240750 · Mitteilungsvorlage
Regionale Kulturförderung durch den Landschaftsverband Rheinland – Information über die für 2025 eingereichten Anträge, Bericht über die in 2024 geförderten Projekte
Kerndaten
- Nummer
- 240750
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 07.05.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 240750 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Regionale Kulturförderung durch den Landschaftsverband Rheinland – Information über die für 2025 eingereichten Anträge, Bericht über die in 2024 geförderten Projekte Beratungsfolge Kulturausschuss 04.06.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Regionale Kulturförderung durch den Landschaftsverband Rheinland dient dazu, die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebots im Rheinland zu stärken und zu bewahren sowie weithin wahrnehmbar und erlebbar zu machen. Neben dem LVR und den Mitgliedskörperschaften des LVR sind seit dem Jahr 2020 auch kreisangehörige Städte und Gemeinden, Museen, Sammlungen, Archive, operativ tätige Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Institutionen, Jugend- und Bürgerzentren in gemeinnütziger Trägerschaft, kirchliche Institutio- nen, selbstständige öffentliche Einrichtungen und Fördervereine antragsberech- tigt. Dritte müssen sich zwecks Antragstellung rechtzeitig an die für sie zustän- digen Kreise und kreisfreien Städte wenden. Für eine formelle Antragstellung beim LVR sind die Anträge dann durch die zuständige Mitgliedskörperschaft bis spätestens zum 31.03 eines jeden Jahres für das Folgejahr einzureichen. Der LVR verpflichtet seine Mitgliedskörperschaften seit 2014 unter anderem dazu, dass die Verwaltung der Mitgliedskörperschaften die politische Vertretung der Mitgliedskörperschaft über die beim LVR eingereichten Anträge im Rahmen der „Regionalen Kulturförderung“ informiert. Eingereichte Anträge für das Jahr 2025 Für das Förderjahr 2025 wurden dem LVR durch die Verwaltung vier Anträge nach Vorprüfung der Unterlagen mit folgender alphabetischer Reihenfolge der Antragsteller*innen fristgerecht weitergereicht: 1. Projekt: „Käpt’n Book – Rheinisches Lesefest für Kinder und junge Erwachsene“ Projektträger: Kulturamt der Bundesstadt Bonn Beantragte Förderung: 60.000,00 € (30.000,00 € für 2025, 30.000,00 € für 2026) Seit über 20 Jahren steht das „Rheinische Lesefest Käpt’n Book“ für ak- tive Leseförderung und kulturelle Teilhabe für alle Kinder und Jugendli- chen in Bonn und der Region südliches Rheinland. Beim jährlichen Fes-Seite 1 von 5 Seite 2 tival gibt es rund 500 Lesungen und Workshops für Kinder und Jugendli- che mit Autor*innen und Illustrator*innen aus dem In- und Ausland. Über das kostenlose, spartenübergreifende und partizipative Angebot bei öf- fentlichen Familienfesten und die Lesungen für Kitagruppen und Schul- klassen wird die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe insbesondere von Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten gestärkt. So- wohl inhaltlich als auch durch die Auswahl der Autor*innen setzt Käpt’n Book auf ein diverses, inklusives und nachhaltiges Programm. Für 2025/26 ist eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Heimat und Stadt- geschichte sowie der Demokratiegeschichte des Rheinlands geplant. 2. Projekt: „Unsere Welt, unsere Visionen – entdecken, erleben, ver- ändern“ Projektträger: Kulturamt der Bundesstadt Bonn Beantragte Förderung: 90.000,00 € (30.000,00 € für 2025, 30.000,00 € für 2026, 30.000,00 € für 2027) In Kooperation mit dem Rhein-Sieg-Kreis und einer Vielzahl an Kulturak- teur*innen initiiert das Kulturamt der Stadt Bonn mit „Unsere Welt, unse- re Visionen“ ein Projekt, das mit seinen kostenfreien und niederschwelli- gen Workshop-Angeboten Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 21 Jahren sowie unterschiedlichem sozioökonomischen Status erreicht. Mit thematischem Fokus auf den 17 SDGs der Vereinten Nationen, werden in interdisziplinären, ressourcenschonenden und barrierearmen Work- shops mit Künstler*innen, Pädagog*innen, Expert*innen und Kulturein- richtungen aus unterschiedlichen künstlerischen Sparten kreative Mög- lichkeiten zum Umgang mit den aktuellen globalen Krisen erarbeitet. Über die Laufzeit von drei Jahren soll unter anderem das Bewusstsein für Frieden und Gerechtigkeit, nachhaltigen Konsum, Innovation in den Künsten und die Auswirkungen von Ungleichheit geschärft werden. 3. Projekt: „AQUARIUM“ Projektträger: Internationale Beethovenfest Bonn gGmbH Beantragte Förderung: 73.215,00 € Im Rahmen des Beethoven Fests Bonn soll im September 2025 das dreiwöchige Projekt „AQUARIUM“ im und am Bonner Frankenbad durchgeführt werden. Neben durchgängig stattfindenden audiovisuellen Installationen auf dem Vorplatz sowie Unterwasser-Klanginstallationen im Schwimmbad, sind vier Konzerte mit einem vierstimmigen Ensemble, einem achtstimmigen Chor, Solist*innen und dem Trio „Wellenbad“ zu klassischer und zeitgenössischer Musik geplant. Darüber hinaus finden unterschiedliche Workshop-Formate für Schulklassen statt, bei denen Kompositionen erstellt und anschließend im Schwimmbecken angehört werden. Durch die Verknüpfung von Sport- und Begegnungsorten mit einem kulturellen Programm werden diese transformiert und ein neues, vielfältigeres Publikum niedrigschwellig angesprochen. 4. Projekt: „Digitalisierung historischer Krankenakten der Privatklinik Dr. Hertz (1849 – 1952)“ Projektträger: Psychiatrische Hilfsgemeinschaft Bonn e.V. / Psych- iatriemuseum Verrückte Zeiten Beantragte Förderung: 43.000,00 € Der Aktenbestand der Hertz’schen Anstalt (1849 – 1952) macht einenSeite 2 von 5 Seite 3 wertvollen Teil der umfangreichen Sammlung an Exponaten und Doku- menten der rheinischen Psychiatriegeschichte im Psychiatriemuseum „Verrückte Zeiten“ aus. Carl Hertz war einer der Pioniere der rheinischen Psychiatrie und seine Patient*innenakten bieten nicht nur einen detail- reichen Einblick in Krankengeschichten und die Historie von Diagnostik, Behandlungsmethoden sowie die familiäre Versorgung, sondern sie lie- fern auch wichtige Hinweise zur Lokalgeschichte und den sozialen Ver- hältnissen der Patient*innen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sol- len die rund 5.760 Akten digitalisiert und damit erhalten und für For- schende nachhaltig nutzbar gemacht werden. 5. Projekt: „Konservierung und Einlagerung von Paramenten der Ella Brösch“ Projektträger: Katholische Kirchengemeinde Sankt Thomas Morus Beantragte Förderung: 13.000,00 € (10.000,00 € für 2025, 3.000,00 € für 2026) Unterstützt durch die Fachabteilung Kunstdenkmalpflege der Erzdiözese Köln plant die Kirchengemeinde die Reinigung, konservatorische Aufbe- reitung und fachgerechte Lagerung der Paramente der Textilkünstlerin Ella Brösch, die in den 1920ern eine Werkstatt für sakrale Gewänder und liturgische Textilien in Bonn betrieb. Ergänzt wird dies durch ein kunsthistorisches Forschungsprojekt, das das Werk der Künstlerin zwi- schen 1. Weltkrieg und 2. Vatikanischen Konzil in seiner Bedeutung für die Kirchenkunst der Moderne untersucht und sichert. Bröschs Werk ist herausragend für die Paramentik in Bonn, da die Künstlerin hier neben ihrer Werkstatt auch eine Fachschule betrieb und den Dachverband der deutschen Paramentenvereine initiierte. Die Ergebnisse des Projekts sollen für Wissenschaftler*innen der Kunstgeschichte und Theologie so- wie interessierte Laien zugänglich gemacht werden. 6. Projekt: „Historikertag 2025 in Bonn – Organisation und Durch- führung von lokalen Veranstaltungen, Exkursionen und weiteren Formaten mit regionalem Bezug“ Projektträger: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, In- stitut für Geschichtswissenschaft Beantragte Förderung: 40.000,00 € Vom 16. bis 19. September 2025 findet als Kooperation der Universität Bonn mit dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands der 55. Historiker- tag zum Thema „Dynamiken der Macht“ in Bonn statt. Neben dem geis- teswissenschaftlichen Austausch steht, u.a. in Kooperation mit dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, das Erlebbarma- chen der Regionalgeschichte Bonns und der Region im Zentrum dieses Historikertags. Über rund 300 Vorträge und ein umfangreiches Exkursi- onsprogramm wird nicht nur das nationale und internationale Fachpubli- kum, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit, Schüler*innen und Multiplikator*innen aus Bildungseinrichtungen erreicht. Ziel ist die Sicht- barkeit und nachhaltige Vernetzung zwischen Tagungsteilnehmenden sowie den lokalen und regionalen Akteur*innen. 7. Projekt: „Philosopher of Her Own Ruin“ (Philosophin ihres Unter- gangs)“ Projektträger: Bonner KunstvereinSeite 3 von 5 Seite 4 Beantragte Förderung: 20.000,00 € In der Ausstellung „Philosopher of Her Own Ruin“ thematisiert der Bon- ner Kunstverein das gesellschaftlich relevante Thema des Alterns und den Übergang von einem Lebensabschnitt in den Nächsten. Was pas- siert mit dem Selbst und dem Körper? Wie ist die Selbstwahrnehmung und die der Gesellschaft? Auf sensible Art wird in dieser Ausstellung der Prozess des Alterns aus dem privaten, selbstreflektierten Kontext her- ausgelöst und innerhalb der gesellschaftlichen Diskussionen und der vorherrschenden Tabus betrachtet. Anhand von Werken von Künst- ler*innen aus Japan, Portugal, der Schweiz, den USA, dem Vereinigten Königreich, Schweden und Brasilien erhält das Thema eine globale und intergenerationale Dimension sowie eine intime und soziale Ebene. 8. Projekt: „Gartengestaltung am Lenné Haus, Konviktstr. 4, 53111 Bonn“ Projektträger: Lenné Gesellschaft Beantragte Förderung: 20.000,00 € Die Lenné Gesellschaft Bonn e.V. beabsichtigt die nachhaltige und his- torisch angemessene Instandsetzung des Gartens am denkmalge- schützten Lenné Haus. Inhaltlich werden hierbei auch die Verdienste der Hofgärtnerfamilie Lenné und die kurfürstliche Geschichte Bonns thema- tisiert. Im Anschluss an die Neugestaltung soll der Garten für (wissen- schaftliche) Vorträge, Gespräche und Zusammenkünfte der Mitglieder und Besucher*innen genutzt werden. In den Prozess eingebunden wer- den der Botanische Garten, Michael Geffert vom Birtzberg Observatori- um und der Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande. 9. Projekt: „Kammermusikreihe ‚Große Meister im Beethovenhaus Bonn‘ im Rahmen des Ost-West-Festivals NRW“ Projektträger: East-West-Chamber Orchestra e.V. Beantragte Förderung: 11.900,00 € Das East-West Chamber Orchestra mit Sitz in Bonn wurde 2015 als Friedensorchester gegründet und ist Teil des gleichnamigen Vereins. Bei seinen Festivals setzt es sich durch das Medium der Musik eindrucksvoll für Frieden, Verständigung und interkulturelle Verbindungen zwischen Ost und West europaweit und darüber hinaus ein. In Fortsetzung der bisherigen Festivals ist auch für 2025 eine Kammermusikreihe „Große Meister im Beethovenhaus Bonn“ mit Musiker*innen aus der Ukraine, Belarus, Russland, dem Iran, der Türkei, Israel und Deutschland ge- plant. Darüber hinaus organisiert der East-West Chamber e.V. Meister- kurse für talentierte Jugendliche. Über die für das Jahr 2025 (ff.) beantragten Förderungen werden die Gremien des LVR voraussichtlich Ende 2024 entscheiden. Bewilligte Anträge für das Jahr 2024 Für das Förderjahr 2024 wurden dem LVR durch die Verwaltung der Bundes- stadt Bonn zwei Anträge nach Vorprüfung der Unterlagen fristgerecht einge- reicht (siehe DS-Nr. 231005), die daraufhin eine Förderung erhielten: 1. „200 Jahre Bonner Karneval“Seite 4 von 5 Seite 5 Zentrum für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen Beantragt: 190.000 € (50.000 € für 2024, 65.000 € für 2025 und 75.000 € für 2026) Bewilligt: 104.500 € (50.000 € für 2024 und 54.500 € für 2025) 2. „Zwei Menschen – das Künstlerpaar Franz M. Jansen und Fifi Kreutzer“ Museum August Macke Haus Beantragt: 20.000 € Bewilligt: 20.000 € Folgende mehrjährige Projekte erhielten in 2024 eine Folgeförderung: 1. „Wir machen Zukunft! – künstlerisches Forschen. Mit jungen Men- schen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“ Bundesstadt Bonn – Kulturamt Beantragt: 75.000 € (jeweils 25.000 € für die Jahre 2022, 2023 und 2024) Bewilligt: 75.000 € (jeweils 25.000 € für die Jahre 2022, 2023 und 2024) 2. „Einbau einer Doppelgeschossrollregalanlage im Magazinneubau des neuen Stadtarchivs“ Bundesstadt Bonn, Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Beantragt: 220.000 € (20.000 € für 2023 und 200.000 € für 2024) Bewilligt: 220.000 € (20.000 € für 2023 und 200.000 € für 2024) 3. „Neuausrichtung des Deutschen Museums Bonn zum zentralen Forum für KI in NRW – unter besonderer Berücksichtigung von di- gitaler Inklusion“ Deutsches Museum Bonn Beantragt: 540.000 € (jeweils 180.000 € für die Jahre 2023, 2024 und 2025) Bewilligt: 540.000 € (jeweils 180.000 € für die Jahre 2023, 2024 und 2025) 4. „Langzeitarchivierung ‚Bearbeitung und Verzeichnung des Fotoar- chivs von Dietmar Schneider aus Köln‘“ Stiftung Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe Beantragt: 98.000 € (jeweils 49.000 € für 2023 und 2024) Bewilligt: 98.000 € (jeweils 49.000 € für 2023 und 2024) Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de