240459 · Beschlussvorlage: Einleitung
Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners"
Kerndaten
- Nummer
- 240459
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 25.03.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 240459 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners" Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 17.04.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Ausschreibung "Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners“ wird zugestimmt. Begründung Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist ein unauffälliger Nachtschmetterling. Die wärmere und trockenere Witterung der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Ausweitung des Vorkommens in Deutschland geführt. Er kommt an allen Eichen-Arten der Gattung Eiche vor. Probleme bereiten vor allem die Raupen dieses Nachtfalters, die in Nestern i. d. R. in der Baumkrone vorkommen. Sie schädigen nicht nur die Eichen, sondern können auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen. Die sogenannten Brennhaare enthalten ein Nesselgift. Sie können leicht in die Haut und Schleimhaut eindringen und sich dort mit kleinen Häkchen festsetzen. Das Nesselgift der Brennhaare löst bei Kontakt bzw. Einatmen starke Reizungen und Entzündungen der Haut, Augen, Schleimhäute und Atemwege aus. Bei einmaligem Kahlfraß der Eichen durch den EPS kann sich der Baum regenerieren. Bei mehrjährig aufeinander folgendem starkem Fraß wird die Vitalität der Bäume geschwächt und ihre Widerstandskraft gegenüber weiteren Schädlingen und Erkrankungen nimmt ab. EPS tritt in ganz Deutschland zunehmend auf. Auch in Bonn nimmt die Zahl der festgestellten Nester jährlich zu. Im Jahr 2023 wurden allein auf den Bäumen des Amts für Umwelt und Stadtgrün der Bundesstadt Bonn 2.286 Nester an 1.010 Bäumen festgestellt und entfernt. Um die Ausbreitung des Schädlings einzudämmen und die Gefahren für die Bevölkerung zu vermindern, wird der Eichenprozessionsspinner vom Amt für Umwelt und Stadtgrün bekämpft. Dabei wird folgendermaßen vorgegangen:Seite 1 von 3 Seite 2 • Ab Mitte Mai werden die Baumkontrollen auf die Vorkommen des EPS ausgerichtet. Dabei werden alle Eichen im Umkreis von ca. 50 m der im Vorjahr festgestellten Raupennester kontrolliert. • Besonderes Augenmerk der Kontrolle gilt Kindergärten, Schulen und Anlagen mit besonders hoher Besucherfrequentierung. • Die festgestellten Nester werden dann von einem Fachunternehmen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und Vollkörperschutzanzügen von einem Hubsteiger aus abgesaugt. Die Vorkehrungen sind sehr hoch, da die handelnden Personen aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zu den Nestern den Brennhaaren der Raupen ganz besonders intensiv ausgesetzt sind. • Um möglichst effizient und zügig das gesamte Stadtgebiet bearbeiten zu können erfolgt die Kontrolle und das Absaugen in der Einteilung der allgemeinen Bearbeitungsbezirke der Baumkontrolle. • Nach einigen Wochen erfolgt eine Nachkontrolle auf neue Nester. Eine chemische Bekämpfung des EPS ist grundsätzlich möglich. Diese erfordert jedoch einen Biozideinsatz zu einem bestimmten Larvenstadium und ist daher mit einer sehr hohen Unsicherheit verbunden. Mit dem vorhandenen Personal kann die Bekämpfung des EPS nicht durchgeführt werden, ohne die weiterhin erforderlichen Baumpflegemaßnahmen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit einzuschränken. Die erforderliche technische Ausstattung ist auch nicht vorhanden. Darum sollen die Arbeiten zur Bekämpfung des EPS wie bisher an eine Fachfirma vergeben werden. Diese Arbeiten sollen unmittelbar nach der Beschlussfassung ausgeschrieben und für 2024 vergeben werden mit einer Verlängerungsoption um ein Jahr. So kann sichergestellt werden, dass mit der Feststellung der ersten Nester auch mit der Bekämpfung begonnen werden kann. Vergabeart öffentlich offen (EU) 7 aufgeforderte Firmen X beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der vorgeschriebenen Vergabeart Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto BN-2024-1573 X VOB UVgO VgV 01.05.2024 bis 30.04.2025 119.000,00 € Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition CO-Kontierung (konsumtiv) / FinanzstelleSeite 2 von 3 Seite 3 (investiv) (investiv) 1.13 Nature und Landschaftspflege 521110 6890008 (Bäume) 6890008 (Friedhöfe) 680020 (Forst) Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja X nein ja X nein freigegeben X vorgesehen Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de