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240255-13 · Antrag

BBB-Antrag: Maßnahmen zum Schutz der Bonner Bevölkerung vor den Emissionen der linksrheinischen Eisenbahnstrecke des Bundes Drucksachengruppe 240255

Nummer
240255-13
Art
Antrag
Veröffentlicht
15.08.2025
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 15.08.2025
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 04.09.2025

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Rates 04.09.2025 Entscheidung federführend
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Übergeordnet

  1. 240255 Schutz der Bonner Bevölkerung vor den Emissionen der Eisenbahnstrecken des Bundes

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Antrag
öffentlich
240255-13
Antragsteller/in:
BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Marcel Schmitt
14.08.2025
BBB-Antrag: Maßnahmen zum Schutz der Bonner
Bevölkerung vor den Emissionen der
linksrheinischen Eisenbahnstrecke des Bundes
Drucksachengruppe 240255
Beratungsfolge
Rat 04.09.2025 Entscheidung
Inhalt des Antrags
1. Der Rat der Bundesstadt Bonn fordert die Deutsche Bahn AG und das
Eisenbahnbundesamt (EBA) dazu auf, anlässlich der für 2028 beabsichtigten
Generalsanierung der linksrheinischen Eisenbahnstrecke zwischen Köln und
Koblenz auf den durch Bonn führenden Gleisabschnitten Maßnahmen zur
Minderung von Schienenlärm und den mit dem Bahnbetrieb einhergehenden
Erschütterungen (Körperschall) einzuplanen und umzusetzen bzw. anzuordnen.
Konkret sollen im Nahbereich von Wohnbebauung Weichenanlagen mit
beweglichen Herzstück, Unterschottermatten, besohlte Schwellen bzw.
Schienenstegdämpfer, Schienenstegabschirmungen und Lärmschutzwände
zum Einsatz kommen.
2. Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, sich bei den für die
Schienensanierung zuständigen Verantwortlichen für die Umsetzung der unter
Ziffer 1 beantragten Maßnahmen zum Schutz der Bonner Bevölkerung vor den
Emissionen der linksrheinischen Eisenbahnstrecke des Bundes einzusetzen.
Begründung
Nach Angaben des Eisenbahn-Bundesamtes verkehren auf der
linksrheinischen Bahnstrecke im Jahr rund 120.000 Züge. Das hat
schwerwiegende Folgen: Die Anwohner der über das Bonner Stadtgebiet
laufenden Bahnstrecke leiden zunehmend unter dem vom Zugverkehr
verursachten Lärm und den einhergehenden Erschütterungen. Der
Bahnverkehr setzt einen krankmachenden** Lärmpegel von nicht selten über
90 dB(A) frei. Die für Wohngebiete zulässigen Grenzwerte für
Lärmeinwirkungen werden dadurch sowohl tags als auch nachts regelmäßig
weit überschritten. Dies gilt für den sogenannten primären Luftschall als auch
für den vom Rad auf die Schiene übertragenen Impuls, der Körperschall in denSeite 1 von 2
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Boden einbringt und in der Folge einerseits Bausubstanz bedrohende
Schwingungen in Gebäuden bewirkt und andererseits in den Räumen solcher
Bauwerke störenden Sekundärschall erzeugt. Der größte Teil der durch Bonn
verlaufenden linksrheinischen Eisenbahnstrecke verfügt über keinerlei
bauseitige Schallminderungsmaßnahmen. Die nahezu unverändert verwendete
Technik für die Gleisanlagen stammt aus dem vorvergangenen Jahrhundert.
Die zwischen Februar und Juli 2028 von der Deutsche Bahn AG geplante
Sperrung der Strecke Köln-Bonn-Koblenz zwecks Austausch der Gleisanlage
und deren begleitender Technik bietet die günstige Gelegenheit, dabei effektive
Maßnahmen zur Minderung von Schienenlärm und Erschütterungen zum
Einsatz kommen zu lassen.
Neben Lärmschutzwänden und schwingungsdämpfenden Methoden sollte die
Deutsche Bahn AG auch die schon seit 45 Jahren bekannte Weichentechnik
mit beweglichen Herzstücken oder Flügelschienen einsetzen, bei denen es zu
keiner Unterbrechung der Fahrkante und keinem stoßbehafteten Radüberlauf
mit Erzeugung von hammerwerkartigen Körperschall in den Boden kommt.
Angesichts von über 50.000 in Bonn vom Lärm der Schienenwege des Bundes
betroffenen Bürgerinnen und Bürger, sollte der Rat der Bundesstadt Bonn von
den Verantwortlichen die genannten Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen
einfordern.
*GeoPortal.EBA
** Zu den wichtigsten Auswirkungen des Lärms auf die Gesundheit zählen u.a.:
Lärminduzierte Schlafstörungen und Aufwachreaktionen, Bluthochdruck, Herz-
Kreislauf-Krankheiten, Diabetes Typ 2.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 08:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de