240237-01 · Mitteilungsvorlage
Ergebnisse der Beteiligung zur Umgestaltung Rheingasse
Kerndaten
- Nummer
- 240237-01
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 07.10.2024
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 240237-01 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Ergebnisse der Beteiligung zur Umgestaltung Rheingasse Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 05.11.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 29.10.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 29.10.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 05.12.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Rat der Stadt Bonn hat am 18.04.24 Eckpunkte der zukünftigen Verkehrsführung der Rheingasse beschlossen und die Verwaltung beauftragt, auf dieser Basis eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen und weitergehende Planungen vorzunehmen. Die Formate und Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung werden im Folgenden vorgestellt. Im Juni 2024 haben die Stadtverwaltung und das Innenstadtmanagement verschiedene Formate zur Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt: • Kinder- und Jugendbeteiligung 11.06.2024: Im Vorfeld eines Kinder- und Jugendprogramms der Oper hat die Verwaltung die Planungsvarianten der Rheingasse vorgestellt und mit den Anwesenden die Belange von Kindern, Jugendlichen und begleitenden Eltern an den Planungsraum diskutiert. • Abendveranstaltung am 13.06.2024: Bei dieser Veranstaltung hat die Verwaltung zunächst den aktuellen Planungsstand vorgestellt, anschließend wurde an Themenständen zu den Aspekten Verkehrsführung und Gestaltung / Platzbereiche diskutiert. In einer Abschlussrunde wurden die zentralen Punkte der einzelnen Themenstände vorgestellt. Insgesamt haben rund 50 Personen an der Veranstaltung teilgenommen, ein Großteil der Anwesenden waren ortsansässige Gastronomen oder Anwohnende des Plangebiets. • Aufsuchende Beteiligung im Untersuchungsgebiet am 19.06.2024: Mitarbeitende des Innenstadtmanagements und der Verwaltung haben an diesem Mittwoch im Plangebiet die Geschäfte und Gastronomen der Rheingasse über das Vorhaben informiert und Anregungen zur Planung eingeholt. Das Projekt wurde anhand der aktuellen Planung erläutert. Über den Tag verteilt wurden Gespräche mit ca. sechs Geschäften bzw. Gastronomen geführt (zwei Gastronomen wurden nicht angetroffen).Seite 1 von 23 Seite 2 • Onlinebeteiligung vom 13.06. bis 30.06.2024 über die Plattform bonn- macht-mit.de: Dabei gab es die Möglichkeit, Wünsche zur zukünftigen Gestaltung der Rheingasse zu äußern, Rückmeldung zu den unterschiedlichen Varianten zu abzugeben und allgemeine Hinweise zur Planung einzureichen. Insgesamt wurde in dem Beteiligungszeitraum 36 mal der Fragebogen beantwortet. Zentrale Themen der Beteiligung Den inhaltlichen Schwerpunkt der im Rahmen der direkten Beteiligungsformate geführten Gespräche stellten Erklärungen der Planung und Beantworten von Rückfragen zur Änderung der Verkehrsführung im Rahmen der Projekte Umbau des Rheinufers und der Rheingasse dar. Zur Erklärung sind in der Anlage 1 Übersichten zu den verschiedenen Verkehrsführungen dargestellt. In den Gesprächen wurden (wie auch im Rahmen der Onlinebeteiligung) verschiedene Einschätzungen seitens der Teilnehmenden zur zukünftigen Einbahnstraßenführung geäußert: Nach Erklärung der Hintergründe der Einbahnstraßenführung wurde diese mehrheitlich nachvollzogen und angesichts des Mehrwerts bzgl. breiterer Seitenräume in weiten Teilen begrüßt. Hauptkritikpunkt waren die mit der Einbahnstraße verbundenen Umwegfahrten für den Kfz-Verkehr, insbesondere für die aus der Giergasse ausfahrenden Fahrzeuge mit Ziel Richtung Süden. Diese nutzen nach Auskunft der Anliegenden aktuell die Rheingasse zum Wenden und müssten zukünftig über Belderberg / Berliner Freiheit / Am Boeselagerhof / Rheingasse fahren. Angesichts des überschaubaren Verkehrsaufkommens aus der Giergasse und des erforderlichen Umwegs von rund 500m überwiegen aus Sicht der Verwaltung die aufgezeigten Vorteile die genannten Nachteile: So ist die erforderliche Blockumfahrung bei Fahrten Richtung Süden zwar für die Einzelnen umständlich, allerdings bietet die Einbahnstraßenregelung mehr Möglichkeiten zur umweltverbundsfreundlichen und klimaangepassten Aufwertung der Rheingasse und des Belderbergs zwischen Rheingasse und Koblenzer Tor (durch den Entfall der Linksabbiegespur). Weitere grundsätzliche Themen waren: • Unterschiedlicher Detaillierungsgrad der Varianten 1a und 1b im Vergleich zur Schwammstadtvariante: In den Varianten 1a und 1b wurde eine Flächenplanung vorgenommen, d.h. es wurden die erforderlichen Flächen für die Abwicklung der Verkehre und sonstigen Ansprüche an den Raum definiert. So wurden u.a. Multifunktionsbereiche definiert, in denen grundsätzlich verschiedene Nutzungen möglich sind, wie bspw. Begrünung / Bäume, Ladezonen, Sitzmöglichkeiten oder auch Radabstellanlagen. Der Fokus der Schwammstadtvariante lag auf der möglichst starken Entsiegelung des Raums und weist daher deutlich mehr Details hinsichtlich der Begrünung auf. • In Teilen wurden die Flächenbedarfe für den fließenden Kfz-Verkehr hinterfragt: Die Regelbreite für Kfz-Spuren liegt bei 3,5m, um das Abbiegen der Busse am Boeselagerhof und auch die An/AbfahrbarkeitSeite 2 von 23 Seite 3 der Oper für Lkw zu ermöglichen, sind jedoch in Teilen der Rheingasse breitere Fahrspuren erforderlich. Grundsätzlich ist die Rheingasse eine wichtige Verbindung für den Kfz-Verkehr aus Beuel Richtung Süden („Brückenumfahrung“), da am Bertha-von-Suttner-Platz kein Linksabbiegen möglich (und auch nicht sinnvoll umsetzbar) ist. Daher sind auch zwei Kfz-Streifen an der Rheingasse am Knotenpunkt Belderberg erforderlich. Die am häufigsten genannten und diskutierten Themen sind im Folgenden dargestellt: • Radverkehrsführung Richtung Innenstadt: Die Erforderlichkeit einer Radverkehrsinfrastruktur in Richtung Innenstadt wurde unterschiedlich bewertet. In Teilen wurde angesichts der Steigung in Richtung Innenstadt ein separater Radfahrstreifen als zwingend erforderlich angesehen (ähnlich Variante 1b). Andere wiederum betonten, dass auf den kurzen Abschnitten der Rheingasse ohnehin keine hohen Kfz- Fahrtgeschwindigkeiten erreicht würden, so dass die gemeinsame Führung des Rad- und Kfz-Verkehrs angesichts der geringen Flächenverfügbarkeiten verträglich sei. • Liefern und Laden / Wirtschaftsparkzone: Gerade in den Gesprächen der aufsuchenden Beteiligung konnten die Bedürfnisse der ansässigen Geschäftstreibenden hinsichtlich der Flächen für das Liefern und Laden gut erfasst werden. Insgesamt ergaben sich für alle Geschäftstreibenden die Bedarfe nach Möglichkeiten zum Liefern und Laden, gerade für Anwohnende ergaben sich Bedarfe nach legalen Haltemöglichkeiten für Paket- und Postdienstleister, Pflegedienste oder Handwerker. Daher werden voraussichtlich Wirtschaftsparkzonen eingerichtet. Neben der Frage nach der Verortung (möglichst nah an den gastronomischen Betrieben, aber nicht direkt davor, da hier Flächen für Außengastronomie gewünscht sind), war die Frage nach den für die Anlieferung genutzten Fahrzeugen relevant (meist Sprinterklasse, aber auch 7,5t Lkw). Letztlich hat sich der Bereich vor Hausnr. 8-10 als sinnvoller Standort für eine Lkw-Ladezone ergeben. • Begrünung der Seitenbereiche: Eine deutliche Mehrheit der beteiligten Personen spricht sich für eine stärkere Begrünung der Rheingasse aus. Insbesondere (großkronige) Bäume werden als wichtiges Element angesehen, um den zukünftig zunehmenden Temperaturen entgegen zu wirken und zur Aufwertung des Straßenzugs beizutragen. Kritisch wurde teils angemerkt, dass die Grünflächen entsprechend gepflegt und nicht vermüllt werden sollten. Ebenso sollten Bäume nicht die Sicht auf die Geschäfte verdecken. Insgesamt bemüht sich die Verwaltung unter Berücksichtigung der weiteren Ansprüche an den Straßenraum möglichst viel Begrünung in der Rheingasse zu integrieren. • Gestaltung der Seitenbereiche: Während sich insbesondere die Gastronomen mehr Möglichkeiten für außengastronomische Nutzungen wünschen, befürchten andere eine erhöhte Lärmbelastung für die Anwohnenden. Aus dem gleichen Grund wird teils auch die EinrichtungSeite 3 von 23 Seite 4 von Sitzmöglichkeiten kritisch gesehen, angesichts der hohen Aufenthaltsqualitäten am Rhein wird auch keine flächendeckende Erfordernis gesehen. Andererseits werden gerade für ältere Menschen Sitzmöglichkeiten auf der Verbindung zwischen Rhein und Innenstadt als sinnvoll angesehen. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Scooter werden meist als erforderlich angesehen, um die Gehwege freizuhalten und ein attraktives Straßenbild zu erzeugen. Die Gestaltung der Seitenbereiche ist Gegenstand der anstehenden Planungsphase, dabei werden die Anregungen berücksichtigt. Demnach strebt die Verwaltung an, gerade auf der südlichen Straßenseite Flächen für die Außengastronomie zur Verfügung zu stellen. Auf der nördlichen Straßenseite ist dies angesichts der Flächenverfügbarkeiten nur bedingt möglich. • Umsetzung: Da der Umsetzungszeithorizont noch nicht final geklärt ist, wurde angeregt, Teile des Konzepts als vorübergehende Maßnahme ähnlich einem Verkehrsversuch umzusetzen. Dabei ging es insbesondere um die Aufwertungsmaßnahmen auf der südlichen Straßenseite. Neben diesen Themen wurden verschiedene andere Anregungen gegeben (in Anlage 2 sind die Ergebnisse der Abendveranstaltung und der aufsuchenden Beteiligung zusammengefasst, die zentralen Ergebnisse der Online-Abfrage sind in der Anlage 3 dargestellt). Umgang mit Anregungen aus dem Beteiligungsprozess Eine Vielzahl der Anregungen bezog sich auf Aspekte, die bereits in der bisherigen Planung vorgesehen sind, wie bspw. Ausweitung der Begrünung, optimierte und sichere Gestaltung des Knotenpunkts Belderberg / Rheingasse / Rathausgasse. Daneben gab es auch neue Themen: So bspw. das Thema Kinderspiel oder Sichtbarmachen des mittelalterlichen Stadttors „Rheintor“. • Die Integration von Spielelementen bietet sich grundsätzlich an der Ecke Rheingasse / Boeselagerhof (auf der Rheinseite) an. Dies wird im weiteren Planungsverlauf geprüft. • Das Rheintor bzw. der mittelalterliche Stadtmauerverlauf (parallel zum Rhein) könnte grundsätzlich durch ein entsprechendes (Pflaster-)Band sichtbar gemacht werden. Dies wird bei den weitergehenden Planungen geprüft. Teils wurden Anregungen bereits im Vorfeld geprüft und als nicht zielführend oder nicht umsetzbar eingeschätzt, wie bspw. die Umleitung des Busverkehrs aus der Rheingasse (s. laufende Untersuchung auf Basis der DS 222489-10 AA, mit Ergebnissen ist im vierten Quartal 2024 zu rechnen), die abschnittsweise Beibehaltung des Zweirichtungsverkehrs für den Kfz-Verkehr (dies würde eine unübersichtliche Verkehrssituation erzeugen und könnte sich negativ auf die Verkehrssicherheit und angesichts des Beschilderungsaufwand auf die Gestaltungsqualität auswirken).Seite 4 von 23 Seite 5 Zusammenfassung des Beteiligungsprozesses Die Verwaltung begrüßt die Vielzahl von Bürger*innen, Einzelhändlern und Gewerbetreibenden, die sich in den Beteiligungsprozess eingebracht haben. In der Summe der Anregungen nimmt die Verwaltung eine insgesamt positive Einstellung zur Umgestaltung der Rheingasse auf. So hat sich gerade in den direkten Gesprächen mit den Teilnehmenden gezeigt, dass vielfach Frage- und Problemstellungen zu der Planung beantwortet und ausgeräumt werden konnten. Für die weiteren Planungen nimmt die Stadtverwaltung insbesondere den Auftrag mit, einen guten Kompromiss zwischen einer weitgehenden Begrünung (die häufigste Anregung im Beteiligungsprozess) und den Ansprüchen an eine sichere und attraktive Radverkehrsinfrastruktur zu finden. Insgesamt soll es darum gehen die Straße zu einem attraktiven Eingangstor in die Stadt bzw. zu einer attraktiven Verbindung zum Rhein zu entwickeln und gleichzeitig die für die Anliegenden erforderliche Funktionalität zu gewährleisten. Anlage/n 1 Anlage 1 Verkehrsführung (öffentlich) 2 Anlage 2 Dokumentation Beteiligung Rheingasse (öffentlich) 3 Anlage 3 Auswertung Onlinebeteiligung (öffentlich)Seite 5 von 23 1 Anlage 1: Verkehrsführung Stufe 1 heute / vor Umbau des RheinufersSeite 6 von 23 2 Anlage 1: Verkehrsführung Stufe 2 nach Umbau des Rheinufers • Nach Umbau des Rheinufers • Gem. Verkehrskonzept Rheinufer DS 230651 • Schleifenerschließung zwischen Adenauerallee / B9 und Rheinufer: teils Drehungen von Einbahnstraßen • Adenauerallee / Erste Fährgasse: Einrichtung Abbiege- möglichkeitenSeite 7 von 23 3 Anlage 1: Verkehrsführung Stufe 3 nach Umbau der Rheingasse • Nach Umbau der Rheingasse • Gem. Verkehrskonzept Rheingasse DS 231997 • Einrichtung Einbahnstraße in der Rheingasse (für Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet)Seite 8 von 23 BÜRGER*INNENBETEILIGUNG RHEINGASSE Öffentlichkeitsveranstaltung 13.06.2024, 18 bis 20 Uhr, Oper Bonn Aufsuchende Beteiligung 19.06.2024, 12:30 bis 16:30 Uhr, Rheingasse DokumentationSeite 9 von 23 1 Inhalt Bürgerbeteiligung Rheingasse ......................................................................................................................... 2 Öffentlichkeitsveranstaltung am 13.06.2024 .................................................................................................. 4 Eingaben aus der Öffentlichkeitsveranstaltung (thematisch gruppiert)...................................................... 4 Gruppe Blau............................................................................................................................................. 4 Gruppe Rot .............................................................................................................................................. 5 Gruppe Grün............................................................................................................................................ 7 Impressionen des Abends ........................................................................................................................... 9 Aufsuchenden Beteiligung am 19.06.2024 ................................................................................................... 10Seite 10 von 23 2 BÜRGERBETEILIGUNG RHEINGASSE Das Projekt zur Umgestaltung des Straßenraums in der Rheingasse ist Teil des Masterplans Innere Stadt zur künftigen Entwicklung der Bonner Innenstadt. Im Rahmen des Projekts soll der Straßenraum aufgewertet und die Verbindung zwischen City und Rhein verbessert werden. Im März 2024 hat der Rat der Stadt Bonn erste Eckpunkte der zukünftigen Planung festgelegt: Der Kfz-Verkehr soll in der Rheingasse nur noch vom Rhein in Richtung Innenstadt fließen. Damit kann auf eine Fahrspur verzichtet werden, und es ergeben sich größere Spielräume in der Gestaltung des Raums hinsichtlich der verkehrlichen Ansprüche und der Aufenthalts- und Klimaqualität. Die konkreten Fragen zur Aufteilung, zur Gestaltung und Möblierung des Raums wurden im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung am 13.06.2024 und einer aufsuchenden Beteiligung der Gewerbetreibenden in der Rheingasse am 19.06.2024 diskutiert. Zur Diskussion standen zwei Planungsvarianten. Variante 1a sieht für den Radverkehr Richtung Rhein eine gesonderte Radinfrastruktur vor, während der Radverkehr in Richtung Innenstadt im Mischverkehr geführt wird. Variante 2a sieht gesonderte Radwege in beide Richtungen vor. Elemente des Klimaschutzes und der Klimaanpassung wurden zusätzlich anhand des vorliegenden Schwammstadt-Modells erörtert.Seite 11 von 23 3Seite 12 von 23 4 ÖFFENTLICHKEITSVERANSTALTUNG AM 13.06.2024 Über 40 interessierte Bürger*innen folgten der Einladung der Stadt Bonn zur Beteiligungsveranstaltung in der Oper. Nach einer Begrüßung durch Moderatorin Sophie Büchner folgte eine Einführung in die Hintergründe, Ziele und den Planungstand durch Christian Schipplick vom Stadtplanungsamt sowie eine kurze Vorstellung der möglichen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahme im Rahmen des Schwammstadt- Modells durch Dr. Britta Holbeck vom Amt für Umwelt und Stadtgrün. Erste Verständnisfragen wurden beantwortet. Im Fokus der Veranstaltung lag die anschließende etwa einstündige Diskussionsphase in drei Kleingruppen, in der die Bürger*innen Ideen, Anliegen, Wünsche und Hinweise zur Planung gaben. Mit einem kurzen Abschluss, einer ersten Zusammenfassung der Gruppenergebnisse und einem Ausblick zum weiteren Prozess endete die Veranstaltung. Eingaben aus der Öffentlichkeitsveranstaltung (thematisch gruppiert) Gruppe Blau Verkehrsplanung und Verlauf Querungsmöglichkeit Höhe Boeselagerhof einrichten Fortführung Uni trifft City bei Planungsvariante 1a kritisch Ampelschaltung für Fußgänger am Belderberg kürzer einstellen Bedarfsampel mit Akkustik einrichten Wegeverbindung Boeselagerhof – Rheingasse – Rheinufer barrierefrei gestalten (nötige Breite des Gehwegs für Rollstuhlfahrer) Rechts abbiegen in Boeselagerhof prüfen -> rechtsabbiegen auf Brücke Können Busse aus Boeselagerhof trotz Radweg rechts abbiegen? Bürgersteig breiter vs. Getrennter Radweg = keine einheitliche Meinung Bauliche Trennung der Radwege Verkehrsberuhigung wichtig Tempo 30 positiv Radwegplanung beim Schwammstadt-Modell für Außengastronomie schwierig Infrastruktur Westliche Ladezone wichtig Ladezonen für Anlieger und Kurzparken z.B. auch für private Umzüge 12 qm Außengastronomie bei Konditorei Kleimann kleinere Ladezone und verschieben In Variante 1b kritisch, dass die Ladezone über den Radstreifen erreicht wird Ladesäule für Anwohner auf der Straße Öffentliche Toiletten Sitzbänke von Zuckermädchens Konditorei müssen bleiben können Beleuchtung: Laternen behalten? Möglichst wenig Straßenmöbel RadabstellanlagenSeite 13 von 23 5 Barrierefreie Stadtrundfahrt-Haltestelle oder komplett ans Rheinufer verlegen Haltestelle Stadtrundfahrt multifunktional nutzen Klimaschutz und -Anpassung, Grünflächen Baumpflanzungen trotz Altlasten möglich? Sonstiges Absprache mit Behinderten-Gemeinschaft Finanzierung über Anwohner? Spielplatz unnötig und laut (Anm.: Privatgrundstück außerhalb des Planungsgebiets) Gruppe Rot Verkehrsplanung und Verlauf Querungsmöglichkeit Höhe Boeselagerhof einrichten Rechtsabbiegepfeil Belderberg sinnvoll? Gesamte Straße als Fahrradstraße problematisch für Beueler Fahrrad-Linksabbieger von Rheingasse 14 Boeselagerhof beachten Lichtsignalanlage-Belderberg optimieren Verkehrszählungen an allen drei Kreuzungen sinnvoll? geänderte Verkehrsführung zweite Fährgasse: Abkürzung von B9? gute Radverkehrsinfrastruktur -> weniger Grün und Aufenthaltsqualität im oberen BereichSeite 14 von 23 6 Als Verkehrsversuch vorab erproben für einige Wochen Planvariante 1a für Bedürfnisse der Fahrradfahrer schlechter? Passt der Stadtrundfahrten-Bus durch die erste Fährgasse? Zufahrt zur Tiefgarage über Boeselagerhof wünschenswert -> übersichtliche Verkehrsführung Infrastruktur Lieferzone Giergasse einrichten? (Anlieferung von hinten) Anlieferung Gewerbe über Giergasse um Verkehr zu reduzieren Bei Lieferzonen Lastenräder berücksichtigen Parkplätze für Besucher der Anwohnenden historisches Stadttor St. Josef wieder integrieren Platz für große Mülltonnen einplanen Klimaschutz und -Anpassung, Grünflächen Möglicher Pocket Park eher durch Mitarbeiter*innen der Oper genutzt als durch Anwohnende? Trennung Radwege durch Beete sehr gut Wie wird mit Starkregen umgegangen? Damit Beete nicht ausgespült werden Mehr Spielraum für Stadtgrün -> Vorteil für Anwohnende Lieber Beete statt Bänke -> Lärmbelästigung abends/nachts (genügend Sitzgelegenheiten am Rhein, Straße vielbefahren) Wasserdurchlässige Teerdecken unter Asphalt Bezüglich der Rheinschifffahrt und damit verbundener Lkw- und Busverkehre, kam die Frage auf, inwieweit deren Haltebedarfe berücksichtigt werden. Die Abwicklung dieser Verkehre ist Teil des Rheinuferumbaus. Die Planung dazu kann im Allris der Stadt Bonn unter DS 231736 abgerufen werden.Seite 15 von 23 7 Gruppe Grün Verkehrsplanung und Verlauf Linksabbieger zu Belderberg: Rückstau wegen Fußgänger Verkehrstechnisch 2 Radwege besser Radweg lieber Bergauf nicht bergab? Problem Einbahnstraße Radweg erst ab Boeselagerhof bis Rhein wegen Steigung Angenehmeren Fußweg gestalten (Rheingasse -> Belderberg -> Brüdergasse) Lieferverkehr kreuzt Fahrradweg bei der Ladezone Autofahrer werden eingeschränkt Gefahrensituation Fahrradweg bei Tiefgaragenausfahrt Schutz von Radfahrern mit dem Radweg wichtig Infrastruktur Östliche Ladezone ggf. verlegen in Belderberg und Rheingasse mehr Parken Ladezone vor Gastronomie kontraproduktiv zwei Gastronomen brauchen keine Ladezone Sichtprobleme, wenn Ladezone Nähe Tiefgaragenausfahrt Wirtschaftszone statt Ladezone Ladezone in Boeselagerhof verlegen (Bürgerantrag BV Bonn) Ladezone nur von 8 bis 12 Uhr?Seite 16 von 23 8 Parkplatz Nachts/Ladezone Tags: Anwohner würden Parkplätze morgens nicht freigeben Zufahrt Oper und Tiefgarage muss frei bleiben Anwohnerparkplätze Keine Möglichkeit für Sitzbänke Sitzbänke gut für ältere Leute Sitzbänke verursachen Lärm bei Nacht Klimaschutz und -Anpassung, Grünflächen Möglicher Pocket Park e Wasserdurchlässige Teerdecken unter Asphalt Bäume Nähe Tiefgarage nehmen die Sicht Mehr Bäume im Erdreich Heimisches Grünzeug Sonstiges Schutt von Gebäuden im Untergrund Schriftliche Bestätigung für Eigentümer, dass keine Kosten für sie entstehen Kinderspielplatz wird nicht genutzt außer nachts (Anm.: Privatgrundstück außerhalb des Planungsgebiets]Seite 17 von 23 9 Impressionen des Abends Moderatorin Sophie Büchner begrüßt die Teilnehmenden und erläutert den Veranstaltungsablauf. Am Eingang markieren die Teilnehmenden mit Klebepunkten, welche Verkehrsmittel sie zumeist benutzen und welchen Bezug sie zur Rheingasse haben.Seite 18 von 23 10 AUFSUCHENDEN BETEILIGUNG AM 19.06.2024 Am Nachmittag des 19.06.2024 konnten 6 der 8 ansässigen Gewerbe von Herrn Schipplick vom Stadtplanungsamt und Herrn Schwarz von der STADT BERATUNG aufgesucht und nochmal gezielt nach Ihren Anliegen zur Planung befragt werden. Die Ergebnisse werden nachfolgend anonymisiert dokumentiert. Verkehrsführung Die Einbahnstraße wird nicht als Problem gesehen Großen Einfahrtswinkel der Oper bedenken Busse mit Künstler*innen fahren auch vor die Oper, nicht nur zum Hintereingang. Hierfür werden immer mal wieder die Poller Ecke Rheingasse/Boeselagerhof entfernt Einbahnstraße sollte nur zwischen Belderberg und Boeselagerhof eingerichtet werden Gestaltung der Seitenbereiche Arbeitsphase in Kleingruppen: Gruppe Blau mit Markus Walter vom Stadtplanungsamt, Dr. Britta Holbeck vom Amt für Stadtgrün und Kristina Speichert von der STADT BERATUNG. Eingaben der Teilnehmenden werden auf den Planungsentwürfen notiert: Gruppe Grün mit Manuel Mayer vom Stadtplanungsamt und David Schwarz von der STADT BERATUNG. Angeregte Diskussionen anhand der Planungsentwürfe: Gruppe Rot mit Christian Schipplick vom Stadtplanungsamt und Sophie Büchner von der STADT BERATUNG. Am Ende werden die Ergebnisse der Kleingruppen kurz zusammengefasst.Seite 19 von 23 11 Außengastronomie wichtiger als Radweg größere Außengastronomie gewünscht Außengastronomie mit Sonnenschirmen macht die Straße interessant Bürgersteige sollten breiter werden für mehr Außengastronomie mehr Fläche für Außengastronomie gewünscht Begrünung Mehr Grünflächen wären schön und Sitzbänke Mehr Grün und mehr Bäume wünschenswert Keine Bäume im Bereich der Konditorei wegen Hundekot und Versperrung der Sicht auf die Werbetafel Bäume könnten weiter östlich Richtung Rhein aufgestellt werden Begrünung und Bäume gewünscht Blumenbeete ja, Bäume ungern Im Seitenraum: Grünflächen immer abwechseln mit anderweitiger Nutzung Mehr Grün, mehr Bäume wären gut Weitere Anregungen zur Gestaltung der Seitenbereiche 1-2 Sitzbänke für ältere Leute, Ecke Rheingasse/Boeselagerhof auf der Seite der Oper Fahrradständer ausreichend Fahrradständer gewünscht auf Höhe Rheingasse 20 Fahrradständer werden benötigt, aber nicht direkt vor Gastronomie Dezidierte E-Scooter Abstellfläche nötig Straßenschild vor Laden stört, viele Fahrräder sind daran angeschlossen Fahrradständer nur am Rhein nötig E-Scooter Abstellfläche notwendig Große Mülltonnen aus den Rheinlogen nehmen regelmäßig viel Platz weg, Fläche muss dafür vorhanden sein Lieferverkehr Anlieferungen erfolgen mit großem LKW Ladezone bis 12 Uhr würde reichen Angeliefert wird maximal mit einem Sprinter, Ladezone kann kleiner werden Bitte keine Ladezone vor dem Laden Ladezone ab Hausnr. 22 wird präferiert Ladezone eher bei Bestandsparkplätzen einrichten größere Ladezone benötigt Ladezone vor eigenem Laden kein Problem große LKWs liefern täglich sehr empfindliche Waren Haltezone für KundenSeite 20 von 23 12 Ladezone praktisch Weitere Themen Schnelle Fahrradfahrer gefährden Fußgänger*innen schneller Radverkehr gefährdet Fußgänger*innen Möblierung gegen Falschparker aufstellen Leerstand in den Rheinlogen Richtung Brassertufer problematisch festen Blitzer installieren Gefühl von Stadt nicht gewollt zu sein Verkehrspolitik als wirtschaftsschädlich wahrgenommenSeite 21 von 23 13Seite 22 von 23 0 5 10 15 20 25 30 Mehr Ladezonen / Bereiche für den Lieferverkehr Mehr Kfz-Parkmöglichkeiten Mehr Sitzmöglichkeiten Mehr Radabstellanlagen Verbesserte Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr Raum für Außengastronomie Leistungsfähige Kfz-Verkehrsführung Flüssiger Busverkehr Attraktive Gehwege Sichere Radinfrastruktur Mehr Begrünung, Bäume oder Pflanzbeete Was wünschen sich die Teilnehmenden am meisten für die zukünftige Gestaltung der Rheingasse? (max. 3 Nennungen möglich, N = 36) Abfrageergebnis der Onlinebeteiligung zur Umgestaltung der Rheingasse Teilnahmezeitraum: 13. bis 30. Juni 2024 Stadtplanungsamt Stadt Bonn | Stand: August 2024Seite 23 von 23
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de