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240827 · Beschlussvorlage

Strategische IT-Partnerschaften

Nummer
240827
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
24.05.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 19.06.2024 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 20.06.2024 Entscheidung federführend
  3. Sitzung des Unterausschusses für Digitalisierung und Organisation 12.06.2024 Empfehlung
  4. Sitzung des Hauptausschusses 11.06.2024 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
240827
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
10 Personal- und Organisationsamt
Dezernat:
Dez. I
Strategische IT-Partnerschaften
Beratungsfolge
Hauptausschuss 11.06.2024 Empfehlung
Unterausschuss für Digitalisierung und
Organisation
12.06.2024 Empfehlung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
19.06.2024 Empfehlung
Rat 20.06.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird ermächtigt:
1. Eine Beteiligung der Stadt Bonn an der regio iT Beteiligungsgenossenschaft
eG Aachen abzuschließen. Die Stadt Bonn zeichnet hierzu 60 Geschäftsanteile
zu je 1000 Euro = 60.000 Euro investiv und einem einmaligen Beitrittsgeld in
Höhe von 6.000 Euro konsumtiv.
2. Als Vertreter der Stadt Bonn in die Generalversammlung der regio iT
Beteiligungsgenossenschaft eG Aachen wird Herr David Adler, IT-Leiter, und
Herr Sven Hense zu dessen Vertreter bestellt.
3. Die Stadt Bonn erwirbt 25 Geschäftsanteile zu einem Preis von 200,00 EUR
je Geschäftsanteil = 5.000 Euro aufgrund eines Kaufvertrags zwischen PD -
Berater der öffentlichen Hand GmbH (PD) und der Stadt Bonn. Darüber hinaus
beschließt die Stadt Bonn, der als Anlage beigefügten
Gesellschaftervereinbarung beizutreten und mit der PD – Berater der
öffentlichen Hand GmbH die beigefügte Eckpunktevereinbarung abzuschließen.
Begründung
Das Personal- und Organisationsamt ist interner IT-Dienstleister für die Bedarfe
der Fachbereiche und sorgt für den IT-Betrieb der IT-Anwendungen, Hardware,
Infrastruktur und Netze. In der Umsetzung ist die Stadt Bonn seither auf
interkommunale Kooperationen und IT-Dienstleister angewiesen und kann bei
Beschaffungen im IT-Bereich in Form von Inhousevergaben zurückgreifen bei:
1. IT-Dienstleistungen des Landes NRW auf d-NRW als rechtsfähige
Anstalt des öffentlichen Rechts des Landes NRWSeite 1 von 242
Seite 2
2. Kommunalen Beschaffungen auf öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister
über den Dachverband (KDN).
Die Beschaffungsbedingungen bei IT-Anwendungen und Beratungsleistungen
gestalten sich seit 2023 zunehmend kritischer. Ursächlich hierfür sind mehrere
Gründe, welche zeitlich jetzt und für die nächsten Jahre zusammenkommen:
- Das Land NRW hat die Finanzierung geförderter Personalanteile bei der KDN
zu IT-Anwendungen und Onlinedienstleistungen (Umsetzung
Onlinezugangsgesetz des Bundes) zum 31.12.2023 vollständig auslaufen lassen,
sodass Beratungs- und Unterstützungsleistungen über den KDN nicht mehr
abgerufen werden können.
- Eine nennenswerte Produktsteuerung von IT-Anwendungen in gemeinsamen
kommunalen Ausschreibungen und Abstimmungen ist in NRW nicht mehr erfolgt
und wird auch absehbar künftig nicht erfolgen.
- Plattformweiterentwicklungen wie „Zentrales kommunales Onlineserviceportal“
oder Plattformbeschaffungen für den Bereich der Bürgerdienste sind durch einen
großen IT-Dienstleisters nicht mehr umsetzbar gewesen.
- Die sehr hohen Digitalisierungsbedarfe der Kommunen führen dazu, dass
kommunale IT-Dienstleister in NRW schon jetzt überlastet sind und so gut wie
keine zusätzlichen Aufgaben anderer Kommunen übernehmen und Anfragen
ablehnen.
- Das Land NRW fokussiert sich mit den Angeboten von d-NRW primär auf IT-
Leistungen der Landesverwaltung, die von der Stadt Bonn weitestgehend alle
abgerufen sind.
Die bisherigen Geschäftsbeziehungen zur KDN und d-NRW sollen beibehalten
werden. Die IT-Marktsituation führt insgesamt bei weiteren IT-Dienstleistern
außerhalb des KDN und d-NRW zu einer Kundenpriorisierung. Da die Stadt Bonn
als Einzelkunde Beschaffungen durchführt, werden Beschaffungsanfragen schon
jetzt abgelehnt oder nur mit einem längeren terminlichen Vorlauf für die
Umsetzung angeboten. Einige geplante IT-Ersatzbeschaffungen und eine
Beratungsleistung sind bereits über mehrere Monate zeitverzögert erfolgt und
projektiert. Eine verlässliche Terminplanung und zeitnahe Beschaffungen oder
Umsetzungen zu Wunschterminen der Fachbereiche sind nicht mehr realisierbar.
Herausforderungen für die IT und die Fachbereiche
Neben der Marktsituation nehmen die Digitalisierungsanforderungen der
Fachämter und die Anforderungen an die IT-Umsetzung stark zu. Maßnahmen
zur Verbesserung der IT-Sicherheit zur Härtung der IT-Infrastruktur,
Anforderungen an Zertifizierung des IT-Betriebes, der Ausbau der Netze,
Realisierung Data as a Service, Angebote mit KI-Unterstützung, digitale
Beteiligungsformate, Schnittstellenmanagement, stadtweiter RollOut von
elektronischen Akten, elektronischer Dokumentenaustausch mit der Justiz,
Digitalisierung von Bildungseinrichtungen, Bereitstellung von Umwelt- und
Verkehrsdaten, Prozessdigitalisierung der Fachbereiche, Digitales
Inputmanagement (Postsendungen), Ersatzbeschaffung SAP HANA
(Finanzwesen) und Umsetzung der digitalen Gremienarbeit sind einige Beispiele,
zu denen der städtischen IT zusätzliche fachliche Expertise fehlt.
Neben der Mobilisierung der Arbeit wird der Auszug aus dem Stadthaus 2027 den
Bedarf der Verwaltungsdigitalisierung massiv beschleunigen, wobei die
Fachbereiche hierbei konkrete Umsetzungen digitaler Angebote und eAkten
erwarten. Es ist schon jetzt absehbar, dass der Zeitraum bis Ende 2027 sehrSeite 2 von 242
Seite 3
ambitioniert und die Erwartungshaltung der Fachbereiche nicht vollumfänglich
erfüllbar ist. Mit dem Blick auf den Fachkräftemangel müssen jetzt alle
Anstrengungen unternommen werden, um eine Antwort auf die berechtigten
Bedarfe der Fachbereiche geben zu können und die Leistungsfähigkeit der
Fachbereiche und der IT selbst durch digitale Lösungen aufrecht erhalten zu
können. Zu der schon jetzt angespannte IT-Marktsituation kommt hinzu, dass die
Stadt Bonn diese Lücke aufgrund der Vorgaben zur Stellenbewirtschaftung und
Haushaltsvorgaben mit einem zusätzlichen umfangreicheren Aufbau von
Personal selbst nicht auffangen kann.
Zielsetzungen strategischer IT-Partnerschaften
Um den Fachbereichen digitale Lösungen zu ermöglichen, wird ein Zugriff auf
marktverfügbare Produkte sowie Beratungsdienstleistungen, ein Zugang zu
Produkt-Entwicklungsperspektiven im öffentlichen Sektor sowie eine
vertrauensvolle und verlässliche IT-Dienstleistungsunterstützung im Betrieb
kommunaler Anwendungen benötigt. Die Stadt Bonn steht mit diesen
Anforderungen als Kommune nicht allein dar. Im interkommunalen Austausch
wurde bestätigt, dass erste NRW-Großstädte den Aufbau strategischer IT-
Partnerschaften für dieses Jahr verfolgen bzw. Kooperationen schon
abgeschlossen haben.
Es wird der Beitritt zu zwei strategischen Partnerschaften vorgeschlagen, die sich
im Produktportfolio inhaltlich unterscheiden:
1. Beteiligung der Stadt Bonn an der regio iT Beteiligungsgenossenschaft
eG Aachen
Zielsetzung: Kooperation mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit und IT-
Anwendungen
Das Genossenschaftsmodell der regio IT könnte mit einer strategischen
Partnerschaft und Bindung dabei helfen, die steigenden Bedarfe mit dem Fokus
nach IT-Anwendungen, Plattform-Infrastrukturen wie M365 und SAP,
Realisierung von Cloud-Leistungen, virtuellem Desktop, Migration und Betrieb
von Fachverfahren, Ausbau und Härtung von IT-Sicherheitsprodukten
gemeinsam und in einem verlässlichen Zeitrahmen umzusetzen sowie einen
weitgehenden Einblick zu den künftigen Vorhaben und möglichen kommunal
nachnutzbaren Entwicklungen der IT-Hersteller zu bekommen (Weitere
Hintergrundinformationen zur Genossenschaft, Satzung, und Beitrittserklärung
siehe Anhänge).
Eine vergleichbare IT-Dienstleisteralternative mit diesem Produktportfolio besteht
marktgängig mit einem Alternativangebot nicht. Das Preisniveau ist im
öffentlichen Sektor wirtschaftlich angemessen. Die regio iT stellt sich als
Unternehmen proaktiv zur Reduzierung von Emissionen zur Erreichung der
Klimaneutralität auf und bietet verschiedene Maßnahmen dazu an (siehe Anhang
"Leitfaden Digitale Werkzeuge für die für die Klimaneutralität" und Anhang "CSR-
Bericht Nachhaltigkeit Umwelt").
Rechtliche Fragestellungen zur Haftung und Risiken für die Stadt Bonn wurden
im Vorfeld untersucht. Das Haftungsrisiko beläuft sich demnach im maximalen
Umfang auf die Höhe der eingezahlten Geschäftsanteile. Im Fall eines Rücktritts
seitens der Stadt Bonn besteht kein Rückerstattungsanspruch auf die Höhe des
Eintrittsgeldes.Seite 3 von 242
Seite 4
Eine finanzielle Nachschusspflicht zur Beteiligung besteht generell nicht. Es
besteht durch den Beitritt auch kein Kontrahierungszwang Produkte und
Leistungen verpflichtend abzunehmen. Die Fakturierung erfolgt je nach Kommune
getrennt auf Basis einzelner Aufträge im Inhouseverfahren.
Der wirtschaftliche Anteil an der Mitgliedschaft beträgt die Zeichnung von 60
Geschäftsanteilen zu je 1.000 Euro = 60.000 Euro und einem Beitrittsgeld in
Höhe von 6.000 Euro. Im Gegenzug entfällt dafür ein finanzieller
Handlingaufschlag einmaliger Lizenz- und laufender Abnahmeleistungen, wie
dies aktuell bei der KDN der Fall ist.
Durch Entfall dieser Kosten sowie durch einen reduzierten personellen
Verwaltungsaufwand in der Vergabe und im Vertragsmanagement bei
Beschaffungen und im laufenden Betrieb ist der wirtschaftliche Vorteil des
Beitrittsgeldes schon nach zwei Leistungsabnahmen refinanziert. Die
Refinanzierung der Geschäftsanteile ist je nach Leistungsabnahme und einer
Entlastung bei der Vergabe und im Betrieb im Zeitraum von unter drei Jahren
realisierbar. Ein zeitnaher Leistungsbezug und nutzbare Produkte ist in der
Betrachtung ein Hauptfaktor und kann nicht finanziell berechnet werden.
Der wirtschaftliche Vorteil an einer Beteiligung liegt als weiterer Hauptfaktor für
die Stadt Bonn durch einen leistungsoptimierten Bezug im Einkaufsverbund mit
mehreren Kommunen mit entsprechenden wirtschaftlichen Vorteilen durch
größere Lizenzabnahmen und im Großkundengeschäft (Skaleneffekt).
2. Beteiligung der Stadt Bonn an PD – Berater der öffentlichen Hand
Zielsetzung: Kooperation mit dem Schwerpunkt Beratungsleistungen für die
Fachbereiche und IT-Dienstleistungen
Das Ziel der PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH („PD“) ist eine moderne
und stabile Verwaltungsarbeit zu unterstützen. Hierzu gehört es, öffentliche
Investitionen anzubahnen und deren Umsetzung zu begleiten sowie strategische
Konzepte und nachhaltige Handlungsoptionen zu entwickeln. Gestützt auf die
Beratungstätigkeit seit 2009 ausschließlich für die öffentliche Hand, verfügt die
PD über umfangreiche Erfahrungen in der strategischen sowie Projektberatung
öffentlicher Auftraggeber. Dabei bietet die PD neben der umfangreich
aufgebauten Expertise zu Kooperationsmodellen Beratung in allen Phasen eines
Projektlebenszyklus sowie mit differenzierten Schwerpunkten nach
Tätigkeitsfeldern an. Damit ist für die vielfältigen Herausforderungen, denen die
öffentliche Verwaltung heute gegenübersteht, ein umfangreiches
Beratungsangebot geschaffen.
Die PD steht ausdrücklich für eine ergebnisoffene Prüfung unabhängig vom
gewählten Beschaffungs- bzw. Realisierungsansatz, die ausschließlich im
wirtschaftlichen Interesse des öffentlichen Auftraggebers erfolgt.
Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei ein flächendeckendes variantenneutrales
Beratungsangebot zu allen Beschaffungsvarianten gerade für Kommunen über
den kompletten Projektzyklus von öffentlichen Investitionsvorhaben. Dabei nimmt
die Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Variantenvergleichen,
Eignungstests und Machbarkeitsuntersuchungen sowie der strategischen und
organisatorischen Beratung für Investitionsvorhaben aller Art eine besondere
Bedeutung ein. Neben der Beratung soll auch die unmittelbare Schulung von
kommunalen Anwendern weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel, dass dieseSeite 4 von 242
Seite 5
eigenständig die erforderlichen Verfahrensschritte durchführen bzw. ggf.
erforderliche weitere externe Planungs- und Beratungsleistungen beschaffen
können. In Zusammenarbeit mit ausgewählten technischen
Rahmenvertragspartnern soll die PD darüber hinaus flächendeckend in
Deutschland Projektplaner, Projektmanager und Projektsteuerer anbieten, die die
Wirtschaftlichkeit von Projektansätzen und Beschaffungsalternativen mittels
fortzuentwickelnder Rechenmodelle für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
umfassend vergleichen und beurteilen können.
Im Bereich Bau und Infrastruktur baut die PD die vorhandene Kompetenz in der
wirtschaftlich effizienten Strukturierung und Steuerung von Hochbau- und
vergleichbaren Infrastrukturbeschaffungen auf allen staatlichen Ebenen weiter
aus. Die Beratung soll dabei alle Realisierungsvarianten umfassen und den
Lebenszyklus von Investitionen in den Fokus nehmen.
Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der PD sind Beratungsleistungen zu IT-
Dienstleistungen sowie die Strategie- und Organisationsberatung für die gesamte
öffentliche Verwaltung bei anspruchsvollen Veränderungsprojekten und der
Verwaltungsmodernisierung. Ausgehend von einer vorgelagerten
Strategieberatung umfasst dies sowohl die Konzeption und Umsetzung von
Organisationsmodellen als auch strategische Sourcing-Konzeptionen.
Struktur der PD
Die PD ist aus der ÖPP Deutschland AG hervorgegangen. Die Umwandlung der
ÖPP Deutschland AG in eine GmbH wurde vorgenommen, um allen
unmittelbaren und mittelbaren Gesellschaftern eine ausschreibungsfreie
Beauftragung der PD gestützt auf den Ausnahmetatbestand des § 108 GWB zu
ermöglichen (sog. „Inhouse-Tatbestand“).
Gesellschafter der PD dürfen nach dem Gesellschaftsvertrag nur öffentliche
Auftraggeber im Sinne des § 99 Nr. 1 bis 3 GWB sein. Die aktuellen
unmittelbaren Gesellschafter sind der Gesellschafterliste der PD zu entnehmen
(beigefügt als Anlage 4). Die Struktur der PD wurde speziell so ausgestaltet, dass
alle Gesellschafter die PD ohne öffentliche Ausschreibung des Auftrages im
Wege eines vergaberechtlich privilegierten Inhouse-Geschäfts beauftragen
können.
Hierzu wurden die sich aus § 108 GWB ergebenden Grundsätze für eine
Inhouse-Beauftragung bei der Konzeptionierung der PD berücksichtigt. So ist
durch den Gesellschaftsvertrag und die Gesellschaftervereinbarung insbesondere
dafür Sorge getragen, dass die für die Erfüllung des Inhouse-Tatbestands
erforderliche Kontrolle der PD durch alle an ihren beteiligten Gesellschafter im
Sinne des § 108 Abs. 4 Nr. 1 „gemeinsam“ ausgeübt wird. Kein Gesellschafter
hat eine derart hervorgehobene Stellung inne, die es ihm erlaubt, die PD allein zu
kontrollieren.
Neben der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung sieht der
Gesellschaftsvertrag als weiteres Organ der PD einen obligatorischen
Aufsichtsrat vor, dessen Zusammensetzung sowie dessen Rechte und Pflichten
sich nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes in seiner jeweiligen
Fassung, den danach anzuwendenden Vorschriften des Aktiengesetzes und nach
den Vorschriften des Gesellschaftsvertrags bestimmen. Durch die
Gesellschaftervereinbarung ist sichergestellt, dass allen fünf
Gesellschaftergruppen ((1) Bund, (2) Länder, (3) Kommunen, (4) öffentlich-Seite 5 von 242
Seite 6
rechtliche Körperschaften, (5) Sonstige Öffentliche Auftraggeber) im Hinblick auf
die von der Gesellschafterversammlung zu wählende Aufsichtsratsmitglieder
jeweils mindestens ein Vorschlagsrecht zusteht (vgl. im Einzelnen den als Anlage
5 beigefügten Gesellschaftsvertrag sowie die als Anlage 2 beigefügte
Gesellschaftervereinbarung). Insofern sind letztlich alle an der PD als
unmittelbare Gesellschafter beteiligten öffentlichen Auftraggeber – über Vertreter
der jeweiligen Gesellschaftergruppen – im Aufsichtsrat vertreten.
Über die Gesellschafterversammlung steht den Gesellschaftern der PD
gegenüber der Geschäftsführung der PD ein umfassendes Weisungsrecht zu.
Darüber hinaus verfügt die Gesellschafterversammlung gegenüber dem
Aufsichtsrat sowohl über die Kompetenz, für bestimmte Geschäfte der
Geschäftsführung bestehende Zustimmungsvorbehalte an sich zu ziehen als
auch bestimmte – nach dem Gesellschaftsvertrag grundsätzlich dem Aufsichtsrat
zustehende – Kompetenzen an sich ziehen.
Die PD sorgt für ein Höchstmaß an Transparenz und wird umfassend geprüft.
Hierfür ist im Gesellschaftsvertrag sichergestellt, dass der Jahresabschluss nebst
Lagebericht nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches
für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und geprüft wird. Die PD unterliegt
zudem dem Public Corporate Governance Codex (PCGK) des Bundes. Im
Rahmen der Abschlussprüfung erfolgt auch die erweiterte Prüfung nach § 53
HGrG. Dem Bundesrechnungshof sind nach § 24 Abs. 2 des
Gesellschaftsvertrags die Befugnisse nach § 54 HGrG eingeräumt worden. D.h.
der Bundesrechnungshof hat das Recht, sich im Rahmen seiner Prüfungen nach
§ 44 HGrG zur Klärung von Fragen bei dem Unternehmen unmittelbar zu
unterrichten und zu diesem Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften des
Unternehmens einzusehen. Dadurch ist eine sorgfältige und umfassende Prüfung
der Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung sichergestellt. Prüfrechte anderer
Rechnungsprüfungsbehörden sind daher nicht vorgesehen.
Die Beteiligung an der PD
Mit dem Erwerb der Geschäftsanteile erlangt die Stadt Bonn die Stellung eines
unmittelbaren Gesellschafters der PD mit allen gesellschaftsrechtlichen Rechten
und Pflichten. Über die oben beschriebene gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung
der PD übt die Stadt Bonn gemeinsam mit allen anderen Gesellschaftern der PD
eine gemeinsame Kontrolle i.S.d. § 108 Abs. 4 Nr. 1 und Abs. 5 GWB aus.
Diese Kontrolle kann der Gesellschafter insbesondere über die Wahrnehmung
von Antrags- und Stimmrechten in der Gesellschafterversammlung sowie bei der
Auswahlentscheidung zum Vorschlag für das Mitglied des Aufsichtsrates durch
die jeweilige Gesellschaftergruppe ausüben. Die Gesellschafterversammlung
kann zudem nach dem Gesellschaftsvertrag Weisungen an die Geschäftsführung
erteilen. Ferner stehen dem Gesellschafter unter Beachtung der Regelungen der
Gesellschaftervereinbarung und des Gesellschaftsvertrags Auskunfts- und
Informationsrechte eines Gesellschafters nach dem GmbHG zu.
Der Erwerb der Geschäftsanteile erfolgt durch notariellen Geschäftsanteilskauf-
und -abtretungsvertrag. Die Kosten der Beteiligung belaufen sich auf 200,00 EUR
pro Geschäftsanteil, d.h. vorliegend insgesamt in Höhe von 5.000 EUR zzg.
Notarkosten von maximal bis zu 1.000 EUR. Es handelt sich um so genannte
„gestrippte“ Anteile. Die zu erwerbende Geschäftsanteile sind wirtschaftlich von
wesentlichen wertbestimmenden Rechten entkleidet, so dass der Kommune
wirtschaftlich nur der Anspruch auf Rückzahlung der Stammeinlage imSeite 6 von 242
Seite 7
Liquidationsfall zusteht, der wirtschaftlich dem Nennbetrag entspricht (sog.
„gestrippte Anteile“). Hierzu behält sich die Bundesrepublik Deutschland einen
unentgeltlichen Nießbrauch an den Geschäftsanteilen vor, der namentlich
Gewinnausschüttungen und sofern möglich auch Liquidationserlöse erfasst.
Weiterhin tritt der Erwerber mit dem Erwerb sämtliche Vermögensrechte aus den
verkauften Geschäftsanteilen (mit Ausnahme der Rückzahlung der
Stammeinlage), die nicht durch den Nießbrauch erfasst werden, an die
Bundesrepublik Deutschland ab. Dies erfasst v.a. Rechte aus der Auflösung von
Kapitalrücklagen, die rechtstechnisch keine „Früchte“ der Anteile darstellen und
daher vom Nießbrauch nicht erfasst werden können. Gleichzeitig erhält der
Erwerber das Recht, von der Bundesrepublik Deutschland den Rückerwerb der
Anteile zu dem Erwerbspreis zu verlangen, wenn das wichtige Interesse an der
Beteiligung nicht mehr fortbesteht. Aufgrund dieser Konstruktion entspricht der
Kaufpreis für die Anteile deren Nennbetrag (EUR 200 je Anteil). Mit dem Erwerb
von 25 Anteilen würde die Stadt Bonn 0,2495 Prozent am Stammkapital der PD
halten und hat somit als Gesellschafterin keine wesentliche Einflussmöglichkeit
auf die PD selbst.
Mit diesem Vertrags- und Preismodell trägt der Erwerber somit kein
Kapitalausfallrisiko und kann durch die mit den übertragenen
Gesellschaftsanteilen verbundenen Verwaltungs- und Kontrollrechten der PD-
Aufträge im Wege einer Inhouse-Vergabe erteilen, partizipiert aber nicht an dem
wirtschaftlichen Erfolg der PD. Die Entkleidung von den wertbestimmenden
Vermögensrechten lässt die für die Ausübung des ausschlaggebenden Einflusses
im Sinne des § 108 Abs. 5 Nr. 2 GWB erforderlichen Gesellschafterrechte
unberührt.
Die Beauftragung der PD
Die Beauftragung der PD durch ihre Gesellschafter erfolgt auf zivilvertraglicher
Basis. Die Rahmenbedingungen der Beauftragung, insbesondere die Preise, sind
in der Eckpunktevereinbarung für alle Gesellschafter gleich festgelegt (vgl.
Eckpunktevereinbarung). Auf der Grundlage dieser Eckpunktevereinbarung
erfolgt dann die individuelle Beauftragung der PD durch den jeweiligen
Gesellschafter.
Vorteile einer Beteiligung an der PD
Die Gesellschafter der PD können die PD ohne die Durchführung eines
Vergabeverfahrens im Rahmen eines vergaberechtlich privilegierten Inhouse-
Geschäfts beauftragen. Die Voraussetzungen für eine ausschreibungsfreie
Inhouse-Vergabe (vgl. § 108 GWB) werden vorliegend erfüllt. Da sich an der PD
nur öffentliche Auftraggeber beteiligen dürfen, besteht keine inhouse-schädliche
private Kapitalbeteiligung an der PD nach § 108 Abs. 4 Nr. 3 GWB (sog.
„Beteiligungskriterium“). Die PD wird zudem nahezu ausschließlich für die
öffentlichen Auftraggeber, die an ihr beteiligt sind, tätig (sog.
„Wesentlichkeitskriterium“). Der Verwaltungsaufwand, der mit der Beteiligung an
der PD verbunden ist, wird möglichst geringgehalten.
Der Eintritt in die PD erfolgt vorliegend durch den Kauf von Geschäftsanteilen an
der PD mittels eines in notarieller Form geschlossenen Vertrags.
Verwaltungsaufwand entsteht lediglich im Zusammenhang mit der Teilnahme an
der Gesellschafterversammlung (vgl. § 48 GmbHG) und deren Vorbereitung
sowie ggf. mit der Wahrnehmung sonstiger Gesellschafterrechte.Seite 7 von 242
Seite 8
Flexible Beauftragung
Da die PD ohne Durchführung eines Vergabeverfahrens beauftragt werden kann,
sind ihre Gesellschafter bei der Beauftragung nicht – wie bei einer Ausschreibung
– auf den ausgeschriebenen Leistungsumfang beschränkt. Der Gesellschafter
kann als Auftraggeber vielmehr flexibel und schnell einen Auftrag mit der PD
vereinbaren und diesen in Abstimmung mit der PD im weiteren Verlauf des
Projekts an seine Bedürfnisse anpassen.
Spezialisierung auf die Beratung der öffentlichen Hand
Die PD ist ausschließlich für die öffentliche Hand und zu weit mehr als 80 Prozent
für ihren Gesellschafterkreis tätig. Dies vermeidet Interessenkonflikte zu anderen
Beratungsmandaten und stellt einen großen Erfahrungsschatz zu öffentlichen
Investitionsvorhaben sicher. Die PD verfügt damit über das notwendige
Knowhow, um den speziellen Anforderungen öffentlicher Auftraggeber gerecht zu
werden. Aufgabe der PD ist die Beratung ausschließlich im Interesse der
öffentlichen Hand.
Usecases für die Organisationsentwicklung
Die PD bietet eine umfassende Strategie- und Organisationsberatung für die
gesamte öffentliche Verwaltung bei anspruchsvollen Veränderungsprojekten und
der Verwaltungsmodernisierung. Dieses Angebot ist für den Bereich der
Organisationsentwicklung besonders relevant, da deren Hauptaufgabe in der
Begleitung von Veränderungsprozessen innerhalb der Verwaltung liegt. Durch
diese Veränderungsprozesse soll die Leistungsfähigkeit der Verwaltung optimiert
werden, sodass sowohl die Strategie- als auch die Organisationsberatung durch
die PD hier sinnvoll ergänzt werden könnte.
Um festgelegte Ziele zu koordinieren und strukturiert zu realisieren, nimmt auch
das Projektmanagement eine bedeutsame Rolle im Bereich der
Organisationsentwicklung ein, sodass das Angebot der Planung und Steuerung
von Projekten durch die PD sinnvoll angewendet werden kann, um beispielsweise
die Mitarbeitenden zu belehren, wie das Projektmanagement optimal abgewickelt
werden kann. Gewisse Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die PD
können hilfreich sein, um eine breite Befähigung der Mitarbeitenden in dem
Umgang mit klassischen Organisationsthemen zu erreichen und somit die
Zufriedenheit der Kund*innen der Organisationsentwicklung durch eine
effizientere Aufgabenerfüllung zu erhöhen.
Usecases für die IT
Organisatorische Veränderungsprozesse mit digitalen Lösungen umzusetzen,
bedarf bei IT-Neu- oder Ersatzbeschaffungen ebenfalls einer sorgfältigen und
neutralen Planung- und Konzepterstellung. In diesem Kontext sollten die
fachinhaltlichen Anforderungen aus der Organisationsentwicklung einerseits und
IT-technische Anforderungen zu IT-Anwendungen und Betrieb zusammen
betrachtet werden. Aber auch für grundsätzliche Fragestellungen zu IT-Vorhaben
mit hohen Investitionskosten oder zu teilstrategischen Neubewertungen von
Plattformen sind Beratungsleistungen durch die PD hilfreich. Hierauf bauen sich
die Leistungsanforderungen für den Vergabe- und politischen
Entscheidungsprozess auf. Gerade wegen einer zunehmenden
Professionalisierung der IT-Anbieterseite im Vergabeprozess sowie steigenden
Anforderungen im technischen Aufbau und Betrieb von Anwendungen könnenSeite 8 von 242
Seite 9
nicht alle Aspekte vergaberechtlich und technisch durch die Stadtverwaltung
selbst bewertet werden.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.01.26 IT 1.01.2601 IT-Betrieb
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen 66.000 (regioIT
60.000
Anteile+6.000
Aufgeld)
6.000 (PD
5.000 Anteile+
1.000 Notar-
gebühr)
5022015091000/
78.6300
502205091000/
78.4400
5102001260200/
78.3100
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
72.000
(einmalig)
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Anlage/n
1 Anhang 1 Bundesstadt Bonn_Vorstellung regio iT Genossenschaft (öffentlich)
2 Anhang 2 regio_IT Originalsatzung (öffentlich)Seite 9 von 242
Seite 10
3 Anhang 3 regio_IT Gesellschafter Genossen (öffentlich)
4 Anhang 4 regio_iT Beitrittserklärung (öffentlich)
5 Anhang 5 regio_iT Jahresabschluss_Beteiligungsgenossenschaft (öffentlich)
6 Anhang 6 regio_iT Leitfaden_Digitale Werkzeuge für die Klimaneutralität
(öffentlich)
7 Anhang 7 regio_iT CSR-Bericht Nachhaltigkeit Umwelt Leidenschaft 2022
(öffentlich)
8 Anhang 8 PD_2023_Muster-Anteilskauf- und Optionsvertrag_PD_ö.A_ohne
3.4 (öffentlich)
9 Anhang 9 PD_Eckpunktevereinbarung (öffentlich)
10 Anhang 10 PD_Gesellschafterfolie nach Art (öffentlich)
11 Anhang 11 PD_Gesellschaftervereinbarung (öffentlich)
12 Anhang 12 PD_Gesellschaftsvertrag (öffentlich)
13 Anhang 13 PD_Unternehmenspraesentation (öffentlich)
14 Anhang 14 PD_Auszug Beteiligungsbericht des Bundes 2022 (öffentlich)Seite 10 von 242
DER IT-PARTNER
F‹R BEGEISTERTE KUNDEN
14.02.2024
Ralph Kleiber
© regio iT GmbH – 2023Seite 11 von 242
© regio iT GmbH – 2023
2
Stammsitz in
Aachen
Niederlassungen in
G¸tersloh und Siegburg
18 Gesellschafter
ausschliefllich in
ˆffentlicher Tr‰gerschaft
153,6 Mio. €
Jahresumsatz in 2022
700 Mitarbeitende
sind aktuell bei der
regio iT t‰tig
Zertifiziert
nach ISO9001, ISO20000
und ISO27001
“
56.000
Clients werden aktuell
von der regio iT betreutSeite 12 von 242
80 % 49,5 % 0,2 % 85 %
100 %100 %
100 %
10
Anteile
BETEILIGUNGEN
© regio iT GmbH – 2023
1
Anteil
1
Anteil
60
Anteile
3Seite 13 von 242
SCHWERPUNKTE UND KOMPETENZEN
© regio iT GmbH – 2023
IT Service & Betrieb
- Cloud / SAAS
- Virtuell Desktop
- Migration Fachverfahren
Digitalisierung
- DMS
- Portale
- Dienste (OZG / EFA)
Energie & Entsorgung
- Smart City
- SAP Lˆsungen
Bildung und Entwicklung
- Full Support
- Strategieberatung
- E-Learning Plattformen
4Seite 14 von 242
ZUKUNFT UND INNOVATION
© regio iT GmbH – 2023
Internet of Things Smart City Digitalisierung
Vernetzung macht
smart
Energie & Mobilit‰t
braucht Innovationen
Der digitale
Wandel als zentrale
Gestaltungsaufgabe
5Seite 15 von 242
6© regio iT GmbH – 2023
KUNDEN, DIE UNS VERTRAUEN
VERWALTUNG ENERGIE ENTSORGUNG NON-PROFITSeite 16 von 242
7© regio iT GmbH – 2023
WAS UNS AUSZEICHNETSeite 17 von 242
8
Vorstellung
regio iT Beteiligungsgenossenschaft e.G.
© regio iT GmbH – 2022Seite 18 von 242
9
Ausgangslage vor Gr¸ndung der Beteiligungsgenossenschaft
▪ Hˆhere Rechtssicherheit f¸r Kunden des Kreises Heinsberg
• ÷ffentlich-rechtliche-Vereinbarung ist Grundlage f¸r Inhouse-Vergabe
• Rahmenbedingungen, insbesondere Gesellschaftsanteil Stadt Aachen an regio iT, haben
sich ver‰ndert
▪ Kunden mˆchten Zusammenarbeit mit regio iT ausbauen
• Interesse an einer Inhouse-Vergabemˆglichkeit
• Interkommunale Zusammenarbeit
▪ Das Modell einer Beteiligungsgenossenschaft wurde gemeinsam mit Kanzlei Heuking und
Wirtschaftspr¸fungsgesellschaft PKF als Lˆsungskonzept entwickeltSeite 19 von 242
10
Eckpunkte des Lˆsungskonzepts Beteiligungsgenossenschaft
▪ Genossenschaft als Modell zur B¸ndelung von mittelbaren Gesellschaftern rechtlich zul‰ssig
▪ Vergaberechtlich ist die Inhouse-Vergabef‰higkeit an die regio iT weitgehend rechtssicher
▪ 1 % Anteil an der regio iT ist ausreichend
▪ regio iT wird (ist) Mitglied der Genossenschaft
• Gesch‰ftsf¸hrung regio iT stellt Vorstand der Genossenschaft
• Personenidentit‰t hat vergaberechtliche Aspekte
(Einflussmˆglichkeit der Genossenschaft auf die regio iT)
▪ Gr¸ndungsmitglieder der Genossenschaft sind Kreis Heinsberg, Stadt Ratingen und regio iT
▪ Satzung/Gr¸ndung abgestimmt mit Genossenschaftsverband und Bezirksregierung KˆlnSeite 20 von 242
11
Anteilsmodell der Beteiligungsgenossenschaft eG
▪ Kaufpreis f¸r 1 Gesch‰ftsanteil der regio iT Beteiligungsgenossenschaft = 1.000,-- €
▪ Zus‰tzlich sind nach folgender Staffelung weitere Gesch‰ftsanteile zu erwerben:
Kommunen:
• Kommunen bis 14.999 Einwohner zeichnen 6 weitere Gesch‰ftsanteile
• Kommunen ab 15.000 Einwohner bis 29.999 Einwohner zeichnen 14 weitere Gesch‰ftsanteile
• Kommunen ab 30.000 Einwohner bis 59.999 Einwohner zeichnen 24 weitere Gesch‰ftsanteile
• Kommunen ab 60.000 Einwohner bis 99.999 Einwohner zeichnen 39 weitere Gesch‰ftsanteile
• Kommunen ab 100.000 Einwohner sowie Kreisverwaltungen zeichnen 59 weitere Gesch‰ftsanteile
Kommunale Unternehmen:
• Unternehmen bis 10 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 14 weitere Geschäftsanteile
• Unternehmen über 10 Mio. € bis 50 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 24 weitere Geschäftsanteile
• Unternehmen über 50 Mio. € bis 100 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 39 weitere Geschäftsanteile
• Unternehmen über 100 Mio. € Jahresumsatz zeichnen 59 weitere Geschäftsanteile
▪ Weiterhin 10 % Eintrittsgeld auf die gezeichneten/gezahlten Gesch‰ftsanteile entsprechend Staffelung
▪ K¸ndigung fr¸hestens nach 3 Jahren mˆglich
▪ Bei K¸ndigung R¸ckzahlung des gezahlten Wertes der Gesch‰ftsanteile
▪ Eintrittsgeld wird nicht erstattetSeite 21 von 242
12
Mitglieder der Genossenschaft (Stand 30.03.2023)
▪ Aufgenommen/Beitritt vollzogen
▪ Stadt Ratingen
▪ Kreisverwaltung Heinsberg
▪ regio iT GmbH
▪ Gemeinde Waldfeucht
▪ Stadt Wassenberg
▪ Stadt Wegberg
▪ Gemeinde Selfkant
▪ Stadt Heiligenhaus
▪ Stadt H¸ckelhoven
▪ Stadt Velbert
▪ Stadt W¸lfrath
▪ Stadt Erkelenz
▪ Gemeinde Gangelt
▪ Gartenstadt Haan
▪ Stadt Hilden
▪ Stadt Heinsberg
▪ Stadt Remscheid
▪ Stadt Langenfeld
▪ Stadt Unna
▪ Stadt Bergisch Gladbach
▪ Stadt EmsdettenSeite 22 von 242
13© regio iT GmbH – 2023
RALPH KLEIBER
Strategische Gesch‰ftsentwicklung &
Partnermanagement
0175 - 8810584
Ralph.Kleiber@regioit.de
IHR KONTAKT
13Seite 23 von 242
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© regio iT GmbH – 2023Seite 24 von 242
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UB = Unmittelbare Beteiligung / MB = Mittelbare Beteiligung
(Stand 23.02.2023 / In Fortschreibung)
Gesellschafter der regio iT (o. verbundene Unternehmen)
• Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbh Aachen (UB)
• StädteRegion Aachen (UB)
• Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (Ostbelgien) (UB)
• Stadt Aachen (UB)
• Stadt Alsdorf (UB)
• Stadt Baesweiler (UB)
• Stadt Düren (UB)
• Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (UB)
o Kreis Düren (MB)
• Kupferstadt Stolberg (UB)
• Stadt Eschweiler (UB)
• Stadt Herzogenrath (UB)
• Stadt Monschau (UB)
• Gemeinde Roetgen (UB)
• Gemeinde Simmerath (UB)
• Stadt Würselen (UB)
• Zweckverband INFOKOM Gütersloh (UB) mit den Mitgliedern:
o Kreis Gütersloh (Kreisverwaltung) (MB)
o Borgholzhausen (MB)
o Gütersloh (MB)
o Halle in Westfalen (MB)
o Harsewinkel (MB)
o Herzebrock-Clarholz (MB)
o Langenberg (MB)
o Rheda-Wiedenbrück (MB)
o Rietberg (MB)
o Schloß Holte-Stukenbrock (MB)
o Steinhagen (MB)
o Verl (MB)
o Versmold (MB)
o Werther (MB)
• civitec - Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung (UB) mit den Mitgliedern:
o Oberbergischer Kreis (Kreisverwaltung) (MB)
o Rhein-Sieg-Kreis (Kreisverwaltung) (MB)
o Solingen (MB)
o Alfter (MB)
o Bad Honnef (MB)
o Bergneustadt (MB)
o Bornheim (MB)
o Eitorf (MB)
o Engelskirchen (MB)
o Gummersbach (MB)
o Hennef (MB)
o Hückeswagen (MB)
o Königswinter (MB)
o Lindlar (MB)
o Lohmar (MB)
o Marienheide
o Meckenheim (MB)
o Morsbach (MB)
o Much (MB)
o Neunkirchen-Seelscheid (MB)
o Niederkassel (MB)
o Nümbrecht (MB)
o Radevormwald (MB)
o Reichshof (MB)
o Rheinbach (MB)
o Rupichterroth (MB)
o Sankt Augustin (MB)Seite 31 von 242
UB = Unmittelbare Beteiligung / MB = Mittelbare
Beteiligung 23.10.2023 / In Fortschreibung)
o Siegburg (MB)
o Swistal (MB)
o Troisdorf (MB)
o Wachtberg (MB)
o Waldbröl (MB)
o Wiehl (MB)
o Windeck (MB)
o Wipperfürth (MB)
Mitglieder der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG (UB) (o. verbundene Unternehmen)
• Kreis Heinsberg (Kreisverwaltung) (MB)
• Stadt Heinsberg (MB)
• Stadt Erkelenz (MB)
• Stadt Hückelhoven (MB)
• Gemeinde Gangelt (MB)
• Gemeinde Selfkant (MB)
• Gemeinde Waldfeucht (MB)
• Stadt Wassenberg (MB)
• Stadt Wegberg (MB)
• Stadt Emsdetten (MB)
• Stadt Heiligenhaus (MB)
• Stadt Ratingen (MB)
• Stadt Remscheid (MB)
• Stadt Velbert (MB)
• Stadt Wülfrath (MB)
• Gartenstadt Haan (MB)
• Stadt Hilden (MB)
• Stadt Langenfeld (MB)
• Kreisstadt Unna (MB)
• Stadt Bergisch Gladbach (MB)Seite 32 von 242
Beitrittserklärung (§§ 15 Absatz 1, Satz 1 GenG)
Wir erklären hiermit den Beitritt zur regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG. Eine Abschrift der Satzung in
ihrer gegenwärtigen Fassung sowie das Gründungsprotokoll der Genossenschaft haben wir mit dieser
Beitrittserklärung ausgehändigt bekommen.
Wir verpflichten uns zur Beteiligung an der Genossenschaft und übernehmen die in § 2 der Satzung
festgelegten Geschäftsanteile. Gleichzeitig verpflichten wir uns, die daraus resultierenden Einzahlungen
gemäß den Festlegungen in § 2 (1) bis (4) der Satzung (Preis und Anzahl Geschäftsanteile) an die
Genossenschaft zu leisten.
Die Generalversammlung der Genossenschaft hat gemäß § 2 (5) der Satzung ein Eintrittsgeld festgelegt,
welches den Rücklagen zugeführt wird. Die Höhe des Eintrittsgeldes entspricht 10 % der Einzahlung, die
für die Geschäftsanteile gemäß den Festlegungen in § 2 (1) bis (4) der Satzung (Preis und Anzahl
Geschäftsanteile) zu entrichten ist. Wir verpflichten uns, die Einzahlung des Eintrittsgeldes an die
Genossenschaft zu leisten.
Als Bevollmächtigten unserer Kommune/Gebietskörperschaft bzw. Vertreter/Vertreterin in der
Generalversammlung der Genossenschaft benennen wir
Vor-/Nachname Anschrift Telefon/E-Mail
_____________________________ ___________________________________
Ort, Datum Stempel, Unterschrift
Hinweis: Über die Zulassung als Mitglied entscheidet der Vorstand der Genossenschaft. Hierüber erhalten Sie eine
gesonderte Aufnahmeerklärung. Mit dieser Aufnahmeerklärung erhalten Sie auch die Zahlungsaufforderung zur Einzahlung
der Geschäftsanteile und des Eintrittsgeldes. Bei Rückfragen stehen Ihnen Herr Dieter Ludwigs, Vorstand (Tel. 0241/41359-
9700) oder Herr Jörg Herpertz (Tel. 0241/41359-1720, mobil 0151/61303759) zur Verfügung.
________________________________________________________________________________
Name der Genossenschaft:
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG
Lombardenstr. 24
52070 Aachen
Vorstand:
Dieter Ludwigs
Bevollmächtigter der Generalversammlung
Philipp Schneider
Beitretende Gebietskörperschaft (bitte ausfüllen):
Mitgliedschaft/Beteiligung zugelassen am
(Nur von der Genossenschaft auszufüllen!)Seite 33 von 242
Bericht über die Erstellung
des Jahresabschlusses
zum 31. Dezember 2022
der
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG
Lombardenstraße 24
52070 Aachen
Genossenschaftsverband-VdR. e.V.
Verwaltungssitz Düsseldorf
Ludwig-Erhard-Allee 20
40227 DüsseldorfSeite 34 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 1
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Inhaltsverzeichnis
1. Auftragsannahme 2
1.1 Auftraggeber und Auftragsabgrenzung 2
1.2 Auftragsdurchführung 3
2. Grundlagen des Jahresabschlusses 4
2.1 Buchführung und Inventar, erteilte Auskünfte 4
2.2 Festlegungen über die Ausübung von Wahlrechten 5
2.3 Feststellungen zu den Grundlagen des Jahresabschlusses 5
3. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen 6
3.1 Rechtliche Verhältnisse 6
3.2 Steuerliche Verhältnisse 7
3.3 Wirtschaftliche Verhältnisse 7
4. Art und Umfang der Erstellungsarbeiten 8
5. Ausführungen zu den vorgelegten Belegen, Büchern und Bestandsnachweisen 9
6. Ergebnis der Arbeiten und Bescheinigung 9
7. Bescheinigung 10
Anlagen 11
Bilanz zum 31.12.2022 11
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 12
Anhang 13
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz 17
Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 21
Geschäftsbedingungen 23Seite 35 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 2
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
1. Auftragsannahme
1.1 Auftraggeber und Auftragsabgrenzung
Der Vorstand der
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG,
Aachen
- nachfolgend auch kurz "regio iT" oder "Gesellschaft" genannt -
beauftragte uns, den handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31.12.2022 aus den von uns geführten
Büchern und den uns darüber hinaus vorgelegten Belegen und Bestandsnachweisen, die wir auftragsgemäß
nicht geprüft haben, unter Berücksichtigung der erteilten Auskünfte nach gesetzlichen Vorgaben und nach
den innerhalb dieses Rahmens liegenden Anweisungen des Auftraggebers zur Ausübung bestehender Wahl-
rechte zu entwickeln. Diesen Auftrag zur Erstellung ohne Beurteilungen haben wir in der Zeit vom
11.04.2023 bis zum 17.04.2023 in unseren Geschäftsräumen in Düsseldorf durchgeführt.
Unser Auftrag zur Erstellung des Jahresabschlusses umfasste keine über die Auf tragsart hinausgehenden
Tätigkeiten und damit auch keine erweiterten Verantwortlichkeiten als genossenschaftlicher
Prüfungsverband.
Die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses oblag der uns mit dessen Erstellung beauf tragenden ge-
setzlichen Vertretung des Auftraggebers, die über die Ausübung aller mit der Aufstellung verbundener Ges-
taltungsmöglichkeiten und Rechtsakte zu entscheiden hatte.
Wir haben unseren Auftraggeber über solche Sachverhalte, die zu Wahlrechten führten, in Kenntnis gesetzt
und von ihm Entscheidungsvorgaben zur Ausübung von materiellen und formellen Gestaltungsmöglichkei-
ten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten) sowie Ermessensentscheidungen eingeholt.
Nach den in § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Genossenschaft eine Kleinstgenossenschaft.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 275
Abs. 5, 264 Abs. 1, 266 Abs. 1 HGB teilweise Gebrauch gemacht.
Der Vorjahresabschluss wurde am 14.08.2022 festgestellt. Eine Offenlegung des Jahresabschlusses zum
31.12.2021 sowie der anderen notwendigen Unterlagen ist erfolgt.Seite 36 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 3
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Der uns erteilte Auftrag zur Erstellung des Jahresabschlusses umfasste alle Tätigkeiten, die erforderlich wa-
ren, um auf der Grundlage der Buchführung und der Inventur sowie der eingeholten Auskünfte zu Ansatz-,
Ausweis- und Bewertungsfragen und der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewer-
tungsmethoden unter Vornahme der Abschlussbuchungen den handelsrechtlich vorgeschriebenen Jahresab-
schluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, zu erstellen.
Bei der Auftragsannahme haben wir von unserem Auftraggeber vereinbart, dass uns die für die Auf trags-
durchführung benötigten Unterlagen und Auf klärungen vollständig gegeben werden.
Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die
vereinbarten und diesem Bericht als Anlage beigefügten "Allgemeinen Auftragsbedingungen des
Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. vom 01.07.2017" maßgebend.
1.2 Auftragsdurchführung
Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses und bei unserer Berichterstattung hierüber haben wir die
einschlägigen Normen unserer Berufsordnung und unsere Berufspflichten beachtet, darunter die Grundsät ze
der Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit und Eigenverantwort lichkeit (§ 57 StBerG).
Die Erstellung des Jahresabschlusses umfasst unabhängig von der Art unseres Auftrags die Tätigkeiten, die
erforderlich sind, um auf Grundlage der Buchführung und des Inventars sowie der eingeholten Vorgaben zu
den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter Vornahme der Abschlussbuchungen die
gesetzlich vorgeschriebene Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie einen Anhang und weitere Ab-
schlussbestandteile zu erstellen.
Nicht zur Erstellung des Jahresabschlusses gehören die erforderlichen Entscheidungen über die Ausübung
materieller und formeller Gestaltungsmöglichkeiten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie Er-
messensentscheidungen). Bestehende Gestaltungsmöglichkeiten wurden von uns im Rahmen der Erstellung
nach den Vorgaben des Kaufmanns bzw. der gesetzlichen Vertreter ausgeübt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses haben wir die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und We-
sentlichkeit beachtet.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des Handels-
und Steuerrechts, der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Bestimmungen der Satzung.
Im Rahmen des erteilten Auftrags haben wir die gesetzlichen Vorschriften für die Aufstellung von Jahresab-
schlüssen sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beachtet. Die Beachtung anderer gesetzli-
cher Vorschriften sowie die Aufdeckung und Aufklärung von Straftaten und außerhalb der Rechnungslegung
begangener Ordnungswidrigkeiten waren nicht Gegenstand unseres Auftrags.Seite 37 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 4
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Als Erstellungsunterlagen dienten die Buchhaltungsunterlagen, die vollständigen Belege sowie die
Kontoauszüge der Kreditinstitute der Gesellschaft.
Der Vorstand hat uns die angeforderte berufsübliche Vollständigkeitserklärung bezüglich der Buchführung,
Belege und Bestandsnachweise sowie der uns erteilten Auskünfte schriftlich erteilt, die wir zu den Akten ge-
nom men haben.
2. Grundlagen des Jahresabschlusses
2.1 Buchführung und Inventar, erteilte Auskünfte
Für die Genossenschaft besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht.
Die Buchführung wurde auf unseren EDV-Systemen erstellt. Die dabei eingesetzte Software
Kanzlei-Rechnungswesen der DATEV eG erfüllt nach einer Bescheinigung der Ernst & Young GmbH vom
28.02.2022 die Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige Finanzbuchführung und Entwicklung des Jahres-
abschlusses.
Die Anlagenbuchführung wurde auf unseren EDV-Systemen erstellt. Die dabei eingesetzte Software
Anlagenbuchführung der DATEV eG erfüllt im Zusammenhang mit einer Bescheinigung der Ernst & Young
GmbH vom 28.02.2022 zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit des Programms Kanzlei-Rechnungswesen die
Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige Anlagenbuchführung.
Die Verfahrensabläufe in der Buchführung haben keine nennenswerten organisatorischen Änderungen er-
fahren.
Alle erbetenen Auskünfte, Aufklärungen und Nachweise wurden von dem Vorstand und von den zur
Auskunft benannten Mitarbeitern bereitwillig erbracht.Seite 38 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 5
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
2.2 Festlegungen über die Ausübung von Wahlrechten
Erforderliche Entscheidungen über die Ausübung materieller und formeller Gestaltungsmöglichkeiten
(Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie Ermessensentscheidungen) gehören nicht zur Erstel-
lung des Jahresabschlusses. Wir haben unseren Auftraggeber jedoch über die Ausübung materieller und for-
meller Gestaltungsmöglichkeiten (Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sowie Ermessensentschei-
dungen) in Kenntnis gesetzt, Entscheidungsvorgaben unseres Auftraggebers hierzu eingeholt und diese im
Rahmen der Erstellung exakt nach den Vorgaben des Kaufmanns bzw. der gesetzlichen Vertreter ausgeübt.
Wir haben unseren Auftraggeber darüber hinaus über gesetzliche Fristen zur Aufstellung, Feststellung und
Of fenlegung des Jahresabschlusses aufgeklärt.
2.3 Feststellungen zu den Grundlagen des Jahresabschlusses
Die Buchführung des Auftraggebers ist ordnungsgemäß und beweiskräf tig, das Belegwesen ist geordnet. Die
Salden des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 sind ordnungsgemäß vorgetragen worden.
Der Jahresabschluss wurde auf unseren EDV-Systemen erstellt. Die dabei eingesetzte Software
Kanzlei-Rechnungswesen der DATEV eG in Nürnberg erfüllt nach einer Bescheinigung der Ernst & Young
GmbH vom 28.02.2022 die Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige Finanzbuchführung und Entwicklung
des Jahresabschlusses.
Soweit sich im Rahmen unserer Jahresabschlusserstellung Buchungen ergaben, haben wir diese mit der
Geschäftsführung unseres Auftraggebers abgestimmt. Die Abschlussbuchungen wurden bis zum Abschluss
unserer Tätigkeit vorgenommen.
Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewer-
tungsmethoden wurden beibehalten.
Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken - soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses er-
kennbar waren - ist durch die Bildung ausreichender Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung ge-
tragen. Soweit solche Risiken nach dem Bilanzstichtag entstanden sind, wird auf sie im Anhang verwiesen.
Auf weitergehende Erläuterungen im Anhang wird hingewiesen.Seite 39 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 6
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
3. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen
3.1 Rechtliche Verhältnisse
Firma: regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG
Sitz: Aachen
Registereintrag: Genossenschaftsregister
Registergericht: Aachen
Register-Nr.: GnR 289
Satzung: Gültig in der Fassung vom 11.05.2021
Geschäftsjahr: 1. Januar bis 31. Dezember
Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand der Genossenschaft ist die Schaffung von
Verbundvorteilen für die Mitglieder über eine Beteiligung an
der regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbH
sowie in diesem Rahmen das Angebot eigener
Dienstleistungen für die Mitglieder, insbesondere die
Beratung bei IT-Projekten und der gemeinsame Einkauf von
IT-Produkten im Bereich Hard- und Software. Die
Genossenschaft kann sich im Rahmen ihres Zweckes soweit
kommunalrechtlich zulässig an Unternehmen beteiligen und
Zweigniederlassungen errichten.
Vorstand: Dieter Ludwigs
Aufsichtsrat: Die Genossenschaft hat keinen Aufsichtsrat. Die
gesetzlichen Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats nimmt
die Generalversammlung wahr.
Wesentliche Änderungen der rechtlichen
Verhältnisse nach dem Abschlussstichtag: lagen nicht vorSeite 40 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 7
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
3.2 Steuerliche Verhältnisse
Zuständiges Finanzamt: 5201 - Aachen-Stadt
Steuernummer: 201/5931/3014
Die Genossenschaft unterliegt auf Grund der Tätigkeit der Körperschaft-, Gewerbe- und Um satzsteuer.
3.3 Wirtschaftliche Verhältnisse
Die wirtschaftlichen Verhältnisse zum letzten Bilanzstichtag sind dem als Anlage beigefügten
Jahresabschluss zu entnehmen.
Die Löhne und Gehälter 2022 betrugen 5.049,00 EUR gegenüber 0,00 EUR im Vergleichszeitraum 2021.
Die absolute Veränderung beträgt damit 5.049,00 EUR.
An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr
2022 1.617,71 EUR an. In 2021 belief sich der entsprechende Wert auf 0,00 EUR. Der Betrag der absoluten
Veränderung beläuft sich auf 1.617,71 EUR.Seite 41 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 8
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
4. Art und Umfang der Erstellungsarbeiten
Art, Umfang und Ergebnis der während unserer Auftragsdurchführung im Einzelnen vorgenommenen Er-
stellungshandlungen haben wir, soweit sie nicht in diesem Erstellungsbericht dokumentiert sind, in unseren
Arbeitspapieren festgehalten.
Gegenstand der Erstellung ohne Beurteilungen ist die Entwicklung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-
rechnung sowie die Erstellung des Anhangs und weiterer Abschlussbestandteile auf Grundlage der Buchfüh-
rung und des Inventars sowie der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmetho-
den.
Unser Auftrag zur normentsprechenden Entwicklung des Jahresabschlusses aus den vorgelegten Unterlagen
unter Berücksichtigung der erhaltenen Informationen und der vorgenommenen Abschlussbuchungen er-
streckte sich nicht auf die Beurteilung der Angemessenheit und Funktion interner Kontrollen sowie der Ord-
nungsmäßigkeit der Buchführung. Insbesondere gehörte die Beurteilung der Inventuren, der Periodenab-
grenzung sowie von Ansatz und Bewertung nicht zum Umfang unseres Auftrags.
Wurden Abschlussbuchungen vorgenommen, z.B. die Berechnung von Abschreibungen, Wertberichtigun-
gen, Rückstellungen, so bezogen sich diese auf die vorgelegten Unterlagen und erteilten Auskünfte ohne ei-
ne Beurteilung ihrer Richtigkeit.
Auch wenn bei der Erstellung ohne Beurteilungen auftragsgemäß keine Beurteilungen der Belege, Bücher
und Bestandsnachweise vorgenommen werden, weisen wir unseren Auftraggeber auf of fensichtliche Unrich-
tigkeiten in den vorgelegten Unterlagen hin, die uns als Sachverständige bei der Durchführung des Auf trags
unmittelbar auffallen, unterbreiten Vorschläge zur Korrektur und achten auf die entsprechende Um setzung
im Jahresabschluss.Seite 42 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 9
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
5. Ausführungen zu den vorgelegten Belegen, Büchern und Bestandsnachweisen
Beim erteilten Auftrag zur Erstellung ohne Beurteilungen sind Ausführungen zu den von uns geführten Bü-
chern und den uns darüber hinaus vorgelegten Belegen und Bestandsnachweisen nicht erforderlich, weil kei-
ne Besonderheiten festgestellt wurden.
6. Ergebnis der Arbeiten und Bescheinigung
Die Bescheinigung zu dem von uns erstellten Jahresabschluss enthält keine Ergänzungen.
Wesentliche Einwendungen gegen einzelne vom Auftraggeber vertretene Wertansätze bzw. gegen die
Buchführung waren von uns nicht zu erheben.Seite 43 von 242
Bericht über die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 Blatt 10
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
7. Bescheinigung
Nach dem Ergebnis unserer Erstellung haben wir am 17.04.2023 dem als Anlagen beigefügten Jahres-
abschluss der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen, zum 31.12.2022 die folgende Bescheinigung
erteilt, die von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:
Bescheinigung des genossenschaftlichen Prüfungsverbandes über die Erstellung
Wir haben auftragsgemäß den nachstehenden Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung sowie Anhang – der regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und der
ergänzenden Bestim mungen der Satzung erstellt.
Grundlage für die Erstellung waren die von uns geführten Bücher und die uns darüber hinaus vorgelegten Be-
lege und Bestandsnachweise, die wir auftragsgemäß nicht geprüft haben, sowie die uns erteilten Auskünf te.
Die Buchführung sowie die Aufstellung des Inventars und des Jahresabschlusses nach den deutschen han-
delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Wir haben unseren Auftrag unter Beachtung der Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer zu den
Grundsätzen für die Erstellung von Jahresabschlüssen durchgeführt. Dieser umfasst die Entwicklung der Bi-
lanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anhangs auf Grundlage der Buchführung und des
Inventars sowie der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Düsseldorf, 29.06.2023
Genossenschaftsverband-VdR. e.V.
Verwaltungssitz Düsseldorf
i.V. Christian Pütz i.A. Marvin Both
Steuerberater BilanzbuchhalterSeite 44 von 242
Blatt 11
BILANZ zum 31. Dezember 2022
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
AKTIVA
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsan-
teile 0,00 15.000,00
B. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 516.000,00 516.000,00
Summe Anlagevermögen 516.000,00 516.000,00
C. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. sonstige Vermögensgegenstände 11.284,69 3.000,19
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks 128.386,82 43.974,04
Summe Umlaufvermögen 139.671,51 46.974,23
655.671,51 577.974,23
PASSIVA
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 491.000,00 284.000,00
II. Kapitalrücklage 49.100,00 28.400,00
III. Ergebnisrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 263,53 0,00
IV. Jahresfehlbetrag 17.491,08
V. Bilanzgewinn 8.598,33
- davon Verlustvortrag EUR -17.491,08 (EUR 0,00)
Summe Eigenkapital 548.961,86 294.908,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.161,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 9.400,00 11.561,00 8.724,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.148,65 340,81
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 1.148,65 (EUR 340,81)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh-
men 94.000,00 274.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr EUR 94.000,00 (EUR 274.000,00) 95.148,65
655.671,51 577.974,23Seite 45 von 242
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 Blatt 12
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. sonstige betriebliche Erträge 2.351,11 0,00
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.049,00 0,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.617,71 0,00
6.666,71 0,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.829,43 17.135,00
4. Erträge aus Beteiligungen 49.201,55 0,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.470,17 356,08
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.233,41 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 26.352,94 17.491,08-
8. Jahresüberschuss 26.352,94 17.491,08-
9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 17.491,08
10. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 263,53
11. Bilanzgewinn 8.598,33Seite 46 von 242
ANHANG zum 31.12.2022 Blatt 13
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden
Bestimmungen für Kleinstkapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Firmenname laut Registergericht: regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG
Firmensitz laut Registergericht: Aachen
Registereintrag: Genossenschaftsregister
Registergericht: Aachen
Register-Nr.: GnR 289
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnut-
zung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutz-
bar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemein-
kosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensge-
genstände linear und degressiv vorgenommen.
Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer
höheren Jahresabschreibung führt.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.Seite 47 von 242
ANHANG zum 31.12.2022 Blatt 14
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand
nicht statt.Seite 48 von 242
ANHANG zum 31j22022
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Blatt 15
Angaben zur Bilanz
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
94.000,00 EUR (Vorjahr: 274.000,00 EUR).
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer
betrug 1,0.
Zahlen der Genossenschaftsmitglieder
Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich während des Geschäftsjahres wie folgt verändert:
Genossenschaftsmitglieder Mitglieder Geschäftsanteile
Mitglieder am Anfang des Jahres 10 284
Während des Geschäftsjahres eingetretene Mitglieder 8 207
Während des Geschäftsiahres ausqeschiedene M 0
Mitglieder am Ende des Geschäftsjahres 18 491
Die Höhe des Geschäftsanteils beträgt EUR 1.000,00.
Angaben zum Geschäftsguthaben und den Haftsummen der Mitglieder
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 207.000,00 EUR
vermehrt.
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 0,00 EUR geändert.
Der Betrag der Haftsummen, für welche alle Mitglieder zusammen aufzukommen haben, beläuft sich auf
0,00 EUR.
Angaben zum zuständigen Prüfungsverband
Zuständiger Prüfungsverband der Genossenschaft ist:
Name des Prüfungsverbandes:
Anschrift des Prüfungsverbandes
Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V
Wilhelm-Haas-Platz 63263 Neu-lsenburg
Unterschrift des Vorstandes a
D
rcAlo iT
Ort, Datum
9.0'l.ll Unterschrift
eGSeite 49 von 242
ANHANG zum 31 .12.2022
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Blatt 16
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 8.598,33 EUR wie folgt zu verwenden
Gesetzliche Rücklage
Einstellung andere Ergebnisrücklage
Dividende
Vortraq auf neue Rechnunq
263,53
0,00
0,00
8.598,33
lnsgesamt
A"/rr. ,/9. av. ? J
D regto tr
8.861,86
o a
reglo iT Beteiligungsgcnosrcnschaft eG
Lombardenstraße 24
52070 Aachen
(Ort, Datum)
Die *en L" olu i
(Vorstand)
(Firma der Genossenschaft)
D TDer Vorstand eG
24Seite 50 von 242
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Blatt 17
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
AKTIVA
A. Rückständige fällige Einzahlungen auf
Geschäftsanteile 0,00 EUR
Vorjahr: 15.000,00 EUR
B. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 516.000,00 EUR
Vorjahr: 516.000,00 EUR
C. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegen-
stände
1. sonstige Vermögensgegenstände 11.284,69 EUR
Vorjahr: 3.000,19 EUR
2022 2021
EUR EUR
Forderungen gegen sonstige Ges.er, b1J 0,00 1.500,00
Abziehbare Vorsteuer 7% 11,78 0,00
Abziehbare Vorsteuer 19% 1.729,37 1.537,12
Vorst. in Folgeperiode /-jahr abziehbar 71,50 2,00
Körperschaftsteuerrückforderung 10.904,50 0,00
Umsatzsteuer-Vorauszahlungen -1.741,15 -1.489,04
Umsatzsteuer laufendes Jahr 308,69 1.450,11
11.284,69 3.000,19
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Gut-
haben bei Kreditinstituten und Schecks 128.386,82 EUR
Vorjahr: 43.974,04 EUR
Summe Umlaufvermögen 139.671,51 EUR
Vorjahr: 46.974,23 EUR
Summe Aktiva 655.671,51 EUR
Vorjahr: 577.974,23 EURSeite 51 von 242
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Blatt 18
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 491.000,00 EUR
Vorjahr: 284.000,00 EUR
II. Kapitalrücklage 49.100,00 EUR
Vorjahr: 28.400,00 EUR
III. Ergebnisrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 263,53 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
IV. Jahresfehlbetrag 0,00 EUR
Vorjahr: 17.491,08 EUR
V. Bilanzgewinn 8.598,33 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
- davon Verlustvortrag EUR 17.491,08 (EUR 0,00)
Summe Eigenkapital 548.961,86 EUR
Vorjahr: 294.908,92 EUR
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.161,00 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
2. sonstige Rückstellungen 9.400,00 EUR
Vorjahr: 8.724,50 EUR
2022 2021
EUR EUR
Sonstige Rückstellungen 380,00 5.379,50
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 9.020,00 3.345,00
9.400,00 8.724,50Seite 52 von 242
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022
Entwicklung der Rückstellungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 Blatt 19
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
Rückstellungen Stand Stand
01.01.2022 Zuführung Auflösung Verbrauch 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Steuerrückstellungen
3035 Gewerbesteuerrück-
stellung § 4 (5b) EStG 0,00 2.161,00 0,00 0,00 2.161,00
0,00 2.161,00 0,00 0,00 2.161,00
sonstige Rückstellungen
3070 Sonstige Rückstellungen 5.379,50 380,00 2.048,99 3.330,51 380,00
3095 Rückstellungen für
Abschluss u. Prüfung 3.345,00 7.768,80 302,12 1.791,68 9.020,00
8.724,50 8.148,80 2.351,11 5.122,19 9.400,00
Summe 8.724,50 10.309,80 2.351,11 5.122,19 11.561,00Seite 53 von 242
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz zum 31.12.2022 Blatt 20
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 1.148,65 EUR
Vorjahr: 340,81 EUR
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 1.148,65 (EUR 340,81)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 94.000,00 EUR
Vorjahr: 274.000,00 EUR
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als ei-
nem Jahr EUR 94.000,00 (EUR 274.000,00)
Summe Passiva 655.671,51 EUR
Vorjahr: 577.974,23 EURSeite 54 von 242
Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2022 Blatt 21
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
1. sonstige betriebliche Erträge 2.351,11 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
2022 2021
EUR EUR
Erträge Auflösung von Rückstellungen 2.351,11 0,00
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.049,00 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
2022 2021
EUR EUR
Löhne und Gehälter 4.950,00 0,00
Pauschale Steuer für Aushilfen 99,00 0,00
5.049,00 0,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.617,71 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
2022 2021
EUR EUR
Gesetzliche Sozialaufwendungen 1.449,47 0,00
Freiwillige soziale Aufwendung. LSt-frei 168,24 0,00
1.617,71 0,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.829,43 EUR
Vorjahr: 17.135,00 EUR
2022 2021
EUR EUR
Beiträge 322,33 111,47
Sonstige Abgaben 33,00 210,00
Rechts- und Beratungskosten 841,75 12.199,15
Abschluss- und Prüfungskosten 7.748,00 3.345,00
Buchführungskosten 3.636,88 1.083,00
Nebenkosten des Geldverkehrs 247,47 186,38
12.829,43 17.135,00
4. Erträge aus Beteiligungen 49.201,55 EUR
Vorjahr: 0,00 EURSeite 55 von 242
Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2022 Blatt 22
regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG, Aachen
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.470,17 EUR
Vorjahr: 356,08 EUR
2022 2021
EUR EUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 356,08
Zinsaufwendungen f.lfr.Verbindlichkeit. 1.470,17 0,00
1.470,17 356,08
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.233,41 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
2022 2021
EUR EUR
Körperschaftsteuer -10.336,00 0,00
Solidaritätszuschlag -568,50 0,00
Gewerbesteuer 2.161,00 0,00
Kapitalertragsteuer 25 % (KapG) 12.300,39 0,00
SolZ auf Kapitalertragsteuer 25 % (KapG) 676,52 0,00
4.233,41 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 26.352,94 EUR
Vorjahr: 17.491,08- EUR
8. Jahresüberschuss 26.352,94 EUR
Vorjahr: 17.491,08- EUR
9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 17.491,08 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
2022 2021
EUR EUR
Verlustvortrag nach Verwendung 17.491,08 0,00
10. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 263,53 EUR
Vorjahr: 0,00 EUR
11. Bilanzgewinn 8.598,33 EUR
Vorjahr: 0,00 EURSeite 56 von 242
Seite 57 von 242
Seite 58 von 242
leit
fadenDigitale Werkzeuge
für die KlimaneutralitätSeite 59 von 242
2
Leitfaden
„Digitale Werkzeuge für die Klimaneutralität“
Gerade Städte spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle, denn dort entste-
hen über 70% der weltweit emittierten THG-Emissionen. Und es ist auch der kom-
munale Bereich, wo Projekte im Verkehr, erneuerbare Energie oder im Bausektor
angestoßen werden. Daher muss es gerade auf lokaler Ebene zum Ziel werden,
den Klimaschutz auszubauen und THG-Emissionen zu reduzieren. Doch wie schafft
man eine belastbare Datengrundlage für die Darstellung der erzeugten Emissio-
nen und wie lassen sich Klimaneutralität und Energieeffizienz erreichen? Der vor-
liegende Leitfaden zeigt auf, wie digitale Werkzeuge Sie bei der Erschließung und
Darstellung der erforderlichen Daten unterstützen.
1. Analyse der Ausgangssituation – definieren Sie die relevanten Daten.
Es ist nun essenziell zu verstehen, welche klimarelevanten Vorgänge es in Ihrer Kom-
mune oder Ihrem kommunalen Unternehmen gibt und so ein Grundverständnis zu
den vorhandenen Emissionen zu erlangen. Rechnen Sie mit umfangreichen Datenmen-
gen und einer komplexen Beschaffung! Auch die Verfügbarkeit der Daten wird stark
schwanken, daher stellen Sie sich im Vorfeld die Frage, mit welcher Qualität diese
Daten erhoben werden können. Primärdaten können erfasst werden, wenn fern-
auslesbare Zähler und Sensoren vorliegen. Wenn die notwendige Datengrundlage
jedoch fehlt, empfiehlt es sich mit Sekundärdaten aus Modellen, Datenbanken oder
Schätzungen zu arbeiten. Häufig werden die indirekten und nachgelagerten Emissio-
nen nicht in die Berechnungen mit einbezogen, da sie schwerer zu erfassen sind. Diese
machen jedoch oft den Großteil der Emissionen aus. Eine gut ausgearbeitete Daten-
strategie ist die Grundlage für alle weiteren Schritte.
2. Klimaneutralität – setzen Sie sich Ziele!
Der erste Schritt ist, die angestrebte Klimaneutralität genau zu definieren. Dabei gibt es
bei der Zielsetzung drei Stellschrauben, die das Ziel beeinflussen:
Klimaneutralität
definieren
1. Wann soll Klimaneutralität erreicht werden? Orientieren Sie sich an
der Zielsetzung des Klimaschutzgesetzes 2045 oder wollen Sie zu
den Vorreitern gehören?
2. Wie umfassend definieren Sie Klimaneutralität? Berücksichtigen Sie
alle Emissionen oder beschränken Sie sich auf die dringlichsten?
Welche Sektoren gilt es in Ihrer Kommune zu berücksichtigen?
3. Wie hoch ist der Anteil an Kompensationsmaßnahmen? Dabei
sollte immer gelten: Zuerst Emissionen vermeiden, dann reduzieren
und wenn beides nicht mehr möglich ist, kompensieren.Seite 60 von 242
3
3. Erstellen Sie eine THG-Bilanz.
THG-Bilanzen sind die Basis für alle folgenden Schritte. Nur wenn Sie wissen, wo die
größten Verursacher für Ihre THG-Emissionen liegen, können Sie auch die richtigen
Hebel ansetzen, um diese zu reduzieren. Bilanzen verschaffen einen transparenten
Überblick über die Verteilung von THG-Emissionen – aufgegliedert in Sektoren und
Energieträger.
Vor der Erstellung einer Bilanz sollten Sie die folgenden strategischen Fragen
berücksichtigen:
Als einheitliche Methodik für Kommunen empfiehlt das Umweltbundesamt die Bi-
lanzierungssystematik Kommunal (BISKO). Diese ermöglicht den deutschlandweiten
Vergleich von THG-Bilanzen. Berücksichtigt werden die Sektoren private Haushalte, In-
dustrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD), kommunale Einrichtungen und der
Verkehrsbereich.
Ein Nachhaltigkeitsdashboard: Cockpit für Ihre Daten
Für die THG-Bilanz sammeln Sie zunächst sämtliche Daten, wie Aktivitätsdaten und
Berechnungsergebnisse an einer zentralen Stelle. Anschließend werten Sie diese
aus und befüllen ein Nachhaltigkeitsdashboard mit den so qualifizierten Daten. Ein
Dashboard unterstützt Sie einerseits bei der Berechnung der relevanten THG-Emis-
sionen. Darüber hinaus können Sie damit alle gesammelten Daten aussagekräftig
simulieren, Emissions-Hotspots ableiten, Maßnahmen simulieren und die entschei-
denden Hebel identifizieren, mit denen Sie Ihre Emissionen senken.
Fördertipp:
Die Kommunalrichtlinie oder das Transformationskonzept des BAFA fördern die
Erhebung von Daten, sowie die Erstellung und Aufbereitung von THG-Bilanzen.
Dazu gehört auch Förderung von Beraterstunden.
Welche Software nutzen wir für die Erstellung der THG-Bilanz?
Wer sind die zuständigen Ansprechpartner für die Erstellung
und Datenerhebung?
Benötige ich für die Datenerhebung und -auswertung
Unterstützung durch einen Dienstleister?
Nutzen wir Fördermöglichkeiten, wenn ja, welche?
Welche Standards und Rahmenwerke nutzen wir??Seite 61 von 242
4
4. Emissionen reduzieren – definieren Sie Absenkpfad und
Maßnahmenplan.
Wurden alle Emissionen in der Bilanz erfasst, gilt es, den Anteil der verschiedenen
Emissionsquellen und -kategorien zu prüfen und Emissions-Hotspots zu ermitteln. So
lassen sich relevante THG-Treiber identifizieren und kurzfristige Hebel und Potenziale
zur Emissionsminderung ableiten. Daraus können Sie nun die ersten wirkungsvollen
Maßnahmen entwickeln. Minderungspotenziale (Absenkpfad) ergeben sich beispiels-
weise, indem Sie die Ihre Energieeffizienz überprüfen. Wenn Sie Ihr Dashboard mit
einem intelligenten Energiemanagement wie zum Beispiel dem „e2watch“ der regio iT
verknüpfen, reduzieren Sie nicht nur Ihre Emissionen, sondern schaffen zusätzlich die
Basis für das nachhaltige Managen Ihres Energieverbrauchs. Nicht in allen Kommunen
ist es auf Grund der spezifischen wirtschaftlichen Prägung (Landwirtschaft, Industrie)
möglich, vollständige Klimaneutralität umzusetzen. Nicht vermeidbare Emissionen kön-
nen allerdings durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden.
5. Stakeholder abholen – kommunizieren Sie Erfolge und Fortschritte.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stakeholder regelmäßig die visualisierten Daten Ihrer THG-
Bilanz erhalten und informieren Sie diese über die jeweils geplanten Maßnahmen zur
Klimaneutralität. Die neu geschaffene Transparenz wird die Kommunikation erheblich
fördern. Mit dem Nachhaltigkeitsdashboard werden alle Daten auf einen Blick verständ-
lich dargestellt. So ermöglichen Sie jederzeit den Überblick über den Status quo auf
Ihrem Weg zur Klimaneutralität.
Beratungsunterstützung:
Die regio iT unterstützt Sie beim Prozess der Datenerhebung und Auswertung,
sowie bei der Auswahl eines geeigneten Nachhaltigkeitsdashboards.
Kontaktieren Sie uns unter vertrieb@regioit.de.Seite 62 von 242
regio iT gesellschaft für
informationstechnologie mbh
Sitz der Gesellschaft: Aachen
Lombardenstraße 24
52070 Aachen
tel + 49 241 413 59 – 0
Niederlassung: Gütersloh
Langer Weg 7a
33332 Gütersloh
tel + 49 5241 2113 – 0
Niederlassung: Siegburg
Mühlenstraße 51
53721 Siegburg
tel + 49 2241 999 – 0
info@regioit.de
www.regioit.de
©regio iT GmbH, 09/2023Seite 63 von 242
Corporate Social Responsibility-Bericht 2022
Nachhaltigkeit.Umwelt. Leidenschaf t.Seite 64 von 242
CSR-Bericht 202203
inhalt
05Vorwort
08Governance. Transformation.
Produktinnovation.
17Für unsere
Mitarbeitenden
06Unternehmens-
strategie
11Umwelt. Ökologie.
Klima.
24Sozial-
belange
Corporate Social Responsibility-Bericht 2022
Nachhaltigkeit.Umwelt.
Leidenschaft.Seite 65 von 242
CSR-Bericht 202205
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
die regio iT will weitergehen – auch auf dem Weg der
nachhaltigen Entwicklung. Nicht nur Standards mitgehen,
sondern vielmehr vorangehen. Dabei richten wir unsere
Aufmerksamkeit in puncto Nachhaltigkeit nicht allein auf
unsere Produkte und Services, sondern ebenso auf unsere
Mitarbeitenden und auf gesellschaftliches Engagement.
Der Krieg in der Ukraine hat den Blick für nachhaltiges
Wirtschaften mit den vorhandenen Ressourcen noch einmal
verstärkt. Nachhaltigkeit trägt auch dazu bei, wirtschaft-
liche, technologische und finanzielle Unabhängigkeit für
Deutschland sowie für Europa zu erreichen und stärkt
die europäische und deutsche Souveränität. Daher richtet
auch die regio iT ihre Prozesse und Produkte konsequent
auf die Nachhaltigkeit aus. In 2022 haben wir unser
Nachhaltigkeitsziel noch einmal konkretisiert und fest in
unserer Unternehmensstrategie verankert. Wir wollen:
NACHHALTIG und SOZIAL VERANTWORTLICH HANDELN
… indem wir Innovationen für den Klimaschutz
entwickeln und einsetzen sowie soziales Engagement
in den Regionen übernehmen.
Damit das Nachhaltigkeitsziel auch von der Belegschaft
getragen wird, hat die regio iT in 2022 einen eigenen
Dieter Ludwigs
Geschäftsführer
Dr. Stefan Wolf
Geschäftsführer
Dieter Rehfeld
Vors. der Geschäftsführung
Arbeitskreis, ein interdisziplinäres Nachhaltigkeits-Board,
initiiert, das das Thema in regelmäßigen Jours fixes
weiter vorantreiben will. Das Team versteht sich nicht nur
als „nachhaltiges“ Bindeglied zwischen den einzelnen
Unternehmensbereichen wie Einkauf, Vertrieb, Fuhrpark,
Rechenzentrum und mehr, sondern wird auch konkrete
Maßnahmen entwickeln sowie Kennzahlen evaluieren.
Was wir darüber hinaus im Geschäftsjahr 2022 für
mehr Nachhaltigkeit getan haben, erzählt der vorlie-
gende Bericht: von der Neuausrichtung unseres Inno-
vationsmanagements, aus dem bereits die Idee eines
Nachhaltigkeits-Dashboard entwickelt wurde, von unserem
Kunstprojekt #lebenswerteStadt im Kontext nachhaltiger
Stadtentwicklung und Smart City, von unserem ersten
regio iT-Volunteering Day, von unserer Unterstützung im
Bereich der Umweltbildung an Grundschulen und nicht zu-
letzt vom geplanten Bau unseres neuen Rechenzentrums,
das den Aspekten „Green IT“ und „Nachhaltigkeit“ folgt.
Doch lesen Sie und prüfen Sie selbst – wir gehen schon
mal voraus ins Jahr 2023. Und freuen uns auf künftige
Aktivitäten und gemeinsame Anstrengungen mit unse-
ren Mitarbeitenden, Kunden und Partnern für mehr
Nachhaltigkeit.
vorwort
weitergehen
CSR-Bericht 2022
04Seite 66 von 242
CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202206 07
Nachhaltig & sozial verantwortlich handeln
Ihr Unternehmensziel, nachhaltig und sozial verantwortlich
zu handeln, hat die regio iT weiter geschärft:
NACHHALTIG und SOZIAL VERANTWORTLICH HANDELN
… indem wir Innovationen für den Klimaschutz
entwickeln und einsetzen sowie soziales Engagement
in den Regionen übernehmen.
unsere
unternehmens
strategie
Strategie-Pyramide der regio iT GmbH
Operationalisierung
Teilstrategien
Prioritäten der Unternehmensstrategie
Unternehmensziele
Vision
Wertschöpfung Lösungs-
angebot
Mitarbeitende &
(Führungs-)KulturMarkt & Kunde IT /
Technologie Innovation
Organisations-
struktur
Zusammen. Wachsen. Service-Exzellenz Das agile digitale Unternehmen
• Kundenerwartungen erfüllen
• Mitarbeiterzufriedenheit fördern
• Wirtschaftlichkeit steigern
Der IT-Partner für
begeisterte Kunden
Mission
Trends erkennen – digitale Lösungen
planen, bauen und betreiben, die sicher,
innovativ und einfach sind.
• Leistungsfähigkeit ausschöpfen
• Nachhaltig und sozial
verantwortlich handeln
Werte, Kommunikation und Change
Führungs- und Steuerungsmodell
Finanzen und Beteiligungen
Leitlinien machen es greifbar und konkret.
Wir werden u. a.:
• unsere Rechenzentrums-Infrastruktur sowie unsere
Gebäudeausstattung ressourcen- und energieeffizient
gestalten und CO2-Neutralität anstreben.
• nachhaltige Mobilitätsalternativen für Mitarbeitende
schaffen.
• technische Infrastruktur umweltverträglich beschaffen
und (nach-)nutzen sowie nachhaltiges Recycling fördern.
• vorausschauendes und ressourcenschonendes Wirt-
schaften und Investieren in allen Unternehmensfunk-
tionen etablieren, u. a. durch Digitalisierungsmaßnahmen.
• unseren Kunden dabei helfen, ihre Nachhaltigkeits-
ziele zu erreichen, indem wir mit grüner Technologie
innovative und umweltfreundliche Lösungen anbieten.
• ein tatkräftiger regionaler Partner sein, der u. a. Kom-
munen, Organisationen, Vereine und Initiativen unter-
stützt.
• für die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sorgen
und die Karrieren von Mitarbeiter*innen fördern.
Better Mobility
GmbH
regio iT
Beteiligungsgenossenschaft eG
cogniport
GmbH
govdigital
eG
oneMETERING
eG
vote iT
GmbH
Beteiligungen
regio iT
Die regio iT geht seit einigen Jahren dazu über, zu
Nachhaltigkeitsthemen Töchter auszugründen sowie die
Gründung von Genossenschaften und Stiftungen zu
initiieren, um so auch über die eigene Geschäftstätigkeit
hinaus nachhaltig zu wirken. Auch im Geschäftsjahr 2022
hat die regio iT all diese Unternehmungen unterstützt,
diese entwickeln sich weiterhin positiv.
In 2022 haben regio iT und Südwestfalen-IT (SIT) ihre
bisherige positive Zusammenarbeit intensiviert, die Partner
planen die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft
für Mitte 2023. Mit dem Ziel, einen innovativen Dienst-
leister für die Herausforderungen rund um die Bereit-
stellung einer Portalinfrastruktur zu schaffen.
(Aus-)Gründungsaktivitäten
und BeteiligungenSeite 67 von 242
CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202208 09
Achtung der Menschenrechte
Die regio iT bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte
und zur Verantwortung für ihre Wertschöpfungskette. Wir
folgen dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das
zum 01.01.2023 zunächst Großunternehmen verpflichtet.
Bei den Einkaufsbedingungen der regio iT (AGB) wird bereits
seit vielen Jahren bei allen Vergaben, auch europaweit,
die Einhaltung von Mindestarbeitsbedingungen mit den
Beschäftigten des Auftragsnehmers und ggf. auch Nach-
unternehmern wie Leiharbeiter*innen vereinbart. Bei je-
dem neuen Lieferanten wird verantwortungsbewusstes
Handeln für Arbeitsbedingungen in Ergänzung des
Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen
(TVgG NRW) abgefragt.
Compliance Management
Die Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft Aachen
mbH (E.V.A.), Hauptgesellschafter der regio iT, unterstützt
uns als Dienstleister bei allen Anforderungen rund ums
Compliance Management. Alle Mitarbeitenden der regio iT
haben die Pflicht, bei ihrem beruflichen Handeln die an-
wendbaren unternehmensspezifischen und gesetzlichen
Regeln einzuhalten. Die wesentlichen Säulen des Com-
pliance Managements bilden die Unternehmensverfassung
und die Antikorruptionsrichtlinie.
Datenschutz & Informationssicherheit
Der Schutz aller Daten hat für die regio iT oberste Priorität.
Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich
unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen
Bestimmungen. Dies gewährleistet die Stabsstelle Daten-
schutz. In Themen mit besonders sensiblen Daten wie
„eRezept” und „Kommunales Serviceportal” übernimmt
die regio iT landes- oder bundesweit treuhänderische
Aufgaben und stellt hierbei einen datenschutzrechtlich
complienten Umgang mit den Daten sicher.
Die regio iT unterhält ein eigenes „Computer Emergency
Response Team“, KomCERT. Dessen Dienstleistungen
richten sich an interne und externe Kunden aus den
Kommunen und dem kommunalen Umfeld. Präventiv
betreibt das KomCERT sowohl einen Warn- und Infor-
mationsdienst zu IT-Sicherheitsschwachstellen und akuten
Bedrohungen als auch ein Informationssicherheitsmanage-
ment, um die Kunden des KomCERT bei der Erstellung
und Weiterentwicklung von IT-Sicherheitsstandards zu
unterstützen. Zudem führt KomCERT Sicherheitsbera-
tungen und Weiterbildungen durch. Darüber hinaus baut
die regio iT derzeit ihr „Security Operation Center (SOC)“
aus und plant in diesem Umfeld ein erweitertes Angebot.
Auch ist die regio iT nach ISO 27001 für ihr Informa-
tionssicherheitsmanagement zertifiziert.
Produktinnovation
Wir entwickeln eigene Lösungen im Kontext der Nach-
haltigkeit, um die nachhaltige Entwicklung unserer Kunden
zu unterstützen. So auch bei der digitalen Energiewende,
einem der größten nationalen IT-Projekte, wie auch im
Umfeld der Entsorgung:
Das cloudbasierte Energiemonitoring-System „e2watch“
ermöglicht als SaaS-Lösung (Software as a Service) sowohl
für kleine Kommunen als auch für große Städte den Einstieg
in ein nachhaltiges Energiemanagement – mit geringem
Investitionsaufwand. „e2watch“ hilft dabei, den kommunalen
Energieverbrauch zu senken, CO2-Emmission zu mindern
und Energiekosten zu reduzieren, indem Maßnahmen
transparent dokumentiert, bewertet und priorisiert werden.
governance
transformation
produktinnovation
Die vom TÜV-Rheinland nach internationalem Standard
für Energiemanagementsysteme ISO 50001 zertifizierte Lö-
sung dient nachweislich als zentrales Steuerungselement
für Energieeffizienz-Maßnahmen und leistet somit einen
verantwortungsvollen Beitrag zum Umwelt- und Klima-
schutz und zur Erreichung der Klimaziele auf nationaler
und europäischer Ebene. Zahlreiche Kunden wie Stadt und
StädteRegion Aachen oder die Gemeinde Steinhagen im
Kreis Gütersloh setzen die Software zur Erfassung, Visu-
alisierung und Analyse der Energieverbrauchsdaten in Kitas,
Schulen, Sportstätten und weiteren öffentlichen Gebäuden ein.
Die regio iT entwickelt auch digitale Lösungen für die
Energiewirtschaft und kommunale Unternehmen, zum Bei-
spiel im Bereich der Smart-Meter-Lösungen, bei denen
intelligente Gas-, Wasser- oder Stromzähler digital Daten
empfangen oder senden und dafür in ein Kommunika-
tionsnetz eingebunden sind, BSI-zertifiziert. Perspektivisch
können damit auch Stromnetze smart, d. h. bedarfsgerecht,
gesteuert werden, etwa PV-Anlagen, Wärmepumpen oder
Wallboxen.
Die „Wärmenetz-Broker-App“ ist eine White-Label-Lösung
für die seit Oktober 2021 gültige neue Fernwärme- oder
Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und -Abrechnungsverord-
nung (FFVAV). Sie verpflichtet Vermieter*innen zu Wärme-
mengenzählern und regelmäßigen Verbrauchsauswer-
tungen für Mieter*innen. Gleichzeitig stellt die App einen
wichtigen Baustein zur Erfüllung der Anforderungen der
European Energy Directive (EED 2020) dar.
Mit dem digitalen Abfallkalender, bestehend aus dem
Backend und den beiden Frontends „abfallapp“ und
„abfallnavi“, haben Entsorger und Kommunen die Mög-
lichkeit, Bürger*innen vollumfänglich über Entsorgungs-
möglichkeiten zu informieren. Bei der Vielfältigkeit der Stoffe
ist eine ordentliche Rückführung in den Recyclingkreislauf
wesentlich.
Ab 1. Januar 2023 verpflichtet der Bund mit der Änderung
des Verpackungsgesetzes Restaurants, Bistros und Cafés,
Produkte für unterwegs sowohl in Einweg- als auch in
Mehrwegverpackungen anzubieten. Pünktlich zur Novelle
hat die regio iT eine neue Mehrwegplattform entwickelt.
Auf einer neuen geobasierten, interaktiven Karte können
die Nutzer*innen des digitalen Abfallkalenders des
Bergischen Abfallwirtschaftsverbands (BAV) nun sehen, wo
im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis ein
Mehrwegsystem angeboten wird.
Durch die Integration einer Wasserampel in unsere
„Umweltapp“ werden Bürger*innen durch das Wasserwerk
über den aktuellen Grundwasserstand informiert und im
Falle eines kritischen Wasserstandes auf Verhaltensregeln
im täglichen Umgang mit dem kostbaren Nass hingewiesen.
Weitere Messwerte, zum Beispiel von CO2 und Pollenflug,
sind denkbar.
Mit der „Urban Toolbox“ stellt die regio iT insgesamt über
zwanzig Tools für die Weiterentwicklung von Kommunen
zu Smart Cities zur Verfügung und trägt damit maßgeblich
zur Unterstützung der Energieplanbarkeit und Erfüllung der
Verpflichtungen aus den Klimaschutzgesetzen bei.
Durch das Angebot von mehreren Dokumentenmanage-
ment-Systemen, die teilweise Schnittstellen zum Finanz-
verfahren haben, unterstützen wir unsere Kunden bei der
Digitalisierung von Papierakten und Dokumenten. Das redu-
ziert den Papierverbrauch deutlich und macht mobiles
Arbeiten möglich.
Unsere Produktinnovationen
Umweltapp Urban
Toolbox
Dokumenten-
management
Mehrweg-
Plattform
e2watch Smart-Meter-
Lösungen
Wärmenetz-
Broker-App
Digitaler
AbfallkalenderSeite 68 von 242
CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202210 11
umwelt
ökologie
klima
Neues Innovationsmanagment „onion“
Um die digitale Transformation der Gesellschaft nachhal-
tig mitzugestalten, hat die regio iT in 2022 ihr Inno-
vationsmanagement deutlich gestärkt. Unter der neuen
Marke „onion“ bündelt sie nun treibende Kräfte und
Ideengeber*innen, eigene ebenso wie externe, und will
sie auf Veranstaltungen zusammenbringen sowie zu Aus-
tausch und Kollaboration aufrufen. Eine Community aus
regio iT-Expert*innen, Kunden und Beteiligten aus
Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft soll helfen, die
Produktentwicklung der regio iT zu beflügeln, sie vielseitiger
zu machen und die Bedürfnisse der Anwender*innen zu
erkennen. Damit schon heute klar wird, welche Lösungen
gebraucht werden, um die Herausforderungen von morgen
zu bewältigen. Dabei stehen nachhaltige Lösungen im
Fokus, wie sie die regio iT bereits seit Jahren entwickelt
und die ihre Kunden dabei unterstützen, die eigene
Umweltbilanz zu verbessern und die Anforderungen der
Klimaschutzgesetze zu erfüllen.
Als Markensymbol steht die Zwiebel dabei nicht nur für
die Häutungen und Schichten, die innovative Lösungen
häufig benötigen, sondern vor allem für das „on and on“,
beziehungsweise „on i on“ (wobei das „i“ für Innovation
steht): Innovationen weitertreiben, nach vorne bringen
und sich nicht aufhalten lassen von Schwierigkeiten und
Hindernissen, stattdessen: weitergehen, Schritt für Schritt.
Den offiziellen Auftakt gab „onion“ mit einer zweitägigen
Veranstaltung Ende August 2022 auf der Raketenstation
Hombroich. In die Tiefe und Arbeitsebene geht „onion“
dreigliedrig mit „innovation circle“, „innovation lab“
und „innovation intelligence“. Im Circle werden neue
Ideen entwickelt, im Lab sollen dann ausgewählte in die
Unsere Rechenzentren
Rechenzentren als Orte der Verarbeitung und Speicherung
der Daten der heutigen Informationsgesellschaft rücken
zunehmend in ein öffentliches ökologisches Blickfeld.
Immerhin liegt der Anteil des Energiebedarfs der Rechen-
zentren laut einer Studie des Borderstep Institutes bei ca.
0,7 Prozent des Gesamt-Stromverbrauchs in Deutschland.
Das ist deutlich mehr als der Stromverbrauch der Stadt
Berlin. In den nächsten drei bis fünf Jahren wird mit einer
Verdreifachung des Bedarfs gerechnet.
Rechenzentren haben neben hohen Sicherheits- und
Betriebsanforderungen somit auch einen deutlichen Anteil
an der Klimabilanz und dem verantwortungsvollen Einsatz
vorhandener Ressourcen. Dies gilt in besonderem Maße
für die Rechenzentren der regio iT, in denen Daten der
Kommunen und kommunalen Unternehmen verarbeitet
werden.
Bereits seit mehreren Jahren werden alle Rechenzentren
der regio iT mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Und
auch bei notwendigen Erhaltungsmaßnahmen erfolgt eine
konsequente Anwendung ökologischer Prinzipien. Dies
hat sowohl zu einer Umstellung auf Betriebsmittel mit
klimafreundlichen Eigenschaften, d. h. einem reduzierten
Global Warming Potential (GWP), als auch zu einer
Reduktion des Energieverbrauchs mit einem CO2-
Äquivalent von ca. 8,8 t/a geführt.
Auch beim Bau ihres neuen Rechenzentrums in Aachen
nutzt die regio iT die Möglichkeiten einer umfassenden
Ausrichtung nach ökologischen und Nachhaltigkeits-
Aspekten. Hierbei haben wir in das Anforderungsprofil
bspw. explizit relevante Nachhaltigkeitsziele der Vereinten
Nationen zum Gebäude und zur Infrastruktur festgeschrieben.
Vorgesehen sind Maßnahmen zum Einsatz nachhaltiger
Baustoffe und Materialien sowie zur Minimierung von
Tat umgesetzt werden und im dritten Cluster schließlich
Digitalisierungsstrategien der Partner aus dem Circle ge-
sammelt werden. Aus dem neuen Innovationskonzept
wurde bereits die Idee eines Nachhaltigkeits-Dashboard
(NADA) entwickelt.
Stärkung lokaler Gemeinschaften
Auch in 2022 hat die regio iT wieder zum Schutz und zur
Entwicklung lokaler Gemeinschaften beigetragen. Immer
dann, wenn es von ihren Kunden und Gesellschaftern
gewünscht wird, bringt sie sich aktiv in Themen der
Mobilität, Energiewende und des Klimawandels ein. Zu-
dem hat die regio iT in der Vergangenheit zahlreiche
Kooperationsprojekte initiiert, die heute auch zu ihrem
Geschäft gehören. Zum Beispiel diverse Blockchain-Initi-
ativen oder gemeinschaftliche Anstrengungen in Städten
und Regionen, um das Thema „Internet der Dinge“ voran-
zutreiben: Hier zeigt sich, dass ein regionales Partner-
management und das sich Einbringen in den regionalen
Dialog auch zum eigenen Geschäftserfolg beitragen können.
Im Geschäftsjahr 2022 hat die regio iT an bisherige
Aktivitäten angeknüpft – beispielsweise beim Aachener
Gründungsnetzwerk digitalHUB. Auch ist die regio iT in
2022 gemeinsam mit Regionetz, STAWAG und NetAachen
als Vierer-Konsortium dem „Center Smart Commercial
Building“ der RWTH Aachen beigetreten.
Abfall bei der Errichtung des Rechenzentrums. Durch die
Ausgestaltung mit einer Grünfassade wird nicht nur ein
ökologischer Umweltbeitrag geleistet, sondern auch ein
energiesparender natürlicher Kühleffekt erzielt. Weiterhin
bietet sich die Möglichkeit, durch den Aufbau und den
Betrieb von Photovoltaik-Anlagen zur umweltfreundlichen
Energieerzeugung für den Eigenbedarf beizutragen. Auch
bei der Erzeugung notwendiger Kühlenergie soll durch die
Verwendung von Fernwärme eine insgesamt optimierte
Energiebilanz erzielt werden.
Für die Weiterverfolgung der ökologischen und ökono-
mischen Ziele der regio iT ist ein übergreifendes Sys-
tem zur Schaffung der notwendigen Transparenz zum
Energieeinsatz vorgesehen. Hiermit wird eine umfassende
Sicht auf die Optimierung der Betriebstechnik der regio iT-
Rechenzentren sowie der eingesetzten IT-Technik unter
ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten geschaf-
fen. Handlungsleitend sind hierbei die Annäherung an
allgemeine Berichtsstandards wie Environmental Social
Government (ESG) und Corporate Sustainability Reporting
Directive (CSRD) sowie die „Best Practice-Maßnahmen“ des
Umweltkennzeichens „Blauer Engel für Rechenzentren“.
Digitale
Transformation
mitgestalten.
2022wird die Marke onion
ins Leben gerufen
100 %Ökostrom in allen
Rechenzentren der regio iTSeite 69 von 242
CSR-Bericht 202213
Darüber hinaus wird eine Integration und Erweiterung des
bei der regio iT in Entwicklung befindlichen Nachhaltigkeits-
Dashboard (NADA) vorangetrieben. Zielsetzung ist die
Darstellung wesentlicher Kenngrößen des RZ, wie bspw.
Power Usage Effectiveness (PUE) und CO2-Footprint. Als
Grundlage hierzu ist in 2023 eine Ertüchtigung und Auto-
matisierung der vorhandenen Messtechnik geplant.
Der Energieverbrauch der Rechenzentren ist in 2022
gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als vier Prozent
überproportional gegenüber der Anzahl der Einbauten
gestiegen. Diese Steigerung zeigt noch einmal deutlich
den Einfluss der klimatischen Bedingungen auf den
Betrieb der Rechenzentren. Nach Angaben des Deutschen
Wetterdienstes stellte das Jahr 2022 mit etwa 2.025
Sonnenstunden einen Rekord seit Beginn der Aufzeich-
nungen auf. Für Aachen wurden insgesamt 14 Tage mit
Temperaturen von mehr als 30°C (gegenüber drei Tagen in
2021) erfasst. Dies bedingte auch bei den Rechenzentren
eine Aufheizung der Gebäude sowie längere Laufzeiten
energieintensiverer Kühlsysteme. Eine Kompensation dieser
sogenannten „Standort-Faktoren“ ist durch Betriebsmaß-
nahmen nicht realisierbar.
Mit dem neuen Rechenzentrum und den geplanten
Rechenzentrums-übergreifenden Transparenz- und Steue-
rungsmaßnahmen stellen wir uns den derzeit vorherr-
schenden Herausforderungen. Wir stehen weiterhin dafür
ein, die Daten unserer Kunden – und damit auch die Daten
der Bürgerinnen und Bürger – unter eigener Hoheit und
Verantwortung zu verarbeiten. Gleichzeitig leisten wir
einen verantwortungsvollen Beitrag zu Klimazielen und
Ressourcenschonung. Als Zielsetzung planen wir damit
auch für die nächsten Jahre eine Reduzierung des Gesamt-
Energieverbrauchs bei zeitgleicher Anpassung der Ver-
arbeitungs- und Speicherkapazitäten an steigende Bedarfe.
Wir entwickeln in
unseren Rechenzentren
die Aspekte „Green IT“
und „Nachhaltigkeit“ seit
Jahren konsequent weiter.
Nachhaltige Mobilität
Die regio iT nutzt aktuell an allen Standorten sowie
regionalen Büros 27 Poolfahrzeuge, davon fahren sie-
ben als Hybrid- und zwei als Elektrofahrzeuge. Sukzes-
sive werden bei allen auslaufenden Leasingverträgen Fahr-
zeuge mit Benzinmotor auf erneuerbaren Energieantrieb
umgestellt. Im letzten Berichtsjahr 2021 gab es nur ein
Fahrzeug mit Elektromotor.
Unser Ziel von 50 Prozent Elektrifizierung konnten wir
leider noch nicht in 2022 erreichen: Die Bestellung von
weiteren Dienstwagen im Austausch gegen Benziner war
aufgrund fehlender Bestellmöglichkeit oder Lieferzeiten
von über einem Jahr nicht möglich. Für alle Fahrzeuge wer-
den weiterhin Leasing- statt Kaufverträge abgeschlossen,
so dass nachhaltig nutzungsentsprechende, energie-
sparende Motoren und Treibstoffverbräuche gewähr-
leistet sind. Statt der ursprünglich anvisierten Golfs sind für
2023 sparsamere Polos für alle Standorte bestellt worden.
Die Verteilung der Pool-Dienstwagen wird unabhängig
von der Motorenart regelmäßig standortübergreifend
bedarfsgerecht angepasst, so dass es nur immer so viele
Dienstwagen gibt, wie tatsächlich mindestens gebraucht
werden. Sofern möglich, werden alle Kolleg*innen auf-
gefordert, für Dienstreisen auch Bahnfahrten und Mitfahr-
gemeinschaften bei gemeinsamen Reisezielen zu nutzen.
Es werden außerdem bei vielen regelmäßigen Dienst-
reisekilometern ebenfalls mit Leasing privat nutzbare
Dienstwagen bestellt, bei denen die Wünsche der Mit-
arbeitenden grundsätzlich berücksichtigt werden. Dies ist
mit der Vorgabe verbunden, möglichst Hybrid- oder Elek-
trofahrzeuge auszuwählen, soweit bestellbar. Es wurden
insgesamt für alle Fahrzeuge 13 Förderanträge für Hybrid-
und Elektrofahrzeuge beim Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt und bewilligt.
Die Ladeinfrastruktur wurde für die Elektro-Dienstwagen
in 2022 deutlich erweitert: Am Sitz in Aachen sind acht
Ladesäulen mit je 2* 11 KW zusätzlich in Betrieb genom-
men worden. Am Standort Gütersloh ist die vorhandene
Ladesäule in das gemeinsame Portal „Lisy“ integriert
worden. In Siegburg wurde eine Ladesäule montiert und
gestartet.
Als besondere Alternative wurden an allen vier größeren
Standorten robuste E-Lasten-Bikes angeschafft. Diese
können bis zu 100 kg in einem wetter- und transport-
geschützten Stauraum vor dem Lenkrad sicher trans-
portieren und sind damit bestens für die Auslieferung
von Geräten bei nahegelegenen Kommunen geeignet,
besonders bei Parkplatzmangel im Innenstadtgebiet. Für
die Anschaffung der Lastenräder erhielt die regio iT einen
Zuschuss vom Förderprogramm Elektromobilität NRW.
Viele Mitarbeitende machen seit Jahren bei Fahrrad-
kampagnen wie „Stadtradeln“ oder „Mit dem Rad zur
Arbeit“ mit.
50%Elektrifizierung
streben wir an
13Förderanträge
für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
CSR-Bericht 2022
12Seite 70 von 242
CSR-Bericht 2022CSR-Bericht 202214 15
Der Business-Vertrag mit der Smartlab in Aachen wurde
für die Unterstützung beim Erwerb privater Ladesäulen
für Elektro-Dienstwagen fortgesetzt. Der Dienstwagen-
überlassungsvertrag ist um einen Zuschuss der regio iT
ergänzt worden, so dass die Anschaffung besondere Un-
terstützung erfährt. Deshalb haben nun mehrere Mitar-
beitende der regio iT ihre eigene Stromversorgung für
den Dienstwagen. Im Jahr 2021 wurde dafür das eigene
Produkt „Lisy 2.0“ eingeführt, das eine einheitliche
Erfassung und Erstattung der eigenen Ladestromkosten
für den Dienstwagen ermöglicht.
Durch den dauerhaften Vertrag mit der ASEAG für das
Mobilitätsportal „MovA“, ein Produkt der Tochtergesell-
schaft Better Mobility GmbH für die Buchung von Pool-
fahrzeugen aktuell in Aachen, werden der gesamte regio-
nale ÖPNV, Leihfahrräder, eScooter und weiteres
Carsharing für alle Kolleg*innen mit der Anmeldung
für Dienstfahrten ermöglicht.
Außerdem können jederzeit mit verfügbaren Jobtickets
mit privater Nutzungsmöglichkeit die Tickets für den ÖPNV
der Region gebucht werden. Die Ausweitung auf andere
Standorte ist mit neuen Fahrzeugen geplant.
Darüber hinaus unterstützt die regio iT bei Dienstfahrten
auch Bahnreisen, zusätzlich mit der Erstattung von Kosten
für eine private Bahncard.
Nachhaltiger Einkauf,
Vergabe, Beschaffung & Lifecycle
Über die Einkaufsgenossenschaft ProVitako, der auch die
regio iT angehört, bündeln die IT-Dienstleister ihre Bestel-
lungen: für bessere Preise und mehr Effizienz. ProVitako hat
derzeit 42 Mitglieder, die 70 Prozent der Kommunen in
Deutschland erreichen.
Angesichts von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg kann
die Versorgung mit Gütern nicht mehr im vormaligen
Ausmaß gewährleistet werden, die wirtschaftlichen Aus-
wirkungen der Lieferengpässe sind enorm. Gerade bei
den IT-Infrastruktur-Produkten, die primär im asiatisch/
chinesischen Raum gefertigt werden, wird die Versor-
gungslücke nicht kleiner.
Bei ProVitako liegt die Lieferquote trotz geringer Ver-
fügbarkeit bei über 80 Prozent. Aber auch hier ist
die Lieferzeit mit bis zu sechs Monaten eine große
Schwachstelle, wobei die Mitglieder der ProVitako von
der Bedarfsbündelung und dem mit Lieferanten sowie
Herstellern abgestimmten Planungsvorgehen profitieren.
(Quelle: Vitako aktuell 3/2022, S. 16f.)
Zum 01.01.2023 haben wir den Einkauf selbst bzw.
nunmehr eigenverantwortlich von der E.V.A. übernommen;
bis dahin war die E.V.A. als unser Hauptgesellschafter auch
in diesem Bereich unser Dienstleister. Aktuell wenden wir
noch die Einkaufsrichtlinie der E.V.A. an, werden uns aber
im Einkauf strategisch neu aufstellen. Hiermit verbunden
arbeiten wir an unserer eigenen Einkaufsrichtlinie, deren
Fertigstellung für 2024 anvisiert ist. Hierbei werden wir
auch die Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus nehmen.
Das Lieferkettengesetz gilt nach der aktuellen recht-
lichen Grundlage für Unternehmen mit mehr als 3.000
Mitarbeitenden. Ab 2024 soll eine Anpassung auf 1.000
Mitarbeitende erfolgen. Wir verfolgen das Ziel, das Thema
Lieferkettengesetz ab 2024 in die gelebte Praxis zu imple-
mentieren – unabhängig der gesetzlichen Mitarbeiten-
denzahl.
Nach-
haltigkeit
im Fokus.
Nachhaltige Beschaffung
Unsere geplante Nachhaltigkeitsstrategie baut auf
den drei Säulen des nachhaltigen Einkaufs auf:
Nachhaltig beschaffen ...
sozial-
verträglich
People Planet Profit
Verantwortung-
prinzip
Kreislauf-
prinzip
Kooperations-
prinzip
ökologie-
verträglich
ökonomie-
verträglich
Folgende Eckpunkte werden wir Zug um Zug umsetzen:
• Sozialverträglicher Einkauf
• Ökologieverträglicher Einkauf
• Ökonomieverträglicher Einkauf
An einigen Standorten der regio iT wurden in 2022
Büromöbel aussortiert, hauptsächlich Schränke und Tische,
die viele Jahre genutzt wurden: Durch Digitalisierung
werden wesentlich weniger Ordner und deshalb auch
weniger Schränke benötigt. Für die neuen Möbel gilt: Die
Schreibtische sollen nach Arbeitsschutzempfehlung größer
sein und teilweise elektrisch höhenverstellbar. Dies wird
teilweise in flexibler Nutzung für mehrere Mitarbeitende
zur Verfügung gestellt. Es werden nur noch wenige kleine
Schränke benötigt. Viele Möbel konnten kostenlos an
karitative und weitere Einrichtungen verteilt werden, die unter
anderem nach den Hochwasserschäden angefragt hatten.
Lifecycle Alt-Hardware
Grundsätzlich wird an allen Standorten Althardware nach
Nutzung von mindestens vier Jahren, so weit möglich auch
länger, nach den Vorgaben der Informationssicherheit
in zertifizierten Dienstleistungsbetrieben vernichtet. Der
wiederverwertbare Teil wird von den meisten Standorten
an langjährige Vertragspartner wie Seco

Gekürzt — den vollständigen Text enthält das PDF.

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Datenstand: 03.11.2026, 01:35 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de