← Vorlagen

232290 · Mitteilungsvorlage

Neukonzeption Stadtmuseum

Nummer
232290
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
22.12.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Kulturausschusses 05.03.2024 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 120,9 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (32.549 Zeichen)
Mitteilungsvorlage
öffentlich
232290
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
Neukonzeption Stadtmuseum
Beratungsfolge
Kulturausschuss 17.01.2024 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Leitbild für die Neukonzeption des Stadtmuseums
Das neue Stadtmuseum Bonn soll ein Forum für die Stadtgeschichte, für
Diskussionen, ein gesellschaftliches Labor, ein Lernort, aber auch ein Ort der
Erholung und Unterhaltung sein. Die Besucher*innen und Nutzer*innen des
Stadtmuseum Bonn werden durch aktive Vermittlungsarbeit einbezogen und
können das diverse Angebot mitgestalten. Als Museum für alle greift es
vergangene und aktuelle Themen der Stadtgesellschaft auf und regt zum
Austausch über die Zukunft an. Anhand einer kritischen Betrachtung und
Aushandlung der Geschichte und Gegenwart sowie zukunftsorientierten Fragen
ist eine Annäherung an das Phänomen „Bonn“ möglich. Das Stadtmuseum
Bonn nutzt digitale Tools zur Vermittlung seiner Inhalte und baut seine digitale
Strategie stetig aus.
Während der Konzeptionsphase und auch darüber hinaus werden alle
Bürger*innen mit ihren Perspektiven und Erfahrungen in die Erarbeitung von
Inhalten einbezogen. Die Partizipation der Bonner*innen ist fest als Grundsatz
im Leitbild verankert und ermöglicht eine multiperspektivische Darstellung der
Stadtidentität, welche als Inhalt und Ziel der musealen Arbeit verstanden wird.
Das Stadtmuseum Bonn ermöglicht sowohl die kritische Auseinandersetzung
mit der Identität Bonns als auch die Identifikation mit der Stadt und ihrer
Geschichte.
Die Vielfalt der Stadtgesellschaft spiegelt sich in der Ausstellung, der
Sammlung und der Vermittlung wider. Das Stadtmuseum Bonn richtet sich mit
seinen Angeboten an alle und bietet Anknüpfungspunkte unabhängig von
Erfahrungs- und Wissensschatz. Die Angebote und Inhalte werden lebendig
vermittelt und komplexe Inhalte verständlich erklärt – Barrierefreiheit,
Integration und Inklusion sind Grundprinzipien der musealen Arbeit. Alle
Besucher*innen sollen sich im Stadtmuseum Bonn wohlfühlen und es als
öffentlich-städtischen Raum nutzen.
Das Stadtmuseum Bonn ist ein Ort der Kompetenz für Stadtgeschichte und -
forschung. Themen, Objekte und Inhalte werden wissenschaftlich erforscht und
erarbeitet. Während seiner Transformation und im zukünftigen Betrieb richtet
sich das Museum nach den Richtlinien nationaler und internationaler
Museumsverbände, wie dem Deutschen Museumsbund (DMB) und dem
International Council of Museums (ICOM). Das Museumsteam pflegt einen
respektvollen, kollegialen Umgang und erhält durch seine MitarbeitendenSeite 1 von 11
Seite 2
vielfältige Fachkompetenzen und Sichtweisen. Die Mitarbeiter*innen sind in
nationalen und internationalen Museumsnetzwerken aktiv.
Es soll ein Ort lebendiger Geschichtsarbeit entstehen, der möglichst viele
Menschen anspricht und die exponierte Bonner Stadtgeschichte vermittelt.
Inhaltliche Ausrichtung einer künftigen Dauerausstellung
Die nachfolgenden Ausführungen orientieren sich an dem optionalen Standort
in der Rathausgasse 7, sind aber grundsätzlich auch übertragbar auf andere
Räumlichkeiten.
Die verschiedenen Sammlungstraditionen des Stadtmuseums legen ein
thematisches Narrativ für die neue stadthistorische Ausstellung nahe.
Unterstützt und ergänzt wird dies durch den durchgeführten
Beteiligungsprozess und seine bisherigen Ergebnisse. Das Narrativ der
Ausstellung wird aus der Geschichte der Stadt selbst hergeleitet. Die Themen
spiegeln die Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie Klischees zur Stadt Bonn
wider und hinterfragen diese. Die stadthistorische Ausstellung nähert sich der
Stadtidentität an. Die Frage „Was war, ist und wird Bonn sein?“ soll konstant
und partizipativ verhandelt werden. Eine thematische Struktur ermöglicht eine
freiere Planung im Hinblick auf die Räumlichkeiten und eine flexiblere
Publikumsführung. Es soll kein großes Masternarrativ zur Stadt Bonn erzählt
werden – Anekdoten und kleine Geschichten schaffen einen
multiperspektivischen Zugang. Es ist beabsichtigt, neben der Präsentation von
Leitobjekten, einen sinnlichen und barrierefreien Zugang zu den Inhalten
herzustellen. Taktile Elemente sowie partizipative Geruchs- und Klangstationen
bieten eine Vermittlung und Erschließung der Ausstellung mit den Sinnen.
Die thematische Gliederung wird durch eine chronologische Einführung an
einem interaktiven Stadtmodell und in einem Auftaktraum ergänzt. Letzterer
beleuchtet charakterbildende Ereignisse, Schlaglichter und Umbrüche der
Bonner Stadtgeschichte anhand von Objekten aus der Sammlung, wie zum
Beispiel den Bonner Brückenlöwen, dem Bonner Wölfchen oder dem Gemälde
von Johann Franz Rousseau ‚Die Errichtung des Freiheitsbaumes auf dem
Bonner Marktplatz‘. Die objektbezogene Vermittlung der Stadtgeschichte Bonns
ermöglicht ein auratisches Erlebnis dessen. Für weitere Vergangenheits- und
Gegenwartsbezüge sorgen wiederkehrende Einordnungen der Geschichte
Bonns in das allgemeine Weltgeschehen. Die thematischen Räume folgen
keiner dezidierten Reihenfolge und können in selbst gewählter Abfolge oder
ganz unabhängig voneinander erlebt und erschlossen werden. Dies ermöglicht
dem Publikum eine freiere Gestaltung des Museumsbesuchs, je nach
individuellem Zeit- und Aufmerksamkeitskontingent.
Ein Raum beleuchtet Bonn als Universitäts- und Bildungsstandort, das
Studenten- und Verbindungsleben, den Wissenschaftsstandort Bonn und
prominente Bonner Gelehrte. Objekte wie eine Damenmütze einer
Studentenverbindung und weitere Studentika wie das Gemälde ‚Lustige
Rheinfahrt‘ werden im Rahmen dieser Erzählung kontextualisiert.
Karneval, das Bonner Nacht- und Vergnügungsleben, die Musik aber auch das
höfische Leben sollen in einem weiteren Raum in eine Erzählung zu Bonn als
Kultur- und Sportstadt eingebunden werden.
Ein Raum zu Bonn als Zentrum der Macht und als Hauptstadt vermittelt
beispielsweise die kurfürstliche Zeit, Königskrönungen im Mittelalter, Bonns
Status als Bundeshauptstadt und Bundesstadt, aber auch die Stadtwerdung.Seite 2 von 11
Seite 3
Objekte wie die Jagdhetzpeitsche des Kurfürsten Clemens August, der
Aufkleber ‚Umzug ist Unfug‘ oder der Kabinettstuhl Konrad Adenauers
unterstützen die Erzählung.
Ein weiterer Bereich wird sich mit dem Stadtbild auseinandersetzen. Hierunter
fallen beispielsweise die Architektur und Stadtplanung der Gründerzeit oder die
Verkehrspolitik. Die Stadtentwicklung mit ihren Veränderungen wird im
Mittelpunkt stehen. So wird der Bau der Stadtmauer beleuchtet, untermauert
beispielsweise durch das Modell des Sterntors, ähnlich wie die Zerstörung der
alten Altstadt, der „Kuhl“, sowie die Entstehung des Bürger-, Erholungs- und
Freizeitparks Rheinaue zur Bundesgartenschau 1979.
Seit der kommunalen Neugliederung 1969 ist die Stadt Bonn gewachsen. Die
polyzentrische Struktur der Stadt ist eine der Besonderheiten, die Bonn
einzigartig macht. Die neuen Bereichsdefinitionen stellten die gesamte Stadt bis
in die Gegenwart vor neue Herausforderungen. Das Zusammenwachsen der
Stadtgesellschaft soll somit einen Themenbereich in der neuen
stadthistorischen Ausstellung darstellen. Doch auch die einzelnen Stadtbezirke
sollen hier mit all ihren Facetten, Schlüsselmerkmalen und Charakteristiken
heraus- und vorgestellt werden. Insbesondere die Standorte der anderen
(Heimat-)Museen, die zum Teil durch private Initiativen geführt werden, sollen
miteingebunden werden. Partizipative Ergebnisse aus Workshops zu den
einzelnen Stadtbezirken werden in diesen Bereich der Ausstellung einfließen.
Am Ende soll eines ganz deutlich werden: Es sind vier einzelne Stadtbezirke,
die aber nur gemeinsam eine Stadt ergeben.
Abschließend beschäftigt sich ein Bereich mit den Menschen der Stadt. Hier
werden Personen vorgestellt, die aus unterschiedlichen Perspektiven wichtig
und relevant für die Stadtgeschichte sind. Dabei sind diese nicht zwingend
dauerhaft dort präsentiert, vielmehr sollen verschiedene Blickwinkel und
unterschiedliche Persönlichkeiten dargeboten werden. Die Ergebnisse aus dem
studio_bnx zu „Ich bin Bonn?!“ sollen ebenfalls hier einfließen. Der partizipative
Prozess wird auch in der neuen Ausstellung fortgeführt und so wächst der
Themenbereich immer weiter und schafft neue Ansatzmöglichkeiten.
Ein Überblick der Ausstellungsräume mit taktilen Elementen im
Eingangsbereich soll die Orientierung der Besucher*innen erleichtern. Geplant
ist ein Multifunktionsraum, der für Eröffnungen, Veranstaltungen und
Workshops nutzbar sein soll. Des Weiteren beinhaltet der Multifunktionsraum
ein digitales und interaktives Stadtmodell, welches durch Monitore ergänzt wird.
Dieses Modell beleuchtet per Anwahl unterschiedliche Stadtansichten und
vermittelt Wissen über Vergangenheit und Gegenwart und zeigt
Zukunftsvisionen. Die Installation bietet die Möglichkeit den Stadtraum mit dem
Standort zu verbinden, begeistert für den Museumsbesuch und lädt zum
Mitmachen ein. Die Besucher*innen können das Stadtmodell per QR Code
aktiv mitgestalten, indem sie ihre Geschichten, Erinnerungen und Wünsche für
die Stadt integrieren. Dadurch entsteht ein buntes Erinnerungsmosaik.
Ein solcher transparenter und offener Raum bietet sich auch für Stadtführungen
an, um auf der Tour durch die Stadt einen historischen Überblick zu erhalten
und die Teilnehmer*innen für einen Besuch der übrigen Ausstellung zu
begeistern.
Die Ausstellungsräume sollen modular unterteilt werden. Die Vitrinen und die
Art der Objektpräsentation sollen variabel sein. Eine hohe Flexibilität schafft
viele und wichtige Vorteile in der Konzeption:
o Auch empfindliche Objekte können für kürzere Zeiträume gezeigt werden.Seite 3 von 11
Seite 4
o höherer Objektschutz durch Austausch
o neue Anreize für Besucher*innen durch neue Objekte
o neue und dynamische Perspektiven auf Objekte und Geschichte
o Möglichkeit thematische Schwerpunkte neu zu fassen und so
beispielsweise Jubiläen, Gedenktage oder besondere Ereignisse zu
präsentieren
o Die Verwendung eines modularen Ausstellungssystems ermöglicht es,
unterschiedliche szenografische Formate zu realisieren, ohne Kulissen
immer wieder neu bauen lassen zu müssen; der Ressourcenverbrauch
kann auf diese Weise minimiert werden.
Ein für das Stadtmuseum konzipierter browserbasierter Multimedia-Guide soll
unterschiedliche, vertiefende, museumsdidaktische Spuren enthalten. Unter
anderem ist ein Rundgang zu den Bonner Stadtbezirken oder die Bonner
Geschichte in 20 Objekten geplant.
Weiterhin soll ein Schaudepot entstehen. Dadurch haben die Besucher*innen
die Möglichkeit hinter die Kulissen des Museums blicken zu können. Auch hier
liegt der Fokus des Konzepts und der Präsentation auf Flexibilität. Die
Geschichte des Stadtmuseums ist eng mit dem Verein Bonnensia und der
Sammlung Obernier verknüpft. Um den Besucher*innen das Museum als Ort
des Sammelns näher zu bringen, soll das Schaudepot die unterschiedlichen
Sammlungsstrategien und -traditionen in der Geschichte des Hauses
darstellen. Eine Präsentation in anwählbaren und beleuchteten Schaukästen
ermöglicht die Auswahl unterschiedlicher Sammlungskategorien und
veranschaulicht die Vielfalt und Ausprägungen innerhalb der Sammlung.
Zudem sollen die Besucher*innen in einem partizipativen Prozess ihre
Perspektiven und Erinnerungen zu den gezeigten Objekten teilen können.
Ein Stadtmuseum für alle
Das neue Stadtmuseum soll ein einladender öffentlicher Raum mit hoher
Aufenthaltsqualität sein und möchte für ein möglichst breites und
generationenübergreifendes Publikum attraktiv sein – ob für die
„alteingesessenen“ Stadtbewohner*innen, Studierende, Menschen aus aller
Welt, Kinder, nach Bonn umgezogene oder eingewanderte Einwohner*innen
der Stadt, aber natürlich auch für Tourist*innen, die sich gerne mit der Stadt, in
der sie sich für kurze oder längere Zeit aufhalten, vertraut machen wollen.
Hierbei soll auch insbesondere die jüngste Besucher*innengruppe
angesprochen werden. Durch spezielle Kinderobjekte, eine Familienspur und
interaktive Elemente wird das Stadtmuseum für sie ein Erlebnis, ein Ort zum
Lernen und Entdecken der eigenen Stadt und Geschichte. Im weiteren
Konzeptionsprozess sollen die Inhalte der Ausstellung mit Hilfe von Personas
optimiert und divers gestaltet werden. Personas charakterisieren in ihren
Merkmalen verschiedene Besucher*innentypen und -gruppen. Somit können
möglichst unterschiedliche Perspektiven eines Museumsbesuchs erprobt
werden. Durch die erstellten Personas werden diverse Bedürfnisse gezielt
analysiert, reflektiert und im Ausstellungskonzept angewendet.
Digitale Strategie
Die Digitalisierung erfasst und verändert auch die Museen. Um diesen
Herausforderungen und Chancen entsprechend begegnen zu können, arbeitetSeite 4 von 11
Seite 5
das Stadtmuseum Bonn kontinuierlich an seiner digitalen Strategie. Die
Neukonzeption des Stadtmuseums ist eng damit verknüpft. Eine informative
und attraktiv gestaltete, eigenständige Website soll die Webpräsenz des
Stadtmuseums erhöhen. Sie soll dem Publikum Zugang zu Informationen und
Services, wie zum Beispiel die Angebote des Stadtmuseums, online
ermöglichen und Barrieren abbauen. Die Social Media Kanäle des
Stadtmuseums ermöglichen Partizipation und Interaktion mit Communities,
Menschen und Gruppen online. Über User Generated Content (UGC) und den
digitalen Austausch generiert das Museum Wissen zur Stadtgesellschaft und -
geschichte. Außerdem bietet die digitale Vernetzung des Stadtmuseums
Impulse zum Rezeptionsverhaltens des Publikums, wirft neue Perspektiven auf
die Vermittlungstechniken und erhöht die Reichweite des Museums, im
Besonderen für Outreach-Projekte. Eine Vernetzung der digitalen Angebote
des Stadtmuseums der App citystories_bnx, des browserbasierten Multimedia-
Guides und des interaktiven Stadtmodells ermöglicht es, einen Aktionsraum zu
gestalten. Die vielen kleinen und großen Stadtgeschichten können mit Hilfe
digitaler Tools, die eine ständige Interaktion zwischen Museum und Publikum
ermöglichen, erzählt und visualisiert werden.
Zugänglichkeit
Ein wichtiger Baustein der Ausstellung wird zudem eine leichte Zugänglichkeit
sein. Ein neuer Standort soll so barrierearm wie möglich entwickelt und
umgesetzt werden. Darüber hinaus soll es eine Vermittlung in leichter Sprache
geben und taktile Elemente, die beispielsweise den Zugang für Menschen mit
Blindheit und Sehbehinderungen ermöglichen. Digitale Unterstützungsangebote
sowie der Multimedia-Guide sollen helfen, mögliche Barrieren für Menschen mit
Einschränkungen abzubauen. Um möglichst vielen Menschen Zugang bieten
zu können, möchte das Stadtmuseum Bonn mit relevanten Verbänden und
Communities zusammenarbeiten und Wissen von Expert*innen einbeziehen.
Outreach
Die Transformation des Stadtmuseums hat auch das Ziel neue, bisher
museumsferne Nutzer*innen zu erreichen und sie am Neukonzeptionsprozess
teilhaben zu lassen. Dies erfordert eine aktive, zielgerichtete Ansprache der
Bevölkerung mit neuen Formaten und der Verankerung des Outreach-Ansatzes
im Leitbild. Um das Stadtmuseum Bonn neu denken zu können, wurde für das
studio_bnx ein leerstehendes Ladenlokal angemietet. Zukünftig soll das
studio_bnx einen Standort abwechselnd in allen Stadtbezirken haben. Weitere
Mobilität und Flexibilität für Outreach-Formate bietet das Lastenrad rad_bnx
des studio_bnx. Es lässt sich schnell zum Infostand umbauen und kann
didaktische Materialien transportieren, um an diversen Orten in Bonn
partizipative Sonderveranstaltungen durchzuführen, wie zum Beispiel am
Bonner CSD „Beethovens Bunte“ 2022 und 2023 oder auf unterschiedlichen
Weihnachts- und Nikolausmärkten in den Stadtbezirken geschehen. Die
Straßenausstellung „Bonn macht mit!“ präsentiert die Ergebnisse der bisherigen
Bürger*innenbeteiligung auf bonn-macht-mit.de und regt zum Austausch und
zur Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Stadtmuseums an. Sie war
unter anderem auf dem Digitaltag der Stadt Bonn in „THE 9TH“ zu sehen. In
Zukunft soll sie an weiteren Orten ausgestellt werden.
Mit digitalen Formaten und Inhalten möchte das Stadtmuseum Bonn Nicht-Seite 5 von 11
Seite 6
Besucher*innen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Interessierte
erreichen. In Zukunft sollen die adressierten Fragen aus dem studio_bnx auch
auf der Website eingebunden werden und mit den Inhalten der App
citystories_bnx verknüpft werden. Angelehnt an die Seiten renommierter und
innovativ arbeitender Stadtmuseen, wie zum Beispiel dem Historischen
Museum Frankfurt, soll eine partizipative Plattform zu den Bonner
Stadtgeschichten in der Vergangenheit und Gegenwart als Citizen Science
Format mit interaktiver Karte entstehen. Die Plattform soll auch die Möglichkeit
zum Austausch per Kommentarspalte, beispielsweise über Zukunftsvisionen
zur Stadt, enthalten, damit Menschen, Gruppen und Communities einbezogen
werden können.
studio_bnx
Für den Prozess der Neukonzeption ist die Bürger*innenbeteiligung ein
entscheidender Baustein. Alle Menschen in diesen Prozess miteinzubeziehen,
generiert eine vielfältige Art von Wissen. Eine neue Ausstellung zu konzipieren
kann nur zusammen mit den Bonner*innen funktionieren – denn das
Stadtmuseum zeigt ihre Geschichte, ihre Objekte und ihre Stadt. Durch den
Dialog mit der Stadtgesellschaft wird so ein gemeinsames Bild von Bonn
kreiert, das wie ein Mosaik aus ganz individuellen Bildern, Erinnerungen und
Objekten besteht.
Als feste Anlaufstelle in der Partizipation dient aktuell das studio_bnx, in dem
Interessierte die Möglichkeit haben, sich aktiv an der Ideenentwicklung zur
Neukonzeption zu beteiligen. Zugleich ist das studio_bnx aber nicht nur als
fester Standpunkt gedacht, sondern auch als flexible Einrichtung, die direkt in
den Stadtraum zu den Bonner*innen kommt: mit dem Lastenrad des studio_bnx
können Geschichten und Erinnerungen an verschiedenen Punkten im
Stadtraum direkt vor Ort gesammelt werden. Es fungiert somit als mobile
Version des studio_bnx und verhilft zur Sichtbarkeit des Prozesses in dem sich
das Stadtmuseum aktuell befindet. Darüber hinaus wird auch die aktuelle
Dauerausstellung genutzt, um wichtige Impulse für den Prozess der
Neukonzeption zu generieren. Weitere Formate, wie Workshops in einzelnen
Stadtbezirken, laufen parallel und werden mit unterschiedlichen Zielgruppen
durchgeführt. Die Ergebnisse aller partizipativen Elemente, die im Sinne von
Citizen Science erhoben werden, werden systematisch ausgewertet und in die
neue stadthistorische Ausstellung an verschiedenen Stellen und mit
unterschiedlichen Formaten und Präsentationen mit einbezogen.
Der Prozess der Partizipation ist aber auch mit der Eröffnung eines neuen
Museums keinesfalls abgeschlossen. Er wird dauerhaft fortgeführt, denn nur so
kann eine beständige gesellschaftliche Relevanz erreicht, eine
Demokratisierung der Museumsaufgaben erzielt und ein immerwährender
Dialog zwischen Bonner*innen und ihrer Stadt über das gemeinschaftliche
Leben gewährleistet werden. Darum soll auch das studio_bnx weiterhin präsent
bleiben. Eine dezentrale Strategie erhöht die Reichweichte und Sichtbarkeit.
Das studio_bnx soll im gesamten Stadtraum – in allen vier Stadtbezirken – für
gewisse Zeitspannen zugänglich sein. Die Bürgerbeteiligung ist ein
entscheidender Beitrag für die Verankerung des Stadtmuseums in der Bonner
Kulturlandschaft.
RückblickSeite 6 von 11
Seite 7
Im Juli 2021 wurden mit zwei Workshops mit den Titeln „#makemuseum“ und
„#museumreloaded“ mit verschiedenen Expert*innen aus Wissenschaft und
musealer Praxis eine erste Diskussion sowie ein Austausch mit der Fachwelt
begonnen. Es wurden Möglichkeiten und Herausforderungen, vor denen
Museen bei einer Neuausrichtung stehen können, diskutiert und
herausgearbeitet. Der Fokus lag auf einer partizipativen Ausrichtung des
Gestaltungsprozesses und der Komplexität, alle Bürger*innen der
Stadtgesellschaft zu involvieren und adressatengerechte Ansprachen zu
erzielen. Die Veranstaltung wurde durch Fördergelder der Kulturförderung des
Landschaftsverband Rheinland unterstützt.
Vom 26. November 2022 bis zum 12. Februar 2023 war die Sonderausstellung
„Spurensuche: Pitt Müller und das vergessene Bonn“ im Ernst-Moritz-Arndt
Haus zu sehen. Hier lernten die Besucher*innen das Leben des Bonner
Künstlers Pitt Müller kennen. Auch das Prinzip der Partizipation wurde als
wichtige Säule im Prozess der Neukonzeption aufgegriffen und integriert. Die
Menschen waren aufgerufen, Objekte und Erinnerungen zu Pitt Müller zu teilen
und so das Bild des bisher weniger bekannten Bonner Urgesteins zu
verdichten. Zudem waren alle Besucher*innen eingeladen, Erinnerungen und
Autobiografien weiterer unbekannter oder in Vergessenheit geratener
Bonner*innen vorzuschlagen. Mit den gewonnenen Ergebnissen kann die
Ausstellung „Spurensuche“ weitergeführt werden und neue Erkenntnisse über
die „Bonner Menschen“ und für die Neukonzeption gewonnen werden. Die
Umsetzung der Ausstellung wurde durch Fördergelder des Landschaftsverband
Rheinland unterstützt.
Seit November 2021 werden im Haus der Bildung in Kooperation mit der VHS
Bonn unter dem Namen „Dein Bonn?!“ die vier Bonner Stadtbezirke einzeln
beleuchtet.
Es wurden zunächst „Dein Bonn – Bad Godesberg Edition“ gezeigt, es folgten
Hardtberg und Beuel. Die Edition zum Bonner Zentrum wird den Abschluss der
Ausstellungsreihe markieren. In den Vitrinen werden Fragen an die Sammlung,
die Besonderheiten und Eigenheiten der Stadtbezirke gestellt und ihre
Geschichte präsentiert. Über partizipative Elemente werden auch hier die
Menschen eingeladen, ihre Meinungen, Perspektiven und Ansichten zu teilen.
Ziel der Ausstellung ist es vor allem Reichweite zu generieren und das
Interesse der Menschen für die Neukonzeption des Stadtmuseums zu wecken
und zum Mitmachen anzuregen.
Im Rahmen des Storytellings wurde das Projekt „Stimmen der Stadt“ von
Simone Neteler umgesetzt. Das Projekt basiert auf einem künstlerischen
Prinzip, das mittels der Befragung Erinnerungen von Menschen zusammenträgt
und diese im Verbund zu Literatur werden lässt. Unter dem Stichwort „erzählte
Erinnerung“ wurden zunächst Menschen, die in Bonn leben, nach ihren
Erinnerungsbildern und -geschichten um das Leben ihrer Stadt befragt. Die
erhaltenen Antworten sind dann bei Einhaltung von Sprachduktus und
Erzählweise notiert und literarisch zu einem Erinnerungsmosaik verdichtet
worden. Das Ergebnis ist ein künstlerisches Werk, das in einer neuen
stadthistorischen Ausstellung in geeigneter Form präsentiert werden soll.
Zudem sollen die Ergebnisse zeitnah als digitale Publikation und in Form von
Lesungen präsentiert und zugänglich gemacht werden. Das Projekt wurde
durch Fördergelder der Kulturförderung des Landschaftsverband RheinlandSeite 7 von 11
Seite 8
unterstützt.
Im Outreach war das Stadtmuseum bereits an vielen verschiedenen Orten mit
dem Lastenrad studio_radx unterwegs, war im Gespräch mit den Menschen
und hat Geschichten und Erinnerungen gesammelt. Im Rahmen der
Ausstellung im Haus der Bildung „Dein Bonn?!“ gab es verschiedene Aktionen
in den Stadtbezirken. Das Team des Stadtmuseums hat mit dem Lastenrad
zudem in den Jahren 2022 und 2023 an „Beethovens Bunte“ teilgenommen
sowie dem „Markt der Demokratie“. In der Adventszeit 2023 sind Erinnerungen,
Geschichten und Besonderheiten der Weihnachtszeit in den einzelnen
Stadtbezirken gesammelt worden.
Gemeinsam mit dem Bonner fringe ensemble suchte das Stadtmuseum „Orts-
Geschichten“ der Bonner*innen für das Projekt citystories_bnx. Geschichten,
Ereignisse und Situationen sind an die Orte gebunden, an denen sie erlebt
wurden. Bündelt man diese und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich, kann
ein neues Narrativ entstehen. Dieser Zusammenhang liegt der Idee der
citystories_bnx zugrunde. Die Erzählungen werden in einer interaktiven
Stadtkarte von Bonn integriert, für die eine eigene App entwickelt wurde. So
kann die Stadt auf eine neue Weise erkundet und erlebt werden. Das Projekt
lässt gemeinsam mit den Menschen in Bonn die Stadt auch außerhalb der
Museumsmauern entdecken. Im Rahmen der Neukonzeption wird die App
stetig erweitert und soll zukünftig in eine neue Ausstellung integriert werden.
Das Projekt wurde durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert.
In Kooperation mit den Museumsstudien und der Kulturanthropologie der
Universität Bonn wurden Seminare und Workshops veranstaltet, die Fragen zur
Neukonzeption gestellt und gemeinsam mit den Studierenden diskutiert und
neue Formate erarbeitet haben. Inhaltlich wurden die Möglichkeiten einer
Begleitung der Neukonzeption durch Social Media, neue Ausstellungsformate,
die kritische Betrachtung der aktuellen Ausstellung sowie die Frage nach dem
„Wie erinnern?“ in einem Museum vorgestellt und diskutiert. Die gewonnenen
Ergebnisse geben neue Impulse für die Neukonzeption und können in weiteren
Seminaren und Kooperationen mit der Universität vertieft werden.
Ausblick auf kommende Ausstellungen und Formate
Für die kommenden Jahre sind im Hinblick auf die Verdichtung des Konzeptes
für eine neue Ausstellung und eines beständigen Outreachs weitere Projekte
geplant.
Im April 2024 werden im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Fragen, Herausforderungen
und Möglichkeiten der Nutzung von KI in Museen gestellt und diskutiert. In
Kooperation mit dem Künstler Chris Wickenden werden durch KI generierte
Bilder ausgestellt. Begleitend zur Ausstellung wird ein Rahmenprogramm die
Möglichkeit für den konkreten Austausch und das Gewinnen neuer
Erkenntnisse geben. Für die Neukonzeption kann die wichtige Frage nach der
Relevanz für eine neue Ausstellung gestellt werden. Somit kann die aktuelle
Diskussion über den Nutzen und Schaden von Künstlicher Intelligenz für Kunst,
Kultur und Museen von Anfang an mitgedacht werden.
Mit dem Ausstellungsprojekt „1886 – Alles auf Anfang: Eine Sammlung für
Bonn“ richtet das Stadtmuseum Bonn den Blick auf seine eigene Geschichte.Seite 8 von 11
Seite 9
Thematisch greift die Ausstellung somit die partizipative Sammlungsstrategie
des Museums heute und damals auf. Die Ausstellung soll sich dabei nicht nur
auf die historische Betrachtung des bürgerlichen Engagements für die
Sammlung von Zeugnissen der Bonner Vergangenheit und der Resultate
dieses Engagements, die heutige Kernsammlung des Stadtmuseums mit ihren
Schwerpunkten, Lücken und Verlusten beschränken. Vielmehr soll die
Gelegenheit genutzt werden, Sammlungsmotivation und -strategie des
Museums heute transparent zu machen sowie Selbstverständnis und Arbeit
des Museums zu reflektieren – und hierüber in einen Dialog mit den
Besucher*innen zu treten. Diese werden eingeladen, sich mit der Rolle ihres
Stadtmuseums heute und in Zukunft und der im Gang befindlichen
Neukonzeption einer stadthistorischen Ausstellung zu befassen – und sich
selbst einzubringen. Die Ausstellung wird ab September 2024 in den
Sonderausstellungsräumen in der Franziskanerstraße 9 zu sehen sein.
Ein Ausbau von Outreach und digitaler Strategie, wie ein digitales Storytelling
der Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung und einer Online Collection sind für
die kommenden Jahre geplant. Auch weitere Formate und Aktionen mit dem
Lastenrad sind in Planung, die das studio_bnx in den Stadtraum bringen und
die Sichtbarkeit des Museums erweitern.
Mit der Zusammenführung der Depotstandorte an einen neuen Standort wird
auch das Sammlungskonzept neu gedacht. Neben einer Kategorisierung und
Festlegung von Sammlungsschwerpunkten wird die Sammlungsdatenbank
überarbeitet, erweitert und optimiert. Das neue Sammlungskonzept wird
öffentlich zugänglich sein und als Leitfaden für das künftige Sammeln dienen.
In den vergangenen Jahren wurde bereits eine intensive Kooperation mit der
Universität Bonn gepflegt. Hier lag der Fokus in der Zusammenarbeit vor allem
bei den Museumsstudien und der Kulturanthropologie. Erarbeitet wurden
hauptsächlich Formate und Konzepte, die in die Neuausrichtung des
Stadtmuseums einfließen. Für die anstehenden und schon laufenden
inhaltlichen Themen, Konzepte und Planungen startet nun eine Kooperation mit
dem Institut der Geschichtswissenschaft. Für das Jahr 2024 ist dafür bereits
eine Zusammenarbeit in Form eines Seminars geplant.
Ausblick auf Standortüberlegungen
Aktuell befinden sich die Räumlichkeiten des Stadtmuseums in der
Franziskanerstraße 9, jedoch können diese voraussichtlich ab 2026 nicht mehr
genutzt werden, da sich die Stadt Bonn von dem Gebäudekomplex trennen
möchte. Auch kann das Potenzial des Museums am aktuellen Standort
aufgrund mangelhafter Sichtbarkeit und eingeschränkter Infrastruktur nicht voll
ausgeschöpft werden.
Die Stadt Bonn besitzt eine 2000 Jahre lange Stadtgeschichte, die durch die
bedeutende Sammlung des Stadtmuseums eindrucksvoll vermittelt wird. Seit
dem ersten Sammlungsaufruf im Jahr 1886 wurde die Sammlung stetig
erweitert und umfasst mittlerweile über 10.000 Exponate. Für wichtige Epochen
besitzt das Stadtmuseum einzigartige und zum Teil herausragende Objekte.
Auch in Zukunft soll das Museum eine unverzichtbare Adresse für alle Fragen
zu Kultur, Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt Bonn sein. Es soll ein
Ort des Wissens, der Reflexion, der Neugierde, des Austauschs und des
Mitmachens für Bonner*innen und alle Interessierten entstehen.
Um das zu erreichen, braucht es einen Standort, der eine zentrale und
zugängliche Lage garantiert. Zeitgleich benötigt er das räumliche Potential, dieSeite 9 von 11
Seite 10
Sammlung angemessen zu präsentieren und so das Museum zu einem
Erlebnis werden zu lassen.
Für den optionalen Standort Rathausgasse 7 wurde am 11. Dezember 2022
eine Machbarkeitsstudie durch den Hauptausschuss beauftragt. Die Ergebnisse
wurden dem Kulturausschuss am 24. Oktober 2023 vorgestellt. Der untersuchte
Gebäudeteil auf der Rückseite des Alten Rathauses hat eine zentrale Lage und
ist ein Museumsbau aus den 1950er-Jahren. Er wurde ursprünglich für das
Kunstmuseum Bonn erbaut, das 1991 in einen Neubau umgezogen ist. Die
Ausstellungsräume verteilen sich auf drei Etagen und einem Kellergeschoss.
Es ist der einzige noch erhaltene Museumsbau aus der unmittelbaren
Nachkriegszeit und ist daher von historischer Relevanz.
Zurzeit werden die Räumlichkeiten durch das Sport- und Kulturdezernat, das
Amt für Integration und Vielfalt sowie das Amt für Presse, Protokoll und
Öffentlichkeitsarbeit als Bürofläche genutzt. Für die aktuelle Nutzung wurden
Leichtwände eingezogen und Decken abgehangen. Diese nachträglichen
Umbauten können zurück gebaut werden und somit kann der ursprüngliche
Museumsort wieder nutzbar gemacht werden.
Beauftragt für die Machbarkeitsstudie wurde das Architekturbüro BeL Sozietät
für Architektur. In der Studie wurde ein Aufmaß und Planerstellung, eine
baukonstruktive Betrachtung der Bausubstanz, ein Raumprogramm mit den
notwendigen Bedarfen und eine Raumanalyse und ein Konzept für die Nutzung
der Räumlichkeiten erarbeitet. Für die Machbarkeitsstudie stellte das
Städtische Gebäudemanagement die Summe von 25.000,00 EUR aus seinem
Etat zur Verfügung.
Festgestellt werden konnte durch die durchgeführte Machbarkeitsstudie die
grundsätzliche Eignung des Standortes Rathausgasse 7 für die museale
Nutzung des Stadtmuseums. Außerdem konnte eine Kostenprognose für den
Umbau, Neubau an die Fassade und den notwendigen Rückbau im Gebäude
erstellt werden. Diese beläuft sich auf einen Gesamtwert von 2.455.433,00
EUR. Betrachtet wurde der Umbau nach BKI 2021 - 2.Quartal - Gebäude
Altbau, Umbauten, Museen, mittlerer Standard. Die Betrachtung der
zusätzlichen Neubaukosten fand nach BKI 2019 - 1. Quartal - Gebäude
Neubau, Neubauten, Museen, mittlerer Standard statt.
Die Schätzung der Einrichtungskosten liegt bei rund 1.000.000,00 EUR. Hierbei
ist die Museumsarchitektur sowie die szenografische Umsetzung des
Konzeptes beziffert.
Eine detaillierte Studie zum Tragwerk des Bestandhauses und zu den
bauphysikalischen Eigenschaften des Bestandhauses ist durch die
Machbarkeitsstudie und das zur Verfügung gestellte Budget bisher nicht
abgedeckt. Auch eine erforderliche Teilungsvermessung durch ein
Vermessungsbüro wurde bisher nicht durchgeführt. Somit liegt eine
verifizierbare Kostenangabe noch nicht vor. Hierfür sind zunächst Architekten
und Fachplaner zu beauftragen. Dazu sind weitere Planungsmittel zusätzlich
bereitzustellen. Eine Deckung dafür ist nicht vorhanden. Die Kosten werden
derzeit übermittelt und könnten in einer nachfolgenden Beschlussvorlage
aufgerufen werden.
Noch nicht beziffert sind die Mittel für notwendige weitere personelle
Ressourcen, die im Kontext eines Betriebskonzepts benannt werden müssen.
Weitere Kosten können erst nach der vertieften Machbarkeitsstudie resp.
Leistungsphase konkretisiert und benannt werden.Seite 10 von 11
Seite 11
Anlage/n
KeineSeite 11 von 11

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 17:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de