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232351 · Beschlussvorlage

Neubau Dependance Adelheidisschule, Müldorfer Anger, Therese-Giehse-Weg/Nelly-Sachs-Weg, Bonn -Vorentwurfsplanung-

Nummer
232351
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
18.02.2024
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Schulausschusses 28.02.2024 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 14.03.2024 Entscheidung federführend
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 06.03.2024 Anhörung
  4. Sitzung des Betriebsausschusses SGB 06.03.2024 Empfehlung
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Beschlussvorlage
öffentlich
232351
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Dezernat:
SGB
Neubau Dependance Adelheidisschule, Müldorfer
Anger,
Therese-Giehse-Weg/Nelly-Sachs-Weg, Bonn
-Vorentwurfsplanung-
Beratungsfolge
Schulausschuss 28.02.2024 Empfehlung
Betriebsausschuss SGB 06.03.2024 Empfehlung
Bezirksvertretung Beuel 06.03.2024 Anhörung
Rat 14.03.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Vorentwurfsplanung und der Kostenschätzung zum Neubau der
Dependance Adelheidisschule am Standort Müldorfer Anger in Bonn wird
zugestimmt.
Begründung
1. Grundsätzliches
Mit Beschluss des Hauptausschusses vom 28.01.2014 werden Planungen des
SGB bei Investitionsvorhaben über 2 Mio. € vorab dem Betriebsausschuss und
dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Mit Grundsatzbeschluss DS-Nr. 202303 wurde beschlossen, die Erweiterung
der GGS Adelheidisschule an zwei Standorten durchzuführen. Der neue
Standort für die Dependance GGS Adelheidisschule ist am Wohn- und
Wissenschaftspark (WTP) geplant. Das Baugrundstück liegt am Müldorfer
Anger und wird durch den Therese-Giehse-Weg sowie den Nelly-Sachs-Weg
begrenzt. Die Gemeinschaftsgrundschule soll über 8 Tagesräume, 4
Themenräume, 4 Differenzierungsräume, einen offenen Lernbereich sowie eine
Mensa mit Ausgabeküche verfügen. Hinzu kommen Team-, Verwaltungs-,
Lager- und Technikräume.
2. Hochbau
Der Vorentwurf folgt den Vorgaben aus dem Bebauungsplan, den Müldorfer
Anger durch einen 2-geschossigen, L-förmigen Baukörper einzufassen. In
Richtung Nord-Ost wächst das Gebäude als nur noch 1-geschossiger
Baukörper in Richtung Therese-Giese-Weg weiter. Eine Überdachung derSeite 1 von 14
Seite 2
Fahrradstellplätze lässt vor der Mensa einen Innenhof entstehen.
Das Gebäude wird über zwei Eingangsbereiche erschlossen. Der
Haupteingang ist zum Schulhof orientiert und liegt gegenüber der
Haupterschließungstreppe, welche das Foyer im Erdgeschoss mit dem
Obergeschoss verbindet. Die Treppe wird in Teilen mit Sitzstufen geplant, um
kleinere Veranstaltungen im Foyerbereich möglich zu machen. Der
Nebeneingang erschließt den Foyerbereich vom Müldorfer Anger aus.
Die Lehrräume sind in Klassenverbünden organisiert. Ein Klassenverbund
beinhaltet je 2 Tagesräume, einen Differenzierungsraum und einen
Themenraum. Im Erdgeschoss befinden sich 2 Klassenverbünde sowie der
Verwaltungstrakt, ein Sanitärbereich, die Mensa mit Ausgabeküche sowie die
Haustechnikräume. Im Obergeschoss befinden sich zwei weitere
Klassenverbünde sowie kleinere Einheiten von Toiletten- und Lagerräumen.
Außerdem gibt es einen freien Lernbereich.
Die Tragstruktur des Gebäudes bildet ein Stahlbeton-Skelett. Die tragenden
Elemente sind dabei die Boden- und Deckenplatten sowie ein Stützenraster.
Auf Unterzüge kann größtenteils verzichtet werden.
Die Außenwände werden mit einer Vorhangfassade aus nachhaltigen
Baustoffen hergestellt.
Die planungsrechtlichen Vorgaben im gültigen Bebauungsplan 8125-11
schreiben an dieser Stelle eine Nutzung als Schule vor, somit ist eine
Mischnutzung mit Wohnbebauung ohne Änderung der Bauleitplanung nicht
zulässig.
3. Außenanlagen
Im Rahmen der Maßnahme wird das gesamte Außengelände als Schulhof
beplant. Entsprechend der Altersstruktur der zukünftigen Schülerschaft wird der
Schulhof mit Spielflächen und –geräten sowie Bewegungsangeboten
ausgestattet.
Für den Neubau und die Gestaltung der Flächen müssen insgesamt neun
Bäume gefällt werden. Die Bäume sind als nicht schützenswert zu bewerten, da
es sich größtenteils um stark beschädigte und verwachsene Obstbäume, die
zudem schon am Ende ihrer Lebenszeit stehen, handelt. Ersatzpflanzungen
werden auf dem Grundstück, sowie zusätzlich auf Teilen des Müldorfer Angers,
im Verhältnis von 1 zu 2, vorgesehen. Die teilweise Bepflanzung des Müldorfer
Angers wäre für das Mikroklima und die natürliche Beschattung der Fassade
zur Verbesserung des sommerlichen Wärmschutzes förderlich. Die Pflanzung
bedarf jedoch weiterer Abstimmung mit den Fachämtern, da sie außerhalb des
Baugrundstücks liegt.
Zur Versickerung des anfallenden Regenwassers werden im Außenbereich
zwei Rigolen eingeplant. Durch die dadurch geschaffene natürliche
Versickerung des Regenwassers wird das bestehende Kanalsystem entlastet.
Insgesamt werden auf dem neuen Schulhof 116 Fahrrad- und 84
Tretrollerstellplätze hergestellt. In Zukunft werden zudem insgesamt 9 PKW-
Stellplätze zur Verfügung stehen, wovon ein Stellplatz barrierefrei geplant ist.Seite 2 von 14
Seite 3
Dieser Stellplatzbedarf entspricht den Anforderungen einer Grundschule.
4. Klimaschutz / klimaangepasstes Bauen
Die ökologische Qualität des geplanten Gebäudes kann insgesamt als gut
bezeichnet werden, da mit Passivhauskomponenten für die Gebäudehülle
sowie Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad geplant wird. Der
Schulneubau wird nach Fertigstellung mindestens die Anforderungen an ein
KFW bzw. EG-Effizienzgebäude 40 erfüllen.
Das Gebäude wird durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe geheizt. Die Energie
wird dabei der Erde in einer Tiefe von 100-150 m entnommen („Geothermie“).
Für das Flachdach ist eine Kombination von Gründach und Photovoltaikanlage
vorgesehen. Die jeweiligen Unterkonstruktionen für die Anlage werden im Zuge
der Dachabdichtungs- und Begrünungsarbeiten vorgerüstet. Der Aufbau der
Solarzellen und der weitere Betrieb der Anlage erfolgt im Anschluss durch die
Stadtwerke Bonn (SWB). Die Kosten hierfür sind nicht in den Gesamtkosten
der Maßnahme enthalten.
Im Rahmen der Entwurfsplanung wird eine Ökobilanzierung sowie eine
Lebenszykluskostenanalyse gem. den Vorgaben der DGNB durchgeführt. Ziel
ist, dass das Gebäude in seinem Lebenszyklus so wenig CO2 ausstößt, dass
die Anforderung an Treibhausgasemissionen des „Qualitätssiegels
Nachhaltiges Gebäude (QNG) Plus“ erfüllt wird. Die Berechnung wird zur
Einhaltungen der Voraussetzungen für die Fördermöglichkeit im KfW-
Förderprogramm „Klimafreundliches Nichtwohngebäude“ durchgeführt.
Als Maßnahme zum Artenschutz und zur Habitatverbesserung sollen an
geeigneten Standorten im Plangebiet Nisthilfen für Fledermäuse sowie an
geeigneten Orten Nisthilfen für Fassadenbrüter angebracht werden. Zur
Minimierung der Gefährdungsquellen für Vögel (Vogelschlag) werden für
Glasflächen daher bereits bauseitig nachweislich wirksame Maßnahmen
ergriffen.
5. Technik
Das Gebäude wird mit einer raumlufttechnischen Anlage mit
Wärmerückgewinnung ausgestattet.
6. Barrierefreiheit
Die Planung wurde mit dem Arbeitsschutz und der „Behinderten-Gemeinschaft
Bonn e.V.“ abgestimmt.
Sämtliche Zugänge zum Gebäude werden barrierefrei ausgeführt, das
Gebäude erhält einen Aufzug über alle Geschosse sowie eine
behindertengerechte Toilette. Neben den baulichen Anforderungen für
Rollstuhlfahrer werden auch die Belange von hör- und sehbehinderten
Menschen berücksichtigt.
7. Medientechnik
Für beide Gebäude werden die Planungsvorgaben der strukturiertenSeite 3 von 14
Seite 4
Verkabelung und des Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systems (NGRS)
berücksichtigt.
8. Besonderheiten
Keine Besonderheiten.
Finanzielle Auswirkungen:
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 24,966 Mio. €. In den
Gesamtkosten ist ein Risikozuschlag in Höhe von 16,7% und die
Baukostensteigerung von 6% pro Jahr berücksichtigt.
Der Finanzbedarf in Höhe von 24,966 Mio. € soll über einen Zuschuss der KfW-
Bank sowie den Programmen „Kommunal Invest“ und „Kommunal Invest Plus“
der NRW-Bank finanziert werden. Das Programm Klimafreundlicher Neubau
(KFN) der KfW-Bank sieht bei Neubauten im KfW-40 Standard einen Zuschuss
in Höhe von 5 % vor. Die Finanzierungssumme ist auf 2.000 Euro pro m2
Nettogrundfläche begrenzt. Somit können ca. 250.000 € über dieses Programm
finanziert werden.
Der weitere Finanzbedarf wird voraussichtlich jeweils zur Hälfte aus dem
Programm „Kommunal Invest“ und „Kommunal Invest Plus“ der NRW-Bank
finanziert.
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.01 Innere Verwaltung 1.01.29 Gebäudemanagement Bonn
Investive Kosten der Maßnahme (Investitionskosten im Vermögensplan)
Auszahlungen Betrag Projektauftrag /
Sachkonto
Veranschlagt im
WPL
Davon noch
bereitzustellen Deckung
Neubau Dependance
Adelheidisschule 1.805.000 524500 2023 805.000
4.478.000 524500 2024 878.000
12.000.000 524500 2025 9.600.000
6.683.000 524500 2026 6.683.000
0 524500 2027 0
Einzahlungen
Investiver Finanzsaldo 24.966.000 17.966.000
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich kalkulatorische Kosten (Folgekosten) X
Konsumtive Kosten der Maßnahme (Aufwandskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung) X
Auszahlungen/Aufwendungen Betrag Projektauftrag /
Sachkonto
Veranschlagt im
WPL
Davon noch
bereitzustellen Deckung
Bauunterhaltung(1,2%) 299.592 524400
Betriebskosten (Strom,…) 61.723 524140
Abschreibungen(80Jahre) 312.075 571110
Zinsen(3,5%) 873.810 551700
Einzahlungen/Erträge 0Seite 4 von 14
Seite 5
Haushaltsbelastung jährlich 1.547.200
[1] Ggfls. weitere Erläuterungen in der nachfolgenden Begründung
Anlage/n
1 Pläne (öffentlich)
2 Folgelastenberechnung (öffentlich)
3 Baubeschreibung (öffentlich)Seite 5 von 14
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Städtisches Gebäudemanagement Bonn 11.12.2023
Folgelastenberechnung für Investitionsmaßnahmen
Maßnahme :
Anschrift:
NGF Nettogrundrissfläche 2.492 m² geplanter Baubeginn: 7/2025
BGF Bruttogeschossfläche 2.984 m² geplante Inbetriebnahme: 7/2027
Baukosten
100 Grundstück 0 €
200 Herrichten und Erschließen 101.000 €
300 Bauwerk - Baukonstruktion 9.631.000 €
400 Bauwerk - Techn. Anlagen 3.155.000 €
500 Außenanlagen 1.702.000 €
600 Ausstattung 235.000 €
700 Baunebenkosten 4.377.000 €
Risikozuschlag (16,7%) 3.207.000 €
Baukostensteigerung (6 % p.a.) 2.558.000 €
sonstige Kosten 0 €
Baukosten gesamt 24.966.000 €
Finanzierung
Eigenmittel - €
Öffentliche Mittel (Zuschüsse) - €
Kredite vom Kreditmarkt 24.966.000,00 €
Betriebskosten (jährlich) Neue Betriebskosten
Instandhaltungskosten 299.592 €
Strom 21.515 €
Fernwärme 17.397 €
Wasser 2.197 €
Reinigungskosten 20.614 €
Summe Betriebskosten (jährlich) 361.315 €
Haushaltsbelastung jährlich
Instandhaltungskosten 299.592 €
sonstige Betriebskosten 61.723 €
Abschreibungen 312.075 €
Zinsen (3,5 %) 873.810 €
Auflösung Sonderposten 0 €
Summe Haushaltsbelastung jährlich 1.547.200 €
Neubau Dependance Adelheidisschule
Therese-Giehse-Weg / Nelly-Sachs-Weg 53229 BonnSeite 12 von 14
BAUBESCHREIBUNG Anlage zu
Tagesordnungspunkt
BAUMAßNAHME Neubau Dependance Adelheidisschule, Müldorfer Anger, Therese-
Giehse-Weg / Nelly-Sachs-Weg 53229 Bonn
PLANVERFASSER Rongen Architekten, Wassenberg
RAUMPROGRAMM Neubau für eine 2-zügige OGS:
8 Tagesräume, 4 Themenräume, 4 Differenzierungsräume, ein
offener Lernbereich, Mensa mit 100 Sitzplätzen und Küche, WC-
Anlagen jeweils für Schüler und Lehrpersonal sowie Behinderten
WCs, Eingangsbereiche/Flure inkl. Foyer, Aufzug, Lagerräume,
Verwaltungs- und Teamräume, Serverräume, Technikräume sowie
sonstige Nebenräume
Neubau des Schulhofes:
Neubau des Schulhofes inkl. der erforderlichen PKW- und
Fahrradstellplätze
NGF Nettogeschossfläche
BGF Bruttogeschossfläche
BRI Bruttorauminhalt
2.492 m²
2.984 m² - KG 300+400: 4.284,29 €/m² - BKI 2023: 3.175,00 €/m²
14.071 m³ - KG 300+400: 908,64 €/m³ - BKI 2023: 775,00 €/m³
KOSTENSCHÄTZUNG
100 Grundstück 0 Euro
200 Herrichten und Erschließen 101.000,00 Euro
300 Bauwerk - Baukonstruktion 9.631.000,00 Euro
400 Bauwerk - Techn. Anlagen 3.155.000,00 Euro
500 Außenanlagen 1.702.000,00 Euro
600 Ausstattung 235.000,00 Euro
700 Baunebenkosten 4.377.000,00 Euro
GSK Euro BK 18.966.000,00 Euro EK 235.000,00 Euro
KOSTENSTAND
Zeitpunkt der Ermittlung Monat/Jahr: 12/2023
GESAMTKOSTEN
Kostenstand zzgl. Kostenrisiko 16,7% sowie
einer jährlichen Kostensteigerung von 6%
(2024-2027) 24.966.000,00 EuroSeite 13 von 14
KONSTRUKTIVES SYSTEM Stahlbeton-Skelett. Außenwände als Vorhangfassade.
DACHAUFBAU Massives Flachdach mit druckfester Dämmung und Attika.
Die Dachflächen des Neubaus werden mit einer extensiven
Begrünung sowie zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage
ausgestattet.
FASSADENAUSBILDUNG Vorhangfassade aus nachhaltigen Baustoffen.
INNENAUSBAU Größtenteils Leichtbauwände im Innenbereich.
Innenwandkonstruktionen (Sanitärtrennwände) sowie sonstige
Konstruktionen, wie Stoßabweiser und Handläufe.
TECHNISCHER AUSBAU Das Gebäude mit Passivhauskomponenten für die Gebäudehülle
und die Lüftungsanlage geplant. Bezogen auf den
Primärenergiebedarf wird dieser mindestens die Anforderungen an
ein KFW-Effizienzgebäude 40 erfüllen. Das Gebäude wird durch eine
Sole-Wasser-Wärmepumpe (Geothermie) geheizt.
Die Küche erhält zum Anschluss an das Abwassernetz einen
Fettabscheider. Das Gebäude erhält eine Blitzschutzanlage.
BESONDERE EINRICHTUNGEN Extensive Dachbegrünung sowie Photovoltaikanlage (siehe
Dachaufbau).
AUSSENANLAGEN Herstellung barrierefreier Zugänge zu dem Gebäude, Herstellung der
Funktionsbereiche Eingang, Schulhof, Parken und Einbindung der
Fahrrad- und Rollerständer.
Schaffung von Möglichkeiten der Beschulung im Außengelände
sowie altersspezifische Angebote für Spiel und Bewegung.
Niederschlagswasser von Dach- und Freiflächen wird über eine
Versickerungsanlage (Rigole) entwässert.Seite 14 von 14

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Datenstand: 03.11.2026, 05:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de