240864-02 · Beschlussvorlage
Anpassung der Betrauung mit SWBV hinsichtlich der Einrichtung des Ticketautomaten
Kerndaten
- Nummer
- 240864-02
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 16.11.2024
- Letzte Änderung
- 03.11.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 240864-02 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Anpassung der Betrauung mit SWBV hinsichtlich der Einrichtung des Ticketautomaten Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 05.12.2024 Empfehlung Rat 12.12.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag Die SWBV wird seitens der Verwaltung beauftragt, in den neu zu beschaffenden Stadtbahnwagen bargeldlose Ticketautomaten einzubauen. Bezug: Aufgrund der Mitteilungsvorlage mit der DS-Nr. 240864 aus der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr vom 10.10.2024, in der der Änderungsantrag (DS-Nr. 240864-01) ungeändert beschlossen wurde und somit die Mitteilungsvorlage zu einem ordentlichen Beschlusspunkt erhoben wurde, bringt die Verwaltung folgende mit der SWB abgestimmte Beschlussvorlage in die Beratung ein. Sachstand: Die Verwaltung hat in der Mitteilungsvorlage (DS-Nr. 240864) zum Thema bereits kurz den Hintergrund der Anpassung der Betrauung zum Einbau der bargeldlosen Ticketautomaten erläutert. Im Folgenden werden die Gründe für die sukzessive Umstellung auf bargeldlosen Ticketverkauf nochmals ausführlicher dargestellt. Für weitere Information verweist die Verwaltung auf die beigefügte Stellungnahme der SWBV. Barzahlung wird immer seltener Der Fahrkartenverkauf an den Ticketautomaten an Haltestellen und in den Bahnen spielt beim Ticketverkauf der SWB Bus und Bahn (SWBV) eine immer unerheblichere Rolle. Die aktuellen Umsätze an den Automaten sind gegenüber dem Jahr 2019 um rund die Hälfte gesunken. Die Ticketarten, die aktuell noch mit Bargeld erworben werden können, also der sogenannte „Bartarif“ (z.B. Einzel-, Vierer und 24h-Ticket), werden aktuell schon zu rund 70% mit digitalen Zahlungsmöglichkeiten gezahlt. Das bedeutet, dass die Bezahlung mit Bargeld nur noch rund 5% des gesamten Ticketumsatzes ausmacht.Seite 1 von 3 Seite 2 Nachteile des Bargeldticketverkaufes Die SWBV hat vor, den Ticketverkauf in allen Bussen und Bahnen perspektivisch komplett auf bargeldloses Zahlen umzustellen. Diese Umstellung steht vor dem Hintergrund, dass das Management von Bargeld großen betrieblichen Aufwand mit sich bringt. Das beinhaltet die Abrechnung der Verkäufe bei jedem Fahrpersonal, die Versorgung mit Wechselgeld für jedes Fahrpersonal (Bus) beim Schichtbeginn, und die Zu- und Ablieferung von Bargeld am Betriebshof. Zudem besteht auch ein Überfallrisiko in den Bussen z.B. in Pausenzeiten. Mit der Umstellung kann das Fahrpersonal von diesen Aufgaben entlastet werden. Dementsprechend würden auch Personalkosten dadurch eingespart. Außerdem sind die aktuellen Automaten, die auch Bargeld annehmen, erheblich größer, schwerer und teurer, somit fällt die Befestigung und Absicherung der Fahrzeugaußenseiten aufwendiger aus, im Vergleich zu bargeldlosen Automaten. Die Einrichtung von bargeldlosen Ticketautomaten für die aktuell in der Beschaffung befindlichen Stadtbahnen ist daher ein Schritt zur Kostenreduzierung. Deutschlandweiter Trend Mit der Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 geht deutschlandweit der Verkauf von Bartariftickets zurück. Damit verbunden ist die Einstellung von Barzahlung im Fahrzeug schon in der letzten Zeit in mehreren deutschen Städten vorgenommen worden. Allgemein wird hier von guten Erfahrungen berichtet. Barzahlung weiterhin möglich Letztendlich ist noch zu betonen, dass bei der SWBV der Kauf von Tickets mit Bargeld an folgenden Stellen immer noch möglich ist: in SWBV ServiceCentern und ServicePunkten; in privaten Vorverkaufsstellen wie Kiosken und an 35 Automaten an Haltestellen. Außerdem besteht noch die Option, Guthabenkarten zu kaufen und mit einem Geldbetrag aufzuladen. Finanzielle Auswirkung Aufgrund der obengenannten Aspekte bezüglich Wegfalls des Bargeldticketverkaufes kann man mit einer Einsparung der betrieblichen Kosten seitens der SWBV durch die Umstellung der Ticketautomaten rechnen. Anlage/n 1 Stellungnahme der SWB (öffentlich)Seite 2 von 3 1 Von: @stadtwerke-bonn.de> Gesendet: Montag, 4. November 2024 14:51 An: Cc: Betreff: AW: bargeldlose Ticketautomaten in den neuen Stadtbahnfahrzeugen Das Kaufverhalten der ÖPNV-Fahrgäste hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Kunden kaufen zunehmend weniger Tickets in den Fahrzeugen und nutzen stattdessen digitale Zahlungsvarianten. Die Umsätze an den Automaten (an Haltestellen und in den Bahnen) sind gegenüber 2019 um rund die Hälfte gesunken, wobei der Anteil der bargeldlosen Verkäufe sich mehr als verdoppelt hat. Im Sommer 2024 entfielen nur noch 9,3 % der Ticketumsätze bei SWB Bus und Bahn auf den sogenannten „Bartarif“, das sind z. B. Einzel-, Vierer- oder 24-h- Tickets. Bereits heute zahlen unsere Fahrgäste – wo das möglich ist – die Tickets des Bartarifs zu rund 70 % per Karte oder Smartphone/Smartwatch, was bedeutet, dass der Anteil des Bargeldes am jährlichen Ticketumsatz von SWB Bus und Bahn schon heute unter 5% liegt. Tickets des sogenannten Bartarifs können bei SWB Bus und Bahn über viele verschiedene Vertriebswege erworben werden: • In unseren ServiceCentern und ServicePunkten (mit Bargeld und bargeldlos) • In privaten Vorverkaufsstellen wie Kiosken (mit Bargeld und bargeldlos) • An 35 Automaten an Haltestellen (mit Bargeld und bargeldlos) • An Automaten in den Bahnen (mit Bargeld und bargeldlos) • An den Validatoren (BonnSmart) in unseren Bussen und Bahnen (bargeldlos) • in unserer App (bargeldlos) In unseren Bussen können Tickets aktuell per Bargeld beim Fahrpersonal oder bargeldlos über BonnSmart oder die App erworben werden. Die Verkaufsterminals beim Fahrpersonal müssen jedoch erneuert werden, in diesem Zug wird SWB Bus und Bahn auf bargeldlose Automaten umstellen. Das Fahrpersonal wird entlastet, da neben dem Ticketverkauf auch die Abrechnung der Verkäufe entfällt. Die Vorgaben des Öffentlichen Dienstleistungsauftrags werden dabei eingehalten. Das Bargeldmanagement inkl. Einzahlung und Abrechnung der Verkäufe des Fahrpersonals, Versorgung mit Wechselgeld, Geldtransporte usw. ist personal- und kostenintensiv. Zudem birgt das Bargeld beim Fahrpersonal immer ein Überfallrisiko. Automaten, die auch Bargeld annehmen, wie sie heute in unseren Stadt- und Straßenbahnen verbaut sind, sind erheblich größer (Faktor 9), schwerer (Faktor 11) und teurer (Faktor 2,5) als bargeldlose Varianten. Für die aktuell in der Beschaffung befindlichen Stadtbahnen müssen zusätzliche Fahrscheinautomaten gekauft werden. Der öffentliche Dienstleistungsauftrag schreibt dazu einen Automatentypen vor, der dem heute in den Stadtbahnen der SWB Bus und Bahn und SSB verbauten entspricht. Aufgrund der oben beschriebenen Nachteile der aktuellen Ticketautomaten plädiert SWB Bus und Bahn dafür, in den neuen Stadtbahnen einen bargeldlosen Automatentyp zu verbauen. Eine Angleichung der Vorgaben des öDA für die Bahnen – analog zu denen für die Busse – ist dafür erforderlich. Bisher sind noch keine neuen Fahrgeldautomaten verbindlich bestellt. Verkehrsunternehmen, die aktuell neue Vertriebstechnik beschaffen, setzen vermehrt auf bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten. Beispielsweise hat die „Mainzer Mobilität“ in all ihren Bussen und Bahnen das Bargeld abgeschafft und für Kunden, die über keine bargeldlose Zahlmöglichkeit verfügen, eine Guthabenkarte eingeführt, die allerdings nur von sehr wenigen Fahrgästen in Anspruch genommen wird, da rund 98 % der erwachsenen Bevölkerung über eine Bankkarte mit integrierter Bezahlfunktion verfügt. Verkehrsunternehmen, die bereits allein auf bargeldloses Zahlen in ihren Fahrzeugen setzen, wie „Mainzer Mobilität“ oder die „Bremer Straßenbahn AG“ berichten zudem von durchweg guten Erfahrungen und positiven Rückmeldungen der Fahrgäste. Freundliche GrüßeSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 04:21 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de