240011-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Bürgerantrag: Projektförderung "Region einbeziehen, klimaneutral werden, Bürger:innen mitnehmen – Radverkehr als Schlüsselfaktor für Klimaschutz in Bonn und der Region"
Kerndaten
- Nummer
- 240011-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 07.02.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 240011-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III 21.12.2023 Bürgerantrag: Projektförderung "Region einbeziehen, klimaneutral werden, Bürger:innen mitnehmen – Radverkehr als Schlüsselfaktor für Klimaschutz in Bonn und der Region" Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 14.02.2024 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Stadt Bonn schätzt die Aktivitäten des ADFC Bonn/Rhein-Sieg und des Radentscheids Bonn, den Fuß- und Radverkehr in Bonn zu stärken. Bei vielen Maßnahmen findet hier bereits ein guter, konstruktiver Austausch statt. Die Stadtverwaltung begrüßt den Antrag für das Projekt „Region einbeziehen, klimaneutral werden, Bürger:innen mitnehmen – Radverkehr als Schlüsselfaktor für Klimaschutz in Bonn und der Region“ bei der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. Die im Projektantrag formulierten Ziele werden als unstrittig bewertet und erzeugen Synergien zum Handeln der Verwaltung zur Erreichung der Ziele des Bonner Klimaplans. Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg sowie der Radentscheid Bonn haben in den vergangenen Jahren an vielen Stellen wertvolle Beiträge zur Arbeit der Verwaltung geleistet. Hierzu zählen insbesondere die Bündelung zahlreicher und vielseitiger Interessen aus der Stadtgesellschaft sowie die Unterstützung der Verwaltung in Arbeitsgruppen und Vor-Ort-Terminen, aber auch die umfassende Teilnahme an diversen städtischen Beteiligungsprozessen zur Bonner Mobilitätswende sowie konkreten Mobilitätsprojekten. Radentscheid und ADFC stellen feste Ansprechpartner für die Stadtverwaltung dar, hinter denen eine größere Personengruppe aus Bonnerinnen und Bonnern steht. Hier kann die Verwaltung regelmäßig auf eine gewisse „Schwarmintelligenz“ in den verschiedenen Stadtteilen zurückgreifen. Dies war z.B. bei der Fortschreibung des Radverkehrsnetzes hilfreich. Mit diesen Austauschen wurde und wird bereits ein wichtiger Beitrag für die notwendige zivilgesellschaftliche Einbindung und den weiteren Dialog zum Thema Mobilitätswende in Bonn geleistet. Zur Erreichung der formulierten Ziele wurden in der Verwaltung die erforderlichen Personalstellen geschaffen, die sukzessive erfolgreich besetzt wurden und werden. Zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des Umweltverbunds und zum Erreichen der Mobilitätswende konnten bereitsSeite 1 von 2 Seite 2 erfolgreich angegangen und umgesetzt werden, wie z.B. die Einrichtung von Mobilstationen, Car-Sharing im öffentlichen Raum, regionales Fahrradmietsystem, Taktverdichtung und neue Fahrzeuge im ÖPNV, Einrichtung von Fahrradstraßen und Umweltspuren, moderne und sichere Fahrradabstellanlagen und Parkhäuser. Wie das betriebliche Mobilitätsmanagement Programm Jobwärts deutlich zeigt, liegt im Umstieg von Pendler*innen nach Bonn auf Verkehre des Umweltverbunds ein sehr großes Potenzial für die Bonner Mobilitätswende. Die Verwaltung begrüßt die Absicht, im Rahmen des Projekts die Region stärker einzubinden. Dies deckt sich mit dem Ziel der Stadt Bonn, die Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis zu stärken. Frühzeitige Bürger*inneninformations- und -beteiligungsverfahren werden zur Einbindung der Zivilgesellschaft in wichtige Projekte intensiviert. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz für eine erfolgreiche Umsetzung der Mobilitätswende ist. Es ist daher zu begrüßen, dass Kommunikation und Dialog weiterhin zentrale Bestandteile des zu fördernden Projekts sind. Eine Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem ADFC Bonn/Rhein-Sieg und dem Radentscheid Bonn kann nach Ansicht der Verwaltung zum Erfolg der Umsetzung des Klimaplans und somit der Ziele des Projektantrags beitragen. Die kooperative Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren hat in der Vergangenheit und findet derzeit in verschiedenen Bereichen erfolgreich statt, so zum Beispiel im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens Bonn4Future, aber auch an verschiedenen Stellen im sozialen Bereich mit den der Caritas oder anderen Trägern. Die benötigten Finanzmittel in Höhe von 100.000,00 Euro (konsumtiv) über 27 Monate müssten bei Annahme des Antrags aus den für Radverkehrsförderung eingeplanten Haushaltsmitteln gedeckt werden. Dies ist gemäß Beschluss zum Radentscheid DS 201928-55 AA für die Jahre 2024 und 2025 grundsätzlich möglich. Die Kofinanzierung kann sich evtl. auf andere konumtive Maßnahmen zur Umsetzung des Radentscheids auswirken. Für 2026 sind dann die notwendigen Haushaltsmittel im neuen Doppelhaushalt 2025/26 zu beschließen. Laut Mitteilung des ADFC entfielen auf das Haushaltsjahr 2024 etwa 37.600,00 Euro, auf 2025 ca. 40.000,00 Euro und auf das Jahr 2026 etwa 23.300,00 Euro. Bei Annahme des Bürgerantrages im Bürgerausschuss würde die Thematik dem zuständigen Fachgremium, das über den Inhalt des Antrages entscheiden wird, durch eine neue Vorlage vorgelegt. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de