240245 · Große Anfrage
Tierexperimentelle Forschung in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 240245
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 07.02.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (3.363 Zeichen)
Große Anfrage öffentlich 240245 Fragesteller/in: Julia Schenkel DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 07.02.2024 Tierexperimentelle Forschung in Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2024 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird um Stellungnahme zu den nachfolgenden Fragen gebeten: 1. Wie bewertet die Verwaltung insgesamt die Entwicklung tierexperimenteller Forschung und die Rolle des Tierschutzes bei Tierversuchen in Bonn auf Basis ihrer Kontrollen der letzten Jahre? Sieht die Verwaltung wachsenden Handlungs- und Kontrollbedarf auf diesem Feld? 2. Wie wirkt sich die mit dem Stellenplan eingerichtete neue Stelle zur Überwachung von Tierversuchen auf die Tätigkeit der Verwaltung in diesem Feld aus? Konnte die Stelle besetzt werden? Welche Konsequenzen ergeben sich dadurch für die Häufigkeit der von der Verwaltung durchgeführten Kontrollen von Tierversuchen? 3. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit und der Kontakt vom Veterinäramt der Stadt Bonn mit der Ethikkommission und der Stabstelle Tierschutz der Universität? Welche Tierversuchsstätten sind abseits universitärer Einrichtungen auf dem Stadtgebiet in Zuständigkeit des Veterinäramtes? 4. Wie oft wurden Labore für tierexperimentelle Forschung auf Stadtgebiet in den Jahren 2022 und 2023 kontrolliert? Wie viele dieser Kontrollen fanden jeweils unangekündigt statt? Was sind die Ergebnisse dieser Kontrollen? Wie oft wurden Verstöße festgestellt und von welcher Qualität waren diese? 5. Wie wird bei Verstößen gegen geltendes Recht oder Ethikstandards verfahren und welche Regelungen gibt es für entstehende Kosten, Strafgebühren und sonstige Sanktionen? Hat es in den vergangenen Jahren Inobhutnahmen von Tieren aus missbräuchlichen Versuchen gegeben? Wer übernimmt die Kosten für ebendiese? 6. Wie viele Tiere wurden in den Jahren 2022 und 2023 in Bonn zum Zweck der tierexperimentellen Forschung gehalten und um welche Tierarten handelt es sich? Wie viele dieser Tiere wurden getötet? Wie viele Tiere wurden getötet, weil sie nicht das gewünschte Geschlecht, das gewünschte Alter oder die gewünschte Genausprägung o.ä. hatten, ohne in Tierversuchen eingesetzt worden zu sein (sog. Überschusstiere)? 7. Die Uniklinik Bonn wurde im Jahr 2022 für den Negativpreis „Herz aus Stein“Seite 1 von 2 Seite 2 nominiert, der vom Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ herausgegeben wird. Grund sind Versuche an Nagetieren, die zwecks Medikamentenforschung laut Verein u.a. Wüstenrennmäuse mit bis zu 120 Würmern in der Brusthöhle qualvoll sterben lassen. Wie bewertet die Verwaltung diesen Versuch in ihrer Rolle als zuständige Überwachungsbehörde? Begründung 2019 gab es laut Auskunft der Verwaltung 60.000 Versuchstiere in der Stadt Bonn. Zur Aufgabe der Kommune zählt neben der Fundtierversorgung und Tierrettung auch die amtliche Überwachung von Tierversuchen. Hierbei ergeben sich die obengenannten Fragen zu Kriterien, Zuständigkeiten, Kostenübernahmen und Kontrollergebnissen. Mit Hilfe der Anfrage soll zudem detailliert erörtert werden, inwieweit das Veterinäramt diesen Aufgaben nachkommen kann und mit der Stabstelle Tierschutz zusammenarbeitet, sowie geklärt werden, ob die Universität laut Einschätzung des Amtes ihre Vorgaben einhält und wie verfahren wird, wenn dies nicht der Fall ist oder Missbrauch festgestellt wird. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de