240679 · Beschlussvorlage
Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024
Kerndaten
- Nummer
- 240679
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 07.05.2024
- Letzte Änderung
- 22.10.2026
Orte
- Sankt Augustiner Straße Hauptort
- Ennertstraße
- Meindorfer Straße
- Oscar-Romero-Allee
- Am Hauptbahnhof
- Schevastesstraße
- Pantheon Beuel
- Waldenburger Ring
- Kennedyallee
- Maria-Montessori-Allee
- Danziger Straße
- Eduard-Pflüger-Straße
- Saarstraße
- Ahrstraße
- Beueler Bahnhofsplatz
- Rheinallee
- Robert-Schuman-Platz
- Willy-Brandt-Allee
- Coburger Straße
- Hauptbahnhof
- Straßburger Weg
- Konrad-Zuse-Platz
- F
- Mittelstraße
- Bonner Straße
- Bundeskanzlerplatz
- Marie-Kahle-Allee
- Hangelarer Straße
- Mondorfer Fähre
- Kopenhagener Straße
- Gotenstraße
- Löbestraße
- Joseph-Beuys-Allee
- Oppelner Straße
- Baunscheidtstraße
- Siegburger Straße
- Im Wingert
- Rheinweg
- Rathausgasse
- Emil-Nolde-Straße
- Agnetendorfer Straße
- Konrad-Adenauer-Platz
- Eifelstraße
- Fritz-Erler-Straße
- Vilich-Müldorf
- Ramersdorf
- Plittersdorf
- Buschdorf
- Endenich
- Pützchen
- Graurheindorf
- Alt-Godesberg
- Tannenbusch
- Venusberg
- Heiderhof
- Hochkreuz
- Friesdorf
- Röttgen
- Bonn
- Beuel
- Bad Godesberg
- Hardtberg
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Anhörung
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Anhörung
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Beschlussvorlage öffentlich 240679 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Fortschreibung des Nahverkehrsplanes – Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 23.05.2024 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 28.05.2024 Anhörung Bezirksvertretung Hardtberg 04.06.2024 Anhörung Bezirksvertretung Bad Godesberg 05.06.2024 Anhörung Bezirksvertretung Beuel 05.06.2024 Anhörung Hauptausschuss 11.06.2024 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 19.06.2024 Empfehlung Rat 20.06.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Aufnahme der folgenden Maßnahmen in den Nahverkehrsplan der Stadt Bonn zum Fahrplanwechsel 2024 wird zugestimmt: A) Umzusetzende Maßnahmen Der Rat stimmt zu, dass folgende Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 umgesetzt werden: 1. Das ÖPNV-Angebot vom Hauptbahnhof in Richtung Universitätsklinikum wird folgendermaßen erweitert: a. Die bereits heute an Schultagen bestehenden Verstärkerfahrten auf der Linie 601 ab dem Hauptbahnhof zwischen 7:07 Uhr und 7:37 Uhr werden in Fahrtrichtung Uniklinikum um insgesamt 5 Fahrten bis ca. 8:22 Uhr erweitert. b. In der Gegenrichtung wird nachmittags eine Verstärkerfahrt auf der Linie 601 vom Uniklinikum zum Hauptbahnhof im Zeitraum zwischen 15:00 und 15:20 Uhr ergänzt. Die zusätzlich entstehenden Betriebskosten für diese Maßnahmen in Höhe von voraussichtlich 50.000 Euro pro Jahr sind aus dem städtischen Haushalt bereitzustellen. 2. Auf den Nachtbuslinien N3, N4, N7 und N10 werden die in der Begründung beschriebenen Veränderungen im LinienwegSeite 1 von 25 Seite 2 vorgenommen, um die Umsteigebeziehungen am Hauptbahnhof sicherzustellen. Zusätzlich wird das Angebot auf der Linie N8 wie in der Begründung beschrieben angepasst. Die durch diese Maßnahmen eingesparten Betriebskosten in Höhe von voraussichtlich 20.000 Euro pro Jahr dienen der teilweisen Deckung der Mehrkosten der unter Ziff. 1 genannten Maßnahme zur Erweiterung des ÖPNV-Angebotes. 3. Der grenzüberschreitende Busverkehr zwischen Bonn und dem Rhein- Sieg-Kreis wird folgendermaßen angepasst: a. Die Linien 529 und 635 werden zu einer Linie zusammengefasst, die zwischen Hennef Bf und Ramersdorf verkehrt. Die neue Linie erhält die Liniennummer 529. b. Das Angebot auf der neuen Linie 529 wird an Wochentagen auf einen durchgängigen 30-Minuten-Takt zwischen ca. 6 Uhr und 21 Uhr für den Abschnitt Ramersdorf – Sankt Augustin Zentrum ausgeweitet. c. Ergänzend wird das Angebot auf der Linie 516 an Wochentagen auf einen durchgängigen 30-Minuten-Takt verdichtet. d. Die Linie 552 behält ihren aktuellen Fahrplan bei und wird damit dauerhaft in den Ferien ausgesetzt. 4. Die mit der Mitteilungsvorlage DS 240460 kommunizierte notwendige Linienwegänderung der Linie 855 wird bis zu einem für die Durchfahrt von Bussen mit alternativer Antriebstechnik notwendigen Umbau der Rheinallee dauerhaft umgesetzt. 5. Der Einrichtung bzw. dem Entfall von Haltestellen wird zugestimmt: Es werden folgende Haltestellen auf Bonner Stadtgebiet neu eingerichtet: - Löbestraße (Fahrtrichtung Meckenheim) - Agnetendorfer Straße (Fahrtrichtung Robert-Schuman-Platz) - Oppelner Straße - Im Wingert (Fahrtrichtung Innenstadt) - Straßburger Weg - Bundeskanzlerplatz (Fahrtrichtung Hauptbahnhof) - Oscar-Romero-Allee Es entfallen folgende Haltestellen auf Bonner Stadtgebiet: - Maria-Montessori-Allee (Positionen auf der Siegburger Straße) - Schevastesstraße - Kautex-Werk B) Prüfaufträge Der Rat beauftragt die Verwaltung, folgende Maßnahmen im Hinblick auf eine Umsetzung im Rahmen von späteren Fahrplanwechseln zu prüfen: 6. Eine vorzeitige Abbindung der Linie 16 wird im Zuge der Entwicklung eines überarbeiteten Stadtbahnkonzeptes geprüft.Seite 2 von 25 Seite 3 7. Die Verwaltung prüft alternative Linienkonzepte für Buslinien, die auf ihrem Linienweg Unterführungen durchfahren müssen, die nicht für Busse mit alternativen Antriebstechniken geeignet sind. C) Nicht umzusetzende Maßnahmen Der Rat stimmt zu, dass folgende Maßnahmen, die aufgrund von Anhörungsergebnissen aus Bezirksvertretungen geprüft wurden, nicht umgesetzt werden: 8. Der Verlängerung von sonntäglichen Kurzfahrten auf der Linie 631 (DS 230661-01) wird nicht zugestimmt. 9. Der Einrichtung von zwei zusätzlichen Fahrten auf den Buslinien 606 und 607 im Übergang zum Nachtverkehr (DS 232341) wird nicht zugestimmt. Begründung: A) Umzusetzende Maßnahmen Zu 1.: Erweiterung des ÖPNV Angebotes zum Uniklinikum In der beschlossenen Neubetrauung der SWBV (DS 220835) wurde festgelegt, dass die Empfehlungen des VDV bezüglich der zulässigen Auslastung nicht übermäßig überschritten werden dürfen. Diese empfehlen,eine Auslastung von 65% in der Spitzenstunde sowie 80% während einer 20-Minuten Spitze nicht regelmäßig zu übersteigen. Aktuelle Fahrgastzählungen haben auf der Linie 601 eine zu hohe Auslastung in Richtung UKB, besonders in der morgendlichen Spitzenstunde, aufgezeigt (bis zu 90% auf einzelnen Fahrten), da das UKB in den vergangenen Jahren ein kontinuierlich positives Wachstum an Mitarbeitenden, Studierenden und Patient*innen aufweist. Von 7:07 Uhr bis 7:37 Uhr gibt es an Schultagen aktuell schon Verstärkerfahrten auf der Linie 601, die für diesen Zeitraum einen 5- Minuten-Takt zwischen dem Hbf. und dem Uniklinikum herstellen. Durch diese Taktverdichtung gibt es im genannten Zeitraum keine Überlastung auf der Linie. In den anschließenden Zeiten sind jedoch Kapazitätsausweitungen notwendig. Daher soll die bereits bestehende Taktverdichtung an Schultagen durch 5 zusätzliche Fahrten auf den Zeitraum bis 8:22 Uhr ausgeweitet werden, um die bisher besonders stark ausgelasteten Fahrten zu entlasten. Auch in der nachmittäglichen Spitzenstunde gibt es einzelne Fahrten mit einer zu hohen Auslastung (bis zu 80%). Um diese zu entlasten wird von Montag bis Freitag an Schul- und Ferientagen eine einzelne Verstärkerfahrt im Zeitraum zwischen 15:00 und 15:20 Uhr vom Uniklinikum zum Hbf. eingerichtet. Der beschriebene Angebotsausbau verursacht Mehrkosten in Höhe von ca. 50.000 € pro Jahr.Seite 3 von 25 Seite 4 Zu 2.: Anpassungen im Nachtbusnetz In den vergangenen Jahren wurden im Stadtgebiet eine Reihe an neuen Tempo-30-Abschnitten eingerichtet. Die Reduzierung der erlaubten Höchstgeschwindigkeiten wirkt sich v.a. in den Schwachverkehrszeiten auf die Fahrzeiten und Fahrpläne im Busbetrieb aus. Im Nachtbusnetz führt die notwendige Erhöhung der Fahrzeiten dazu, dass einzelne Busse im heutigen System ihre Anschlüsse am Hauptbahnhof verpassen können, was für die umsteigenden Fahrgäste zu längeren und unattraktiven Wartezeiten führt. Zugleich ergeben sich für die Nachtbusse in Teilen Wendezeiten von ca. 60 Minuten, mit entsprechenden, vermeidbaren Sprungkosten auf Seiten der SWBV (Sprungkosten beschreiben kleine Maßnahmen die in einer Folgewirkung sehr hohe Kosten verursachen). Um das Bonner Nachtbusnetz auch künftig stabil, möglichst kosteneffizient und zuverlässig betreiben zu können, sind auf den Linien N3, N4, N7 und N10 zum Fahrplanwechsel folgende Anpassungen im Linienverlauf notwendig (Anlage 1): N3: Der N3 fährt in Bad Godesberg zwischen den Haltestellen „Plittersdorf Mitte“ und „Hochkreuz“ über die Gotenstraße, anstelle der Mittelstraße und Kennedyallee. Die Haltestellen „Saarstraße“, „Danziger Str./ Dt. Museum Bonn“, „Kennedyallee“, „Ahrstr./ Dt. Museum Bonn“ und „Dt. Forschungsgemeinschaft“ entfallen. Stattdessen werden auf dem neuen Linienweg die Haltestellen „Nicolaus-Cusanus-Gymnasium“, „Gotenstr.“ und „Elisabeth-Selbert-Gesamtschule“ bedient. N4: Der N4 fährt ab der Haltestelle „Pantheon Beuel“ über die Königswinterer Straße und Sankt Augustiner Straße zur Haltestelle „Konrad-Adenauer-Platz“. Die Haltestellen „Beueler Bahnhofsplatz“, „Doktor-Weiss-Platz“ und „Beuel Rathaus“ entfallen. Diese Haltestellen werden ebenfalls durch die Linie N8 bedient, die wenige Minuten zuvor abfährt. Umsteigemöglichkeiten am „Beueler Bahnhofsplatz“ bestehen zu diesen Zeiten nicht. N7: Der N7 wird künftig beschleunigt, indem er in Richtung „Hauptbahnhof“ (Rückweg) ab der Haltestelle „Hochkreuz“ keine weiteren Haltestellen mehr bedient (Schnellbus zwischen den Haltestellen „Hochkreuz“ und „Hauptbahnhof“). Die entfallenen Haltestellen werden ebenfalls von der Linie N10 bedient. N10: Der N10 wird in beiden Fahrtrichtungen über die Haltestelle „Bundeskanzlerplatz“ geführt, die Haltestellen „Straßburger Weg“ und „UN Campus Bf“ entfallen (Führung wie die Linien 610/611 vor der Inbetriebnahme des UN Campus Bf). Im Zeitbereich findet kein SPNV-Verkehr an UN Campus Bf statt, alle Anschlüsse der Nachtbusse erfolgen an Bonn Hbf im Rendezvoussystem. Des Weiteren wird die letzte Fahrt der Linie N8 in den Nächten von So/Mo bis Do/Fr an der Haltestelle „Ramersdorf“ vorzeitig abgebunden. Aktuelle Fahrgastzählungen haben ergeben, dass es auf dem betreffenden Streckenabschnitt an diesen Tagen keine Nachfrage gibt. Durch die Maßnahmen werden Betriebskosten in Höhe von ca. 20.000 Euro proSeite 4 von 25 Seite 5 Jahr eingespart. Die hierdurch eingesparten Betriebskosten können zur Teil- Refinanzierung des Angebotsausbaus auf der Linie 601 verschoben werden. Zu 3.: Anpassung des grenzüberschreitenden Busverkehres a. Zusammenlegung der Linien 529 und 635 Aufgrund von Personalmangel bei der RSVG mussten im Sommer 2023 temporäre Angebotsreduzierungen vorgenommen werden, um den Fahrbetrieb zu stabilisieren. Betroffen war von diesen Maßnahmen unter anderem die Linie 529, die bis zu diesem Zeitpunkt von Hennef Bf bis Bonn Hbf verkehrte. Eine Herausnahme der Linie 529 aus der Bonner Innenstadt (sowie stattdessen ihre Weiterführung ab Sankt Augustin über den Weg der heutigen Linie 635 nach Ramersdorf) war aufgrund der Parallelverkehre zur Linie 66 bereits Bestandteil des „Angebotskonzeptes Bus 2008“ (DS 0713060). In der seinerzeitigen Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis war jedoch vereinbart worden, diese Maßnahme erst im Zusammenhang mit einer Taktverdichtung auf der Linie 66 zu erörtern. Die Linie 529 wurde deshalb jedoch als Linie identifiziert, die gekürzt werden konnte, um der angespannten Personalsituation bei der RSVG entgegenzuwirken. Die Linie wurde daher in Sankt Augustin Zentrum abgebunden. Dabei zeigte sich schnell, dass die Herausnahme der Linie aus der Bonner Innenstadt sachgerecht ist, dass jedoch kleinräumige Verkehrsbeziehungen mit dem aktuellen ÖPNV-Netz, besonders der grenzüberschreitende Schülerverkehr, nicht ausreichend bedient werden konnten. Daher wurden kurzfristig Schulverstärker eingesetzt, um die Schulstandorte in Pützchen und Niederpleis ausreichend anzubinden. Gleichzeitig wurde zwischen den Aufgabenträgern Bonn und RSK und den beteiligten Verkehrsunternehmen damit begonnen, eine dauerhafte und zuverlässige Lösung für die grenzüberschreitenden Verkehre in diesem Gebiet zu finden. Durch die Zusammenlegung der beiden Linien 529 und 635 entsprechend der ursprünglichen Planung (s.o.) kann diese Lösung hergestellt werden. Nachfolgend wird der neue Linienweg sowie relevante Änderungen beschrieben (Anlage 2): - Die neue Linie fährt zukünftig als neue Direktverbindung zwischen Hennef Bf und Ramersdorf, was auf dieser Relation Reisezeitgewinne für die Fahrgäste ermöglicht. (Je nach Start- und Zielhaltestelle sowie gewählter Uhrzeit sind Reisezeitgewinne von bis zu 8 Minuten möglich. Zusätzlich können bis zu 2 Umstiege eingespart werden.) - Zwischen den Haltestellen „Ramersdorf“ und „Hangelarer Str.“ folgt die neue Linie dem bisherigen Linienweg der Linie 635. Danach wird von der Alten Bonner Str. rechts in die Hangelarer Str. abgebogen. Ab der Kommunalgrenze fährt die neue Linie über Kohlkauler Str., Eifelstr. und Konrad-Adenauer-Str. zur B56. Ab der B56 folgt die Linie dem bisherigen Linienweg der Linie 529 Richtung Hennef Bf.Seite 5 von 25 Seite 6 - Im Bereich der Kohlkauler Str. und der Eifelstr. ist seitens des Rhein- Sieg-Kreises die Einrichtung von 2 neuen Haltestellen vorgesehen. - Die bisher auf dem Linienweg der Linie 635 liegenden Haltestellen „Ennertstr.“ und „Kautex-Werk“ werden mit dieser neuen Linienführung nicht mehr bedient. Die Haltestelle „Kautex-Werk“ entfällt komplett. Dies wird, aufgrund der seit Jahren sinkenden Ein- und Aussteigerzahlen an der Haltestelle (von 2018 bis 2024 haben sich die schon vorher geringen Ein- und Aussteigerzahlen um ca. 50% verringert), als vertretbar angesehen. Die Haltestelle „Ennertstr.“ wird weiterhin von der Linie 609 bedient. - Ein Umstieg auf die Stadtbahnlinie 66, der bisher in „Hangelar Ost“ stattgefunden hat, kann zukünftig an der Haltestelle „Sankt Augustin Zentrum“ erfolgen, wo es zusätzlich noch eine Vielzahl an Umsteigebeziehungen auf die Busse der RSVG und SWB gibt. Die Fahrzeit zwischen den Beueler Stadtteilen und Siegburg bleibt dabei, trotz der veränderten Umsteigebeziehung auf die Stadtbahnlinie 66, gleich. Wichtige Fahrziele innerhalb von Sankt Augustin (z.B. Zentrum, Hochschule, Schulcampus Niederpleis) können aus den Beueler Stadtteilen durch die neue Direktfahrbeziehung schneller erreicht werden als heute. - Da sich der Großteil des Linienweges im Rhein-Sieg-Kreis befindet, wird für die neue Linie die Liniennummer 529 übernommen. Die Liniennummer 635 wird aktuell nicht neu vergeben und steht somit bei der Neuaufstellung des Bonner NVP zur Verfügung. - Die neue Linie 529 wird weiterhin mit einer Gemeinschaftskonzession der beiden Verkehrsunternehmen SWB und RSVG betrieben. - Aufgrund der besseren Integration in die Betriebsabläufe der RSVG wird die Linie zukünftig voraussichtlich vollständig von der RSVG gefahren. Die dadurch auftretende Mehrleistung der RSVG auf Bonner Stadtgebiet wird durch die SWBV – im Rahmen des Naturalausgleiches – im Rhein-Sieg-Kreis auf anderen Gemeinschaftslinien ausgeglichen. Nur durch diese Umschichtung der Fahrleistungen und Verknüpfung der bisherigen Linien 529 und 635 ist es möglich, die vorher eingekürzte Linie 529 nun neu zu verlängern. Durch diese Maßnahme kann zusätzlich ein zuverlässiges und dauerhaftes Angebot im Taktfahrplan für den auch grenzüberschreitenden Schülerverkehr in diesem Bereich hergestellt werden. Des Weiteren werden neue Direktverbindungen zwischen den stadtbahnfernen Stadtteilen in Beuel und Sankt Augustin hergestellt, während ein zentraler Umsteigepunkt zur Stadtbahn weiterhin bestehen bleibt. In die neue Linie werden sämtliche grenzüberschreitenden Schulfahrten zu den Schulstandorten in Pützchen (SAG), Sankt Augustin Zentrum und Niederpleis integriert. Zu den Hauptanfangs- und Endzeiten werden bei Bedarf Verstärkerfahrten eingesetzt. Zusätzliche Schulfahrten auf abweichenden Wegen sind nicht mehr vorgesehen.Seite 6 von 25 Seite 7 b. Ausweitung des Taktangebotes auf der neuen Linie 529 Auf der aktuellen Linie 635 gibt es in der morgendlichen NVZ noch ein ca. 3- stündiges Zeitfenster, in dem die Linie nur in einem 60-Minuten-Takt verkehrt. Mit den unter Punkt a beschriebenen Umstellungen, erfolgt eine Aufwertung der Linie für den grenzüberschreitenden Verkehr. Um dieser gestiegenen Bedeutung der Linie gerecht zu werden, wird die aktuell bestehende Taktlücke geschlossen. Dadurch verkehrt die neue Linie 529 zukünftig während der gesamten in Bonn vorgesehen Betriebszeit von ca. 6:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr in einem durchgängigen 30-Minuten-Takt. Am Wochenende werden das Taktangebot und die Betriebszeiten der bisherigen Linie 635 übernommen (samstags zwischen ca. 9:00 und 21:00 Uhr in einem 60-Minuten-Takt, sonntags kein Angebot). Abends ab ca. 21 Uhr verkehrt die Linie weiterhin nur zwischen Hennef und Sankt Augustin. Aufgrund der Integration in die bestehende Linie 529, welche auf dem Abschnitt Hennef Bf – Sankt Augustin Zentrum, heute schon längere Betriebszeiten hat, entsteht die Möglichkeit, zukünftig weitere Angebotserweiterungen bis Ramersdorf umzusetzen, falls dies durch eine gesteigerte Nachfrage auf der Linie nötig wird. c. Ausweitung des Taktangebotes auf der Linie 516 Parallel, zu der unter Punkt a und b beschriebenen Maßnahme für die Linien 529 und 635, soll das Angebot auf der Linie 516 (Vilich-Müldorf Kirche - Hennef Bf) ausgeweitet werden. Die Linie 516 wäre nach dieser Umstellung die einzige Linie auf Bonner Stadtgebiet die wochentags tagsüber teilweise nur in einem 60-Minuten-Takt verkehrt. Dieses in diesem Zeitraum unattraktive Angebot soll aufgewertet werden, indem auf der Linie wochentags ein durchgängiger 30- Minuten-Takt eingeführt wird. Dazu werden zwischen ca. 9:00 und 12:00 Uhr drei zusätzliche Fahrtenpaare eingerichtet um die Taktlücke zu schließen. Durch diese Maßnahme wird die Anbindung der östlichen Beueler Stadtteile an die Stadtbahnlinie 66 weiter verbessert. d. Dauerhafte Anpassung des Fahrplanes der Linie 552 Neben der Linie 529 war die Linie 552 ebenfalls von den temporären Angebotskürzungen im Sommer 2023 betroffen. Diese wurde zum damaligen Zeitpunkt in den Ferien ausgesetzt und verkehrte seitdem nur noch an Schultagen. Da die Linie hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern genutzt wird, hat sich diese Kürzung als sachgerecht erwiesen und wird daher dauerhaft umgesetzt. Auch aktuelle Fahrgastzählungen haben dies bestätigt. Die Maßnahmen a) bis d) sind mit dem Rhein-Sieg-Kreis abgestimmt worden. Dieser wird parallel eine entsprechende Beschlussvorlage zur entsprechendenSeite 7 von 25 Seite 8 Fortschreibung seines Nahverkehrsplans in die Gremien einbringen. Durch die Zusammenlegung der beiden Linien 529 und 635 entfällt der ehemalige Abschnitt der Linie 529 in Richtung Bonn Hbf. dauerhaft. Dies ist im Einklang mit dem aktuellen Bonner Ratsbeschluss zu „Uni trifft City“ (DS 222489), welcher das Ziel hat, den Busverkehr im Bereich der Rathausgasse zu reduzieren. Auch hilft es dabei die angespannte Situation der Pausenplätze für Regionalbusse im Zuge der Neuplanung des ZOB zu entlasten. Veränderungen der Kilometerleistung, die die RSVG auf Stadtgebiet Bonn erbringen, werden durch die von der SWBV im Rhein-Sieg-Kreis erbrachten Kilometer ausgeglichen. Da die bereits in der Vergangenheit kurzfristig notwendigen Fahrplananpassungen innerhalb des aktuellen Ausgleichs und SWB-Kostensatzes schon berücksichtigt sind, entstehen durch die Angebotsanpassungen auf Seiten der SWBV keine Mehrkilometer im Jahr. Durch diese Maßnahmen entstehen daher keine Mehrkosten. Zu 4.: Linienwegänderung der Linie 855 Mit der Mitteilungsvorlage DS 240460 hat die Verwaltung bereits über die notwendige, kurzfristige Linienwegänderung der Linie 855 informiert. Die dort beschriebene, notwendige Anpassung des Linienweges der Linie 855 wird hiermit dauerhaft beschlossen, bis eine Durchfahrung der Unterführung Rheinallee für Busse mit alternativen Antriebstechniken wieder möglich ist. Sobald die Baumaßnahmen an der Unterführung Rheinallee durchgeführt worden sind, durch die Wasserstoff- bzw. Elektrobusse die Unterführung wieder durchfahren können, wird die Linie 855 wieder auf ihren ursprünglichen Linienweg zurückverlegt. Zu 5.: Einrichtung bzw. Entfall von Haltestellen Folgende Haltestellen werden zum Fahrplanwechsel im Dezember neu eingerichtet bzw. entfallen (Anlage 3): Haltestelle Löbestraße: In Fahrtrichtung Meckenheim muss eine neue Halteposition der Haltestelle „Löbestraße“ eingerichtet werden. Diese wird von der umgeleiteten Linie 855 bedient und schafft eine zusätzliche Umsteigemöglichkeit zu den Zügen der DB sowie der Stadtbahn. Wie unter Punkt 7 erwähnt, werden auch die Linien der SWBV zukünftig von einer Umleitung betroffen sein, wodurch diese Halteposition zukünftig an Bedeutung gewinnen wird. Um die Halteposition einzurichten, müssen in diesem Bereich 5 ParkplätzeSeite 8 von 25 Seite 9 entfallen. In diesem Zusammenhang wird die Haltestelle „Löbestr.“ in „Bad Godesberg Bf./ Löbestraße“ umbenannt und mit den anderen bestehenden Positionen zu einer Haltestelle zusammengefasst. Durch diese Umbenennung wird für die Fahrgäste die Relevanz der Haltestelle für Umstiege auf die DB deutlicher. Des Weiteren befinden sich die Haltepositionen „Löbestr.“ im direkten Umfeld der Haltestelle „Bad Godesberg Bf./ Löbestr.“ sodass eine Zusammenführung der beiden Haltestellen sinnvoll ist. Haltestelle Maria-Montessori-Allee: Die Halteposition der Haltestelle „Maria-Montessori-Allee“ auf der Siegburger Str. wurde durch die beschriebene Kürzung der Linie 529 bereits seit Sommer 2023 nicht mehr vom regulären Linienverkehr bedient. Durch die unter Punkt 3 beschriebene Linienwegänderung der Linie 529 wird die Halteposition dauerhaft nicht mehr angefahren. Daher wird die Halteposition inklusive der dortigen Busbucht im Rahmen der Neubebauung an der Siegburger Str. zurückgebaut, um mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr zu schaffen. Haltestelle Schevastesstraße: Wie die Halteposition der Haltestelle „Maria-Montessori-Allee“ entfällt auch die Haltestelle „Schevastesstraße“ aufgrund der Linienwegänderung der Linie 529 dauerhaft. Haltestelle Kautex-Werk: Wie unter Punkt 3a bereits beschrieben, entfällt die Haltestelle „Kautex-Werk“ aufgrund der Linienwegänderung der neuen Linie 529. Haltestelle Agnetendorfer Straße: Aufgrund der bereits beschlossenen Umstellungen der Linien 605, 630 und 631 ist eine neue, provisorische Haltestellenposition in Fahrtrichtung Süden notwendig, die unabhängig von der dort befindlichen Wendeanlage liegt. Andernfalls kommt es in der Wendeschleife an der Haltestelle „Agnetendorfer Straße“ zu Kapazitätsproblemen und Behinderungen durch die dort wendenden Fahrzeuge. Um diese Problematik zu lösen, wird für die Linie 631 eine provisorische Halteposition auf der Agnetendorfer Straße vor den Hausnummern 35 bis 39 eingerichtet. Dadurch entfallen 2-3 Parkplätze in diesem Bereich.Seite 9 von 25 Seite 10 Langfristig ist die Einrichtung einer (barrierefreien) Halteposition weiter südlich auf der Agnetendorfer Straße vorgesehen (ungefähr auf Höhe der Realschule bzw. des Gymnasiums des dortigen Schulzentrums). Die Planung dieser Halteposition kann mit der Umgestaltung Agnetendorfer Straße gekoppelt werden. Haltestelle Oppelner Straße: Wie mit dem Ratsbeschluss DS 230661 festgelegt, wird für die neugestaltete Linie 631 eine zusätzliche Haltestelle im Bereich des Kreisverkehres Agnetendorfer Straße/ Oppelner Straße eingerichtet. Diese soll die Anbindung an das Einkaufszentrum Tannenbusch verbessern. Dadurch müssen in diesem Bereich Parkplätze entfallen. In Fahrtrichtung Waldenburger Ring sind 3 Parkplätze betroffen. In Fahrtrichtung Agnetendorfer Straße sind 4 Parkplätze betroffen. Sowohl die Verwaltung als auch die SWBV stehen der Neueinrichtung dieser Haltestelle kritisch gegenüber, da sie zu Fahrzeitverlängerungen auf dem Linienweg führt. Dadurch kann es zu weiteren Sprungkosten kommen. Dies widerspricht den angestrebten Zielen eines möglichst effizienten Mitteleinsatzes und der Linienbeschleunigungen. Des Weiteren ist die barrierefrei ausgebaute Haltestelle „Waldenburger Ring“ nur ca. 150m von diesem Standort entfernt. Der Zugangsbereich des Einkaufszentrums ist von der Haltestelle „Waldenburger Ring“ in ca. 350m erreichbar und weist somit eine vertretbare Fußwegedistanz auf. Der nördliche Bereich des Einkaufszentrums kann über die Haltestelle „Agnetendorfer Straße“ fußläufig gut erreicht werden. Hier beträgt die Distanz ebenfalls ca. 350m. Die Einrichtung der Haltepositionen hätte nachteilige Effekte für den Radverkehr in diesem Bereich, da die markierten Radschutzstreifen unterbrochen werden müssten. Der Radverkehr müsste in diesem Bereich gemeinsam mit dem fließenden Verkehr geführt werden. Haltestelle Im Wingert: Die Haltestelle „Im Wingert“ ist derzeit eine Einrichtungshaltestelle in Fahrtrichtung Venusberg. Zum Fahrplanwechsel wird eine Halteposition in Gegenrichtung auf Höhe der Hausnummer 9 eingerichtet. Haltestelle Straßburger Weg: Nach Beendigung der Arbeiten rund um den Bundeskanzlerplatz wurde dort auch eine barrierefreie Haltestelle in Betrieb genommen. Diese trägt seit Inbetriebnahme den Namen „Straßburger Weg“. Die seinerzeit provisorisch eingerichtete Ersatzhaltestelle Straßburger Weg zwischen der Hausnummer 25 und Einmündung Coburger Straße wurde deswegen aufgelöst. Aufgrund eines politischen Beschlusses der Bezirksvertretung Bonn (vgl. DS 240215) soll eine Haltestelle im Straßburger Weg, vorrangig zwischen Rheinweg undSeite 10 von 25 Seite 11 Einmündung Eduard-Pflüger-Straße, jedoch weiterhin bestehen bleiben. Da die Entfernung zwischen der nächstgelegenen Haltestelle UN Campus Bf und dem neuen Standort der Haltestelle Straßburger Weg auf Höhe des Bundeskanzlerplatzes zwischen 550 und 600m beträgt, ist die Einrichtung einer Haltestelle zwischen den beiden Standorten prinzipiell gerechtfertigt, auch wenn das Fahrgastpotenzial eher gering eingeschätzt wird. Aufgrund der örtlichen Begebenheiten (u.a. Privatzufahrten, Privatparkplätze) im Straßburger Weg ist die Einrichtung einer Haltestelle jedoch nur am bisherigen Standort der Ersatzhaltestelle möglich und nicht, wie im Antrag erwähnt, im Bereich zwischen Einmündung Eduard-Pflüger-Straße und Rheinweg. Für einen späteren barrierefreien Ausbau der Haltestelle müsste die Position erneut angepasst werden. Für die Wiedereinrichtung ist ggf. die Neusetzung des Haltestellenmastes notwendig. Auch die Namensgebung ist noch offen. Durch die neue Haltestelle kommt es zu verlängerten Fahrzeiten was den angestrebten Zielen der Linienbeschleunigung entgegenläuft. Haltestelle Bundeskanzlerplatz: Durch die unter Punkt 3 aufgeführte Änderung des Linienweges des N10 über den Bundeskanzlerplatz, ist die Wiedereinrichtung einer Halteposition notwendig. In Fahrtrichtung Hbf kann die Position der Linie 634 genutzt werden. Für die Gegenrichtung (Richtung Heiderhof) muss jedoch die ehemalige Halteposition der Linien 610/611 auf der Willy-Brandt-Allee wiedereingerichtet werden. Haltestelle Oscar-Romero-Allee: Im Zuge des Fahrplanwechsels 2023 wurde die Einrichtung einer Haltestelle an diesem Standort für die Linie 634 bereits politisch beschlossen (vgl. DS 230724-03 AA). Aufgrund der örtlichen Begebenheiten (Baumstandorte, Grünflächen, (Feuerwehr-)Zufahrten) kann ohne bauliche Maßnahmen keine verkehrssichere Haltestellensituation geschaffen werden. Ohne ausdrückliche politische Zustimmung können keine Baumstandorte und Grünflächen versiegelt werden, um eine Haltestelle einzurichten. In den bereits versiegelten Bereichen ist eine Einrichtung ebenfalls nicht möglich. Der Standort neben der Tiefgaragenzufahrt liegt im Kreuzungsbereich zur Baunscheidtstraße, weswegen die Polizei aus Gründen der Verkehrssicherheit den Standort ablehnt. Zwischen dem Knotenpunkt Joseph-Beuys-Allee/Oscar-Romero- Allee/Marie-Kahle-Allee und der Einmündung Baunscheidtstraße befindet sich eine Feuerwehrzufahrt, die durch haltende Fahrzeuge nicht blockiert werden darf. Weitere versiegelte Flächen befinden sich im Bereich des Fernbusbahnhofes, deren Positionen jedoch Reisebussen vorbehalten sind und aus Kapazitätsgründen nicht anderweitig genutzt werden können. Aufgrund dessen wird zum Fahrplanwechsel 2024 vorgeschlagen, dass lediglich eine Einrichtungshaltestelle (Fahrtrichtung Fritz-Erler-Straße) im Bereich des Fernbusbahnhofes neben der Zufahrt des B+B ParkhausesSeite 11 von 25 Seite 12 eingerichtet werden soll. Eine Einrichtung an diesem Standort ist ohne bauliche Maßnahmen und ohne Versiegelung von weiteren Flächen umsetzbar. Es muss lediglich der Haltestellenmast gesetzt werden. Die Einrichtung einer Einbahnregelung (Zufahrt aus Marie-Kahle-Allee und Ausfahrt über Emil-Nolde- Straße auf Joseph-Beuys-Allee) ist hierfür jedoch erforderlich, da nicht ausreichend Fläche für eine Pkw-Bus-Begegnung zur Verfügung steht. Dies würde die Zufahrtsmöglichkeiten zum Parkhaus beeinflussen, ist jedoch aus verkehrsrechtlicher Sicht umsetzbar. Sollte der Vorschlag seitens der Politik abgelehnt werden, kann die Haltestelle nur unter Versiegelung von Grünflächen und Fällung von Bäumen realisiert werden, um eine ausreichend lange und vor allem verkehrssichere Ein- und Ausstiegsfläche für die Fahrgäste zu gewährleisten. Dies sieht die Verwaltung aus Gründen des Umweltschutzes und aufgrund des geringen Fahrgastpotenzials und der aufzuwendenden Kosten kritisch. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass in diesem Bereich zukünftig die Errichtung einer Seilbahnstation geplant ist und sich in diesem Zusammenhang sowohl die Umgebung als auch die Buslinienführung noch verändern kann. B) Prüfaufträge Zu 6.: Abbindung der Linie 16 Aufgrund ihres langes Linienweges, aus Köln kommend, ist die Stadtbahnlinie 16 eine der verspätungsanfälligsten Linien in Bonn. Dies führt zu einem aktuell unzuverlässigen Angebot zwischen der Bonner Innenstadt und Bad Godesberg. Um das Angebot auf diesem Abschnitt zu verbessern, wurde eine Abbindung der Linie, bei Schaffung eines Alternativangebotes Richtung Bad Godesberg, diskutiert. Die Verwaltung und SWBV haben dieses Szenario untersucht. Seitens der SWBV gibt es folgende Stellungnahme: „Unter Beibehaltung der heutigen Fahrplanlagen der Linie 16 erscheint eine vorzeitige Abbindung unrealistisch. Eine kurzfristige Abbindung der Linie 16 erfordert zudem ein alternatives Stadtbahnangebot auf den wegfallenden Linienästen. Folglich müssen entweder die Fahrplanlagen der Linie 16 oder des alternativen Angebots von den heutigen Fahrplanlagen verschoben werden, was das gesamte Stadt- und Straßenbahnnetz tangiert. Die Auswirkungen auf die Wendeanlagen und anderen Linien können deshalb nur in einem gesamten Betriebskonzept bewertet werden, da sicherheitsrelevante Trassenkonflikte in der Planung unbedingt auszuschließen sind – was auch in Anbetracht der späteren Betriebsqualität relevant ist. Fragen zu Kosten, Personal- oder Fahrzeugbedarf können ebenfalls nur in einem Gesamtkonzept, bei dem jede einzelne Fahrt und jeder Umlauf für jeden Betriebstag systemseitig anzulegen und abzubilden ist, bewertet werden. Da diese Systemanlagen und -bewertungen zusätzlich zum Tagesgeschäft erfolgen, kann eine Prüfung aus Sicht der SWBV nicht kurzfristig erfolgen. Final ist anzumerken, dass ein kurzfristiges Stadtbahnnetz auch mit einer Stadtbahnvariante ab 2026 harmonieren sollte, um zu häufige Änderungen fürSeite 12 von 25 Seite 13 die Fahrgäste und zusätzliche Kosten auf Seiten der SWBV zu vermeiden.“ Aktuell erarbeitet die Verwaltung in Kooperation mit der SWBV eine neue Vorzugsvariante für ein zukünftiges Stadtbahnkonzept. Diese soll nach Möglichkeit eine vorzeitig abgebundene Linie 16 enthalten. Nachdem die Abstimmungen mit allen relevanten Akteuren abgeschlossen sind, wird die neue Vorzugsvariante zeitnah den politischen Gremien vorgestellt werden. Ein vorzeitiges Abbinden der Linie 16 kann jedoch nur im Einvernehmen mit allen beteiligten Aufgabenträgern erfolgen. Die Verwaltung empfiehlt daher, eine Abbindung der Linie 16 mit der Umstellung auf das neue Stadtbahnkonzept umzusetzen, sofern dies möglich und verkehrsplanerisch zielführend ist. Dies führt dazu, dass das Stadtbahnnetz nur einmalig umgestellt werden muss. Die Änderungen sind dadurch für die Fahrgäste einfacher nachzuvollziehen und zusätzliche Kosten werden vermieden. Eine Umstellung auf das finale Konzept ist dabei in mehreren Schritten denkbar. Ob die Umstellung der Linien erfolgen kann, bevor alle neuen Bahnen für die angedachten Taktverdichtungen zur Verfügung stehen, wird sich im Prüfergebnis zeigen. Das neue Konzept würde dann in einem ersten Schritt mit den bisherigen Takten umgesetzt werden. Dadurch ist eine frühere Abbindung der Linie 16 wahrscheinlicher. Über dann ebenfalls erforderliche infrastrukturelle Begleitmaßnahmen werden Verwaltung und SWBV bei der Vorstellung der Vorzugsvariante berichten. Zu 7.: Prüfung von alternativen Linienkonzepten Basierend auf der unter Punkt 4 beschriebenen Maßnahme, verweisen Verwaltung und SWBV auf die Drucksache DS 231974, da auch für die SWBV eine Anpassung der Linienwege im Bereich der Rheinallee notwendig wird. Nach aktuellem Stand ist ein Umbau der Unterführung frühestens in der geplanten Sperrpause zur Sanierung der linken Rheinstrecke der Deutschen Bahn im Jahr 2028 möglich. Je nach Umfang der Lieferungen von Elektrobussen, ist es auch für die SWBV bereits ab dem Jahr 2026 nicht mehr möglich die Unterführung zu durchfahren. Es muss also ein Übergangskonzept für die Buslinienführung in diesem Bereich erarbeitet werden. Mit Beschluss wird die Verwaltung daher beauftragt in Kooperation mit den SWBV ein temporäres Alternativkonzept für die Busanbindung im Bereich der Bad Godesberger Innenstadt zu entwickeln und der Politik zum Beschluss vorzulegen. Ergänzend verweist die Verwaltung auch auf die weiteren problematischen Unterführungen für Linien der SWBV. In der Machbarkeitsstudie werden die Unterführungen Konrad-Zuse-Platz in Beuel und Meindorfer Straße in Menden untersucht. Für die Unterführung Konrad-Zuse-Platz wird aufgrund des Baualters ein Umbau durch die DB AG abgelehnt. Die Unterführung MeindorferSeite 13 von 25 Seite 14 Straße liegt im Aufgabenbereich des Rhein-Sieg-Kreises. Diese Unterführungen können ebenfalls nicht von Bussen mit alternativen Antriebstechniken durchfahren werden. Daher wird die Verwaltung auch für diese Unterführungen alternative Fahrkonzepte erarbeiten und der Politik zum Beschluss vorlegen. C) Nicht umzusetzende Maßnahmen Zu 8.: Verlängerung der sonntäglichen Kurzfahrten der Linie 631 Mit der Drucksache (DS 230661) hat der Stadtrat bereits im vergangenen Jahr die Umstrukturierung der Linien 605, 630 und 631 zum Fahrplanwechsel 12/2024 grundsätzlich beschlossen. In der BV Bonn gab es mit der Drucksache (DS 230661-01) einen weiterführenden Antrag zum Beschluss. Der Antrag fordert, dass die sonntäglichen Kurzfahrten der Linie 631 zwischen den Haltestellen „Mondorfer Fähre“ und „Agnetendorfer Straße“ bis zur Haltestelle „Endenich Nord Bahnhof (S)“ verlängert werden sollen. Die Prüfung dieser Verlängerung durch die SWBV kommt zu folgendem Ergebnis: „Um den Wegfall der Linie 605 in Graurheindorf zu kompensieren, sollte die neue Linie 631 bestmöglich an die Linien 61 und 16 (Kopenhagener Str. und Buschdorf) angeschlossen werden, um kurze Umsteigezeiten zu ermöglichen. Werden die Kurzfahrten bis Endenich verlängert, gehen aufgrund der benötigen Fahr- und Wendezeiten die Anschlüsse in eine Richtung verloren. Durch die verlängerten Fahrzeiten ergeben sich für die Kurzfahrten an beiden Endhaltestellen sehr kurze Wendezeiten. Will man dieses Problem beheben, müsste man von einem gleichmäßigen 30-Minuten-Takt zwischen Lang- und Kurzfahrten abweichen, was zu einem unattraktiveren Angebot für die Fahrgäste führen würde und wiederum Probleme bei den Anschlüssen bereit. Zudem könnte eine Verschiebung der Taktfolge den Fahrzeug- und Personalbedarf steigern, falls in Graurheindorf eine (sonntags sehr teure und ineffiziente) überschlagene Wende notwendig wird.“ Aus den o.g. Gründen empfiehlt die Verwaltung die vorgeschlagene Verlängerung der Kurzfahrten abzulehnen und die benötigten Finanzmittel effizienter an anderen Stellen des Liniennetzes einzusetzen. Falls der Maßnahme entgegen dem Vorschlag der Verwaltung doch zugestimmt wird, entstünden Mehrkosten in Höhe von ca. 50.000 € pro Jahr. Zu 9.: Zusätzliche Fahrten auf den Linien 606 und 607 Der Antrag DS 232341 der BV Hardtberg fordert die Einführung einer zusätzlichen Fahrt auf der Linie 606 von Ramersdorf in Richtung Hardtberg Klinikum und auf der Linie 607 von Hardtberg Klinikum in Richtung Hbf nach dem aktuellen Fahrplanende, um die Taktlücke zwischen dem Ende des regulären Linienverkehres und dem Einsetzen des Nachtbusverkehres zuSeite 14 von 25 Seite 15 verringern. Mit der Stellungnahmen DS 232341-01 hat sich die Verwaltung, nach Rücksprache mit den SWB, bereits ablehnend bezüglich dieser Änderungen geäußert. Aktuelle Auswertungen der Fahrgastzahlen der Linie 606 und 607 zeigen schon im Bestand nur eine sehr geringe Nachfrage auf den derzeit letzten Fahrten in Richtung Hardtberg Klinikum. Nach Rücksprache sieht auch das Klinikum Hardtberg keinen Bedarf für die Einrichtung der zusätzlichen Fahrten. Um die aktuell limitierten finanziellen Mittel für den ÖPNV möglichst effektiv einzusetzen, empfiehlt die Verwaltung diesen Antrag abzulehnen. Sollte die Umsetzung dieser Maßnahmen entgegen dem Vorschlag der Verwaltung doch beschlossen werden, entstünden Mehrkosten in Höhe von ca. 50.000 Euro pro Jahr. D) Mitteilungen über den Sachstand weiterer Prüfaufträge Mit den Prüfaufträgen DS 231000 sowie DS 221471 wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, inwiefern eine Busverbindung zwischen Beuel und Bad Godesberg unter Nutzung der Südbrücke eingerichtet werden kann. Mit der Mitteilungsvorlage DS 221471-02 hat die Verwaltung bereits mehrere Varianten für eine solche Verbindung vorgestellt. Wie im geänderten Beschluss zu DS 231000 gewünscht, wird die Verwaltung die Einrichtung einer solchen Verbindung bei der Neuaufstellung des Nahverkehrsplanes mitberücksichtigen und weiterführend prüfen. Mit dem Prüfauftrag DS 221242 wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, inwiefern eine bessere Anbindung des Stadtteiles Friesdorf durch eine Verlängerung der Linie 634 möglich ist. Wie bereits in der Stellungnahme DS 221242-02 dargestellt, sieht die Verwaltung aktuell kein Szenario die Linie 634 sinnvoll bis Friesdorf zu verlängern. Für Maßnahmen bzgl. einer besseren Anbindung des Stadtteiles Friesdorf verweist die Verwaltung daher ebenfalls auf die anstehende Neuaufstellung des Nahverkehrsplanes. Mit dieser sind weitreichende Umstellungen und Verbesserungen im ÖPNV-Netz der Stadt Bonn zu realisieren. So könnte in Abstimmung mit dem RSK die Linie 550, die bislang am ZOB endet, bis Friesdorf durchgebunden werden. E) Mitteilung über sonstige Maßnahmen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 Der heutige E-Wagen, der zwischen den Haltestellen „Röttgen Schleife“ und „Hauptbahnhof“ den gleichen Fahrweg der Linie 603 nutzt, wird an Schultagen in das Fahrplanangebot der Linie 603 überführt.Seite 15 von 25 Seite 16 F) Kostenübersicht Bei Zustimmung der von der Verwaltung zur Beschlussfassung vorgelegten Maßnahmen entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von 30.000€. Die zusätzlichen Kosten werden über die ÖPNV-Finanzierung der SWBV finanziert. Alle beschriebenen Maßnahmen sind zwischen der Verwaltung und der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, sowie falls notwendig mit dem Rhein-Sieg Kreis und der RSVG bzw. RVK abgestimmt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.02 Planung ÖPNV Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 30.000,00 EUR 161001207/ 73.1000, Innenauftrag 6100004 (Defizitausgleich SWB) 2024 Einzahlungen / Erträge 0,00 EUR 2024 Haushaltsbelastung 30.000,00 EUR Anlage/n 1 Anlage 1_Neue Linienwege Nachtbuslinien (öffentlich) 2 Anlage 2_Neuer Linienweg 529+635 (öffentlich) 3 Anlage 3_Neue Haltestellen zum Fahrplanwechsel 2024 (öffentlich)Seite 16 von 25 Seite 17 von 25 Linienverlauf der Buslinie N4 Start/Ziel: Hauptbahnhof Start/Ziel: Hauptbahnhof Kartengrundlage: Amtlicher Stadtplan der Stadt Bonn (Maßstab: 1:12.500) Konzeption und Gestaltung Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH Stand: März 2024 neuer Linienabschnitt Richtung HbfSeite 18 von 25 Seite 19 von 25 Kartengrundlage: Amtlicher Stadtplan der Stadt Bonn (Maßstab: 1:12.500) Linienverlauf der Buslinie 529/635 Ramersdorf 529 635 Hennef Bf Weiter nach Hennef Bf 635 neuer Linienabschnitt bisherige Linienführung 529 bisherige Linienführung Konzeption und Gestaltung Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH Stand: März 2024Seite 20 von 25 Neue Haltestellen zum Fahrplanwechsel 2024 Haltestelle Löbestraße: Haltestelle Hangelar Wolfsbach:Seite 21 von 25 Hangelar Eifelstraße: Haltestelle Agnetendorfer Straße:Seite 22 von 25 Haltestelle Oppelner Straße:Seite 23 von 25 Haltestelle Im Wingert: Haltestelle Straßburger Weg:Seite 24 von 25 Haltestelle Bundeskanzlerplatz: Haltestelle Oscar-Romero-Allee:Seite 25 von 25
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