüfung durch einen befristeten Verkehrsversuch vorgeschlagen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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