240764-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Konkretisierung des Raumprogramms Stadthalle Bad Godesberg
Kerndaten
- Nummer
- 240764-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 08.06.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 240764-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Konkretisierung des Raumprogramms Stadthalle Bad Godesberg Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 21.08.2024 Kenntnisnahme Rat 29.08.2024 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Als Ergänzung zu der Mitteilungsvorlage DS-Nr. 240764 stellt die Verwaltung die als Anlage zu dieser Stellungnahme beigefügte Präsentation des Büros Progacon, die dem Projektbeirat Stadthalle in seiner Sitzung am 28.05.2024 vorgestellt wurde, zur Verfügung. Anlage/n 1 Strategische Ausrichtung Stadthalle Bad Godesberg (öffentlich)Seite 1 von 27 Strategische Ausrichtung Stadthalle Bonn – Bad GodesbergSeite 2 von 27 2 © Copyright 2024 – Urheberrechtshinweis Alle Inhalte dieser Präsentation, die anschließenden Planungsprozesse und die Umsetzung, insbesondere aber auch Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei Progacon/Fun Concept GmbH. Bitte fragen Sie uns, falls Sie die Inhalte dieser Präsentation verwenden möchten. Wer gegen das Urheberrecht verstößt (z.B. Bilder oder Texte unerlaubt kopiert), Planungen weiterverfolgt o.ä., macht sich gem. §§ 106 ff UrhG strafbar, wird zudem kostenpflichtig abgemahnt und muss Schadensersatz leisten (§ 97 UrhG). Quellen der Bilder: Eigene Aufnahmen, Pexels, Pixabay Progacon | Fun Concept GmbH Montanusstr. 4 51399 Burscheid +49 2174 74740Seite 3 von 27 3 1. Situation 2. Grundlagen 2.1 Betreibergespräche 2.2 Location Besichtigungen 2.3 Experteninterviews 2.4 Befragung Vereine 2.5 Befragung Politik 2.6 Analyse Eventmarkt regional 2.7 Veränderungen Kongressmarkt 3. Strategische Ausrichtung 3.1 Nutzungsprioritäten 3.2 Sonderkonditionen / Nutzungssubventionen 3.3 Fazit I n h a l t s v e r z e i c h n i sSeite 4 von 27 4 1. SituationSeite 5 von 27 5 1 . S i t u a t i o n 2020 2021 2022 2023 Raum- und Nutzungskonzept T&C (2019/2020) - Marktpositionierung als Tagungsort im Kongressmarkt stärken - Erhalt und Ausbau der Multifunktionalität - Erhalt und Ausbau der Teilbarkeit von Räumen - Erweiterung der Veranstaltungsformate und Zielgruppen Bezirksvertretung 17.11.22 - Maximale Teilbarkeit vorhandener Räume - Teilbarkeit großer Saal - Erhalt der Foyerfläche - Verkleinerung Restaurantfläche - Kein hochwertiges Individualrestaurant - Klare konzeptionelle Ausrichtung als Veranstaltungs- und Kongresshalle - Auch für örtliche Vereine und Gemeinschaften - Dynamische Preismatrix Erstellung Raumbuch - Denkmalschutzbedenken bzgl. Teilbarkeit großer Saal - Teilbarkeit zwischen Restaurant und Event schaffen - Verbesserung der Anliefersituation - Vollküche und Cateringküche(n) - Stellenwert für Brauchtumspflege, Vereine, Gesellschaft soll erhalten bleiben - Grundausstattung sollte durchschnittlichen Anforderungen entsprechen (Preis) 1 1 2 2 Ratssitzung 23.03.2023 - Multifunktionalität und Flexibilität der Veranstaltungs- und Tagungshalle hat höchste Priorität - Erhalt möglichst aller Räume - Prüfung der Schaffung neuer Räume - Teilbarkeit des großen Saales prüfen - Weiteren Betrieb Kartoffelkiste und Kegelbahnen prüfen - Gemeinsamen und getrennten Betrieb von Restaurant und Veranstaltungen ermöglichen - Separater Betrieb des Trinkpavillons ist vorzubereiten 4 4 3 3 Die blauen Punkte wurden durch den späteren Beschluss revidiert.Seite 6 von 27 6 Worin besteht das Erfordernis die Stadthalle zum jetzigen Zeitpunkt bereits strategisch auszurichten? − Schaffung einer Grundlage für Architekten − Nutzungen müssen definiert werden − Einige Bereiche sind vom Betreiberkonstrukt unabhängig ▪ Großer Saal ▪ Großes Foyer ▪ Kleiner Saal ▪ Nebenflächen ▪ etc. − Andere Bereiche sind vom Betreiberkonstrukt abhängig: ▪ Büroflächen (Größe, Anzahl) ▪ Küche (Größe, Anzahl, Ausstattung) 1 . S i t u a t i o nSeite 7 von 27 7 2. GrundlagenSeite 8 von 27 8 2 . G r u n d l a g e n Pächter- gespräche Location- besichtigungen Befragung lokaler Vereine Experten- interviews Analyse des EventmarktesSeite 9 von 27 9 Maßnahmen: − Es wurden mehrere Gespräche mit dem ehemaligen Pächter der Stadthalle geführt Ziele: − Rückkopplung gesammelter Erkenntnisse − Erhebung von Erfahrungswerten Wichtigste Kernaussagen: − „Den größten Umsatzanteil haben Businessveranstaltungen (Messen, Kongresse, Tagungen, IHK- Prüfungen) und Großveranstaltungen (Parties, Abibälle, Weihnachtsfeiern) ausgemacht.“ − „Vereine haben in der Vergangenheit wirtschaftlich keine große Bedeutung gehabt.“ − „Politische Veranstaltungen waren noch unwirtschaftlicher als die von Vereinen.“ − „Vereine benötigen für ihre Veranstaltungen i. d. R. Räume bis 200 Personen.“ − „Für Messen und Großveranstaltungen wurden manchmal alle Räume gemeinsam genutzt.“ 2 . 1 P ä c h t e r g e s p r ä c h eSeite 10 von 27 10 2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e n Maßnahmen: − Betrachtung von vier Veranstaltungs- / Kongresslocations 1. Stadthalle Troisdorf 2. Rhein-Sieg-Forum Siegburg 3. Rhein-Mosel-Halle Koblenz 4. WCCB − Drei Locations mit allgemeiner Ausrichtung − Eine Location (WCCB) mit Kongress- / Businessschwerpunkt Ziele: − Betrachtung von Nutzungsschwerpunkten − Beleuchtung von Betreiberkonstrukten − Erfassung etablierter Nutzungssubventionen / Preisniveaus − Sammlung von Erkenntnissen für bauliche Anforderungen ▪ Multifunktionalität ▪ Büroflächen ▪ Cateringbereiche ▪ Lagerkapazitäten Foto: Stadt BonnSeite 11 von 27 Stadthalle Troisdorf Informationen: - Eröffnung 2014 - Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft - Insgesamt 9 Eventräume von 33,48 m² (Multifunktionsraum) bis 701,80 m² (Saal) + Freibühne - Nutzung: Karneval, Vereine, Konzerte, Business - Catering Speisen: Einkauf Caterer durch Mieter - Catering Getränke: Betreiber - 16 Mitarbeiter vor Ort, „Büroflächen viel zu klein“ - Spezielles Preisniveau für Vereine / lokale Akteure ▪ Subvention durch Betreibergesellschaft Wichtigste Erkenntnisse / Statements: - „Kommunen betreiben Stadthallen wieder mehr selber“ - „Nach 10 Jahren Betrieb immer noch aktuell“ - Es wird nie vor Ort gekocht 11 2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e nSeite 12 von 27 12 Rhein-Sieg-Forum Informationen: - Eröffnung 2006 - Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft - Zwei Säle mit 355 – 1200m², 6 Konferenzräume (ca. 50m²) - Nutzung: Karneval, Vereine, Konzerte, Business - Catering Speisen: Einkauf Caterer durch Betreiber (Convenience selber) - Catering Getränke: Betreiber - 19 Mitarbeiter vor Ort, „Büroflächen zu klein“ - Spezielles Preisniveau für Vereine / lokale Akteure ▪ Subvention durch Betreibergesellschaft Wichtigste Erkenntnisse / Statements: - „Wenig eigene Technik, jedoch alles vorgerüstet“ - „Alles aus einer Hand (Miete, Technik, Catering etc.) ist kundenfreundlich und lösungsorientiert“ 2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e nSeite 13 von 27 13 Rhein-Mosel-Halle Koblenz Informationen: - Eröffnung nach Sanierung 2012 - Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft - 11 Räume mit 55 bis 865 m² - Nutzung: Karneval, Vereine, Konzerte, Business - Catering Speisen: Fünf preferred partner (Einkauf durch Mieter) - Catering Getränke: Betreiber - 25 Mitarbeiter vor Ort, „Büroflächen zu klein“ - Spezielles Preisniveau für Vereine / lokale Akteure ▪ Subvention durch Betreibergesellschaft Wichtigste Erkenntnisse / Statements: - „Speisenproduktion findet nie vor Ort statt“ - „Große Teile der Küchentechnik stehen kaputt, da sie nicht genutzt werden.“ - „Lagerflächen sind wichtig (insb. auch im Erdgeschoss) und müssen gut genutzt werden.“ - „Technik wird extern gebucht (inkl. Kickback).“ 2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e nSeite 14 von 27 14 2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e n WCCB (Bonn) nur als Interview, nicht vor Ort Informationen: - Eröffnung 1999 - Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft - Zahlreiche Raumkombinationen von 22m² bis mehrere 1.000m² - Nutzung: Business, Kongresse, Tagungen - Ca. 25 Mitarbeiter - Kein Angebot für Vereine / lokale Akteure Wichtigste Erkenntnisse / Statements: - „Zahlreiche Anfragen Räume bis 40 Personen.“ - „Buchungen im Regelfall nicht unter 200 Gästen.“ - „Hotels in der näheren Umgebung sind Hauptkonkurrenz für kleine Businessevents.“ - „Technische Ausstattung erfordert hohen Personaleinsatz für Betrieb und Instandhaltung.“ - „Rolle zwischen WCCB, Beethovenhalle und Stadthalle sollte geschärft werden.“ Foto: Stadt BonnSeite 15 von 27 15 2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e n Stadthalle bis zur Insolvenz Informationen: − Eröffnung 1955 − Betrieb durch externen Betreiber − 11 Räume mit 70m² bis 790m², teils kombinierbar − Nutzung: Gesellschaft, Brauchtum, Messen, Kongresse, Tagungen − Subventionierte Individualmieten durch den Betreiber − Zusätzlich: Restaurant mit Konferenzraum 42m² Wichtigste Erkenntnisse / Statements: − Siehe 2.1 - Pächtergespräche Foto: Stadt BonnSeite 16 von 27 16 2 . 3 E x p e r t e n i n t e r v i e w s Maßnahmen: − 23 Experteninterviews mit unterschiedlichen Marktteilnehmern Ziele: − Einschätzung des Eventmarktes − Bauliche Anforderungen von Veranstaltern unterschiedlicher Formate − Erhebung baulicher Wunschanforderungen von Caterern − Erfassung von Erfahrungswerten für zukünftige Ausrichtung Wichtigste Erkenntnisse / Statements: − In der Vergangenheit gab es zu viele kleine / unwirtschaftliche Veranstaltungen − Alleinstellungsmerkmale: Preis, Lage (Bedeutung für die Innenstadt!), Verkehrsanbindung, Größe / Raumangebot − Größtes Potenzial: Vereine, Brauchtum, Politik, Gesellschaft, Business − Hauptkonkurrenz: Brückenforum, Beethovenhalle, Hotels Erfahrungs- austausch Betreiber Caterer Lieferanten PlanerVeranstalter Vereine Tourismus & CongressSeite 17 von 27 17 Maßnahmen: − Entwicklung eines interaktiven Online-Fragebogens − Befragung der Bonner Vereine (Anschreiben und Erinnerung) Ziele: − Erfassung der Bedarfe der Vereine (Vergangenheit und Zukunft) Wichtigste Erkenntnisse / Statements: − 29 Vereine haben teilgenommen (Großteil aus Bad Godesberg) − 65% haben die Stadthalle in der Vergangenheit genutzt − 90% würden sie in Zukunft gerne nutzen − 100% wünschen gastronomisches Angebot bei allen Veranstaltungen − 100% der Veranstaltungen im großen Saal jährlich oder seltener − 100% der monatlichen Veranstaltungen vereinsintern – hierfür wurden bevorzugt die kleinen Räume (Restaurant, Parksäle etc.) genutzt − Die befragten Vereine planen für die Zukunft 85% ihrer Veranstaltungen mit weniger als 200 Teilnehmern. − Trinkpavillon für Vereine besonders relevant. 2 . 4 B e f r a g u n g V e r e i n e 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 Raumnutzungen Party Gala Andere Abendveranstaltungen Vereinsinterne Besprechung Vorstandssitzung Mitgliedsversammlung/Stammtisch Messe/Ausstellung SonstigeSeite 18 von 27 18 2 . 5 B e f r a g u n g P o l i t i k Maßnahmen: − Befragung der Fraktionen Ziele: − Erfassung der Bedarfe der Politik (Vergangenheit und Zukunft) Wichtigste Erkenntnisse / Statements: − Vorstandssitzungen, Parteitage, Jahresempfänge, Themenveranstaltungen, Mitgliederversammlungen & -ehrungen, öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltungen − Intensität: einmal alle drei Jahre bis höchstens acht Termine pro Jahr − Kosten von hoher Relevanz – (in der Vergangenheit Miete 50% reduziert) − Nutzung der kleineren Räume (max. Parksäle), 20 – 120 Teilnehmer − Gastronomisches Angebot immer gewünscht ▪ Mindestens Getränke ▪ Selten Speisenangebot (gemeinschaftlich oder als Selbstzahler) − Würden Stadthalle gerne häufiger nutzen – „Wenn der Preis stimmt“ − Intensität und Gästezahlen ähnlich wie in der Vergangenheit − Anforderungen: Tagungstechnik (Leinwand, Beamer, Flipchart etc.)Seite 19 von 27 19 2 . 6 A n a l y s e E v e n t m a r k t r e g i o n a l Quelle: Eigenrecherche/ Internet, Auflistung Locations T&C Meeting Guide Bonn Karte: 2024 mapz.com – Map Data: Open Street Map Erhebung auf Basis des Meeting Guide von T&C − Im direkten Umfeld keine weitere Location der Kategorie >500 Personen − Diverse Konkurrenzlocations in den Kategorien <200 Personen und 201 – 500 Personen im direkten Umfeld − Die umliegenden Hotels stellen eine große Konkurrenz für kleine Business Events dar − Der Großteil der erhobenen Locations legt seinen Schwerpunkt auf Tagungen, Kongresse und Seminare (Business) − >90% der Locations bieten zu durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Preisen an − Wenig spezielles Angebot für Vereine und lokale AkteureSeite 20 von 27 20 2 . 7 V e r ä n d e r u n g e n K o n g r e s s m a r k t Quelle: www.evvc.org Meeting- & EventBarometer Deutschland 2022/ 2023 Die Deutschland- Studie des Kongress- und Veranstaltungsmarktes Veränderung Veranstaltungs- & Kongressmarkt Herausfor- derungen: Personal, Inflation, Energie Kultur- und Sportveran- staltungen dominieren in Veranstaltungs Centren Reduzierung virtueller Veranstal- tungen um 72,1% Digitale Events bleiben von Bedeutung Kongresse/ Tagungen in 2022 Markt- anteil von 60,3% (davon 58,9% in Hotels) Zunahme Präsenzver- anstaltungen 2022 zu 2021: + 48,3% Meeting- & Event Barometer Deutschland 2022/ 2023 VC = Veranstaltungs-Centren TH = Tagungshotels EL = Eventlocations (ursprünglich für anderen Zweck gebaut)Seite 21 von 27 21 3. Strategische AusrichtungSeite 22 von 27 22 3 . 1 N u t z u n g s p r i o r i t ä t e n Herausforderung: − Tagungen und Kongresse erfordern eine umfangreichere Ausstattung als Vereine, Gemeinschaften und Initiativen − Ein komplexerer Ausstattungsumfang ist gleichbedeutend mit höheren Kosten für Betrieb und Anmietung Erkenntnisse: − Vereine benötigen häufiger die kleineren Räumlichkeiten − Im Bereich der kleinen Businessveranstaltungen gibt es einen umfangreichen Wettbewerb Vorschlag: − Restaurant und Eventflächen werden (wie geplant) als separate Nutzungseinheiten geplant − Eventflächen werden als eigenständige Location (inkl. erforderlichen Büro-, Küchen- und weiteren Flächen direkt vor Ort geplant (nicht als Dependance einer anderen Betreibergesellschaft) − Ausstattung der Räumlichkeiten mit einer Grundausstattung (nicht zu speziell / umfangreich), um ein attraktives Preisniveau darstellen zu können − Nutzung vorhandener Ausstattung sollte einfach und kostengünstig möglich sein − Schaffung der erforderlichen Schnittstellen zur veranstaltungsspezifischen Aufrüstung von Technik / Eventausstattung „11. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg bekräftigt, dass die Stadthalle Bad Godesberg nach ihrer Sanierung eine klare konzeptionelle Ausrichtung als Veranstaltungs- und Kongresshalle haben soll. Mit einer dynamischen Preismatrix richtet sich die Stadthalle auf große Veranstaltungen und Kongresse wie auch auf örtliche Vereine, Gemeinschaften und sonstige Initiativen aus.“ [Beschluss vom 17.11.2022]Seite 23 von 27 23 3 . 2 N u t z u n g s s u b v e n t i o n e n Herausforderung: − Um das „Wohnzimmer Bad Godesbergs“ erhalten zu können, benötigen Vereine und lokale Akteure Sonderkonditionen Erkenntnisse: − Subventionen können theoretisch auf verschiedenen Wegen erfolgen: a) Stadt als Betreiber (Maximaler Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung, eigene Kontrolle) b) Stadt als Geldgeber (Geringerer Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung, schwer kontrollierbar) c) Stiftung (Kein Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung, Abhängigkeit von Dritten, schwer kontrollierbar) d) Externer Betreiber (kein Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung / Wirtschaftlichkeit im Eigeninteresse, keine Kontrolle) Vorschlag: − Die Subventionierung kann nicht Aufgabe eines externen Betreibers sein − Subventionierung wird durch die Verwaltung geklärt – baulich kein Einfluss „11. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg bekräftigt, dass die Stadthalle Bad Godesberg nach ihrer Sanierung eine klare konzeptionelle Ausrichtung als Veranstaltungs- und Kongresshalle haben soll. Mit einer dynamischen Preismatrix richtet sich die Stadthalle auf große Veranstaltungen und Kongresse wie auch auf örtliche Vereine, Gemeinschaften und sonstige Initiativen aus.“ [Beschluss vom 17.11.2022]Seite 24 von 27 24 3 . 3 Fazit − Alle Befragten haben es als sehr positiv empfunden, vor Beginn der Planungen befragt zu werden und stehen gerne im weiteren Prozess erneut zur Verfügung. − Die besichtigten Locations haben inhaltlich eine sehr ähnliche Ausrichtung und zeigen, dass ein passendes Betreiberkonstrukt zur Erfüllung der Ziele erforderlich ist. − Restaurant und Event werden als separate Nutzungseinheiten geplant. − Die Entscheidung, Multifunktionalität und Flexibilität in den Fokus zu stellen, erscheint richtig. − Das Restaurant (mindestens) muss durch einen externen Pächter bewirtschaftet werden. − Die Eventflächen müssen durch eine städtische Tochtergesellschaft oder einen externen Pächter betrieben werden. − Die Eventflächen werden mit erforderlichen Verwaltungs- und Cateringflächen vor Ort geplant. − Das Restaurant wird mit einer Vollküche, die Eventflächen mit einer oder mehreren Cateringküchen geplant. − Eine Bewirtschaftung mit mehreren Caterern (unterschiedliche Niveaus) parallel kann funktionieren. − Alle befragten Caterer signalisierten großes Interesse an den Entwicklungen und der Gestaltung der Flächen. − Für große Events wird in den seltensten Fällen vor Ort gekocht, die Caterer produzieren in ihren externen Küchen und liefern die Speisen an. Die Ausstattung der Küche sollte entsprechend vorgesehen werden. − Caterer haben ein sehr geringes Interesse an der Bewirtschaftung von Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen.Seite 25 von 27 25 3 . 3 Fazit − Für einen Restaurant Pächter stellen auch die Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen ein attraktives Potenzial dar. − Verschiedene Veranstaltungen wünschen nur eine Bewirtschaftung mit Getränken. Es ist wichtig, dass die Umsetzung direkt durch den Betreiber möglich ist, da die Caterer oftmals kein Interesse daran haben. − Es wird eine Grundausstattung der Veranstaltungsflächen vorgesehen (Preisniveau). Die erforderlichen Schnittstellen zur Aufrüstung (Tagungen, Business) werden geschaffen. − Der weitere Betrieb von Kartoffelkiste und Kegelbahnen kann erst geprüft werden, wenn der TGA-Planer den Flächenbedarf für die TGA definiert hat. − Zur Erfüllung der beschlossenen Ausrichtung muss es zwei Preisniveaus geben. − Subventionen für lokale Akteure können nicht durch einen externen Betreiber (Eigeninteresse) erfolgen (vgl. auch Entwicklung Rhein-Mosel-Halle). − Für subventionierungsabhängige Veranstaltungen (Vereine, lokale Akteure) sind insbesondere die Räumlichkeiten bis 50 Personen von hoher Bedeutung, bis 200 Personen von normaler Bedeutung. − Wenn die Vereine die größeren Räume nutzen, entsteht ein entsprechender Umsatz, der die Subventionierung in diesem Bereich in ihrer Bedeutung abschwächt.Seite 26 von 27 26 3 . 3 Fazit − Es sollte einen Bereich mit mehreren kombinierbaren kleinen Räumen für Vereine, Politik und lokale Akteure geben. − Insbesondere im Bereich der kleinen Businessevents gibt es eine erhebliche Konkurrenz. − Die Nähe zur Innenstadt bedeutet eine sehr interessante Wechselwirkung. Das Restaurant kann als entsprechendes Bindeglied – auch zur Aufwertung des Kurparks – beitragen. Nächste Schritte: 1. Progacon und Verwaltung erarbeiten passende Betreiberkonstrukte zur Empfehlung. 2. Es wird ein Vorschlag erarbeitet, wie ein subventioniertes Preisniveau realisiert werden kann.Seite 27 von 27
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