240776 · Große Anfrage
BBB-Anfrage: CO2- und Kosten-Bilanz des Bonner Klimaplans
Kerndaten
- Nummer
- 240776
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 03.05.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
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Große Anfrage öffentlich 240776 Fragesteller/in: BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Elisabeth Struwe 02.05.2024 BBB-Anfrage: CO2- und Kosten-Bilanz des Bonner Klimaplans Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 06.06.2024 Kenntnisnahme Fragestellung Nachdem laut Pressekonferenz vom 18.4.24 „zwei Drittel des Bonner Klimaplans auf den Weg gebracht wurden“ und die Stadt eine positive Bilanz daraus zieht, sollten konkrete Angaben auch über die finanziellen Auswirkungen und die THG-Bilanz gezogen werden. Dazu dienen die folgenden Fragen: 1. Wie hoch sind die bisher a. entstandenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Beschluss „Unsere Stadt wird bis spätestens 2035 klimaneutral“ seit November 2019 für Maßnahmen, die nur indirekt und mit gewissen Unsicherheiten behaftet der CO2-Reduktion dienen, wie Planungen (z.B. Klimaplan), Management, Projektentwicklungen, Kommunikation mit der Stadtgesellschaft (z.B. Bonn4future, digitales Dashboard, Klimawebseite, Kurzbroschüre, Klimaviertel, Zukunftsforen usw.)? b. hierfür tatsächlich vorgenommenen Auszahlungen aus veranschlagten Haushaltsmitteln des Jahres 2023 im Soll-Ist Vergleich? c. entstandenen Aufwendungen im selben Zeitraum für welche konkreten Maßnahmen, die unmittelbar der CO2- Einsparung (z.B. Photovoltaikanlagen und Wärmedämmung auf städtischen Liegenschaften) dienen, sowie die hierfür tatsächlich vorgenommenen Auszahlungen aus veranschlagten Haushaltsmitteln im Soll-Ist Vergleich? d. tatsächlich und nachweislich eingesparten CO2-Emissionen durch die Maßnahmen zu Ziffer 1c.? 2. Aufwendungen in welcher Höhe sind der Stadt bislang für die zusätzlichen 23 Personalstellen „Arbeit am Klimaschutz“ (Zitat Presseerklärung) im Soll-Ist Vergleich aller zu diesem Zweck beschlossenen und im Haushaltsplan etatisierten Stellen entstanden? 3. Eines der größeren Projektziele der Stadtwerke im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung ist der Bau einer Großwärmepumpe am Rhein. Daher fragenSeite 1 von 2 Seite 2 wir: a. Wie lautet der aktuelle Sachstand dieses Projektes hinsichtlich Konzepterstellung, Umsetzung und Zeitplan? b. Kosten in welcher Höhe werden schätzungsweise für eine entsprechende Wärmepumpe und die hierfür erforderliche Erweiterung des Fernwärmenetzes eingeschätzt? Begründung Entsprechend der Untersuchungen von Trianel zum Projekt „Klimaneutraler Konzern Stadt Bonn“ werden rund 40% der gesamtstädtischen Treibhausgasemissionen durch die stadteigenen Unternehmen verursacht. Hierbei spielt vor allem die EnW mit ungefähr zwei Dritteln eine entscheidende Rolle, aber auch MVA, BonnNetz GmbH, SWB Vereinigte Bonner Wohnungsbau und SGB tragen erheblich zur CO2-Emission bei. Bei diesen Betrieben liegen wesentliche Reduktionspotenziale der CO2-Emission, auf die die Stadt unmittelbar bzw. mittelbar Einfluss nehmen kann. Es muss damit gerechnet werden, dass diese konkreten Maßnahmen zur THG- Reduktion (z.B. kommunaler Wärmeplan) erhebliche Kosten verursachen werden, wozu bisher nicht einmal Schätzungen existieren. Es ist noch völlig ungeklärt, ob die Stadt finanziell überhaupt in der Lage sein wird, diese Maßnahmen durchzuführen. Im Rahmen der langfristigen Haushaltsplanungen ist es daher dringlich geboten, dass hierzu Planungen existieren und kritisch abgewogen wird, welcher finanzielle Spielraum für nicht konkret THG- reduzierende, rein kommunikative Bereiche überhaupt noch gegeben ist. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de