240200 · Antrag
Mehr Bäume für Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 240200
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 05.02.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Antrag öffentlich 240200 Antragsteller/in: Petra Nöhring Wolfgang Heedt Andreas Stenz Frank Thomas FDP-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 05.02.2024 Mehr Bäume für Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 28.02.2024 Empfehlung Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2024 Empfehlung Rat 14.03.2024 Entscheidung Inhalt des Antrags Der Rat stellt fest, dass das Stadtbaumkonzept, das er am 13. Juni 2023 beschlossen hat, - nur Bäume entlang von Straßen erfasst und damit - das große Potential für neue Baumstandorte auf sonstigen öffentlichen sowie den privaten Flächen im Stadtgebiet nicht berücksichtigt. Der Rat fordert die Verwaltung auf - die begonnene Umsetzung des gegenwärtigen Stadtbaumkonzepts einzustellen, - ein neues Stadtbaumkonzept vorzulegen, mit dem alle öffentlichen und privaten Flächen im Stadtgebiet erfasst werden, also etwa neben Straßen auch städtische Plätze, Freizeit- und Erholungsgebiete (z.B. Parks), Uferflächen, Kindergärten, Schulhöfe, Sportanlagen, Friedhöfe, Kirchengelände sowie im privaten Bereich Gewerbeflächen, (Haus-) Grundstücke), usw. - das Stadtbaumkonzept um hochwüchsige Büsche, Sträucher und Hecken zu erweitern, - ein Förderprogramm begleitet von einer Werbekampagne aufzulegen, mit dem das Anpflanzen auf privaten Grundstücken finanziell unterstützt wird und in dem die förderfähigen Bäume und hochwüchsigen Büsche, Sträucher und Hecken definiert werden und - dem Rat Ende Juni 2024 einen Zwischenbericht über die Entwicklung des neuen Stadtbaumkonzepts, das nicht nur ein Straßenbaumkonzept sein wird, vorzulegen.Seite 1 von 3 Seite 2 Begründung Der Stadtrat hat am Dienstag, 13. Juni 2023, das Bonner Stadtbaumkonzept beschlossen. Die Verwaltung hat mit der Umsetzung des Konzepts begonnen und dabei Parkplätze im Stadtteil Neu-Duisdorf durch Baumstandorte ersetzt, was zu erheblicher Unruhe in betroffenen Bevölkerungskreisen geführt hat. Negativ betroffen sind besonders häufig Familien mit Kindern und Alleinstehende, die auf ein Auto sowie auf das Straßen-Parken angewiesen sind, weil sie keinen (Tief-) Garagenplatz oder sonstigen Stellplatz haben. Zu den Sorgen wegen steigender Mietpreise kommen jetzt noch die Sorgen um den Wegfall von Parkplätzen hinzu. Die großen Vorteile, die mehr Bäume im Stadtgebiet haben, sind im gegenwärtigen Stadtbaumkonzept gut beschrieben: Temperaturminderung durch Beschattung und Verdunstung, Sauerstoffproduktion und CO2- Minderung, Bindung von Luftschadstoffen, Lärmschutz, Speicherung von Regenwasser im Wurzelraum, Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten, naturnahe Ergänzung von Baukörpern bis hin zu positiven Auswirkungen auf die Psyche von Menschen, wobei hier auch noch die (Haus-) Tiere zu nennen wären. Nach Angaben der Verwaltung könnten durch das Stadtbaumkonzept, das in Wahrheit ein Straßenbaumkonzept ist, bis zu 800 neue Baumstandorte entstehen. Das sind vor allem angesichts der Klimawandelfolgen, die für Bonn zu erwarten sind, viel zu wenig. Unter Berücksichtigung der rd. 125.000 Bäume, die es in der Stadt bereits gibt, ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Errichtung neuer Baumstandorte auf Straßen ist zudem im Vergleich zu anderen öffentlichen oder zu privaten Flächen sehr teuer. So belaufen sich die Kosten für 42 zusätzliche Bäume in Neu-Duisdorf nach Angaben der Verwaltung auf knapp 350.000 Euro. Das wären über 8.000 Euro je Baum. Auf anderen öffentlichen Flächen sowie privaten Grundstücken kann das Anpflanzen eines neuen Baumes nur ein Bruchteil dieser Summe betragen, insbesondere wenn die Eigentümerin oder der Eigentümer selbst mit Hand anlegen, etwa beim Ausschachten der Pflanzengrube. Im Stadtgebiet gibt es viele Flächen, die für Bäume nicht oder nur beschränkt geeignet sind (z.B. wegen des Platzbedarfs eines Baumes mit seiner Krone oder der Verschattung von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, ein Kriterium das im gegenwärtigen Stadtbaumkonzept nicht berücksichtigt wird). Diese Flächen bieten jedoch häufig gute Standorte für hochwüchsige Büsche, Sträucher und Hecken. Deren Potential muss ebenfalls erschlossen werden, weil die genannten Pflanzen ähnliche Vorteile für das Klima, die Luftreinhaltung, den Artenschutz und die Psyche bieten wie Bäume. Mit dem Förderprogramm, das von einer Werbekampagne begleitet wird, werden im Vergleich zu den Straßenbäumen kostengünstige Anreize für die privaten Eigentümerinnen und Eigentümer geschaffen, Bäume und hochwüchsige Büsche, Sträucher und Hecken anzupflanzen. In dem Programm werden die förderfähigen Pflanzen definiert. Für die Definition der BäumeSeite 2 von 3 Seite 3 enthält das gegenwärtige Stadtbaumkonzept bereits gute fachliche Informationen. Mit dem Zwischenbericht Ende Juni 2024 soll der Rat über den Stand der Entwicklung des neuen Stadtbaumkonzepts auf dem Laufenden gehalten werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:40 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de