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241024-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Bürgerantrag: Einrichtung von Kanälen in sozialen Netzwerken für den Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung

Nummer
241024-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
21.08.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 27.08.2024 Kenntnisnahme
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  1. 241024 Bürgerantrag: Einrichtung von Kanälen in sozialen Netzwerken für den Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
241024-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
04.06.2024
Bürgerantrag: Einrichtung von Kanälen in sozialen
Netzwerken für den Beirat Kinder- und
Jugendbeteiligung
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
27.08.2024 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Vorgeschlagen wird die Einrichtung von Kanälen in sozialen Netzwerken für
Kinder- und Jugendbeteiligung bzw. für den Beirat Kinder- und
Jugendbeteiligung.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Anliegen der
Stadt Bonn und der vorliegende Antrag hebt die Bedeutung digitaler Kanäle zur
Erreichung und Einbindung dieser Zielgruppe hervor. Bereits beim
Jugendbarcamp 2021 in Bonn, das den Auftakt zur Entwicklung des Konzepts
zur Kinder- und Jugendbeteiligung im Verwaltungshandeln und in politischen
Entscheidungsprozessen in Bonn darstellte, wurde von den Teilnehmenden
betont, dass digitale Medien die bevorzugte Methode sind, um junge Menschen
zu erreichen. Der Beirat Kinder- und Jugendbeteiligung hat diesen Wunsch jetzt
aufgegriffen und schlägt vor, gezielt Social-Media-Plattformen zur Beteiligung
von Kindern und Jugendlichen zu nutzen.
Laut der JIM-Studie 2023, die sich mit den neuesten Zahlen der Bitkom-Studie
2024 decken, verbringen Jugendliche durchschnittlich über drei Stunden täglich
online, wobei 93 % der Kinder und Jugendlichen ab 10 Jahren soziale
Netzwerke nutzen. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, Kinder und
Jugendliche dort abzuholen, wo sie sich aufhalten – in sozialen Netzwerken wie
YouTube, Instagram und TikTok. Die Studien unterstreichen auch die Gefahren
und die Bedeutung einer sicheren und verantwortungsbewussten Nutzung
dieser Plattformen, was bei der Umsetzung entsprechender
Beteiligungsangebote berücksichtigt werden muss.
Als Teil der Maßnahmenentwicklung im Rahmen der kinderfreundlichen
Kommune ist für 2025 die Entwicklung eines Öffentlichkeits- und
Kommunikationskonzepts vorgesehen, das sicherstellt, dass Kinder und
Jugendliche umfassend über für sie relevante städtische und politische
Entscheidungen informiert werden. Aus Sicht der Verwaltung bietet der
vorliegende Antrag die Möglichkeit, erste Elemente des Konzepts vorab in einer
Pilotphase zu testen. Konkret denkbar wäre ein Start mit zwei Social-Media-Seite 1 von 3
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Kanälen, welche sich zunächst ausschließlich auf die Arbeit des Beirats für
Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Vorhaben der Stadt Bonn mit
Jugendbeteiligung konzentrieren. In diesem Fall läge die Betreuung der Kanäle
bei der Stabsstelle Bürgerbeteiligung, die sich regelmäßig mit dem Amt für
Presse, Protokolle und Öffentlichkeitsarbeit abstimmt. Nach der Pilotphase (ca.
6 Monate) würde diese evaluiert werden, um den Erfolg der Social-Media-
Kanäle zu überprüfen und gegebenenfalls in das Öffentlichkeits- und
Kommunikationskonzept zu integrieren.
Im Falle einer Annahme des Bürgerantrags schlägt die Verwaltung die
folgenden Schritte zur Umsetzung vor:
1. Einrichtung einer Redaktionsgruppe
Diese soll aus Mitgliedern des Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung
bestehen und die Stabsstelle Bürgerbeteiligung unterstützen. Die Gruppe soll
sich mit der Planung und Umsetzung der Social-Media-Präsenzen befassen.
Sie identifiziert Themen, verfasst Beiträge und unterstütz bei der Stärkung der
Reichweite der Kanäle.
2. Ausbildung zu Medienscouts
Vor dem Start sollen die Mitglieder der Redaktionsgruppe durch das
Medienzentrum Bonn zu "Medienscouts" ausgebildet werden. Diese Ausbildung
soll ihre Medienkompetenz stärken und ihnen Wissen über Datenschutz,
Handlungsmöglichkeiten sowie Reflexionsvermögen für einen sicheren und
verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln.
3. Start mit zwei Social-Media-Kanälen
Die Einführung soll zunächst auf zwei Social-Media-Kanäle beschränkt werden.
Angesichts der aktuellen Nutzungstrends unter Jugendlichen und der
bestehenden Präsenz der Stadt Bonn auf diesen Plattformen wird empfohlen,
mit YouTube und Instagram zu starten. Eine Erweiterung auf weitere Kanäle ist
grundsätzlich denkbar.
4. Kontinuierliche Inhalte
Neben der ehrenamtlichen Redaktionsgruppe empfiehlt die Verwaltung die
Schaffung einer feste Ansprechstation innerhalb der Stabsstelle
Bürgerbeteiligung für die Betreuung des Social-Media-Kanals. Diese soll
kontinuierlich den Kontakt zwischen Redaktionsgruppe und Stabsstelle
Bürgerbeteiligung ermöglichen. Angesichts des voraussichtlichen
Arbeitsaufwands schlägt die Verwaltung vor, eine Werkstudent*innenstelle
einzurichten, um diese Aufgabe zu übernehmen.
Die Verwaltung erkennt die Notwendigkeit an, Social Media Kanäle
altersgerecht und sicher zu gestalten. Die meisten sozialen Netzwerke sind ab
13 Jahren erlaubt, Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahren benötigen zusätzlich
das Einverständnis der Erziehungsberechtigten, um sich anmelden zu dürfen.
Dass dieses Einverständnis vorliegt, wird jedoch bei der Anmeldung nicht
explizit überprüft. Bei der Einrichtung eigener Kanäle auf sozialen Netzwerken
für den Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung ist unbedingt darauf zu achten,
dass Jugendliche gleichzeitig direkt über die sichere Nutzung dieser Dienste
informiert werden, beispielsweise durch Reels auf Instagram oder über die
Plattform bonn-macht-mit.de/jugend (etwa in Anlehnung an die Informationen
zur Nutzung von Instagram von der Medienanstalt NRW). Zudem sollten dieSeite 2 von 3
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Kanäle erst ab einem Alter von 13 Jahren beworben werden. Es muss
außerdem sichergestellt werden, dass zu keiner Zeit die Nutzung der
Plattformen Voraussetzung zur Informationsbeschaffung ist. Aus diesem Grund
werden alle Posts parallel auf bonn-macht-mit.de/jugend veröffentlicht.
Bei erfolgreicher Implementierung sieht die Verwaltung Chancen, die
Sichtbarkeit der Beteiligungsprojekte insgesamt zu erhöhen und vor allem die
aktive Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Bonn zu fördern.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 05:41 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de