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240255-08 · Große Anfrage

BBB-Anfrage Schutz der Bonner Bevölkerung vor den Emissionen der Eisenbahnstrecken des Bundes; hier Austausch von Weichen und Schienen sowie Stellwerkstechnik auf der linksrheinischen Eisenbahnstrecke zw. Bonn Hauptbahnhof und Betriebsbahnhof „Neuer Weg“ in Mehlem in den Jahren 2024/25 Drucksachenfolge 240255

Nummer
240255-08
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
27.01.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Neuer Weg Straße· Lannesdorf, Bad Godesberg
  • Bonn Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Mehlem Ortsteil· Bad Godesberg
  • Alt-Godesberg Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Rates 03.07.2025 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 06.05.2025 Kenntnisnahme
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 27.08.2025 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 240255 Schutz der Bonner Bevölkerung vor den Emissionen der Eisenbahnstrecken des Bundes

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Große Anfrage
öffentlich
240255-08Dokumentenklasse C (vertraulich)
Fragesteller/in:
BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Marcel Schmitt
BBB-Bezirksfraktion Bad Godesberg
23.01.2025
BBB-Anfrage Schutz der Bonner Bevölkerung vor
den Emissionen der Eisenbahnstrecken des
Bundes; hier Austausch von Weichen und
Schienen sowie Stellwerkstechnik auf der
linksrheinischen Eisenbahnstrecke zw. Bonn
Hauptbahnhof und Betriebsbahnhof „Neuer Weg“ in
Mehlem in den Jahren 2024/25
Drucksachenfolge 240255
Beratungsfolge
Rat 13.02.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.03.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bad Godesberg 12.03.2025 Kenntnisnahme
Fragestellung
1. Welche Maßnahmen zur Minderung von Schienenlärm und den mit dem
Bahnbetrieb einhergehenden Erschütterungen (Körperschall) wurden
oder werden noch anlässlich des aktuellen Austausches von Schienen
und Weichen sowie der Erneuerung von Stellwerkstechnik auf dem
Abschnitt der linksrheinischen Eisenbahnstrecke zwischen Bonn Hbf bis
zum Betriebsbahnhof „Neuer Weg“ ergriffen?
2. Falls beim derzeit laufenden Austausch bzw. der Erneuerung keine
Unterschottermatten, besohlte Schwellen bzw. Schienenstegdämpfer,
Schienenstegabschirmungen oder Weichenanlagen mit beweglichen
Herzstück** verbaut worden sind, warum ist dies im Einzelnen und
insbesondere dort nicht geschehen, wo die Gleisanlagen unmittelbar
bzw. in geringem Abstand an Wohnhäuser heranreichen?
3. Welche Schallminderungstechnologien genau hat die
Oberbürgermeisterin von der DB AG oder der zuständigen
Aufsichtsbehörde für die Bahnstrecken des Bundes für die jetzt in
Umsetzung befindliche Maßnahme zum Austausch und Erneuerung des
Schienenweges bzw. Teilen davon zwischen Bonn Hauptbahnhof und
Landesgrenze von NW zu RP bei wem wann mit welchem Ergebnis
erbeten bzw. eingefordert?Seite 1 von 4
Seite 2Dokumentenklasse C (vertraulich)
Begründung
Auf dem Abschnitt von Bonn Hauptbahnhof bis zum Betriebsbahnhof „Neuer
Weg“ in Mehlem ersetzt die Deutsche Bahn AG derzeit abgängige
Schienentechnik (Vgl. Pressemitteilung der DBAG vom 10. Dezember 2024*).
Ob und wenn ja, welche Maßnahmen das Verkehrs- und
Infrastrukturunternehmen zur Minderung der von den Schienenwegen des
Bundes auf dem Abschnitt ausgehenden betrieblichen Emissionen dabei
umgesetzt hat oder noch ergreift, ist ebenso Gegenstand des
Auskunftsersuchens wie die Beantwortung der Frage, in welcher Weise sich die
Oberbürgermeisterin anlässlich dieser Sanierungs- und Erneuerungsphase für
die Verbesserung der Lage der von Bahnlärm und Bahnerschütterungen
betroffenen Bonnerinnen und Bonner innerhalb des in Rede stehenden Teils
der linken Rheinstrecke Köln-Bingen (VzG-Streckennummer 2630) wann und
bei wem, mit welchem Ergebnis eingesetzt hat.
*Weitere Bauarbeiten für das neue ESTW Bonn-Bad Godesberg ab 3.
Januar
Investition von 55 Millionen Euro • Fahrplanänderungen im Fern- und
Nahverkehr • Zeitweise Busse statt Bahnen auf RE 5 (RRX), RB 26, RB 30
und RB 48
Die Bauarbeiten für das neue elektronische Stellwerk (ESTW) „Bonn-Bad
Godesberg“ gehen auch im neuen Jahr weiter.
Denn auch 2025 treibt die DB die Sanierung der Infrastruktur voran: Gleise und
Weichen werden ausgetauscht, veraltete Stellwerke durch moderne Technik
ersetzt und Bahnhöfe modernisiert. Mit der Sanierung sorgt die DB
gleichermaßen für eine moderne Infrastruktur sowie für einen
Stabilisierungseffekt für das Schienennetz. Die Maßnahmen sind wichtige
Beiträge zum konzernübergreifenden Sanierungsprogramm „S3“, mit dem die
DB die Leistungsfähigkeit der Schiene wiederherstellt, das Kundenerlebnis
deutlich verbessert und die finanzielle Tragfähigkeit des Konzerns absichert.
Die Deutsche Bahn (DB) erneuert die Stellwerkstechnik auf dem Abschnitt von
Bonn Hbf bis zum Betriebsbahnhof „Neuer Weg“ an der Grenze zwischen
Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Hierfür investiert die DB rund 55
Millionen Euro und arbeitet auch hier unter Hochdruck an der Sanierung der
Infrastruktur. Im Rahmen des Sanierungsprogramms „S3“ hat sich die DB
vorgenommen, störanfällige Komponenten wie z.B. ältere Stellwerkstechnik
kontinuierlich auszutauschen. Ziel ist, die infrastrukturbedingten Störungen
innerhalb der nächsten drei Jahre um ein Fünftel zu reduzieren.
Das Projekt umfasst den Bau eines Modulgebäudes im Bahnhof Bonn-Mehlem,
den Bau von 75 Einzelsignalen, sechs Signalauslegern, drei Signalbrücken und
29 Weichenantrieben. Außerdem müssen 428 Kilometer Kabel verlegt sowie
mehrere Bahnübergänge angepasst werden.Seite 2 von 4
Seite 3Dokumentenklasse C (vertraulich)
In der Zeit von Freitag, 3. Januar 21 Uhr bis zum Donnerstag, 27. Februar, 5
Uhrtauschen die Expert:innen auf dem Streckenabschnitt zwischen Bonn-Bad
Godesberg und Oberwinter die Weichenantriebe aus, errichten das
Modulgebäude und führen Arbeiten für Gleisquerungen sowie
Kabelführungssysteme durch. Dafür sind Sperrungen auf der en Rheinstrecke
erforderlich.
Derzeit laufen gleichzeitig die Arbeiten für die elektronischen Stellwerke
(ESTW) „Köln Hbf“, „er Rhein“ und „Bonn-Bad Godesberg“. Die Stellwerke
werden mit moderner Technik ausgestattet, damit sie auch mit künftigen
Technikgenerationen kompatibel sind. Letztlich bilden ESTW die Grundlage für
die Digitalisierung der Schiene in Deutschland (ETCS).
Die DB investiert rund insgesamt 325 Millionen Euro in die neue Technik.
Die DB nutzt die Sperrung auch, um zusätzliche Instandhaltungsmaßnahmen
durchzuführen.
Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu
vermeiden. Wir bitten hierfür um Verständnis.
Die wichtigsten Auswirkungen auf den Zugverkehr (teilweise bereits ab dem 20.
Dezember):
Fernverkehr:
Von Freitag, 20. Dezember (21 Uhr), bis Donnerstag, 27. Februar, 5 Uhr
werden die Züge des Fernverkehrs größtenteils über die rechte Rheinseite
umgeleitet, verbunden mit Fahrzeitänderungen und Haltausfällen. Einige Züge
entfallen auf Teilstrecken bzw. auf dem gesamten Laufweg.
Nahverkehr:
Aufgrund der Arbeiten kommt es zu umfangreichen Fahrplanänderungen Im
Regionalverkehr auf den Linien RE 5 (RRX), RB 26, RB 30 und RB 48 teilweise
bereits ab dem 20. Dezember bis zum 27. Februar. Die Auswirkungen fallen je
nach Bauphase und Linie unterschiedlich aus.
• Phase 1, 17.12.24 (21 Uhr) – 03.01.25 (21 Uhr):Ausfall der RB 48 zwischen
Köln Hbf und Bonn-Mehlem.
• Phase 2, 03.01. (21 Uhr) – 10.01. (21 Uhr): Ausfall RE 5 (RRX) und RB 26
zwischen Bonn Hbf und Remagen wochenends vom 03.01. (21 Uhr) - 06.01. (5
Uhr) sowie Ausfall der RB 30 zwischen Bonn Hbf und Remagen und Ausfall der
RB 48 zwischen Köln Hbf und Bonn-Mehlem über den gesamten Zeitraum.Seite 3 von 4
Seite 4Dokumentenklasse C (vertraulich)
Wochentags verkehrt RE 5 (RRX) mit Zusatzhalten in Sechtem und Roisdorf.
• Phase 3, 10.01. (21 Uhr) – 20.01. (5 Uhr): Ausfall RE 5 (RRX), RB 26 und RB
30 zwischen Bonn Hbf und Remagen sowie Ausfall der RB 48 zwischen Köln
Hbf und Bonn-Mehlem.
• Phase 4, 20.01. (5 Uhr) – 27.02. (5 Uhr): Ausfall RE 5 (RRX) und RB 26
zwischen Bonn Hbf und Remagen an den Wochenenden freitags (21 Uhr) bis
montags (5 Uhr) sowie Ausfall der RB 30 zwischen Bonn Hbf und Remagen
und Ausfall der RB 48 zwischen Köln Hbf und Bonn-Mehlem über den
gesamten Zeitraum. Wochentags verkehrt der RE 5 (RRX) bei einzelnen
Fahrten während der Hauptverkehrszeit mit Zusatzhalten in Sechtem und
Roisdorf.
(Verlautbarung der DBAG im Internet vom 10. Dezember 2024, 09:45 Uhr)
https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-duesseldorf-
de/presseinformationen-regional/Weitere-Bauarbeiten-fuer-das-neue-ESTW-
Bonn-Bad-Godesberg-ab-3-Januar--13187686
** Die BBB-Fraktion spricht sich dafür aus, dass die Deutsche Bahn AG, statt
Infrastruktur mit Stand der Technik aus dem 19. Jahrhundert einzusetzen, die
z.B. schon seit 45 Jahren bekannte Weichentechnik mit beweglichen
Herzstücken oder Flügelschienen einsetzen möge, bei der es zu keiner
Unterbrechung der Fahrkante und keinem stoßbehafteten Radüberlauf mit
Erzeugung von Körperschall in den Boden kommt.
In diesem Zusammenhang sei auf die laut Schlussbericht zum
„Sonderprogramm Lärmschutz Schiene zur Finanzierung von
Einzelmaßnahmen zum Lärmschutz an Schienenwegen des Bundes im
Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms II (IBP II)“ von DB Netze
und der Bundesregierung aus Dezember 2015 in Weißenthurm (Weichen
25/26) mit signifikantem Lärmminderungseffekt [bis zu 3 dB(A)] und ebenso
signifikanter Minderung des Körperschalls an einem Gebäude in 12 Meter
Entfernung zur Gleisanlage [gemittelt Fundament- und Erdspießmesspunkte für
vertikale Schwingrichtung i. H.v. 5 dB(v)] erprobte Technik von
Weichenanlagen mit beweglichem Herzstück hingewiesen.
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 23:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de