240206 · Mitteilungsvorlage
Ergebnisse der 28. Weltklimakonferenz in Dubai aus kommunaler Sicht
Kerndaten
- Nummer
- 240206
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 06.02.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.390 Zeichen)
Mitteilungsvorlage öffentlich 240206 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 02 Amt für Internationals und globale Nachhaltigkeit Dezernat: Dez. OB Ergebnisse der 28. Weltklimakonferenz in Dubai aus kommunaler Sicht Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 27.02.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: In Ergänzung zur Mitteilungsvorlage im AEIWWA vom 30.01.2024 (DS-Nr. 232333) informiert die Verwaltung über die Ergebnisse der 28. Weltklimakonferenz in Dubai aus kommunaler Sicht und den Mehrwert einer Teilnahme an dieser Konferenz für die Stadt Bonn: 1.) Städte und Regionen spielen eine zunehmend wichtige Rolle in den internationalen Klimaverhandlungen. Dies liegt u.a. daran, dass viele Städte weltweit Vorreiter bei Klimaschutz und Klimaanpassung und wichtige Partner bei der Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens sind . Bereits heute leben mehr als die Hälfte der Menschen weltweit in Städten. Ohne die Unterstützung der Städte und Regionen sind die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht zu erreichen. Daher ist es aus Sicht des Klimasekretariates, wie auch vieler nationaler Regierungen, sehr wichtig, dass Kommunen bei den Klimakonferenzen beteiligt sind. Dies gilt insbesondere für Bonn, die Stadt, in der das Klimasekretariat der Vereinten Nationen seit 1996 seinen Sitz hat. 2.) Die Klimakonferenz trägt der wachsenden Bedeutung der Städte und Regionen Rechnung. Erstmals im offiziellen Programm einer Weltklimakonferenz gab es bei der COP 28 einen zweitägigen „Local Action Climate Summit“. Darüber hinaus fand zum zweiten Mal ein Treffen mit den für Urbanisierungsfragen zuständigen Minister*innen statt. Deutschland wurde dort durch die Bonner Oberbürgermeisterin sowie den für Klimafragen zuständigen Staatssekretär im BMZ vertreten. Auf diese Weise hat die Bundesregierung unterstrichen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen nationalen Regierungen und der kommunalen Ebene im Klimaschutz ist und stellt sich als ein positives BeispielSeite 1 von 3 Seite 2 für Mehrebenenzusammenarbeit auch für andere Staaten dar. 3.) Durch die starke Präsenz der Kommunen und weiterer „subnationaler Akteure“ auf der 28. Weltklimakonferenz ist es gelungen, wesentliche Fortschritte bei der Einbindung von Städten und Regionen in die Klimavereinbarungen zu erreichen. Ein besonderer Erfolg aus kommunaler Sicht ist die Verabschiedung der Coalition for High Ambition Multilevel Partnerships (CHAMP), mit der sich über 70 Nationalstaaten, darunter auch Deutschland, zu ambitioniertem Klimaschutz auf allen Ebenen aussprechen. Diese Verpflichtung gilt es nun auch auf nationaler Ebene umzusetzen, zum Beispiel durch eine engere Einbindung der Kommunen in die Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und in die den deutschen Umsetzungsbericht zur Agenda 2030. Für beide Themen setzt sich die Bonner Oberbürgermeisterin als stellvertretende Präsidentin des Deutschen Städtetages und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung ein und vertritt damit auch die Interessen der kommunalen Spitzenverbänden. Die CHAMP-Initiative ist auch ein Schwerpunktthema der Daring Cities-Konferenz, in deren Rahmen die Stadt Bonn gemeinsam mit ICLEI und weiteren Partnern, wie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), auch 2024 wieder eine Austauschplattform zwischen Bürgermeister*innen und Klima-Verhandler*innen organisieren. 4.) Die Klimakonferenzen der Vereinten Nationen sind auch ein Forum für den Fachaustausch zwischen Städten weltweit sowie zwischen Kommunen und anderen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Bei diesen Fachforen geht es darum, gute Praxisbeispiele auszutauschen und von Erfahrungen anderer zu lernen. Städte wie Bonn, die sich ambitionierte Ziele im Klimabereich gesetzt haben, stoßen hier auf großes Interesse und können auch andere Städte zu mehr Klimaschutz motivieren. 5.) Bonn ist nicht nur Sitz des Klimasekretariates der VN sondern auch von zahlreichen Entwicklungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen, Think Tanks und NGOs. Für diese Einrichtungen, wie auch für das Selbstverständnis dieser Stadt als deutsche UNO-Stadt, ist es wichtig, dass die Stadtspitze auf internationalen Konferenzen wie den Klimakonferenzen der VN Gesicht zeigt und sich auf Foren der Bonner UN-Einrichtungen präsentiert (u.a. UNDRR; UNU-EHS)Der Wettbewerb um internationale Organisationen ist groß. Die Präsenz auf internationaler Ebene ist daher auch ein wichtiger Beitrag für das internationale Standortmarketing.Seite 2 von 3 Seite 3 6.) Über die Teilnahme der Bonner Oberbürgermeisterin an der Klimakonferenz haben zahlreiche nationale und teilweise auch internationale Medien berichtet, darunter u.a. • GA Bonnhttps://ga.de/bonn/stadt-bonn/bonn-ob-katja-doerner-ueber- die-cop28-in-dubai_aid-103437279 • Stadt von Morgen: https://www.stadtvonmorgen.de/global-city/ohne-uns- staedte-geht-es-nicht- 11170/?utm_source=MarketingCloud&utm_medium=email&utm_campai gn=SVM+2023+KW51&cid=MarketingCloud:email:SVM+2023+KW51 • UN Bonn: https://www.unbonn.org/de/news/thema-bei-der-cop28- staedte-und-der-klimaschutz • We don’t have time: https://www.wedonthavetime.org/events/cop28- day6 (Programmsegment ab 17:00 Uhr am 6. Dezember) • Darüber hinaus gab es zahlreiche Beiträge in den sozialen Medien (u.a. X/Twitter) Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de