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240565 · Mitteilungsvorlage

Energie- und Treibhausgasbilanzierung Bonn - Fortschreibung 2021

Nummer
240565
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
25.03.2024
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 16.04.2024 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
240565
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Energie- und Treibhausgasbilanzierung Bonn -
Fortschreibung 2021
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
16.04.2024 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda war von der Verwaltung
zuletzt am 17.01.2023 über die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in
Bonn von 1990 bis 2020 informiert worden (Drucksache 222499). Die
vorliegende Energie- und Treibhausgasbilanz stellt die Aktualisierung der
Zeitreihen um das Jahr 2021 dar. Im Rahmen der Berichterstattung zur
Umsetzung des Bonner Klimaplans erfolgt die Fortschreibung der Bonner
Bilanz künftig jährlich.
2021 wurden in Bonn 2,02 Millionen Tonnen an Treibhausgasen emittiert, dies
bedeutet eine Minderung um rund 31 Prozent in Bezug auf das erste Bilanzjahr
1990. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 sind die Emissionen
wieder angestiegen und erreichen 2021 in etwa das Niveau von 2019.
Die Umsetzung der Klimaplanaktivitäten kann auf die Ergebnisse des letzten
Bilanzjahres 2021 noch keinen Einfluss haben. Zum einen wurde erst nach
dem Beschluss im Jahr 2023 mit der Umsetzung begonnen, zum anderen stellt
sich eine Wirkung von Maßnahmen auf eine messbare Treibhausgasminderung
naturgemäß erst nach mehreren Jahren ein. Die Verwaltung arbeitet zurzeit
daran, die Darstellung der Energie- und THG-Bilanzergebnisse nach BISKO-
Standard um maßnahmenspezifische Kennwerte zu erweitern, um zeitnah über
Umsetzungsstand und Wirkung der Klimaplan-Aktivitäten berichten zu können.
Die Bonner Treibhausgas-Bilanzierung erfolgt nach einem anerkannten, im
Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelten bundeseinheitlichen Standards
für kommunale Treibhausgasbilanzierungen (BISKO). Im externen Dokument
„Energie- und Treibhausgas-Bilanzierung Bonn - Fortschreibung bis 2021“
werden die Methodik und die Ergebnisse ausführlich beschrieben. Methodisch
bedingte in der Bilanzierung nicht berücksichtigte Aspekte wie die lokale
Stromzusammensetzung oder Flugreisen werden im Bericht nachrichtlich
dargestellt.Seite 1 von 26
Seite 2
Anlage/n
1 Treibhausgasbilanzierung Bonn 1990-2021 (öffentlich)Seite 2 von 26
Seite 1
Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035
Energie- und
Treibhausgas-Bilanzierung
Bonn
Fortschreibung bis 2021Seite 3 von 26
Seite 2
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung .............................................................................................................................. 3
2 Methodik ................................................................................................................................ 3
Territorialprinzip .......................................................................................................................... 3
Kohlendioxid-Äquivalente ............................................................................................................ 4
Emissionsfaktor für den Strom-Mix ............................................................................................... 6
3 Datengrundlagen und Datengüte ............................................................................................ 6
4 Entwicklung des Endenergieverbrauchs ................................................................................... 9
5 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen ............................................................................. 11
Treibhausgas-Emissionen nach Bilanzierungsbereichen ............................................................... 11
Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern ............................................................................ 12
6 Erweiterte Angaben .............................................................................................................. 14
Lokaler Strom-Mix ...................................................................................................................... 14
Flugemissionen .......................................................................................................................... 16
7 Ausblick................................................................................................................................. 18
8 Opendata .............................................................................................................................. 19
9 Anhang Tabellen ................................................................................................................... 20Seite 4 von 26
Seite 3
1 Einführung
Die erste CO2-Bilanz für die Stadt Bonn wurde von der Fraunhofer Gesellschaft (FHG-ISI) im Rahmen
des Energie- und Klimaschutzkonzepts 1999 mit Daten des Jahres 1995 erstellt und bezog sich als
Referenz auf das Gründungsjahr des Klima-Bündnis 1987. Später erfolgte eine Anpassung auf das
international übliche Referenzjahr 1990. Seit 2008 führt die Stadt Bonn eine eigene CO2-Bilanzierung
durch, in die die Daten der Fraunhofer-Erhebung integriert wurden, so dass eine mit dem Referenzjahr
1990 beginnende konsistente Zeitreihe entsteht. Die Bilanzierung wird jährlich fortgeschrieben.
Eine CO2- oder Treibhausgasbilanz gibt die durch den gesamten Energieverbrauch von privaten
Haushalten, Wirtschaft und Verkehr innerhalb definierter Bilanzgrenzen verursachten Treibhausgas-
(THG-)Emissionen wieder. Die Bilanzierungsergebnisse sind grundsätzlich nicht witterungskorrigiert,
um die tatsächlich emittierten THG-Mengen abzubilden. Lediglich zu Interpretationszwecken der
Zeitreihen der Endenergieverbräuche wird eine Witterungskorrektur durchgeführt (s. Abschnitt 4).
Die vorliegende Bilanz stellt die Aktualisierung der Zeitreihen um das Jahr 2021 dar. Im Ergebnis sind
die THG-Emissionen 2021 – bezogen auf das Referenzjahr 1990 – um 31 Prozent gesunken und liegen
mit insgesamt 2,02 Millionen Tonnen nach einer deutlichen Reduzierung im Jahr 2020 wieder auf dem
Niveau von 2019.
2 Methodik
Die vorliegende Bilanzierung erfolgt nach dem „Bilanzierungsstandard Kommunal“ (BISKO). Dieser
Standard wurde 2014 vom IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg im Auftrag des
Umweltbundesamtes entwickelt. Wesentliche Merkmale des BISKO sind eine strikte territoriale
Betrachtungsweise auch des Verkehrsbereichs, die Berücksichtigung auch der Treibhausgase nach
Kyoto-Protokoll als Kohlendioxid-Äquivalente sowie eine einheitliche Berücksichtigung des
Bundesstrommixes beim Emissionsfaktor für Strom. Basis für die Berechnung der Emissionen sind für
alle Bereiche nach wie vor die Endenergieverbräuche. Endenergie ist die Energie, die vom Verbraucher
an einem bestimmten Punkt, beispielsweise Erdgaszähler oder Tankstelle, vom Lieferanten
abgenommen wird, ohne Transport- und Umwandlungsverluste. Diese werden in weiteren Schritten
über entsprechende Faktoren bei der Berechnung der Treibhausgas-Emissionen berücksichtigt.
Die durch die BISKO-Methodik erforderlichen Anpassungen wurden auch auf die früheren Bilanzjahre
zurückgerechnet, so dass konsistente Zeitreihen ohne methodische Brüche entstehen.
Im Folgenden sollen die wesentlichen Aspekte des BISKO erläutert werden.
Territorialprinzip
Im stationären Bereich wurde auch in den bisherigen Bilanzierungen gebietsbezogen bilanziert, das
heißt, Basis ist der Endenergieverbrauch von Haushalten, Gebäuden und Infrastruktur innerhalb des
Stadtgebietes. Im Verkehrsbereich, insbesondere beim motorisierten Individualverkehr, gibt es erst seit
wenigen Jahren gebietsabgegrenzte Fahrleistungsdaten. Grundlage dazu ist eine vom IFEUSeite 5 von 26
Seite 4
Heidelberg zusammen mit dem Umweltbundesamt entwickelte Modellberechnung, die auf Basis von
großräumigen Verkehrszählungen und darauf aufgesetzten Berechnungen die Ermittlung von
Fahrleistungssummen kommunenscharf für jede Fahrzeugkategorie ermöglicht.
Abbildung 2.1: Unterschiedliche Systemgrenzen bei der Verkehrsbilanzierung
Eine Besonderheit ergibt sich damit aber bei der Bilanzierung des Flugverkehrs. Der territoriale Ansatz
berücksichtigt nur den Energieverbrauch von Starts und Landungen auf dem Gebiet der Kommune bis
zu einer Flughöhe von 900 m. Weil sich sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch der
Verkehrslandeplatz Bonn-Hangelar nicht auf dem Stadtgebiet befinden, bedeutet dies für Bonn, dass
nach dieser Methodik keine Flugemissionen bilanziert werden. Die Geschäftsbeteiligungen der Stadt
Bonn an beiden Gesellschaften finden hier keine Berücksichtigung. In Abschnitt 6.2 „Flugemissionen“
wird deshalb nachrichtlich über die von Bonner Einwohnerinnen und Einwohner verursachten
Flugemissionen berichtet.
Kohlendioxid-Äquivalente
Neben Kohlendioxid haben auch andere durch natürliche und anthropogene Vorgänge emittierte Gase
einen Anteil am Treibhauseffekt, beispielsweise Methan, Lachgas, usw. Ihr Anteil an den
Gesamtemissionen ist im Vergleich zum Kohlendioxid sehr gering, ihre Treibhauswirkung aber um ein
Vielfaches höher als die des Kohlendioxids.Seite 6 von 26
Seite 5
Treibhausgase
Treibhausgas GWP*-Faktor Anteil am
Treibhauspotenzial
Kohlendioxid CO2 1 88,2 %
Methan CH4 21 6,0 %
Lachgas N2O 310 4,2 %
Fluorkohlenwasserstoffe
HFKW / FKW 12.400
Schwefelhexafluorid 23.500 1,7 %
Stickstofftrifluorid 16.100
*: GWP: Global Warming Potential (Treibhauspotenzial bezogen auf CO2)
Abbildung 2.2: Treibhausgase nach Kyoto-Protokoll
Über sogenannte Treibhauspotenzial-Faktoren (engl. Global Warming Potential- oder GWP-Faktoren)
werden die emittierten Mengen der Treibhausgase in ihrer Wirkung auf das Kohlendioxid bezogen. Der
GWP-Faktor gibt also an, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases im Vergleich zur
gleichen Menge CO2 in angenommenen 100 Jahren zur globalen Erwärmung beiträgt. Diese Mengen
werden als CO2-Äquivalent auf die Kohlendioxid-Mengen aufgeschlagen. In der Maßeinheit wird dies
durch den Zusatz eq verdeutlicht. Abbildung 2.2 zeigt eine Aufstellung der Treibhausgase mit den
GWP-Faktoren und den Anteil am Gesamtpotenzial.
Während die hauptsächlich bei Verbrennungsvorgängen freigesetzten Kohlendioxidmengen über die
eingesetzten Energiemengen in der Praxis gut zu erfassen sind, ist die separate Erfassung der anderen
Treibhausgase nicht so einfach möglich. Im BISKO-Standard werden diese Emissionen deshalb
vereinfacht durch einen Aufschlag auf die Emissionsfaktoren (einschließlich Vorkette) berücksichtigt.
Die verwendeten Emissionsfaktoren sind also wie folgt zusammengesetzt:
Stoffbezogene Menge Kohlendioxid gCO2 / kWh
+ Vorkette für Transport und Bereitstellung gCO2 / kWh
+ GWP-Äquivalente Mengen weiterer THG gCO2eq / kWh
= Treibhausgasäquivalente Menge Gesamt gCO2eq / kWh
Es sei angemerkt, dass der kommunale Bilanzierungsstandard bislang nur die Erfassung
energiebedingter Treibhausgasemissionen vorsieht. Sowohl in den Sektoren Industrie (Produktion), als
auch die Kommunalen Einrichtungen (Abfall, Abwasser) und im Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
(Landwirtschaft) werden auch nicht-energiebedingte Treibhausgasemissionen freigesetzt, deren
Erfassung bislang an der Datenverfügbarkeit scheiterte. Der Anteil dieser nicht-energiebedingtenSeite 7 von 26
Seite 6
Emissionen ist von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich und kann je nach Profil zwischen 2 %
und 20 % der energiebedingten Emissionen betragen. Entsprechend unklar ist noch, wie relevant diese
Emissionen im Einzelfall auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität sind. In einer
dienstleistungsgeprägten Kommune ohne nennenswerte Landwirtschaft und Industrie wie Bonn wird
sich der Anteil eher am unteren Ende bewegen. Eine zukünftige Erfassung der nicht-energetischen
Treibhausgase wird aber unabdingbar sein.
Emissionsfaktor für den Strom-Mix
Nach BISKO ist die Verwendung des Emissionsfaktors für den Bundesstrom-Mix verbindlich
vorgegeben. Die Methodik von BISKO stellt den Energieverbrauch und die daraus resultierenden
Treibhausgasemissionsmengen ins Zentrum der Betrachtungen. So wird vornehmlich das
Voranschreiten bei der Energiebedarfsminderung in einer Kommune sichtbar.
Dieser Betrachtungsansatz berücksichtigt nicht die Entwicklung der lokalen Erzeugungs-Leistung aus
erneuerbaren Energien. Der Ausbau der lokalen erneuerbaren Energie-Erzeugungsleistung ist für die
Erreichung der nationalen Klimaschutz-Ziele jedoch eine unverzichtbare Voraussetzung. Aus diesem
Grund wird die vorliegende THG-Bilanzierung um die Erfassung des kommunalen Erzeugungs-Mixes
und dessen Weiterentwicklung ergänzt. Entsprechend der BISKO-Vorgaben werden Stand und Zubau-
Entwicklung lokaler Energie-Erzeugungsanlagen in Abschnitt 6.1 nachrichtlich dargestellt.
3 Datengrundlagen und Datengüte
Die nach BISKO erstellten Treibhausgasbilanzen sollen ein möglichst vollständiges Abbild der
Verbrauchs- und Emissionssituation im Stadtgebiet wiedergeben. Dem steht aber eine sehr heterogene
Datenverfügbarkeit entgegen. So liegen beispielsweise die Verbräuche der leitungsgebundenen
Energieträger Strom, Erdgas und Fernwärme als gemessene Verbrauchsdaten vor und werden unter
anderem von den Stadtwerken Bonn als Netzbetreiber nach Bilanzierungssektoren agglomeriert zur
Verfügung gestellt. Die Datenverfügbarkeit ist hier für einen Großteil des Gesamtenergieverbrauchs als
sehr gut zu bezeichnen. Nicht leitungsgebundene Energieträger wie Heizöl, Flüssiggas oder
Festbrennstoffe werden dagegen von den Verbraucherinnen und Verbrauchern am freien Markt
beschafft. Eine vollständige Erhebung dieser Verbräuche ist sehr aufwendig und scheitert bislang noch
an datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Die Ermittlung dieser Verbräuche erfolgt über andere
Quellen und zum Teil über statistische Methoden. Diese Ergebnisse sind deshalb mit entsprechenden
Unsicherheiten behaftet und bilden die Situation in Bonn nicht exakt ab. Dies ist insbesondere dann
der Fall, wenn spezifische Bonner Maßnahmen in einem bestimmten Bereich zu weitreichenden
Verbrauchsreduktionen führen, die signifikant vom Landes- oder Bundesdurchschnitt abweichen. Für
das Monitoring der Maßnahmen aus dem Bonner Klimaplan sind Angaben nach der BISKO-Methodik,
die die Bonner Realität nicht oder nur sehr unscharf abbilden, nicht geeignet. Abschnitt 7 geht auf diese
Frage näher ein.
Um die unterschiedlichen Datenqualitäten im Bilanzergebnis sichtbar zu machen, sind im BISKO-
Standard sogenannte Datengüten definiert. Dabei handelt es sich um eine Zahl zwischen 0 und 1, dieSeite 8 von 26
Seite 7
die Datenherkunft bewertet und als Metadatum zusammen mit dem jeweiligen Verbrauchswert
eingegeben wird. Es sind dabei 4 Datengütestufen festgelegt.
Datengüte Beschreibung
Primärstatistische lokale Daten
Regionale Daten hochgerechnet
Regionale Daten von Landesebene heruntergerechnet
Bundesdurchschnittsdaten
Abbildung 3.1: Datengüten nach BISKO
Im Endergebnis werden die Datengüten der einzelnen Eingabewerte nach der Größe der Eingabedaten
gewichtet gemittelt. Die Gesamtdatengüte der Bilanz 2021 beträgt so 0,79. Zum Vergleich: Für die
Ergebnisse der Bilanz 1990 wurde noch eine Gesamt-Datengüte von 0,39 ermittelt. Die nachfolgende
Tabelle skizziert, wie die Daten der einzelnen Energieträger der vorliegenden Bilanz ermittelt wurden
und gibt die damit verbundene Einordnung der Datengüte an.
Energieträger Beschreibung Datengüte
Kraftstoffe/Strom
(Straßenverkehr)
Die Energieverbräuche werden über ein Verkehrsmodell
berechnet, das auf Basis der Bundesverkehrswegezählungen
auf Autobahnen und übergeordneten Straßen die
Verkehrsleistungen auf das Gebiet der Kommune
herunterbricht. Das Modell wird vom ifeu - Institut für Energie-
und Umweltforschung Heidelberg gGmbH betrieben und die
Daten den Kommunen über das Bilanzierungstool
„Klimaschutz-Planer“ zur Verfügung gestellt.
Kraftstoffe/Strom
(Schienenverkehr)
DB-Daten von der DB Energie werden ebenfalls über das Tool
„Klimaschutz-Planer“ kommunenscharf zur Verfügung gestellt.
Die Daten für den Bonner Nahverkehr stammen von den
Stadtwerken Bonn.
Biogase Hierzu werden lediglich die Faulgasmengen der Bonner
Kläranlagen erfasst, die vom Tiefbauamt zur Verfügung
gestellt werden.
Solarthermie Datengrundlage bietet die Anzahl und Flächengröße der
geförderten Solarthermieanlagen, über eine statistische
Hochrechnung wird auch die Anzahl der nicht geförderten
Anlagen abgeschätzt. Aus der Gesamtflächengröße wird über
statistische Kenngrößen die erzeugte Wärmeenergie ermittelt.Seite 9 von 26
Seite 8
Umweltwärme Die Anzahl der installierten Wärmepumpen wird aus
bundesweiten Statistiken und städtischen Daten zu
genehmigten Anlagen ermittelt Die erzeugte Wärmeenergie
wird dann über eine mittlere angenommene Arbeitszahl
berechnet.
Biomasse Für die Bonner Situation wird angenommen, dass es sich hier
ausschließlich um die Nutzung von Holz als Brennstoff in
jeglicher Form handelt. Die Daten stammen aus dem
Emissionskataster NRW und werden für die Erhebungsjahre
über die nach der 1. BImSchV. erfassten Anlagen ermittelt. Für
die Bonner Bilanz werden sie nach statistischen Methoden auf
die entsprechenden Sektoren aufgeteilt. Die Daten für die
Jahre zwischen den Erhebungen werden entsprechend
interpoliert. Die in der Bonner MVA thermisch verwerteten
Anteile an Biomasse werden über den Abdampf im
Heizkraftwerk Nord zur Fernwärmeproduktion genutzt und
gehen hierüber in die Bilanzierung ein.
Stein-/Braunkohle s. Biomasse. Zusätzlich werden hier auch die für das
Emissionskatater nach der 4. BImSchV. erfassten Daten der
nach dem BImSchG. genehmigungspflichtigen Anlagen für
den Bereich Industrie erfasst.
Flüssiggas s. Biomasse und Steinkohle/Braunkohle
Fernwärme Die Fernwärmeverbrauchsdaten werden sektorenscharf von
den Stadtwerken zur Verfügung gestellt. Die Ermittlung des
Emissionsfaktors erfolgt unter Zugrundelegung der
eingesetzten Energiemengen von Erdgas und Mülldampf im
HKW sowie der produzierten Strom- und ausgekoppelten
Wärmemengen nach der im BISKO vorgegeben
exergetischen Methode.
Erdgas Auch die Erdgasverbrauchsdaten werden von den
Stadtwerken sektorenscharf zur Verfügung gestellt.
Heizöl Die Heizölverbräuche werden vom LANUV in den
Erhebungsjahren für das Emissionskataster erfasst. Hier
ebenfalls für die nicht genehmigungspflichtigen und die
genehmigungspflichtigen Anlagen. Für die Bonner
Bilanzierung erfolgt wiederum eine statistische Aufteilung der
Sektoren und eine Interpolation.
Strom Auch die Stromverbrauchsdaten werden von den Stadtwerken
sektorenscharf zur Verfügung gestellt.
Abbildung 3.2: Datengüten der Energieträger Bilanzierung Bonn 2021Seite 10 von 26
Seite 9
4 Entwicklung des Endenergieverbrauchs
2021 betrug der gesamte absolute Endenergieverbrauch in Bonn rund 6,55 Millionen Megawattstunden
und liegt damit nach einer deutlichen zu großen Teilen Corona-bedingten Minderung wieder in etwa
auf dem Niveau von 2019 (Abbildung 4.1).
Abbildung 4.2: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen
Absolute Werte
Weiterhin leichte Abnahmen in den Wirtschafts-Sektoren steht ein in den letzten 10 Jahren stetig
ansteigender Endenergieverbrauch im Bereich der privaten Haushalte gegenüber, der in 2021 wieder
über dem Niveau von 1990 lag. Hier scheinen sich deutliche Rebound-Effekte abzuzeichnen, die
Einsparungen durch Effizienzsteigerungen wie beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von LED-
Technik bei der Beleuchtung durch Mehrverbrauch in anderen Bereichen wieder zunichtemachen.
Insgesamt wird der Rückgang des gesamten stationären Energieverbrauchs von jährlich 5,29 Millionen
Megawattstunden im Jahr 1990 auf 4,96 Millionen Megawattstunden in 2021 zum größten Teil durch
die Wirtschafts-Sektoren getragen.
Abbildung 4.2 zeigt die Entwicklung des Endenergieverbrauchs in Relation zur Basis im Jahr 1990
(100%). Für eine Normierung der Einwohnerzahlen wurde der Pro-Kopf-Endenergieverbrauch in 1990
als Basis verwendet und die Pro-Kopf-Verbräuche der Folgejahre werden als relative Veränderung zu
dieser Basis abgebildet. Zur Bereinigung witterungsbedingter Einflüsse wurden die zur
Gebäudeheizung genutzten Energieanteile um Faktoren korrigiert, die aus den Abweichungen der
Tagestemperaturmittelwerte des betreffenden Jahres zum langjährigen Mittel errechnet wurden.Seite 11 von 26
Seite 10
Abbildung 4.2: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen
Einwohner- und Witterungsbezogen
Abbildung 4.3: Aufteilung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen 2021Seite 12 von 26
Seite 11
Die Aufteilung der Energieträger innerhalb der einzelnen Bereiche zeigt Abbildung 4.3. Es ist zu
erkennen, dass die Sektoren Private Haushalte mit jetzt 41 % und Wirtschaft mit rund 31 % am
Gesamtendenergieverbrauch beteiligt sind. Im Sektor Wirtschaft liegt dabei der Schwerpunkt mit 1,52
Millionen Megawattstunden auf dem Bereich Gewerbe/Handel/Dienstleistungen gegenüber dem
Bereich Industrie/Rohstoffe/Produktion mit 0,51 Millionen Megawattstunden. Der Bereich Verkehr hatte
im Jahr 2021 einen Anteil von knapp 24 Prozent am Gesamt-Endenergieverbrauch.
5 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen
Die Berechnung der Treibhausgas-Emissionen erfolgt auf Basis des Endenergieverbrauchs, aber unter
Berücksichtigung der sogenannten Vorkette, also auch der Emissionen, die bei Energieerzeugung, -
transport und -bereitstellung entstehen sowie einem Äquivalenz-Aufschlag für die übrigen
Treibhausgase. Für die entsprechenden Emissionsfaktoren wird überwiegend auf Daten der GEMIS-
Datenbank und auf Studien des Umweltbundesamtes zurückgegriffen.
Treibhausgas-Emissionen nach Bilanzierungsbereichen
Die absoluten CO2-Emisionen haben sich im Bilanzierungszeitraum von rund 2,92 Mio. Tonnen in 1990
auf 2,02 Mio. Tonnen in 2021 um 31 % verringert und liegen damit wieder in der Größenordnung von
2019. Mögliche Ursachen dafür lassen sich beim Blick auf die einzelnen Energieträger in Abschnitt 5.2
erkennen.
Abbildung 5.1: Treibhausgas-Emissionen nach BereichenSeite 13 von 26
Seite 12
Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern
Abbildung 5.2 zeigt die absoluten Treibhausgas-Emissionen der einzelnen Energieträger über alle
Bereiche. Die Emissionen des Stromverbrauchs sind im Betrachtungszeitraum bei annähernd
konstantem Verbrauch um rund 47 % zurückgegangen. Der Anteil erneuerbarer Energien an der
Stromproduktion in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen und erreichte im Jahr
2020 durch günstige Witterung und geringeren Stromverbrauch sein vorläufiges Maximum mit 45
Prozent. Pro Kilowattstunde Stromverbrauch wurden 429 g an Treibhausgasen freigesetzt. Im Jahr
2021 setzt sich dieser Trend nicht fort, der Treibhausgasemissionsfaktor liegt mit 472 gCO2eq pro/kWh
wieder auf dem Niveau von 2019.
Auch die Emissionen aus der Fernwärme sind durch den Umstieg auf Erdgas und Mülldampf und den
Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung im Heizkraftwerk Nord deutlich reduziert worden. Deutlich sinkende
Tendenzen sind auch beim Verbrauch von Heizöl und Kohle zu erkennen. Diese werden jedoch erkauft
mit einem stagnierenden hohen Emissionsniveau beim Energieträger Erdgas. Mit 575.000 Tonnen
waren die durch die Verbrennung von Erdgas verursachten Treibhausgasemissionen höher als 1990
(530.000 Tonnen). Die in den letzten Jahren praktizierte Vorgehensweise, ausgediente Heizölanlagen
durch neue Erdgasheizungen zu ersetzen, muss vor dem Ziel des vollständigen Ausstiegs aus fossiler
Energieumwandlung grundsätzlich infrage stehen.
Auch im Verkehrssektor dominieren nach wie vor die fossilen Kraftstoffe das Emissionsgeschehen.
Hauptemittent stellt hier der Straßenverkehr dar. Der Anteil biogener Kraftstoffe durch Beimengungen
von Bioethanol bzw. Biodiesel betrug 2021 4,8 Prozent bzw. 6,3 Prozent.
Abbildung 5.2: Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern
Den Bemühungen um eine Reduzierung der gesamtstädtischen Treibhausgasemissionen steht ein
stetiges Wachstum der in Bonn wohnenden Bevölkerung entgegen. Um die erreichten Minderungen
davon losgelöst zu betrachten, werden im Folgenden die Emissionsmengen um den
Bevölkerungszuwachs korrigiert. Die Abbildung 5.3 zeigt also die Emissionsminderungen seit 1990 beiSeite 14 von 26
Seite 13
angenommen konstant gebliebener Bevölkerungszahl. Da die Werte nicht mehr den tatsächlichen
Mengen entsprechen, erfolgt die Angabe in Prozent bezogen auf das Jahr 1990. Unter dieser Annahme
hätten sich die Treibhausgasemissionen seit 1990 um 37 Prozent reduziert.
Auf eine Angabe der Emissionen pro Kopf wird bewusst verzichtet. Die nach BISKO gebietsbezogenen
Gesamtemissionen entsprechen nicht den von einer Bonner Einwohnerin oder einem Bonner
Einwohner verursachten Treibhausgasemissionen. Hierzu ließen sich allenfalls die Emissionen des
Bereichs Private Haushalte in Form von Heizenergie und Stromverbrauch heranziehen.
Einwohnerinnen und Einwohner einer Kommune verursachen Treibhausgasemissionen im wesentlich
auch durch Ernährung und Konsum. Diese Emissionen werden aber zum größten Teil nicht auf dem
Territorium einer Kommune freigesetzt, sondern in anderen Regionen oder sogar in anderen Ländern.
Man spricht hier auch von importierten Emissionen, die nach BISKO dort bilanziert werden, wo sie
entstehen. Bonn hat durch seine dienstleistungsorientierte Prägung einen relativ geringen Anteil an
produzierendem Gewerbe, was zu insgesamt vergleichsweise niedrigen Emissionen im Bereich
Industrie führt. Es gibt andere Bilanzierungsansätze wie den sogenannten CO2-Fußabdruck, die von
einzelnen Menschen verursachte Emissionen besser darstellen. Diese Berechnungen basieren aber
auf dem Herunterbrechen statistischer Daten und sind für ein kleinräumiges Monitoring auf kommunaler
Ebene nicht brauchbar.
Abbildung 5.3: Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen unter Berücksichtigung des
EinwohnerzuwachsesSeite 15 von 26
Seite 14
6 Erweiterte Angaben
Wie in Abschnitt 2 „Methodik“ erwähnt, macht der Kommunale Bilanzierungsstandard BISKO strikte
Vorgaben in Bezug auf die territoriale Betrachtungsweise. Dadurch werden im Ergebnis aber einige
Bereiche wesentlicher kommunaler Entwicklungen nicht dargestellt. Insbesondere sind dies die
Veränderungen im lokalen Strom-Erzeugungsmix (kommunaler Beitrag zur Hebung des bundesweiten
erneuerbaren Stromerzeugungspotenzials) und die durch Flüge verursachten Emissionen, die im
Folgenden nachrichtlich beschrieben werden.
Lokaler Strom-Mix
In Abschnitt 2.3 „Emissionsfaktor für den Strom-Mix“ wird beschrieben, warum der BISKO-Standard die
Verwendung des Emissionsfaktors für den nationalen Strom-Mix vorgibt. Im Folgenden wird ergänzend
dargestellt, welche Strommengen im Bonner Stadtgebiet lokal produziert werden.
Lokale Energieerzeugung aus fossiler Kraft-Wärme-Kopplung und Müllverbrennung
Im Heizkraftwerk Nord der SWB Energie und Wasser GmbH wird Strom aus Erdgas und Mülldampf
unter Auskopplung von Fernwärme erzeugt. Die Nutzung von Abwärme der Stromproduktion zu
Heizzwecken führt durch einen hohen Gesamtwirkungsgrad zu niedrigeren Emissionsfaktoren. Die
Gas- und Dampfturbinenanlage des Heizkraftwerks mit einer Leistung von 98,2 MW hat im Jahr 2021
363.000 MWh Strom erzeugt, das sind 25,2 % des Gesamtverbrauchs in Bonn. Dabei wurden 613.000
MWh Fernwärme ausgekoppelt.
Mit Stand 2021 waren in Bonn etwa 150 Blockheizkraftwerke (BHKWs) mit einer elektrischen Leistung
zwischen 1 und 2.000 kW in Betrieb. Diese erzeugten rund 50 MWh Strom. Das entspricht etwa 3,6
Prozent des Gesamtverbrauchs.
Lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Ebenfalls Stand 2021 waren in Bonn 2.210 Photovoltaikanlagen mit einer gesamten Leistung von 24,7
MW(p) installiert. Das Leistungsspektrum der einzelnen Anlagen reicht dabei von 0,6 kW(p) bis 500
kW(p)). Die erzeugte Jahresstromproduktion betrug rund 20.000 MWh. Das entspricht etwa 1,4 Prozent
des Gesamtverbrauchs. Etwa 4.000 MWh des Solarstroms (davon 27 MWh aus PV-Steckergeräten)
wurde vor Ort direkt verbraucht, der übrige Teil ins Netz eingespeist.
Der Anteil mittels Photovoltaik erzeugten Stroms ist im Verhältnis zum Potenzial noch sehr gering. Das
Solardachkataster NRW weist für das Stadtgebiet Bonn ein theoretisches PV-Erzeugungspotenzial von
jährlich 673.000 MWh aus. Mit Stand 2021 war dieses Potenzial also zu etwa 3 % erschlossen.
Die in den Folgejahren durch entsprechende Maßnahmen erreichten Zuwächse sind im Rahmen dieser
Berichterstellung bisher nicht abgebildet. 2023 wurde mit 45,6 MW(p) Anlagenleistung bereits 37 MWh
PV-Strom erzeugt, das entspricht 5,5 % des theoretischen Potenzials. Hierzu sei auf die aktuellen
Informationen auf den städtischen Internetseiten1 zu diesem Thema verwiesen.
1 https://www.bonn.de/pressemitteilungen/februar-2024/bonn-hat-2023-pv-ausbau-verdreifacht-jetzt-foerderung-
beantragen.phpLink zur PM Solarausbau hier einfügen, Letzter Zugriff 21.03.2024Seite 16 von 26
Seite 15
Abbildung 6.1 zeigt die Mengenanteile des Bonner Stromverbrauchs hinsichtlich Bezug aus dem
übergeordneten Netz (Bundesmix) und der lokalen Produktion in Bonn. Der Bezug aus dem
übergeordneten Netz ist dabei noch mal differenziert nach konventionellem / fossilem Anteil (Kohle,
Erdgas, Öl, grau) und erneuerbarem Anteil (hellgrün). Die Zunahme der Produktion aus erneuerbaren
Energien ist hier gut zu sehen. Darüber sind die lokal erzeugten Strommengen dargestellt. Deutlich zu
erkennen ist hier der deutliche Anstieg der Strommengen aus dem Heizkraftwerk der SWB EnW im
Jahr 2014 nach dem Umbau auf Gas- und Dampfturbinen-Technik (GuD).
Abbildung 6.1: Stromzusammensetzung in Bonn - Mengenanteile
Aus den spezifischen Treibhausgasemissionen der einzelnen Energieträger für die Stromproduktion
lässt sich unter Berücksichtigung der Mengenanteile der Gesamtemissionsfaktor des Stroms
errechnen. Abbildung 6.2 zeigt diese Werte. Da die Emissionsfaktoren der erneuerbaren Anteile
naturgemäß sehr gering sind, hier kommen im Wesentlichen die Vorkettenemissionen zum Tragen,
wird der Gesamtemissionsfaktor hauptsächlich aus den fossilen Anteilen gebildet. Im Bundesmix sind
das Kohle und Erdgas, Im Heizkraftwerk erfolgt die Stromproduktion aus einer Kombination aus Erdgas
und Dampf aus der benachbarten Müllverwertungsanlage. Auch der Anteil der bei der Verbrennung
aus nicht biogenem Abfall verursachten Emissionen ist hier enthalten.Seite 17 von 26
Seite 16
Abbildung 6.2: Strom-Emissionsfaktor Bonn unter Berücksichtigung der lokalen Erzeugung
Flugemissionen
In Abschnitt 2.1 „Territorialprinzip“ wurde auch beschrieben, dass nach dem BISKO-Standard keine
Flugemissionen für Bonn dargestellt werden. Der territoriale Ansatz berücksichtigt nur den
Energieverbrauch von Starts und Landungen von einem Flughafen auf dem Gebiet einer Kommune bis
zu einer Flughöhe von 900 m. Diese Daten sind zwar für alle Verkehrsflughäfen und -landeplätze
verfügbar, aber sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch der Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar
befinden sich nicht auf Bonner Stadtgebiet. Es sollen deshalb an dieser Stelle nachrichtlich die
Flugemissionen dargestellt werden, die von Bonner Bürgerinnen oder Bürger außerhalb der BISKO-
Methodik verursacht wurden.
Nach den pandemiebedingten Einbrüchen im Jahr 2020 hat sich die Passagierluftfahrt in 2021 noch
keinesfalls wieder dem Niveau von 2019 angenähert. Wenn davon ausgegangen wird, dass sich das
Reiseverhalten der Bonnerinnen und Bonner nicht wesentlich vom bundesweiten Durchschnitt
unterscheidet, haben die Einwohnerinnen und Einwohner Bonns im statistischen Mittel eine Strecke
von etwa 85.000 km mit dem Flugzeug zurückgelegt (Quelle: UBA – Verkehrsleistungen in
Deutschland; Flugkilometer 2021: 23,4 Mrd. Personenkilometer).
Aus spezifischen Faktoren für Kerosinverbrauch und -emissionen lassen sich daraus auf die Bonner
Einwohnerinnen und Einwohner heruntergebrochen Flugemissionen von 10.400 Tonnen im Jahr 2021
ermitteln. Zur Berücksichtigung des Global Warming Potentials der Non-CO2-Emissionen,
insbesondere der Emissionen in Flughöhen über 9 km, wird dieser Wert mit einem Faktor von 2,7
multipliziert. Die Herleitung dieses Faktors ist in einer Publikation der atmosfair gGmbH beschriebenSeite 18 von 26
Seite 17
(atmosfair Flug-Emissionsrechner - Dokumentation der Methode und Daten -
https://www.atmosfair.de/wp-content/uploads/flug-emissionsrechner-dokumentation-
berechnungsmethode-1.pdf). Die atmosfair gGmbH berücksichtigt diese Aspekte bei der Berechnung
von Kompensationsbeiträgen für Flugreisen.
Die Gesamt-Emissionen aus Flugreisen betragen also für Bonn im Jahr 2021 rund 28.000 Tonnen an
CO2-Äquivalenten, das entspricht pro Kopf 83 kg. Zum Vergleich, für einen Hin und Rückflug von Köln-
Bonn in den Mittelmehrraum mit einer Gesamtstrecke von 2.700 km errechnet atmosfair
Flugemissionen von 630 kg CO2-Äquivalente.
Abbildung 6.1: Verursachte Treibhausgasemissionen durch Flugreisen Bonner Bürgerinnen und BürgerSeite 19 von 26
Seite 18
7 Ausblick
Im sogenannten European Green Deal haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen
Union im Dezember 2019 zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Die Stadt Bonn hat mit dem
Beschluss des Hauptausschusses zur Klimaneutralität bis 2035 dem Erreichen dieses Ziels noch eine
deutlich größere zeitliche Dringlichkeit vorgegeben. Zur Umsetzung des Beschlusses hat die Stadt
Bonn den Klimaplan 2035 erarbeitet, dessen Umsetzung im März 2023 vom Rat der Stadt Bonn
beschlossen wurde. Der Klimaplan 2035 zeigt auf, wie unter Einhaltung eines 1,5 Grad-konformen
CO2-Budgets eine Klimaneutralität bis 2035 erreicht werden kann (s. Abbildung 7.1).
Abbildung 7.1: Absenkpfad der Treibhausgasemissionen nach Klimaplan 2035
Der Klimaplan definiert als Strategie klare Ziele und Entwicklungspfade bis zur Klimaneutralität 2035.
Und er enthält ein konkretes „Arbeitsprogramm Klimaschutz“ mit 67 einzelnen Aktivitäten für zunächst
drei Jahre, die im Bereich der kommunalen Handlungsmöglichkeiten umsetzbar sind. Als Basis für die
Definition einer Klima- oder Treibhausgasneutralität und als Messlatte für die Zielerreichung dient die
städtische Treibhausgasbilanzierung nach der BISKO-Methodik.
Auf die Ergebnisse der vorliegenden Treibhausgasbilanz 2021 haben die Klimaplanaktivitäten
demzufolge noch keinen Einfluss. Zudem liegen die Ergebnisse eines Bilanzjahres aufgrund der
Komplexität und der Datenverfügbarkeit erst mit einer Verzögerung von zwei bis drei Jahren vor. Es ist
auch davon auszugehen, dass sich die Wirkung von Maßnahmen auf eine messbareSeite 20 von 26
Seite 19
Treibhausgasminderung erst nach mehreren Jahren einstellt. In Abschnitt 3 Datengrundlagen und
Datengüte wird außerdem beschrieben, dass die nach BISKO-Standard zu verwendenden Daten in
Teilen die Bonner Situation, insbesondere dann, wenn sie sich beispielsweise durch erfolgreiche
Maßnahmen deutlich vom Landesdurchschnitt abhebt, nicht ausreichend abbilden kann. In der Summe
bedeutet dies, dass sich die tatsächliche Auswirkung der kommunalen Klimaschutz-Aktivitäten nicht
ausreichend in einer Treibhausgasbilanz nach dem bundesweiten BISKO-Standard abbilden lassen.
Für das Monitoring der Klimaplan-Aktivitäten wird deshalb die Darstellung der Energie- und THG-
Bilanzergebnisse nach BISKO-Standard zukünftig um maßnahmenspezifische Kennwerte erweitert, die
Umsetzungsstand und Wirkung von Klimaplan-Aktivitäten zeigen. Eine gemeinsame Darstellung der
beiden Informations-Ebenen THG-Bilanz nach BISKO-Standard und Entwicklungen auf dem Weg zur
Klimaneutralität entsteht aktuell in Form einer Plattform „Bonner Klimakompass“, die online auf den
Webseiten der Stadt Bonn zu finden sein wird.
8 Opendata
Dieser Bericht sowie ein Tabellenanhang im Excel-Format werden auch auf dem Portal „Offene Daten
Bonn“ unter opendata.bonn.de zum Download bereitgestellt.Seite 21 von 26
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9 Anhang Tabellen
Stadt Bonn - Programmbüro Klimaneutrales Bonn 2035 - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2021 - Tabellen
Inhalt
1. Endenergieverbrauch insgesamt
1.1 Endenergie insgesamt nach Energieträgern
1.2 Endenergie insgesamt nach Bereichen
2. Endenergieverbrauch der Verbrauchssektoren nach Energieträgern
2.1 Private Haushalte
2.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
2.3 Kommunale Einrichtungen
2.4 Industrie
2.5 Verkehr
3. Kohlendioxid insgesamt
3.1 Kohlendioxid insgesamt nach Energieträgern
3.2 Kohlendioxid insgesamt nach Bereichen
4. Kohlendioxidemissionen der Verbrauchssektoren nach Energieträgern
4.1 Private Haushalte
4.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
4.3 Kommunale Einrichtungen
4.4 Industrie
4.5 VerkehrSeite 22 von 26
Seite 21
Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2021 - Tabellen
1. Endenergieverbrauch insgesamt
1.1 Endenergie insgesamt nach Energieträgern
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Strom 1.481 1.499 1.691 1.692 1.679 1.656 1.667 1.606 1.601 1.611 1.569 1.583 1.550 1.485 1.476
Heizöl 1.104 1.000 821 692 551 513 529 433 462 459 461 405 441 443 486
Erdgas 2.064 2.223 2.262 2.437 2.002 2.180 2.308 1.906 2.063 2.178 2.177 2.124 2.154 2.048 2.326
Fernwärme 387 391 515 565 454 490 523 421 456 487 492 468 480 447 524
Kohle 182 94 68 39 33 29 29 27 25 23 21 20 17 15 19
Sonstige Konventionelle 106 112 87 62 59 66 72 66 72 76 76 76 77 72 80
Erneuerbare Energien 33 39 61 96 84 87 93 81 87 89 91 89 91 95 136
Benzin incl. Biobenzin 936 979 820 709 697 671 651 640 609 601 598 595 604 531 524
Diesel incl. Biodiesel 539 759 903 967 968 973 986 1.066 1.032 1.053 1.076 1.060 1.071 968 983
Insgesamt 6.830 7.096 7.228 7.258 6.527 6.665 6.857 6.246 6.407 6.578 6.562 6.421 6.485 6.103 6.553
1.2 Endenergie insgesamt nach Bereichen
Bereiche 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Private Haushalte 2.255 2.446 2.518 2.721 2.269 2.407 2.521 2.178 2.338 2.423 2.406 2.392 2.470 2.396 2.697
Gewerbe/Handel/Dienstl. 1.968 1.742 1.826 1.750 1.576 1.604 1.684 1.417 1.489 1.618 1.630 1.543 1.522 1.435 1.518
Kommunale Einrichtungen 243 252 243 255 226 231 241 215 235 243 240 231 228 218 235
Industrie 822 847 844 766 700 688 686 643 616 550 524 511 502 473 507
Verkehr 1.543 1.809 1.796 1.766 1.756 1.735 1.725 1.793 1.730 1.744 1.762 1.744 1.763 1.581 1.596
Insgesamt 6.830 7.096 7.228 7.258 6.527 6.665 6.857 6.246 6.407 6.578 6.562 6.421 6.485 6.103 6.553
2. Endenergieverbrauch der Verbrauchssektoren nach Energieträgern
2.1 Private Haushalte
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Strom 462 495 551 559 542 545 543 540 544 547 551 554 547 548 563
Heizöl 441 490 480 415 318 318 324 261 276 273 270 242 282 290 309
Erdgas 1.157 1.250 1.274 1.523 1.224 1.344 1.440 1.198 1.319 1.398 1.385 1.397 1.434 1.358 1.566
Fernwärme 70 87 99 126 104 114 122 101 113 118 116 113 119 114 136
Kohle 52 35 21 9,1 7,9 8,7 8,8 8,0 7,4 6,1 4,4 3,7 1,9 1,9 1,9
Sonstige Konventionelle 69 73 55 30 26 29 32 28 31 33 34 34 34 33 38
Erneuerbare Energien 3,4 16 38 60 47 48 51 42 47 48 47 48 52 51 84
Insgesamt 2.255 2.446 2.518 2.721 2.269 2.407 2.521 2.178 2.338 2.423 2.406 2.392 2.470 2.396 2.697Seite 23 von 26
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Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2021 - Tabellen
2.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Strom 644 562 566 646 669 670 697 674 679 698 677 701 685 635 598
Heizöl 390 299 255 221 197 178 185 154 167 168 166 142 139 135 157
Erdgas 587 573 608 476 380 401 419 282 315 402 425 356 347 342 381
Fernwärme 271 255 360 380 303 325 349 277 295 313 321 303 308 282 329
Kohle 42 17 7,9 2,1 2,2 1,5 1,3 1,0 1,0 0,9 0,7 0,7 0,1 0,0 0,0
Sonstige Konventionelle 34 36 27 15 14 18 21 19 23 25 26 27 28 26 30
Erneuerbare Energien 0,2 0,6 3,0 10 9,3 11 12 10 10 11 15 13 14 14 23
Insgesamt 1.968 1.742 1.826 1.750 1.576 1.604 1.684 1.417 1.489 1.618 1.630 1.543 1.522 1.435 1.518
2.3 Kommunale Einrichtungen
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Strom 87 83 80 81 79 78 77 76 79 80 84 82 81 76 76
Heizöl 7,1 6,8 7,3 6,0 5,9 5,9 6,9 6,0 6,2 5,9 7,0 7,0 5,0 3,9 3,7
Erdgas 76 99 86 88 72 75 80 65 75 74 69 66 67 61 70
Fernwärme 43 41 50 54 42 46 47 39 44 53 51 48 49 48 56
Kohle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Konventionelle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Erneuerbare Energien 29 23 20 26 28 28 31 29 30 30 29 28 25 29 29
Insgesamt 243 252 243 255 226 231 241 215 235 243 240 231 228 218 235
2.4 Industrie
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Strom 219 289 422 335 317 293 280 248 228 213 187 172 163 155 164
Heizöl 265 204 80 50 30 12 12 12 12 12 19 14 15 14 17
Erdgas 243 301 294 346 322 356 367 358 352 302 296 303 304 285 305
Fernwärme 3,2 7,4 6,3 5,4 4,9 4,8 4,6 4,2 4,0 3,8 3,6 3,4 3,2 2,6 2,9
Kohle 89 42 39 28 23 19 18 18 17 16 16 16 15 14 17
Sonstige Konventionelle 2,7 3,0 2,8 3,0 3,0 2,9 2,8 2,7 2,5 2,4 2,4 2,4 2,3 2,2 2,5
Erneuerbare Energien 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Insgesamt 822 847 844 766 700 688 686 643 616 550 524 511 502 473 507
2.5 Verkehr
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Endenergieverbrauch in Gigawattstunden
Strom 69 71 72 72 71 70 69 69 71 73 71 73 74 70 76
Benzin 936 979 820 709 697 671 651 640 609 601 598 595 604 531 524
Diesel 539 759 903 967 968 973 986 1.066 1.032 1.053 1.076 1.060 1.071 968 983
Erdgas 0 0 0 4,5 4,4 4,3 2,5 2,5 2,6 2,4 2,2 2,3 2,2 2,6 4,4
Flüssiggas 0 0 1,0 14 15 16 16 16 16 15 14 13 12 10 9
Kerosin 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Insgesamt 1.543 1.809 1.796 1.766 1.756 1.735 1.725 1.793 1.730 1.744 1.762 1.744 1.763 1.581 1.596Seite 24 von 26
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Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2021 - Tabellen
3. Treibhausgase insgesamt
3.1 Treibhausgase insgesamt nach Energieträgern
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Strom 1.291 1.063 1.187 1.039 1.063 1.068 1.055 996 961 936 869 861 741 637 697
Heizöl 353 320 264 221 176 164 169 139 148 146 147 129 140 141 155
Erdgas 530 571 584 609 501 545 577 476 516 538 538 525 532 506 575
Fernwärme 166 77 87 94 73 82 111 62 74 72 71 70 75 72 87
Kohle 83 43 30 17 15 13 13 12 11 10 9,2 8,8 7,4 6,7 8,1
Sonstige Konventionelle 29 31 24 17 16 18 19 18 20 21 21 21 21 20 22
Erneuerbare Energien 3,6 3,4 3,5 4,8 4,7 4,7 5,2 4,7 4,9 4,8 4,7 4,6 4,1 4,5 5,0
Benzin incl. Biobenzin 300 317 261 219 215 207 201 198 193 191 190 188 189 166 164
Diesel incl. Biodiesel 168 241 283 305 305 306 311 337 327 334 341 335 339 302 309
Insgesamt 2.924 2.667 2.723 2.526 2.369 2.408 2.463 2.242 2.254 2.252 2.191 2.142 2.049 1.854 2.020
3.2 Treibhausgase insgesamt nach Bereichen
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Private Haushalte 915 883 912 891 779 821 847 745 776 780 762 753 735 692 786
Gewerbe/Handel/Dienstl. 982 709 707 655 636 649 686 584 594 612 586 568 513 453 490
Kommunale Einrichtungen 120 97 92 85 80 81 84 74 79 78 76 73 67 60 67
Industrie 381 369 417 322 303 292 283 257 238 211 191 181 165 148 166
Verkehr 527 609 595 573 571 564 561 582 568 571 575 567 567 501 512
Insgesamt 2.924 2.667 2.723 2.526 2.369 2.408 2.463 2.242 2.254 2.252 2.191 2.142 2.049 1.854 2.020
4. Treibhausgas-Emissionen der Verbrauchssektoren nach Energieträgern
4.1 Private Haushalte
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Strom 403 351 387 343 343 351 344 335 326 318 305 302 262 235 266
Heizöl 141 157 154 133 102 102 104 83 88 87 86 77 90 92 98
Erdgas 297 321 329 381 306 336 360 299 330 345 342 345 354 335 387
Fernwärme 30 17 17 21 17 19 26 15 18 17 17 17 19 18 23
Kohle 24 16 9,2 4,0 3,5 3,9 3,9 3,5 3,3 2,6 1,9 1,6 0,8 0,8 0,8
Sonstige Konventionelle 19 20 15 8,0 7,0 7,9 8,5 7,5 8,4 9,2 9,3 9,3 9,3 9,2 10,5
Erneuerbare Energien 0,1 0,6 1,1 1,6 1,2 1,3 1,3 1,1 1,2 1,1 1,1 1,1 1,2 1,1 1,3
Insgesamt 915 883 912 891 779 821 847 745 776 780 762 753 735 692 786Seite 25 von 26
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Stadt Bonn - Energie- und THG-Bilanz 1990 - 2021 - Tabellen
4.2 Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Strom 561 398 397 397 424 432 441 418 407 405 375 382 328 273 282
Heizöl 125 96 82 71 63 57 59 49 53 54 53 45 44 43 50
Erdgas 151 147 157 119 95 100 105 71 79 99 105 88 86 84 94
Fernwärme 116 51 61 63 49 54 74 41 48 46 46 46 48 45 55
Kohle 19 7,7 3,5 0,9 1,0 0,7 0,6 0,4 0,4 0,4 0,3 0,3 0,1 0 0,0
Sonstige Konventionelle 10 10 7,6 4,0 3,8 4,7 5,5 5,1 6,0 6,9 7,3 7,5 7,9 7,3 8,3
Erneuerbare Energien 0 0 0,1 0,3 0,2 0,3 0,3 0,3 0,3 0,2 0,3 0,3 0,3 0,3 0,4
Insgesamt 982 709 707 655 636 649 686 584 594 612 586 568 513 453 490
4.3 Kommunale Einrichtungen
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Strom 76 59 56 50 50 50 49 47 47 47 46 44 39 33 36
Heizöl 2,3 2,2 2,4 1,9 1,9 1,9 2,2 1,9 2,0 1,9 2,2 2,2 1,6 1,2 1,2
Erdgas 20 25 22 22 18 19 20 16 19 18 17 16 17 15 17
Fernwärme 18 8,1 8,4 8,9 6,7 7,7 10 5,8 7,1 7,8 7,3 7,3 7,6 7,7 9,3
Kohle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Konventionelle 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Erneuerbare Energien 3,5 2,8 2,3 3,0 3,2 3,1 3,5 3,3 3,4 3,5 3,3 3,2 2,6 3,0 3,3
Insgesamt 120 97 92 85 80 81 84 74 79 78 76 73 67 60 67
4.4 Industrie
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Strom 191 205 296 205 201 189 178 154 137 124 103 94 78 67 77
Heizöl 85 65 26 16 10 3,8 3,9 3,8 3,9 3,9 6,0 4,6 4,7 4,5 5,3
Erdgas 62 77 76 86 81 89 92 90 88 75 73 75 75 70 75
Fernwärme 1,4 1,5 1,1 0,9 0,8 0,8 1,0 0,6 0,7 0,6 0,5 0,5 0,5 0,4 0,5
Kohle 40 19 17 12 10 8,5 8,2 7,9 7,6 7,2 7,0 6,9 6,5 5,9 7,2
Sonstige Konventionelle 0,7 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,7 0,7 0,7 0,7 0,7 0,7 0,6 0,6 0,7
Erneuerbare Energien 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Insgesamt 381 369 417 322 303 292 283 257 238 211 191 181 165 148 166
4.5 Verkehr
Energieträger 1990 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Treibhausgase in Kilotonnen
Strom 60 50 50 44 45 45 44 43 43 42 39 40 35 30 36
Benzin 300 317 261 219 215 207 201 198 193 191 190 188 189 166 164
Diesel 168 241 283 305 305 306 311 337 327 334 341 335 339 302 309
Erdgas 0 0 0 1,2 1,1 1,1 0,6 0,6 0,7 0,6 0,5 0,6 0,6 0,7 1,2
Flüssiggas 0 0 0,3 4,0 4,4 4,6 4,7 4,7 4,5 4,3 4,0 3,7 3,5 2,8 2,6
Kerosin 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Insgesamt 527 609 595 573 571 564 561 582 568 571 575 567 567 501 512Seite 26 von 26

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Datenstand: 02.11.2026, 22:37 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de