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240715-02 · Mitteilungsvorlage

Architektonische Qualifizierung zum Bebauungsplan "Kaiser-Karl-Ring 59-63 und Dorotheenstraße 103" - Ergebnisse und weiteres Verfahren

Nummer
240715-02
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
14.03.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Kaiser-Karl-Ring Straße· Castell, Bonn Hauptort
  • Dorotheenstraße Straße· Castell, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 08.04.2025 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 240715 Architektonische Qualifizierung zum Bebauungsplan "Kaiser-Karl-Ring 59-63 und Dorotheenstraße 103" - Besetzung des Preisgerichts

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
240715-02
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Architektonische Qualifizierung zum
Bebauungsplan "Kaiser-Karl-Ring 59-63 und
Dorotheenstraße 103" - Ergebnisse und weiteres
Verfahren
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bonn 08.04.2025 Kenntnisnahme
Mitteilung der Verwaltung:
Am 4. März 2025 fand das Preisgericht für den nicht-offenen
Realisierungswettbewerb zur architektonischen Qualifizierung für den
Bebauungsplan Nr. 6522-3 "Kaiser-Karl-Ring 59-63 und Dorotheenstraße 103"
(ehem. Post-Areal) statt.
Die Aufgabe für die teilnehmenden Büros bestand darin, die architektonisch
bestmögliche Lösung für die Gebäudehüllen der vorgegebenen
Blockrandbebauung sowie der Gebäude im Blockinnenbereich zu finden.
Die Zahl der Teilnehmenden wurde auf acht beschränkt. Vier Büros wurden im
Vorfeld zur Teilnahme am Wettbewerb gesetzt, vier weitere wurden
aufgefordert. Im Rahmen des Verfahrens sind sieben von acht aufgeforderten
Arbeiten eingegangen.
Politische Vertreterinnen und Vertreter waren in das Verfahren stimmberechtigt
mit eingebunden (siehe DS-Nr. 240715).
Die Arbeit des Büros Schulte Architekten GmbH Architekten aus Köln wurde
von der Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet (siehe Anlagen 1-3).
Die Jury beschreibt den Siegerentwurf wie folgt:
Die Entwurfsverfasser*innen orientieren sich bei der Blockrandbebauung
weitgehend an den Auslobungsvorgaben und gestalten die Fassaden zu einem
Ensemble, welches sich in die teils denkmalgeschützte Umgebung sehr gut
einfügt. Die Gebäudehöhen und -übergänge zu den Beständen sind
überzeugend gelöst. Das Erscheinungsbild des großen Baukörpervolumens ist
durch die leicht vorstehenden Treppenhäuser gut gegliedert. Der durchgehende
Sockel mit dem wiederverwendeten Naturstein ist repräsentativ und attraktiviertSeite 1 von 5
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den öffentlichen Raum über teils bodentiefe Fenster. Der vorhandene Adler
wird integriert. Das hohe Dach ist einheitlich gestaltet mit geschosshohen
Gauben und Dachflächenfenstern und entspricht im Bild den dahinter liegenden
Wohnungen. Positiv beurteilt wird auch die angemessene Eckbetonung. Der
Baukörper wird gegenüber der Grundstücksgrenze leicht zurückgenommen - es
entsteht eine schmale abgewinkelte Fassade zur Kreuzung, die über
Schallschutzloggien die Belichtung und Belüftung der dahinterliegenden
Wohnzimmer ermöglicht. Die breite Dachgaube überhöht die Ecke in
städtebaulich angemessener Art. Die leicht verschobenen Zugänge zum Hof
werden positiv beurteilt und verbessern die Zugänglichkeit der Hoffläche.
Sehr gut gelöst ist die Hofbebauung: Durch die vorgeschlagene Gebäudehöhe
von ca. 16 m wird der Fußabdruck gegenüber dem Referenzentwurf reduziert
und die Gebäudelänge eingekürzt. Dadurch entstehen mehr Abstand zu der
Blockrandbebauung mit verbesserter Privatsphäre und eine bessere
Durchlüftungsmöglichkeit zur Einschränkung der sommerlichen
Hitzeinselgefährdung. Gegenüber der östlichen Grundstücksgrenze springen
die Hofgebäude ab dem 2. OG zurück und verhindern dadurch eine ggf.
überhöhte Anbaupflicht der Nachbarn. Die Fassaden der Hofbebauung und die
blockinnenseitigen Fassaden der Blockrandbebauung sollen fassadenhoch
begrünt werden. Diese Maßnahme verbessert das Klima im Blockinnern und
kann die Biodiversität in der Bonner Innenstadt erhöhen.
Die Erschließung der beiden Hofgebäude erfolgt sinnvoller Weise jeweils von
Norden. Die Treppenhäuser sind sparsam aber funktional geplant. Der
Brandschutz ist grundsätzlich gelöst, nur der 2. Rettungsweg muss geringfügig
angepasst werden. Die Grundrisse mit großzügigen südausgerichteten
Freibereichen sind anspruchsvoll gelöst.
Weiteres Vorgehen:
Auf Grundlage dieses Konzepts soll nun das Bebauungsplanverfahren mit der
Nr. 6522-3 als vorhabenbezogener Bebauungsplan im beschleunigten
Verfahren gemäß § 13a Baugesetzbuch (BauGB) fortgeführt werden. Die
Offenlage des Planentwurfes nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch stellt nun den
nächsten Verfahrensschritt im Bauleitplanverfahren dar. Der Beschluss soll vor
der Sommerpause gefasst werden.
Hinweis zu Ausstellung:
Die Wettbewerbsergebnisse können im Rahmen einer Ausstellung vom
12.03.2025 bis zum 19.03.2025 innerhalb der regulären Öffnungszeiten im
Foyer des Stadthauses besichtigt werden.
Anlage/n
1 Siegerentwurf_Plakat 1 (öffentlich)
2 Siegerentwurf_Plakat 2 (öffentlich)
3 Siegerentwurf_Plakat 3 (öffentlich)Seite 2 von 5
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Datenstand: 02.11.2026, 22:28 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de