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240301-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Ergänzende Stellungnahme zu den Empfehlungen des KSB, Konkretisierung der Ziele und Teilhabe in den Klimavierteln

Nummer
240301-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
03.06.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 06.06.2024 Entscheidung federführend
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Übergeordnet

  1. 240301 Mitwirkungsformate auf dem Weg zur Klimaneutralität: Klimaviertel und Zukunftsforen

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
240301-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Ergänzende Stellungnahme zu den Empfehlungen
des KSB, Konkretisierung der Ziele und Teilhabe in
den Klimavierteln
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
06.06.2024 Entscheidung
Inhalt der Stellungnahme:
Seit Einbringung der Vorlagen zu den Klimavierteln hat eine fortlaufende
konzeptionelle Entwicklung und ein intensiver Beratungsprozess mit dem
Klimaschutzbeirat stattgefunden. Die Verwaltung schlägt auf dieser Basis eine
Änderung an der Ursprungsvorlage 240301 vor und das Beschließen der
Vorlage in Verbindung mit der folgenden Stellungnahme.
Der Beschlusspunkt 3 der Vorlage 240301 wird wie folgt ergänzt (Änderungen
fett):
Die Verwaltung wird beauftragt, in Kooperation mit der Stiftung Mitarbeit den
Arbeitskreis Mitwirkung für ein klimaneutrales Bonn (AK Mitwirkung)
aufzubauen. Darüber hinaus soll ein extern moderierter Workshop im 2. HJ
2024 weiteren Bedarf nach Wissenstransfer von Bonn4Future und
Unterstützungsstrukturen für die Klimaviertel ermitteln und einen ggfs.
anschließenden Prozess definieren.
Die Begründung und weitere Vorschläge zur Umsetzung der Empfehlungen des
Klimaschutzbeirats finden sich im Folgenden. Darüber hinaus finden sich
Konkretisierungen zu den Zielen der Klimaviertel sowie den Adressat*innen.
1. Umsetzungsvorschläge zu den Empfehlungen des Klimaschutzbeirats
Der Klimaschutzbeirat hat in seiner Sitzung am 23.05.2024 insgesamt fünf
Empfehlungen zur Ausgestaltung der Klimaviertel sowie der Zukunftsforen und
des AK Mitwirkung gegeben. Aus Sicht der Verwaltung bieten die
Empfehlungen wertvolle Hinweise für die Ausgestaltung des weiteren
Prozesses. Im Folgenden greift die Verwaltung die einzelnen Punkte auf und
gibt konkrete Umsetzungsvorschläge.
Empfehlung des KSB, Punkt 1: Wissenstransfer
„Wir empfehlen einen extern moderierten Workshop zur Klärung der nötigen
unterstützenden Strukturen. Dies gilt insbesondere für den ArbeitskreisSeite 1 von 12
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Mitwirkung. Dieser Schritt sollte nicht zu einer zeitlichen Verzögerung im
Gesamtprozess führen.
Wir empfehlen, dass die Strukturen unter anderem die folgenden Aufgaben
übernimmt:
• Beratungsleistungen für die Klimaviertel erarbeiten. Dafür können
die Qualitätskriterien, Gesamtergebnisse und Evaluation z. B. aus
dem Bonn4Future-Prozess oder dem WILA Bonn als Grundlage.
• Knowhow für eine klimaneutrale und lebenswerte Stadt vermitteln
• Aktivierung und Empowerment und Unterstützung der Quartiere vor
Ort“
Umsetzungsvorschlag: Aus Sicht der Verwaltung ist die Ausrichtung eines
Workshops als Prozessauftakt zu Klärung des weiteren Bedarfs nach
Unterstützung sinnvoll und zu begrüßen. Der Klimaschutzbeirat benennt
beispielhaft Wissenstransfer aus Bonn4Future heraus sowie konkrete
Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die einzelnen Klimaviertel. Diese
Leistungen gehen über die von der Verwaltung vorgesehenen Kompetenzen
des AK Mitwirkung hinaus und bedürfen daher ggfs. zusätzlicher Strukturen.
Der AK Mitwirkung soll primär die Funktion des Austauschs und der Beratung
der Klimaviertel-Akteure untereinander erfüllen. Diese ist unabhängig von dem
hier genannten Wissenstransfer erforderlich. Der Workshop sollte nach
Festlegung der vier Klimaviertel und deren Trägerschaften anberaumt werden
und zukünftige Mitglieder des AK Mitwirkung sowie Kernakteure von
Bonn4Future sowie weitere Mitwirkungsexpert*innen zusammenbringen.
Empfehlung des KSB, Punkt 2: Kommunikationskampagne
„Wir empfehlen eine frühzeitige Klärung zum Einsatz der begrenzten Mittel bei
der Beauftragung einer Agentur. Dazu gehören:
• eine Einführung zur Kommunikationsarbeit, die schon erfolgreich in
den Bonn4Future Klimaforen umgesetzt wurde
• einen Wissenstransfer zu den Informationen, Ergebnissen und
Empfehlungen aus Bonn4Future - Wir fürs Klima. (Diese befinden
sich auf der Nachhaltigkeitsplattform www.bonn4future.de. Es sollte
geprüft werden, wie dieser Kommunikationskanal der
Zivilgesellschaft in die Kampagne eingebunden und gestärkt werden
kann.)
• die Klärung, wie die Arbeit in den Klimavierteln zielgruppengerecht
unterstützt werden kann
• Eine Klärung, wo sich die Bürger:innen vernetzen und mit ihren
Aktivitäten sichtbar machen können und wo sich die Bürger:innen
informieren können
Gemäß Empfehlung 9 der wissenschaftlichen Evaluation ist hier eine klare
Rollenteilung zwischen Stadt Bonn und Zivilgesellschaft sinnvoll, so dass
Bürger:innen besser erkennen können, welche Informationen von welchem
Absender kommen.“
Umsetzungsvorschlag: Bereits das übergreifende Kommunikationskonzept zum
Klimaplan, das 2022 entwickelt wurde, baut auf den erprobten Ansätzen von
Bonn4Future auf. Dieses bildet die Rahmung für die
Kommunikationskampagne der Klimaviertel.
Darüber hinaus schlägt die Verwaltung der Empfehlung folgend vor, die
Kontinuität zu Bonn4Future explizit in die Ausschreibung der
Kommunikationskampagne aufzunehmen. Es erscheint auch sinnvoll, imSeite 2 von 12
Seite 3
Rahmen eines Workshops Wissen aus Bonn4Future an die
Kommunikationsverantwortlichen der Klimaviertel, also die Verwaltung, die
zivilgesellschaftlichen Träger der Klimaviertel und die externe
Kommunikationsagentur weiterzugeben.
Im Sinne einheitlicher und leicht auffindbarer Kommunikation spricht sich die
Verwaltung mit Blick auf mögliche Online-Plattformen für die Nutzung von
bonn.de/klima als primäre Informationsstelle aus. Von hier aus können
Verweise auf bonn4future.de und bonn-macht-mit.de erfolgen. Dies entspricht
auch der vom Klimaschutzbeirat geforderten klaren Rollenteilung in der
Kommunikation.
Empfehlung des KSB, Punkt 3: Kooperationsverfahren und Projektabwicklung
„Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und zivilgesellschaftlichen
Organisationen muss im Vergleich zu Bonn4Future vereinfacht und flexibilisiert
werden. Für notwendige Tätigkeiten bei der Projekt- und Finanzadministration
müssen Kapazitäten eingeplant werden.“
Umsetzungsvorschlag: Die Verwaltung ist bereits im Gespräch mit anderen
Kommunen und Institutionen bzgl. Möglichkeiten der transparenten und
handhabbaren Gestaltung von Kooperationsverträgen. Darüber hinaus sind
Schulungen zur Abwicklung komplexer Projekte für zivilgesellschaftliche
Organisationen ohne bestehenden administrativen Überbau denkbar.
Empfehlung des KSB, Punkt 4: Zukunftsforen
„Wir empfehlen, die Zukunftsforen für die Klimaviertel soweit möglich, in das
zweite Jahr zu verlegen, um vor Ort einen hohen Grad der Beteiligung
sicherzustellen und die Veranstaltungen bedarfsgerecht zu konzipieren. Für
einen Auftakt der Klimaviertel lassen sich vielfältige einfachere Formate
entwickeln.“
Umsetzungsvorschlag: Aus Sicht der Verwaltung ist es denkbar, die
Zukunftsforen teilweise ins nächste Jahr zu verlegen, wenn die Strukturen in
den Klimavierteln etablierter sind. Gleichzeitig sollen die Foren unter anderem
dazu dienen, gemeinsam und ko-kreativ Bedarfe zu identifizieren und mögliche
Angebote der Klimaviertel zu entwickeln. Insofern erscheint es sinnvoll, die
ersten Foren möglichst frühzeitig nach Start des jeweiligen Klimaviertels
durchzuführen.
Empfehlung des KSB, Punkt 5: Arbeitskapazitäten
„Wir stellen fest, dass die vorgesehenen Personalkapazitäten nach unseren
Erfahrungen zu knapp sind. Wir empfehlen, die Arbeitskapazitäten im
Klimaviertel zu verstärken. Aus unserer Sicht ist eine Arbeitskraft pro
Klimaviertel zu wenig, um bis zu 10.000 Bürger:innen, Organisationen und
Institutionen dabei zu unterstützen, gemeinsam ihr Klimaviertel klimaneutral
und lebenswert umzugestalten. Wir schlagen vor, auch Drittmittel einzuwerben
(z. B. über Wirtschaftsbetriebe in Bonn).“
Umsetzungsvorschlag: Die Verwaltung ist sich bewusst, dass die personelle
Ausstattung der Klimaviertel eine Minimalausstattung darstellt. Temporäre
Unterstützung insbesondere in der Anfangsphase kann ggf. aus den
Projektmitteln ergänzt werden. Das Einwerben von Drittmitteln wird in
Zusammenarbeit mit dem KölnBonn e.V. im Rahmen vonSeite 3 von 12
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Fördermittelwerkstätten gestartet.
2. Ziele und Zielerreichung bei den Klimavierteln
Der Bonner Klimaplan hat das übergeordnete Ziel, in Bonn bis 2035
Klimaneutralität zu erreichen. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe,
die nur gemeinsam gelöst werden kann. In den beiden Steckbriefen 1.3.1.1
(Beteiligungs- und Mitwirkungsformate zur Begleitung des gesamtstädtischen
Transformationsprozesses) und 2.1.1.1 (Klimaviertel – Räume für Innovation,
Vernetzung und neues Handeln) ist das Ziel primär die Schaffung einer Kultur
des Wandels im Sinne eines gemeinsamen Erreichens der Klimaneutralität.
Die damit verbundenen Ziele lassen sich auf zwei Ebenen konkretisieren:
1. Wirkungsziele auf individueller und gesellschaftlicher Ebene
(Outcome/Impact)
2. Leistungsziele (Output)
Die Bewertung bzw. Messung der Zielerreichung erfolgt auf der Ebene der
Wirkungsziele unter anderem durch die zukünftig zweijährlich durchgeführte
Befragung (Steckbrief 1.1.1.1), die einen Vergleich des Fortschritts in den
Klimavierteln im Zeitverlauf, sowie räumlich mit dem Stadtgebiet außerhalb der
Klimaviertel erlaubt.
Leistungsziele werden in erster Linie durch Dokumentation von Aktivitäten in
den Klimavierteln und Befragungen der Teilnehmenden gemessen.
Vertiefende Informationen zur zugrundeliegenden Wirkungslogik finden sich in
Anlage 1 - Wirkungslogik.
Wirkung auf individueller und gesellschaftlicher Ebene (Outcome &
Impact)
Das Ziel der Klimaviertel ist es, nachhaltige Veränderungen vor Ort zu
bewirken, die langfristig auf die Gesamtstadt ausstrahlen sollen. Auf
gesellschaftlicher Ebene bedeutet dies konkret, eine Kultur des Wandels in der
Breite der Gesellschaft im Viertel zu etablieren, lebenswerte und klimaresiliente
öffentliche Räume zu schaffen und weniger Emissionen im Viertel zu
emittieren.
Auf Individueller Ebene ist das Ziel der Klimaviertel, Veränderungen auf Ebene
des Wissens, der Einstellungen und des Verhaltens auszulösen. Dazu zählt,
ein höheres Bewusstsein für die Klimakrise zu schaffen und Vorstellungen vom
guten Leben im Viertel zu entwickeln. Gleichzeitig gilt es, Selbstwirksamkeit
und konkrete Handlungsmöglichkeiten für jede*n Einzelne*n zu bieten für ein
starkes Engagement für das Gemeinwohl. Daraus resultieren nicht nur
nachhaltige, innovative und angepasste Lösungen, sondern auch stärkere
soziale Netzwerke und generationenübergreifende Solidarität.
Die Ziele werden im Rahmen der zweijährlichen Befragung (Steckbrief 1.1.1.1.
Bürger*innenbefragungen zur Klimaneutralität) über folgende Indikatoren
abgebildet:
• Bewertung der Lebensqualität im eigenen Viertel in Bezug auf Angebot
an Grün- und Freiflächen, Verkehrsanbindung, kulturelle Angebote
• Einschätzung der Bedeutung sozialer Bewegungen im Klimaschutz
• Persönliche Wahrnehmung von Möglichkeiten politischer Teilhabe
• Wahrnehmung der eignen Möglichkeiten, sich für Klimaschutz zu
engagierenSeite 4 von 12
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• Kontakte, Zusammenarbeit und neue Kooperationen
o Subjektive Einschätzung zur eigenen Verwurzelung im Viertel
• Veränderung in klimarelevantem Wissen und Einstellungen:
o Anerkennung der Existenz des Klimawandels und seiner
negativen Auswirkungen
o Wahrnehmung von Naturgefahren relativ zu anderen Problemen
und Gefahren
o Solidarität mit vom Klimawandel betroffenen Regionen
o Einschätzung städtischer Bemühungen zum Klimaschutz
o Einschätzung der eigenen Verantwortung für Klimaschutz
o Einschätzung des eigenen Engagements für Klimaschutz
• Veränderung im klimarelevanten Verhalten (als Proxy für
Emissionsreduktion im Viertel)
o Benennung eigener konkreter Klimaschutzmaßnahmen/-
aktivitäten
o Wohnfläche pro Person
o Heizungsausstattung
o Alter und Sanierungsgrad der bewohnten Immobilie
o Klimarelevante Sanierungsmaßnahmen
o Bezogener Strommix
o Mobilitätsverhalten – Wegstrecken, Fahrzeuge
• Benennung geplanter eigener zukünftiger Klimaschutzmaßnahmen
• Anzahl neuer Initiativen, Gruppen, Vereine und deren Reichweite
(Erfassung außerhalb Befragung)
Leistungsziele (Output)
Die Angebote der Klimaviertel sollen gemeinsam (ko-kreativ) mit den Menschen
vor Ort entwickelt werden. Daher kann die folgende Ausführung nur zur ersten
Orientierung dienen und nicht vollständig sein. In den Klimavierteln sollen
Zukunftsforen durchgeführt werden und Veranstaltungen und Aktivitäten rund
um das Mitmachzentrum angeboten werden, um eine Stärkung der
zivilgesellschaftlichen Strukturen zu erreichen. Konkrete Beispiele zu diesen
drei Bereichen finden sich in den Vorlagen der einzelnen Klimaviertel (240303
und 240304).
Die Leistungsziele sind messbar über folgende Indikatoren:
• Information und Unterstützung bei der Nutzung von städtischen Förder-
und Beratungsmaßnahmen im Klimaviertel (Solarförderung, Dach-
/Fassadenbegrünung, Mobilitätsangebote)
• Einbindung weiterer Beratungsstellen (BEA/Verbraucherzentrale)
• Anzahl der Aktivitäten im Viertel geclustert nach Art und durchführender
Stelle
• Anzahl der Teilnehmenden an Angeboten
• Anzahl der wiederholten Teilnahme an Angeboten
• Soziodemographie der Teilnehmenden (diskriminierungssensibel und
freiwillig)
• Sichtbarkeit der Klimaviertel Angebote, z.B. Anzahl Beiträge in lokalen
Medien, Social Media etc.
3. Schwerpunkte für Teilhabe in den Klimavierteln
Eines der zentralen Anliegen der Klimaviertel ist es, die Auseinandersetzung
mit der Klimakrise und der Frage, wie resiliente Viertel mit hoher LebensqualitätSeite 5 von 12
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aussehen können, in die Breite der Gesellschaft zu tragen. Bonn4Future hat
gezeigt, dass die intensive gemeinsame Arbeit an Klima- und Zukunftsthemen
bei den Beteiligten Selbstwirksamkeit und ein Gefühl des Aufbruchs erzeugen
können. Gleichzeitig wurden bislang überwiegend Menschen erreicht, die
bereits vorher eine Affinität zum Thema hatten (vgl. Evaluation B4F).
Für die Klimaviertel bedarf es also einem weiteren Abbau von
Zugangsbarrieren für Menschen, die bislang unterrepräsentiert waren – ohne
jedoch diejenigen zu verlieren, die aufgrund ihrer verfügbaren Ressourcen in
besonderem Maße zur Transformation beitragen können. Entsprechend der
oben definierten Ziele ist der Anspruch der Klimaviertel sowohl die Reduktion
von Treibhausgasen – ein Ziel, zu dem Menschen mit höherem
Lebensstandard und entsprechendem Fußabdruck besonders viel beitragen
können – als auch die Teilhabe von Menschen, die aufgrund Ihrer
Lebensverhältnisse einen niedrigen CO2-Fußabdruck aufweisen, aber in
besonderem Maße von Unterstützungsangeboten profitieren können.
Klar ist, dass nur wenige Angebote alle Menschen im Viertel gleichermaßen
ansprechen. Daher werden bewusst Schwerpunkte gesetzt, die auf die
Gegebenheiten vor Ort abgestimmt sind. Der Ansatz vier sehr heterogener
Klimaviertel bietet die Chance, unterschiedliche Themen, Zielgruppen und
Mitwirkungsansätze in den Fokus zu nehmen. Die Vorlagen zu den ersten
beiden Klimavierteln Beuel Mitte und Godesberg Nord machen dies deutlich:
Während in Beuel Mitte der Fokus auf der Vernetzung und Aktivierung der
vielfältigen und teilweise ressourcenstarken Zivilgesellschaft liegen soll, liegt
der Schwerpunkt in Godesberg Nord auf interkultureller Begegnung und
Teilhabe unterrepräsentierter, insbesondere migrantischer Gruppen.
In Beuel Mitte soll ein durch die Brotfabrik koordiniertes Konsortium unter
Mitwirkung von Bürger- und Heimatvereinen, Kirchen und z.B.
Senior*inneneinrichtungen Sichtbarkeit für die bestehenden Strukturen schaffen
und neue Impulse zur Unterstützung klimafreundlichen Handeln geben. In
Godesberg Nord soll durch Kultur verbindet e.V. und das Impuls-
Quartiersmanagement zunächst der Dialog mit den vielfältigen Akteur*innenen
vor Ort gestärkt werden, um gemeinsam Unterstützungsbedarfe zu
identifizieren. Diese können von der geplanten Zweigstelle der Leihbar im
Mitmachzentrum über mehrsprachige Hilfestellungen bei der Beantragung von
Fördermitteln für Balkon-PV bis hin zum gemeinsamen Bau einer
Wanderbaumalle für schattige Verweilorte reichen und sprechen damit auch
Menschen an, die bislang nicht zur klimaaffinen Gruppe zählen.
Die skizzierten Schwerpunkte und Zielgruppen sind in keinem Viertel exklusiv.
Es gelten allgemeine Qualitätskriterien für die Angebote der Stadt und ihrer
Kooperationspartner*innen im Viertel. Dazu zählen:
- Barrierefreiheit
- Angebot von Kinderbetreuung bei Bedarf
- Angebote zu unterschiedlichen Zeiten
- Hybride und virtuelle Angebote
- Berücksichtigung von religiösen und traditionellen Festen
- mehrsprachige Angebote, ggfs. Tandem- und Dolmetscher*innen-Pools
- Qualifizierte, neutrale Moderation
- Wiederkehrende und zielgruppengerechte Kommunikation auf
vielfältigen Kanälen (Plakate, Flyer, Website, Social Media)
In Anlage 2 werden Dimensionen der (Nicht-) Erreichbarkeit, welche der
Konzeption der Klimaviertel zugrunde liegen, vertiefend ausgeführt.Seite 6 von 12
Seite 7
Anlage/n
1 240301-02 ST_Anlage 1 Wirkungslogik (öffentlich)
2 240301-02 ST_Anlage 2 Dimensionen der Nicht-Erreichbarkeit (öffentlich)Seite 7 von 12
240301-02 ST
Anlage 1 – Einführung in die Wirkungslogik der Klimaviertel
Die für die Klimaviertel herangezogene Wirkungslogik gliedert sich in vier Ebenen, die eine
Konkretisierung der Ziele sowie die Messbarkeit der Zielerreichung anhand passender Indikatoren
ermöglichen. Die höchste Ebene ist der Impact, also die gesellschaftliche Wirkung. Dieser beschreibt
das, wozu wir im Rahmen der Steckbriefe auf gesellschaftlicher Ebene beitragen wollen. Auf der
mittleren Ebene beschreiben die Outcomes das, was wir mittelfristig auf individueller Ebene bei den
Menschen im Viertel bewirken wollen. Die Outcomes sind die zentrale Grundlage, um langfristig den
Impact zu erreichen. Outcomes und Impacts werden zu Wirkungszielen zusammengefasst. Die
niedrigste, bzw. konkreteste Zielebene bezieht sich auf die Outputs, also Leistungen. Outputs
beschreiben das, was in den Klimaviertel umgesetzt bzw. angeboten wird, um die Wirkung mit den
bestehenden Inputs (Ressourcen) zu erreichen.
Abbildung 1: Wirkungslogik der Klimaviertel. Quelle: Kurz & Kubek, (2021) Kursbuch Wirkung, S. 41
Die Messbarkeit der Zielerreichung unterscheidet sich zwischen den Ebenen. Während auf Output-
Ebene relativ einfach ermittelt werden kann, welche Angebote stattfanden und wie diese genutzt
werden, bedarf es bei den Outcomes und insbesondere bei den Impacts aufgrund ihrer strategisch-
abstrakten Natur aufwendigerer sozialwissenschaftlicher Analysen. Sie werden von vielen Faktoren
beeinflusst und häufig erst über einen längeren Zeitraum sichtbar. Für die Klimaviertel soll zur
Messung der Outcomes und Impacts die geplante Befragung im Zentrum stehen. Diese soll erstmalig
im Sommer 2024 durchgeführt und dann in vsl. zweijährigem Turnus wiederholt werden (Vgl.
Steckbrief 1.1.1.1.). Damit ergibt sich die Möglichkeit, die Zielerreichung kontinuierlich alle zwei Jahre
zu erfassen und ggfs. steuernd einzugreifen. Das Konzept zur Befragung wird den Gremien noch vor
der Sommerpause zur Beratung bzgl. Umsetzungsbeschluss vorgelegt. Die Ergebnisse der Befragung
werden in die externe Evaluation der Klimaviertel einfließen, die ebenfalls in diesem Jahr starten soll
(s. Hauptvorlage).Seite 8 von 12
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Anlage 2 - Dimensionen der (Nicht-) Erreichbarkeit in den
Klimavierteln
Die Heterogenität der Menschen im Viertel lässt sich entlang einer Vielzahl von Merkmalen
feststellen: Ob Alter (Kinde/Jugendliche bis Senior*innen), Ressourcenverfügbarkeit (Gutverdienende
bis Transferleistungsempfangende), Verwurzelung in Bonn (frisch zugezogen bis Alteingesessene),
der Ressourcenintensität des eigenen Lebensstils oder auch die die politische Teilhabe und die
thematische Nähe zu den Klimavierteln. Menschen vereinen die unterschiedlichsten, sich
überlagernden Aspekte. Damit können sie häufig mehreren Zielgruppen gleichzeitig zugeordnet
werden.
Für die folgenden Ausführungen, wie Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und
Möglichkeiten teilhaben können, wird das Konzept von Dimensionen der (Nicht-) Erreichbarkeit aus
der Bürgerbeteiligung genutzt. Im Verhältnis zur Definition konkreter Zielgruppen hat es den Vorteil,
dass es auf vereinfachende oder ungenaue Zuschreibungen verzichtet. Menschen können aus
unterschiedlichen Gründen an Beteiligungsprozessen teilnehmen oder sich dagegen entscheiden. Es
gilt, Barrieren abzubauen, um eine breite Teilnahme zu ermöglichen. Dabei ist der Anspruch der
Klimaviertel, möglichst viele der Formate so inklusiv zu gestalten, dass vielfältige Gruppen
zusammenkommen und miteinander in Austausch treten, anstatt sich in separaten
(„zielgruppenspezifischen“) Formaten einzubringen.
Wir unterscheiden Dimensionen der (Nicht-) Erreichbarkeit entlang von drei Bereichen: (1)
Ausgestaltung der Mitwirkungsangebote, (2) Individuelle Einstellungen und (3) gesellschaftliche
Rahmenbedingungen (vgl. Stock, 2024). Diese Bereiche werden im Folgenden in Dimensionen
untergliedert und entlang geplanter Maßnahmen in den Klimavierteln beispielhaft konkretisiert.
1. Der Bereich Ausgestaltung der Mitwirkungsangebote beinhaltet die Dimensionen
Gelegenheiten, Schlüsselqualifikationen, Kommunikationskanäle, Sensibilisierung,
Vorerfahrungen und Vertrauen in Institutionen. Im Einzelnen gilt:
1.1. Es müssen Gelegenheiten geschaffen werden, um an Formaten teilzunehmen durch
beispielsweise folgende Maßnahmen:
• Mitmachzentren und Veranstaltungen werden barrierefrei gestaltet. Wo es in
Einzelfällen nicht möglich ist, wird dies vorab kommuniziert. Bei wichtigen
Veranstaltungen wird die Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V. vorab einbezogen.
• Um die Teilhabe Menschen mit Kindern zu ermöglichen, wird Kinderbetreuung für
wichtige Veranstaltungen angeboten.
• Zeiten für Angebote werden so gewählt, dass möglichst viele Gruppen teilnehmen
können. Wenn bestimmte Gruppen im Fokus stehen, werden zumindest diese
berücksichtigt (für Kinder und Jugendliche werden, wenn möglich, in einem
Zeitfenster zwischen Schul- und Kindergartenzeit und angemessener Abendzeit
durchgeführt, Angebote primär für Erwerbstätige außerhalb der klassischen
Arbeitszeiten).
• Hybride und virtuelle Angebote erlauben die räumlich und zeitlich unabhängige
Teilnahme.
• Religiöse und traditionelle Feste der Menschen in den Klimavierteln werden bei der
Planung berücksichtigt, um Überscheidungen zu vermeiden.
1.2. Schlüsselqualifikationen sind essenzielle Fähigkeiten und Kompetenzen, die notwendig sind,
um effektiv an Mitwirkungsformaten teilnehmen zu können. Diese Qualifikationen
ermöglichen es den Beteiligten, erfolgreich zu kommunizieren, zu koordinieren und
zusammenzuarbeiten. Für die Klimaviertel bedeutet dies u.a.:Seite 9 von 12
• Starke interkulturelle Kompetenz in den Mitmachzentren (ggfs. durch
Qualifizierungsangebote), um unterschiedliche kulturelle Hintergründe zu verstehen
und wertzuschätzen
• Abbau von Sprachbarrieren durch einfache Sprache, mehrsprachige Angebote, ggfs.
Tandem- und Dolmetscher*innen-Pools.
• Vertrauensvolle Atmosphäre bei Angeboten und Veranstaltungen als
Grundvoraussetzung der Kooperationen. Angebot geschützter Räume.
• Qualifizierte, allparteiliche Moderation in den zentralen Formaten.
• Für bereits engagierte Personen und Gruppen in den Klimavierteln individuelle
Beratungs- und Qualifizierungsangebote.
• Vielfalt (z.B. in Kompetenzen, Wissen und Perspektiven) als Stärke begreifen
1.3. Vielseitige Kommunikationskanäle für das Erreichen der Menschen im Viertel. Folgende
Maßnahmen sollen beispielsweise dazu dienen:
• Arbeit mit Multiplikator*innen, die Angebote in verschiedene Communities und
Nachbarschaften tragen können. In den Konzepten für die einzelnen Viertel werden
bereits viele Akteure konkret benannt – von Kultur- Sport- und
Brauchtumsvereinen, Glaubensgemeinschaften bis hin zu Nachhaltigkeits- und
Nachbarschaftsinitiativen und vielen mehr. Dieses Netzwerk soll weiter wachsen.
• Schwer erreichbare Gruppen sollen aktiv aufgesucht werden, z.B. an öffentlichen
Einrichtungen, Wohn- und Arbeitsorten, auf Festen, an beliebten Treffpunkten.
• Plakate und Verteilen von Informationsbriefen – hier werden besonders viele
Menschen in einem bestimmten räumlichen Bereich erreicht.
• Bildungsinstitutionen wie Schulen, Hochschulen, VHS – insbesondere für Kinder und
Jugendliche.
• Regionale Medien (Tageszeitungen, lokal-TV, Radio) – insbesondere für
Senior*innen und Menschen höherer Bildungsabschlüsse.
• Online-Angebote der Stadt (Bonn.de/klima, Bonn-macht-mit.de, ggfs. verstärkt
auch Social-Media) – insbesondere für jüngere Menschen und solche, die klassische
Medien weniger nutzen.
1.4. Bei der Sensibilisierung für Mitwirkungsformate geht es darum, Menschen zu befähigen,
aktiv und effektiv an Prozessen teilzunehmen. Durch eine erhöhte Sensibilisierung wird die
Qualität der Beteiligung verbessert, was letztendlich zu besseren Entscheidungen und einem
gestärkten Vertrauen in politische und gesellschaftliche Prozesse führt. Folgende
Maßnahmen sollen in den Klimavierteln beispielsweise dazu dienen:
• Einfach zugängliche Information und Aufklärung zur Klimakrise und
Lösungsansätzen (Ziele, Prozesse, Nutzen aufzeigen).
• Wiederkehrende Formate mit gewohnter Methodik, schaffen für Menschen, die
weniger erfahren sind mit Mitwirkungsangeboten (z.B. aufgrund ihres Alters oder
Einwanderungserfahrung) ein vertrautes Umfeld.
• Erfolgsgeschichten teilen, erfolgreiche Beispiele von Klimaviertel-Initiativen teilen,
um das Interesse und die Motivation zu erhöhen.
• Evaluation des Prozesses um Wirksamkeit der Formate zu messen und zu
verbessern – und darüber mit Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
1.5. Vorerfahrungen und Vertrauen in Institutionen Vorerfahrungen aus vergangenen
Mitwirkungsprozessen können sich auf die Wahrnehmung und das Engagement von
Teilnehmer*innen ggü. zukünftigen Prozessen positiv oder negativ auswirken. Wenn bereits
schlechte Erfahrungen, z.B. durch unzureichende Transparenz, mangelnde Einflussnahme,
schlechte Kommunikation, unbefriedigende Moderation, Ungleichgewicht der
Machtverhältnisse, Überforderung oder fehlende Rückmeldungen gemacht wurden, können
diese die Bereitschaft zur erneuten Teilnahme massiv senken. Um dem entgegenzuwirken,Seite 10 von 12
ist ein transparentes, inklusives und respektvolles Vorgehen zentral. Umgekehrt motivieren
erfolgreiche Teilnahmen für zukünftiges Engagement.
Für diejenigen, die bereits bei früheren Beteiligungsformaten, vielleicht sogar bei
Bonn4Future, positive Erfahrungen sammeln konnten, gilt es, die Kontinuität sowie die
neuen Schwerpunkte transparent zu machen. Fragen und ggfs. aufgetretene Irritationen
(z.B. mit Bezug auf die Zeitspanne zwischen Bonn4Future und dem Beginn der Klimaviertel)
sollen proaktiv adressiert werden. Gerade für die Zukunftsforen als zentrales
Beteiligungsformat sind die Vorerfahrungen einiger Teilnehmenden eine wertvolle
Ressource. Abgestuft betrifft die Frage der Vorerfahrungen alle Art von Kontakten zu
Beteiligung und politischer Teilhabe – in Bonn und bei Menschen mit Migrationsgeschichte
auch in Herkunftsorten.
2. Individuelle Einstellung bezieht sich auf die Dimension Bereitschaft und Motivation zur
Beteiligung. Um an Beteiligungsformaten teilzunehmen, bedarf es einer Grundbereitschaft zur
Mitwirkung. Diese individuelle Einstellung ist eng verwoben mit den Dimensionen der beiden
anderen Bereiche. Die folgenden Aspekte sollen in den Klimavierteln zur Stärkung der Mitmach-
Bereitschaft unterschiedlicher Gruppen beitragen:
• Interesse an der Sache wecken: Beim Thema Klimaschutz und lebenswerte Viertel
ist das Interesse in den letzten Jahren bei vielen bereits sehr angestiegen. Daran soll
durch das die Sensibilisierung (s.o.), vor allem das Kommunizieren der Relevanz
gemeinschaftlicher Handlung, angeknüpft werden, um auch jene zu erreichen, die
dem Thema bislang distanziert oder skeptisch gegenüberstehen.
• Reale Einflussmöglichkeiten: Menschen in den Klimavierteln sollen unabhängig
ihrer Hintergründe und Möglichkeiten erleben, dass sie mitgestalten können. Die
Vielfalt der kooperativen Umsetzungsansätze – von primär inhaltlichen Formaten
wie den Zukunftsforen bis zur gemeinsamen Renovierung des Mitmachzentrums –
bieten hier Möglichkeiten. Keinesfalls soll nur symbolisch einbezogen werden.
• Soziale Anerkennung: Es bedarf Wertschätzung und Anerkennung für das
Engagement der Menschen in den Klimavierteln. Neben der Kommunikation
während der Formate selbst trägt das Sichtbarmachen von Engagierten im Viertel
dazu bei. Denkbar sind Ausstellungen, Publikationen und Social-Media Posts in Text,
Bild und Video von Geschichten und Gesichtern des Gelingens. Die in Beuel
angedachten partizipative Theaterstücke rund um die Themen Klima, Nachhaltigkeit
und resiliente Nachbarschaft für junges Publikum im öffentlichen Raum schaffen z.B.
gleichzeitig Sichtbarkeit für das Thema und die Engagierten.
• Persönlicher Nutzen: Die Mitwirkung bietet eine Vielzahl direkter oder indirekter
persönlicher Nutzen für die unterschiedlichsten Gruppen. Ob es das Lernen neuer
Inhalte und Fähigkeiten bei Beratungen und Workshops am Mitmachzentrum ist,
das Netzwerken in zivilgesellschaftlichen Strukturen oder ggfs. auch neue Impulse
und Kompetenzen für die Erwerbsarbeit. Angebote von – bzw. die Unterstützung bei
der Beantragung von – Fördermaßnahmen (Solarförderung, PV4All) bringen
direkten persönlichen Nutzen. Das Hosting von Foodsharing-Fairteilern sowie
Marktschwärmer- und SOLAWI-Verteilstationen oder die angedachten Repair-Cafes
in den Mitmachzentren bietet unterschiedlichen Gruppen Nutzen im Alltag.
• Emotionale Bindung: Durch die thematische Ausrichtung und die starke Verortung
im direkten Umfeld der Menschen haben die Klimaviertel gute Voraussetzungen für
die Schaffung einer emotionalen Bindung. Das gilt vor allem, wenn es gelingt, über
stetige Angebote und Kommunikation die Gemeinschaft im Viertel zu stärken.
3. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen mit den Dimensionen Gesellschaftliche Ungleichheit und
Einbindung in die Gesellschaft. Bestehen Ungleichheiten und unterschiedliche Einbindungen in
der Stadtgesellschaft (durch Benachteiligung z.B. aufgrund von soziökonomischem Status,Seite 11 von 12
Nationalität oder Geschlechtsidentität) wirken in die Klimaviertel hinein. Diese können wiederum
(indirekt und langfristig) zur Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beitragen,
wenn es gelingt, die oben genannten Aspekte wie Abbau von Zugangsbarrieren und persönlichen
Nutzen für benachteiligte Gruppen (z.B. durch angepasste Beratungen und Förderungen) zu
leisten. Darüber hinaus soll die Einbindung in die Gesellschaft z.B. durch die folgenden
Maßnahmen gestärkt werden:
• Die geplanten Gemeinschaftsaktion zum Communitybuilding und zur Stärkung
nachbarschaftlichen Engagements im Klimaviertel, z.B. Straßenfeste,
Müllsammelaktion im Viertel mit anschließendem Müllkunstwerk.
• Aufenthalts- und Begegnungsräume im Freien als dauerhafte Orte des Miteinanders
im ViertelSeite 12 von 12

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Datenstand: 03.11.2026, 04:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de