240089 · Beschlussvorlage
Westbahn - Standardisierte Bewertung - Fortführung der Planung
Kerndaten
- Nummer
- 240089
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 07.02.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anregung
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Anregung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 240089 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Westbahn - Standardisierte Bewertung - Fortführung der Planung Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 27.02.2024 Anregung Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 28.02.2024 Empfehlung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 29.02.2024 Empfehlung Bezirksvertretung Hardtberg 05.03.2024 Anregung Rat 14.03.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung der „Westbahn“ ausgehend von der Thomas-Mann-Straße mit Unterquerungen der DB-Gleise im Bereich Alter Friedhof und der südlichen Rampe der Viktoriabrücke und im weiteren Verlauf in einer möglichst oberirdisch geführten Lage bis zur Endhaltestelle Réaumurstraße weiterzuverfolgen. 2. Eine Verlängerung der Straßenbahntrasse bis zur Südwache des Bundesverteidigungsministeriums ist als Option zu sichern. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, im nächsten Schritt mit einer abgestimmten standardisierten Bewertung über den Regionalrat die Aufnahme der Westbahn in den ÖPNV-Bedarfsplan sicherzustellen. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Trassenverlauf unter Einbeziehung eines externen Büros durchzuführen. Begründung Ausgehend von dem Auftrag, eine oberirdische Führung einer Straßenbahntrasse in den Bonner Westen zu untersuchen (Rat 26.03.2015, DS 1510192EB4), wurde inzwischen eine Machbarkeitsstudie mit verschiedenen Varianten für die Führung des "Westbahn" erstellt und per Mitteilungsvorlage DS 190686 vorgestellt. Die Weiterverfolgung der in der Studie herausgearbeiteten Vorzugsvariante (C 1) wurde am 22.06.2020 durch den Rat beschlossen (DS 201001). Die Variante C 1 sieht folgende Trassenführung vor:Seite 1 von 21 Seite 2 Thomas-Mann-Straße – Rabinstraße – Am Alten Friedhof – Unterquerung der DB-Gleise – Endenicher Straße – Endenicher Ei – Hermann-Wandersleb-Ring – Provinzialstraße. Im weiteren Verlauf wurde die Trasse den bereits vorliegenden Plänen entsprechend bis zur Endhaltestelle Südwache angenommen. Aufgrund der vornehmlich auf die Variantenfindung bis zum Endenicher Ei fokussierten Machbarkeitsstudie und der einstimmig angenommenen Trassenvariante wurde nachfolgend eine Grundlagenermittlung der gesamten Trasse einschließlich der Leitungspläne, eine Vorplanung mehrerer Varianten, eine Sensitivitätsbetrachtung dieser Varianten sowie die Erstellung einer Standardisierten Bewertung der Vorzugsvariante angegangen. Unter Berücksichtigung der Fahrgastnachfrage wird eine städtebaulich verträgliche und möglichst ressourcenschonende Umsetzung dieser Trasse angestrebt, die zugleich ein möglichst gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis erreicht. Nach derzeitigem Stand bietet sich hierzu folgende Variante an: • Bedient wird der Abschnitt Hauptbahnhof (Thomas-Mann-Straße) bis Réaumurstraße. • Die DB-Gleise werden mit Hilfe einer 220 m langen Tunnelstrecke zuzüglich zweier Trogbauwerke als Rampen gequert. • Im Bereich des Telekom Domes wird eine Schleife vorgesehen, um mit einer geringeren Neigung als 6 % das Niveau des Konrad-Adenauer- Damms zu erreichen und diesen höhengleich queren zu können. Die Kernpunkte der Streckenführung werden nachfolgend abschnittsweise beschrieben. Angesprochen werden darüber hinaus alternative Streckenführungen in den Streckenabschnitten A7/A8 und A2/A3. Streckenabschnitt Konrad-Adenauer-Damm bis Südwache (A7 und A8): Auch wenn die Vorplanung noch nicht abgeschlossen ist, so hat sich bei der näheren Betrachtung des Verkehrsmodells gezeigt, dass sich ein Endpunkt an der Südwache des Bundesverteidigungsministeriums aufgrund der vergleichsweise geringen Fahrgastnachfrage und der im Verhältnis dazu recht hohen Investitionskosten unter Nutzen-Kosten-Aspekten sehr nachteilig auf die Bewertung der Gesamttrasse auswirkt. Alternativ dazu ist ein vorläufiger Endpunkt im Bereich der heutigen Bushaltestelle Réaumurstraße vorgesehen, der hinsichtlich der fußläufigen Erschließung der Siedlungsbereiche eine sehr gute Abdeckung bietet und das Potential von derzeitigen IV-Nutzer*innen und neu entstehender ÖV-Nachfrage gut erschließt. Eine Verlängerung der Straßenbahnstrecke zur Südwache zu einem späteren Zeitpunkt soll aber bei der weiteren Planung als Option berücksichtigt und die Trasse gesichert werden. Die Trasse ist in Mittellage als besonderer Bahnkörper vorgesehen, da die Straßenkreuzungen zu dieser Form der Gleisführung die größte Kompatibilität aufweisen. Als Straßenbahnhaltestellen sind vorgesehen:Seite 2 von 21 Seite 3 - Hallestraße - Réamurstraße (Endhaltestelle) mit einer kombinierten Abstell- und Wendeanlage Streckenabschnitt Villemombler Straße bis Konrad-Adenauer-Damm (A6 und A7): Im Bereich zwischen Konrad-Adenauer-Damm und der Straße Auf dem Kirchbüchel ist ein vergleichsweise großer Höhenunterschied zu bewältigen. Aus vorangegangenen Planungen lag bereits eine Vorplanung für eine Unterführung des Konrad-Adenauer-Damms vor. Hierzu wurden zwei alternative Varianten untersucht, die eine höhengleiche Querung des Konrad-Adenauer-Damms ermöglichen, zum einen eine Trassenführung über die Ulrich-von-Hassel-Straße, zum anderen eine Schleife um den Telekom Dome. Eine Trasse über die Ulrich-von-Hassel-Straße in Seitenlage bietet den Vorteil, eine Straßenbahnhaltestelle mit geringer Neigung im Einmündungsbereich anzuordnen und im weiteren mit einer Steigung von weniger als 6 % den Konrad-Adenauer-Damm höhengleich zu queren und somit auf ein Tunnelbauwerk verzichten zu können. Eine Endhaltestelle wäre dann im Bereich der Celsiusstraße vorgesehen, so dass das Schulzentrum Hardtberg, das Bundesverteidigungsministerium und auch das Ortszentrum Hardtberg erschlossen wären. Hinsichtlich der Siedlungsbereiche ergeben sich allerdings überwiegend längere Fußwege als bei den zwei alternativen Haltestellen Hallestraße und Réamurstraße, was sich wiederum negativ auf die Bewertung dieser Variante auswirkt. Eine Trassenführung in Form einer Umfahrung des Telekom Domes (Variante A7-V2) dient vornehmlich einer Verlängerung der Gleisstrecke, um unter Berücksichtigung der maximal möglichen Steigung das Niveau des Konrad- Adenauer-Damms zu erreichen und diesen im Bereich Julius-Leber- Straße/Brüser Damm höhengleich queren zu können. Die Schleife weist eine Länge von 370 m auf. Vorteilhaft ist die Möglichkeit, eine Haltestelle unterhalb des Telekom Domes in geringem Gefälle anordnen zu können (Vorgabe für die Barrierefreiheit) und gleichzeitig zusätzlich ein Abstell- und Wendegleis für Verstärkungsfahrten oder Veranstaltungsverkehr umsetzen zu können. Die längere Fahrzeit durch die Streckenverlängerung wird kompensiert durch geringere Baukosten durch den Entfall eines Tunnels unter dem Konrad- Adenauer-Damm. Diese Variante stellt aus Sicht der Verwaltung die Vorzugsvariante für diesen Abschnitt dar. Eine Trassenführung analog zum Linienweg der Buslinie 608 über die Nordwache wurde ebenfalls untersucht, weist aber Steigungen von über 6% auf, die von den vorhandenen Straßenbahnfahrzeugen nicht bewältigt werden können, so dass diese Möglichkeit nicht vertieft wurde. Der mögliche Endpunkt wäre ebenfalls die Celsiusstraße. Als Straßenbahnhaltestellen sind vorgesehen: - Goerdelerstraße - Geschwister-Scholl-Straße - Auf dem KirchbüchelSeite 3 von 21 Seite 4 Streckenabschnitt Provinzialstraße bis Villemombler Straße (A6): Im Bereich von Duisdorf gibt es mehrere Möglichkeiten einer Trassenführung. Die Trassierung über den Schieffelingsweg stellt hinsichtlich der Erschließung der angrenzenden Wohngebiete die beste Lösung dar. Eine autobahnparallele Lage weist demgegenüber eine deutlich nachteiligere Erschließungswirkung auf, da die Autobahn BAB 565 eine stark trennende Wirkung hat und eine entsprechende Trassenlage vornehmlich die westlich der Autobahn liegenden Siedlungsbereiche erschließt. Eine vertiefte Untersuchung bzw. Planung der Trasse im Zuge der Vorplanung hat deshalb nicht stattgefunden. Die Führung der Westbahn über die Rochusstraße ist aufgrund der hohen IV-Belastung, der Geschwindigkeitsrestriktionen sowie aufgrund der Steigungsverhältnisse in der Villemombler Straße problematischer und wurde deshalb ebenfalls nicht näher untersucht. Die Querschnittsgestaltung im Bereich des Schieffelingswegs befindet sich derzeit noch in der Bearbeitung, weist aber überwiegend keinen durchgehenden gesonderten Bahnkörper auf, so dass in Teilbereichen der MIV und die Straßenbahn dieselbe Fahrspur nutzen. Als Straßenbahnhaltestellen sind vorgesehen: - Provinzialstraße - Schieffelingsweg (im Bereich der Ludwig-Richter-Schule) Streckenabschnitt Endenicher Ei bis Schieffelingsweg (A5): Die Führung der Straßenbahn in Mittellage des Hermann-Wandersleb-Rings und der Provinzialstraße ist grundsätzlich nicht in Frage gestellt worden und wird entsprechend den heutigen Anforderungen im Rahmen der Vorplanung überarbeitet. Eine Führung der Straßenbahn in Seitenlage wurde untersucht, weist aber einige Nachteile bzgl. des querenden Straßenverkehrs auf, so dass diese Führung nicht weiter vertieft wurde. Für den rechtsabbiegenden Fahrzeugverkehr aus Richtung Duisdorf hätten an jeder Straßenkreuzung eigene Rechtsabbiegespuren eingerichtet werden müssen, um Rückstaus an den Bahnübergängen und Behinderungen des parallel zur Bahn verlaufenden Längsverkehrs zu vermeiden. Vorgesehen ist ein Straßenquerschnitt mit einem besonderen Bahnkörper in Straßenmitte. Beidseitig schließt sich ein 0,50 m breiter Sicherheitsstreifen an, der den Übergang zu einem 3,50 m breiten Fahrstreifen herstellt. Neben dem Fahrstreifen für den MIV befindet sich ein 2,00 m breiter Radfahrstreifen und ein 2,50 m breiter Gehweg. Als Straßenbahnhaltestellen sind vorgesehen: - Endenich-Mitte/ Auf dem Hügel - Erich-Hoffmann-Straße - Euskirchener Straße Streckenabschnitt Viktoriabrücke bis Endenicher Ei (A3 und A4): Grundsätzlich ist in diesem Abschnitt eine Straßenbahnführung in Mittellage vorgesehen, da die Endenicher Straße beidseitig angebaut ist und sich entsprechend zahlreiche Grundstückszufahrten bzw. weitere Ein- und Ausfahrten in diesem Streckenabschnitt befinden. Zwischen den Einmündungen Karlstraße und Kaufmannstraße ist eine StraßenbahnhaltestelleSeite 4 von 21 Seite 5 in Mittellage mit Außenbahnsteigen geplant. Die Linksabbiegespuren in die Karlstraße und in die Weststadt können bei dieser Variante erhalten bleiben. Vorgesehen ist ein Straßenquerschnitt mit einem besonderen Bahnkörper in Straßenmitte. Beidseitig schließt sich ein 0,50 m breiter Sicherheitsstreifen an, der den Übergang zu einem 3,25 m breiten Fahrstreifen herstellt. Neben dem Fahrstreifen für den MIV befindet sich ein 1,75 m breiter Radfahrstreifen und ein bis zu 2,50 m breiter Gehweg. Aufgrund der angrenzenden Bebauung/ Vorgärten ist eine stellenweise Abweichung von diesem Regelquerschnitt notwendig. Als Straßenbahnhaltestelle ist vorgesehen: - Karlstraße Streckenabschnitt Rabinstraße / Am Alten Friedhof bis Wittelsbacher Ring/Viktoriabrücke (A2 und A3): Ausgehend von einer parallel zu den Gleisanlagen der Deutschen Bahn liegenden Rampe soll die Straßenbahn von der Oberfläche in einen Tunnel geführt werden, mit dessen Hilfe die Gleisanlagen der Deutschen Bahn planfrei gequert werden. Der Straßenbahntunnel unterquert die Eisenbahnanlagen in einem schleifenden Schnitt. Für die sehr aufwändige Herstellung des Bauwerks werden längere Sperrpausen im Eisenbahnverkehr erforderlich sein. Ein großer Schmutzwasserkanal kreuzt den geplanten Tunnel. In Höhe der Fußgängerunterführung mündet der Straßenbahntunnel in einem Trog. Parallel zum Trog soll der Fuß- und Radverkehr an die Oberfläche geführt werden. Eine Querung der Straßenbahngleise ist nur höhengleich möglich. Prinzipiell ließe sich auch eine Straßenbahnhaltestelle (in der Anlage mit dargestellt) anordnen, was aber aufgrund der nachteiligen Fahrzeitverluste vorerst zurückgestellt wird. In unmittelbarer Nähe wird die Bushaltestelle „Mozartstraße“ weiterhin durch einige Buslinien im 10-Minuten-Takt bedient, so dass eine ausreichende ÖPNV-Bedienung auch ohne Straßenbahnhaltestelle sichergestellt ist. Im weiteren Verlauf wird die südliche Rampe der Viktoriabrücke in einem weiteren Tunnel unterquert, um dann in einem engeren Bogen in die Endenicher Straße einzuschwenken und die Mittellage zu erreichen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse müssen Parkplätze am Fuß der Brückenrampe aufgegeben und die Zu- und Abfahrt angrenzender Grundstücke mit gewerblicher Nutzung verlegt werden. Alternativ wurde auch eine Überführung der Straßenbahn über die Gleis- anlagen der Deutschen Bahn untersucht, die die Möglichkeit bietet, die Straßenbahntrasse unmittelbar in die Kreuzung Endenicher Straße/ Viktoriabrücke/ Wittelsbacher Ring als vierten Ast einzuführen. Diese Brücke würde auch zwar die Chance bieten, den MIV auf direktem Wege vom Kreisverkehr „Am Alten Friedhof“ mit zu überführen und auf die geplante Rampe zur Viktoriabrücke samt neuem Knoten auf der Viktoriabrücke zu verzichten. Aufgrund erheblicher städtebaulicher Bedenken und des weit fortgeschrittenen Planungsstandes des geplanten Rampenbauwerkes wurde diese Variante zurückgestellt. In diesem Streckenabschnitt kann optional eine Straßenbahnhaltestelle "Viktoriabrücke" auf der Dreiecksfläche zwischen Brückenrampen, DB-Gleisen und Endenicher Straße vorgesehen werden.Seite 5 von 21 Seite 6 Streckenabschnitt Thomas-Mann-Straße / Rabinstraße (A2): Die heutige Straßenbahnhaltestelle Thomas-Mann-Straße soll auch für die zukünftige Westbahn die zentrale Umstiegshaltestelle zum Nahverkehrsbahnhof werden. Dort werden auch die Aufzüge für das barrierefreie Erreichen der unterirdischen Stadtbahnhaltestelle platziert. Über die Brücke Herwarthstraße ist weiterhin ein barrierefreier Zugang zum Gleis 1 sichergestellt, auf dem sich auch ein Aufzug zur DB-Unterführung befindet und somit einen Gleiswechsel zu den Gleisen 2 bis 5 ermöglicht. Im Kreuzungsbereich Thomas-Mann-Straße/ Rabinstraße/ Am Hauptbahnhof soll ein Gleisdreieck angeordnet werden, so dass eine Weiterführung jeder Straßenbahnlinie in jede Richtung möglich ist. Neben einer Verknüpfung des Linienastes Westbahn mit dem Linienast Richtung Oberkassel ist auch eine Verknüpfung mit dem Linienast Richtung Dottendorf möglich. In der Rabinstraße ist dann ein besonderer Bahnkörper in Seitenlage auf der bahnzugewandten Seite vorgesehen. Grundlagen für die Standardisierte Bewertung Im Rahmen der Standardisierten Bewertung wird unterschieden zwischen einem „Ohnefall“, d.h. einem Planfall, der davon ausgeht, dass das Vorhaben nicht umgesetzt wird, und einem „Mitfall“, in dem unterstellt wird, dass das Vorhaben realisiert wird. Ohnefall ÖPNV: In diesem Fall wird unterstellt, dass das Stadtbahnkonzept mit einem 5-min- Takt auf den Hauptachsen umgesetzt ist, die Seilbahn zwischen Ramersdorf und Venusberg in Betrieb ist und die Linie 61 auf einen 5-min-Takt in der Hauptverkehrszeit verdichtet ist (Streckenabschnitt Kopenhagener Straße – Hauptbahnhof). Weiterhin wird das Busnetz 2023 mit angepassten Fahrzeiten (ab 12/2023) der Buslinien 608/ 609 zugrunde gelegt. Ohnefall MIV: Im Straßennetz sind die Umweltspuren Hermann-Wandersleb-Ring/ Endenicher Straße und Oxfordstraße enthalten. Berücksichtigt sind auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tempo 30 aus Lärm- und Umweltschutzgründen auf ca. 16 Abschnitten im Stadtgebiet. Ebenso ist die geänderte Verkehrsführung Maximilianstraße im Verkehrsmodell eingepflegt. Mitfall ÖPNV: Da die Westbahn als realisiert angenommen wird, werden Anpassungen im Busnetz vorgenommen. Die Schnellbuslinie 69 entfällt, da auf der gleichen Relation die Westbahn verkehrt. Die Buslinien 608 und 609 werden auf den Streckenabschnitt Gielgen – Hauptbahnhof verkürzt. Der weitere Linienweg bis zum Hardtberg wird durch die Westbahn bedient. Die Buslinien 606/ 607 werden ab Rathaus Hardtberg durch die Rochusstraße bis zur Haltestelle Euskirchener Straße (Anschluss Westbahn) geführt, um danach bis zum Hbf. wieder auf dem bisherigen Linienweg zu verkehren. Die Führung über Villemombler Straße - Schieffelingsweg - Provinzialstraße entfällt. Die Linie 812 wird aufgewertet und verkehrt ganztägig im 60-Minuten-Takt auf der Relation Bahnhof Witterschlick - Südwache – Réamurstraße (Anschluss Westbahn) –Seite 6 von 21 Seite 7 Gaußstraße. Im Vergleich zwischen Mitfall ÖPNV und Ohnefall ÖPNV ergeben sich 8 zusätzliche Umläufe der Straßenbahn. Die Anzahl der Umläufe im Busverkehr reduziert sich um 12 Umläufe. Im Rahmen der Standardisierten Bewertung ist eine Nachfragewirkung der Westbahn berechnet worden. Demnach ergibt sich eine Verlagerung von 1.200 Fahrten pro Werktag vom MIV zum ÖPNV und 1.000 Fahrten pro Werktag werden erstmals mit dem ÖPNV durchgeführt und stellen somit neue Fahrten dar, die aufgrund der Attraktivität des Verkehrsmittels Straßenbahn erstmalig entstehen. Für vier Streckenabschnitte wurde folgende Belegung der Westbahn berechnet: - bis Endenich: 19.000 bis 20.300 Fahrgäste - bis Euskirchener Straße: 14.800 bis 16.700 Fahrgäste - bis Basketsring: 6.100 bis 12.700 Fahrgäste - bis Réamurstraße: 1.000 bis 5.000 Fahrgäste Die Auslastung wird auf der Relation Thomas-Mann-Straße/Hbf auch bei 12 Fahrten pro Stunde und Richtung mit 66 bis 70 % leicht überschritten. Es wurden im Zuge der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verschiedene Varianten sensitiv betrachtet. Abschnittskombination 1: Die Abschnittskombination 1 bedient die Relation Hauptbahnhof (Thomas- Mann-Straße) – Südwache (Hardtberg) über den Schieffelingsweg und beinhaltet einen Tunnel zur Querung der linken Rheinstrecke der DB und einen Tunnel unterhalb des Konrad-Adenauer-Damms. Die Streckenlänge beträgt 8,0 km und umfasst 13 Straßenbahnhaltestellen. Die Gesamtkosten (netto) werden auf 202 Mio. Euro geschätzt, wobei die DB-Unterquerung mit 60 Mio. Euro und die Unterquerung des Konrad-Adenauer-Dammes mit 12 Mio. Euro berücksichtigt sind. Der Nutzen-Kosten-Quotient liegt nach vorläufiger Einschätzung bei etwa 1,05. Abschnittskombination 1a: Die Abschnittskombination 1a bedient die Verbindung Hauptbahnhof (Thomas- Mann-Straße) – Réaumurstraße und stellt gegenüber der Abschnittskombination eine reine Verkürzung dar. Die Streckenlänge beträgt 6,8 km und umfasst 12 Straßenbahnhaltestellen. Die Gesamtkosten (netto) werden auf 193 Mio. Euro geschätzt. Der Nutzen-Kosten-Quotient liegt nach vorläufiger Einschätzung bei etwa 1,30. Abschnittskombination 2a: Die Abschnittskombination 2a bedient ebenfalls den Abschnitt Hauptbahnhof (Thomas-Mann-Straße) – Réaumurstraße wie die Variante 1a. Die Abweichung liegt im Verzicht auf Tunnelanlagen, sowohl im Bereich der Querung der DB- Gleise als auch im Bereich des Konrad-Adenauer-Damms. Die DB-Gleise werden mit Hilfe einer Brücke gequert und im Bereich des Telekom Domes ist eine Schleife vorgesehen, um mit einer geringeren Neigung als 6 % das NiveauSeite 7 von 21 Seite 8 des Konrad-Adenauer-Damms zu erreichen und diesen höhengleich queren zu können. Die Gesamtkosten (netto) werden auf 161 Mio. Euro geschätzt, wobei die Brücke auch den IV aufnimmt und somit das Rampenbauwerk Thomastraße entbehrlich macht. Der Nutzen-Kosten-Quotient liegt nach vorläufiger Einschätzung bei etwa 1,55. Der favorisierte Trassenverlauf stellt eine Kombination der Abschnittskombinationen 1a und 2a dar. Gegenüber der Abschnittskombination 1a ist im Bereich des Telekom Domes eine Schleife und eine niveaugleiche Querung des Konrad-Adenauer-Damms anstelle eines Tunnels vorgesehen. Die Investitionskosten reduzieren sich gegenüber der Abschnittskombination 1a um ca. 6 Mio. Euro. Jedoch verlängert sich die Fahrzeit dahingehend, dass sich der Nutzen-Kosten- Quotient nur geringfügig auf 1,32 verbessert. Weitere Planungsschritte: Nach Beschlussfassung werden die Planungen fortgeführt. Die Planungsschritte (Leistungsphasen 3-6) beinhalten die Objekt- und Tragwerksplanung für die gesamte Trasse, einschließlich des Tunnels zur Unterquerung der DB-Gleise sowie des Tunnels unter dem Konrad-Adenauer- Damm (als Alternative). Des Weiteren sind Fachgutachten (Schall- und Erschütterung, Umweltverträglichkeitsstudie, Artenschutzprüfung, Landschaftspflegerischer Begleitplan, Baugrundgutachten) erforderlich. Die Beauftragungen erfolgen durch die SWB (Spitzenfinanzierung). Die Mittel zur weiteren Planung sind im Haushaltsplanung berücksichtigt. Weiterhin ist geplant, die Aufnahme des Projekts Westbahn in den ÖPNV- Bedarfsplan (bis Ende 2024) zu beantragen. Voraussetzung hierfür ist eine mit dem Land abgestimmte Nutzen-Kosten-Untersuchung (Endbericht zur Standardisierten Bewertung) und ein entsprechendes Votum des Stadtrates, das Projekt möglichst zügig realisieren zu wollen (Dringlichkeit der Maßnahme). Im Anschluss folgt in der Regel ein Votum des Regionalrates und ein Beschluss des Verkehrsausschusses des Landtags. Im Rahmen der weiteren Planung soll eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Trassenverlauf unter Einbeziehung eines externen Büros durchgeführt werden. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12.06 ÖPNV 1.12.06.01 Stadtbahnbau Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen DeckungSeite 8 von 21 Seite 9 Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 600.000,00 166001206/ 73.1001 2024 ff. Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 600.000,00 Anlage/n 1 Westbahn Stand Vorplanung (öffentlich) 2 Plan Vorzugsvariante (öffentlich) 3 Luftbild Vorzugsvariante (öffentlich) 4 NKI Vorzugsvariante (öffentlich)Seite 9 von 21 BERATUNG I PROJEKTMANAGEMENT I PLANUNG I BAUÜBERWACHUNG ÜBERBLICK GESAMTTRASSE MIT VORZUGSVARIANTEN - QUERUNG DER DB-GLEISE STAND: DEZEMBER 2023 ANLAGEN ZUM PROJEKT WESTBAHN BONN VORPLANUNG UND NUTZEN-KOSTEN-UNTERSUCHUNGSeite 10 von 21 12.12.2023 | Seite 2Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN - Definition einer förderfähigen Vorzugsvariante Abschnittskombination 1 Hauptbahnhof – Schieffelingsweg – Hardthöhe (Südwache) ➢ Streckenlänge ca. 8,0 km, 13 Haltestellen ➢ Unterquerung der DB-Gleise (Tunnel) gemäß Variante A3-V1) ➢ Unterquerung Konrad-Adenauer-Damm gemäß Variante A7-V1 Gesamtkosten inkl. Planungskosten (netto) 202 Mio. Euro Anteil für DB-Querung (Tunnel) 60 Mio. Euro Anteil für Querung KAD (Trog) 12 Mio. Euro Wegen geringem Nachfragepotential im Bereich der Endhaltestelle Hardthöhe (Südwache) wird eine Kürzung der Strecke um ca. 1,1 km bis zur Haltestelle Réaumurstraße vorgeschlagen. NKI = = y 1,05 Nutzen Kosten * *: Betriebskosten ÖV + Unterhaltungskosten Infrastruktur = neg. NutzenSeite 11 von 21 12.12.2023 | Seite 3Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN - Definition einer förderfähigen Vorzugsvariante Abschnittskombination 1a Hauptbahnhof – Schieffelingsweg – Brüser Berg (Réaumurstr.) ➢ Streckenlänge ca. 6,8 km, 12 Haltestellen ➢ Unterquerung der DB-Gleise (Tunnel) gemäß Variante A3-V1) ➢ Unterquerung Konrad-Adenauer-Damm gemäß Variante A7-V1 Gesamtkosten inkl. Planungskosten (netto) 193 Mio. Euro Anteil für DB-Querung (Tunnel) 60 Mio. Euro Anteil für Querung KAD (Trog) 12 Mio. Euro NKI = = y 1,30 Nutzen Kosten * *: Betriebskosten ÖV + Unterhaltungskosten Infrastruktur = neg. NutzenSeite 12 von 21 12.12.2023 | Seite 4Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN – Planungsabschnitt A3 Querung der DB-Strecke Variante A3-V1: Unterquerung der Eisenbahngleise mit S-Bogen (Tunnel) Tunnel 50 m optionale HaltestelleSeite 13 von 21 12.12.2023 | Seite 5Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN – Planungsabschnitt A3 Querung der DB-Strecke Variante A3-V1: Trogbereich RabinstraßeSeite 14 von 21 12.12.2023 | Seite 6Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN - Definition einer förderfähigen Vorzugsvariante Abschnittskombination 2a Hauptbahnhof – Schieffelingsweg – Brüser Berg (Réaumurstr.) ➢ Streckenlänge ca. 6,8 km (mit Schleife 7,2 km), 11 Haltestellen ➢ Überquerung der DB-Gleise (Brücke) gemäß Variante A3-V4 ➢ niveaugleiche Querung Konrad-Adenauer-Damm gem. Var. A7-V2 Gesamtkosten inkl. Planungskosten (netto) 161 Mio. Euro Anteil für DB-Querung (Brücke) 36 Mio. Euro* Anteil für Querung KAD (Trog) 12 Mio. Euro * ggf. Kostenteilung Straße / Schiene möglich Schleife (L=370 m) mit niveaugleicher Querung des Konrad-Adenauer-Damms zur Abminderung der Gleisneigung von 6 auf 4 % in Untersuchung NKI = = y 1,55 Nutzen Kosten * *: Betriebskosten ÖV + Unterhaltungskosten Infrastruktur = neg. NutzenSeite 15 von 21 12.12.2023 | Seite 7Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN – Planungsabschnitt A3 Querung der DB-Strecke Variante A3-V4: kombiniertes Brückenbauwerk für Straße und Bahn neue Anbindung der Thomastraße günstiger Kreuzungswinkel mit DB-Strecke direkte Führung der Bundesstraße B56 ohne Abbiegen an KnotenpunktenSeite 16 von 21 12.12.2023 | Seite 8Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN – Planungsabschnitt A3 Querung der DB-Strecke Variante A3-V4: Gleisbereich in der RabinstraßeSeite 17 von 21 12.12.2023 | Seite 9Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN Auftraggeber : Bearbeitung : Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Niederlassung Köln Dipl.-Ing. (FH) Christoph Lütz Siegburger Straße 229c 50679 Köln Tel: 0221 / 802 619 - 0 koeln@voessing.de Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG Dipl.-Ing. Sören Stock Oppenhoffallee 171 52066 Aachen Tel. 0241 / 94691-36 sto@ivv-aachen.de Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH Sandkaule 2 53111 BonnSeite 18 von 21 Seite 19 von 21 Seite 20 von 21 30.01.2024Westbahn Bonn | Stand der Vorplanung WESTBAHN BONN - Definition einer förderfähigen Vorzugsvariante Abschnittskombination 1a (mit Schleife Telekom Dome) Hauptbahnhof – Schieffelingsweg – Brüser Berg (Réaumurstr.) Ø Streckenlänge ca. 6,8 km, 12 Haltestellen Ø Unterquerung der DB-Gleise (Tunnel) gemäß Variante A3-V1) Ø Schleife Telekom Dome und niveaugleiche Querung Konrad-Adenauer-Damm gemäß Variante A7-V1 Gesamtkosten inkl. Planungskosten (netto) 186 Mio. Euro Anteil DB-Querung (Tunnel) 60 Mio. Euro Anteil Schleife Telekom Dome (+ 370 m) 6 Mio. Euro NKI = = 1,32 Nutzen Kosten * *: Betriebskosten ÖV + Unterhaltungskosten Infrastruktur = neg. NutzenSeite 21 von 21
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