240872 · Mitteilungsvorlage
Förderaufruf des Landes Nordrhein-Westfalen „CircularCities.NRW“
Kerndaten
- Nummer
- 240872
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 25.06.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.567 Zeichen)
Mitteilungsvorlage öffentlich 240872 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Förderaufruf des Landes Nordrhein-Westfalen „CircularCities.NRW“ Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 03.07.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Stadtverwaltung Bonn hat sich gemeinsam mit bonnorange AöR, dem Unternehmen ÖkoRast GmbH sowie der Hochschule Bonn Rhein-Sieg am Förderaufruf des Landes Nordrhein-Westfalen „CircularCities.NRW“ beteiligt. Ziel des Förderprogramms ist es, eine klimaschonende Kreislaufwirtschaft und zirkuläre bzw. ressourcenschonende Geschäftsmodelle zu fördern. Zudem soll die Verschmutzung von Flächen in Städten durch Müll, in der Regel Folge des achtlosen Wegwerfens von Verpackungsmüll („littering“), weiterhin reduziert werden. Nach Inkrafttreten der Mehrwegpflicht des novellierten Verpackungsgesetzes wurden in Bonn erfreulicherweise viele Mehrweg-Angebote etabliert. Individuelle Bedürfnisse bei Verpackungen durch Gastronomiebetriebe und Prozessabläufe von Gastronomiebetrieben sind sehr unterschiedlich, weshalb Anbietende in Bonn auf verschiedene Mehrwegsysteme zurückgreifen. Mit diversen Pfandsystemen geht eine Fragmentierung einher, der sich die Kampagne „Bonn geht den Mehrweg“ (siehe unter anderem DS 240664) widmet, in dem sie unter anderem eine Online-Karte bereitstellt, die einen Überblick über die Gastronomiebetriebe und den jeweiligen Pool- Systembetreiber bieten. Für Verbraucher*innen ist es aber dennoch herausfordernd (im Vergleich zu etablierten Pfandsystemen für Getränkeflaschen), für ihre Becher und Speisenbehälter, die sie für den Verzehr „to go“ geliehen haben, eine passende Rücknahmestelle zu finden. Einen Lösungsansatz für diese Problemstellung formuliert der eingereichte Förderantrag. Das Unternehmen ÖkoRAST GmbH entwickelt patentierte Rücknahmeautomaten (RA Universal), in denen Mehrwegprodukte durch eine Smartkamera identifiziert und in bis zu drei Fraktionen (Becher, Bowls, etc.) sortiert werden. Das Pfand kann unabhängig des Herstellers direkt am Automaten erstattet werden. Durch das Aufstellen dieser Automaten an öffentlichen Plätzen soll eine Rückgabe von Mehrweg-Behältern für die Nutzer*innen erleichtert werden. Die Projektbeteiligten möchten der Frage nachgehen, ob eine universelleSeite 1 von 3 Seite 2 Rücknahme-Infrastruktur die Mehrweg-Nutzung steigern kann. Mithilfe der Rücknahme-Automaten sollen einfache und bequeme Rückgabemöglichkeiten erprobt und Aufstellungsorte evaluiert werden. Über Füllstandssensoren werden Daten über die Nutzung an unterschiedlichen Orten und über die verschiedenen Pool-Systeme erhoben sowie eine bedarfsgerechte Leerung ermöglicht. Die Stromversorgung soll vornehmlich autark über ein PV-Modul erfolgen, um den öffentlichen Aufstellungsort möglichst flexibel wählen zu können und zur Ressourcenschonung beizutragen. Zur wissenschaftlichen Begleitung wird die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H- BRS) das Projekt unterstützen. Die Auswertung der erhobenen Daten wie auch die Erhebung eigener Daten (z.B. durch qualitative Befragungen) ist beabsichtigt, um ein umfangreiches Bild über den Stoffstrom „Mehrweg- Behälter“, das Nutzerverhalten und die Beweggründe zur Nutzung bzw. Nichtnutzung sowie die Eignung der Standorte zu erhalten. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über die Praxistauglichkeit der Rücknahmeautomaten, deren benötigte Logistik und Auswirkungen auf die Akzeptanz von Mehrweg- Alternativen geben, um eine Entscheidungsgrundlage zu liefern, ob Bonn eine solche Rücknahmeinfrastruktur flächendeckend aufbauen sollte und gegebenenfalls als Vorbild für andere Kommunen dienen kann. Die insgesamt beantragte Fördersumme beträgt 597.676,51 Euro, die sich auf die im Projekt beteiligten Partner aufteilt. Die von der Stadt Bonn benötigten Haushaltsmittel (Eigenmittel) stehen im aktuellen Doppelhaushalt zur Verfügung. Zur Bearbeitung des Förderprojektes ist eine Stelle in der Unteren Umweltbehörde beim Fördergeber beantragt, die entsprechend des Verfahrens zur Einrichtung neuer Stellen zur Einrichtung vorgeschlagen wird, sobald die Stadt den Zuschlag für das Förderprojekt erhalten hat. Die Mittel teilen sich wie folgt auf: Für Projektkoordination (P1) hat die Bundesstadt Bonn 395.671,49€ Gesamtausgaben für eine VZÄ bei einer Förderung von 90% beantragt. Als Projektpartner/-in (P2) hat ÖkoRAST GmbH mit 79.400,00€ Gesamtausgaben eine 80%-Förderung und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) 197.835,74€ Gesamtausgaben bei einer 90%-Förderung beantragt. Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monate mit Beginn im April 2025. Die notwendigen Finanzmittel werden in den Nachmeldungen des Amtes 67 zum Haushalt 25 / 26 berücksichtigt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.14 Umweltschutz 156001401 Boden- und Gewässerschutz Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung AuszahlungenSeite 2 von 3 Seite 3 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 395.671,51 156001401 (5604012) / 721000 (529100) 2025-2027 39.567,15 356.104,36 (5.2025 bis 04.2028) Im Rahmen von Nachmeldungen für die kommende HH Einzahlungen / Erträge 356.104,36 156001401 (5604012) / 61.1000 ( 414100) 356.104,36 (5.2025 bis 04.2028) Im Rahmen von Nachmeldungen für die kommende HH Haushaltsbelastung jährlich 39.567,15 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:54 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de