← Vorlagen

241053 · Antrag

Koalitionsantrag: Bonn will mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringen

Nummer
241053
Art
Antrag
Veröffentlicht
12.06.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 12.06.2024
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 11.09.2024

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Rates 29.08.2024 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 02.07.2024 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 11.09.2024 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 65,9 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 241053-02 Bonn will mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringen
  2. 241053-01 ST Koalitionsantrag: Bonn will mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringen

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (4.763 Zeichen)
Antrag
öffentlich
241053
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Dr. Günther Taube
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Alois Saß
DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Karin Willnauer
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Friederike Martin
11.06.2024
Koalitionsantrag: Bonn will mehr
Langzeitarbeitslose in Beschäftigung bringen
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
02.07.2024 Empfehlung
Rat 29.08.2024 Entscheidung
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
11.09.2024 Empfehlung
Inhalt des Antrags
1. Die Stadt Bonn soll eine neue Arbeitsmarkt-Initiative starten, die zum Ziel
hat, mehr Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen. Dazu werden
mindestens vier konkrete Pilotmaßnahmen wie z.B. Messen (je 1 pro
Stadtbezirk) für Arbeitssuchende sowie insbesondere lokale Arbeitgebern und
Ausbildungsbetriebe im ersten Quartal 2025 in Stadtteilen mit relativ hoher
Arbeitslosigkeit durchgeführt. Diese Pilotmaßnahmen sollen vom Jobcenter
Bonn und der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg im Auftrag der
Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit anderen Partnern (z.B. IHK,
Quartiersmanagements) umgesetzt werden.
2. Die Stadtverwaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Bonn und
der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg diese Pilotmaßnahmen anschließend
auswerten und dem Stadtrat Vorschläge für mögliche weitere Aktivitäten im
Jahr 2025 vorlegen, die zum Ziel haben, mehr Langzeitarbeitslose in
Beschäftigung zu bringen. Die Stadtverwaltung möge prüfen, ob die
Durchführung der Pilotmaßnahmen und die Auswertung der Erfahrungen
wissenschaftlich begleitend erfolgen kann. Außerdem sollte eine öffentliche
Fachveranstaltung durchgeführt werden, in der über die Erfahrungen mit den
Pilotmaßnahmen und mögliche weitere Aktivitäten diskutiert wird. Zu dieser
Veranstaltung sollten Unternehmen aus Bonn eingeladen werden, um best
practices zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen vorzustellen.
3. Mögliche weitere Aktivitäten in 2025 sollten ebenfalls dezentral insbesondere
auf Bonner Stadtteile mit einer relativ hohen Arbeitslosenquote und vielen
Langzeitarbeitslosen fokussiert werden sowie zusammen mit vorhandenenSeite 1 von 3
Seite 2
stadteigenen Institutionen (z.B. Quartiersmanagements) sowie insbesondere
lokalen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben durchgeführt werden.
4. Die Stadtverwaltung soll in Abstimmung der Regionalagentur Bonn/Rhein-
Sieg prüfen, bei welchen Programmen von Land, Bund oder EU Anträge zur
Finanzierung von stadtteilorientierten Programmen zur Wiedereingliederung
von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt gestellt werden können.
Begründung
Die Arbeitslosenquote in Bonn ist zuletzt leicht gesunken (auf rund 7%),
nachdem in den stark von der Corona-Krise geprägten Vorjahren ein deutlicher
Anstieg festzustellen war. Dabei ist allerdings die Zahl der Langzeitarbeitslosen
während der Corona-Krise besonders stark angestiegen und auch im Jahr 2023
noch auf einem hohen Niveau verblieben (rund 6.000 Personen). Darüber
hinaus sind sowohl die allgemeine Arbeitslosenquote als auch die Zahl der
Langzeitarbeitslosen angesichts der wirtschaftlichen Stärke Bonns generell
höchst unbefriedigend.
In den Jahren vor der Corona-Krise haben sich außerdem soziale und
wirtschaftliche Disparitäten zwischen einzelnen Stadtteilen in Bonn verschärft,
wie z.B. der Teilhabeindex des Sozialberichtes Bonn von 2020 sowie einzelne
Indikatoren wie die Arbeitslosenquote oder die Zahl der Kinder in Armut
deutlich zeigen. So lag die Arbeitslosenquote z.B. in Neu-Tannenbusch (17%)
und Pennenfeld (10%) bereits vor der Corona-Krise um ein Vielfaches höher
als z.B. im Talviertel in der Innenstadt (1%) oder im Villenviertel in Bad
Godesberg (2%). Vermutlich haben sich diese Disparitäten zwischen
Stadtteilen in Bonn während der Corona-Krise und danach nochmals
verschärft, worauf u.a. die deutlich gestiegene Zahl der Langzeitarbeitslosen
hindeutet.
Gleichzeitig herrscht in Bonn ein großer und weiter zunehmender Arbeits- und
Fachkräftemangel u.a. im Handwerk, in sozialen Berufen und in
Dienstleistungsbranchen wie z.B. dem Gaststättengewerbe.
Vor diesem Hintergrund erscheint es angebracht, stärkere Anstrengungen zu
unternehmen, mehr Langzeitarbeitslose in Bonn in Beschäftigung zu bringen.
Diese würden einerseits Arbeitslosigkeit und soziale Disparitäten zwischen
Stadtteilen verringern, während anderseits ein zusätzlicher Beitrag zur
Behebung des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt geleistet werden
könnte. Zusätzliche Maßnahmen und Angebote, die Langzeitarbeitslose in
Beschäftigung bringen können, sollten vor allem auf Bonner Stadtteile mit einer
relativ hohen Zahl von (Langzeit-) Arbeitslosen ausgerichtet werden.
Anlage/nSeite 2 von 3
Seite 3
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 20:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de