232302 · Große Anfrage
Nutriamanagement - Sachstand und Wilderei
Kerndaten
- Nummer
- 232302
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 21.12.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
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Große Anfrage öffentlich 232302 Fragesteller/in: Julia Schenkel DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Nutriamanagement - Sachstand und Wilderei Beratungsfolge Fragestellung Die Verwaltung wird um Stellungnahme zu den nachfolgenden Fragestellungen gebeten. 1. Wie viele Tiere (ausgewachsene sowie Jungtiere) wurden seit Beginn der Bejagung durch welche Methoden seitens von der Verwaltung beauftragten Jäger:innen getötet? 2. Wie viele Tiere leben noch im Bestand der Rheinaue? Wie viele Tiere sollen noch erlegt werden? 3. Inwiefern hat die Verwaltung Jagd und Tötung der Tiere durch von ihr beauftragte Jäger:innen fallgenau dokumentiert? Wie viele jagdausübungsberechtigte Personen hat die Stadtverwaltung mit Bejagung der Nutrias beauftragt? Sind die beauftragten jagdausübungsberechtigten Personen Angestellte der Stadtverwaltung? Hat die Verwaltung Kenntnis von weiteren jagdausübenden Personen in der Rheinaue, die nicht von ihr beauftragt wurden? 4. Die Verwaltung hat Kenntnis von den jüngsten Vorkommnissen in der Rheinaue und ließ durch das Presseamt verlauten, dass das Stellen eines Strafantrages wegen Wilderei oder anderer in Betracht kommender Straftatbestände geprüft werde. Wie lauten die Ergebnisse dieser Prüfung? Wird die Verwaltung Strafanzeige wegen Wilderei oder anderen in Betracht kommenden Straftatbeständen stellen? 5. Welche Maßnahmen wird die Verwaltung treffen, um künftig gegen Wilderei und Verstöße gegen Tierschutz-, Waffenschutz- und das Jagdgesetz in der Rheinaue vorzugehen? 6. Sind der Verwaltung Hintergründe oder Verantwortliche für die nutriabezogenen Plakatierungen in der Rheinaue bekannt? Wie wird mit den Plakatierungen und deren Inhalten umgegangen? Begründung Bei einem Besuch in der Rheinaue seien derzeit kaum noch Nutrias zu sehen, meldeten vermehrt Bürger:innen. Daraus ergeben sich Fragen nach dem aktuellen Stand des Nutriamanagements durch die Stadt. Die Linksfraktion sieht die Untere Naturschutzbehörde nach wie vor in der Verantwortung,Seite 1 von 2 Seite 2 transparent und ergebnisoffen mit dem Thema der Populationsregulation der Nutria in der Bonner Rheinaue umzugehen, nicht zuletzt um dem breiten Interesse der Öffentlichkeit gerecht zu werden sowie dem Entstehen von Gerüchten entgegenzuwirken. Am Morgen des 28.10.2023 fanden Tierschützer:innen zwei getötete Nutriajunge. Die Obduktion derselben durch einen Bonner Tierarzt ergab, dass mit Luftgewehren auf die Tiere geschossen wurde. Die Stadtverwaltung bestätigte dies bereits und gab an, das Stellen einer Strafanzeige zu prüfen. Außerdem dementierte die Stadt am selben Tag, dass die städtischen Jäger:innen damit etwas zu tun haben. Dennoch ergeben sich hier Fragen an die Verwaltung, wie mit Verstößen gegen Tierschutz- und Jagdgesetz in der Rheinaue, auch im Kontext der derzeit stattfindenden Populationskontrolle, umgegangen wird. Seit einigen Monaten finden sich auf dem Gebiet der Rheinaue Plakate und Aufkleber mit gewaltvollem Inhalt zu Nutrias, Tierschützer:innen und Stadt, die sowohl die Bürgerschaft als auch die Linksfraktion verwundern. Da zum Umgang der Verwaltung damit nichts bekannt ist, soll die Beantwortung der entsprechenden Frage zur Aufklärung beitragen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:59 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de