240811-01 · Mitteilungsvorlage
Antrag - Grüne: Verbesserung des Müllkonzepts für Tannenbusch Mitte
Kerndaten
- Nummer
- 240811-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 28.10.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Mitteilungsvorlage öffentlich 240811-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Antrag - Grüne: Verbesserung des Müllkonzepts für Tannenbusch Mitte Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 26.11.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Bezirksvertretung Bonn hat in Ihrer Sitzung am 17.09.2024 unter der Drucksachennummer 240811 folgenden Beschluss gefasst: Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit Bonn Orange eine Bestands- aufnahme der Müllproblematik in Tannenbusch Mitte durchzuführen. Hierzu gehören die Erfassung der vorhandenen Mülltonnen und deren Stand- orte, sowie die Identifizierung von Brennpunkten mit fehlenden Müllcontainern. Dabei beantragen wir die Erarbeitung eines ganzheitlichen Müllkonzepts für den Ortsteil, die Planung und Aufstellung zusätzlicher Mülltonnen an neuralgi- schen Punkten und die Prüfung von Maßnahmen zur Vermeidung von Ver- schmutzungen und Vermüllung der neu gestalteten Flächen in Tannenbusch. Die Umsetzung des Müllkonzepts sollte in enger Abstimmung mit den Bür- ger:innen vor Ort und unter Einbindung des Quartiersmanagements und der Anwohnerschaft erfolgen. Die bonnorange AöR teilt hierzu Folgendes mit: Seit dem 1. Januar 2022 kooperiert die bonnorange AöR mit der Verbraucher- zentrale NRW. Es sollen gezielte Maßnahmen in einzelnen Quartieren durchge- führt werden. Dafür wurde eine Sozialraumanalyse für die Quartiere Dransdorf, Pennenfeld, Medinghoven, Tannenbusch und Brüser Berg erstellt, um relevan- te Multiplikatoren für Fokusthemen und Projekte zu eruieren. Unsere Nachfrage zum Sachstand bei der Verbraucherzentrale NRW hat erge- ben, dass es mittlerweile ein funktionierendes Quartiersmanagement gibt. Der bonnorange AöR wurden zwei Ansprechpartner genannt sowie auf die folgende Homepage verwiesen www.neu-tannenbusch.de. Das Quartiersmanagement selbst hat am 28.05.2024 geantwortet: „Die Müllproblematik in Neu-Tannenbusch ist tatsächlich etwas, dass uns in unserer Arbeit schon sehr lange begleitet und vielen Menschen im Stadtteil sehr nahe geht. In Neu-Tannenbusch haben wir das Thema „Müll und Sauber-Seite 1 von 3 Seite 2 keit“ ausgiebig im Rahmen zweier Tannenbusch-Foren 2014 und 2015 sowie in regelmäßigen Sitzungen der AG Sauberkeit behandelt, die sich aus den Foren heraus gegründet hat. Gemeinsam mit der AG und der Verbraucherzentrale nehmen wir jedes Jahr am Picobello-Tag teil. Dieses Jahr haben wir erstmals gemeinsam mit den anderen QMs in Bonn eine gemeinsame Aktionswoche für Stadtsauberkeit veranstaltet, während der wir unter anderem eine Bastelaktion für Kinder gemeinsam mit dem Bonn Nova-Mobil der SWB, einen Nachhaltig- keitsspaziergang und ein Dialogformat zum Thema Müll in Tannenbusch ange- boten haben. Zusätzlich haben wir über den Quartiersfonds noch Projekte zum Thema Upcycling und Müll in der Umwelt gefördert. Bezüglich Mülleimer: Die Teilnehmenden der AG Sauberkeit waren im März 2016 vor der Sitzung aufgerufen worden, in ihrer Nachbarschaft fehlende, ka- putte, unzureichende Mülleimer sowie andere Problemstellen bzgl. Sauberkeit zu kartieren. Wir hatten daraus einen Gesamtplan für den Ortsteil erstellt und diesen Bonnorange weiter geleitet. Gerade die gemeldeten fehlenden Müllei- mer konnten schnell eingerichtet werden, was von allen Anwohnern begrüßt wurde. Eine Wiederholung bzw. Aktualisierung der Kartierung würde sich mitt- lerweile durchaus anbieten. Ein großes Problem ist, dass viele der großen Wohnungskonzerne, die im Stadtteil viele Wohnungen besitzen, ihre Außengelände nicht reinigen bzw. nur sehr unregelmäßig reinigen. Dadurch bleibt der Müll im Gebüsch, bei den Müll- tonnen und der nicht mitgenommene Sperrmüll teilweise sehr lange auf den Flächen liegen. Sperrmüll ist im Stadtteil insgesamt ein Reizthema, da der häu- fig zu früh rausgestellt wird, nicht mitgenommen wird und liegen bleibt oder von Schrottsammlern auseinander gebaut wird. Zweiter großer Müllhotspot sind die Altpapier- und Altkleidercontainer an der Ecke Hohe Straße/ Oppelner Straße. Dort wird sehr häufig wilder Müll und teil- weise auch Bauschutt von ortsfremden Personen abgelegt. Ein übergeordnetes Müllkonzept gibt es nach unserem Kenntnisstand für Neu- Tannenbusch bisher aber nicht. Definitiv müssten dafür nach unserer Meinung die großen Eigentümer mit in die Pflicht genommen werden, da sie große Flächen besitzen, die den Stadtteil mitprägen.“ (Auszug Mail des Quartiersma- nagement Neu-Tannenbusch vom 28.05.2024) Seitens der Verbraucherzentrale wurde berichtet, dass in Tannenbusch (neben den Stadtteilen Medinghoven, Dransdorf und Pennenfeld) niederschwellige Angebote, Workshops, Impulsvorträge und Aktionen in offenen Gruppen (etwa Frauenfrühstück, Begegnungscafé, Seniorentreffen) und in Kitas und Schulen angeboten werden. Die Themen belaufen sich von den Grundlagen der Müll- trennung, Abfallvermeidungsmöglichkeiten über Tipps für eine nachhaltige(re) Lebensweise und gemeinsame Müllsammelaktionen. Die Angebote sind auf die Zielgruppe in solchen Quartieren angepasst und vermitteln die absoluten „Ba- sics“. Die Beraterin der Verbraucherzentrale ist mit allen relevanten Kooperati- onspartnern (wie etwa dem Quartiersmanagement) in ständigem Austausch und Planung. Es werden auch die unterschiedlichen Sprachen im Quartier berücksichtigt. Die Mailadresse lautet: bonn.quartier@verbraucherzentrale.nrwSeite 2 von 3 Seite 3 Den bonnorange-Mitarbeiter*innen vor Ort sind die Problem-Ecken bekannt und die Revierbeauftragten sind ebenfalls im ständigen Austausch mit dem Ord- nungsamt/Bürgerdienste und den Hausverwaltungen. Derzeit sind 54 Abfallbehälter im öffentlichen Straßenraum von Tannenbusch Mitte gelistet. Wöchentlich werden insgesamt 110 Leerungen durchgeführt. Der zuständige Bezirksbeauftragte befindet sich wochentäglich in seinem Bezirk und informiert die Betriebsstätte oder Leistungsplanung bei Bedarf, dann wer- den weitere Abfallbehälter aufgestellt. Die bonnorange AöR führt zudem ein Papierkorbmonitoring durch, um die Füllstände und somit den Leerungsbedarf im gesamten Bonner Stadtgebiet zu ermitteln und gezielt gegen die Müllpro- blematik zu wirken. Fraglich ist, ob das Aufstellen weiterer Abfallbehälter eine Reduzierung des achtlosen Wegwerfens (Littering) bewirkt. Das Problem der „über Nacht auftauchenden Sperrmüllberge“ könnte nach hie- sieger Einschätzung auch an dem wachsenden Markt der Haushaltsauflösun- gen liegen, von denen viele unprofessionell ausgeführt werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 01:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de