240679-06 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024
Kerndaten
- Nummer
- 240679-06 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 19.06.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 240679-06 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 Beratungsfolge Rat 20.06.2024 Entscheidung Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung empfiehlt einen Beschluss wie Vorlage. Zu den eingebrachten Änderungsanträgen aus den Bezirksvertretungen wird ziffernweise Stellung bezogen. BV Bonn: 1. Verlängerung der Kurzfahrten der Linie 631 an Sonntagen Der Stellungnahme der SWBV in der Beschlussvorlage ist zu entnehmen, dass bei einer Verlängerung der sonntäglichen Kurzfahrten die relevanten Anschlüs- se für die Linie 631 teilweise verloren gehen. Für Fahrgäste die auf diese Um- steigebeziehungen angewiesen sind, würde es dadurch zu einer Verschlechte- rung des Angebotes kommen, was auf alle Fälle vermieden werden sollte. Zu- sätzlich haben aktuelle Fahrgastzählungen ergeben, dass die Auslastung der Linie 631 keine Taktverdichtung über den Status quo hinaus gerechtfertigt. Auf dieser Grundlage kann die mit dem Änderungsantrag geforderte Verlänge- rung der Kurzfahrten aus Sicht der Verwaltung und SWBV nicht gerechtfertigt werden. Sollte die Politik dem Änderungsantrag trotzdem zustimmen, entstün- den Mehrkosten in Höhe von ca. 50.000 EUR. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 2. Einrichtung der Haltestelle „Oscar-Romero-Allee“ für beide Fahrtrichtungen Bezüglich der Nutzung der, in der Beschlussvorlage vorgeschlagenen, Halte- position „Oscar-Romero-Allee“ für Busse aus beiden Fahrtrichtungen hat die SWBV folgende Stellungnahme zur Verfügung gestellt: „Eine Schleifenfahrt der Linie 634 nur im Uhrzeigersinn ab der Haltestelle Heussallee über die neue Haltestelle Oscar-Romero-Allee bewerten wir nega- tiv. Aufgrund des 2x zusätzlichen Linksabbiegens in Fahrtrichtung Uniklinikum Süd am kritischen Knotenpunkt Heussallee/B9 sind längere Fahrzeiten zu er-Seite 1 von 5 Seite 2 warten. Aufgrund der knappen Wendezeiten auf dieser Linie führt dies zu ei- nem Fahrzeugmehrbedarf. Somit besteht die Gefahr von hohen Sprungkosten, die wir angesichts der zu erwartenden Zahl an Fahrgästen an der neuen Halte- stelle als nicht gerechtfertigt sehen. Zudem sehen wir die selbe Linienführung in beide Fahrtrichtungen aus Verständlichkeitsgründen für den Fahrgast kritisch. Auch die Beibehaltung der derzeitigen Linienführung in Fahrtrichtung Uniklini- kum Süd mit zusätzlicher Schleifenfahrt um den Fernbushalt zur neuen Halte- stelle lehnen wir ab, da dies ebenfalls zu Verständlichkeitsproblemen und Fahr- zeitverlängerungen mit der Gefahr von hohen Sprungkosten führen würde. Darüber hinaus sehen wir die Wendesituation im Bereich des Parkplatzes auf- grund der engen Schleppkurven kritisch.“ Auf Basis dieser Stellungnahme empfiehlt die Verwaltung die Einrichtung der Haltestelle nur in Fahrtrichtung Fritz-Erler-Straße, gemäß dem in der Be- schlussvorlage gemachten Vorschlag. Bei Beschluss des Verwaltungsvorschlages kann die Einrichtung der Haltestelle pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember erfolgen. Sollte dieser Vorschlag abgelehnt werden, kann die Haltestelle an anderer Position, wie in der Be- schlussvorlage beschrieben, nur unter Versiegelung von Grünflächen und Fäl- lung von Bäumen realisiert werden. Aufgrund des deutlich größeren Aufwandes und den limitierten Kapazitäten bei den betroffenen Ämtern, könnte diese Um- setzung nicht mehr rechtzeitig zum Fahrplanwechsel im Dezember erfolgen. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 3. Änderung der Bezeichnung der Haltestelle „Straßburger Weg“ Bezüglich des Vorschlages zur Namensgebung der neuen Haltestelle hat die Verwaltung keine weiteren Ergänzungen. Die Verwaltung steht einer Annahme dieses Änderungsantrages neutral ge- genüber. BV Hardtberg: 4. Zusätzliche Fahrt auf der Linie 607 Fahrgastzahlen auf der Linie haben ergeben, dass es für die relevante Uhrzeit nur eine sehr geringe Nachfrage auf der Linie gibt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Bonn und des bereits für den Haushalt 2025 vorgese- hen hohen Defizitausgleiches an die SWBV, ist es nötig die begrenzten finanzi- ellen Mittel für den ÖPNV möglichst effektiv einzusetzen. Dies wäre bei dieser Maßnahme nicht der Fall. Bei Beschluss würden durch diese Maßnahme zu- sätzliche Kosten in Höhe von ca. 25.000 EUR anfallen. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 5. Ablehnung einer zusätzlichen Fahrt auf der 606 und Einführung ei- ner zusätzlichen Fahrt auf der Linie 607 Dieser Änderungsantrag baut auf Punkt 4 der Stellungnahme auf. Zu den obenstehenden Ausführungen gibt es daher keine weiteren Ergänzungen.Seite 2 von 5 Seite 3 Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 6. Vorlage des geforderten Prüfergebnisses zur Anbindung des Flie- gerviertels Zum geforderten Prüfergebnis teilt die Verwaltung folgendes mit: Der Anfrage zur ÖPNV-Erschließung des Fliegerviertels stehen Verwaltung und SWBV aufgrund der verlängerten Fahrzeiten und zusätzlichen Kosten bei einer kurzfristigen Umsetzung ablehnend gegenüber. Der Einsatz von alternativen Angebotsformen wird im Zuge der Neuaufstellung des Nahverkehrsplanes un- tersucht. Eine ausführliche Beantwortung der Anfrage bringt die Verwaltung zeitnah in die BV Hardtberg mit einer Mitteilungsvorlage zum ursprünglichen Antrag (DS 240270) ein. BV Bad Godesberg: 7. Verlängerung aller Fahrten der Linie 614 bis zur Haltestelle „Loki- Schmidt-Platz“ Die SWBV hat zu dem Änderungsantrag folgende Stellungnahme abgegeben: „Wir stehen einer Verlängerung der 614 offen gegenüber. Aus Fahrgastsicht ergibt sich eine verbesserte Anbindung von Friesdorf durch dichtere Takte. Zu- dem birgt die Verdichtung die Chance Umsteigebeziehungen in Dottendorf zur Straßenbahn und in Bad Godesberg zur Stadtbahn in der NVZ und SVZ zu verbessern. Wir bewerten die Verlängerung auch aus betrieblicher Sicht positiv, da die wegfallenden Wendezeiten an der Koblenzer Straße einen störungsfreie- ren Betriebsablauf ermöglichen würde. Diese würde eine Erhöhung der Jahres- nutzkilometer um ca. 128.000 km bedeuten. Da die Verdichtung außerhalb der HVZ stattfinden würde, ergibt sich auch keine Erhöhung des Fahrzeugspitzen- bedarfs. Die Umsetzung dieser Maßnahme würde eine Kostenerhöhung nach aktuellen MOD-Sätzen um rund 900.000 EUR bedeuten.“ Ergänzend zur Stellungnahme der SWBV wurden von der Verwaltung die Fahrgastzahlen der beiden Linien 612 und 614 im betreffenden Abschnitt un- tersucht. Dabei zeigt sich, dass auf der Linie 612, in den Zeiten in denen die Linie 614 nicht bis zur Haltestelle „Loki-Schmidt-Platz“ fährt, keine zu hohe Fahrgastnachfrage festgestellt werden konnte. Die Auslastung auf der Linie 612 lag in diesen Zeiträumen im Stadtteil Friesdorf bei maximal 40% an einzelnen Haltestellen. Ein Großteil der Fahrten weißt für den gesamten Streckenab- schnitt eine Auslastung von unter 20% auf. Basierend auf den, in der Stellung- nahme der SWBV, beschriebenen sehr hohen Kosten für diese Maßnahme, ist die vorgeschlagene Taktverdichtung daher, trotz der Verbesserungen für die Fahrgäste, aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Bonn und des bereits für den Haushalt 2025 vorgesehen hohen Defizitausgleiches an die SWBV, nicht zu rechtfertigen. Ergänzend verweist die Verwaltung auch auf das Angebot der Linie 631, die große Teile Friesdorfs an die Straßenbahn anbindet, sowie an Punkt D der Be- schlussvorlage der anmerkt, dass die Verwaltung für den nächsten Fahrplan- wechsel alternative Anbindungen für den Stadtteil Friesdorf prüfen wird. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 8. Vorzeitige Abbindung der Linie 16 am HauptbahnhofSeite 3 von 5 Seite 4 Die SWBV hat zu dem Änderungsantrag folgende Stellungnahme abgegeben: „Eine kurzfristige Abbindung der Linie 16 am Hauptbahnhof und gleichzeitige Verdichtung der Linie 63 zum diesjährigen Fahrplanwechsel ist durch die SWB Bus und Bahn nicht möglich. Die Planungen für das zukünftige Stadtbahnnetz befinden sich derzeit in der Abstimmungsphase. Eine kurzfristige Änderung von Linienverläufen im Stadtbahnnetz, die ggf. einer Langfrist-Planung entgegen- läuft, betrachten wir für die Fahrgäste als nicht vermittelbar. Die Abstimmung zwischen den betroffenen Akteuren an der Linie 16 (u.a. KVB), Abschätzung der Betriebsleistung und suchen, einstellen und schulen von zusätzlichem Fahrpersonal erfordern zudem eine größere Vorlaufzeit.“ Ergänzend verweist die Verwaltung auf die umfangreiche Stellungnahme von Verwaltung und SWBV unter Punkt 6 der Beschlussvorlage, in der die Empfeh- lung für das weitere Vorgehen für das neue Stadtbahnkonzept und eine Abbin- dung der Linie 16 aufgezeigt wird. Wie in der Stellungnahme beschrieben, be- finden sich Verwaltung, SWBV und alle weiteren beteiligten Akteure aktuell in der sehr umfangreichen Abstimmungsphase für ein neues Stadtbahnkonzept. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werden diese den politischen Gremien prä- sentiert. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 9. Wiederaufnahme der entfallenen Fahrten der Linie 63 zwischen Buschdorf und Bad Godesberg Punkte 8 und 9 müssen gemeinsam betrachtet werden. Daher verweist die Verwaltung auf die Stellungnahme unter Punkt 8. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. 10. Anbindung Friesdorfs an die Haltestelle „UN-Campus Bf“ Die Verwaltung verweist in diesem Zusammenhang auf Punkt D der Beschluss- fassung unter dem schon eine Aussage bzgl. dieses Punktes getroffen wurde. Die Verwaltung wird für den nächsten Fahrplanwechsel neue Optionen für eine Anbindung Friesdorfs an den UN-Campus prüfen. Bei der anstehenden Neu- aufstellung des Nahverkehrsplanes wird dies ebenfalls berücksichtigt werden. Eine Einführung einer solchen Verbindung zum diesjährigen Fahrplanwechsel ist jedoch nicht möglich. Die Verwaltung empfiehlt daher den Änderungsantrag abzulehnen. BV Beuel 11. Ablehnung von Beschlusspunkt 2 Eine Ablehnung von Beschlusspunkt 2 hat zur Folge, dass, aus den in der Vor- lage beschriebenen Gründen, die Umsteigebeziehungen am Hauptbahnhof für einige Nachtbuslinien nicht mehr erreicht werden könnten. Daraus resultieren lange Umsteigezeiten und ein sehr unattraktives Angebot für die Fahrgäste, was zu diesen Uhrzeiten unter allen Umständen vermieden werden sollte. Die Verwaltung empfiehlt daher Beschlusspunkt 2 entsprechend der Be-Seite 4 von 5 Seite 5 schlussvorlage anzunehmen. 12. Ablehnung von Beschlusspunkt 9 Bei Ablehnung von Beschlusspunkt 9 würden 2 zusätzliche Fahrten auf den Buslinien 606 und 607 eingeführt werden. Die Kosten für diese Maßnahme würden ca. 50.000 EUR betragen. Fahrgastzählungen auf den Linien haben jedoch ergeben, dass es für die relevante Uhrzeit nur eine sehr geringe Nach- frage auf diesen Linien gibt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Bonn und des bereits für den Haushalt 2025 vorgesehen hohen Defizit- ausgleiches an die SWBV, ist es nötig die begrenzten finanziellen Mittel für den ÖPNV möglichst effektiv einzusetzen. Dies wäre bei dieser Maßnahme nicht der Fall. Die Verwaltung empfiehlt daher Beschlusspunkt 9 entsprechend der Be- schlussvorlage anzunehmen. Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 05:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de