232290 · Mitteilungsvorlage
Neukonzeption Stadtmuseum
Kerndaten
- Nummer
- 232290
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 22.12.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 232290 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Neukonzeption Stadtmuseum Beratungsfolge Kulturausschuss 17.01.2024 Kenntnisnahme Mitteilung: Leitbild für die Neukonzeption des Stadtmuseums Das neue Stadtmuseum Bonn soll ein Forum für die Stadtgeschichte, für Diskussionen, ein gesellschaftliches Labor, ein Lernort, aber auch ein Ort der Erholung und Unterhaltung sein. Die Besucher*innen und Nutzer*innen des Stadtmuseum Bonn werden durch aktive Vermittlungsarbeit einbezogen und können das diverse Angebot mitgestalten. Als Museum für alle greift es vergangene und aktuelle Themen der Stadtgesellschaft auf und regt zum Austausch über die Zukunft an. Anhand einer kritischen Betrachtung und Aushandlung der Geschichte und Gegenwart sowie zukunftsorientierten Fragen ist eine Annäherung an das Phänomen „Bonn“ möglich. Das Stadtmuseum Bonn nutzt digitale Tools zur Vermittlung seiner Inhalte und baut seine digitale Strategie stetig aus. Während der Konzeptionsphase und auch darüber hinaus werden alle Bürger*innen mit ihren Perspektiven und Erfahrungen in die Erarbeitung von Inhalten einbezogen. Die Partizipation der Bonner*innen ist fest als Grundsatz im Leitbild verankert und ermöglicht eine multiperspektivische Darstellung der Stadtidentität, welche als Inhalt und Ziel der musealen Arbeit verstanden wird. Das Stadtmuseum Bonn ermöglicht sowohl die kritische Auseinandersetzung mit der Identität Bonns als auch die Identifikation mit der Stadt und ihrer Geschichte. Die Vielfalt der Stadtgesellschaft spiegelt sich in der Ausstellung, der Sammlung und der Vermittlung wider. Das Stadtmuseum Bonn richtet sich mit seinen Angeboten an alle und bietet Anknüpfungspunkte unabhängig von Erfahrungs- und Wissensschatz. Die Angebote und Inhalte werden lebendig vermittelt und komplexe Inhalte verständlich erklärt – Barrierefreiheit, Integration und Inklusion sind Grundprinzipien der musealen Arbeit. Alle Besucher*innen sollen sich im Stadtmuseum Bonn wohlfühlen und es als öffentlich-städtischen Raum nutzen. Das Stadtmuseum Bonn ist ein Ort der Kompetenz für Stadtgeschichte und - forschung. Themen, Objekte und Inhalte werden wissenschaftlich erforscht und erarbeitet. Während seiner Transformation und im zukünftigen Betrieb richtet sich das Museum nach den Richtlinien nationaler und internationaler Museumsverbände, wie dem Deutschen Museumsbund (DMB) und dem International Council of Museums (ICOM). Das Museumsteam pflegt einen respektvollen, kollegialen Umgang und erhält durch seine MitarbeitendenSeite 1 von 11 Seite 2 vielfältige Fachkompetenzen und Sichtweisen. Die Mitarbeiter*innen sind in nationalen und internationalen Museumsnetzwerken aktiv. Es soll ein Ort lebendiger Geschichtsarbeit entstehen, der möglichst viele Menschen anspricht und die exponierte Bonner Stadtgeschichte vermittelt. Inhaltliche Ausrichtung einer künftigen Dauerausstellung Die nachfolgenden Ausführungen orientieren sich an dem optionalen Standort in der Rathausgasse 7, sind aber grundsätzlich auch übertragbar auf andere Räumlichkeiten. Die verschiedenen Sammlungstraditionen des Stadtmuseums legen ein thematisches Narrativ für die neue stadthistorische Ausstellung nahe. Unterstützt und ergänzt wird dies durch den durchgeführten Beteiligungsprozess und seine bisherigen Ergebnisse. Das Narrativ der Ausstellung wird aus der Geschichte der Stadt selbst hergeleitet. Die Themen spiegeln die Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie Klischees zur Stadt Bonn wider und hinterfragen diese. Die stadthistorische Ausstellung nähert sich der Stadtidentität an. Die Frage „Was war, ist und wird Bonn sein?“ soll konstant und partizipativ verhandelt werden. Eine thematische Struktur ermöglicht eine freiere Planung im Hinblick auf die Räumlichkeiten und eine flexiblere Publikumsführung. Es soll kein großes Masternarrativ zur Stadt Bonn erzählt werden – Anekdoten und kleine Geschichten schaffen einen multiperspektivischen Zugang. Es ist beabsichtigt, neben der Präsentation von Leitobjekten, einen sinnlichen und barrierefreien Zugang zu den Inhalten herzustellen. Taktile Elemente sowie partizipative Geruchs- und Klangstationen bieten eine Vermittlung und Erschließung der Ausstellung mit den Sinnen. Die thematische Gliederung wird durch eine chronologische Einführung an einem interaktiven Stadtmodell und in einem Auftaktraum ergänzt. Letzterer beleuchtet charakterbildende Ereignisse, Schlaglichter und Umbrüche der Bonner Stadtgeschichte anhand von Objekten aus der Sammlung, wie zum Beispiel den Bonner Brückenlöwen, dem Bonner Wölfchen oder dem Gemälde von Johann Franz Rousseau ‚Die Errichtung des Freiheitsbaumes auf dem Bonner Marktplatz‘. Die objektbezogene Vermittlung der Stadtgeschichte Bonns ermöglicht ein auratisches Erlebnis dessen. Für weitere Vergangenheits- und Gegenwartsbezüge sorgen wiederkehrende Einordnungen der Geschichte Bonns in das allgemeine Weltgeschehen. Die thematischen Räume folgen keiner dezidierten Reihenfolge und können in selbst gewählter Abfolge oder ganz unabhängig voneinander erlebt und erschlossen werden. Dies ermöglicht dem Publikum eine freiere Gestaltung des Museumsbesuchs, je nach individuellem Zeit- und Aufmerksamkeitskontingent. Ein Raum beleuchtet Bonn als Universitäts- und Bildungsstandort, das Studenten- und Verbindungsleben, den Wissenschaftsstandort Bonn und prominente Bonner Gelehrte. Objekte wie eine Damenmütze einer Studentenverbindung und weitere Studentika wie das Gemälde ‚Lustige Rheinfahrt‘ werden im Rahmen dieser Erzählung kontextualisiert. Karneval, das Bonner Nacht- und Vergnügungsleben, die Musik aber auch das höfische Leben sollen in einem weiteren Raum in eine Erzählung zu Bonn als Kultur- und Sportstadt eingebunden werden. Ein Raum zu Bonn als Zentrum der Macht und als Hauptstadt vermittelt beispielsweise die kurfürstliche Zeit, Königskrönungen im Mittelalter, Bonns Status als Bundeshauptstadt und Bundesstadt, aber auch die Stadtwerdung.Seite 2 von 11 Seite 3 Objekte wie die Jagdhetzpeitsche des Kurfürsten Clemens August, der Aufkleber ‚Umzug ist Unfug‘ oder der Kabinettstuhl Konrad Adenauers unterstützen die Erzählung. Ein weiterer Bereich wird sich mit dem Stadtbild auseinandersetzen. Hierunter fallen beispielsweise die Architektur und Stadtplanung der Gründerzeit oder die Verkehrspolitik. Die Stadtentwicklung mit ihren Veränderungen wird im Mittelpunkt stehen. So wird der Bau der Stadtmauer beleuchtet, untermauert beispielsweise durch das Modell des Sterntors, ähnlich wie die Zerstörung der alten Altstadt, der „Kuhl“, sowie die Entstehung des Bürger-, Erholungs- und Freizeitparks Rheinaue zur Bundesgartenschau 1979. Seit der kommunalen Neugliederung 1969 ist die Stadt Bonn gewachsen. Die polyzentrische Struktur der Stadt ist eine der Besonderheiten, die Bonn einzigartig macht. Die neuen Bereichsdefinitionen stellten die gesamte Stadt bis in die Gegenwart vor neue Herausforderungen. Das Zusammenwachsen der Stadtgesellschaft soll somit einen Themenbereich in der neuen stadthistorischen Ausstellung darstellen. Doch auch die einzelnen Stadtbezirke sollen hier mit all ihren Facetten, Schlüsselmerkmalen und Charakteristiken heraus- und vorgestellt werden. Insbesondere die Standorte der anderen (Heimat-)Museen, die zum Teil durch private Initiativen geführt werden, sollen miteingebunden werden. Partizipative Ergebnisse aus Workshops zu den einzelnen Stadtbezirken werden in diesen Bereich der Ausstellung einfließen. Am Ende soll eines ganz deutlich werden: Es sind vier einzelne Stadtbezirke, die aber nur gemeinsam eine Stadt ergeben. Abschließend beschäftigt sich ein Bereich mit den Menschen der Stadt. Hier werden Personen vorgestellt, die aus unterschiedlichen Perspektiven wichtig und relevant für die Stadtgeschichte sind. Dabei sind diese nicht zwingend dauerhaft dort präsentiert, vielmehr sollen verschiedene Blickwinkel und unterschiedliche Persönlichkeiten dargeboten werden. Die Ergebnisse aus dem studio_bnx zu „Ich bin Bonn?!“ sollen ebenfalls hier einfließen. Der partizipative Prozess wird auch in der neuen Ausstellung fortgeführt und so wächst der Themenbereich immer weiter und schafft neue Ansatzmöglichkeiten. Ein Überblick der Ausstellungsräume mit taktilen Elementen im Eingangsbereich soll die Orientierung der Besucher*innen erleichtern. Geplant ist ein Multifunktionsraum, der für Eröffnungen, Veranstaltungen und Workshops nutzbar sein soll. Des Weiteren beinhaltet der Multifunktionsraum ein digitales und interaktives Stadtmodell, welches durch Monitore ergänzt wird. Dieses Modell beleuchtet per Anwahl unterschiedliche Stadtansichten und vermittelt Wissen über Vergangenheit und Gegenwart und zeigt Zukunftsvisionen. Die Installation bietet die Möglichkeit den Stadtraum mit dem Standort zu verbinden, begeistert für den Museumsbesuch und lädt zum Mitmachen ein. Die Besucher*innen können das Stadtmodell per QR Code aktiv mitgestalten, indem sie ihre Geschichten, Erinnerungen und Wünsche für die Stadt integrieren. Dadurch entsteht ein buntes Erinnerungsmosaik. Ein solcher transparenter und offener Raum bietet sich auch für Stadtführungen an, um auf der Tour durch die Stadt einen historischen Überblick zu erhalten und die Teilnehmer*innen für einen Besuch der übrigen Ausstellung zu begeistern. Die Ausstellungsräume sollen modular unterteilt werden. Die Vitrinen und die Art der Objektpräsentation sollen variabel sein. Eine hohe Flexibilität schafft viele und wichtige Vorteile in der Konzeption: o Auch empfindliche Objekte können für kürzere Zeiträume gezeigt werden.Seite 3 von 11 Seite 4 o höherer Objektschutz durch Austausch o neue Anreize für Besucher*innen durch neue Objekte o neue und dynamische Perspektiven auf Objekte und Geschichte o Möglichkeit thematische Schwerpunkte neu zu fassen und so beispielsweise Jubiläen, Gedenktage oder besondere Ereignisse zu präsentieren o Die Verwendung eines modularen Ausstellungssystems ermöglicht es, unterschiedliche szenografische Formate zu realisieren, ohne Kulissen immer wieder neu bauen lassen zu müssen; der Ressourcenverbrauch kann auf diese Weise minimiert werden. Ein für das Stadtmuseum konzipierter browserbasierter Multimedia-Guide soll unterschiedliche, vertiefende, museumsdidaktische Spuren enthalten. Unter anderem ist ein Rundgang zu den Bonner Stadtbezirken oder die Bonner Geschichte in 20 Objekten geplant. Weiterhin soll ein Schaudepot entstehen. Dadurch haben die Besucher*innen die Möglichkeit hinter die Kulissen des Museums blicken zu können. Auch hier liegt der Fokus des Konzepts und der Präsentation auf Flexibilität. Die Geschichte des Stadtmuseums ist eng mit dem Verein Bonnensia und der Sammlung Obernier verknüpft. Um den Besucher*innen das Museum als Ort des Sammelns näher zu bringen, soll das Schaudepot die unterschiedlichen Sammlungsstrategien und -traditionen in der Geschichte des Hauses darstellen. Eine Präsentation in anwählbaren und beleuchteten Schaukästen ermöglicht die Auswahl unterschiedlicher Sammlungskategorien und veranschaulicht die Vielfalt und Ausprägungen innerhalb der Sammlung. Zudem sollen die Besucher*innen in einem partizipativen Prozess ihre Perspektiven und Erinnerungen zu den gezeigten Objekten teilen können. Ein Stadtmuseum für alle Das neue Stadtmuseum soll ein einladender öffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität sein und möchte für ein möglichst breites und generationenübergreifendes Publikum attraktiv sein – ob für die „alteingesessenen“ Stadtbewohner*innen, Studierende, Menschen aus aller Welt, Kinder, nach Bonn umgezogene oder eingewanderte Einwohner*innen der Stadt, aber natürlich auch für Tourist*innen, die sich gerne mit der Stadt, in der sie sich für kurze oder längere Zeit aufhalten, vertraut machen wollen. Hierbei soll auch insbesondere die jüngste Besucher*innengruppe angesprochen werden. Durch spezielle Kinderobjekte, eine Familienspur und interaktive Elemente wird das Stadtmuseum für sie ein Erlebnis, ein Ort zum Lernen und Entdecken der eigenen Stadt und Geschichte. Im weiteren Konzeptionsprozess sollen die Inhalte der Ausstellung mit Hilfe von Personas optimiert und divers gestaltet werden. Personas charakterisieren in ihren Merkmalen verschiedene Besucher*innentypen und -gruppen. Somit können möglichst unterschiedliche Perspektiven eines Museumsbesuchs erprobt werden. Durch die erstellten Personas werden diverse Bedürfnisse gezielt analysiert, reflektiert und im Ausstellungskonzept angewendet. Digitale Strategie Die Digitalisierung erfasst und verändert auch die Museen. Um diesen Herausforderungen und Chancen entsprechend begegnen zu können, arbeitetSeite 4 von 11 Seite 5 das Stadtmuseum Bonn kontinuierlich an seiner digitalen Strategie. Die Neukonzeption des Stadtmuseums ist eng damit verknüpft. Eine informative und attraktiv gestaltete, eigenständige Website soll die Webpräsenz des Stadtmuseums erhöhen. Sie soll dem Publikum Zugang zu Informationen und Services, wie zum Beispiel die Angebote des Stadtmuseums, online ermöglichen und Barrieren abbauen. Die Social Media Kanäle des Stadtmuseums ermöglichen Partizipation und Interaktion mit Communities, Menschen und Gruppen online. Über User Generated Content (UGC) und den digitalen Austausch generiert das Museum Wissen zur Stadtgesellschaft und - geschichte. Außerdem bietet die digitale Vernetzung des Stadtmuseums Impulse zum Rezeptionsverhaltens des Publikums, wirft neue Perspektiven auf die Vermittlungstechniken und erhöht die Reichweite des Museums, im Besonderen für Outreach-Projekte. Eine Vernetzung der digitalen Angebote des Stadtmuseums der App citystories_bnx, des browserbasierten Multimedia- Guides und des interaktiven Stadtmodells ermöglicht es, einen Aktionsraum zu gestalten. Die vielen kleinen und großen Stadtgeschichten können mit Hilfe digitaler Tools, die eine ständige Interaktion zwischen Museum und Publikum ermöglichen, erzählt und visualisiert werden. Zugänglichkeit Ein wichtiger Baustein der Ausstellung wird zudem eine leichte Zugänglichkeit sein. Ein neuer Standort soll so barrierearm wie möglich entwickelt und umgesetzt werden. Darüber hinaus soll es eine Vermittlung in leichter Sprache geben und taktile Elemente, die beispielsweise den Zugang für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderungen ermöglichen. Digitale Unterstützungsangebote sowie der Multimedia-Guide sollen helfen, mögliche Barrieren für Menschen mit Einschränkungen abzubauen. Um möglichst vielen Menschen Zugang bieten zu können, möchte das Stadtmuseum Bonn mit relevanten Verbänden und Communities zusammenarbeiten und Wissen von Expert*innen einbeziehen. Outreach Die Transformation des Stadtmuseums hat auch das Ziel neue, bisher museumsferne Nutzer*innen zu erreichen und sie am Neukonzeptionsprozess teilhaben zu lassen. Dies erfordert eine aktive, zielgerichtete Ansprache der Bevölkerung mit neuen Formaten und der Verankerung des Outreach-Ansatzes im Leitbild. Um das Stadtmuseum Bonn neu denken zu können, wurde für das studio_bnx ein leerstehendes Ladenlokal angemietet. Zukünftig soll das studio_bnx einen Standort abwechselnd in allen Stadtbezirken haben. Weitere Mobilität und Flexibilität für Outreach-Formate bietet das Lastenrad rad_bnx des studio_bnx. Es lässt sich schnell zum Infostand umbauen und kann didaktische Materialien transportieren, um an diversen Orten in Bonn partizipative Sonderveranstaltungen durchzuführen, wie zum Beispiel am Bonner CSD „Beethovens Bunte“ 2022 und 2023 oder auf unterschiedlichen Weihnachts- und Nikolausmärkten in den Stadtbezirken geschehen. Die Straßenausstellung „Bonn macht mit!“ präsentiert die Ergebnisse der bisherigen Bürger*innenbeteiligung auf bonn-macht-mit.de und regt zum Austausch und zur Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Stadtmuseums an. Sie war unter anderem auf dem Digitaltag der Stadt Bonn in „THE 9TH“ zu sehen. In Zukunft soll sie an weiteren Orten ausgestellt werden. Mit digitalen Formaten und Inhalten möchte das Stadtmuseum Bonn Nicht-Seite 5 von 11 Seite 6 Besucher*innen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Interessierte erreichen. In Zukunft sollen die adressierten Fragen aus dem studio_bnx auch auf der Website eingebunden werden und mit den Inhalten der App citystories_bnx verknüpft werden. Angelehnt an die Seiten renommierter und innovativ arbeitender Stadtmuseen, wie zum Beispiel dem Historischen Museum Frankfurt, soll eine partizipative Plattform zu den Bonner Stadtgeschichten in der Vergangenheit und Gegenwart als Citizen Science Format mit interaktiver Karte entstehen. Die Plattform soll auch die Möglichkeit zum Austausch per Kommentarspalte, beispielsweise über Zukunftsvisionen zur Stadt, enthalten, damit Menschen, Gruppen und Communities einbezogen werden können. studio_bnx Für den Prozess der Neukonzeption ist die Bürger*innenbeteiligung ein entscheidender Baustein. Alle Menschen in diesen Prozess miteinzubeziehen, generiert eine vielfältige Art von Wissen. Eine neue Ausstellung zu konzipieren kann nur zusammen mit den Bonner*innen funktionieren – denn das Stadtmuseum zeigt ihre Geschichte, ihre Objekte und ihre Stadt. Durch den Dialog mit der Stadtgesellschaft wird so ein gemeinsames Bild von Bonn kreiert, das wie ein Mosaik aus ganz individuellen Bildern, Erinnerungen und Objekten besteht. Als feste Anlaufstelle in der Partizipation dient aktuell das studio_bnx, in dem Interessierte die Möglichkeit haben, sich aktiv an der Ideenentwicklung zur Neukonzeption zu beteiligen. Zugleich ist das studio_bnx aber nicht nur als fester Standpunkt gedacht, sondern auch als flexible Einrichtung, die direkt in den Stadtraum zu den Bonner*innen kommt: mit dem Lastenrad des studio_bnx können Geschichten und Erinnerungen an verschiedenen Punkten im Stadtraum direkt vor Ort gesammelt werden. Es fungiert somit als mobile Version des studio_bnx und verhilft zur Sichtbarkeit des Prozesses in dem sich das Stadtmuseum aktuell befindet. Darüber hinaus wird auch die aktuelle Dauerausstellung genutzt, um wichtige Impulse für den Prozess der Neukonzeption zu generieren. Weitere Formate, wie Workshops in einzelnen Stadtbezirken, laufen parallel und werden mit unterschiedlichen Zielgruppen durchgeführt. Die Ergebnisse aller partizipativen Elemente, die im Sinne von Citizen Science erhoben werden, werden systematisch ausgewertet und in die neue stadthistorische Ausstellung an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichen Formaten und Präsentationen mit einbezogen. Der Prozess der Partizipation ist aber auch mit der Eröffnung eines neuen Museums keinesfalls abgeschlossen. Er wird dauerhaft fortgeführt, denn nur so kann eine beständige gesellschaftliche Relevanz erreicht, eine Demokratisierung der Museumsaufgaben erzielt und ein immerwährender Dialog zwischen Bonner*innen und ihrer Stadt über das gemeinschaftliche Leben gewährleistet werden. Darum soll auch das studio_bnx weiterhin präsent bleiben. Eine dezentrale Strategie erhöht die Reichweichte und Sichtbarkeit. Das studio_bnx soll im gesamten Stadtraum – in allen vier Stadtbezirken – für gewisse Zeitspannen zugänglich sein. Die Bürgerbeteiligung ist ein entscheidender Beitrag für die Verankerung des Stadtmuseums in der Bonner Kulturlandschaft. RückblickSeite 6 von 11 Seite 7 Im Juli 2021 wurden mit zwei Workshops mit den Titeln „#makemuseum“ und „#museumreloaded“ mit verschiedenen Expert*innen aus Wissenschaft und musealer Praxis eine erste Diskussion sowie ein Austausch mit der Fachwelt begonnen. Es wurden Möglichkeiten und Herausforderungen, vor denen Museen bei einer Neuausrichtung stehen können, diskutiert und herausgearbeitet. Der Fokus lag auf einer partizipativen Ausrichtung des Gestaltungsprozesses und der Komplexität, alle Bürger*innen der Stadtgesellschaft zu involvieren und adressatengerechte Ansprachen zu erzielen. Die Veranstaltung wurde durch Fördergelder der Kulturförderung des Landschaftsverband Rheinland unterstützt. Vom 26. November 2022 bis zum 12. Februar 2023 war die Sonderausstellung „Spurensuche: Pitt Müller und das vergessene Bonn“ im Ernst-Moritz-Arndt Haus zu sehen. Hier lernten die Besucher*innen das Leben des Bonner Künstlers Pitt Müller kennen. Auch das Prinzip der Partizipation wurde als wichtige Säule im Prozess der Neukonzeption aufgegriffen und integriert. Die Menschen waren aufgerufen, Objekte und Erinnerungen zu Pitt Müller zu teilen und so das Bild des bisher weniger bekannten Bonner Urgesteins zu verdichten. Zudem waren alle Besucher*innen eingeladen, Erinnerungen und Autobiografien weiterer unbekannter oder in Vergessenheit geratener Bonner*innen vorzuschlagen. Mit den gewonnenen Ergebnissen kann die Ausstellung „Spurensuche“ weitergeführt werden und neue Erkenntnisse über die „Bonner Menschen“ und für die Neukonzeption gewonnen werden. Die Umsetzung der Ausstellung wurde durch Fördergelder des Landschaftsverband Rheinland unterstützt. Seit November 2021 werden im Haus der Bildung in Kooperation mit der VHS Bonn unter dem Namen „Dein Bonn?!“ die vier Bonner Stadtbezirke einzeln beleuchtet. Es wurden zunächst „Dein Bonn – Bad Godesberg Edition“ gezeigt, es folgten Hardtberg und Beuel. Die Edition zum Bonner Zentrum wird den Abschluss der Ausstellungsreihe markieren. In den Vitrinen werden Fragen an die Sammlung, die Besonderheiten und Eigenheiten der Stadtbezirke gestellt und ihre Geschichte präsentiert. Über partizipative Elemente werden auch hier die Menschen eingeladen, ihre Meinungen, Perspektiven und Ansichten zu teilen. Ziel der Ausstellung ist es vor allem Reichweite zu generieren und das Interesse der Menschen für die Neukonzeption des Stadtmuseums zu wecken und zum Mitmachen anzuregen. Im Rahmen des Storytellings wurde das Projekt „Stimmen der Stadt“ von Simone Neteler umgesetzt. Das Projekt basiert auf einem künstlerischen Prinzip, das mittels der Befragung Erinnerungen von Menschen zusammenträgt und diese im Verbund zu Literatur werden lässt. Unter dem Stichwort „erzählte Erinnerung“ wurden zunächst Menschen, die in Bonn leben, nach ihren Erinnerungsbildern und -geschichten um das Leben ihrer Stadt befragt. Die erhaltenen Antworten sind dann bei Einhaltung von Sprachduktus und Erzählweise notiert und literarisch zu einem Erinnerungsmosaik verdichtet worden. Das Ergebnis ist ein künstlerisches Werk, das in einer neuen stadthistorischen Ausstellung in geeigneter Form präsentiert werden soll. Zudem sollen die Ergebnisse zeitnah als digitale Publikation und in Form von Lesungen präsentiert und zugänglich gemacht werden. Das Projekt wurde durch Fördergelder der Kulturförderung des Landschaftsverband RheinlandSeite 7 von 11 Seite 8 unterstützt. Im Outreach war das Stadtmuseum bereits an vielen verschiedenen Orten mit dem Lastenrad studio_radx unterwegs, war im Gespräch mit den Menschen und hat Geschichten und Erinnerungen gesammelt. Im Rahmen der Ausstellung im Haus der Bildung „Dein Bonn?!“ gab es verschiedene Aktionen in den Stadtbezirken. Das Team des Stadtmuseums hat mit dem Lastenrad zudem in den Jahren 2022 und 2023 an „Beethovens Bunte“ teilgenommen sowie dem „Markt der Demokratie“. In der Adventszeit 2023 sind Erinnerungen, Geschichten und Besonderheiten der Weihnachtszeit in den einzelnen Stadtbezirken gesammelt worden. Gemeinsam mit dem Bonner fringe ensemble suchte das Stadtmuseum „Orts- Geschichten“ der Bonner*innen für das Projekt citystories_bnx. Geschichten, Ereignisse und Situationen sind an die Orte gebunden, an denen sie erlebt wurden. Bündelt man diese und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich, kann ein neues Narrativ entstehen. Dieser Zusammenhang liegt der Idee der citystories_bnx zugrunde. Die Erzählungen werden in einer interaktiven Stadtkarte von Bonn integriert, für die eine eigene App entwickelt wurde. So kann die Stadt auf eine neue Weise erkundet und erlebt werden. Das Projekt lässt gemeinsam mit den Menschen in Bonn die Stadt auch außerhalb der Museumsmauern entdecken. Im Rahmen der Neukonzeption wird die App stetig erweitert und soll zukünftig in eine neue Ausstellung integriert werden. Das Projekt wurde durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert. In Kooperation mit den Museumsstudien und der Kulturanthropologie der Universität Bonn wurden Seminare und Workshops veranstaltet, die Fragen zur Neukonzeption gestellt und gemeinsam mit den Studierenden diskutiert und neue Formate erarbeitet haben. Inhaltlich wurden die Möglichkeiten einer Begleitung der Neukonzeption durch Social Media, neue Ausstellungsformate, die kritische Betrachtung der aktuellen Ausstellung sowie die Frage nach dem „Wie erinnern?“ in einem Museum vorgestellt und diskutiert. Die gewonnenen Ergebnisse geben neue Impulse für die Neukonzeption und können in weiteren Seminaren und Kooperationen mit der Universität vertieft werden. Ausblick auf kommende Ausstellungen und Formate Für die kommenden Jahre sind im Hinblick auf die Verdichtung des Konzeptes für eine neue Ausstellung und eines beständigen Outreachs weitere Projekte geplant. Im April 2024 werden im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Fragen, Herausforderungen und Möglichkeiten der Nutzung von KI in Museen gestellt und diskutiert. In Kooperation mit dem Künstler Chris Wickenden werden durch KI generierte Bilder ausgestellt. Begleitend zur Ausstellung wird ein Rahmenprogramm die Möglichkeit für den konkreten Austausch und das Gewinnen neuer Erkenntnisse geben. Für die Neukonzeption kann die wichtige Frage nach der Relevanz für eine neue Ausstellung gestellt werden. Somit kann die aktuelle Diskussion über den Nutzen und Schaden von Künstlicher Intelligenz für Kunst, Kultur und Museen von Anfang an mitgedacht werden. Mit dem Ausstellungsprojekt „1886 – Alles auf Anfang: Eine Sammlung für Bonn“ richtet das Stadtmuseum Bonn den Blick auf seine eigene Geschichte.Seite 8 von 11 Seite 9 Thematisch greift die Ausstellung somit die partizipative Sammlungsstrategie des Museums heute und damals auf. Die Ausstellung soll sich dabei nicht nur auf die historische Betrachtung des bürgerlichen Engagements für die Sammlung von Zeugnissen der Bonner Vergangenheit und der Resultate dieses Engagements, die heutige Kernsammlung des Stadtmuseums mit ihren Schwerpunkten, Lücken und Verlusten beschränken. Vielmehr soll die Gelegenheit genutzt werden, Sammlungsmotivation und -strategie des Museums heute transparent zu machen sowie Selbstverständnis und Arbeit des Museums zu reflektieren – und hierüber in einen Dialog mit den Besucher*innen zu treten. Diese werden eingeladen, sich mit der Rolle ihres Stadtmuseums heute und in Zukunft und der im Gang befindlichen Neukonzeption einer stadthistorischen Ausstellung zu befassen – und sich selbst einzubringen. Die Ausstellung wird ab September 2024 in den Sonderausstellungsräumen in der Franziskanerstraße 9 zu sehen sein. Ein Ausbau von Outreach und digitaler Strategie, wie ein digitales Storytelling der Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung und einer Online Collection sind für die kommenden Jahre geplant. Auch weitere Formate und Aktionen mit dem Lastenrad sind in Planung, die das studio_bnx in den Stadtraum bringen und die Sichtbarkeit des Museums erweitern. Mit der Zusammenführung der Depotstandorte an einen neuen Standort wird auch das Sammlungskonzept neu gedacht. Neben einer Kategorisierung und Festlegung von Sammlungsschwerpunkten wird die Sammlungsdatenbank überarbeitet, erweitert und optimiert. Das neue Sammlungskonzept wird öffentlich zugänglich sein und als Leitfaden für das künftige Sammeln dienen. In den vergangenen Jahren wurde bereits eine intensive Kooperation mit der Universität Bonn gepflegt. Hier lag der Fokus in der Zusammenarbeit vor allem bei den Museumsstudien und der Kulturanthropologie. Erarbeitet wurden hauptsächlich Formate und Konzepte, die in die Neuausrichtung des Stadtmuseums einfließen. Für die anstehenden und schon laufenden inhaltlichen Themen, Konzepte und Planungen startet nun eine Kooperation mit dem Institut der Geschichtswissenschaft. Für das Jahr 2024 ist dafür bereits eine Zusammenarbeit in Form eines Seminars geplant. Ausblick auf Standortüberlegungen Aktuell befinden sich die Räumlichkeiten des Stadtmuseums in der Franziskanerstraße 9, jedoch können diese voraussichtlich ab 2026 nicht mehr genutzt werden, da sich die Stadt Bonn von dem Gebäudekomplex trennen möchte. Auch kann das Potenzial des Museums am aktuellen Standort aufgrund mangelhafter Sichtbarkeit und eingeschränkter Infrastruktur nicht voll ausgeschöpft werden. Die Stadt Bonn besitzt eine 2000 Jahre lange Stadtgeschichte, die durch die bedeutende Sammlung des Stadtmuseums eindrucksvoll vermittelt wird. Seit dem ersten Sammlungsaufruf im Jahr 1886 wurde die Sammlung stetig erweitert und umfasst mittlerweile über 10.000 Exponate. Für wichtige Epochen besitzt das Stadtmuseum einzigartige und zum Teil herausragende Objekte. Auch in Zukunft soll das Museum eine unverzichtbare Adresse für alle Fragen zu Kultur, Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt Bonn sein. Es soll ein Ort des Wissens, der Reflexion, der Neugierde, des Austauschs und des Mitmachens für Bonner*innen und alle Interessierten entstehen. Um das zu erreichen, braucht es einen Standort, der eine zentrale und zugängliche Lage garantiert. Zeitgleich benötigt er das räumliche Potential, dieSeite 9 von 11 Seite 10 Sammlung angemessen zu präsentieren und so das Museum zu einem Erlebnis werden zu lassen. Für den optionalen Standort Rathausgasse 7 wurde am 11. Dezember 2022 eine Machbarkeitsstudie durch den Hauptausschuss beauftragt. Die Ergebnisse wurden dem Kulturausschuss am 24. Oktober 2023 vorgestellt. Der untersuchte Gebäudeteil auf der Rückseite des Alten Rathauses hat eine zentrale Lage und ist ein Museumsbau aus den 1950er-Jahren. Er wurde ursprünglich für das Kunstmuseum Bonn erbaut, das 1991 in einen Neubau umgezogen ist. Die Ausstellungsräume verteilen sich auf drei Etagen und einem Kellergeschoss. Es ist der einzige noch erhaltene Museumsbau aus der unmittelbaren Nachkriegszeit und ist daher von historischer Relevanz. Zurzeit werden die Räumlichkeiten durch das Sport- und Kulturdezernat, das Amt für Integration und Vielfalt sowie das Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit als Bürofläche genutzt. Für die aktuelle Nutzung wurden Leichtwände eingezogen und Decken abgehangen. Diese nachträglichen Umbauten können zurück gebaut werden und somit kann der ursprüngliche Museumsort wieder nutzbar gemacht werden. Beauftragt für die Machbarkeitsstudie wurde das Architekturbüro BeL Sozietät für Architektur. In der Studie wurde ein Aufmaß und Planerstellung, eine baukonstruktive Betrachtung der Bausubstanz, ein Raumprogramm mit den notwendigen Bedarfen und eine Raumanalyse und ein Konzept für die Nutzung der Räumlichkeiten erarbeitet. Für die Machbarkeitsstudie stellte das Städtische Gebäudemanagement die Summe von 25.000,00 EUR aus seinem Etat zur Verfügung. Festgestellt werden konnte durch die durchgeführte Machbarkeitsstudie die grundsätzliche Eignung des Standortes Rathausgasse 7 für die museale Nutzung des Stadtmuseums. Außerdem konnte eine Kostenprognose für den Umbau, Neubau an die Fassade und den notwendigen Rückbau im Gebäude erstellt werden. Diese beläuft sich auf einen Gesamtwert von 2.455.433,00 EUR. Betrachtet wurde der Umbau nach BKI 2021 - 2.Quartal - Gebäude Altbau, Umbauten, Museen, mittlerer Standard. Die Betrachtung der zusätzlichen Neubaukosten fand nach BKI 2019 - 1. Quartal - Gebäude Neubau, Neubauten, Museen, mittlerer Standard statt. Die Schätzung der Einrichtungskosten liegt bei rund 1.000.000,00 EUR. Hierbei ist die Museumsarchitektur sowie die szenografische Umsetzung des Konzeptes beziffert. Eine detaillierte Studie zum Tragwerk des Bestandhauses und zu den bauphysikalischen Eigenschaften des Bestandhauses ist durch die Machbarkeitsstudie und das zur Verfügung gestellte Budget bisher nicht abgedeckt. Auch eine erforderliche Teilungsvermessung durch ein Vermessungsbüro wurde bisher nicht durchgeführt. Somit liegt eine verifizierbare Kostenangabe noch nicht vor. Hierfür sind zunächst Architekten und Fachplaner zu beauftragen. Dazu sind weitere Planungsmittel zusätzlich bereitzustellen. Eine Deckung dafür ist nicht vorhanden. Die Kosten werden derzeit übermittelt und könnten in einer nachfolgenden Beschlussvorlage aufgerufen werden. Noch nicht beziffert sind die Mittel für notwendige weitere personelle Ressourcen, die im Kontext eines Betriebskonzepts benannt werden müssen. Weitere Kosten können erst nach der vertieften Machbarkeitsstudie resp. Leistungsphase konkretisiert und benannt werden.Seite 10 von 11 Seite 11 Anlage/n KeineSeite 11 von 11
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de