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240764-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Konkretisierung des Raumprogramms Stadthalle Bad Godesberg

Nummer
240764-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
08.06.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Rates 29.08.2024 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 21.08.2024 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 240764 Konkretisierung des Raumprogramms Stadthalle Bad Godesberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
240764-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Konkretisierung des Raumprogramms Stadthalle
Bad Godesberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 21.08.2024 Kenntnisnahme
Rat 29.08.2024 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Als Ergänzung zu der Mitteilungsvorlage DS-Nr. 240764 stellt die Verwaltung
die als Anlage zu dieser Stellungnahme beigefügte Präsentation des Büros
Progacon, die dem Projektbeirat Stadthalle in seiner Sitzung am 28.05.2024
vorgestellt wurde, zur Verfügung.
Anlage/n
1 Strategische Ausrichtung Stadthalle Bad Godesberg (öffentlich)Seite 1 von 27
Strategische Ausrichtung
Stadthalle Bonn – Bad GodesbergSeite 2 von 27
2
© Copyright 2024 – Urheberrechtshinweis
Alle Inhalte dieser Präsentation, die anschließenden Planungsprozesse und die
Umsetzung, insbesondere aber auch Texte, Fotografien und Grafiken, sind
urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich
anders gekennzeichnet, bei Progacon/Fun Concept GmbH. Bitte fragen Sie
uns, falls Sie die Inhalte dieser Präsentation verwenden möchten.
Wer gegen das Urheberrecht verstößt (z.B. Bilder oder Texte unerlaubt kopiert),
Planungen weiterverfolgt o.ä., macht sich gem. §§ 106 ff UrhG strafbar, wird
zudem kostenpflichtig abgemahnt und muss Schadensersatz leisten (§ 97
UrhG).
Quellen der Bilder: Eigene Aufnahmen, Pexels, Pixabay
Progacon | Fun Concept GmbH
Montanusstr. 4
51399 Burscheid
+49 2174 74740Seite 3 von 27
3
1. Situation
2. Grundlagen
2.1 Betreibergespräche
2.2 Location Besichtigungen
2.3 Experteninterviews
2.4 Befragung Vereine
2.5 Befragung Politik
2.6 Analyse Eventmarkt regional
2.7 Veränderungen Kongressmarkt
3. Strategische Ausrichtung
3.1 Nutzungsprioritäten
3.2 Sonderkonditionen / Nutzungssubventionen
3.3 Fazit
I n h a l t s v e r z e i c h n i sSeite 4 von 27
4
1. SituationSeite 5 von 27
5
1 . S i t u a t i o n
2020 2021 2022 2023
Raum- und Nutzungskonzept
T&C (2019/2020)
- Marktpositionierung als
Tagungsort im Kongressmarkt
stärken
- Erhalt und Ausbau der
Multifunktionalität
- Erhalt und Ausbau der
Teilbarkeit von Räumen
- Erweiterung der
Veranstaltungsformate und
Zielgruppen
Bezirksvertretung 17.11.22
- Maximale Teilbarkeit
vorhandener Räume
- Teilbarkeit großer Saal
- Erhalt der Foyerfläche
- Verkleinerung Restaurantfläche
- Kein hochwertiges
Individualrestaurant
- Klare konzeptionelle
Ausrichtung als Veranstaltungs-
und Kongresshalle
- Auch für örtliche Vereine und
Gemeinschaften
- Dynamische Preismatrix
Erstellung Raumbuch
- Denkmalschutzbedenken bzgl.
Teilbarkeit großer Saal
- Teilbarkeit zwischen Restaurant
und Event schaffen
- Verbesserung der
Anliefersituation
- Vollküche und Cateringküche(n)
- Stellenwert für
Brauchtumspflege, Vereine,
Gesellschaft soll erhalten
bleiben
- Grundausstattung sollte
durchschnittlichen
Anforderungen entsprechen
(Preis)
1
1
2
2 Ratssitzung 23.03.2023
- Multifunktionalität und
Flexibilität der Veranstaltungs-
und Tagungshalle hat höchste
Priorität
- Erhalt möglichst aller Räume
- Prüfung der Schaffung neuer
Räume
- Teilbarkeit des großen Saales
prüfen
- Weiteren Betrieb Kartoffelkiste
und Kegelbahnen prüfen
- Gemeinsamen und getrennten
Betrieb von Restaurant und
Veranstaltungen ermöglichen
- Separater Betrieb des
Trinkpavillons ist vorzubereiten
4
4
3
3
Die blauen Punkte wurden durch
den späteren Beschluss revidiert.Seite 6 von 27
6
Worin besteht das Erfordernis die Stadthalle zum jetzigen
Zeitpunkt bereits strategisch auszurichten?
− Schaffung einer Grundlage für Architekten
− Nutzungen müssen definiert werden
− Einige Bereiche sind vom Betreiberkonstrukt unabhängig
▪ Großer Saal
▪ Großes Foyer
▪ Kleiner Saal
▪ Nebenflächen
▪ etc.
− Andere Bereiche sind vom Betreiberkonstrukt abhängig:
▪ Büroflächen (Größe, Anzahl)
▪ Küche (Größe, Anzahl, Ausstattung)
1 . S i t u a t i o nSeite 7 von 27
7
2. GrundlagenSeite 8 von 27
8
2 . G r u n d l a g e n
Pächter-
gespräche
Location-
besichtigungen
Befragung
lokaler Vereine
Experten-
interviews
Analyse des
EventmarktesSeite 9 von 27
9
Maßnahmen:
− Es wurden mehrere Gespräche mit dem ehemaligen Pächter der Stadthalle geführt
Ziele:
− Rückkopplung gesammelter Erkenntnisse
− Erhebung von Erfahrungswerten
Wichtigste Kernaussagen:
− „Den größten Umsatzanteil haben Businessveranstaltungen (Messen, Kongresse, Tagungen, IHK-
Prüfungen) und Großveranstaltungen (Parties, Abibälle, Weihnachtsfeiern) ausgemacht.“
− „Vereine haben in der Vergangenheit wirtschaftlich keine große Bedeutung gehabt.“
− „Politische Veranstaltungen waren noch unwirtschaftlicher als die von Vereinen.“
− „Vereine benötigen für ihre Veranstaltungen i. d. R. Räume bis 200 Personen.“
− „Für Messen und Großveranstaltungen wurden manchmal alle Räume gemeinsam genutzt.“
2 . 1 P ä c h t e r g e s p r ä c h eSeite 10 von 27
10
2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e n
Maßnahmen:
− Betrachtung von vier Veranstaltungs- /
Kongresslocations
1. Stadthalle Troisdorf
2. Rhein-Sieg-Forum Siegburg
3. Rhein-Mosel-Halle Koblenz
4. WCCB
− Drei Locations mit allgemeiner Ausrichtung
− Eine Location (WCCB) mit Kongress- /
Businessschwerpunkt
Ziele:
− Betrachtung von Nutzungsschwerpunkten
− Beleuchtung von Betreiberkonstrukten
− Erfassung etablierter Nutzungssubventionen /
Preisniveaus
− Sammlung von Erkenntnissen für bauliche
Anforderungen
▪ Multifunktionalität
▪ Büroflächen
▪ Cateringbereiche
▪ Lagerkapazitäten Foto: Stadt BonnSeite 11 von 27
Stadthalle Troisdorf
Informationen:
- Eröffnung 2014
- Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft
- Insgesamt 9 Eventräume von 33,48 m²
(Multifunktionsraum) bis 701,80 m² (Saal) +
Freibühne
- Nutzung: Karneval, Vereine, Konzerte, Business
- Catering Speisen: Einkauf Caterer durch Mieter
- Catering Getränke: Betreiber
- 16 Mitarbeiter vor Ort, „Büroflächen viel zu klein“
- Spezielles Preisniveau für Vereine / lokale
Akteure
▪ Subvention durch Betreibergesellschaft
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
- „Kommunen betreiben Stadthallen wieder mehr
selber“
- „Nach 10 Jahren Betrieb immer noch aktuell“
- Es wird nie vor Ort gekocht
11
2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e nSeite 12 von 27
12
Rhein-Sieg-Forum
Informationen:
- Eröffnung 2006
- Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft
- Zwei Säle mit 355 – 1200m², 6 Konferenzräume
(ca. 50m²)
- Nutzung: Karneval, Vereine, Konzerte, Business
- Catering Speisen: Einkauf Caterer durch
Betreiber (Convenience selber)
- Catering Getränke: Betreiber
- 19 Mitarbeiter vor Ort, „Büroflächen zu klein“
- Spezielles Preisniveau für Vereine / lokale
Akteure
▪ Subvention durch Betreibergesellschaft
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
- „Wenig eigene Technik, jedoch alles vorgerüstet“
- „Alles aus einer Hand (Miete, Technik, Catering
etc.) ist kundenfreundlich und lösungsorientiert“
2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e nSeite 13 von 27
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Rhein-Mosel-Halle Koblenz
Informationen:
- Eröffnung nach Sanierung 2012
- Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft
- 11 Räume mit 55 bis 865 m²
- Nutzung: Karneval, Vereine, Konzerte, Business
- Catering Speisen: Fünf preferred partner (Einkauf
durch Mieter)
- Catering Getränke: Betreiber
- 25 Mitarbeiter vor Ort, „Büroflächen zu klein“
- Spezielles Preisniveau für Vereine / lokale
Akteure
▪ Subvention durch Betreibergesellschaft
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
- „Speisenproduktion findet nie vor Ort statt“
- „Große Teile der Küchentechnik stehen kaputt,
da sie nicht genutzt werden.“
- „Lagerflächen sind wichtig (insb. auch im
Erdgeschoss) und müssen gut genutzt werden.“
- „Technik wird extern gebucht (inkl. Kickback).“
2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e nSeite 14 von 27
14
2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e n
WCCB (Bonn)
nur als Interview, nicht vor Ort
Informationen:
- Eröffnung 1999
- Betrieb durch städtische Tochtergesellschaft
- Zahlreiche Raumkombinationen von 22m² bis
mehrere 1.000m²
- Nutzung: Business, Kongresse, Tagungen
- Ca. 25 Mitarbeiter
- Kein Angebot für Vereine / lokale Akteure
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
- „Zahlreiche Anfragen Räume bis 40 Personen.“
- „Buchungen im Regelfall nicht unter 200 Gästen.“
- „Hotels in der näheren Umgebung sind
Hauptkonkurrenz für kleine Businessevents.“
- „Technische Ausstattung erfordert hohen
Personaleinsatz für Betrieb und Instandhaltung.“
- „Rolle zwischen WCCB, Beethovenhalle und
Stadthalle sollte geschärft werden.“
Foto: Stadt BonnSeite 15 von 27
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2 . 2 L o c a t i o n b e s i c h t i g u n g e n
Stadthalle
bis zur Insolvenz
Informationen:
− Eröffnung 1955
− Betrieb durch externen Betreiber
− 11 Räume mit 70m² bis 790m², teils kombinierbar
− Nutzung: Gesellschaft, Brauchtum, Messen,
Kongresse, Tagungen
− Subventionierte Individualmieten durch den
Betreiber
− Zusätzlich: Restaurant mit Konferenzraum 42m²
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
− Siehe 2.1 - Pächtergespräche
Foto: Stadt BonnSeite 16 von 27
16
2 . 3 E x p e r t e n i n t e r v i e w s
Maßnahmen:
− 23 Experteninterviews mit unterschiedlichen
Marktteilnehmern
Ziele:
− Einschätzung des Eventmarktes
− Bauliche Anforderungen von Veranstaltern
unterschiedlicher Formate
− Erhebung baulicher Wunschanforderungen von Caterern
− Erfassung von Erfahrungswerten für zukünftige
Ausrichtung
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
− In der Vergangenheit gab es zu viele kleine /
unwirtschaftliche Veranstaltungen
− Alleinstellungsmerkmale: Preis, Lage (Bedeutung für die
Innenstadt!), Verkehrsanbindung, Größe / Raumangebot
− Größtes Potenzial: Vereine, Brauchtum, Politik,
Gesellschaft, Business
− Hauptkonkurrenz: Brückenforum, Beethovenhalle, Hotels
Erfahrungs-
austausch
Betreiber
Caterer
Lieferanten
PlanerVeranstalter
Vereine
Tourismus &
CongressSeite 17 von 27
17
Maßnahmen:
− Entwicklung eines interaktiven Online-Fragebogens
− Befragung der Bonner Vereine (Anschreiben und Erinnerung)
Ziele:
− Erfassung der Bedarfe der Vereine (Vergangenheit und Zukunft)
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
− 29 Vereine haben teilgenommen (Großteil aus Bad Godesberg)
− 65% haben die Stadthalle in der Vergangenheit genutzt
− 90% würden sie in Zukunft gerne nutzen
− 100% wünschen gastronomisches Angebot bei allen Veranstaltungen
− 100% der Veranstaltungen im großen Saal jährlich oder seltener
− 100% der monatlichen Veranstaltungen vereinsintern – hierfür wurden
bevorzugt die kleinen Räume (Restaurant, Parksäle etc.) genutzt
− Die befragten Vereine planen für die Zukunft 85% ihrer
Veranstaltungen mit weniger als 200 Teilnehmern.
− Trinkpavillon für Vereine besonders relevant.
2 . 4 B e f r a g u n g V e r e i n e
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
60,0
Raumnutzungen
Party Gala
Andere Abendveranstaltungen Vereinsinterne Besprechung
Vorstandssitzung Mitgliedsversammlung/Stammtisch
Messe/Ausstellung SonstigeSeite 18 von 27
18
2 . 5 B e f r a g u n g P o l i t i k
Maßnahmen:
− Befragung der Fraktionen
Ziele:
− Erfassung der Bedarfe der Politik (Vergangenheit und Zukunft)
Wichtigste Erkenntnisse / Statements:
− Vorstandssitzungen, Parteitage, Jahresempfänge, Themenveranstaltungen,
Mitgliederversammlungen & -ehrungen, öffentliche Informations- und
Diskussionsveranstaltungen
− Intensität: einmal alle drei Jahre bis höchstens acht Termine pro Jahr
− Kosten von hoher Relevanz – (in der Vergangenheit Miete 50% reduziert)
− Nutzung der kleineren Räume (max. Parksäle), 20 – 120 Teilnehmer
− Gastronomisches Angebot immer gewünscht
▪ Mindestens Getränke
▪ Selten Speisenangebot (gemeinschaftlich oder als Selbstzahler)
− Würden Stadthalle gerne häufiger nutzen – „Wenn der Preis stimmt“
− Intensität und Gästezahlen ähnlich wie in der Vergangenheit
− Anforderungen: Tagungstechnik (Leinwand, Beamer, Flipchart etc.)Seite 19 von 27
19
2 . 6 A n a l y s e E v e n t m a r k t r e g i o n a l
Quelle: Eigenrecherche/ Internet, Auflistung Locations T&C Meeting Guide Bonn
Karte: 2024 mapz.com – Map Data: Open Street Map
Erhebung auf Basis des Meeting Guide von T&C
− Im direkten Umfeld keine weitere Location der Kategorie
>500 Personen
− Diverse Konkurrenzlocations in den Kategorien <200
Personen und 201 – 500 Personen im direkten Umfeld
− Die umliegenden Hotels stellen eine große Konkurrenz
für kleine Business Events dar
− Der Großteil der erhobenen Locations legt seinen
Schwerpunkt auf Tagungen, Kongresse und Seminare
(Business)
− >90% der Locations bieten zu durchschnittlichen bis
überdurchschnittlichen Preisen an
− Wenig spezielles Angebot für Vereine und lokale AkteureSeite 20 von 27
20
2 . 7 V e r ä n d e r u n g e n K o n g r e s s m a r k t
Quelle: www.evvc.org
Meeting- & EventBarometer Deutschland 2022/ 2023
Die Deutschland- Studie des Kongress- und Veranstaltungsmarktes
Veränderung Veranstaltungs-
& Kongressmarkt
Herausfor-
derungen:
Personal,
Inflation,
Energie
Kultur- und
Sportveran-
staltungen
dominieren in
Veranstaltungs
Centren
Reduzierung
virtueller
Veranstal-
tungen um
72,1%
Digitale Events
bleiben von
Bedeutung
Kongresse/
Tagungen in
2022 Markt-
anteil von
60,3% (davon
58,9% in
Hotels)
Zunahme
Präsenzver-
anstaltungen
2022 zu 2021:
+ 48,3%
Meeting- & Event Barometer Deutschland 2022/ 2023
VC = Veranstaltungs-Centren
TH = Tagungshotels
EL = Eventlocations (ursprünglich für anderen Zweck gebaut)Seite 21 von 27
21
3. Strategische AusrichtungSeite 22 von 27
22
3 . 1 N u t z u n g s p r i o r i t ä t e n
Herausforderung:
− Tagungen und Kongresse erfordern eine umfangreichere Ausstattung als Vereine, Gemeinschaften und Initiativen
− Ein komplexerer Ausstattungsumfang ist gleichbedeutend mit höheren Kosten für Betrieb und Anmietung
Erkenntnisse:
− Vereine benötigen häufiger die kleineren Räumlichkeiten
− Im Bereich der kleinen Businessveranstaltungen gibt es einen umfangreichen Wettbewerb
Vorschlag:
− Restaurant und Eventflächen werden (wie geplant) als separate Nutzungseinheiten geplant
− Eventflächen werden als eigenständige Location (inkl. erforderlichen Büro-, Küchen- und weiteren Flächen direkt vor Ort
geplant (nicht als Dependance einer anderen Betreibergesellschaft)
− Ausstattung der Räumlichkeiten mit einer Grundausstattung (nicht zu speziell / umfangreich), um ein attraktives
Preisniveau darstellen zu können
− Nutzung vorhandener Ausstattung sollte einfach und kostengünstig möglich sein
− Schaffung der erforderlichen Schnittstellen zur veranstaltungsspezifischen Aufrüstung von Technik / Eventausstattung
„11. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg bekräftigt, dass die Stadthalle Bad Godesberg nach ihrer Sanierung eine
klare konzeptionelle Ausrichtung als Veranstaltungs- und Kongresshalle haben soll. Mit einer dynamischen
Preismatrix richtet sich die Stadthalle auf große Veranstaltungen und Kongresse wie auch auf örtliche Vereine,
Gemeinschaften und sonstige Initiativen aus.“ [Beschluss vom 17.11.2022]Seite 23 von 27
23
3 . 2 N u t z u n g s s u b v e n t i o n e n
Herausforderung:
− Um das „Wohnzimmer Bad Godesbergs“ erhalten zu können, benötigen Vereine und lokale Akteure Sonderkonditionen
Erkenntnisse:
− Subventionen können theoretisch auf verschiedenen Wegen erfolgen:
a) Stadt als Betreiber (Maximaler Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung, eigene Kontrolle)
b) Stadt als Geldgeber (Geringerer Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung, schwer kontrollierbar)
c) Stiftung (Kein Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung, Abhängigkeit von Dritten, schwer kontrollierbar)
d) Externer Betreiber (kein Einfluss auf inhaltliche Ausrichtung / Wirtschaftlichkeit im Eigeninteresse, keine Kontrolle)
Vorschlag:
− Die Subventionierung kann nicht Aufgabe eines externen Betreibers sein
− Subventionierung wird durch die Verwaltung geklärt – baulich kein Einfluss
„11. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg bekräftigt, dass die Stadthalle Bad Godesberg nach ihrer Sanierung eine
klare konzeptionelle Ausrichtung als Veranstaltungs- und Kongresshalle haben soll. Mit einer dynamischen
Preismatrix richtet sich die Stadthalle auf große Veranstaltungen und Kongresse wie auch auf örtliche Vereine,
Gemeinschaften und sonstige Initiativen aus.“ [Beschluss vom 17.11.2022]Seite 24 von 27
24
3 . 3 Fazit
− Alle Befragten haben es als sehr positiv empfunden, vor Beginn der Planungen befragt zu werden und stehen gerne im
weiteren Prozess erneut zur Verfügung.
− Die besichtigten Locations haben inhaltlich eine sehr ähnliche Ausrichtung und zeigen, dass ein passendes
Betreiberkonstrukt zur Erfüllung der Ziele erforderlich ist.
− Restaurant und Event werden als separate Nutzungseinheiten geplant.
− Die Entscheidung, Multifunktionalität und Flexibilität in den Fokus zu stellen, erscheint richtig.
− Das Restaurant (mindestens) muss durch einen externen Pächter bewirtschaftet werden.
− Die Eventflächen müssen durch eine städtische Tochtergesellschaft oder einen externen Pächter betrieben werden.
− Die Eventflächen werden mit erforderlichen Verwaltungs- und Cateringflächen vor Ort geplant.
− Das Restaurant wird mit einer Vollküche, die Eventflächen mit einer oder mehreren Cateringküchen geplant.
− Eine Bewirtschaftung mit mehreren Caterern (unterschiedliche Niveaus) parallel kann funktionieren.
− Alle befragten Caterer signalisierten großes Interesse an den Entwicklungen und der Gestaltung der Flächen.
− Für große Events wird in den seltensten Fällen vor Ort gekocht, die Caterer produzieren in ihren externen Küchen und
liefern die Speisen an. Die Ausstattung der Küche sollte entsprechend vorgesehen werden.
− Caterer haben ein sehr geringes Interesse an der Bewirtschaftung von Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen.Seite 25 von 27
25
3 . 3 Fazit
− Für einen Restaurant Pächter stellen auch die Veranstaltungen mit weniger als 50 Personen ein attraktives Potenzial
dar.
− Verschiedene Veranstaltungen wünschen nur eine Bewirtschaftung mit Getränken. Es ist wichtig, dass die Umsetzung
direkt durch den Betreiber möglich ist, da die Caterer oftmals kein Interesse daran haben.
− Es wird eine Grundausstattung der Veranstaltungsflächen vorgesehen (Preisniveau). Die erforderlichen Schnittstellen
zur Aufrüstung (Tagungen, Business) werden geschaffen.
− Der weitere Betrieb von Kartoffelkiste und Kegelbahnen kann erst geprüft werden, wenn der TGA-Planer den
Flächenbedarf für die TGA definiert hat.
− Zur Erfüllung der beschlossenen Ausrichtung muss es zwei Preisniveaus geben.
− Subventionen für lokale Akteure können nicht durch einen externen Betreiber (Eigeninteresse) erfolgen (vgl. auch
Entwicklung Rhein-Mosel-Halle).
− Für subventionierungsabhängige Veranstaltungen (Vereine, lokale Akteure) sind insbesondere die Räumlichkeiten bis
50 Personen von hoher Bedeutung, bis 200 Personen von normaler Bedeutung.
− Wenn die Vereine die größeren Räume nutzen, entsteht ein entsprechender Umsatz, der die Subventionierung in
diesem Bereich in ihrer Bedeutung abschwächt.Seite 26 von 27
26
3 . 3 Fazit
− Es sollte einen Bereich mit mehreren kombinierbaren kleinen Räumen für Vereine, Politik und lokale Akteure geben.
− Insbesondere im Bereich der kleinen Businessevents gibt es eine erhebliche Konkurrenz.
− Die Nähe zur Innenstadt bedeutet eine sehr interessante Wechselwirkung. Das Restaurant kann als entsprechendes
Bindeglied – auch zur Aufwertung des Kurparks – beitragen.
Nächste Schritte:
1. Progacon und Verwaltung erarbeiten passende Betreiberkonstrukte zur Empfehlung.
2. Es wird ein Vorschlag erarbeitet, wie ein subventioniertes Preisniveau realisiert werden kann.Seite 27 von 27

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Datenstand: 02.11.2026, 22:48 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de