232372 · Mitteilungsvorlage
Pilotprojekt – Auslastungsanalyse Sporthallen
Kerndaten
- Nummer
- 232372
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 29.04.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Sportausschusses Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Mitteilungsvorlage öffentlich 232372 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 52 Sport- und Bäderamt Dezernat: Dez. IV Pilotprojekt – Auslastungsanalyse Sporthallen Beratungsfolge Sportausschuss 16.05.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: In seiner Sitzung am 16.08.2021 hatte der Rat einen Antrag „Hallenkapazitäten in den Bonner Sporthallen“ beschlossen (DS 210784). Um eine bessere Auslastung der Nutzungszeiten zu erreichen und keine freien Kapazitäten, insbesondere am Nachmittag beim Übergang vom Schul- zum Vereinssport entstehen zu lassen, sollte nach diesem Antrag bei den Sportvereinen nachgefragt und evaluiert werden, ob die von ihnen „gebuchten“ Zeiten tatsächlich genutzt werden. Ziel sollte es sein, nicht mehr aktive Kurse oder Trainingseinheiten, die Hallenzeiten für Andere blockieren, zu minimieren. Es sollten deshalb von der Verwaltung Vorschläge entwickelt werden, wie eine Überprüfung der Hallenkontingente in regelmäßigen Intervallen umgesetzt werden kann. Die Sportverwaltung plant zunächst als Pilotprojekt, die Auslastung von vier städtischen Sporthallen mittels elektronischen Erfassungssystem zu analysieren und im Anschluss die Vergabe der Hallenzeiten zu optimieren und ökonomisieren. Im Zuge der Erstellung des Gutachtens zur Sportentwicklungsplanung in der Bundesstadt Bonn hat das Team um Prof. Dr. Kähler den Auslastungsgrad der städtischen Sporthallen ermittelt. Um ein umfassendes Bild von der Belegung zu erhalten, wurden anhand der zur Verfügung gestellten Belegungspläne die jeweiligen Auslastungsgrade von insgesamt 115 Sporthallen, sowohl quantitativ berechnet als auch qualitativ analysiert. Diese hat ergeben, dass die Bonner Sporthallen im Durchschnitt insgesamt eine hohe Auslastung aufweisen (92 %). Insbesondere in den Morgen- (08:00 Uhr bis 13:00 Uhr 94 %) und Abendzeiten (17:00 Uhr bis 22:00 Uhr: 96 %) verfügen die Bonner Sporthallen laut Gutachten über so gut wie keine freien Nutzungszeiten. Darüber hinaus gab in dem Gutachten fast jeder zweite bestehende Sportverein (42,3 %) an, dass er mangels ausreichender Sportstätten oder Zeiten seinen Sportbetrieb derzeit (bzw. zukünftig) nicht vollständig durchführen könne. Neben der stetigen Verbesserung der Situation durch die Sanierung und/oder den Neubau von Sporthallen ist die Sportverwaltung bestrebt, die Auslastung der derzeitigen Sporthallen zukünftig so zu optimieren und ökonomisieren, dass den bestehenden Vereinen die vollständige Durchführung ihrer Angebote möglich ist sowie besonders auch neu gegründeten Sportvereinen generell dieSeite 1 von 4 Seite 2 Möglichkeit gegeben wird, Hallenzeiten zu erhalten. Da sich die Analyse bzw. die Auswertung in dem Gutachten auf die Daten aus den Belegungsplänen stützt und eine stichprobenartige Überprüfung ergeben hat, dass es teilweise zu Abweichungen zwischen den Belegungsplänen und der tatsächlichen Belegung kommt, gilt es zunächst die tatsächliche Auslastung in den Sporthallen zu ermitteln. Da eine manuelle Messung zur Feststellung und Überprüfung der tatsächlichen Auslastung nur eine Momentaufnahme liefern würde und einen nicht umsetzbar hohen Personalaufwand fordert, hat sich die Sportverwaltung in Abstimmung mit dem Stadtsportbund Bonn e.V. entschlossen, als Pilotprojekt ein elektronisches Erfassungssystem zu implementieren bzw. zunächst in einigen Sporthallen zu erproben. Mit dem Pilotprojekt soll ein Beitrag zur nachhaltigen Nutzung kommunaler Infrastrukturen geleistet und gleichzeitig die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen vorangetrieben werden. Eine Marktsichtung hat hierzu ein System ermittelt, welches eine dynamische Messung der tatsächlichen Auslastungen in den Sporthallen mittels Sensoren erfasst. Je nach Größe der Sporthalle werden unterschiedliche Anzahlen von Sensoren installiert, die beispielsweise bereits im großflächigen Einzelhandel oder bei Besucherzählungen zum Einsatz kommen. Diese Sensoren erfassen Bewegungen, die zunächst entstehenden Bilder werden nicht ausgegeben, sondern lediglich technisch zur Ermittlung der Anzahl von Personen im erfassten Bereich genutzt. Praktisch entsteht eine digitale Strichliste, die die Anzahl der auf der Sportfläche befindlichen Personen enthält. Es werden die Anzahl der ermittelten Personen, aber keine Bilder oder Videos gespeichert. Demnach sind keine persönlichen Merkmale von Personen erkennbar, sodass ein Rückschluss auf einzelne Personen ausgeschlossen ist. Die durch die Sensoren erfassten Daten werden so miteinander verrechnet, dass eine Aussage über die durchschnittliche Auslastung jedes Hallenfeldes während einer festgesetzten Zeitspanne (eine Schulstunde, eine Übungsstunde) möglich ist. Aus datenschutzrechtlicher Sicht gibt es keine Bedenken gegen den Einsatz des vorstehend beschriebenen elektronischen Erfassungssystems in Sporthallen zum Zweck der Auslastungsanalyse. Das Pilotprojekt soll zunächst für sechs Monate im ersten Schulhalbjahr des Jahres 2024-2025 (September 2024 – Februar 2025), in drei Dreifach- Sporthallen und einer Vierfach-Sporthalle erprobt werden. Hierzu wurden die Sporthalle Pennenfeld, die Sporthalle im Sportpark Nord, die Hardtberghalle sowie die Sporthalle der Integrierten Gesamtschule Beuel ausgewählt. In diesen Sporthallen ist überwiegend zu erwarten, dass in den kommenden Jahren bzw. zeitnah Sanierungsarbeiten anstehen. Die Analyse bzw. Feststellung der tatsächlichen Auslastung in den genannten Hallen dient demnach nicht nur als Referenzwert bei der Belegung, sondern auch als wichtige Grundlage für die Umverteilung der Schulen und Sportvereine während der Sanierungsarbeiten. Die Nutzer*innen dieser Hallen werden im Vorfeld über das Pilotprojekt informiert. Mit dem Stadtsportbund Bonn ist die Durchführung dieses Projektes im VorfeldSeite 2 von 4 Seite 3 abgestimmt worden. Die geschätzten Kosten für das Pilotprojekt liegen bei circa 25.000 €. Für die Installation der Sensoren in den Sporthallen werden ebenfalls noch Kosten anfallen, deren Höhe derzeit noch nicht bezifferbar ist. Die Kosten für das Projekt und die Installation der Sensoren werden aus den laufenden konsumtiven Mitteln des Sport- und Bäderamtes bestritten. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.08.01 Bereitstellung und Betrieb von Sportanlagen 1.52.00.08.01.01 Turn- und Sporthallen Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 25.000 EUR 152000801/72.1000 2024 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 25.000 EUR Anlage/n 1 Darstellung der Auslastungsanalyse (öffentlich)Seite 3 von 4 Seite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de