← Vorlagen

241042 · Beschlussvorlage

Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 3.4.1.1. „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und Industrie“ des Bonner Klimaplans

Nummer
241042
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
16.06.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Hauptausschusses 07.11.2024 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 05.11.2024 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 31.10.2024 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 231,6 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 241042-03 Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 3.4.1.1. „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und Industrie“ des Bonner Klimaplans Hier: Konkretisierung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Nachhaltigkeitshub und den weiteren Akteuren
  2. 241042-02 AA Koalitionsänderungsantrag: Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 3.4.1.1. „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und Industrie“ des Bonner Klimaplans Antrag zur Vorlage 241042
  3. 241042-01 ST Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 3.4.1.1. „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und Industrie“ des Bonner Klimaplans

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (10.503 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
241042
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief
3.4.1.1. „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und
Industrie“ des Bonner Klimaplans
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
02.07.2024 Empfehlung
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
03.07.2024 Empfehlung
Hauptausschuss 22.08.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Das Projekt „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und Industrie“ wird gegenüber
dem ursprünglichen Steckbrief 3.4.1.1. wie folgt geändert:
1. Zielgruppe
Die ursprüngliche Zielgruppe der energieintensiven
Industrieunternehmen wird auf die Bonner Wirtschaft insgesamt
erweitert.
2. Schwerpunkt
Der Schwerpunkt auf die Substitution fossiler Energieträger in
industriellen Produktionsprozessen durch regenerative Energieträger
wird auf die Reduktion von THG-Emissionen in Unternehmen
ausgeweitet.
3. Öffentlichkeitsarbeit
Anstelle eines im Steckbrief vorgesehenen von Dritten entwickelten und
zertifizierten Siegels entwickelt die Stadt ein Label „dieses Unternehmen
ist Klimapartner der Stadt Bonn“.
4. Rollen der Stadt und der IHK
Die Klimapartnerschaften sollen direkt zwischen Bonner Unternehmen
und der Stadt Bonn eingegangen werden. Anstelle offizieller
Klimapartnerschaften zwischen der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Stadt
Bonn, wie im Steckbrief beschrieben, soll die IHK vielmehr als wichtiger
Akteur im Rahmen des Nachhaltigkeits-Hubs Region Bonn sowie für
mögliche Beratungsformate und als Multiplikator beim Prozess der
Klimapartnerschaften einbezogen werden.Seite 1 von 6
Seite 2
Begründung
Die Transformation zur Klimaneutralität ist auch für die Wirtschaft eine ambi-
tionierte Herausforderung. Im Klimaplan 2035 der Bundesstadt Bonn ist die
Förderung der Klimaneutralität daher als wirtschaftspolitische Zielsetzung fest
verankert. So sollen u.a. Klimapartnerschaften zwischen Bonner Unternehmen
und der Stadt Bonn dazu beitragen, maßgeschneiderte Reduktionsziele zu for-
mulieren und bei der Planung und Unterstützung von Maßnahmen zu deren
Erreichung zu beraten, unterstützen und so das Engagement der Unternehmen
für den Klimaschutz zu fördern und zu honorieren. Damit mehr Betriebe davon
profitieren regt, die Verwaltung vor diesen Hintergrund die vorstehende
Beschlussfassung an.
Die Verwaltung stellt zum Steckbrief 3.4.1.1. „Klimapartnerschaften mit
Gewerbe und Industrie“ das inzwischen daraus entwickelte Projektkonzept in
der Anlage vor. Im Zuge der Entwicklung ergeben sich Änderungen gegenüber
dem Steckbrief, die der Politik hiermit zur Beschlussfassung vorgelegt werden,
wie in der Mitteilungsvorlage zum Umsetzungsstand des Klimaplans (DS.-Nr.
240557) sowie im Jahresbericht um Klimaplan (DS.-Nr. 240487, Anlage
3) angekündigt. Die Änderungsvorschläge ergeben sich aus den
Erkenntnissen, die in Vorgesprächen mit Unternehmen, in
Unternehmensrunden sowie aus Recherchen zu ähnlichen Projekten in
anderen Regionen gewonnen wurden.
Zu 1. Zielgruppe
Eine Ausweitung der ursprünglichen Zielgruppe (energieintensive
Industrieunternehmen) auf die Wirtschaft bzw. alle Unternehmen in Bonn mit
Fokus auf mittlere und große Unternehmen (schwerpunktmäßig ab 50
Beschäftigte) erscheint sinnvoll. Das Treibhausgas (THG) – Einsparpotenzial ist
weitaus größer, wenn keine Branchenunterscheidung bei der Auswahl der
Unternehmen für eine Klimapartnerschaft vorgenommen wird. Der
Dienstleistungssektor ist in Bonn stärker vertreten als die verarbeitende
Industrie. Auch einige große Dienstleistungsunternehmen haben ihren Sitz in
Bonn und eignen sich gut für eine Klimapartnerschaft mit der Stadt. Eine
Differenzierung der Zielgruppe nach Unternehmensgröße erscheint sinniger als
nach Branche, um das THG-Einsparpotenzial der Bonner Unternehmen
auszuschöpfen.
Zu 2. Schwerpunkt
Der im Steckbrief 3.4.1.1 beschriebene Schwerpunkt auf Substitution von
fossilen Energieträgern in industriellen Produktionsprozessen durch
regenerative Energieträger sollte ausgeweitet werden auf die Reduktion von
THG-Emissionen in Unternehmen. Mit der Fokussierung auf das Ziel der THG-
Reduktion können Klimaschutzpotenziale in allen Geschäftsbereichen der
Klimapartner identifiziert und umgesetzt werden. Neben der Substitution von
fossilen Energieträgern können auch Maßnahmen in den Bereichen Produktion,
betriebliche Mobilität und Ressourcenschonung wichtige Beiträge zu einer
Reduktion der THG-Emissionen führen. So kann das THG-Einsparpotenzial in
den Unternehmen gesteigert werden.
Zu 3. ÖffentlichkeitsarbeitSeite 2 von 6
Seite 3
Klimapartner erhalten im Zuge ihrer Selbstverpflichtungen eine kommunikative
Begleitung von Seiten der Wirtschaftsförderung. Unter Berücksichtigung des
Klimakommunikationskonzeptes und in enger optischer Anlegung zu dem dort
beschriebenen Design soll dafür ein Label entwickelt werden, welches von
Klimapartner-Unternehmen verwendet werden kann und aufzeigt „dieses
Unternehmen ist Klimapartner der Stadt Bonn“. Mit diesem Label kann das
Engagement der Unternehmen ausgedrückt und honoriert werden. Ein
zertifiziertes Siegel, welches von dritter Stelle überprüft und erstellt werden
muss, wird nicht angestrebt.
Zu 4. Rollen der Stadt und der IHK:
Die Klimapartnerschaften sollen direkt zwischen den Bonner Unternehmen und
der Stadt Bonn eingegangen werden. Offizielle Klimapartnerschaften zwischen
der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Stadt Bonn, wie sie im Steckbrief 3.4.1.1 des
Klimaplans beschrieben sind, sollten hingegen zunächst nicht angestrebt
werden. Die IHK kann und sollte vielmehr als wichtiger Akteur im Zuge des
Nachhaltigkeits-Hubs Region Bonn und für mögliche Beratungsformate im
Prozess der Klimapartnerschaften einbezogen werden. Die Mitwirkung in
themenspezifischen Arbeitsgruppen ist hier beispielsweise zu nennen.
Allgemeines zum Projekt
Die neu eingerichtete Stelle der Projektleitung Klimapartnerschaften im Service
Center Wirtschaft der Wirtschaftsförderung wurde zum 04.04.2024 besetzt. Die
Mittel für das Projekt werden über den Klimaplan 2035 für die Bundesstadt
Bonn laut Steckbrief 3.4.1.1. zur Verfügung gestellt.
In den Sommermonaten wird das Interesse von Bonner Unternehmen an einer
Beteiligung weiter sondiert. Eine Auftaktveranstaltung wird derzeit für Oktober
2024 vorbereitet.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.03.00.15.01 Wirtschaftsförderung 1.03.00.15.01.01 Wirtschaftsförderung
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
10.000,00 103001501/
72.1000
2024
Einzahlungen /Seite 3 von 6
Seite 4
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
10.000,00
Anlage/n
1 Konzept Klimapartnerschaften (öffentlich)Seite 4 von 6
1
Zusammenfassung des Konzeptes
„Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft“
Die Transformation der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität ist eine besondere
Herausforderung im Klimaplan 2035 der Bundesstadt Bonn. Klimaneutralität als
wirtschaftspolitische Zielsetzung zu fördern und zu verankern ist daher ein zentrales
Ziel.
Die Klimaschutzbetreuung der Bonner Wirtschaftsförderung möchte Unternehmen bei
der Wahl und Umsetzung entsprechender Klimaschutz- und
Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützen. Neben der Klimaschutzberatung und
dem Gewerbegebietsmanagement sollen auch Klimapartnerschaften zwischen
Bonner Unternehmen und der Stadt Bonn dazu beitragen dieses Ziel zu erreichen.
Im Vordergrund der Klimapartnerschaften stehen Selbstverpflichtungen der
Unternehmen zur Festsetzung von Reduktionszielen sowie zur Planung und
Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu deren Erreichung. Ziel ist es, das
Engagement der Unternehmen in den Klimaschutz zu fördern und zu honorieren. Die
Unternehmen sollen dabei in Form von thematischen Arbeitsgruppen,
Netzwerkmöglichkeiten und Öffentlichkeitsarbeit begleitet und unterstützt werden.
Für Klimapartnerschaften wird eine Betreuung mittlerer und größerer Unternehmen
angestrebt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Unternehmen zwischen 50 und >250
Mitarbeitenden, die mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet sind, einen
längerfristigen und ganzheitlichen Klimaschutzprozess umzusetzen. In Einzelfällen
sind Partnerschaften auch für kleinere Unternehmen <50 Mitarbeitende denkbar.
Die teilnehmenden Unternehmen werden im gesamten Ablauf der Klimapartnerschaft
von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn begleitet und unterstützt. Dies beginnt
bei der Status-Quo Analyse mit individuellen Erstberatungsgesprächen,
Betriebsbegehungen und der Unterstützung bei der Erstellung von Treibhausgas
(THG) – Bilanzen. Auch bei der Erarbeitung von Potenzialen und Zielsetzungen, sowie
bei der Strategieentwicklung, Maßnahmenplanung und –umsetzung werden die
Unternehmen begleitet. Dies kann in Form verschiedener Formate, wie individuellen
Beratungen, aber insbesondere auch durch themenspezifische Arbeitsgruppen und
Gruppenschulungen gewährleistet werden. Hinzukommen öffentliche
Veranstaltungen, die zum einen der fachlichen Information, zum anderen auch dem
Austausch und der Inspiration durch Good Practice-Beispiele dienen.
Zu der Klimapartnerschaft gehört neben den Selbstverpflichtungen von Seiten der
Unternehmen auch eine intensive Öffentlichkeits- und Kommunikationsarbeit von
Seiten der Bonner Wirtschaftsförderung. Dazu gehört ein eigenes Label (in optischer
Anlehnung an das Design-Konzept des Klimaplans), das die Unternehmen nach
Unterzeichnung der Klimapartnerschaft verwenden können, um in ihrer
Außenkommunikation ihr Engagement auszudrücken. Das Label zeigt auf: „Dieses
Unternehmen ist Klimapartner der Stadt Bonn“. Des weiteren werden die
Klimapartnerunternehmen mit dedizierten Social Media Posts nach individueller
Absprache mit dem Unternehmen medial unterstützt. Diese Posts können bei Start derSeite 5 von 6
2
Partnerschaft, zur Zielsetzung oder zur Maßnahmenumsetzung angesetzt werden,
und bspw. ein Kurzportrait oder einen vor-Ort-Bericht (Fotos, Videos) beinhalten.
Regionale Presseberichte für jeden Klimapartner im Laufe der Klimapartnerschaft
sollen die mediale Arbeit unterstützen. Schließlich können die Klimapartner auch durch
die Nutzung des Netzwerkes der Bonner Wirtschaftsförderung und des
Nachhaltigkeits-Hub Region Bonn profitieren.Seite 6 von 6

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 20:49 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de