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240258-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Bürgerantrag: Verkehrssituation Baustelle Endenicher Ei

Nummer
240258-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
27.02.2024
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 23.05.2024 Empfehlung
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 28.05.2024 Kenntnisnahme
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  1. 240258 Bürgerantrag: Verkehrssituation Baustelle Endenicher ei

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
240258-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Bürgerantrag: Verkehrssituation Baustelle
Endenicher Ei
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 09.04.2024 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Im vergangenen November haben die Baumaßnahmen der Autobahn GmbH
am sogenannten Endenicher Ei begonnen. Die im Jahr 1961 erbaute Brücke
wird Stück für Stück abgetragen und ein neues Bauwerk errichtet. Während der
Bauzeit muss eine Behelfsbrücke genutzt und die Verkehrsführung immer
wieder den Erfordernissen der Baustelle angepasst werden.
Für die Zeit des aktuellen Baustellenabschnitts muss der südlich entlang des
Endenicher Eis verlaufende Geh- und Radweg gesperrt werden. Die
Umleitungsstrecke für den Fuß- und Radverkehr führt mitunter zu deutlich
weiteren Wegen für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zum avisierten Ziel.
Die Stadt Bonn bedauert die derzeit erforderlichen Umwege für
Fußgänger*innen und Radfahrer*innen, da ihr sehr an der Stärkung des
Umweltverbundes liegt.
Daher wurden in den vergangenen Wochen verschiedene Alternativen für die
Führung von Rad- und Fußverkehr geprüft, u.a. eine auch vom ADFC zur
Diskussion gestellte Verlängerung der Umweltspur vom Hermann-Wandersleb-
Ring über das Endenicher Ei hinaus.
Für die Einrichtung eines Geh- und Radwegs neben den Kfz-Spuren ist die
Behelfsbrücke zu schmal. Sie wurde bereits im Herbst 2020 über das
Endenicher Ei gelegt und damit noch vor dem Beschluss, die Umweltspur auf
dem Hermann-Wandersleb-Ring einzurichten und die Strecke als
Radverkehrsachse zu stärken. Hinzu kommt, dass sich der Fuß- und
Radverkehr im Baufeld befände, selbst wenn die Brücke über eine
ausreichende Breite verfügen würde.
Die u.a. vom ADFC angeregte Verlängerung der Umweltspur bis über das
Endenicher Ei würde den Umweltverbund stärken, Busse bevorzugt an der
Baustelle vorbeiführen und zumindest Radfahrer*innen auf direktem Wege über
das Endenicher Ei führen.
Diese Option schließen Stadtverwaltung und Polizei jedoch nach eingehender
Prüfung aus Sicherheitsgründen aus: Die rechtsliegende Umweltspur müsste
von Baustellenfahrzeugen überquert werden, wenn diese von der linken SpurSeite 1 von 3
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über die Umweltspur in die Baustelleneinfahrt abbiegen oder aus der Baustelle
herausfahren müssen. Dabei entsteht ein zu hohes Risiko für Unfälle zwischen
Kfz- und Radfahrer*innen.
Eine Führung des Radverkehrs im Mischverkehr mit den Kraftfahrzeugen auf
der Fahrbahn scheidet ebenfalls aus Sicherheitsgründen aus. Trotz rückläufiger
Verkehrszahlen wurden auf der Strecke im März 2023 noch rund 1.700 Kfz pro
Spitzenstunde gezählt. Angesichts dieser Verkehrsbelastung und einer
wechselnden Baustellenverkehrsführung wird das Sicherheitsrisiko für
Radfahrer*innen als zu hoch eingeschätzt.
Den Wegfall einer Kfz-Spur zugunsten eines Geh- und Radwegs stuft die
Verwaltung aufgrund der abzuwickelnden Verkehrsmengen und der hohen
Bedeutung der Strecke für den ÖPNV als problematisch ein. Entlang des
Endenicher Eis verkehren vier klassische Buslinien, drei Schnellbuslinien sowie
eine Nachtbuslinie. Angesichts der baustellenbedingten Einschränkungen auf
der S 23 ist die Bedeutung der Strecke für die bestehenden Buslinien sowie für
Ersatzverkehre aktuell besonders hoch.
Hinzu kommt, dass für den vergleichsweise hoch belasteten Linksabbieger auf
die BAB 565 in Richtung Tannenbusch besonders in den Verkehrsspitzenzeiten
das Risiko bestünde, in die einzig verbleibende Geradeausspur der Endenicher
Straße rückzustauen und so den Busverkehr zu behindern. Das zeigen die
Verkehrszahlen und die gewählte Verkehrsführung, die eine gemeinsame
Entscheidung der Verwaltung in Verbindung mit den SWB ist.
Auch die im Antrag dargelegten weiteren Vorschläge wurden nochmals mit dem
Ergebnis geprüft, dass es keine Option ist, eine zusätzliche Ampelanlage zu
installieren, weil diese den durchgängig starken Kfz-Verkehr hinzukommend
behindern würde. Ein Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) scheidet, gerade
wegen des starken Verkehrs, ebenfalls aus. Eine Vermischung von Rad-, Bus-
und Baustellenverkehr stellt eine Gefährdung dar, die nicht verantwortbar ist.
Im Ergebnis kommt die Stadtverwaltung zu dem Schluss, dass eine andere
Umleitungsführung für den Fuß- und Radverkehr derzeit nicht möglich ist.
Dies bedeutet konkret:
Für den Radverkehr führt die Umleitung vom Hermann-Wandersleb-Ring
kommend über die Frongasse, die Endenicher Straße, die Regerstraße, die
Brahmsstraße, den Wiesenweg, die Schubertstraße und den Wesselbahnweg
zur Endenicher Straße. Alternativ kann – weniger komfortabel, dafür kürzer –
das Fahrrad durch die Unterführung und über den Gehweg auf der nördlichen
Seite des Endenicher Eis geschoben werden.
Fußverkehr kann den Tunnel unterhalb des Hermann-Wandersleb-Rings
nutzen und weiter über die Nordseite des Endenicher Eis gehen. Auf der
Endenicher Straße ist die Querung über die bestehende Fußgängerampel
möglich.
Beschlussvorschlag für die Bezirksvertretung Bonn:
Die Bezirksvertretung nimmt Kenntnis von den Ausführungen in der
Stellungnahme der Verwaltung. Der Bürgerantrag wird abgelehnt. Mit diesemSeite 2 von 3
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Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen
vorgesehene Verfahren zum Abschluss gelangt.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 23:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de