240827 · Beschlussvorlage
Strategische IT-Partnerschaften
Kerndaten
- Nummer
- 240827
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 24.05.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Unterausschusses für Digitalisierung und Organisation Empfehlung
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 240827 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 10 Personal- und Organisationsamt Dezernat: Dez. I Strategische IT-Partnerschaften Beratungsfolge Hauptausschuss 11.06.2024 Empfehlung Unterausschuss für Digitalisierung und Organisation 12.06.2024 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 19.06.2024 Empfehlung Rat 20.06.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Verwaltung wird ermächtigt: 1. Eine Beteiligung der Stadt Bonn an der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Aachen abzuschließen. Die Stadt Bonn zeichnet hierzu 60 Geschäftsanteile zu je 1000 Euro = 60.000 Euro investiv und einem einmaligen Beitrittsgeld in Höhe von 6.000 Euro konsumtiv. 2. Als Vertreter der Stadt Bonn in die Generalversammlung der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Aachen wird Herr David Adler, IT-Leiter, und Herr Sven Hense zu dessen Vertreter bestellt. 3. Die Stadt Bonn erwirbt 25 Geschäftsanteile zu einem Preis von 200,00 EUR je Geschäftsanteil = 5.000 Euro aufgrund eines Kaufvertrags zwischen PD - Berater der öffentlichen Hand GmbH (PD) und der Stadt Bonn. Darüber hinaus beschließt die Stadt Bonn, der als Anlage beigefügten Gesellschaftervereinbarung beizutreten und mit der PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH die beigefügte Eckpunktevereinbarung abzuschließen. Begründung Das Personal- und Organisationsamt ist interner IT-Dienstleister für die Bedarfe der Fachbereiche und sorgt für den IT-Betrieb der IT-Anwendungen, Hardware, Infrastruktur und Netze. In der Umsetzung ist die Stadt Bonn seither auf interkommunale Kooperationen und IT-Dienstleister angewiesen und kann bei Beschaffungen im IT-Bereich in Form von Inhousevergaben zurückgreifen bei: 1. IT-Dienstleistungen des Landes NRW auf d-NRW als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts des Landes NRWSeite 1 von 242 Seite 2 2. Kommunalen Beschaffungen auf öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister über den Dachverband (KDN). Die Beschaffungsbedingungen bei IT-Anwendungen und Beratungsleistungen gestalten sich seit 2023 zunehmend kritischer. Ursächlich hierfür sind mehrere Gründe, welche zeitlich jetzt und für die nächsten Jahre zusammenkommen: - Das Land NRW hat die Finanzierung geförderter Personalanteile bei der KDN zu IT-Anwendungen und Onlinedienstleistungen (Umsetzung Onlinezugangsgesetz des Bundes) zum 31.12.2023 vollständig auslaufen lassen, sodass Beratungs- und Unterstützungsleistungen über den KDN nicht mehr abgerufen werden können. - Eine nennenswerte Produktsteuerung von IT-Anwendungen in gemeinsamen kommunalen Ausschreibungen und Abstimmungen ist in NRW nicht mehr erfolgt und wird auch absehbar künftig nicht erfolgen. - Plattformweiterentwicklungen wie „Zentrales kommunales Onlineserviceportal“ oder Plattformbeschaffungen für den Bereich der Bürgerdienste sind durch einen großen IT-Dienstleisters nicht mehr umsetzbar gewesen. - Die sehr hohen Digitalisierungsbedarfe der Kommunen führen dazu, dass kommunale IT-Dienstleister in NRW schon jetzt überlastet sind und so gut wie keine zusätzlichen Aufgaben anderer Kommunen übernehmen und Anfragen ablehnen. - Das Land NRW fokussiert sich mit den Angeboten von d-NRW primär auf IT- Leistungen der Landesverwaltung, die von der Stadt Bonn weitestgehend alle abgerufen sind. Die bisherigen Geschäftsbeziehungen zur KDN und d-NRW sollen beibehalten werden. Die IT-Marktsituation führt insgesamt bei weiteren IT-Dienstleistern außerhalb des KDN und d-NRW zu einer Kundenpriorisierung. Da die Stadt Bonn als Einzelkunde Beschaffungen durchführt, werden Beschaffungsanfragen schon jetzt abgelehnt oder nur mit einem längeren terminlichen Vorlauf für die Umsetzung angeboten. Einige geplante IT-Ersatzbeschaffungen und eine Beratungsleistung sind bereits über mehrere Monate zeitverzögert erfolgt und projektiert. Eine verlässliche Terminplanung und zeitnahe Beschaffungen oder Umsetzungen zu Wunschterminen der Fachbereiche sind nicht mehr realisierbar. Herausforderungen für die IT und die Fachbereiche Neben der Marktsituation nehmen die Digitalisierungsanforderungen der Fachämter und die Anforderungen an die IT-Umsetzung stark zu. Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit zur Härtung der IT-Infrastruktur, Anforderungen an Zertifizierung des IT-Betriebes, der Ausbau der Netze, Realisierung Data as a Service, Angebote mit KI-Unterstützung, digitale Beteiligungsformate, Schnittstellenmanagement, stadtweiter RollOut von elektronischen Akten, elektronischer Dokumentenaustausch mit der Justiz, Digitalisierung von Bildungseinrichtungen, Bereitstellung von Umwelt- und Verkehrsdaten, Prozessdigitalisierung der Fachbereiche, Digitales Inputmanagement (Postsendungen), Ersatzbeschaffung SAP HANA (Finanzwesen) und Umsetzung der digitalen Gremienarbeit sind einige Beispiele, zu denen der städtischen IT zusätzliche fachliche Expertise fehlt. Neben der Mobilisierung der Arbeit wird der Auszug aus dem Stadthaus 2027 den Bedarf der Verwaltungsdigitalisierung massiv beschleunigen, wobei die Fachbereiche hierbei konkrete Umsetzungen digitaler Angebote und eAkten erwarten. Es ist schon jetzt absehbar, dass der Zeitraum bis Ende 2027 sehrSeite 2 von 242 Seite 3 ambitioniert und die Erwartungshaltung der Fachbereiche nicht vollumfänglich erfüllbar ist. Mit dem Blick auf den Fachkräftemangel müssen jetzt alle Anstrengungen unternommen werden, um eine Antwort auf die berechtigten Bedarfe der Fachbereiche geben zu können und die Leistungsfähigkeit der Fachbereiche und der IT selbst durch digitale Lösungen aufrecht erhalten zu können. Zu der schon jetzt angespannte IT-Marktsituation kommt hinzu, dass die Stadt Bonn diese Lücke aufgrund der Vorgaben zur Stellenbewirtschaftung und Haushaltsvorgaben mit einem zusätzlichen umfangreicheren Aufbau von Personal selbst nicht auffangen kann. Zielsetzungen strategischer IT-Partnerschaften Um den Fachbereichen digitale Lösungen zu ermöglichen, wird ein Zugriff auf marktverfügbare Produkte sowie Beratungsdienstleistungen, ein Zugang zu Produkt-Entwicklungsperspektiven im öffentlichen Sektor sowie eine vertrauensvolle und verlässliche IT-Dienstleistungsunterstützung im Betrieb kommunaler Anwendungen benötigt. Die Stadt Bonn steht mit diesen Anforderungen als Kommune nicht allein dar. Im interkommunalen Austausch wurde bestätigt, dass erste NRW-Großstädte den Aufbau strategischer IT- Partnerschaften für dieses Jahr verfolgen bzw. Kooperationen schon abgeschlossen haben. Es wird der Beitritt zu zwei strategischen Partnerschaften vorgeschlagen, die sich im Produktportfolio inhaltlich unterscheiden: 1. Beteiligung der Stadt Bonn an der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Aachen Zielsetzung: Kooperation mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit und IT- Anwendungen Das Genossenschaftsmodell der regio IT könnte mit einer strategischen Partnerschaft und Bindung dabei helfen, die steigenden Bedarfe mit dem Fokus nach IT-Anwendungen, Plattform-Infrastrukturen wie M365 und SAP, Realisierung von Cloud-Leistungen, virtuellem Desktop, Migration und Betrieb von Fachverfahren, Ausbau und Härtung von IT-Sicherheitsprodukten gemeinsam und in einem verlässlichen Zeitrahmen umzusetzen sowie einen weitgehenden Einblick zu den künftigen Vorhaben und möglichen kommunal nachnutzbaren Entwicklungen der IT-Hersteller zu bekommen (Weitere Hintergrundinformationen zur Genossenschaft, Satzung, und Beitrittserklärung siehe Anhänge). Eine vergleichbare IT-Dienstleisteralternative mit diesem Produktportfolio besteht marktgängig mit einem Alternativangebot nicht. Das Preisniveau ist im öffentlichen Sektor wirtschaftlich angemessen. Die regio iT stellt sich als Unternehmen proaktiv zur Reduzierung von Emissionen zur Erreichung der Klimaneutralität auf und bietet verschiedene Maßnahmen dazu an (siehe Anhang "Leitfaden Digitale Werkzeuge für die für die Klimaneutralität" und Anhang "CSR- Bericht Nachhaltigkeit Umwelt"). Rechtliche Fragestellungen zur Haftung und Risiken für die Stadt Bonn wurden im Vorfeld untersucht. Das Haftungsrisiko beläuft sich demnach im maximalen Umfang auf die Höhe der eingezahlten Geschäftsanteile. Im Fall eines Rücktritts seitens der Stadt Bonn besteht kein Rückerstattungsanspruch auf die Höhe des Eintrittsgeldes.Seite 3 von 242 Seite 4 Eine finanzielle Nachschusspflicht zur Beteiligung besteht generell nicht. Es besteht durch den Beitritt auch kein Kontrahierungszwang Produkte und Leistungen verpflichtend abzunehmen. Die Fakturierung erfolgt je nach Kommune getrennt auf Basis einzelner Aufträge im Inhouseverfahren. Der wirtschaftliche Anteil an der Mitgliedschaft beträgt die Zeichnung von 60 Geschäftsanteilen zu je 1.000 Euro = 60.000 Euro und einem Beitrittsgeld in Höhe von 6.000 Euro. Im Gegenzug entfällt dafür ein finanzieller Handlingaufschlag einmaliger Lizenz- und laufender Abnahmeleistungen, wie dies aktuell bei der KDN der Fall ist. Durch Entfall dieser Kosten sowie durch einen reduzierten personellen Verwaltungsaufwand in der Vergabe und im Vertragsmanagement bei Beschaffungen und im laufenden Betrieb ist der wirtschaftliche Vorteil des Beitrittsgeldes schon nach zwei Leistungsabnahmen refinanziert. Die Refinanzierung der Geschäftsanteile ist je nach Leistungsabnahme und einer Entlastung bei der Vergabe und im Betrieb im Zeitraum von unter drei Jahren realisierbar. Ein zeitnaher Leistungsbezug und nutzbare Produkte ist in der Betrachtung ein Hauptfaktor und kann nicht finanziell berechnet werden. Der wirtschaftliche Vorteil an einer Beteiligung liegt als weiterer Hauptfaktor für die Stadt Bonn durch einen leistungsoptimierten Bezug im Einkaufsverbund mit mehreren Kommunen mit entsprechenden wirtschaftlichen Vorteilen durch größere Lizenzabnahmen und im Großkundengeschäft (Skaleneffekt). 2. Beteiligung der Stadt Bonn an PD – Berater der öffentlichen Hand Zielsetzung: Kooperation mit dem Schwerpunkt Beratungsleistungen für die Fachbereiche und IT-Dienstleistungen Das Ziel der PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH („PD“) ist eine moderne und stabile Verwaltungsarbeit zu unterstützen. Hierzu gehört es, öffentliche Investitionen anzubahnen und deren Umsetzung zu begleiten sowie strategische Konzepte und nachhaltige Handlungsoptionen zu entwickeln. Gestützt auf die Beratungstätigkeit seit 2009 ausschließlich für die öffentliche Hand, verfügt die PD über umfangreiche Erfahrungen in der strategischen sowie Projektberatung öffentlicher Auftraggeber. Dabei bietet die PD neben der umfangreich aufgebauten Expertise zu Kooperationsmodellen Beratung in allen Phasen eines Projektlebenszyklus sowie mit differenzierten Schwerpunkten nach Tätigkeitsfeldern an. Damit ist für die vielfältigen Herausforderungen, denen die öffentliche Verwaltung heute gegenübersteht, ein umfangreiches Beratungsangebot geschaffen. Die PD steht ausdrücklich für eine ergebnisoffene Prüfung unabhängig vom gewählten Beschaffungs- bzw. Realisierungsansatz, die ausschließlich im wirtschaftlichen Interesse des öffentlichen Auftraggebers erfolgt. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei ein flächendeckendes variantenneutrales Beratungsangebot zu allen Beschaffungsvarianten gerade für Kommunen über den kompletten Projektzyklus von öffentlichen Investitionsvorhaben. Dabei nimmt die Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Variantenvergleichen, Eignungstests und Machbarkeitsuntersuchungen sowie der strategischen und organisatorischen Beratung für Investitionsvorhaben aller Art eine besondere Bedeutung ein. Neben der Beratung soll auch die unmittelbare Schulung von kommunalen Anwendern weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel, dass dieseSeite 4 von 242 Seite 5 eigenständig die erforderlichen Verfahrensschritte durchführen bzw. ggf. erforderliche weitere externe Planungs- und Beratungsleistungen beschaffen können. In Zusammenarbeit mit ausgewählten technischen Rahmenvertragspartnern soll die PD darüber hinaus flächendeckend in Deutschland Projektplaner, Projektmanager und Projektsteuerer anbieten, die die Wirtschaftlichkeit von Projektansätzen und Beschaffungsalternativen mittels fortzuentwickelnder Rechenmodelle für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen umfassend vergleichen und beurteilen können. Im Bereich Bau und Infrastruktur baut die PD die vorhandene Kompetenz in der wirtschaftlich effizienten Strukturierung und Steuerung von Hochbau- und vergleichbaren Infrastrukturbeschaffungen auf allen staatlichen Ebenen weiter aus. Die Beratung soll dabei alle Realisierungsvarianten umfassen und den Lebenszyklus von Investitionen in den Fokus nehmen. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der PD sind Beratungsleistungen zu IT- Dienstleistungen sowie die Strategie- und Organisationsberatung für die gesamte öffentliche Verwaltung bei anspruchsvollen Veränderungsprojekten und der Verwaltungsmodernisierung. Ausgehend von einer vorgelagerten Strategieberatung umfasst dies sowohl die Konzeption und Umsetzung von Organisationsmodellen als auch strategische Sourcing-Konzeptionen. Struktur der PD Die PD ist aus der ÖPP Deutschland AG hervorgegangen. Die Umwandlung der ÖPP Deutschland AG in eine GmbH wurde vorgenommen, um allen unmittelbaren und mittelbaren Gesellschaftern eine ausschreibungsfreie Beauftragung der PD gestützt auf den Ausnahmetatbestand des § 108 GWB zu ermöglichen (sog. „Inhouse-Tatbestand“). Gesellschafter der PD dürfen nach dem Gesellschaftsvertrag nur öffentliche Auftraggeber im Sinne des § 99 Nr. 1 bis 3 GWB sein. Die aktuellen unmittelbaren Gesellschafter sind der Gesellschafterliste der PD zu entnehmen (beigefügt als Anlage 4). Die Struktur der PD wurde speziell so ausgestaltet, dass alle Gesellschafter die PD ohne öffentliche Ausschreibung des Auftrages im Wege eines vergaberechtlich privilegierten Inhouse-Geschäfts beauftragen können. Hierzu wurden die sich aus § 108 GWB ergebenden Grundsätze für eine Inhouse-Beauftragung bei der Konzeptionierung der PD berücksichtigt. So ist durch den Gesellschaftsvertrag und die Gesellschaftervereinbarung insbesondere dafür Sorge getragen, dass die für die Erfüllung des Inhouse-Tatbestands erforderliche Kontrolle der PD durch alle an ihren beteiligten Gesellschafter im Sinne des § 108 Abs. 4 Nr. 1 „gemeinsam“ ausgeübt wird. Kein Gesellschafter hat eine derart hervorgehobene Stellung inne, die es ihm erlaubt, die PD allein zu kontrollieren. Neben der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung sieht der Gesellschaftsvertrag als weiteres Organ der PD einen obligatorischen Aufsichtsrat vor, dessen Zusammensetzung sowie dessen Rechte und Pflichten sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes in seiner jeweiligen Fassung, den danach anzuwendenden Vorschriften des Aktiengesetzes und nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrags bestimmen. Durch die Gesellschaftervereinbarung ist sichergestellt, dass allen fünf Gesellschaftergruppen ((1) Bund, (2) Länder, (3) Kommunen, (4) öffentlich-Seite 5 von 242 Seite 6 rechtliche Körperschaften, (5) Sonstige Öffentliche Auftraggeber) im Hinblick auf die von der Gesellschafterversammlung zu wählende Aufsichtsratsmitglieder jeweils mindestens ein Vorschlagsrecht zusteht (vgl. im Einzelnen den als Anlage 5 beigefügten Gesellschaftsvertrag sowie die als Anlage 2 beigefügte Gesellschaftervereinbarung). Insofern sind letztlich alle an der PD als unmittelbare Gesellschafter beteiligten öffentlichen Auftraggeber – über Vertreter der jeweiligen Gesellschaftergruppen – im Aufsichtsrat vertreten. Über die Gesellschafterversammlung steht den Gesellschaftern der PD gegenüber der Geschäftsführung der PD ein umfassendes Weisungsrecht zu. Darüber hinaus verfügt die Gesellschafterversammlung gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl über die Kompetenz, für bestimmte Geschäfte der Geschäftsführung bestehende Zustimmungsvorbehalte an sich zu ziehen als auch bestimmte – nach dem Gesellschaftsvertrag grundsätzlich dem Aufsichtsrat zustehende – Kompetenzen an sich ziehen. Die PD sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und wird umfassend geprüft. Hierfür ist im Gesellschaftsvertrag sichergestellt, dass der Jahresabschluss nebst Lagebericht nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und geprüft wird. Die PD unterliegt zudem dem Public Corporate Governance Codex (PCGK) des Bundes. Im Rahmen der Abschlussprüfung erfolgt auch die erweiterte Prüfung nach § 53 HGrG. Dem Bundesrechnungshof sind nach § 24 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrags die Befugnisse nach § 54 HGrG eingeräumt worden. D.h. der Bundesrechnungshof hat das Recht, sich im Rahmen seiner Prüfungen nach § 44 HGrG zur Klärung von Fragen bei dem Unternehmen unmittelbar zu unterrichten und zu diesem Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften des Unternehmens einzusehen. Dadurch ist eine sorgfältige und umfassende Prüfung der Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung sichergestellt. Prüfrechte anderer Rechnungsprüfungsbehörden sind daher nicht vorgesehen. Die Beteiligung an der PD Mit dem Erwerb der Geschäftsanteile erlangt die Stadt Bonn die Stellung eines unmittelbaren Gesellschafters der PD mit allen gesellschaftsrechtlichen Rechten und Pflichten. Über die oben beschriebene gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung der PD übt die Stadt Bonn gemeinsam mit allen anderen Gesellschaftern der PD eine gemeinsame Kontrolle i.S.d. § 108 Abs. 4 Nr. 1 und Abs. 5 GWB aus. Diese Kontrolle kann der Gesellschafter insbesondere über die Wahrnehmung von Antrags- und Stimmrechten in der Gesellschafterversammlung sowie bei der Auswahlentscheidung zum Vorschlag für das Mitglied des Aufsichtsrates durch die jeweilige Gesellschaftergruppe ausüben. Die Gesellschafterversammlung kann zudem nach dem Gesellschaftsvertrag Weisungen an die Geschäftsführung erteilen. Ferner stehen dem Gesellschafter unter Beachtung der Regelungen der Gesellschaftervereinbarung und des Gesellschaftsvertrags Auskunfts- und Informationsrechte eines Gesellschafters nach dem GmbHG zu. Der Erwerb der Geschäftsanteile erfolgt durch notariellen Geschäftsanteilskauf- und -abtretungsvertrag. Die Kosten der Beteiligung belaufen sich auf 200,00 EUR pro Geschäftsanteil, d.h. vorliegend insgesamt in Höhe von 5.000 EUR zzg. Notarkosten von maximal bis zu 1.000 EUR. Es handelt sich um so genannte „gestrippte“ Anteile. Die zu erwerbende Geschäftsanteile sind wirtschaftlich von wesentlichen wertbestimmenden Rechten entkleidet, so dass der Kommune wirtschaftlich nur der Anspruch auf Rückzahlung der Stammeinlage imSeite 6 von 242 Seite 7 Liquidationsfall zusteht, der wirtschaftlich dem Nennbetrag entspricht (sog. „gestrippte Anteile“). Hierzu behält sich die Bundesrepublik Deutschland einen unentgeltlichen Nießbrauch an den Geschäftsanteilen vor, der namentlich Gewinnausschüttungen und sofern möglich auch Liquidationserlöse erfasst. Weiterhin tritt der Erwerber mit dem Erwerb sämtliche Vermögensrechte aus den verkauften Geschäftsanteilen (mit Ausnahme der Rückzahlung der Stammeinlage), die nicht durch den Nießbrauch erfasst werden, an die Bundesrepublik Deutschland ab. Dies erfasst v.a. Rechte aus der Auflösung von Kapitalrücklagen, die rechtstechnisch keine „Früchte“ der Anteile darstellen und daher vom Nießbrauch nicht erfasst werden können. Gleichzeitig erhält der Erwerber das Recht, von der Bundesrepublik Deutschland den Rückerwerb der Anteile zu dem Erwerbspreis zu verlangen, wenn das wichtige Interesse an der Beteiligung nicht mehr fortbesteht. Aufgrund dieser Konstruktion entspricht der Kaufpreis für die Anteile deren Nennbetrag (EUR 200 je Anteil). Mit dem Erwerb von 25 Anteilen würde die Stadt Bonn 0,2495 Prozent am Stammkapital der PD halten und hat somit als Gesellschafterin keine wesentliche Einflussmöglichkeit auf die PD selbst. Mit diesem Vertrags- und Preismodell trägt der Erwerber somit kein Kapitalausfallrisiko und kann durch die mit den übertragenen Gesellschaftsanteilen verbundenen Verwaltungs- und Kontrollrechten der PD- Aufträge im Wege einer Inhouse-Vergabe erteilen, partizipiert aber nicht an dem wirtschaftlichen Erfolg der PD. Die Entkleidung von den wertbestimmenden Vermögensrechten lässt die für die Ausübung des ausschlaggebenden Einflusses im Sinne des § 108 Abs. 5 Nr. 2 GWB erforderlichen Gesellschafterrechte unberührt. Die Beauftragung der PD Die Beauftragung der PD durch ihre Gesellschafter erfolgt auf zivilvertraglicher Basis. Die Rahmenbedingungen der Beauftragung, insbesondere die Preise, sind in der Eckpunktevereinbarung für alle Gesellschafter gleich festgelegt (vgl. Eckpunktevereinbarung). Auf der Grundlage dieser Eckpunktevereinbarung erfolgt dann die individuelle Beauftragung der PD durch den jeweiligen Gesellschafter. Vorteile einer Beteiligung an der PD Die Gesellschafter der PD können die PD ohne die Durchführung eines Vergabeverfahrens im Rahmen eines vergaberechtlich privilegierten Inhouse- Geschäfts beauftragen. Die Voraussetzungen für eine ausschreibungsfreie Inhouse-Vergabe (vgl. § 108 GWB) werden vorliegend erfüllt. Da sich an der PD nur öffentliche Auftraggeber beteiligen dürfen, besteht keine inhouse-schädliche private Kapitalbeteiligung an der PD nach § 108 Abs. 4 Nr. 3 GWB (sog. „Beteiligungskriterium“). Die PD wird zudem nahezu ausschließlich für die öffentlichen Auftraggeber, die an ihr beteiligt sind, tätig (sog. „Wesentlichkeitskriterium“). Der Verwaltungsaufwand, der mit der Beteiligung an der PD verbunden ist, wird möglichst geringgehalten. Der Eintritt in die PD erfolgt vorliegend durch den Kauf von Geschäftsanteilen an der PD mittels eines in notarieller Form geschlossenen Vertrags. Verwaltungsaufwand entsteht lediglich im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Gesellschafterversammlung (vgl. § 48 GmbHG) und deren Vorbereitung sowie ggf. mit der Wahrnehmung sonstiger Gesellschafterrechte.Seite 7 von 242 Seite 8 Flexible Beauftragung Da die PD ohne Durchführung eines Vergabeverfahrens beauftragt werden kann, sind ihre Gesellschafter bei der Beauftragung nicht – wie bei einer Ausschreibung – auf den ausgeschriebenen Leistungsumfang beschränkt. Der Gesellschafter kann als Auftraggeber vielmehr flexibel und schnell einen Auftrag mit der PD vereinbaren und diesen in Abstimmung mit der PD im weiteren Verlauf des Projekts an seine Bedürfnisse anpassen. Spezialisierung auf die Beratung der öffentlichen Hand Die PD ist ausschließlich für die öffentliche Hand und zu weit mehr als 80 Prozent für ihren Gesellschafterkreis tätig. Dies vermeidet Interessenkonflikte zu anderen Beratungsmandaten und stellt einen großen Erfahrungsschatz zu öffentlichen Investitionsvorhaben sicher. Die PD verfügt damit über das notwendige Knowhow, um den speziellen Anforderungen öffentlicher Auftraggeber gerecht zu werden. Aufgabe der PD ist die Beratung ausschließlich im Interesse der öffentlichen Hand. Usecases für die Organisationsentwicklung Die PD bietet eine umfassende Strategie- und Organisationsberatung für die gesamte öffentliche Verwaltung bei anspruchsvollen Veränderungsprojekten und der Verwaltungsmodernisierung. Dieses Angebot ist für den Bereich der Organisationsentwicklung besonders relevant, da deren Hauptaufgabe in der Begleitung von Veränderungsprozessen innerhalb der Verwaltung liegt. Durch diese Veränderungsprozesse soll die Leistungsfähigkeit der Verwaltung optimiert werden, sodass sowohl die Strategie- als auch die Organisationsberatung durch die PD hier sinnvoll ergänzt werden könnte. Um festgelegte Ziele zu koordinieren und strukturiert zu realisieren, nimmt auch das Projektmanagement eine bedeutsame Rolle im Bereich der Organisationsentwicklung ein, sodass das Angebot der Planung und Steuerung von Projekten durch die PD sinnvoll angewendet werden kann, um beispielsweise die Mitarbeitenden zu belehren, wie das Projektmanagement optimal abgewickelt werden kann. Gewisse Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die PD können hilfreich sein, um eine breite Befähigung der Mitarbeitenden in dem Umgang mit klassischen Organisationsthemen zu erreichen und somit die Zufriedenheit der Kund*innen der Organisationsentwicklung durch eine effizientere Aufgabenerfüllung zu erhöhen. Usecases für die IT Organisatorische Veränderungsprozesse mit digitalen Lösungen umzusetzen, bedarf bei IT-Neu- oder Ersatzbeschaffungen ebenfalls einer sorgfältigen und neutralen Planung- und Konzepterstellung. In diesem Kontext sollten die fachinhaltlichen Anforderungen aus der Organisationsentwicklung einerseits und IT-technische Anforderungen zu IT-Anwendungen und Betrieb zusammen betrachtet werden. Aber auch für grundsätzliche Fragestellungen zu IT-Vorhaben mit hohen Investitionskosten oder zu teilstrategischen Neubewertungen von Plattformen sind Beratungsleistungen durch die PD hilfreich. Hierauf bauen sich die Leistungsanforderungen für den Vergabe- und politischen Entscheidungsprozess auf. Gerade wegen einer zunehmenden Professionalisierung der IT-Anbieterseite im Vergabeprozess sowie steigenden Anforderungen im technischen Aufbau und Betrieb von Anwendungen könnenSeite 8 von 242 Seite 9 nicht alle Aspekte vergaberechtlich und technisch durch die Stadtverwaltung selbst bewertet werden. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.01.26 IT 1.01.2601 IT-Betrieb Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 66.000 (regioIT 60.000 Anteile+6.000 Aufgeld) 6.000 (PD 5.000 Anteile+ 1.000 Notar- gebühr) 5022015091000/ 78.6300 502205091000/ 78.4400 5102001260200/ 78.3100 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo 72.000 (einmalig) Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 Anhang 1 Bundesstadt Bonn_Vorstellung regio iT Genossenschaft (öffentlich) 2 Anhang 2 regio_IT Originalsatzung (öffentlich)Seite 9 von 242 Seite 10 3 Anhang 3 regio_IT Gesellschafter Genossen (öffentlich) 4 Anhang 4 regio_iT Beitrittserklärung (öffentlich) 5 Anhang 5 regio_iT Jahresabschluss_Beteiligungsgenossenschaft (öffentlich) 6 Anhang 6 regio_iT Leitfaden_Digitale Werkzeuge für die Klimaneutralität (öffentlich) 7 Anhang 7 regio_iT CSR-Bericht Nachhaltigkeit Umwelt Leidenschaft 2022 (öffentlich) 8 Anhang 8 PD_2023_Muster-Anteilskauf- und Optionsvertrag_PD_ö.A_ohne 3.4 (öffentlich) 9 Anhang 9 PD_Eckpunktevereinbarung (öffentlich) 10 Anhang 10 PD_Gesellschafterfolie nach Art (öffentlich) 11 Anhang 11 PD_Gesellschaftervereinbarung (öffentlich) 12 Anhang 12 PD_Gesellschaftsvertrag (öffentlich) 13 Anhang 13 PD_Unternehmenspraesentation (öffentlich) 14 Anhang 14 PD_Auszug Beteiligungsbericht des Bundes 2022 (öffentlich)Seite 10 von 242 DER IT-PARTNER F‹R BEGEISTERTE KUNDEN 14.02.2024 Ralph Kleiber © regio iT GmbH – 2023Seite 11 von 242 © regio iT GmbH – 2023 2 Stammsitz in Aachen Niederlassungen in G¸tersloh und Siegburg 18 Gesellschafter ausschliefllich in ˆffentlicher Tr‰gerschaft 153,6 Mio. € Jahresumsatz in 2022 700 Mitarbeitende sind aktuell bei der regio iT t‰tig Zertifiziert nach ISO9001, ISO20000 und ISO27001 “ 56.000 Clients werden aktuell von der regio iT betreutSeite 12 von 242 80 % 49,5 % 0,2 % 85 % 100 %100 % 100 % 10 Anteile BETEILIGUNGEN © regio iT GmbH – 2023 1 Anteil 1 Anteil 60 Anteile 3Seite 13 von 242 SCHWERPUNKTE UND KOMPETENZEN © regio iT GmbH – 2023 IT Service & Betrieb - Cloud / SAAS - Virtuell Desktop - Migration Fachverfahren Digitalisierung - DMS - Portale - Dienste (OZG / EFA) Energie & Entsorgung - Smart City - SAP Lˆsungen Bildung und Entwicklung - Full Support - Strategieberatung - E-Learning Plattformen 4Seite 14 von 242 ZUKUNFT UND INNOVATION © regio iT GmbH – 2023 Internet of Things Smart City Digitalisierung Vernetzung macht smart Energie & Mobilit‰t braucht Innovationen Der digitale Wandel als zentrale Gestaltungsaufgabe 5Seite 15 von 242 6© regio iT GmbH – 2023 KUNDEN, DIE UNS VERTRAUEN VERWALTUNG ENERGIE ENTSORGUNG NON-PROFITSeite 16 von 242 7© regio iT GmbH – 2023 WAS UNS AUSZEICHNETSeite 17 von 242 8 Vorstellung regio iT Beteiligungsgenossenschaft e.G. © regio iT GmbH – 2022Seite 18 von 242 9 Ausgangslage vor Gr¸ndung der Beteiligungsgenossenschaft ▪ Hˆhere Rechtssicherheit f¸r Kunden des Kreises Heinsberg • ÷ffentlich-rechtliche-Vereinbarung ist Grundlage f¸r Inhouse-Vergabe • Rahmenbedingungen, insbesondere Gesellschaftsanteil Stadt Aachen an regio iT, haben sich ver‰ndert ▪ Kunden mˆchten Zusammenarbeit mit regio iT ausbauen • Interesse an einer Inhouse-Vergabemˆglichkeit • Interkommunale Zusammenarbeit ▪ Das Modell einer Beteiligungsgenossenschaft wurde gemeinsam mit Kanzlei Heuking und Wirtschaftspr¸fungsgesellschaft PKF als Lˆsungskonzept entwickeltSeite 19 von 242 10 Eckpunkte des Lˆsungskonzepts Beteiligungsgenossenschaft ▪ Genossenschaft als Modell zur B¸ndelung von mittelbaren Gesellschaftern rechtlich zul‰ssig ▪ Vergaberechtlich ist die Inhouse-Vergabef‰higkeit an die regio iT weitgehend rechtssicher ▪ 1 % Anteil an der regio iT ist ausreichend ▪ regio iT wird (ist) Mitglied der Genossenschaft • Gesch‰ftsf¸hrung regio iT stellt Vorstand der Genossenschaft • Personenidentit‰t hat vergaberechtliche Aspekte (Einflussmˆglichkeit der Genossenschaft auf die regio iT) ▪ Gr¸ndungsmitglieder der Genossenschaft sind Kreis Heinsberg, Stadt Ratingen und regio iT ▪ Satzung/Gr¸ndung abgestimmt mit Genossenschaftsverband und Bezirksregierung KˆlnSeite 20 von 242 11 Anteilsmodell der Beteiligungsgenossenschaft eG ▪ Kaufpreis f¸r 1 Gesch‰ftsanteil der regio iT Beteiligungsgenossenschaft = 1.000,-- € ▪ Zus‰tzlich sind nach folgender Staffelung weitere Gesch‰ftsanteile zu erwerben: Kommunen: • Kommunen bis 14.999 Einwohner zeichnen 6 weitere Gesch‰ftsanteile • Kommunen ab 15.000 Einwohner bis 29.999 Einwohner zeichnen 14 weitere Gesch‰ftsanteile • Kommunen ab 30.000 Einwohner bis 59.999 Einwohner zeichnen 24 weitere Gesch‰ftsanteile • Kommunen ab 60.000 Einwohner bis 99.999 Einwohner zeichnen 39 weitere Gesch‰ftsanteile • Kommunen ab 100.000 Einwohner sowie Kreisverwaltungen zeichnen 59 weitere Gesch‰ftsanteile Kommunale Unternehmen: • Unternehmen bis 10 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 14 weitere Geschäftsanteile • Unternehmen über 10 Mio. € bis 50 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 24 weitere Geschäftsanteile • Unternehmen über 50 Mio. € bis 100 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 39 weitere Geschäftsanteile • Unternehmen über 100 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 59 weitere Geschäftsanteile ▪ Weiterhin 10 % Eintrittsgeld auf die gezeichneten/gezahlten Gesch‰ftsanteile entsprechend Staffelung ▪ K¸ndigung fr¸hestens nach 3 Jahren mˆglich ▪ Bei K¸ndigung R¸ckzahlung des gezahlten Wertes der Gesch‰ftsanteile ▪ Eintrittsgeld wird nicht erstattetSeite 21 von 242 12 Mitglieder der Genossenschaft (Stand 30.03.2023) ▪ Aufgenommen/Beitritt vollzogen ▪ Stadt Ratingen ▪ Kreisverwaltung Heinsberg ▪ regio iT GmbH ▪ Gemeinde Waldfeucht ▪ Stadt Wassenberg ▪ Stadt Wegberg ▪ Gemeinde Selfkant ▪ Stadt Heiligenhaus ▪ Stadt H¸ckelhoven ▪ Stadt Velbert ▪ Stadt W¸lfrath ▪ Stadt Erkelenz ▪ Gemeinde Gangelt ▪ Gartenstadt Haan ▪ Stadt Hilden ▪ Stadt Heinsberg ▪ Stadt Remscheid ▪ Stadt Langenfeld ▪ Stadt Unna ▪ Stadt Bergisch Gladbach ▪ Stadt EmsdettenSeite 22 von 242 13© regio iT GmbH – 2023 RALPH KLEIBER Strategische Gesch‰ftsentwicklung & Partnermanagement 0175 - 8810584 Ralph.Kleiber@regioit.de IHR KONTAKT 13Seite 23 von 242 VIELEN DANK! FINDEN SIE UNS AUF © regio iT GmbH – 2023Seite 24 von 242 Seite 25 von 242 Seite 26 von 242 Seite 27 von 242 Seite 28 von 242 Seite 29 von 242 Seite 30 von 242 UB = Unmittelbare Beteiligung / MB = Mittelbare Beteiligung (Stand 23.02.2023 / In Fortschreibung) Gesellschafter der regio iT (o. verbundene Unternehmen) • Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbh Aachen (UB) • StädteRegion Aachen (UB) • Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (Ostbelgien) (UB) • Stadt Aachen (UB) • Stadt Alsdorf (UB) • Stadt Baesweiler (UB) • Stadt Düren (UB) • Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (UB) o Kreis Düren (MB) • Kupferstadt Stolberg (UB) • Stadt Eschweiler (UB) • Stadt Herzogenrath (UB) • Stadt Monschau (UB) • Gemeinde Roetgen (UB) • Gemeinde Simmerath (UB) • Stadt Würselen (UB) • Zweckverband INFOKOM Gütersloh (UB) mit den Mitgliedern: o Kreis Gütersloh (Kreisverwaltung) (MB) o Borgholzhausen (MB) o Gütersloh (MB) o Halle in Westfalen (MB) o Harsewinkel (MB) o Herzebrock-Clarholz (MB) o Langenberg (MB) o Rheda-Wiedenbrück (MB) o Rietberg (MB) o Schloß Holte-Stukenbrock (MB) o Steinhagen (MB) o Verl (MB) o Versmold (MB) o Werther (MB) • civitec - Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung (UB) mit den Mitgliedern: o Oberbergischer Kreis (Kreisverwaltung) (MB) o Rhein-Sieg-Kreis (Kreisverwaltung) (MB) o Solingen (MB) o Alfter (MB) o Bad Honnef (MB) o Bergneustadt (MB) o Bornheim (MB) o Eitorf (MB) o Engelskirchen (MB) o Gummersbach (MB) o Hennef (MB) o Hückeswagen (MB) o Königswinter (MB) o Lindlar (MB) o Lohmar (MB) o Marienheide o Meckenheim (MB) o Morsbach (MB) o Much (MB) o Neunkirchen-Seelscheid (MB) o Niederkassel (MB) o Nümbrecht (MB) o Radevormwald (MB) o Reichshof (MB) o Rheinbach (MB) o Rupichterroth (MB) o Sankt Augustin (MB)Seite 31 von 242 UB = Unmittelbare Beteiligung / MB = Mittelbare Beteiligung 23.10.2023 / In Fortschreibung) o Siegburg (MB) o Swistal (MB) o Troisdorf (MB) o Wachtberg (MB) o Waldbröl (MB) o Wiehl (MB) o Windeck (MB) o Wipperfürth (MB) Mitglieder der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG (UB) (o. verbundene Unternehmen) • Kreis Heinsberg (Kreisverwaltung) (MB) • Stadt Heinsberg (MB) • Stadt Erkelenz (MB) • Stadt Hückelhoven (MB) • Gemeinde Gangelt (MB) • Gemeinde Selfkant (MB) • Gemeinde Waldfeucht (MB) • Stadt Wassenberg (MB) • Stadt Wegberg (MB) • Stadt Emsdetten (MB) • Stadt Heiligenhaus (MB) • Stadt Ratingen (MB) • Stadt Remscheid (MB) • Stadt Velbert (MB) • Stadt Wülfrath (MB) • Gartenstadt Haan (MB) • Stadt Hilden (MB) • Stadt Langenfeld (MB) • Kreisstadt Unna (MB) • Stadt Bergisch Gladbach (MB)Seite 32 von 242 Beitrittserklärung (§§ 15 Absatz 1, Satz 1 GenG) Wir erklären hiermit den Beitritt zur regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG. Eine Abschrift der Satzung in ihrer gegenwärtigen Fassung sowie das Gründungsprotokoll der Genossenschaft haben wir mit dieser Beitrittserklärung ausgehändigt bekommen. Wir verpflichten uns zur Beteiligung an der Genossenschaft und übernehmen die in § 2 der Satzung festgelegten Geschäftsanteile. Gleichzeitig verpflichten wir uns, die daraus resultierenden Einzahlungen gemäß den Festlegungen in § 2 (1) bis (4) der Satzung (Preis und Anzahl Geschäftsanteile) an die Genossenschaft zu leisten. Die Generalversammlung der Genossenschaft hat gemäß § 2 (5) der Satzung ein Eintrittsgeld festgelegt, welches den Rücklagen zugeführt wird. Die Höhe des Eintrittsgeldes entspricht 10 % der Einzahlung, die für die Geschäftsanteile gemäß den Festlegungen in § 2 (1) bis (4) der Satzung (Preis und Anzahl Geschäftsanteile) zu entrichten ist. Wir verpflichten uns, die Einzahlung des Eintrittsgeldes an die Genossenschaft zu leisten. Als Bevollmächtigten unserer Kommune/Gebietskörperschaft bzw. Vertreter/Vertreterin in der Generalversammlung der Genossenschaft benennen wir Vor-/Nachname Anschrift Telefon/E-Mail _____________________________ ___________________________________ Ort, Datum Stempel, Unterschrift Hinweis: Über die Zulassung als Mitglied entscheidet der Vorstand der Genossenschaft. Hierüber erhalten Sie eine gesonderte Aufnahmeerklärung. Mit dieser Aufnahmeerklärung erhalten Sie auch die Zahlungsaufforderung zur Einzahlung der Geschäftsanteile und des Eintrittsgeldes. Bei Rückfragen stehen Ihnen Herr Dieter Ludwigs, Vorstand (Tel. 0241/41359- 9700) oder Herr Jörg Herpertz (Tel. 0241/41359-1720, mobil 0151/61303759) zur Verfügung. ________________________________________________________________________________ Name der Genossenschaft: regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Lombardenstr. 24 52070 Aachen Vorstand: Dieter Ludwigs Bevollmächtigter der Generalversammlung Philipp Schneider Beitretende Gebietskörperschaft (bitte ausfüllen): Mitgliedschaft/Beteiligung zugelassen am (Nur von der Genossenschaft auszufüllen!)Seite 33 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Lombardenstraße 24 52070 Aachen Genossenschaftsverband-VdR. e.V. Verwaltungssitz Düsseldorf Ludwig-Erhard-Allee 20 40227 DüsseldorfSeite 34 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 1 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Inhaltsverzeichnis 1. Auftragsannahme 2 1.1 Auftraggeber und Auftragsabgrenzung 2 1.2 Auftragsdurchführung 3 2. Grundlagen des Jahresabschlusses 4 2.1 Buchführung und Inventar, erteilte Auskünfte 4 2.2 Festlegungen über die Ausübung von Wahlrechten 5 2.3 Feststellungen zu den Grundlagen des Jahresabschlusses 5 3. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen 6 3.1 Rechtliche Verhältnisse 6 3.2 Steuerliche Verhältnisse 7 3.3 Wirtschaftliche Verhältnisse 7 4. Art und Umfang der Erstellungsarbeiten 8 5. Ausführungen zu den vorgelegten Belegen, Büchern und Bestandsnachweisen 9 6. Ergebnis der Arbeiten und Bescheinigung 9 7. Bescheinigung 10 Anlagen 11 Bilanz zum 31.12.2022 11 Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 12 Anhang 13 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz 17 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 21 Geschäftsbedingungen 23Seite 35 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 2 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 1. Auftragsannahme 1.1 Auftraggeber und Auftragsabgrenzung Der Vorstand der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen - nachfolgend auch kurz "regio iT" oder "Gesellschaft" genannt - beauftragte uns, den handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31.12.2022 aus den von uns geführten Büchern und den uns darüber hinaus vorgelegten Belegen und Bestandsnachweisen, die wir auftragsgemäß nicht geprüft haben, unter Berücksichtigung der erteilten Auskünfte nach gesetzlichen Vorgaben und nach den innerhalb dieses Rahmens liegenden Anweisungen des Auftraggebers zur Ausübung bestehender Wahl- rechte zu entwickeln. Diesen Auftrag zur Erstellung ohne Beurteilungen haben wir in der Zeit vom 11.04.2023 bis zum 17.04.2023 in unseren Geschäftsräumen in Düsseldorf durchgeführt. Unser Auftrag zur Erstellung des Jahresabschlusses umfasste keine über die Auf tragsart hinausgehenden Tätigkeiten und damit auch keine erweiterten Verantwortlichkeiten als genossenschaftlicher Prüfungsverband. Die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses oblag der uns mit dessen Erstellung beauf tragenden ge- setzlichen Vertretung des Auftraggebers, die über die Ausübung aller mit der Aufstellung verbundener Ges- taltungsmöglichkeiten und Rechtsakte zu entscheiden hatte. Wir haben unseren Auftraggeber über solche Sachverhalte, die zu Wahlrechten führten, in Kenntnis gesetzt und von ihm Entscheidungsvorgaben zur Ausübung von materiellen und formellen Gestaltungsmöglichkei- ten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten) sowie Ermessensentscheidungen eingeholt. Nach den in § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Genossenschaft eine Kleinstgenossenschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 275 Abs. 5, 264 Abs. 1, 266 Abs. 1 HGB teilweise Gebrauch gemacht. Der Vorjahresabschluss wurde am 14.08.2022 festgestellt. Eine Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 sowie der anderen notwendigen Unterlagen ist erfolgt.Seite 36 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 3 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Der uns erteilte Auftrag zur Erstellung des Jahresabschlusses umfasste alle Tätigkeiten, die erforderlich wa- ren, um auf der Grundlage der Buchführung und der Inventur sowie der eingeholten Auskünfte zu Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsfragen und der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewer- tungsmethoden unter Vornahme der Abschlussbuchungen den handelsrechtlich vorgeschriebenen Jahresab- schluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, zu erstellen. Bei der Auftragsannahme haben wir von unserem Auftraggeber vereinbart, dass uns die für die Auf trags- durchführung benötigten Unterlagen und Auf klärungen vollständig gegeben werden. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die vereinbarten und diesem Bericht als Anlage beigefügten "Allgemeinen Auftragsbedingungen des Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. vom 01.07.2017" maßgebend. 1.2 Auftragsdurchführung Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses und bei unserer Berichterstattung hierüber haben wir die einschlägigen Normen unserer Berufsordnung und unsere Berufspflichten beachtet, darunter die Grundsät ze der Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit und Eigenverantwort lichkeit (§ 57 StBerG). Die Erstellung des Jahresabschlusses umfasst unabhängig von der Art unseres Auftrags die Tätigkeiten, die erforderlich sind, um auf Grundlage der Buchführung und des Inventars sowie der eingeholten Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter Vornahme der Abschlussbuchungen die gesetzlich vorgeschriebene Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie einen Anhang und weitere Ab- schlussbestandteile zu erstellen. Nicht zur Erstellung des Jahresabschlusses gehören die erforderlichen Entscheidungen über die Ausübung materieller und formeller Gestaltungsmöglichkeiten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie Er- messensentscheidungen). Bestehende Gestaltungsmöglichkeiten wurden von uns im Rahmen der Erstellung nach den Vorgaben des Kaufmanns bzw. der gesetzlichen Vertreter ausgeübt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses haben wir die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und We- sentlichkeit beachtet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des Handels- und Steuerrechts, der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Bestimmungen der Satzung. Im Rahmen des erteilten Auftrags haben wir die gesetzlichen Vorschriften für die Aufstellung von Jahresab- schlüssen sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beachtet. Die Beachtung anderer gesetzli- cher Vorschriften sowie die Aufdeckung und Aufklärung von Straftaten und außerhalb der Rechnungslegung begangener Ordnungswidrigkeiten waren nicht Gegenstand unseres Auftrags.Seite 37 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 4 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Als Erstellungsunterlagen dienten die Buchhaltungsunterlagen, die vollständigen Belege sowie die Kontoauszüge der Kreditinstitute der Gesellschaft. Der Vorstand hat uns die angeforderte berufsübliche Vollständigkeitserklärung bezüglich der Buchführung, Belege und Bestandsnachweise sowie der uns erteilten Auskünfte schriftlich erteilt, die wir zu den Akten ge- nom men haben. 2. Grundlagen des Jahresabschlusses 2.1 Buchführung und Inventar, erteilte Auskünfte Für die Genossenschaft besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht. Die Buchführung wurde auf unseren EDV-Systemen erstellt. Die dabei eingesetzte Software Kanzlei-Rechnungswesen der DATEV eG erfüllt nach einer Bescheinigung der Ernst & Young GmbH vom 28.02.2022 die Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige Finanzbuchführung und Entwicklung des Jahres- abschlusses. Die Anlagenbuchführung wurde auf unseren EDV-Systemen erstellt. Die dabei eingesetzte Software Anlagenbuchführung der DATEV eG erfüllt im Zusammenhang mit einer Bescheinigung der Ernst & Young GmbH vom 28.02.2022 zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit des Programms Kanzlei-Rechnungswesen die Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige Anlagenbuchführung. Die Verfahrensabläufe in der Buchführung haben keine nennenswerten organisatorischen Änderungen er- fahren. Alle erbetenen Auskünfte, Aufklärungen und Nachweise wurden von dem Vorstand und von den zur Auskunft benannten Mitarbeitern bereitwillig erbracht.Seite 38 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 5 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 2.2 Festlegungen über die Ausübung von Wahlrechten Erforderliche Entscheidungen über die Ausübung materieller und formeller Gestaltungsmöglichkeiten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie Ermessensentscheidungen) gehören nicht zur Erstel- lung des Jahresabschlusses. Wir haben unseren Auftraggeber jedoch über die Ausübung materieller und for- meller Gestaltungsmöglichkeiten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie Ermessensentschei- dungen) in Kenntnis gesetzt, Entscheidungsvorgaben unseres Auftraggebers hierzu eingeholt und diese im Rahmen der Erstellung exakt nach den Vorgaben des Kaufmanns bzw. der gesetzlichen Vertreter ausgeübt. Wir haben unseren Auftraggeber darüber hinaus über gesetzliche Fristen zur Aufstellung, Feststellung und Of fenlegung des Jahresabschlusses aufgeklärt. 2.3 Feststellungen zu den Grundlagen des Jahresabschlusses Die Buchführung des Auftraggebers ist ordnungsgemäß und beweiskräf tig, das Belegwesen ist geordnet. Die Salden des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 sind ordnungsgemäß vorgetragen worden. Der Jahresabschluss wurde auf unseren EDV-Systemen erstellt. Die dabei eingesetzte Software Kanzlei-Rechnungswesen der DATEV eG in Nürnberg erfüllt nach einer Bescheinigung der Ernst & Young GmbH vom 28.02.2022 die Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige Finanzbuchführung und Entwicklung des Jahresabschlusses. Soweit sich im Rahmen unserer Jahresabschlusserstellung Buchungen ergaben, haben wir diese mit der Geschäftsführung unseres Auftraggebers abgestimmt. Die Abschlussbuchungen wurden bis zum Abschluss unserer Tätigkeit vorgenommen. Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewer- tungsmethoden wurden beibehalten. Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken - soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses er- kennbar waren - ist durch die Bildung ausreichender Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung ge- tragen. Soweit solche Risiken nach dem Bilanzstichtag entstanden sind, wird auf sie im Anhang verwiesen. Auf weitergehende Erläuterungen im Anhang wird hingewiesen.Seite 39 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 6 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 3. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen 3.1 Rechtliche Verhältnisse Firma: regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Sitz: Aachen Registereintrag: Genossenschaftsregister Registergericht: Aachen Register-Nr.: GnR 289 Satzung: Gültig in der Fassung vom 11.05.2021 Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der Genossenschaft ist die Schaffung von Verbundvorteilen für die Mitglieder über eine Beteiligung an der regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbH sowie in diesem Rahmen das Angebot eigener Dienstleistungen für die Mitglieder, insbesondere die Beratung bei IT-Projekten und der gemeinsame Einkauf von IT-Produkten im Bereich Hard- und Software. Die Genossenschaft kann sich im Rahmen ihres Zweckes soweit kommunalrechtlich zulässig an Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten. Vorstand: Dieter Ludwigs Aufsichtsrat: Die Genossenschaft hat keinen Aufsichtsrat. Die gesetzlichen Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats nimmt die Generalversammlung wahr. Wesentliche Änderungen der rechtlichen Verhältnisse nach dem Abschlussstichtag: lagen nicht vorSeite 40 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 7 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 3.2 Steuerliche Verhältnisse Zuständiges Finanzamt: 5201 - Aachen-Stadt Steuernummer: 201/5931/3014 Die Genossenschaft unterliegt auf Grund der Tätigkeit der Körperschaft-, Gewerbe- und Um satzsteuer. 3.3 Wirtschaftliche Verhältnisse Die wirtschaftlichen Verhältnisse zum letzten Bilanzstichtag sind dem als Anlage beigefügten Jahresabschluss zu entnehmen. Die Löhne und Gehälter 2022 betrugen 5.049,00 EUR gegenüber 0,00 EUR im Vergleichszeitraum 2021. Die absolute Veränderung beträgt damit 5.049,00 EUR. An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2022 1.617,71 EUR an. In 2021 belief sich der entsprechende Wert auf 0,00 EUR. Der Betrag der absoluten Veränderung beläuft sich auf 1.617,71 EUR.Seite 41 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 8 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 4. Art und Umfang der Erstellungsarbeiten Art, Umfang und Ergebnis der während unserer Auftragsdurchführung im Einzelnen vorgenommenen Er- stellungshandlungen haben wir, soweit sie nicht in diesem Erstellungsbericht dokumentiert sind, in unseren Arbeitspapieren festgehalten. Gegenstand der Erstellung ohne Beurteilungen ist die Entwicklung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung sowie die Erstellung des Anhangs und weiterer Abschlussbestandteile auf Grundlage der Buchfüh- rung und des Inventars sowie der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmetho- den. Unser Auftrag zur normentsprechenden Entwicklung des Jahresabschlusses aus den vorgelegten Unterlagen unter Berücksichtigung der erhaltenen Informationen und der vorgenommenen Abschlussbuchungen er- streckte sich nicht auf die Beurteilung der Angemessenheit und Funktion interner Kontrollen sowie der Ord- nungsmäßigkeit der Buchführung. Insbesondere gehörte die Beurteilung der Inventuren, der Periodenab- grenzung sowie von Ansatz und Bewertung nicht zum Umfang unseres Auftrags. Wurden Abschlussbuchungen vorgenommen, z.B. die Berechnung von Abschreibungen, Wertberichtigun- gen, Rückstellungen, so bezogen sich diese auf die vorgelegten Unterlagen und erteilten Auskünfte ohne ei- ne Beurteilung ihrer Richtigkeit. Auch wenn bei der Erstellung ohne Beurteilungen auftragsgemäß keine Beurteilungen der Belege, Bücher und Bestandsnachweise vorgenommen werden, weisen wir unseren Auftraggeber auf of fensichtliche Unrich- tigkeiten in den vorgelegten Unterlagen hin, die uns als Sachverständige bei der Durchführung des Auf trags unmittelbar auffallen, unterbreiten Vorschläge zur Korrektur und achten auf die entsprechende Um setzung im Jahresabschluss.Seite 42 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 9 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 5. Ausführungen zu den vorgelegten Belegen, Büchern und Bestandsnachweisen Beim erteilten Auftrag zur Erstellung ohne Beurteilungen sind Ausführungen zu den von uns geführten Bü- chern und den uns darüber hinaus vorgelegten Belegen und Bestandsnachweisen nicht erforderlich, weil kei- ne Besonderheiten festgestellt wurden. 6. Ergebnis der Arbeiten und Bescheinigung Die Bescheinigung zu dem von uns erstellten Jahresabschluss enthält keine Ergänzungen. Wesentliche Einwendungen gegen einzelne vom Auftraggeber vertretene Wertansätze bzw. gegen die Buchführung waren von uns nicht zu erheben.Seite 43 von 242 Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 10 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 7. Bescheinigung Nach dem Ergebnis unserer Erstellung haben wir am 17.04.2023 dem als Anlagen beigefügten Jahres- abschluss der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen, zum 31.12.2022 die folgende Bescheinigung erteilt, die von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird: Bescheinigung des genossenschaftlichen Prüfungsverbandes über die Erstellung Wir haben auftragsgemäß den nachstehenden Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und der ergänzenden Bestim mungen der Satzung erstellt. Grundlage für die Erstellung waren die von uns geführten Bücher und die uns darüber hinaus vorgelegten Be- lege und Bestandsnachweise, die wir auftragsgemäß nicht geprüft haben, sowie die uns erteilten Auskünf te. Die Buchführung sowie die Aufstellung des Inventars und des Jahresabschlusses nach den deutschen han- delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Wir haben unseren Auftrag unter Beachtung der Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer zu den Grundsätzen für die Erstellung von Jahresabschlüssen durchgeführt. Dieser umfasst die Entwicklung der Bi- lanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anhangs auf Grundlage der Buchführung und des Inventars sowie der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Düsseldorf, 29.06.2023 Genossenschaftsverband-VdR. e.V. Verwaltungssitz Düsseldorf i.V. Christian Pütz i.A. Marvin Both Steuerberater BilanzbuchhalterSeite 44 von 242 Blatt 11 BILANZ zum 31. Dezember 2022 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen AKTIVA EUR Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR A. Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsan- teile 0,00 15.000,00 B. Anlagevermögen I. Finanzanlagen 1. Beteiligungen 516.000,00 516.000,00 Summe Anlagevermögen 516.000,00 516.000,00 C. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. sonstige Vermögensgegenstände 11.284,69 3.000,19 II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 128.386,82 43.974,04 Summe Umlaufvermögen 139.671,51 46.974,23 655.671,51 577.974,23 PASSIVA EUR Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR A. Eigenkapital I. Geschäftsguthaben 1. der verbleibenden Mitglieder 491.000,00 284.000,00 II. Kapitalrücklage 49.100,00 28.400,00 III. Ergebnisrücklagen 1. gesetzliche Rücklage 263,53 0,00 IV. Jahresfehlbetrag 17.491,08 V. Bilanzgewinn 8.598,33 - davon Verlustvortrag EUR -17.491,08 (EUR 0,00) Summe Eigenkapital 548.961,86 294.908,92 B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 2.161,00 0,00 2. sonstige Rückstellungen 9.400,00 11.561,00 8.724,50 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.148,65 340,81 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.148,65 (EUR 340,81) 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh- men 94.000,00 274.000,00 - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 94.000,00 (EUR 274.000,00) 95.148,65 655.671,51 577.974,23Seite 45 von 242 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 Blatt 12 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR 1. sonstige betriebliche Erträge 2.351,11 0,00 2. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 5.049,00 0,00 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.617,71 0,00 6.666,71 0,00 3. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.829,43 17.135,00 4. Erträge aus Beteiligungen 49.201,55 0,00 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.470,17 356,08 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.233,41 0,00 7. Ergebnis nach Steuern 26.352,94 17.491,08- 8. Jahresüberschuss 26.352,94 17.491,08- 9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 17.491,08 10. Einstellungen in Ergebnisrücklagen a) in die gesetzliche Rücklage 263,53 11. Bilanzgewinn 8.598,33Seite 46 von 242 ANHANG zum 31.12.2022 Blatt 13 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kleinstkapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG Firmensitz laut Registergericht: Aachen Registereintrag: Genossenschaftsregister Registergericht: Aachen Register-Nr.: GnR 289 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnut- zung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutz- bar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemein- kosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensge- genstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.Seite 47 von 242 ANHANG zum 31.12.2022 Blatt 14 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.Seite 48 von 242 ANHANG zum 31j22022 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Blatt 15 Angaben zur Bilanz Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 94.000,00 EUR (Vorjahr: 274.000,00 EUR). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 1,0. Zahlen der Genossenschaftsmitglieder Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich während des Geschäftsjahres wie folgt verändert: Genossenschaftsmitglieder Mitglieder Geschäftsanteile Mitglieder am Anfang des Jahres 10 284 Während des Geschäftsjahres eingetretene Mitglieder 8 207 Während des Geschäftsiahres ausqeschiedene M 0 Mitglieder am Ende des Geschäftsjahres 18 491 Die Höhe des Geschäftsanteils beträgt EUR 1.000,00. Angaben zum Geschäftsguthaben und den Haftsummen der Mitglieder Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 207.000,00 EUR vermehrt. Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 0,00 EUR geändert. Der Betrag der Haftsummen, für welche alle Mitglieder zusammen aufzukommen haben, beläuft sich auf 0,00 EUR. Angaben zum zuständigen Prüfungsverband Zuständiger Prüfungsverband der Genossenschaft ist: Name des Prüfungsverbandes: Anschrift des Prüfungsverbandes Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V Wilhelm-Haas-Platz 63263 Neu-lsenburg Unterschrift des Vorstandes a D rcAlo iT Ort, Datum 9.0'l.ll Unterschrift eGSeite 49 von 242 ANHANG zum 31 .12.2022 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Blatt 16 Vorschlag für die Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 8.598,33 EUR wie folgt zu verwenden Gesetzliche Rücklage Einstellung andere Ergebnisrücklage Dividende Vortraq auf neue Rechnunq 263,53 0,00 0,00 8.598,33 lnsgesamt A"/rr. ,/9. av. ? J D regto tr 8.861,86 o a reglo iT Beteiligungsgcnosrcnschaft eG Lombardenstraße 24 52070 Aachen (Ort, Datum) Die *en L" olu i (Vorstand) (Firma der Genossenschaft) D TDer Vorstand eG 24Seite 50 von 242 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Blatt 17 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen AKTIVA A. Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile 0,00 EUR Vorjahr: 15.000,00 EUR B. Anlagevermögen I. Finanzanlagen 1. Beteiligungen 516.000,00 EUR Vorjahr: 516.000,00 EUR C. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegen- stände 1. sonstige Vermögensgegenstände 11.284,69 EUR Vorjahr: 3.000,19 EUR 2022 2021 EUR EUR Forderungen gegen sonstige Ges.er, b1J 0,00 1.500,00 Abziehbare Vorsteuer 7% 11,78 0,00 Abziehbare Vorsteuer 19% 1.729,37 1.537,12 Vorst. in Folgeperiode /-jahr abziehbar 71,50 2,00 Körperschaftsteuerrückforderung 10.904,50 0,00 Umsatzsteuer-Vorauszahlungen -1.741,15 -1.489,04 Umsatzsteuer laufendes Jahr 308,69 1.450,11 11.284,69 3.000,19 II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Gut- haben bei Kreditinstituten und Schecks 128.386,82 EUR Vorjahr: 43.974,04 EUR Summe Umlaufvermögen 139.671,51 EUR Vorjahr: 46.974,23 EUR Summe Aktiva 655.671,51 EUR Vorjahr: 577.974,23 EURSeite 51 von 242 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Blatt 18 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen PASSIVA A. Eigenkapital I. Geschäftsguthaben 1. der verbleibenden Mitglieder 491.000,00 EUR Vorjahr: 284.000,00 EUR II. Kapitalrücklage 49.100,00 EUR Vorjahr: 28.400,00 EUR III. Ergebnisrücklagen 1. gesetzliche Rücklage 263,53 EUR Vorjahr: 0,00 EUR IV. Jahresfehlbetrag 0,00 EUR Vorjahr: 17.491,08 EUR V. Bilanzgewinn 8.598,33 EUR Vorjahr: 0,00 EUR - davon Verlustvortrag EUR 17.491,08 (EUR 0,00) Summe Eigenkapital 548.961,86 EUR Vorjahr: 294.908,92 EUR B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 2.161,00 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 2. sonstige Rückstellungen 9.400,00 EUR Vorjahr: 8.724,50 EUR 2022 2021 EUR EUR Sonstige Rückstellungen 380,00 5.379,50 Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 9.020,00 3.345,00 9.400,00 8.724,50Seite 52 von 242 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Entwicklung der Rückstellungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 Blatt 19 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen Rückstellungen Stand Stand 01.01.2022 Zuführung Auflösung Verbrauch 31.12.2022 EUR EUR EUR EUR EUR Steuerrückstellungen 3035 Gewerbesteuerrück- stellung § 4 (5b) EStG 0,00 2.161,00 0,00 0,00 2.161,00 0,00 2.161,00 0,00 0,00 2.161,00 sonstige Rückstellungen 3070 Sonstige Rückstellungen 5.379,50 380,00 2.048,99 3.330,51 380,00 3095 Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 3.345,00 7.768,80 302,12 1.791,68 9.020,00 8.724,50 8.148,80 2.351,11 5.122,19 9.400,00 Summe 8.724,50 10.309,80 2.351,11 5.122,19 11.561,00Seite 53 von 242 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Blatt 20 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.148,65 EUR Vorjahr: 340,81 EUR - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.148,65 (EUR 340,81) 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 94.000,00 EUR Vorjahr: 274.000,00 EUR - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als ei- nem Jahr EUR 94.000,00 (EUR 274.000,00) Summe Passiva 655.671,51 EUR Vorjahr: 577.974,23 EURSeite 54 von 242 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2022 Blatt 21 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 1. sonstige betriebliche Erträge 2.351,11 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 2022 2021 EUR EUR Erträge Auflösung von Rückstellungen 2.351,11 0,00 2. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 5.049,00 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 2022 2021 EUR EUR Löhne und Gehälter 4.950,00 0,00 Pauschale Steuer für Aushilfen 99,00 0,00 5.049,00 0,00 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.617,71 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 2022 2021 EUR EUR Gesetzliche Sozialaufwendungen 1.449,47 0,00 Freiwillige soziale Aufwendung. LSt-frei 168,24 0,00 1.617,71 0,00 3. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.829,43 EUR Vorjahr: 17.135,00 EUR 2022 2021 EUR EUR Beiträge 322,33 111,47 Sonstige Abgaben 33,00 210,00 Rechts- und Beratungskosten 841,75 12.199,15 Abschluss- und Prüfungskosten 7.748,00 3.345,00 Buchführungskosten 3.636,88 1.083,00 Nebenkosten des Geldverkehrs 247,47 186,38 12.829,43 17.135,00 4. Erträge aus Beteiligungen 49.201,55 EUR Vorjahr: 0,00 EURSeite 55 von 242 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2022 Blatt 22 regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.470,17 EUR Vorjahr: 356,08 EUR 2022 2021 EUR EUR Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 356,08 Zinsaufwendungen f.lfr.Verbindlichkeit. 1.470,17 0,00 1.470,17 356,08 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.233,41 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 2022 2021 EUR EUR Körperschaftsteuer -10.336,00 0,00 Solidaritätszuschlag -568,50 0,00 Gewerbesteuer 2.161,00 0,00 Kapitalertragsteuer 25 % (KapG) 12.300,39 0,00 SolZ auf Kapitalertragsteuer 25 % (KapG) 676,52 0,00 4.233,41 0,00 7. Ergebnis nach Steuern 26.352,94 EUR Vorjahr: 17.491,08- EUR 8. Jahresüberschuss 26.352,94 EUR Vorjahr: 17.491,08- EUR 9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 17.491,08 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 2022 2021 EUR EUR Verlustvortrag nach Verwendung 17.491,08 0,00 10. Einstellungen in Ergebnisrücklagen a) in die gesetzliche Rücklage 263,53 EUR Vorjahr: 0,00 EUR 11. Bilanzgewinn 8.598,33 EUR Vorjahr: 0,00 EURSeite 56 von 242 Seite 57 von 242 Seite 58 von 242 leit fadenDigitale Werkzeuge für die KlimaneutralitätSeite 59 von 242 2 Leitfaden „Digitale Werkzeuge für die Klimaneutralität“ Gerade Städte spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle, denn dort entste- hen über 70% der weltweit emittierten THG-Emissionen. Und es ist auch der kom- munale Bereich, wo Projekte im Verkehr, erneuerbare Energie oder im Bausektor angestoßen werden. Daher muss es gerade auf lokaler Ebene zum Ziel werden, den Klimaschutz auszubauen und THG-Emissionen zu reduzieren. Doch wie schafft man eine belastbare Datengrundlage für die Darstellung der erzeugten Emissio- nen und wie lassen sich Klimaneutralität und Energieeffizienz erreichen? Der vor- liegende Leitfaden zeigt auf, wie digitale Werkzeuge Sie bei der Erschließung und Darstellung der erforderlichen Daten unterstützen. 1. Analyse der Ausgangssituation – definieren Sie die relevanten Daten. Es ist nun essenziell zu verstehen, welche klimarelevanten Vorgänge es in Ihrer Kom- mune oder Ihrem kommunalen Unternehmen gibt und so ein Grundverständnis zu den vorhandenen Emissionen zu erlangen. Rechnen Sie mit umfangreichen Datenmen- gen und einer komplexen Beschaffung! Auch die Verfügbarkeit der Daten wird stark schwanken, daher stellen Sie sich im Vorfeld die Frage, mit welcher Qualität diese Daten erhoben werden können. Primärdaten können erfasst werden, wenn fern- auslesbare Zähler und Sensoren vorliegen. Wenn die notwendige Datengrundlage jedoch fehlt, empfiehlt es sich mit Sekundärdaten aus Modellen, Datenbanken oder Schätzungen zu arbeiten. Häufig werden die indirekten und nachgelagerten Emissio- nen nicht in die Berechnungen mit einbezogen, da sie schwerer zu erfassen sind. Diese machen jedoch oft den Großteil der Emissionen aus. Eine gut ausgearbeitete Daten- strategie ist die Grundlage für alle weiteren Schritte. 2. Klimaneutralität – setzen Sie sich Ziele! Der erste Schritt ist, die angestrebte Klimaneutralität genau zu definieren. Dabei gibt es bei der Zielsetzung drei Stellschrauben, die das Ziel beeinflussen: Klimaneutralität definieren 1. Wann soll Klimaneutralität erreicht werden? Orientieren Sie sich an der Zielsetzung des Klimaschutzgesetzes 2045 oder wollen Sie zu den Vorreitern gehören? 2. Wie umfassend definieren Sie Klimaneutralität? Berücksichtigen Sie alle Emissionen oder beschränken Sie sich auf die dringlichsten? Welche Sektoren gilt es in Ihrer Kommune zu berücksichtigen? 3. Wie hoch ist der Anteil an Kompensationsmaßnahmen? Dabei sollte immer gelten: Zuerst Emissionen vermeiden, dann reduzieren und wenn beides nicht mehr möglich ist, kompensieren.Seite 60 von 242 3 3. Erstellen Sie eine THG-Bilanz. THG-Bilanzen sind die Basis für alle folgenden Schritte. Nur wenn Sie wissen, wo die größten Verursacher für Ihre THG-Emissionen liegen, können Sie auch die richtigen Hebel ansetzen, um diese zu reduzieren. Bilanzen verschaffen einen transparenten Überblick über die Verteilung von THG-Emissionen – aufgegliedert in Sektoren und Energieträger. Vor der Erstellung einer Bilanz sollten Sie die folgenden strategischen Fragen berücksichtigen: Als einheitliche Methodik für Kommunen empfiehlt das Umweltbundesamt die Bi- lanzierungssystematik Kommunal (BISKO). Diese ermöglicht den deutschlandweiten Vergleich von THG-Bilanzen. Berücksichtigt werden die Sektoren private Haushalte, In- dustrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD), kommunale Einrichtungen und der Verkehrsbereich. Ein Nachhaltigkeitsdashboard: Cockpit für Ihre Daten Für die THG-Bilanz sammeln Sie zunächst sämtliche Daten, wie Aktivitätsdaten und Berechnungsergebnisse an einer zentralen Stelle. Anschließend werten Sie diese aus und befüllen ein Nachhaltigkeitsdashboard mit den so qualifizierten Daten. Ein Dashboard unterstützt Sie einerseits bei der Berechnung der relevanten THG-Emis- sionen. Darüber hinaus können Sie damit alle gesammelten Daten aussagekräftig simulieren, Emissions-Hotspots ableiten, Maßnahmen simulieren und die entschei- denden Hebel identifizieren, mit denen Sie Ihre Emissionen senken. Fördertipp: Die Kommunalrichtlinie oder das Transformationskonzept des BAFA fördern die Erhebung von Daten, sowie die Erstellung und Aufbereitung von THG-Bilanzen. Dazu gehört auch Förderung von Beraterstunden. Welche Software nutzen wir für die Erstellung der THG-Bilanz? Wer sind die zuständigen Ansprechpartner für die Erstellung und Datenerhebung? Benötige ich für die Datenerhebung und -auswertung Unterstützung durch einen Dienstleister? Nutzen wir Fördermöglichkeiten, wenn ja, welche? Welche Standards und Rahmenwerke nutzen wir??Seite 61 von 242 4 4. Emissionen reduzieren – definieren Sie Absenkpfad und Maßnahmenplan. Wurden alle Emissionen in der Bilanz erfasst, gilt es, den Anteil der verschiedenen Emissionsquellen und -kategorien zu prüfen und Emissions-Hotspots zu ermitteln. So lassen sich relevante THG-Treiber identifizieren und kurzfristige Hebel und Potenziale zur Emissionsminderung ableiten. Daraus können Sie nun die ersten wirkungsvollen Maßnahmen entwickeln. Minderungspotenziale (Absenkpfad) ergeben sich beispiels- weise, indem Sie die Ihre Energieeffizienz überprüfen. Wenn Sie Ihr Dashboard mit einem intelligenten Energiemanagement wie zum Beispiel dem „e2watch“ der regio iT verknüpfen, reduzieren Sie nicht nur Ihre Emissionen, sondern schaffen zusätzlich die Basis für das nachhaltige Managen Ihres Energieverbrauchs. Nicht in allen Kommunen ist es auf Grund der spezifischen wirtschaftlichen Prägung (Landwirtschaft, Industrie) möglich, vollständige Klimaneutralität umzusetzen. Nicht vermeidbare Emissionen kön- nen allerdings durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden. 5. Stakeholder abholen – kommunizieren Sie Erfolge und Fortschritte. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stakeholder regelmäßig die visualisierten Daten Ihrer THG- Bilanz erhalten und informieren Sie diese über die jeweils geplanten Maßnahmen zur Klimaneutralität. Die neu geschaffene Transparenz wird die Kommunikation erheblich fördern. Mit dem Nachhaltigkeitsdashboard werden alle Daten auf einen Blick verständ- lich dargestellt. So ermöglichen Sie jederzeit den Überblick über den Status quo auf Ihrem Weg zur Klimaneutralität. Beratungsunterstützung: Die regio iT unterstützt Sie beim Prozess der Datenerhebung und Auswertung, sowie bei der Auswahl eines geeigneten Nachhaltigkeitsdashboards. Kontaktieren Sie uns unter vertrieb@regioit.de.Seite 62 von 242 regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh Sitz der Gesellschaft: Aachen Lombardenstraße 24 52070 Aachen tel + 49 241 413 59 – 0 Niederlassung: Gütersloh Langer Weg 7a 33332 Gütersloh tel + 49 5241 2113 – 0 Niederlassung: Siegburg Mühlenstraße 51 53721 Siegburg tel + 49 2241 999 – 0 info@regioit.de www.regioit.de ©regio iT GmbH, 09/2023Seite 63 von 242 Corporate Social Responsibility-Bericht 2022 Nachhaltigkeit.Umwelt. Leidenschaf t.Seite 64 von 242 CSR-Bericht 202203 inhalt 05Vorwort 08Governance. Transformation. Produktinnovation. 17Für unsere Mitarbeitenden 06Unternehmens- strategie 11Umwelt. Ökologie. Klima. 24Sozial- belange Corporate Social Responsibility-Bericht 2022 Nachhaltigkeit.Umwelt. Leidenschaft.Seite 65 von 242 CSR-Bericht 202205 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, die regio iT will weitergehen – auch auf dem Weg der nachhaltigen Entwicklung. Nicht nur Standards mitgehen, sondern vielmehr vorangehen. Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit in puncto Nachhaltigkeit nicht allein auf unsere Produkte und Services, sondern ebenso auf unsere Mitarbeitenden und auf gesellschaftliches Engagement. Der Krieg in der Ukraine hat den Blick für nachhaltiges Wirtschaften mit den vorhandenen Ressourcen noch einmal verstärkt. Nachhaltigkeit trägt auch dazu bei, wirtschaft- liche, technologische und finanzielle Unabhängigkeit für Deutschland sowie für Europa zu erreichen und stärkt die europäische und deutsche Souveränität. Daher richtet auch die regio iT ihre Prozesse und Produkte konsequent auf die Nachhaltigkeit aus. In 2022 haben wir unser Nachhaltigkeitsziel noch einmal konkretisiert und fest in unserer Unternehmensstrategie verankert. Wir wollen: NACHHALTIG und SOZIAL VERANTWORTLICH HANDELN … indem wir Innovationen für den Klimaschutz entwickeln und einsetzen sowie soziales Engagement in den Regionen übernehmen. Damit das Nachhaltigkeitsziel auch von der Belegschaft getragen wird, hat die regio iT in 2022 einen eigenen Dieter Ludwigs Geschäftsführer Dr. Stefan Wolf Geschäftsführer Dieter Rehfeld Vors. der Geschäftsführung Arbeitskreis, ein interdisziplinäres Nachhaltigkeits-Board, initiiert, das das Thema in regelmäßigen Jours fixes weiter vorantreiben will. Das Team versteht sich nicht nur als „nachhaltiges“ Bindeglied zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen wie Einkauf, Vertrieb, Fuhrpark, Rechenzentrum und mehr, sondern wird auch konkrete Maßnahmen entwickeln sowie Kennzahlen evaluieren. Was wir darüber hinaus im Geschäftsjahr 2022 für mehr Nachhaltigkeit getan haben, erzählt der vorlie- gende Bericht: von der Neuausrichtung unseres Inno- vationsmanagements, aus dem bereits die Idee eines Nachhaltigkeits-Dashboard entwickelt wurde, von unserem Kunstprojekt #lebenswerteStadt im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung und Smart City, von unserem ersten regio iT-Volunteering Day, von unserer Unterstützung im Bereich der Umweltbildung an Grundschulen und nicht zu- letzt vom geplanten Bau unseres neuen Rechenzentrums, das den Aspekten „Green IT“ und „Nachhaltigkeit“ folgt. Doch lesen Sie und prüfen Sie selbst – wir gehen schon mal voraus ins Jahr 2023. Und freuen uns auf künftige Aktivitäten und gemeinsame Anstrengungen mit unse- ren Mitarbeitenden, Kunden und Partnern für mehr Nachhaltigkeit. vorwort weitergehen CSR-Bericht 2022 04Seite 66 von 242 CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202206 07 Nachhaltig & sozial verantwortlich handeln Ihr Unternehmensziel, nachhaltig und sozial verantwortlich zu handeln, hat die regio iT weiter geschärft: NACHHALTIG und SOZIAL VERANTWORTLICH HANDELN … indem wir Innovationen für den Klimaschutz entwickeln und einsetzen sowie soziales Engagement in den Regionen übernehmen. unsere unternehmens strategie Strategie-Pyramide der regio iT GmbH Operationalisierung Teilstrategien Prioritäten der Unternehmensstrategie Unternehmensziele Vision Wertschöpfung Lösungs- angebot Mitarbeitende & (Führungs-)KulturMarkt & Kunde IT / Technologie Innovation Organisations- struktur Zusammen. Wachsen. Service-Exzellenz Das agile digitale Unternehmen • Kundenerwartungen erfüllen • Mitarbeiterzufriedenheit fördern • Wirtschaftlichkeit steigern Der IT-Partner für begeisterte Kunden Mission Trends erkennen – digitale Lösungen planen, bauen und betreiben, die sicher, innovativ und einfach sind. • Leistungsfähigkeit ausschöpfen • Nachhaltig und sozial verantwortlich handeln Werte, Kommunikation und Change Führungs- und Steuerungsmodell Finanzen und Beteiligungen Leitlinien machen es greifbar und konkret. Wir werden u. a.: • unsere Rechenzentrums-Infrastruktur sowie unsere Gebäudeausstattung ressourcen- und energieeffizient gestalten und CO2-Neutralität anstreben. • nachhaltige Mobilitätsalternativen für Mitarbeitende schaffen. • technische Infrastruktur umweltverträglich beschaffen und (nach-)nutzen sowie nachhaltiges Recycling fördern. • vorausschauendes und ressourcenschonendes Wirt- schaften und Investieren in allen Unternehmensfunk- tionen etablieren, u. a. durch Digitalisierungsmaßnahmen. • unseren Kunden dabei helfen, ihre Nachhaltigkeits- ziele zu erreichen, indem wir mit grüner Technologie innovative und umweltfreundliche Lösungen anbieten. • ein tatkräftiger regionaler Partner sein, der u. a. Kom- munen, Organisationen, Vereine und Initiativen unter- stützt. • für die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sorgen und die Karrieren von Mitarbeiter*innen fördern. Better Mobility GmbH regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG cogniport GmbH govdigital eG oneMETERING eG vote iT GmbH Beteiligungen regio iT Die regio iT geht seit einigen Jahren dazu über, zu Nachhaltigkeitsthemen Töchter auszugründen sowie die Gründung von Genossenschaften und Stiftungen zu initiieren, um so auch über die eigene Geschäftstätigkeit hinaus nachhaltig zu wirken. Auch im Geschäftsjahr 2022 hat die regio iT all diese Unternehmungen unterstützt, diese entwickeln sich weiterhin positiv. In 2022 haben regio iT und Südwestfalen-IT (SIT) ihre bisherige positive Zusammenarbeit intensiviert, die Partner planen die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft für Mitte 2023. Mit dem Ziel, einen innovativen Dienst- leister für die Herausforderungen rund um die Bereit- stellung einer Portalinfrastruktur zu schaffen. (Aus-)Gründungsaktivitäten und BeteiligungenSeite 67 von 242 CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202208 09 Achtung der Menschenrechte Die regio iT bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte und zur Verantwortung für ihre Wertschöpfungskette. Wir folgen dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das zum 01.01.2023 zunächst Großunternehmen verpflichtet. Bei den Einkaufsbedingungen der regio iT (AGB) wird bereits seit vielen Jahren bei allen Vergaben, auch europaweit, die Einhaltung von Mindestarbeitsbedingungen mit den Beschäftigten des Auftragsnehmers und ggf. auch Nach- unternehmern wie Leiharbeiter*innen vereinbart. Bei je- dem neuen Lieferanten wird verantwortungsbewusstes Handeln für Arbeitsbedingungen in Ergänzung des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (TVgG NRW) abgefragt. Compliance Management Die Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft Aachen mbH (E.V.A.), Hauptgesellschafter der regio iT, unterstützt uns als Dienstleister bei allen Anforderungen rund ums Compliance Management. Alle Mitarbeitenden der regio iT haben die Pflicht, bei ihrem beruflichen Handeln die an- wendbaren unternehmensspezifischen und gesetzlichen Regeln einzuhalten. Die wesentlichen Säulen des Com- pliance Managements bilden die Unternehmensverfassung und die Antikorruptionsrichtlinie. Datenschutz & Informationssicherheit Der Schutz aller Daten hat für die regio iT oberste Priorität. Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Dies gewährleistet die Stabsstelle Daten- schutz. In Themen mit besonders sensiblen Daten wie „eRezept” und „Kommunales Serviceportal” übernimmt die regio iT landes- oder bundesweit treuhänderische Aufgaben und stellt hierbei einen datenschutzrechtlich complienten Umgang mit den Daten sicher. Die regio iT unterhält ein eigenes „Computer Emergency Response Team“, KomCERT. Dessen Dienstleistungen richten sich an interne und externe Kunden aus den Kommunen und dem kommunalen Umfeld. Präventiv betreibt das KomCERT sowohl einen Warn- und Infor- mationsdienst zu IT-Sicherheitsschwachstellen und akuten Bedrohungen als auch ein Informationssicherheitsmanage- ment, um die Kunden des KomCERT bei der Erstellung und Weiterentwicklung von IT-Sicherheitsstandards zu unterstützen. Zudem führt KomCERT Sicherheitsbera- tungen und Weiterbildungen durch. Darüber hinaus baut die regio iT derzeit ihr „Security Operation Center (SOC)“ aus und plant in diesem Umfeld ein erweitertes Angebot. Auch ist die regio iT nach ISO 27001 für ihr Informa- tionssicherheitsmanagement zertifiziert. Produktinnovation Wir entwickeln eigene Lösungen im Kontext der Nach- haltigkeit, um die nachhaltige Entwicklung unserer Kunden zu unterstützen. So auch bei der digitalen Energiewende, einem der größten nationalen IT-Projekte, wie auch im Umfeld der Entsorgung: Das cloudbasierte Energiemonitoring-System „e2watch“ ermöglicht als SaaS-Lösung (Software as a Service) sowohl für kleine Kommunen als auch für große Städte den Einstieg in ein nachhaltiges Energiemanagement – mit geringem Investitionsaufwand. „e2watch“ hilft dabei, den kommunalen Energieverbrauch zu senken, CO2-Emmission zu mindern und Energiekosten zu reduzieren, indem Maßnahmen transparent dokumentiert, bewertet und priorisiert werden. governance transformation produktinnovation Die vom TÜV-Rheinland nach internationalem Standard für Energiemanagementsysteme ISO 50001 zertifizierte Lö- sung dient nachweislich als zentrales Steuerungselement für Energieeffizienz-Maßnahmen und leistet somit einen verantwortungsvollen Beitrag zum Umwelt- und Klima- schutz und zur Erreichung der Klimaziele auf nationaler und europäischer Ebene. Zahlreiche Kunden wie Stadt und StädteRegion Aachen oder die Gemeinde Steinhagen im Kreis Gütersloh setzen die Software zur Erfassung, Visu- alisierung und Analyse der Energieverbrauchsdaten in Kitas, Schulen, Sportstätten und weiteren öffentlichen Gebäuden ein. Die regio iT entwickelt auch digitale Lösungen für die Energiewirtschaft und kommunale Unternehmen, zum Bei- spiel im Bereich der Smart-Meter-Lösungen, bei denen intelligente Gas-, Wasser- oder Stromzähler digital Daten empfangen oder senden und dafür in ein Kommunika- tionsnetz eingebunden sind, BSI-zertifiziert. Perspektivisch können damit auch Stromnetze smart, d. h. bedarfsgerecht, gesteuert werden, etwa PV-Anlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen. Die „Wärmenetz-Broker-App“ ist eine White-Label-Lösung für die seit Oktober 2021 gültige neue Fernwärme- oder Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und -Abrechnungsverord- nung (FFVAV). Sie verpflichtet Vermieter*innen zu Wärme- mengenzählern und regelmäßigen Verbrauchsauswer- tungen für Mieter*innen. Gleichzeitig stellt die App einen wichtigen Baustein zur Erfüllung der Anforderungen der European Energy Directive (EED 2020) dar. Mit dem digitalen Abfallkalender, bestehend aus dem Backend und den beiden Frontends „abfallapp“ und „abfallnavi“, haben Entsorger und Kommunen die Mög- lichkeit, Bürger*innen vollumfänglich über Entsorgungs- möglichkeiten zu informieren. Bei der Vielfältigkeit der Stoffe ist eine ordentliche Rückführung in den Recyclingkreislauf wesentlich. Ab 1. Januar 2023 verpflichtet der Bund mit der Änderung des Verpackungsgesetzes Restaurants, Bistros und Cafés, Produkte für unterwegs sowohl in Einweg- als auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Pünktlich zur Novelle hat die regio iT eine neue Mehrwegplattform entwickelt. Auf einer neuen geobasierten, interaktiven Karte können die Nutzer*innen des digitalen Abfallkalenders des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands (BAV) nun sehen, wo im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis ein Mehrwegsystem angeboten wird. Durch die Integration einer Wasserampel in unsere „Umweltapp“ werden Bürger*innen durch das Wasserwerk über den aktuellen Grundwasserstand informiert und im Falle eines kritischen Wasserstandes auf Verhaltensregeln im täglichen Umgang mit dem kostbaren Nass hingewiesen. Weitere Messwerte, zum Beispiel von CO2 und Pollenflug, sind denkbar. Mit der „Urban Toolbox“ stellt die regio iT insgesamt über zwanzig Tools für die Weiterentwicklung von Kommunen zu Smart Cities zur Verfügung und trägt damit maßgeblich zur Unterstützung der Energieplanbarkeit und Erfüllung der Verpflichtungen aus den Klimaschutzgesetzen bei. Durch das Angebot von mehreren Dokumentenmanage- ment-Systemen, die teilweise Schnittstellen zum Finanz- verfahren haben, unterstützen wir unsere Kunden bei der Digitalisierung von Papierakten und Dokumenten. Das redu- ziert den Papierverbrauch deutlich und macht mobiles Arbeiten möglich. Unsere Produktinnovationen Umweltapp Urban Toolbox Dokumenten- management Mehrweg- Plattform e2watch Smart-Meter- Lösungen Wärmenetz- Broker-App Digitaler AbfallkalenderSeite 68 von 242 CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202210 11 umwelt ökologie klima Neues Innovationsmanagment „onion“ Um die digitale Transformation der Gesellschaft nachhal- tig mitzugestalten, hat die regio iT in 2022 ihr Inno- vationsmanagement deutlich gestärkt. Unter der neuen Marke „onion“ bündelt sie nun treibende Kräfte und Ideengeber*innen, eigene ebenso wie externe, und will sie auf Veranstaltungen zusammenbringen sowie zu Aus- tausch und Kollaboration aufrufen. Eine Community aus regio iT-Expert*innen, Kunden und Beteiligten aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft soll helfen, die Produktentwicklung der regio iT zu beflügeln, sie vielseitiger zu machen und die Bedürfnisse der Anwender*innen zu erkennen. Damit schon heute klar wird, welche Lösungen gebraucht werden, um die Herausforderungen von morgen zu bewältigen. Dabei stehen nachhaltige Lösungen im Fokus, wie sie die regio iT bereits seit Jahren entwickelt und die ihre Kunden dabei unterstützen, die eigene Umweltbilanz zu verbessern und die Anforderungen der Klimaschutzgesetze zu erfüllen. Als Markensymbol steht die Zwiebel dabei nicht nur für die Häutungen und Schichten, die innovative Lösungen häufig benötigen, sondern vor allem für das „on and on“, beziehungsweise „on i on“ (wobei das „i“ für Innovation steht): Innovationen weitertreiben, nach vorne bringen und sich nicht aufhalten lassen von Schwierigkeiten und Hindernissen, stattdessen: weitergehen, Schritt für Schritt. Den offiziellen Auftakt gab „onion“ mit einer zweitägigen Veranstaltung Ende August 2022 auf der Raketenstation Hombroich. In die Tiefe und Arbeitsebene geht „onion“ dreigliedrig mit „innovation circle“, „innovation lab“ und „innovation intelligence“. Im Circle werden neue Ideen entwickelt, im Lab sollen dann ausgewählte in die Unsere Rechenzentren Rechenzentren als Orte der Verarbeitung und Speicherung der Daten der heutigen Informationsgesellschaft rücken zunehmend in ein öffentliches ökologisches Blickfeld. Immerhin liegt der Anteil des Energiebedarfs der Rechen- zentren laut einer Studie des Borderstep Institutes bei ca. 0,7 Prozent des Gesamt-Stromverbrauchs in Deutschland. Das ist deutlich mehr als der Stromverbrauch der Stadt Berlin. In den nächsten drei bis fünf Jahren wird mit einer Verdreifachung des Bedarfs gerechnet. Rechenzentren haben neben hohen Sicherheits- und Betriebsanforderungen somit auch einen deutlichen Anteil an der Klimabilanz und dem verantwortungsvollen Einsatz vorhandener Ressourcen. Dies gilt in besonderem Maße für die Rechenzentren der regio iT, in denen Daten der Kommunen und kommunalen Unternehmen verarbeitet werden. Bereits seit mehreren Jahren werden alle Rechenzentren der regio iT mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Und auch bei notwendigen Erhaltungsmaßnahmen erfolgt eine konsequente Anwendung ökologischer Prinzipien. Dies hat sowohl zu einer Umstellung auf Betriebsmittel mit klimafreundlichen Eigenschaften, d. h. einem reduzierten Global Warming Potential (GWP), als auch zu einer Reduktion des Energieverbrauchs mit einem CO2- Äquivalent von ca. 8,8 t/a geführt. Auch beim Bau ihres neuen Rechenzentrums in Aachen nutzt die regio iT die Möglichkeiten einer umfassenden Ausrichtung nach ökologischen und Nachhaltigkeits- Aspekten. Hierbei haben wir in das Anforderungsprofil bspw. explizit relevante Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zum Gebäude und zur Infrastruktur festgeschrieben. Vorgesehen sind Maßnahmen zum Einsatz nachhaltiger Baustoffe und Materialien sowie zur Minimierung von Tat umgesetzt werden und im dritten Cluster schließlich Digitalisierungsstrategien der Partner aus dem Circle ge- sammelt werden. Aus dem neuen Innovationskonzept wurde bereits die Idee eines Nachhaltigkeits-Dashboard (NADA) entwickelt. Stärkung lokaler Gemeinschaften Auch in 2022 hat die regio iT wieder zum Schutz und zur Entwicklung lokaler Gemeinschaften beigetragen. Immer dann, wenn es von ihren Kunden und Gesellschaftern gewünscht wird, bringt sie sich aktiv in Themen der Mobilität, Energiewende und des Klimawandels ein. Zu- dem hat die regio iT in der Vergangenheit zahlreiche Kooperationsprojekte initiiert, die heute auch zu ihrem Geschäft gehören. Zum Beispiel diverse Blockchain-Initi- ativen oder gemeinschaftliche Anstrengungen in Städten und Regionen, um das Thema „Internet der Dinge“ voran- zutreiben: Hier zeigt sich, dass ein regionales Partner- management und das sich Einbringen in den regionalen Dialog auch zum eigenen Geschäftserfolg beitragen können. Im Geschäftsjahr 2022 hat die regio iT an bisherige Aktivitäten angeknüpft – beispielsweise beim Aachener Gründungsnetzwerk digitalHUB. Auch ist die regio iT in 2022 gemeinsam mit Regionetz, STAWAG und NetAachen als Vierer-Konsortium dem „Center Smart Commercial Building“ der RWTH Aachen beigetreten. Abfall bei der Errichtung des Rechenzentrums. Durch die Ausgestaltung mit einer Grünfassade wird nicht nur ein ökologischer Umweltbeitrag geleistet, sondern auch ein energiesparender natürlicher Kühleffekt erzielt. Weiterhin bietet sich die Möglichkeit, durch den Aufbau und den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen zur umweltfreundlichen Energieerzeugung für den Eigenbedarf beizutragen. Auch bei der Erzeugung notwendiger Kühlenergie soll durch die Verwendung von Fernwärme eine insgesamt optimierte Energiebilanz erzielt werden. Für die Weiterverfolgung der ökologischen und ökono- mischen Ziele der regio iT ist ein übergreifendes Sys- tem zur Schaffung der notwendigen Transparenz zum Energieeinsatz vorgesehen. Hiermit wird eine umfassende Sicht auf die Optimierung der Betriebstechnik der regio iT- Rechenzentren sowie der eingesetzten IT-Technik unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten geschaf- fen. Handlungsleitend sind hierbei die Annäherung an allgemeine Berichtsstandards wie Environmental Social Government (ESG) und Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie die „Best Practice-Maßnahmen“ des Umweltkennzeichens „Blauer Engel für Rechenzentren“. Digitale Transformation mitgestalten. 2022wird die Marke onion ins Leben gerufen 100 %Ökostrom in allen Rechenzentren der regio iTSeite 69 von 242 CSR-Bericht 202213 Darüber hinaus wird eine Integration und Erweiterung des bei der regio iT in Entwicklung befindlichen Nachhaltigkeits- Dashboard (NADA) vorangetrieben. Zielsetzung ist die Darstellung wesentlicher Kenngrößen des RZ, wie bspw. Power Usage Effectiveness (PUE) und CO2-Footprint. Als Grundlage hierzu ist in 2023 eine Ertüchtigung und Auto- matisierung der vorhandenen Messtechnik geplant. Der Energieverbrauch der Rechenzentren ist in 2022 gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als vier Prozent überproportional gegenüber der Anzahl der Einbauten gestiegen. Diese Steigerung zeigt noch einmal deutlich den Einfluss der klimatischen Bedingungen auf den Betrieb der Rechenzentren. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes stellte das Jahr 2022 mit etwa 2.025 Sonnenstunden einen Rekord seit Beginn der Aufzeich- nungen auf. Für Aachen wurden insgesamt 14 Tage mit Temperaturen von mehr als 30°C (gegenüber drei Tagen in 2021) erfasst. Dies bedingte auch bei den Rechenzentren eine Aufheizung der Gebäude sowie längere Laufzeiten energieintensiverer Kühlsysteme. Eine Kompensation dieser sogenannten „Standort-Faktoren“ ist durch Betriebsmaß- nahmen nicht realisierbar. Mit dem neuen Rechenzentrum und den geplanten Rechenzentrums-übergreifenden Transparenz- und Steue- rungsmaßnahmen stellen wir uns den derzeit vorherr- schenden Herausforderungen. Wir stehen weiterhin dafür ein, die Daten unserer Kunden – und damit auch die Daten der Bürgerinnen und Bürger – unter eigener Hoheit und Verantwortung zu verarbeiten. Gleichzeitig leisten wir einen verantwortungsvollen Beitrag zu Klimazielen und Ressourcenschonung. Als Zielsetzung planen wir damit auch für die nächsten Jahre eine Reduzierung des Gesamt- Energieverbrauchs bei zeitgleicher Anpassung der Ver- arbeitungs- und Speicherkapazitäten an steigende Bedarfe. Wir entwickeln in unseren Rechenzentren die Aspekte „Green IT“ und „Nachhaltigkeit“ seit Jahren konsequent weiter. Nachhaltige Mobilität Die regio iT nutzt aktuell an allen Standorten sowie regionalen Büros 27 Poolfahrzeuge, davon fahren sie- ben als Hybrid- und zwei als Elektrofahrzeuge. Sukzes- sive werden bei allen auslaufenden Leasingverträgen Fahr- zeuge mit Benzinmotor auf erneuerbaren Energieantrieb umgestellt. Im letzten Berichtsjahr 2021 gab es nur ein Fahrzeug mit Elektromotor. Unser Ziel von 50 Prozent Elektrifizierung konnten wir leider noch nicht in 2022 erreichen: Die Bestellung von weiteren Dienstwagen im Austausch gegen Benziner war aufgrund fehlender Bestellmöglichkeit oder Lieferzeiten von über einem Jahr nicht möglich. Für alle Fahrzeuge wer- den weiterhin Leasing- statt Kaufverträge abgeschlossen, so dass nachhaltig nutzungsentsprechende, energie- sparende Motoren und Treibstoffverbräuche gewähr- leistet sind. Statt der ursprünglich anvisierten Golfs sind für 2023 sparsamere Polos für alle Standorte bestellt worden. Die Verteilung der Pool-Dienstwagen wird unabhängig von der Motorenart regelmäßig standortübergreifend bedarfsgerecht angepasst, so dass es nur immer so viele Dienstwagen gibt, wie tatsächlich mindestens gebraucht werden. Sofern möglich, werden alle Kolleg*innen auf- gefordert, für Dienstreisen auch Bahnfahrten und Mitfahr- gemeinschaften bei gemeinsamen Reisezielen zu nutzen. Es werden außerdem bei vielen regelmäßigen Dienst- reisekilometern ebenfalls mit Leasing privat nutzbare Dienstwagen bestellt, bei denen die Wünsche der Mit- arbeitenden grundsätzlich berücksichtigt werden. Dies ist mit der Vorgabe verbunden, möglichst Hybrid- oder Elek- trofahrzeuge auszuwählen, soweit bestellbar. Es wurden insgesamt für alle Fahrzeuge 13 Förderanträge für Hybrid- und Elektrofahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt und bewilligt. Die Ladeinfrastruktur wurde für die Elektro-Dienstwagen in 2022 deutlich erweitert: Am Sitz in Aachen sind acht Ladesäulen mit je 2* 11 KW zusätzlich in Betrieb genom- men worden. Am Standort Gütersloh ist die vorhandene Ladesäule in das gemeinsame Portal „Lisy“ integriert worden. In Siegburg wurde eine Ladesäule montiert und gestartet. Als besondere Alternative wurden an allen vier größeren Standorten robuste E-Lasten-Bikes angeschafft. Diese können bis zu 100 kg in einem wetter- und transport- geschützten Stauraum vor dem Lenkrad sicher trans- portieren und sind damit bestens für die Auslieferung von Geräten bei nahegelegenen Kommunen geeignet, besonders bei Parkplatzmangel im Innenstadtgebiet. Für die Anschaffung der Lastenräder erhielt die regio iT einen Zuschuss vom Förderprogramm Elektromobilität NRW. Viele Mitarbeitende machen seit Jahren bei Fahrrad- kampagnen wie „Stadtradeln“ oder „Mit dem Rad zur Arbeit“ mit. 50%Elektrifizierung streben wir an 13Förderanträge für Hybrid- und Elektrofahrzeuge CSR-Bericht 2022 12Seite 70 von 242 CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202214 15 Der Business-Vertrag mit der Smartlab in Aachen wurde für die Unterstützung beim Erwerb privater Ladesäulen für Elektro-Dienstwagen fortgesetzt. Der Dienstwagen- überlassungsvertrag ist um einen Zuschuss der regio iT ergänzt worden, so dass die Anschaffung besondere Un- terstützung erfährt. Deshalb haben nun mehrere Mitar- beitende der regio iT ihre eigene Stromversorgung für den Dienstwagen. Im Jahr 2021 wurde dafür das eigene Produkt „Lisy 2.0“ eingeführt, das eine einheitliche Erfassung und Erstattung der eigenen Ladestromkosten für den Dienstwagen ermöglicht. Durch den dauerhaften Vertrag mit der ASEAG für das Mobilitätsportal „MovA“, ein Produkt der Tochtergesell- schaft Better Mobility GmbH für die Buchung von Pool- fahrzeugen aktuell in Aachen, werden der gesamte regio- nale ÖPNV, Leihfahrräder, eScooter und weiteres Carsharing für alle Kolleg*innen mit der Anmeldung für Dienstfahrten ermöglicht. Außerdem können jederzeit mit verfügbaren Jobtickets mit privater Nutzungsmöglichkeit die Tickets für den ÖPNV der Region gebucht werden. Die Ausweitung auf andere Standorte ist mit neuen Fahrzeugen geplant. Darüber hinaus unterstützt die regio iT bei Dienstfahrten auch Bahnreisen, zusätzlich mit der Erstattung von Kosten für eine private Bahncard. Nachhaltiger Einkauf, Vergabe, Beschaffung & Lifecycle Über die Einkaufsgenossenschaft ProVitako, der auch die regio iT angehört, bündeln die IT-Dienstleister ihre Bestel- lungen: für bessere Preise und mehr Effizienz. ProVitako hat derzeit 42 Mitglieder, die 70 Prozent der Kommunen in Deutschland erreichen. Angesichts von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg kann die Versorgung mit Gütern nicht mehr im vormaligen Ausmaß gewährleistet werden, die wirtschaftlichen Aus- wirkungen der Lieferengpässe sind enorm. Gerade bei den IT-Infrastruktur-Produkten, die primär im asiatisch/ chinesischen Raum gefertigt werden, wird die Versor- gungslücke nicht kleiner. Bei ProVitako liegt die Lieferquote trotz geringer Ver- fügbarkeit bei über 80 Prozent. Aber auch hier ist die Lieferzeit mit bis zu sechs Monaten eine große Schwachstelle, wobei die Mitglieder der ProVitako von der Bedarfsbündelung und dem mit Lieferanten sowie Herstellern abgestimmten Planungsvorgehen profitieren. (Quelle: Vitako aktuell 3/2022, S. 16f.) Zum 01.01.2023 haben wir den Einkauf selbst bzw. nunmehr eigenverantwortlich von der E.V.A. übernommen; bis dahin war die E.V.A. als unser Hauptgesellschafter auch in diesem Bereich unser Dienstleister. Aktuell wenden wir noch die Einkaufsrichtlinie der E.V.A. an, werden uns aber im Einkauf strategisch neu aufstellen. Hiermit verbunden arbeiten wir an unserer eigenen Einkaufsrichtlinie, deren Fertigstellung für 2024 anvisiert ist. Hierbei werden wir auch die Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus nehmen. Das Lieferkettengesetz gilt nach der aktuellen recht- lichen Grundlage für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden. Ab 2024 soll eine Anpassung auf 1.000 Mitarbeitende erfolgen. Wir verfolgen das Ziel, das Thema Lieferkettengesetz ab 2024 in die gelebte Praxis zu imple- mentieren – unabhängig der gesetzlichen Mitarbeiten- denzahl. Nach- haltigkeit im Fokus. Nachhaltige Beschaffung Unsere geplante Nachhaltigkeitsstrategie baut auf den drei Säulen des nachhaltigen Einkaufs auf: Nachhaltig beschaffen ... sozial- verträglich People Planet Profit Verantwortung- prinzip Kreislauf- prinzip Kooperations- prinzip ökologie- verträglich ökonomie- verträglich Folgende Eckpunkte werden wir Zug um Zug umsetzen: • Sozialverträglicher Einkauf • Ökologieverträglicher Einkauf • Ökonomieverträglicher Einkauf An einigen Standorten der regio iT wurden in 2022 Büromöbel aussortiert, hauptsächlich Schränke und Tische, die viele Jahre genutzt wurden: Durch Digitalisierung werden wesentlich weniger Ordner und deshalb auch weniger Schränke benötigt. Für die neuen Möbel gilt: Die Schreibtische sollen nach Arbeitsschutzempfehlung größer sein und teilweise elektrisch höhenverstellbar. Dies wird teilweise in flexibler Nutzung für mehrere Mitarbeitende zur Verfügung gestellt. Es werden nur noch wenige kleine Schränke benötigt. Viele Möbel konnten kostenlos an karitative und weitere Einrichtungen verteilt werden, die unter anderem nach den Hochwasserschäden angefragt hatten. Lifecycle Alt-Hardware Grundsätzlich wird an allen Standorten Althardware nach Nutzung von mindestens vier Jahren, so weit möglich auch länger, nach den Vorgaben der Informationssicherheit in zertifizierten Dienstleistungsbetrieben vernichtet. Der wiederverwertbare Teil wird von den meisten Standorten an langjährige Vertragspartner wie Seco
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 01:35 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de