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240888 · Mitteilungsvorlage

Tätigkeitsbericht der Kommunalen Gesundheitskonferenz 2023

Nummer
240888
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
21.05.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 18.06.2024 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
240888
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
53 Gesundheitsamt
Dezernat:
Dez. II
Tätigkeitsbericht der Kommunalen
Gesundheitskonferenz 2023
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
18.06.2024 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen
Gesundheitskonferenz (KGK) erstellt die Geschäftsstelle der KGK jährlich einen
Tätigkeitsbericht. Dieser ist als Mitteilung dem zuständigen Ratsausschuss
vorzulegen.
Die KGK hat den Tätigkeitsbericht für den Zeitraum von Dezember 2022 bis
Dezember 2023 in ihrer Sitzung am 21. Februar 2024 genehmigt. Der Bericht
ist beigefügt.
Anlage/n
1 Tätigkeitsbericht KGK_2023 (öffentlich)Seite 1 von 7
Tätigkeitsbericht 2023 Stand: Dezember 2023
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 12/2022 – 12/2023
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1. Einleitung
Nach § 7 Abs. 3 der Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz erstellt die
Geschäftsstelle jährlich einen Tätigkeitsbericht. Der diesjährige Tätigkeitsbericht bezieht sich
auf den Zeitraum Dezember 2022 bis Dezember 2023.
Der Tätigkeitsbericht wird der Kommunalen Gesundheitskonferenz in der Sitzung am 21.
Februar 2024 zur Beratung vorgelegt und dann an den Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit weitergeleitet.
2. Berichte zur Kommunalen Gesundheitskonferenz und den Arbeitskreisen
Aufgabe der Kommunalen Gesundheitskonferenz gemäß Geschäftsordnung ist die Beratung
gemeinsam interessierender gesundheitsrelevanter Themen und Fragestellungen der
Bundesstadt Bonn und wirkt auf eine umfassende Kooperation aller Beteiligten hin. Bei Bedarf
entwickelt die Konferenz Handlungsempfehlungen, deren Umsetzung unter
Selbstverpflichtung der Beteiligten und im Einvernehmen erfolgt.
Die Arbeitskreise der Kommunalen Gesundheitskonferenz haben die Aufgabe,
gesundheitsbezogene Themen zu beraten und Lösungsansätze zu entwickeln.
2.1 Kommunale Gesundheitskonferenzen
Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagte im o.g. Zeitraum zweimal, am 7. Dezember 2022
sowie am 14. Juni 2023. Es wurde über die regelmäßig stattfindenden Arbeitskreise informiert.
In der ersten Sitzung, am 7. Dezember 2022 wurde über den AOK Gesundheitsreport 2022
informiert. Dabei wurde sich auf folgende Themenbereiche bezogen: Gesundheitsversorgung
während der Corona-Pandemie (Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern, Krebsvorsorge,
Notfallversorgung); Zugang zur medizinischen Versorgung in Bonn und die
Mitversorgungseffekte; Arzneimittelneben- und Wechselwirkungen.
Zudem wurde das Thema Klimawandel und Hitzeprävention diskutiert. Es wurde deutlich, dass
die größte Gesundheitsgefahr für den Menschen derzeit der Anstieg der
Durchschnittstemperaturen und damit die Hitzeproblematik darstellt. Daher gilt der Appell:
Jede einzelne Person kann im Familien- und Wohnumfeld sowie Freundeskreis viele
Maßnahmen in den Alltag einbauen, die den Klimawandel abmildern können. Gesellschaft und
Politik müssen ebenfalls die Veränderung der bestehenden Verhältnisse vorantreiben und die
Bürger befähigen, sich umweltsozial zu verhalten. Auch die Stadt Bonn als Konzern legte den
Klimaplan 2035 auf mit dem ambitionierten Ziel, Klimaneutralität in Bonn bis 2035 zu schaffen.Seite 2 von 7
Tätigkeitsbericht 2023 Stand: Dezember 2023
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 12/2022 – 12/2023
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In der Sitzung wurden zudem die Themen Geburtshilfe und Hebammenambulanz
angesprochen. Siehe hierzu Punkt 2.5.
In der zweiten Sitzung, 14. Juni 2023 wurde neben der neu geschaffenen Pflegekammer NRW
ebenfalls der Sachstand zur Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbruch nach
Beratungsregelung in Bonn thematisiert. Zudem wurden zwei Empfehlungen zur Änderung der
Anlage zu § 2 der Geschäftsordnung angenommen - zum einen die Aufnahme eines Vertreters/
einer Vertreterin der Pflegekammer NRW, zum anderen die Aufnahme eines Vertreters/ einer
Vertreterin der Psychotherapeutenkammer NRW.
2.2 Arbeitskreis „Geriatrie“
Der Arbeitskreis „Geriatrie“ hat seit Dezember 2022 regelmäßig getagt. Es fanden drei
Sitzungen im o.g. Zeitraum statt. Die Vertretungen der Krankenhäuser und Kliniken berichteten
regelmäßig über die allgemeine sowie über die Personalsituation in den Abteilungen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die medizinische Versorgungslage in den Kliniken
als sehr angespannt erlebt wurde und weiterhin von Personalmangel und den Folgen der
Corona Pandemie geprägt waren. Gründe lagen am hohen administrativen Aufwand, an der
Personalfluktuation, der Finanzierungslage und der mangelnden Nachversorgung.
In einer Sitzung wurden die Projekte und Tätigkeitsfelder der Kontaktstelle für Pflegeselbsthilfe
Bonn vorgestellt. Diese fungiert als Unterstützung für pflegende Angehörige, bei der
Angehörige insbesondere über Gesprächsgruppen in den Austausch treten können. Neben
Informationsveranstaltungen besteht auch die Möglichkeit von Sprechstunden, in denen auf
lokale Hilfsangebote verwiesen wird.
In der Sitzung im Oktober 2023 wurde über das Netzwerk Hospiz- und Palliativversorgung
Bonn/Rhein-Sieg informiert. Das Netzwerk fungiert als eine zentrale Informations- und
Ansprechstelle für die Hospiz- und Palliativversorgung in der Stadt Bonn und im Rhein-Sieg-
Kreis. Das Netzwerk leistet Information, Beratung und Unterstützung sowie Veranstaltungen
und Kurse rund um die Fragen von Sterben, Tod und Trauer. Darunter zählen auch die
regionalen Fort- und Weiterbildungsangebote.
Der Antrag auf Finanzierung über die Netzwerkförderung der Pflegeversicherung nach § 45
SGB IX wurde Anfang des Jahres 2023 bewilligt, sodass dem Arbeitskreis Geriatrie 25.000 Euro
für Projekte zur Verfügung standen. Es entstand die Idee, Bewegungsbänke an frei
zugänglichen Orten in Bonn für die Mobilitätsförderung von älteren Menschen anzuschaffen.
In den Sitzungen wurden mögliche Orte für zunächst zwei Bewegungsbänke abgestimmt und
die Aufstellung geplant.
Für das Jahr 2024 ist geplant, ein Rollatortraining anzubieten, dass regelmäßig im Wechsel an
vier Kliniken stattfinden soll. Die Finanzierung soll ebenfalls über die Netzwerkförderung 2024
beantragt werden.Seite 3 von 7
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Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 12/2022 – 12/2023
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2.3 Arbeitskreis „Notfallversorgung und Ethik in der Medizin“
Der Arbeitskreis hat im o.g. Zeitraum einmal getagt. Schwerpunkmäßig wurde das Thema der
Zunahme von moribunden Patient*innen in der Gerontopsychiatrie und deren Auswirkungen
diskutiert. Es wurde deutlich, dass im Rahmen des demographischen Wandels die pflegerische
und medizinische Versorgung der PatientInnen aufgrund der steigenden Fallzahl schwieriger
wird. Auch in der LVR Klinik besteht eine Zunahme von moribunden Patient*innen in der
Gerontopsychiatrie und es wurde berichtet, dass immer häufiger Patient*innen mit vorrangig
somatischen Erkrankungen in die Gerontopsychiatrie verlegt bzw. aufgenommen werden
müssen. Demnach bedarf es einer genauen Abwägung, zu welchem Zeitpunkt eine Einweisung
in die Gerontopsychiatrie notwendig ist.
Ein sogenanntes Liason-Modell innerhalb des Klinikverbundes könnte durch die Stärkung des
interdisziplinären Austausches der schwierigen Situation entgegenwirken. Dieses sieht
regelmäßige fachspezifische Visiten vor: psychiatrische Visite auf geriatrischen Stationen und
umgekehrt.
Der Arbeitskreis beschäftigte sich zudem in seiner Sitzung mit der medizinischen Versorgung
von Gewaltopfern. Es wurde berichtet, dass derzeit immer noch keine ausreichende
Finanzierung seitens der Krankenkassen bei der Befunddokumentation von Gewaltopfern
besteht. Die gesetzliche Vorgabe, die vertrauliche Spurensicherung nach häuslicher und
sexueller Gewalt umfänglich zu finanzieren, ist bislang noch nicht in der Praxis angekommen.
Es finden zwar seit 2021 Gespräche auf Landesebene statt, aber es gibt immer noch keine
abschließende Vereinbarung zur ausreichenden Finanzierung der Befunddokumentation.
Im Weiteren wurden die Ergebnisse der Umfrage zu Schwangerschaftsabbrüchen nach
Beratungsregelung, die Ende 2022 von der Geschäftsstelle der Kommunalen
Gesundheitskonferenz gemeinsam mit den Bonner Schwangerschaftsberatungsstellen
durchgeführt wurde, präsentiert.
Weitere Themen in der Sitzung waren die Krankenhausplanung aus Sicht der Krankenhäuser,
die Vorbereitung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstruktur auf eine
Energiemangellage oder einen Stromausfall sowie ein Bericht zur Infektionslage.
2.4 Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“
Der Arbeitskreis „Kinder- und Jugendgesundheit“ tagte im o.g. Zeitraum zweimal in digitaler
Form.
In der Sitzung im März 2023 wurden allgemeine Informationen sowie die Aufgabengebiete der
Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der LVR-Klinik
Bonn vorgestellt. Die Abteilung ist zuständig für die psychiatrische Versorgung in Bonn, den
Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Euskirchen.Seite 4 von 7
Tätigkeitsbericht 2023 Stand: Dezember 2023
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 12/2022 – 12/2023
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Die LVR-Klinik hat Spezialambulanzen in Bonn und in Euskirchen. In Eitorf hat nach
pandemiebedingter Unterbrechung das Behandlungszentrum wieder den Betrieb seiner
Sprechstunde aufgenommen.
In der Sitzung im Juni 2023 wurde das Projekt PEB – Partnerschaft für Erziehung und Bildung
vorgestellt. Das Projekt stammt aus dem Erziehungshilfebereich und ist eine Kooperation
zwischen der Evangelischen Jugendhilfe Bonn und der Siebengebirgsschule. Die Ziele sind
insbesondere Lernen und Schule neu erfahrbar zu machen, (Wieder-) Eingliederung ins
Schulsystem und bedarfsorientierter, individualisierter Unterricht. Bei den Zielgruppen
handelt es sich häufig um Schüler*innen mit ängstlichen Formen und dissoziativen Formen von
Absentismus. Die Schulentwicklung wird gewährleistet durch individuelle Förderung,
eigenverantwortliches Arbeiten sowie ein digitales Lernumfeld mit kreativen Lernangeboten
sowie einem kooperativem Lehr- und Lernverhältnis.
Ebenso wurde das Thema Schulabsentismus behandelt. Die Berichte der Anwesenden zeigten,
dass sich viele Akteure mit der Thematik beschäftigen. Es gibt eine Tendenz, dass die Zahlen
zugenommen haben. Für die Koordinierung von Maßnahmen sollte an einer besseren
Vernetzung zwischen den beteiligten Stellen gearbeitet werden. Das Thema Schulabsentismus
wird weiter im Arbeitskreis behandelt.
2.5 Arbeitsgruppe Geburtshilfe
Die Arbeitsgruppe Geburtshilfe ist das Ergebnis eines Runden Tisches Geburtshilfe, der im
März 2022 tagte und über die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz
organisiert wird. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der
geburtshilflichen Versorgung von schwangeren Frauen in Bonn und der Region zu diskutieren
und es politisch Verantwortlichen sowie der Verwaltung vorzuschlagen. Die Arbeitsgruppe
tagte im o.g. Zeitraum viermal.
In den Sitzungen der Arbeitsgruppe Geburtshilfe berichteten die anwesenden
Klinikvertretungen weiterhin über die angespannte Situation der klinischen Geburtshilfe in
Bonn.
Zu Beginn des Jahres 2023 mussten schwangere Frauen abgewiesen und zum Teil bis nach
Aachen verlegt werden, damit sie medizinisch mit Perinatallevel 1 versorgt werden konnten.
Über die Sommermonate war eine Verbesserung der Aufnahmemöglichkeiten von
Schwangeren in den Krankenhäusern zu beobachten. Jedoch müssen weitere Anfahrtswege
von den Frauen in Kauf genommen werden.
In der Arbeitsgruppe wurde das Antwortschreiben von Gesundheitsminister Laumann, der auf
die Resolution zur Geburtshilfe in Bonn geantwortet hat, thematisiert. In seinem Schreiben
verwies er u.a. auf die kommende Krankenhausplanung und auf die geplante Reform der
Krankenhausfinanzierung, von der er sich eine Verbesserung der Situation verspricht.Seite 5 von 7
Tätigkeitsbericht 2023 Stand: Dezember 2023
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
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In der Sitzung im Juni wurde über den weiteren Schriftverkehr mit Herrn Laumann informiert.
Die Verwaltung hatte noch einmal detailliert die Situation zur geburtshilflichen Versorgung in
Bonn beschrieben und ein Antwortschreiben an das Gesundheitsministerium gesandt. In das
Schreiben sind viele Inhalte, die in der Arbeitsgruppe Geburtshilfe diskutiert wurden,
eingeflossen. Wesentlichen Punkte im Schreiben sind:
− Die Versorgung in Bonn ist aktuell nur gesichert ist, weil die örtlichen Krankenhäuser
seit Jahren einen sehr hohen organisatorischen Aufwand betreiben, um bei den immer
wiederkehrenden Engpässen schwangere Frauen in benachbarten und auch in weiter
entfernt liegenden Kliniken unterbringen zu können.
− Es gibt einen hohen Mitversorgungseffekt in Bonn für das Bonner Umland.
− Es ist notwendig, dass die differenzierte Versorgungsstruktur mit den beiden
Perinatalzentren und den kleineren geburtshilflichen Abteilungen erhalten bleiben.
− Das Konzept des Hebammenkreißsaals kann immer wieder nur begrenzt und zeitlich
eingeschränkt umgesetzt werden. Es gibt immer wieder zu viele Akutsituationen, die
eine regelmäßige 1:1 Betreuung von schwangeren Frauen im Hebammenkreißsaal
verhindern.
Von dem Antwortschreiben von Herrn Laumann wurde ebenfalls berichtet. Der Schriftverkehr
mit dem Gesundheitsministerium zeigt, dass die Bonner Situation auf Landesebene
wahrgenommen wurde.
In allen vier Sitzungen war die Hebammenambulanz ein Thema. Zusammenfassend kann
festgehalten werden, dass die Stadt Bonn den Aufbau einer Hebammenambulanz in Bonn
unterstützt. Dazu sind im Haushalt der Stadt Bonn finanzielle Mittel für die Sach- und
Personalkosten in Höhe von 30.000 € (2023) und 60.000 € (2024) vorgesehen. Nach der
Förderbekanntmachung und dem Ausschreibungsverfahren hat sich der Verein
Hebammenambulanz Bonn e.V. als geeigneter Anbieter erfolgreich beworben.
Es wurde berichtet, dass das Projekt zum 01.10.2023 an den Start gegangen ist. Die
Hebammenambulanz hat dazu Räume im Johanneshospital in der Kölnstraße 54 angemietet.
Hier gibt es eine sehr gute Verkehrsanbindung und einen barrierefreien Zugang. Im Laufe des
Novembers konnten bereits Hebammenleistungen angeboten werden.
Für 2023 sind Öffnungszeiten an sechs Tagen die Woche und auch in den Randzeiten geplant
(Mo, Di, Do, Frei, Sa 10 – 12 Uhr, Mi 14-16 Uhr). Es ist möglich, dass Termine direkt online auf
der Homepage gebucht werden können. Je nach Bedarf werden die Öffnungszeiten ab 2024
verändert werden. Über den Start der Hebammenambulanz wurde auch am 22.11.2023 im
Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit berichtet.
In der Sitzung im Juni 2023 wurde über das Frankfurter Modellprojekt zum Wiedereinstieg für
Hebammen in die klinische Geburtshilfe berichtet. Das Projekt umfasst eine Laufzeit von drei
Monaten und beinhaltet Theorieeinheiten, Simulationstrainings und Praxiseinheiten auf
verschiedenen Klinikstationen. Die Arbeitsgruppe war sich einig, dass mit Hilfe des Projektes
dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann.Seite 6 von 7
Tätigkeitsbericht 2023 Stand: Dezember 2023
Kommunalen Gesundheitskonferenz Bonn
Berichtszeitraum 12/2022 – 12/2023
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In der Sitzung wurde auch über den Studiengang Hebammenwissenschaft am
Universitätsklinikum Bonn informiert. Es handelt sich um ein duales Studium mit acht
Semestern. Der Studiengang ist nach dem Bologna-Prozess ausgerichtet, bei dem die
Kompetenzen über einzelne Module erlangt werden. Es handelt sich dabei um ein breites
Kompetenzspektrum, dass unter anderem auch wissenschaftliches Arbeiten und
interdisziplinäre Kommunikation beinhaltet. Durch den Studiengang kommt es zu einer
höheren Vermittlung von theoretischen Inhalten, insbesondere des medizinischen Anteils.
Neben einer guten Struktur stellt sich ebenfalls das intuitive Lernen und die strukturierte
Reflexion als positiv heraus. Das Institut für Hebammenwissenschaften übernimmt die
Koordination der Praxis.
In der Arbeitsgruppe wurde zudem das Thema Stillen und stillfreundliche Kommune
angegangen. Im Auftrag des Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und des
Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die
Gesundheitsämter angehalten, an einer Abfrage zur kommunalen Stillförderung
teilzunehmen, um die aktuelle Ausgangslage zum Thema gesundheitliche Versorgung rund um
die Geburt insbesondere mit dem Schwerpunkt Stillen und Stillförderung in Nordrhein-
Westfalen abzubilden. Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu dienen, im Anschluss
gemeinsame Ansatzpunkte und Handlungsfelder sowie stillfreundlichere Rahmenbedingungen
zu entwickeln, um eine langfristige Verbesserung der Stillförderung zu erreichen. Das
Landeszentrum Gesundheit NRW plant eine Videokonferenz im ersten Quartal 2024, um die
Ergebnisse der Umfrage darzustellen und mit interessierten Kommunen Implikationen für die
Praxis zu diskutieren.
3. Zusammenfassung
Die Kommunale Gesundheitskonferenz und ihre Arbeitskreise tagten im o. g. Zeitraum
beständig. Die Sitzungen fanden sowohl in digitaler Form als auch in Präsenz statt. Die Gremien
haben sich mit vielfältigen Fragestellungen des Gesundheitswesens sowie mit der
Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Bonn
beschäftigt. Ein Schwerpunkt lag 2023 auf dem Bereich des Aufbaus einer
Hebammenambulanz in Bonn. Die Diskussion von spezifischen Sachverhalten in den
dargestellten Arbeitskreisen hat sich weiterhin als positiv erwiesen. Auch künftig werden
weiterhin gesundheitsrelevante Themen aufgrund ihrer Komplexität und der Dringlichkeit
einiger Sachverhalte in den Arbeitskreisen behandelt.
Die Geschäftsstelle dankt allen beteiligten Personen für die geleistete und engagierte
Mitarbeit.Seite 7 von 7

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Datenstand: 02.11.2026, 17:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de