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232273 · Mitteilungsvorlage

Quartiersentwicklung: Bericht zur Arbeitsgemeinschaft der dezentralen Einrichtungen der Bildung, Begegnung und Beratung des Amtes für Soziales und Wohnen: Allgemeine Informationen und Jahreserhebung des Berichtsjahrs 2022

Nummer
232273
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
17.12.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 30.01.2024 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 07.03.2024 Kenntnisnahme
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 24.01.2024 Kenntnisnahme
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg 16.01.2024 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 17.01.2024 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
232273
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Quartiersentwicklung: Bericht zur
Arbeitsgemeinschaft der dezentralen Einrichtungen
der Bildung, Begegnung und Beratung
des Amtes für Soziales und Wohnen:
Allgemeine Informationen und Jahreserhebung des
Berichtsjahrs 2022
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Hardtberg 16.01.2024 Kenntnisnahme
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
17.01.2024 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bad Godesberg 17.01.2024 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Beuel 24.01.2024 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bonn 30.01.2024 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Arbeitsgemeinschaft Begegnung, Bildung und Beratung (kurz AG BBB)
wurde 2015 als Austauschplattform für Begegnungseinrichtungen mit Fokus auf
das Thema Senior*innen ins Leben gerufen.
Seitdem weitete sich das Thema sowie der Kreis der beteiligten Einrichtungen
auf alle dezentralen Einrichtungen der Begegnung, Bildung und Beratung des
Amtes für Soziales und Wohnen aus. Unter dem Stichwort kleinräumige und
gesamtstädtische Quartiersentwicklung erschien es sinnvoll die gesamte Ein-
richtungslandschaft zusammenzudenken und zu vernetzen.
Zu Beginn waren dort die städtischen Seniorenbegegnungsstätten und die (Se-
nioren-) Begegnungsstätten in freier Trägerschaft vertreten. Im Laufe der letz-
ten acht Jahre stießen die Quartiersmanagements und die Stadtteil- und Nach-
barschaftszentren hinzu. Als Gäste begleiten nun auch durch freiwilliges Enga-
gement geführte, temporär geförderte Einrichtungen das Gremium. Darüber
hinaus sind wechselnde interessierte Akteure der Zivilgesellschaft oder andere
relevante Fachbereiche der Stadt Bonn vertreten, um sich und ihre Schnittstel-
len zur Arbeit der Einrichtungen vorzustellen und sich mit dem Gremium zu
vernetzen.
Die AG BBB hat sich seither aus Sicht des Amtes für Soziales und Wohnen als
Austauschplattform sowie als Sprachrohr der Stadtverwaltung gegenüber den
Einrichtungen etabliert.Seite 1 von 38
Seite 2
Seit 2018 wird die Arbeit der dort versammelten Einrichtungen auch im Rah-
men einer Jahreserhebung evaluiert und die Auswertung in Form eines Berich-
tes und einer Präsentation an die Einrichtungen kommuniziert. Verwaltungsin-
tern dient die Auswertung als Monitoring der Begegnungslandschaft in Bonn,
unterstützt aber auch die entsprechenden Sachbearbeitenden der Stadt Bonn
bei der Qualitätssicherung und -entwicklung der Arbeit einzelner Einrichtungen.
Neben den Ergebnissen der Erhebung fließen aber wiederum auch Erkenntnis-
se aus den Bereichen 50-33 „Sozialplanung und Quartiersentwicklung“ und 50-
31 „Fachstelle für Alter und Pflege“ der Bundesstadt Bonn in die Auswertung
und schlussendlich das Monitoring ein.
Nach fünf Jahren Vernetzungsarbeit in der AG BBB und im Hinblick auf mehre-
re personelle Wechsel (Stichwort: Wissenstransfer) erschien es 2023 sinnvoll,
umfangreicher über die Rahmenbedingungen der Arbeit der Quartierseinrich-
tungen zu berichten. So ist im diesjährigen Bericht zum Beispiel auch erstmals
eine Übersichtskarte inbegriffen, auf der alle im Berichtsjahr 2022 vom Amt für
Soziales und Wohnen geförderten Quartierseinrichtungen dargestellt sind.
Anlage/n
1 Bericht AG BBB - allgemein+ BJ 2022 PDF A3 (öffentlich)Seite 2 von 38
Bericht zur
Arbeitsgemeinschaft der dezentralen
Einrichtungen der Bildung, Begegnung
und Beratung
des Amtes für Soziales und Wohnen
-
Berichtsjahr 2022
Teil 1) Allgemeine Rahmenbedingungen der Quartiersarbeit (S. 4-9)
Teil 2) Quartiersarbeit im Berichtsjahr 2022 (S. 10)
Teil 3) Bericht zur Jahreserhebung (Berichtsjahr 2022) (S. 11-24)
Teil 4) Fazit und Empfehlungen (S. 25-27)Seite 3 von 38
Inhalt
1. TEIL 1: Dezentrale Orte der Begegnung, Beratung und Bildung in Bonn –Allgemeine
Rahmenbedingungen der Quartiersarbeit ................................................................................. 4
Gegenstand der Untersuchung: Quartierseinrichtungen.................................................... 4
1.1.1 Anzahl, Einrichtungsart, Trägerschaft und fachliche Anbindung .................................... 5
1.1.2 Räumliches Einzugsgebiet ............................................................................................... 6
1.1.3 Zielgruppen und Schwerpunkte ...................................................................................... 6
1.1.4 Räumlichkeiten ................................................................................................................ 6
1.1.5 Personalausstattung/ Professionalisierungsgrad ............................................................ 6
1.1.6 Lage und verkehrliche Anbindung ................................................................................... 7
1.1.7 Verteilung der Begegnungseinrichtungen über das Stadtgebiet (Stand August 2023) .. 7
Verwaltungsseitige Begleitung von Quartierseinrichtungen .............................................. 9
1.2.1. Vernetzung der Einrichtungen über das Amt für Soziales und Wohnen („AG BBB“) ...... 9
1.2.2. Einführung der Richtlinie zur Förderung von Begegnungsangeboten durch
bürgerschaftliches Engagement im Quartier .................................................................................. 9
1.2.3. Gesamtstädtische Quartiersentwicklungsstrategie ........................................................ 9
2. TEIL 2: Quartiersarbeit im Berichtsjahr 2022..................................................................... 10
Die Krisen der letzten Jahre............................................................................................... 10
Generationenwechsel in den Einrichtungen ..................................................................... 10
Bedeutungszuwachs Thema Klima und Nachhaltigkeit..................................................... 10
3. TEIL 3: Bericht zur Jahreserhebung (Berichtsjahr 2022) ..................................................... 11
Wer nutzt die Begegnungseinrichtungen? ........................................................................ 13
3.1.1. Stammgäste ................................................................................................................... 13
3.1.1.1. Anzahl ........................................................................................................................ 13
3.1.1.2. Altersstruktur ............................................................................................................ 14
3.1.1.3. Geschlechterverteilung ............................................................................................. 14
3.1.1.4. Herkunft..................................................................................................................... 15
3.1.2. Besucherzahlen ............................................................................................................. 17
3.1.2.1. Gäste pro Tag............................................................................................................. 17
3.1.2.2. Besucher*innen von einmaligen Veranstaltungen ................................................... 18
3.1.3. Freiwillige Engagement ................................................................................................. 18
Was passiert in den Einrichtungen? – Umfang und Inhalt der Angebote ......................... 19
3.2.1. Öffnungszeiten .............................................................................................................. 19
3.2.2. Angebotsumfang ........................................................................................................... 20
3.2.2.1. Regelmäßige Angebote ............................................................................................. 20
3.2.2.2. Einzelveranstaltungen, besondere/ einmalige Events und
Wochenendveranstaltungen ......................................................................................................... 21Seite 4 von 38
3.2.3. Angebotsinhalte ............................................................................................................ 22
Sonstige Aktivitäten der Einrichtungen ............................................................................. 23
3.3.1. Vernetzung, Koordination, Beteiligung ......................................................................... 23
3.3.2. Arbeitskreise .................................................................................................................. 23
3.3.3. Mitbestimmung ............................................................................................................. 24
4. TEIL 4: Fazit und Empfehlungen ....................................................................................... 25
Für die Stadtverwaltung .................................................................................................... 25
4.1.1. Professionalisierung der Quartiersarbeit ...................................................................... 25
4.1.2. Optimierung der Datenerhebung und -aufbereitung ................................................... 25
4.1.3. Uneingeschränkte Fortfinanzierung der Quartierseinrichtungen während Corona ..... 25
Für die Quartierseinrichtungen ......................................................................................... 26
4.2.1. Bedeutungszuwachs von niederschwelligen Unterstützungs- und
Begegnungsangeboten .................................................................................................................. 26
4.2.2. Generationenwechsel sinnvoll gestalten ...................................................................... 26
4.2.3. Synergien im Quartier herstellen .................................................................................. 26
4.2.4. Quartierseinrichtungen als zentrale Schnittstelle ......................................................... 27
5. Anhang ........................................................................................................................... 28Seite 5 von 38
4
1. TEIL 1: Dezentrale Orte der Begegnung, Beratung und Bildung in Bonn –
Allgemeine Rahmenbedingungen der Quartiersarbeit
Gegenstand der Untersuchung: Quartierseinrichtungen
Unter dem Begriff „dezentrale Orte der Begegnung, Beratung und Bildung“ werden
Einrichtungen im Stadtgebiet der Stadt Bonn verstanden, die, finanziert aus kommunalen
Mitteln und in der Zuständigkeit des Amtes für Soziales und Wohnen1, Angebote der Bildung,
Begegnung und Beratung für die Bonner Bürgerschaft anbieten2.
Sie sind über das Stadtgebiet Bonn verteilt und arbeiten überwiegend dezentral - richten ihre
Angebote also hauptsächlich an die Bewohner*innen im näheren Umfeld der Einrichtung.
Im Unterschied zu vereinsmäßig oder rein gewerblich organisierten Einrichtungen mit
ähnlichen inhaltlichen Angeboten (z.B. Sport-, Sprach- und auch Bildungsangeboten) fühlen
sich die vom Amt für Soziales und Wohnen geförderten Einrichtungen insbesondere der
Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe auch derjenigen Menschen verpflichtet, die nur über
eingeschränkte finanzielle, gesundheitliche oder soziale Ressourcen verfügen.
Diese Orte der Begegnung, Beratung und Bildung unterscheiden sich in vielen Aspekten
voneinander.
Einerseits unterscheiden sie sich in ihren konzeptionellen Rahmenbedingungen innerhalb der
sie agieren. Diese werden in den folgenden Abschnitten des Teil 1 beleuchtet.
Andererseits unterscheiden sie sich zum Beispiel hinsichtlich ihrer Angebote, dem
Nutzungsverhalten ihrer Besucher*innen und ihrer Auslastung. Diese Unterschiede werden im
Teil 3 für das Berichtsjahr 2022 untersucht. Teil 2 beschreibt in Kürze unter welchen
Rahmenbedingungen die Einrichtungen im Jahr 2022 gearbeitet haben. Am Ende rundet Teil 4
den Bericht mit abschließenden Erkenntnissen und Empfehlungen für die zukünftige Arbeit der
Quartierseinrichtungen ab.
1 In Abgrenzung zu Begegnungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtungen anderer Ämter
2 Die hier definierten Einrichtungen werden im vorliegenden Bericht synonym mit den Begriffen
„Quartierseinrichtung(en)“, „Begegnungseinrichtung(en)“ bezeichnet.Seite 6 von 38
5
1.1.1 Anzahl, Einrichtungsart, Trägerschaft und fachliche Anbindung
Das Amt für Soziales und Wohnen fördert im Berichtsjahr 2022 27 Quartierseinrichtungen,
welche von den Sachgebieten 50-31 (Fachstelle Alter und Pflege) und 50-33
(Quartiersentwicklung und Sozialplanung) fachlich begleitet werden. Einzelne Einrichtungen
sind davon aus verschiedenen Gründen zeitweise nicht aktiv (s. Tabelle am Ende d. Seite).
Einrichtungsart Trägerschaft
Fachliche
Anbindung/
HH-Stelle:
Anzahl
Seniorenbegegnungsstätten Kommunale
Einrichtungen 50-31 4
Seniorenbegegnungsstätten Freie Trägerschaft:
Wohlfahrtspflege 50-31 11
Stadtteilzentren Freie Trägerschaft:
Wohlfahrtspflege 50-33 6
Quartiersmanagements Freie Trägerschaft 50-33 5
Stadtteil-Treffs/ bürgerschaftlich
organisierte Begegnungsorte Ehrenamtlich 50-33 1
Gesamtzahl der vom Amt für Soziales und Wohnen geförderten
Quartierseinrichtungen: 27
4; 15%
11; 41%6; 22%
5; 18%
1; 4%
Begegnungseinrichtungen nach Einrichtungsarten
Senioren-Begegnungsstätten
(kommunal)
Senioren-Begegnungsstätten (freie
Trägerschaft)
Stadtteilzentren
Quartiersmanagements
Stadtteiltreffs/bürgerschaftlich
organiserte Begegnungsorte
4 3 3
11 10 9
3
6 65 5 5
0 0 1
Anzahl Anzahl Anzahl
2019 2021 2022
überw. aktive + in Evaluation eingebundene
Einrichtungen im Jahr ...
BS städt. BS freier Träger NZ QM bürgersch. organisiertSeite 7 von 38
6
1.1.2 Räumliches Einzugsgebiet
Das räumliche Einzugsgebiet der Einrichtungen kann sich dabei stark unterscheiden. So finden
sich….
 kleine Einrichtungen, die ausschließlich Gäste aus einem bestimmten Teil eines
Stadtteils haben (einige Seniorenbegegnungsstätten und NZs);
 Einrichtungen, deren Einzugsgebiet einen ganzen Stadtteil abdecken
(Quartiersmanagements, Stadtteiltreffs, aber auch einige Seniorenbegegnungsstätten)
und
 Einrichtungen, die ganze Stadtbezirke abdecken oder regelmäßig auch Gäste aus weit
entfernten Stadtteilen (z.T. von außerhalb Bonns) haben.
1.1.3 Zielgruppen und Schwerpunkte
 Laut Fördervereinbarung sind die sog. „Quartiersmanagements“ (QMs) für alle
Bewohner*innen eines als „Quartier“ definierten räumlichen Gebietes zuständig. Diese
Quartiere umfassen ein bis zwei Stadtteile („Statistische Bezirke“):
QMs initiieren Angebote für alle Alters- und Zielgruppen; sie sollen auch Menschen mit
geringen wirtschaftlichen und anderen Ressourcen erreichen. Die Angebote finden
auch außerhalb ihrer eigenen Räumlichkeiten in anderen Einrichtungen im Stadtteil
statt.
Die QMs verstehen sich als Koordinatoren für unterschiedliche Belange ihres
Einzugsgebietes.
 Wie die Quartiersmanagements adressieren auch andere „Stadtteileinrichtungen“
zunächst Bürger*innen in ihrer Umgebung, also in einem bestimmten räumlichen
Einzugsgebiet. Unter ihnen gibt es auch Einrichtungen mit Fokus auf näher bestimmte
Zielgruppen, z.B. Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen in besonders
schwierigen Lebenslagen. In der Regel arbeiten diese Stadtteileinrichtungen auch
generationenübergreifend. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Durchführung von Bildungs-,
Beratungs- und Begegnungsangeboten, vorwiegend in eigenen Räumlichkeiten.
 Im Unterschied zu den beiden oben genannten Einrichtungstypen richten sich
„Seniorenbegegnungsstätten“ überwiegend an ältere Menschen ihres Einzugsgebietes,
wiewohl auch hier Einrichtungen zu finden sind, die sich im Laufe der Jahre weiteren
Zielgruppen geöffnet haben. Hier unterhält die Stadt auch eigene Einrichtungen.
1.1.4 Räumlichkeiten
Die Größe der Einrichtungen ist sehr unterschiedlich: Es finden sich Einrichtungen mit nur
einem Raum und Einrichtungen mit bis zu zehn oder mehr Räumen. 14,8 % der Räumlichkeiten
aller Einrichtungen sind nicht barrierefrei, wobei es sich meist um einzelne Räume in
Einrichtungen handelt. Zwei Einrichtungen gaben an überhaupt nicht barrierefrei zu sein.
1.1.5 Personalausstattung/ Professionalisierungsgrad
Die personelle Besetzung der Einrichtungen variiert von ausschließlich ehrenamtlichen
Mitarbeitenden bis hin zu einem umfangreichen Team Hauptamtlicher verschiedensterSeite 8 von 38
7
Professionen (z.B. Sozialpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialwissenschaftler*innen,
Geograph*innen).
Unabhängig von der Art der Anstellung gibt es Einrichtungen mit einem Personaleinsatz
Hauptamtlicher von wöchentlich fünf Stunden (0,12 Vollzeitäquivalenten) bis zu Einrichtungen
mit einem Einsatz von 274,5 Personalstunden (7,03 Vollzeitäquivalenten). Durchschnittlich
besitzen die Bonner Quartierseinrichtungen Mitarbeitende im Umfang von 1,8
Vollzeitäquivalenten. (Daten s. Tabelle 1 im Anhang)
1.1.6 Lage und verkehrliche Anbindung
Allgemein ist festzustellen, dass Quartierseinrichtungen von einer guten verkehrlichen
Anbindung profitieren (Bahnhof, Bushaltestelle fußläufig erreichbar).
1.1.7 Verteilung der Begegnungseinrichtungen über das Stadtgebiet (Stand
August 2023)
Um Begegnungsorte sichtbar zu machen und ihre Verteilung über das Bonner Stadtgebiet
darzustellen, wurde 2023 eine Übersichtskarte angefertigt.
Sie stellt neben den langfristig von Amt für Soziales und Wohnen geförderten Einrichtungen
auch jene dar, die eine max. zweijährige Förderung über die neue Richtlinie „zur Förderung
von Begegnungsangeboten durch bürgerschaftliches Engagement im Quartier“ erhalten. Die
temporär geförderten, durch Freiwillige betriebenen Begegnungsorte bzw. –angebote sind
2023 entstanden und werden aktuell nicht in der Jahreserhebung berücksichtigt.
Die Karte wird in Zukunft regelmäßig aktualisiert und auf den Unterseiten des Sachgebiets
„Sozialplanung und Quartiersentwicklung“ auf www.bonn.de zu finden sein.Seite 9 von 38
8Seite 10 von 38
9
Verwaltungsseitige Begleitung von Quartierseinrichtungen
1.2.1. Vernetzung der Einrichtungen über das Amt für Soziales und
Wohnen („AG BBB“)
2015 wurde die „Arbeitsgemeinschaft der dezentralen Einrichtungen der Begegnung, Beratung
und Bildung“ gegründet.
Ziel war, damit zu einer Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen beizutragen und die
fachliche Begleitung durch das Amt für Soziales und Wohnen zu verstärken.
Seitdem wächst das Gremium stetig um weitere Einrichtungen, die an den verschiedenen
Stellen des Amtes mit ähnlichen Zielen und Methoden gefördert werden.
Relevante Informationen - zum Beispiel zu Förderprogrammen, Aktionstagen oder
Fortbildungen - werden über einen E-Mail-Verteiler vom Amt für Soziales und Wohnen an die
Einrichtungen geteilt.
Circa zweimal jährlich findet eine Sitzung des Gremiums unter Federführung des Sachgebietes
„Sozialplanung und Quartiersentwicklung“ statt. Hier werden potenzielle Kooperationspartner
und gegebenenfalls interessante Förderprogramme vorgestellt sowie andere relevante
Informationen geteilt. Die teilnehmenden Einrichtungs- und Trägervertreter*innen haben hier
die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen auszutauschen und
auch, gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Das Sachgebiet 50-33 evaluiert in einer Jahreserhebung regelmäßig die Weiterentwicklung
der Einrichtungen; seit dem vergangenen Jahr erfolgt die jährliche Erhebung der Daten digital.
1.2.2. Einführung der Richtlinie zur Förderung von Begegnungsangeboten
durch bürgerschaftliches Engagement im Quartier
Im vergangenen Jahr wurde die „Richtlinie zur Förderung von Begegnungsangeboten durch
bürgerschaftliches Engagement im Quartier“ eingerichtet. Ein Fokus liegt dabei auf der
Schließung von Lücken in der Begegnungslandschaft Bonns, sowohl in Bezug auf noch wenig
vorhandene Inhalte als auch auf Standorte im Stadtgebiet. Auch bestehende Einrichtungen
können die Förderung für den Ausbau Ihrer Einrichtung nutzen. Trotz der nur temporären
finanziellen Förderung ist gewünscht, dass die daraus entstehenden Angebote weitere
Finanzierungsmöglichkeiten (wie z.B. Mitgliedsbeiträge, Teilnehmerentgelte, etc.) finden und
sich verstetigen.
1.2.3. Gesamtstädtische Quartiersentwicklungsstrategie
Auf Grundlage von Erkenntnissen aus dem „Zusammen im Quartier“-Förderprojekt3 wurde in
2022 eine systematische Quartiersentwicklungsstrategie erstellt. Sie beschreibt wie bei
Anfragen im Kontext von Quartiersentwicklung ein systematischer Prüfprozess abläuft, welche
Instrumente dafür genutzt werden und welche Leitziele dabei Anwendung finden. 4
3 Abschlussberichte zum „Zusammen im Quartier“-Förderprojekt einsehbar im Bonner Ratsinformationsystem
(ALLRIS) unter DS 211234
4 Beschluss der system. Quartiersentw.strategie einsehbar im Bonner Ratsinformationsystem (ALLRIS) unter DS
221069Seite 11 von 38
10
2. TEIL 2: Quartiersarbeit im Berichtsjahr 2022
Die Krisen der letzten Jahre
Die Krisen der letzten Jahre sind in den Einrichtungen und ihrem Umfeld sichtbar geworden:
So waren viele Einrichtungen auch in 2022 noch von den bundes- und landesweiten oder
Trägerinternen Hygiene-Vorschriften der Corona-Pandemie eingeschränkt oder hatten Mühe
die von vor Corona bekannten Nutzer*innen wieder zu gewinnen.
Insbesondere in den Einrichtungen im Süden des Stadtgebietes waren die Konsequenzen der
Flut im Ahrtal bemerkbar. Besucher*innen aus dem Umland kamen z.B. in die Einrichtungen
oder Hilfsaktionen wurden organisiert.
Nicht zuletzt war auch der Krieg in der Ukraine in den Einrichtungen ein präsentes Thema. So
wurden Freiwillige über Quartierseinrichtungen vernetzt, Essensausgaben ins Leben gerufen
und Beratungsangebote auf die Bedürfnisse der neuen Nutzer*innen ausgeweitet.
Generationenwechsel in den Einrichtungen
Der demographische Wandel macht auch vor den Begegnungseinrichtungen nicht Halt. So
beklagten einige Einrichtungen in 2022 den (baldigen) Weggang langjähriger Freiwilliger oder
hauptamtlicher Mitarbeitender in den Ruhestand und die Schwierigkeit reibungslos
Nachfolger*innen für die offenen Posten zu finden. Häufig sind Wissensbestände, Kontakte
und Strukturen an engagierte Akteur*innen gebunden und wenig dokumentiert, was das
Finden von passendem Nachwuchs erschwert.
Das durchschnittliche freiwillige Engagement pro Einrichtung ist im Jahresvergleich allerdings
gestiegen. Die Einrichtungen scheinen daher sehr unterschiedliche Erfahrungen im Finden
und Binden von Freiwilligen zu machen, was später im Text genauer beleuchtet wird (s. dazu
Abschnitt 3.1.3 und Fazit).
Bedeutungszuwachs Thema Klima und Nachhaltigkeit
Auf Grund der globalen Entwicklungen, den Anforderungen städtischer Planungen (s. bspw.
Klimaplan der Stadt Bonn DS 222006 8.6.1.1. Klimaquartiere), der Themensetzung der
Mitarbeitenden und den Interessen der Nutzer*innen wurde auch das Thema „Klima und
Nachhaltigkeit“ von den Begegnungseinrichtungen immer stärker aufgegriffen.
Regelmäßige Angebote mit dem Fokus auf „Natur und Umwelt“ nahmen zwar im Laufe der
letzten drei Erhebungsjahre ab (2019: 15, 2021: 14, 2022: 4 Angebote), allerdings sind andere
Aktivitäten zu diesen Themen bekannt, wie z.B. die Durchführung von AK’s zum Thema, die
Teilnahme an Müllsammelaktionen (z.B. Picobello, Rhine-Clean-Up), die Umsetzung von
Aktivitäten im Rahmen des Mobilitätsprojektes „Bönnsche Viertel“ der Stadt Bonn,
Tauschbörsen oder Leih- oder Reparier-Angebote, so genannte „Leih-läden“ oder „Repair-
Cafés“.Seite 12 von 38
11
3. TEIL 3: Bericht zur Jahreserhebung (Berichtsjahr 2022)
Die vorliegende Auswertung bezieht sich auf das Berichtsjahr 2022. Die
Begegnungseinrichtungen wurden Ende November 2022 eingeladen die Erhebung – erstmals
via einer Befragungsplattform - für das Berichtsjahr 2022 bis Ende Januar 2023 einzureichen.
Bis zum Fristende haben knapp 80 Prozent der Einrichtungen vollständig geantwortet.
Viele Einrichtungen haben die Erhebung selbstständig eingereicht, bei einigen war
Unterstützung durch das Sachgebiet „Sozialplanung und Quartiersentwicklung“ notwendig.
Letztendlich haben alle in 2022 überwiegend aktiven Einrichtungen einen digitalen Bogen
eingereicht.
Die Auswertung gleicht den Stand des Berichtsjahres 2022 – wo immer dies möglich ist - mit
dem des Berichtsjahres 2019 („vor Corona“) sowie dem von 2021 („während der Pandemie“)
ab. Damit ist es möglich nachzuverfolgen, wie sich die Einrichtungen unter den Bedingungen
der letzten Jahre verändert haben.
Bei Vergleichen zwischen den Jahren 2022 und 2021 sowie 2022 und 2019 werden diejenigen
Einrichtungen betrachtet, welche in beiden Berichtsjahren an der Erhebung teilgenommen
haben.5
Die Datentabellen, auf denen die Aussagen im Bericht basieren, sind in Abschnitt 5 am Ende
des Berichtes dokumentiert.
Anzahl der 2022 aktiven Einrichtungen
Drei Einrichtungen, die bei früheren Erhebungen berücksichtigt wurden, waren 2022 aus
unterschiedlichen Gründen nicht (bzw. in geringerem Maße) in Betrieb.
Eine Einrichtung hat ihren Betrieb erst im Laufe des Jahres 2022 aufgenommen.
Somit liegen für das Berichtsjahr 2022 von 23 der 27 bestehenden Bonner
Quartierseinrichtungen Daten vor.
(Anm.: Sofern für einzelne Einrichtungen einige Daten nicht vorliegen, wird dieses in der
nachfolgenden Auswertung entsprechend vermerkt.)
5 Im Vergleich zwischen folgenden Berichtsjahren können folgende Einrichtungen nicht berücksichtigt werden, da
sie in einem der beiden Berichtsjahre nicht überwiegend aktiv waren bzw. keine Kapazitäten f. Erhebung hatten/
die Teilnahme noch nicht verpflichtend war:
- 2022 – 2021: SBS AWO Duisdorf (insg. 23 berücksichtigte Einrichtungen) (S. Tabelle nä. Seite).
- 2022 – 2019: Stadtteilbüro Medinghoven, Stadtteilbüro Tannenbusch, Stadtteilcafé Nippenkreuz, Städt.
BS St. Aegidius und St. Jakob, SBS Caritas Thomas Morus, SBS AWO Duisdorf (insg. 20 berücksichtigte
Einrichtungen).Seite 13 von 38
12
Liste der Einrichtungen (SBS = Seniorenbegegnungsstätte)
Lfd.
Nr. Name der Einrichtung Berichtsjahr 2022 Art der Einrichtung
1 Städtische SBS Mehlem aktiv
SBS in städtischer
Trägerschaft:
3 von 4 überw. aktiv
2 Städtische SBS Endenich aktiv
3 Städtische SBS Breite Straße Eingeschränkt aktiv 
nicht in Erhebung
4 SBS im Blumenhof aktiv
5 AWO Ortsverein Beuel e.V., SBS
Neustrasse aktiv
SBS in freier
Trägerschaft:
9 von 11 überw. aktiv
6 AWO Bonn-Stadt e.V., SBS Lotte-Lemke-
Haus aktiv
7 AWO Ortsverein Bad Godesberg e.V.,
Nachbarschaftszentrum Friesdorf, aktiv
8 SBS AWO Duisdorf Geringf. aktiv  nicht
in Erhebung
9 DRK SBS Bonn Oberkassel aktiv
10 DRK SBS Auerberg aktiv
11 DRK SBS Duisdorf aktiv
12 Margarete-Grundmann-Haus - Zentrum
für Begegnung, Bildung und Beratung aktiv
13 Tentenhaus der Begegnung (VEBOWAG) aktiv
14 Offene Tür Duerenstrasse e. V. aktiv
15 SBS Thomas Morus Geringf. aktiv  nicht
in Erhebung
16 Stadtteilverein Dransdorf e.V. aktiv
Stadtteilläden/ -
zentren
in freier Trägerschaft:
6 von 6 überw. aktiv
17 Haus Vielinbusch aktiv
18 Nachbarschaftszentrum Brüser Berg -
Diakonisches Werk Bonn und Region aktiv
19 Stadtteilbüro Medinghoven -
Diakonisches Werk Bonn und Region aktiv
20 Stadtteilbüro Tannenbusch -
Diakonisches Werk Bonn und Region aktiv
21 Stadtteilcafé am Nippenkreuz (VfG) aktiv
22 Quartiersmanagement Macke-Viertel aktiv
Quartiersmanagements
5 von 5 überw. aktiv
23 Quartiersmanagement Auerberg aktiv
24 Quartiersmanagement Lannesdorf/
Mehlem aktiv
25 Quartiersmanagement Neu-
Tannenbusch aktiv
26 Quartiersmanagement Pennenfeld aktiv
27 Castelltreff
erst im Laufe 2022
eröffnet  nicht in
Erhebung
1 Ehrenamtliche
Begegnungsstätte
INSGESAMT
in 2022: 23
überwiegend aktive
Einrichtungen
23 von 27
EinrichtungenSeite 14 von 38
13
Wer nutzt die Begegnungseinrichtungen?
Menschen, die so regelmäßig eine Einrichtung besuchen, dass sie den Mitarbeitenden gut
bekannt sind, werden als Stammgäste (s. Abschnitt 3.2.1.) bezeichnet.
Darüber hinaus gibt es Gäste in den Einrichtungen, die diese deutlich seltener – z.B. für einzelne
Kurse oder Events, wie zum Beispiel ein Sommerfest, einen Flohmarkt oder eine Karnevalsfeier
- besuchen. Ein Überblick über diese Nutzergruppen folgt in Abschnitt 3.2.2.
3.1.1. Stammgäste
3.1.1.1. Anzahl
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2022 über die hier betrachteten Einrichtungen 2.532
Stammgäste regelmäßig erreicht.
Im Vergleich zu 2021 stieg die Zahl der Stammgäste in 2022 (+550 Stammgäste). Im Vergleich
zu 2019 sank die Zahl der Stammgäste aller berücksichtigten Einrichtungen in 2022 geringfügig
(-27 Stammgäste).
Differenziert man nach Einrichtungstypen, ist fast durchgängig zu erkennen, dass die
Stammgastzahlen nach 2021 wieder ansteigen. Allein bei den Seniorenbegegnungsstätten
liegen die Stammgastzahlen schon über dem Niveau von 2019 (2019: 1.157; 2022: 1.318); bei
den Nachbarschaftszentren (79,2%) und Quartiersmanagements (74,2%) wurden erst rund 75-
80 % der vor Corona (2019) gemeldeten Stammgastzahlen erreicht (Tabellen 2-3 s. Anhang).
(Unterschiede in der Gesamtzahl der berücksichtigten Begegnungseinrichtungen je Berichtsjahr wurden in dieser
Abbildung nicht berücksichtigt. Die in der x-Achse unterhalb der Graphen angegebenen Einrichtungszahlen
beziehen sich auf 2022))
1157
318
472
983
709
290
1.318
864
350
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) NZ 5 (2 NZ Einrichtungen in 2019) QM 5
Stammgäste nach Einrichtungstyp
2019, 2021 und 2022
2019 2021 2022Seite 15 von 38
14
3.1.1.2. Altersstruktur
Über 60 Prozent der Stammgäste aller Quartierseinrichtungen sind 60 Jahre und älter.
Der Anteil der Stammgäste unter 60 Jahren ist seit 2019 sukzessive angestiegen von 21 %
(2019), über 24 % (2021) auf 39 % (2022). Dies ist nicht verwunderlich, wenn man
berücksichtigt, dass der Anteil der aktiven Seniorenbegegnungsstätten im Lauf der Jahre
zurückgegangen und der der Nachbarschaftszentren angestiegen ist (vgl. Abschnitt 1.1.1).
Menschen im mittleren Alter sind überwiegend in QMs und Stadtteil-/ Nachbarschaftszentren
anzutreffen (Tabellen 4-6 s. Anhang):
 Nachbarschaftszentren erreichen die meisten Stammgäste unter 60 Jahre (80,4% aller
Stammgäste in NZs);
 gefolgt von den Quartiersmanagements mit einem Anteil von 65,4% aller Stammgäste
unter 60;
 In allen anderen (Senioren-) Begegnungsstätten sind nur 5,5% aller Stammgäste unter
60 Jahre alt.
 33,56% der Stammgäste in den Nachbarschaftszentren sind sogar unter 18 Jahre alt; in
den Quartiersmanagements 14%.
Die Entwicklung zu einer steigenden Zahl an Hochaltrigen in Seniorenbegegnungsstätten, wie
sie noch 2019 festgestellt wurde, ist wieder rückläufig. Im Vergleich zwischen den letzten drei
Erhebungsjahren wird deutlich, dass
 im Jahr 2021 unter Corona-Bedingungen die Zahlen in der Gruppe der 60-80-Jährigen
rückläufig, in 2022 allerdings wieder steigend waren.
 die Zahl der Hochaltrigen in 2022 unter den Wert von 2019 und 2021 gesunken ist auf
33,2 %. (Tabelle 7 s. Anhang)
3.1.1.3. Geschlechterverteilung
Die Stammgäste der Quartierseinrichtungen sind mit einem Frauenanteil von 70% überwiegend
weiblich (2021: 74 % weiblich; 2019: 70% weiblich).
350; 14%
647; 26%
1.050; 41%
485; 19%
Altersstruktur der Stammgäste 2022
u18
18-u60
60-80
ü80Seite 16 von 38
15
Der hohe Frauenanteil wird auch bei der Betrachtung der einzelnen Einrichtungstypen
durchweg deutlich. Allerdings in unterschiedlichen Maße:
Zu berücksichtigen ist hier, dass das Angebot der (Senioren-)Begegnungsstätten sich
überwiegend an Altersgruppen richtet, in denen, auf Grund der höheren Lebenserwartung von
Frauen, ein hoher Frauenanteil gegeben ist.
Die Angebote in Quartiersmanagements und Nachbarschaftszentren sind hingegen an eine
jüngere Zielgruppe gerichtet und greifen Themen und Methoden auf, die diese ansprechen.
Der Männeranteil ist mit 39,7% in den Quartiersmanagements am höchsten und bei den
Seniorenbegegnungsstätten am niedrigsten (23,7%).
3.1.1.4. Herkunft
Da die Bonner Quartierseinrichtungen Begegnung, Beratung, Bildung und damit auch
Integration ermöglichen sollen, ist ein Blick auf die Herkunft der Stammgäste sinnvoll.
Mitarbeitenden der Einrichtungen ist die Herkunft der Stammgäste nicht immer bekannt. Um
trotzdem Aussagen über die Besucherstruktur zu erhalten, wird der Aspekt über den Indikator
„Sprachfamilie“ erfasst.
Im Durchschnitt liegt der Anteil an Stammgästen mit Zuwanderungsgeschichte in den
Quartierseinrichtungen bei 34,9%. Im Vergleich einzelner Einrichtungen werden allerdings sehr
starke Unterschiede sichtbar, da manche Einrichtungen sich auf bestimmte Zielgruppen
spezialisieren (wie z.B. Menschen mit Migrationshintergrund) und da in kleinen Einrichtungen
759; 30%
1.772; 70%
Geschlechterverteilung Stammgäste 2022
Männlich
Weiblich
23,7
35,6 39,7 29,98
76,3 64,4 60,3 70,02
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) NZ 5 QM 5 Insgesamt
Geschlechterverteilung nach Einrichtungstyp in
Prozent 2022
männlich in % weiblich in %Seite 17 von 38
16
bestimmte angestammte Gruppen die Nutzerschaft - und dadurch teilweise auch das Angebot
- prägen.
Den höchsten Anteil an Stammgästen mit Zuwanderungsgeschichte haben die
Nachbarschaftszentren mit 56 %.
20,5%; 270
56,0%; 484
37,1%; 130
34,9%; 884
0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000
Begegnungsstätten (12)
Nachbarschafts-bzw. Stadtteilzentren (5)
Quartiersmanagements (5)
Insgesamt
Stammgäste mit Zuwanderungsgeschichte (Anteil/abs. Zahl)
Stammgäste mit ZuwanderungsgeschichteSeite 18 von 38
17
3.1.2. Besucherzahlen
3.1.2.1. Gäste pro Tag
Insgesamt besuchten im Berichtsjahr 2022 täglich 807 Personen eine der Bonner
Quartierseinrichtungen, durchschnittlich entspricht das rund 35 Personen pro Einrichtung.
Verglichen mit den selben Einrichtungen (N=23) im Vorjahr 2021 waren dies 153,24 (+23,4 %)
durchschnittliche tägliche Besucher*innen mehr.
Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 und bei Betrachtung der Einrichtungen, die in beiden
Jahren an der Erhebung teilgenommen haben (N=20), wurden 2022 174,3 tägliche
Besucher*innen weniger (-20%) erreicht als 2019 (872 tägliche Besucher*innen).
Je Einrichtungstyp betrachtet, konnten die Nachbarschafts- bzw. Stadtteilzentren von 2021 zu
2022 am meisten durchschnittliche tägliche Besuchende zurückgewinnen (+52,6%). Die
Quartiersmanagements haben einen ähnlich hohen prozentualen Zuwachs von +46,7% und
die Seniorenbegegnungsstätten konnten + 9,1% Gäste pro Tag mehr in 2022 erreichen.
Tab. 11: Gäste pro Tag nach Einrichtungstyp 2021/2022
Einrichtungstyp Anzahl 2021 Anzahl 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS (12 (3 Städt; 9 FT)) 437,1 477 39,9 +9,1%
NZ (6) 187,4 286 98,6 +52,6%
QM (5) 30 44 14 +46,7%
GESAMT 654,46 807,7 153,24 23,4%
(N=23)
Tab. 12: Gäste pro Tag nach Einrichtungstyp 2019 /2022
Einrichtungstyp Anzahl 2019 Anzahl 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 543,3 477 -66,3 -12,2%
NZ (3) 231,6 176 78 + 79,6%
QM (5) 98 44 -187,6 - 81,0%
GESAMT 872,9 697,7 -174,3 -20,0%
(N=20)
In folgender Tabelle werden nur jene Einrichtungen betrachtet, die in allen 3 Jahren
überwiegend aktiv waren (N=20).
Tab. 13: Gäste pro Tag nach Einrichtungstyp 2019/2021/2022
Gäste pro Tag (2019/21-
22) 2019 2021 2022
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 543,3 437,1 477,7
NZ (3) 231,6 124,4 176
QM (5) 98 30 44
Gesamt 872,9 591,5 697,7
(N=20)Seite 19 von 38
18
3.1.2.2. Besucher*innen von einmaligen Veranstaltungen
Die Zahl der Besuchenden bei einmaligen Veranstaltungen ist im Vergleich zu 2021 (4.869) in
2022 stark gestiegen auf 12.528 Besucher*innen. Vergleicht man das Niveau von 2019 und
2022 wird deutlich, dass die Zahl von 2022 um knapp 40 % unter den Besucher*innenzahlen
von 2019 liegt.
Die Vermutung liegt nahe, dass die Zurückhaltung nach der Pandemie bei Veranstaltungen in
2022 noch eine große Rolle gespielt hat.
Tab. 14: Besucher*innen Einzelveranstaltungen 2021/2022
2021 2022
Anzahl 4.869 12.528
Abs. Bilanz +7.659
Bilanz in % +157,3%
(N=23) Es wurden nur Einrichtungen berücksichtigt, die jeweils in beiden Jahren Teil der Erhebung
waren.
Tab. 15: Besucher*innen Einzelveranstaltungen 2019/2022
2019 2022
Anzahl 19.824 12.098
Abs. Bilanz -7.726
Bilanz in % -39,0%
(N=20) Es wurden nur Einrichtungen berücksichtigt, die jeweils in beiden Jahren Teil der Erhebung
waren.
3.1.3. Freiwillige Engagement
Das gemessene freiwillige Engagement6 umfasst Engagement bei Einsätzen innerhalb und für
die Quartierseinrichtungen sowie bei Einzelveranstaltungen der Einrichtungen.
Insgesamt gab es 2022 1.034,64 Std. regelmäßiges freiwilliges Engagement in den
Quartierseinrichtungen. Das entspricht durchschnittlich knapp 45 Stunden freiwilliges
Engagement je Einrichtung. Diese Arbeit wurde von 703 frewillig/ ehrenamtl. Tätigen erledigt,
wobei es möglich ist, dass Personen mehrfach über die Kategorien hinweg gezählt wurden
(z.B. wenn eine Person in und außerhalb der Einrichtung tätig war). Durchschnittlich gab es in
2022 31 freiwillig Tätige je Einrichtung.
Allerdings ist das freiwillige Engagement nicht gleichverteilt über die Einrichtungen:
6 Freiwilliges Engagement umfasst hier die Begriffe „Ehrenamt“/ „ehrenamtliches Engagement“/
„bürgerschaftliches Engagement“ als Sammelbegriff.Seite 20 von 38
19
Das in und für die Quartierseinrichtungen geleistete freiwillige Engagement stieg im Vergleich
zwischen 2022 und den Vorjahren an.
Am stärksten gestiegen ist das freiwillige Engagement bei den Quartiersmanagements (2022:
+219,53 Ehrenamtliche). Bei NZs und BS ist im obigen Diagramm zu beachten, dass in den
verschiedenen Jahren nicht immer dieselben Einrichtungen an der Evaluation beteiligt waren
und auch die Anzahl der Einrichtungen variiert (z.B. 2019: 2 NZ, 2021: 6 NZ). Dies erklärt
zumindest teilweise den hohen Zuwachs an wöchentlichem freiwilligem Engagement (der BS
und NZs), vor allem zwischen den vor- und nach Corona- Jahren 2019 und 2022.
Was passiert in den Einrichtungen? – Umfang und Inhalt der Angebote
3.2.1. Öffnungszeiten
Die Einrichtungen hatten 2022 im Durchschnitt circa 48 Wochen geöffnet (von 41-52 Wochen,
s. Tabelle 18 im Anhang). Wöchentlich haben die unterschiedlichen Einrichtungen zwischen
einem und sechs Tage geöffnet.
Im Durchschnitt sind die Einrichtungen 4,39 Tage pro Woche geöffnet. Den größten Umfang
an Öffnungstagen und –stunden haben die Nachbarschaftszentren (durchschnittl. 38,33 Std.
an 5,17 Tagen).
Einzelne Seniorenbegegnungsangebote sind nur an ein bis zwei Tagen in Räumlichkeiten
anderer Einrichtungen angesiedelt und haben daher einen geringeren Umfang an
durchschnittlichen Öffnungszeiten (durchschnittl. 29,92 Std. an 4,33 Tagen).
Ebenso sind die meisten Quartiersmanagements nicht täglich geöffnet (durchschnittl. 24,30
Std. an 3,60 Tagen).
404,33
301,8
417,55
153,55 238,33
349,4382,05 48,13
267,66
639,93 588,24
1034,64
2019 (N=23) 2021 (N=24) 2022 (N=23)
Std. ehrenamtliches Engagement pro Woche
Vgl. 2019 - 2021 - 2022
BS NZ QMSeite 21 von 38
20
3.2.2. Angebotsumfang
Die Angebote der Einrichtungen können nach verschiedenen Gesichtspunkten unterschieden
werden: ihrem Inhalt, ihrem zeitlichen Umfang, den Zugangsvoraussetzungen, Ihrer
Frequenz, und vielem mehr.
Sie können einmalig (z.B. Ausflüge, Vorträge), mehrmals (Veranstaltungsreihe, AGs) oder
regelmäßig (Sprachkurs, Caféangebot) stattfinden.
Die Zugangsvoraussetzungen können unterschiedlich niedrigschwellig sein:
- Es gibt offene, niederschwellige Angebote, die meist kostenfrei und ohne vorherige
Anmeldung besucht werden können. Dazu zählen Angebote der Geselligkeit (Café)
oder Spieleangebote.
- Darüber hinaus gibt es Angebote, die anmelde- und teilweise kostenpflichtig sind, die
teilweise im Kurs-Format organisiert sind und eine Kursleitung haben. Beispiele hierfür
sind Sportangebote, Medien- oder Sprachkurse.
In folgenden Abschnitten soll der Umfang der verschiedenen Angebote genauer betrachtet
werden.
3.2.2.1. Regelmäßige Angebote
Die Anzahl der Angebote in den Quartierseinrichtungen umfasste in 2022 rund 539 Angebote.
Ähnlich wie in den Vorjahren zeigen sich auch in 2022 Unterschiede zwischen (s. Tabelle
unten Spalte: Ø Angebotszeit/Wo), aber auch innerhalb der Einrichtungskategorien (s. Tabelle
unten, Spalte: Angebotsumfang von …bis …Std./Wo.).
Die Anzahl der Angebote ist im Vergleich zu 2021 bei allen Einrichtungstypen gestiegen,
allerdings insbesondere bei den Seniorenbegegnungsstätten und den Quartiersmanagements
noch nicht wieder auf das Niveau von vor der Pandemie (2019: 823 regelm. Angebote). (S.
Tabellen 19-21 im Anhang)
Tab. 19: Angebotsstruktur regelmäßiger Angebote 2022
Einrichtungstyp
Anzahl
regelm.
Angebote
Ø Anzahl d.
regelm.
Angebote je
Einrichtung Ø Angebotszeit/Wo
Angebotsumfang von
…bis…Std./Wo.
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 319 26,58 36,39 Std./Wo. 3,39 bis 94,84
NZ (5) 163 32,6 62,93 Std./Wo. 13,96 bis 68,23
QM (5) 57 11,4 10,29 Std./Wo. 3,48 bis 25,57
Gesamt 539 24,5 37,64 Std./ Wo. 3,39 bis 94,84
(N=22, ohne Haus Vielinbusch)Seite 22 von 38
21
3.2.2.2. Einzelveranstaltungen, besondere/ einmalige Events und
Wochenendveranstaltungen
Auch ein Blick auf den Umfang und die Nutzung von Einzel- und Wochenendveranstaltungen
ist interessant, da über diese Art des Angebotes gegebenenfalls weitere Besucher*innen in
Kontakt mit den Einrichtungen kommen. Unter diese Kategorie fallen zum Beispiel
Sommerfeste, Ausflüge oder Mahlzeitenangebote (z.B. Sonntagsbrunch)
In 2022 fanden 156 Wochenendveranstaltungen in den Quartierseinrichtungen statt, 30,5 %
mehr als in 2021. Im Vergleich zu 2019 waren es 42,5 % weniger Wochenendveranstaltungen
in 2022 (Details s. Tabellen 22-23 im Anhang).
Die Zahl der einmaligen Veranstaltungen lag 2022 bei 432. Im Vergleich zu 2021 hat sich die
Zahl damit mehr als verdoppelt (226,18%, 2021: 191 Veranstaltungen). Auch hier ist das Vor-
Pandemie-Niveau bei Weitem noch nicht wieder erreicht (2019: 716 Veranstaltungen(Details
s. Tabellen 24-26 im Anhang)).Seite 23 von 38
22
3.2.3. Angebotsinhalte
Neben dem Umfang der Angebote sind für eine Bewertung der Situation in den
Begegnungseinrichtungen auch die Angebotsinhalte relevant. Generell ist auch hier zu
erkennen, dass die meisten Angebote nicht den Umfang von 2019 oder 2018 erreichen.
Die am häufigsten angebotene Kategorie regelmäßiger Angebote im Jahr 2022 waren
Angebote zu den Themen…
- Präventionsangebote (z.B. Sitzgymnastik, Rollatortraining und Gymnastik für
Menschen mit Einschränkungen) (74 Angebote): Präventionsangebote finden mit
Abstand am häufigsten in Seniorenbegegnungsstätten statt (71,6%). (genaueres s.
Tabelle 27 im Anhang)
- Angebote zum Thema Medien, PC, Handy (66 Angebote) werden fast ausschließlich in
Nachbarschaftszentren und Seniorenbegegnungsstätten vorgehalten. Es finden
überproportional viele Angebote in den Nachbarschaftszentren statt (43,9 %).
(genaueres s. Tabelle 28 im Anhang)
- Sport- und Bewegungsangebote (63 Angebote) werden größtenteils von den
Seniorenbegegnungsstätten angeboten (76,2%). (genaueres s. Tabelle 29 im Anhang)
Die regelmäßigen Angebote mit dem höchsten zeitlichen Umfang waren zu den folgenden
Themen. Überwiegend werden diese als offenes Angebot durchgeführt (80%):
- Angebote zum Thema Geselligkeit (5.215 Stunden) werden mit Abstand am häufigsten
und mit dem größten zeitlichen Umfang in Seniorenbegegnungsstätten angeboten (16
Angebote, 3.798 Std.). Auch in Nachbarschaftszentren gibt es viele Angebote,
allerdings in geringerem Umfang (14 Angebote, 1.352 Std.). In Quartiersmanagements
werden eher selten reine Begegnungsangebote abgehalten (4 Angebote, 65 Std.).
(genaueres s. Tabelle 30 im Anhang)
- Noch deutlicher ist die Verteilung bei Gesellschaftsspielangeboten (4.794,5 Std.). Sie
werden mit Abstand am häufigsten bei Seniorenbegegnungsstätten angeboten (35
Angebote (77% aller Ges.spiel.angebote, 4.407,5 Std.). (genaueres s. Tabelle 31 im
Anhang)
- Förderangebote (4.663,25 Std.) wurden für 2022 zum ersten Mal erhoben. Sie werden
fast ausschließlich in den Nachbarschaftszentren angeboten (85% d. Angebote, 93,8%
zeitl. Umfang). Sie beinflussen auch die Altersstruktur in den Nachbarschaftszentren
im Vergleich zu anderen Einrichtungstypen (s. Abschnitt 2.1.1.2). (genaueres s. Tabelle
32 im Anhang).
- Die Zahl der Mahlzeitenangebote (z.B. Mittagstisch, Frühstück) (4.083,5 Std.) ist seit
2019 angestiegen von 28 auf 35 Angebote, diese Entwicklung ist bei allen
Einrichtungstypen zu verzeichnen. Im Vergleich zu den Vorjahren sind
Mahlzeitenangebote eine von wenigen Kategorien, die höhere oder ähnlich hohe
Werte aufweist, wie vor der Pandemie 2019. (genaueres s. Tabelle 33 im Anhang)Seite 24 von 38
23
Sonstige Aktivitäten der Einrichtungen
3.3.1. Vernetzung, Koordination, Beteiligung
Vernetzung, unter anderem zum Ziel gemeinsam Programm zu gestalten, ist für die Arbeit der
Quartierseinrichtung wichtig. Dadurch erfolgt gegenseitige Unterstützung und Austausch. Um
die Vernetzungsarbeit differenzierter zu betrachten, wurde in der Befragung zum Berichtsjahr
2022 erstmals zwischen Kooperationen und Arbeitskreisen unterschieden. Durch diese
Veränderung im Erhebungsbogen sind Vergleiche mit den Daten der Vorjahre nur bedingt
möglich. 7
Durchschnittlich hat jede Begegnungseinrichtung mindestens zehn Kooperationspartner.
Unterschieden nach Einrichtungstyp haben Quartiersmanagements mit 17
Kooperationspartnern den höchsten durchschnittlichen Wert. Überwiegend kooperieren die
Einrichtungen im Rahmen von Sonderveranstaltungen mit den Kooperationspartnern. Die
Seniorenbegegnungsstätten haben am häufigsten Kooperationen für die regelmäßige
Programmgestaltung.
3.3.2. Arbeitskreise
Die Zahl der besuchten Arbeitskreise je Einrichtung liegt durchschnittlich bei 2,8.
Quartiersmanagements sind durchschnittlich am häufigsten/in den meisten AKs vertreten.
7 Eine Beschränkung auf die Nennung von maximal 20 Kooperationspartnern im Erhebungsbogen erschien auf Grund der
neuen Aufteilung in Arbeitskreise und Kooperationen ausreichend. In kommenden Erhebungen wird diese Kategorie erneut
überarbeitet. (2019 wurden bis zu 54 Kooperationspartner bei den einzelnen Einrichtungen benannt)
37
18
24
79
52
34
62
148
Ø 7
Ø 6
Ø 17
Ø 10
0 50 100 150 200 250
BS 12 (3 Stadt; 9 FT)
NZ 6
QM 5
Gesamt
2022: Kooperationen in Form von...
regelm. Programmgestaltung Sonderveranstaltungen Ø Anzahl an Kooperationspartnern insgesamtSeite 25 von 38
24
Tab. 36: Teilnahme an Arbeitskreisen 2022
Einrichtungstyp Anzahl Ø
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 20 1,6
NZ (6) 20 3,3
QM (5) 25 5
Durchschnittl., 2,8
(N=23)
3.3.3. Mitbestimmung
Die Einrichtungen der AG BBB nutzen unterschiedliche Methoden der Partizipation, damit
Besucher*innen ihr Umfeld – zum Teil das Programm der Einrichtung, zum Teil die Gestaltung
ihres Quartiers – mitbestimmen können.
Dabei reicht die Methodenvielfalt von niederschwelligen Gesprächen der Mitarbeitenden mit
den Besucher*innen, über einrichtungsinterne Befragungen bis hin zur Nutzung von
innovativen Methoden wie der Quartiersbank oder Befragungs-Boxen.
Auch anhand von einmaligen Veranstaltungen, wie Mitmachaktionen und
Beteiligungsveranstaltungen kann Mitbestimmung von Besucher*innen stattfinden.
Beteiligungsveranstaltungen werden überwiegend bei Quartiersmanagements und
Begegnungsstätten durchgeführt; Mitmachaktionen fast ausschließlich bei NZs und QMs
(Details s. Tabelle 24 im Anhang).
Um die Quartiersarbeit an die Bedürfnisse der Nutzer*innen und der Bewohnerschaft des
Umfeldes anzupassen, sind regelmäßige Evaluationsmethoden sinnvoll.
75% Prozent der Begegnungseinrichtungen nutzen Methoden der Fremd- oder
Selbstevaluation zur Qualitätssicherung ihrer Arbeit (BS: 83%, NZ: 66,7%, QM: 60% d.
Einrichtungen des Einrichtungstyps). Am häufigsten werden Besucher*innen befragt (BS: 83%,
NZ: 50%, QM: 60% d. Einrichtungen des Einrichtungstyps). Nur ein Viertel aller Einrichtungen
beziehen Erkenntnisse Dritter als Rückmeldung mit ein (BS: 25%, NZ: 16%, QM 40% d.
Einrichtungen des Einrichtungstyps). Nichtbesuchende werden von je 20% der QMs und BS
befragt. (Details s. Tabelle 37 im Anhang)
Eine Mitbestimmungsmethode mit vergleichsweise großer Wirksamkeit ist der
Quartiersfonds. Er bietet Bürger*innen des jeweiligen Quartiers die Möglichkeit, kleinere
quartiersbezogene Projekte und Aktionen zu planen, einem Quartiersfondsgremium
vorzustellen und mit finanzieller Unterstützung umzusetzen.
2022 wurden 45 Quartiersfonds-Projekte gefördert. Durch den Quartiersfonds verstetigt
haben sich stadtweit in 2022 16 Projekte, was 39 % aller Projekte entspricht. Zu
berücksichtigen ist, dass darunter auch einmalige Projekte sind, wie das Aufstellen eines
Bücherschrankes oder die Durchführung eines Sportturniers, die nicht auf Verstetigung
angelegt sein müssen.Seite 26 von 38
25
4. TEIL 4: Fazit und Empfehlungen
Auf Basis der vorherigen Abschnitte zu Rahmenbedingungen der Quartiersarbeit in 2022
(Teil 2) und den Ergebnissen der Jahreserhebung im Berichtsjahr (Teil 3) soll in Teil 4 die
Quartiersarbeit des vergangenen Jahres reflektiert und Empfehlungen für die zukünftige
Arbeit formuliert werden. Berücksichtigt wird dabei neben den Ergebnissen der Erhebung
auch die tagtägliche Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen des Amtes für Soziales und
Wohnen der Stadt Bonn mit den Quartierseinrichtungen.
Für die Stadtverwaltung
4.1.1. Professionalisierung der Quartiersarbeit
Wie in Abschnitt 1.2 beschrieben, findet derzeit eine Ausdifferenzierung, Systematisierung
und Professionalisierung in der verwaltungsseitigen Begleitung der Quartierseinrichtungen
im Amt für Soziales und Wohnen statt. Die Arbeit der einzelnen involvierten Fachbereiche
(Sachgebiet „Sozialplanung und Quartiersentwicklung“, Fachstelle Alter und Pflege, Sachg.
„Controlling“, Sachg. „Fördermanagement“ und über Amt 50 hinaus) wird - durch langjährige
Mitarbeit des Personals am Thema, abgestimmte Methoden sowie regelmäßige
Abstimmungen - zunehmend vernetzter und systematischer. Da die Quartiersarbeit nicht nur
Themen des Sozialen umfasst, fördert und profiliert das Sachgebiet „Quartiersentwicklung
und Sozialplanung“ auch das integrierte Arbeiten mit verschiedenen Fachbereichen der
gesamten Verwaltung (z.B. Planungsamt, Jugendamt, Ordnungsamt, u.v.m.).
4.1.2. Optimierung der Datenerhebung und -aufbereitung
Die 2021 erstmals digitalisierte „Jahreserhebung der Einrichtungen für Begegnung, Bildung
und Beratung“ soll auf Grundlage der Erfahrungen aus der ersten Erhebungsphase mit dem
neuen Befragungs-Tool weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die Daten fortzuschreiben und
den Aufwand für die Einrichtungen, Träger und die Sozialplanung überschaubar zu halten.
Auf Grundlage der Jahreserhebung soll eine knappe Übersicht über das Angebot und die
Jahreswerte jeder Einrichtung festgehalten werden. Aktuell wird an einer smarten Lösung
gearbeitet, um diese –ähnlich zum alten Erhebungsbogen - zur Verfügung zu stellen.
4.1.3. Uneingeschränkte Fortfinanzierung der Quartierseinrichtungen
während Corona
Anhand der Daten aus dem Jahr 2022 zeigt sich, dass die Quartierseinrichtungen sich im
Zeitverlauf von den Einschränkungen durch die Pandemie erholt haben; allerdings, im
Hinblick auf die meisten Kennzahlen, bisher das Vor-Corona-Niveau (noch) nicht (wieder)
erreicht haben.
Diese Erkenntnis lässt darauf schließen, dass die Entscheidung zur uneingeschränkten
Weiterfinanzierung der Einrichtungen während der Corona-Pandemie – inklusive
Schließzeiten für die Einrichtungen und Zeiten mit stark einschränkenden Regelungen -
richtig war.
Dadurch hatten die Einrichtungen mehr Planungssicherheit; sie konnten ihre Angebote den
Vorschriften anpassen und die Zeit der Einschränkungen teilweise auch dazu nutzen,Seite 27 von 38
26
Renovierungen durchzuführen oder neue z.T. digitale, hygienekonforme Formate
auszutesten.
Für die Quartierseinrichtungen
4.2.1. Bedeutungszuwachs von niederschwelligen Unterstützungs- und
Begegnungsangeboten
Die Corona-Pandemie (s. Teil 2) hat durch Kontakt-Einschränkungen und Hygiene-
Maßnahmen viele bestehende Begegnungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote
eingeschränkt. Die Zuwanderung von weiteren Geflüchteten auf Grund des Ukraine-Krieges
und die wirtschaftlich-verschärfte Situation in Deutschland hat einen gestiegenen Bedarf an
Beratungs- und Unterstützungs- und Begegnungsangeboten mit sich gebracht.
Die Einrichtungen reagierten in 2022 auf diese Entwicklungen und es entstanden alternative
Angebote, wie beispielsweise weitere Mahlzeiten-, Begegnungs- oder Hilfsangebote (s.
3.2.3.). Hier seien beispielsweise die Ausgabe von Koch-Boxen oder Outdoor-
Beratungsangebote genannt. Neben der Erreichung der primären Ziele dieser Angebote
(Begegnung, konkretes niederschwellige Unterstützung), ermöglichen sie gegebenenfalls auch
den Kontakt zu neuen Zielgruppen und eine Vermittlung hin zu anderen Angeboten.
Ein Wissenstransfer im Rahmen der AG BBB zum Austausch über Bedarfe an diesen Angeboten
soll angestrebt werden.
4.2.2. Generationenwechsel sinnvoll gestalten
Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen, zeigt sich auch in der Quartiersarbeit der
demographische Wandel. Auf der einen Seite verabschieden sich die geburtenstarken
Jahrgänge, die sogenannten „Baby-Boomer“ auch im Berufsfeld „Quartiersarbeit“ in den
Ruhestand, auf der anderen Seite gibt es das Potential in dieser Altersgruppe Engagierte zu
gewinnen. So gilt es Übergänge vorausschauend zu planen und frühzeitiger Wissenstransfer zu
ermöglichen. Dazu gehören verschriftlichte Informationen über Arbeitsabläufe oder gemeinsam
genutzte Zugänge und Arbeitsmaterialien, sowie das Ermöglichen von verschiedensten Formen
von Engagement in der Einrichtung.
Dies gelingt derzeit unterschiedlich gut in den verschiedenen Einrichtungen, sodass ein
Wissenstransfer auch im Rahmen der AG BBB mit anderen Quartierseinrichtungen und den
Fachstellen der Stadt Bonn sehr fruchtbar sein kann.
4.2.3. Synergien im Quartier herstellen
In Anbetracht der aktuellen städtebaulichen Situation, die kaum freie Bauflächen im
Stadtgebiet ausweist, und knapper kommunaler Budgets, soll in Zukunft die Auslastung der
bereits genutzten Räumlichkeiten in Quartierseinrichtungen und im Quartier noch stärker
bedacht werden.
Auch die Ansiedlung weiterer Angebote interessierter Gruppen in bestehende Strukturen soll
unterstützt werden. Dabei spielen Aspekte wie Wissenstransfer (Programm-Übersichten,
Angebotslisten, regelmäßige Multiplikator*innen-Treffen), Öffentlichkeitsarbeit, Schlüssel-
Verwaltung und Versicherungsfragen eine zentrale Rolle.Seite 28 von 38
27
Der bestehende Erfahrungsaustausch der Einrichtungen untereinander in der AG BBB sollte
verstetigt und ausgebaut werden. Zudem bietet die neue Richtlinienfinanzierung für
bürgerschaftliches Engagement eine Möglichkeit, Ressourcen auszubauen oder Einrichtungen
zukunftssicherer zu machen.
4.2.4. Quartierseinrichtungen als zentrale Schnittstelle
Egal, ob zum Thema Klima (s. 2.3.) oder in Bezug auf die Corona-Pandemie, zum Thema
Wohnraum oder Mobilitätswandel: Immer häufiger wird das Quartier als der Ort erkannt, an
dem die Bevölkerung erreicht, Themen diskutiert und Veränderungen gestaltet werden
können. Diese Entwicklung macht die Quartierseinrichtungen häufiger zu zentralen
Schnittstellen zwischen verschiedenen Akteur*innen: Der Politik, weiteren Bereichen
Stadtverwaltung, den Multiplikator*innen, der sozialen Infrastruktur, den Vereinen und
Interessensverbänden, den Bürger*innen und Teilgruppen in der Bevölkerung
(Fahrradfahrer*innen, Kinder, Engagierte, Müllsammler*innen, etc.).
Dies führt häufig zu einer höheren Arbeitsbelastung und einem wachsenden Portfolio an zu
bedienenden Themen in den Einrichtungen.
Auch hier wird das Nutzen von Synergien im Quartier sowie der Austausch im Rahmen der AG
BBB und mit den zuständigen Sachbearbeitenden und Fachstellen der Stadt Bonn wichtiger,
damit die festgelegten Ziele der Einrichtungen weiterhin im Mittelpunkt stehen.Seite 29 von 38
28
5. Anhang
Zu 1.1.5 Personalausstattung
Tab. 1: Personaleinsatz je Einrichtungstyp 2022
Durchschn.
Vollzeitäquivalent
Von … bis… wöchentl. Personalstd.
Hauptamtlicher
BS 1,3 VZÄ 5-137 Std.
NZ 3,5 VZÄ 58-274,5 Std.
QM 1,2 VZÄ 34-59 Std.
(N=23)
Zu 3.1.1.1. Anzahl der Stammgäste
Vergleich der Stammgäste, der Einrichtungen, die 2021+2022 aktiv waren:
Tab. 2: Stammgäste nach Einrichtungstyp (2021 / 2022)
Anzahl 2021 Anzahl 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 983 1.318 +335 +34,1%
NZ 5 709 864 +155 +21,9%
QM 5 290 350 +60 +20,7%
INSGESAMT 1.982 2.532 +550 +27,7
(N=22; ohne Haus Vielinbusch)
Vergleich der Stammgäste, der Einrichtungen, die 2019+2022 aktiv waren:
Tab. 3: Stammgäste nach Einrichtungstyp (2019 / 2022)
Anzahl 2019 Anzahl 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 1.157 1.318 +161 +13,9%
NZ 2 318 252 -66 -20,8%
QM 5 472 350 -122 -25,8%
INSGESAMT 1.947 1.920 -27 -1,4
(N=19; ohne Haus Vielinbusch)
Zu 3.1.1.2 Altersstruktur der Stammgäste
Tab. 4: Altersstruktur der Stammgäste 2022
u60 60-80 ü80 insgesamt
Anzahl 997 1.050 485 2.532
Prozent 39,38% 41,47% 19,15% 100,00%
(N=22; ohne Haus Vielinbusch)Seite 30 von 38
29
Tab. 5: Altersstruktur der Stammgäste nach Einrichtungstypen 2022
1. Seniorenbegegnungsstätten (12 = 3 Stadt + 9 FT)
Altersstruktur u18 18-u60 60-80 ü80 insgesamt
Anzahl 11 62 807 438 1318
Prozent 0,83% 4,53% 61,20% 33,20% 100,00%
2. Stadtteil bzw. Nachbarschaftszentren (5)
Altersstruktur u18 18-u60 60-80 ü80 insgesamt
Anzahl 290 405 144 25 864
Prozent 33,56% 46,88% 16,70% 2,90% 100%
3. Quartiersmanagements (5)
Altersstruktur u18 18-u60 60-80 ü80 insgesamt
Anzahl 49 180 99 22 350
Prozent 14,00% 51,43% 28,30% 6,30% 100,00%
(N=22; ohne Haus Vielinbusch)
Tab. 6: Altersstruktur d. Stammgäste
2019/2021/2022
2019 2021 2022
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
u60 537 21,7% 790 39,4% 997 39,4%
ü80 552 22,3% 465 23,2% 485 19,2%
gesamt 2473 100% 2007 100% 2532 100%
(N=23 (2019); 23 (2021); 22 (2022))
Tab. 7: Altersverteilung Senioren Begegnungsstätten 2019/2021/2022
2019
Anteil an
allen
Stammg. 2021
Anteil an
allen
Stammg. 2022
Anteil an
allen
Stammg.
u60 64 5,5% 64 6,7% 73 5,5%
60-80 651 56,3% 478 50,2% 807 61,2%
ü80 442 38,2% 411 43,1% 438 33,2%
1157 953 1318
(N=12)
Zu 3.1.1.3 Geschlechterverteilung der Stammgäste
Tab. 8: Geschlechterverteilung d. Stammgäste 2022
Geschlecht männlich weiblich
Anzahl 759 1.772
Anteil 30,0% 70,0%
(N=22; ohne Haus Vielinbusch)Seite 31 von 38
30
Tab. 9: Geschlechterverteilung d. Stammgäste
nach Einrichtungstyp 2022
männlich In % weiblich In %
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 312 23,7 1.005 76,3
NZ 5 308 35,6 556 64,4
QM 5 139 39,7 211 60,3
Insgesamt 759 29,98 1.772 70,02
(N=22, ohne Haus Vielinbusch)
Zu 3.1.1.4 Herkunft
(N=22; ohne Haus Vielinbusch)
Zu 3.1.2.1 Gäste pro Tag
Tab. 11: Gäste pro Tag nach Einrichtungstyp 2021/2022
Einrichtungstyp Anzahl 2021 Anzahl 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS (12 (3 Städt; 9 FT)) 437,1 477 39,9 +9,1%
NZ (6) 187,4 286 98,6 +52,6%
QM (5) 30 44 14 +46,7%
GESAMT 654,46 807,7 153,24 23,4%
(N=23)
Tab. 12: Gäste pro Tag nach Einrichtungstyp 2019/2022
Einrichtungstyp Anzahl 2019 Anzahl 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 543,3 477 -66,3 -12,2%
NZ (3) 98 176 78 + 79,6%
QM (5) 231,6 44 -187,6 - 81,0%
GESAMT 872 697,7 -174,3 -20,0%
(N=20)
Tab. 10: Stammgäste mit Migrationsgeschichte 2022
Stammgäste mit
Zuwanderungsgeschichte
Absolut In % Stammgäste ohne
Zuwanderungsgeschichte
Absolut In %
Begegnungsstätten (12) 270 20,5 Begegnungsstätten (12) 1048 79,5
Nachbarschafts-bzw.
Stadtteilzentren (5)
484 56,0 Nachbarschafts-bzw.
Stadtteilzentren (5)
380 44,0
Quartiersmanagements (5) 130 37,1 Quartiersmanagements (5) 220 62,9
Insgesamt 884 34,9 Insgesamt 1.648 65,1Seite 32 von 38
31
Tab. 13: Gäste pro Tag nach Einrichtungstyp 2019/2021/2022
Gäste pro Tag (2019-21-
22) 2019 2021 2022
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 543,3 437,1 477,7
NZ 3 231,6 124,4 176
QM 5 98 30 44
Gesamt 872,9 591,5 697,7
(N=20)
Zu 3.1.2.2 Besucher*innen von einmaligen Veranstaltungen
Tab. 14: Besucher*innen Einzelveranstaltungen 2021/2022
2021 2022
Anzahl 4.869 12.528
Abs. Bilanz +7.659
Bilanz in % +157,3%
(N=23)
Tab. 15: Besucher*innen Einzelveranstaltungen 2019/2022
2019 2022
Anzahl 19.824 12.098
Abs. Bilanz -7.726
Bilanz in % -39,0%
(N=20)
Zu 3.1.3 Ehrenamtliches Engagement
Tab. 16: Std. ehrenamtliches Engagement pro Woche 2021/2022
Einrichtungstyp 2021 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 291,05 417,55 126,5 +43%
NZ (6) 238,33 349,43 111,1 +47%
QM (5) 48,13 267,66 219,53 +456%
Gesamt 577,51 1.034,64 457,13 +79%
(N= 23)
Tab. 17: Std. ehrenamtliches Engagement pro Woche 2019/2022
Einrichtungstyp 2019 2022 Abs. Bilanz Bilanz in %
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 373,33 417,55 44,22 +12%
NZ (2) 153,55 160,3 6,75 +4%
QM (5) 82,05 267,66 185,61 +226%
Gesamt 608,93 974,64 365,71 +60%
(N: 19; ohne NZ Brüser Berg)Seite 33 von 38
32
Zu 3.2.1. Öffnungszeiten
Tab. 18: Wochen geöffnet in 2022
Öffnungswochen Durchschnitt
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 41-52 48,67
NZ 6 46-52 49,83
QM 5 44-51 47,2
(N=23)
Zu 3.2.2.1 Regelmäßige Angebote
Tab. 19: Angebotsstruktur regelmäßiger Angebote 2022
Einrichtungstyp
Anzahl
Angebote
Ø Anzahl d.
regelm.
Angebote je
Einrichtung Ø Angebotszeit/Wo
Angebotsumfang von
…bis…Std./Wo.
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 319 26,58 36,39 Std./Wo. 3,39 bis 94,84
NZ (5) 163 32,6 62,93 Std./Wo. 13,96 bis 68,23
QM (5) 57 11,4 10,29 Std./Wo. 3,48 bis 25,57
Gesamt 539 24,5 37,64 Std./ Wo. 3,39 bis 94,84
(N=22, ohne Haus Vielinbusch)
Tab. 20: Anzahl regelm. Angebote 2021/2022
Einrichtungstyp 2021 2022 Veränderung in Prozent
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 235 319 +36%
NZ (5) 84 163 +94%
QM (5) 53 57 +8%
Gesamt 372 539 +45%
(N=22; Ohne Haus Vielinbusch)
Tab. 21: Anzahl regelm. Angebote 2019/2022
Einrichtungstyp 2019 2022 Veränderung in Prozent
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 601 319 -47%
NZ (2) 149 147 -1%
QM (5) 73 57 -22%
Gesamt 823 523 -36%
(N=19); ohne Haus Vielinbusch)Seite 34 von 38
33
Zu 3.2.2.2 Einzelveranstaltungen, besondere/ einmalige Events und
Wochenendveranstaltungen
Tab. 22: Anzahl Wochenendveranstaltungen 2021/2022
2021 2022 Veränderung in Prozent
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 53 55 +3%
NZ (6) 31 66 +112%
QM (5) 34 35 +2,9%
Gesamt 118 156 +30,5%
(N=23)
Tab. 23: Anzahl Wochenendveranstaltungen2019/2022
2019 2022 Veränderung in Prozent
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 104 55 -47,11%
NZ 3 110 64 -58,18%
QM 5 56 35 -37,50%
Gesamt 270 154 -42,96%
(N=20)
Tab. 24: Beteiligung bei einmaligen Events 2022
Mitmachaktione
n Std./Jahr
Beteiligungsveranstaltunge
n
Std./Jah
r
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 1 3 76 207
NZ 6 12 50,5 3 102
QM 5 14 49 14 54
Gesamt 27 102,5 93 363
(N=23)
Tab. 25: Anzahl einmalige Veranstaltungen 2021/2022
2021 2022 Veränderung in Prozent
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 104 252 +242,3 %
NZ (6) 56 106 +189,25%
QM (5) 31 74 +238,7 %
Gesamt 191 432 + 226,18 %
(N=23)
Tab. 26: Anzahl einmalige Veranstaltungen 2019/2022
2019 2022 Veränderung in Prozent
BS (12 (3 Stadt; 9
FT)) 371 252
-67,92%
NZ (3) 215 97 -45,11%
QM (5) 130 74 -56,92%
Gesamt 716 423 -59,08%
(N=20)Seite 35 von 38
34
Zu 3.2.3 Angebotsinhalte
Am häufigsten vorgehaltene Angebote: Prävention; Medien; Sport und Bewegung
Tab. 27: Angebote „Prävention“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Prävention“ Angebotsumfang Angebote „Prävention“
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 53 (71,6 % aller Präv. angebote) 2.087,5 Std.
NZ (6) 14 (18,9% alles Präv. angebote) 719 Std.
QM (5) 7 (9,4% aller Präv. angebote) 95 Std.
Gesamt 74 2.902 Std.
(N=23)
Tab. 28: Angebote „Medien, …“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Medien, …“ Angebotsumfang Angebote „Medien, …“
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 36 952 Std.
NZ (6) 29 722 Std.
QM (5) 1 24 Std.
Gesamt 66 1.698 Std.
(N=23)
Tab. 29: Angebote „Sport und Bewegung“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Sport und Bewegung“
Angebotsumfang Angebote „Sport und
Bewegung“
BS (12 (3 Stadt; 9
FT)) 48 2.490 Std.
NZ (6) 13 502,5 Std.
QM (5) 2 30 Std.
Gesamt 63 3.022,5 Std.
(N=23)
Angebote mit dem größten zeitlichen Umfang: Geselligkeit, Gesellschaftsspiele,
Förderangebote, Mahlzeitenangebote:
Tab. 30: Angebote „Geselligkeit“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Geselligkeit“ Angebotsumfang Angebote „Geselligkeit“
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 16 3.798 Std.
NZ (6) 14 1.352 Std.
QM (5) 4 65 Std.
Gesamt 34 5.212 Std.
(N=23)Seite 36 von 38
35
Tab. 31: Angebote „Gesellschaftsspiele“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Gesellschaftsspiele“
Angebotsumfang Angebote
„Gesellschaftsspiele“
BS (12 (3 Stadt; 9
FT)) 35 4.407,5 Std.
NZ (6) 9 367 Std.
QM (5) 1 20 Std.
Gesamt 45 4.794,5 Std.
(N=23)
Tab. 32: Angebote „Förderangebote“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Förderangebote“
Angebotsumfang Angebote
„Förderangebote“
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 2 140 Std.
NZ (6) 36 4.378,3 Std.
QM (5) 4 145 Std.
Gesamt 42 4.663,3 Std.
(N=23)
Tab. 33: Angebote „Mahlzeitenangebote“ 2022
Einrichtungstyp Anzahl Angebote „Mahlzeitenangebote“
Angebotsumfang Angebote
„Mahlzeitenangebote“
BS (12 (3 Stadt; 9
FT)) 25 3650,5
NZ (6) 6 343
QM (5) 4 90
Gesamt 35 4083,5
(N=23)
Zu 3.3.1. Vernetzung, Koordination
Tab. 34: Kooperationen nach Einrichtungstyp 2022
Einrichtungsty
p
Anzahl der
Kooperationspartn
er
Durchschnittl. Zahl
an
Kooperationspartne
rn
regelm.
Programmgestaltu
ng
Sonderveranstaltung
en
BS (12 (3
Stadt; 9 FT)
83 7 37 (44% aller
Koop.) 52 (62% aller Koop.)
NZ (6)
70 6 18 (25% aller
Koop.) 34 (48% aller Koop.)
QM (5)
84 17 24 (28% aller
Koop) 62 (73% aller Koop.)
Gesamt
237 (100%) 10 79 (33% aller
Koop.)
148 (62 % aller
Koop.)
(N=23)Seite 37 von 38
36
Tab. 35: Kooperationen nach Einrichtungstyp 2021/2022
Gesamt Regelm. Programmgestaltung
Vergleichsjahr 2021 Differenz 2022 2021 2022
BS 12 (3 Stadt;
9 FT) 158 75 83 43 37
NZ 6 198 128 70 13 18
QM 5 171 87 84 15 24
Gesamt 527 290 237 71 79
(N=23)
Eine Beschränkung auf die Nennung von maximal 20 Kooperationspartnern im Erhebungsbogen erschien auf Grund der
neuen Aufteilung in finanzielle Förderer, Arbeitskreise und Kooperationen ausreichend. In kommenden Erhebungen wird
diese Kategorie erneut überarbeitet. (2019 wurden bis zu 54 Kooperationspartner bei den einzelnen Einrichtungen
benannt)
Zu. 3.3.2 Arbeitskreise
Tab. 36: Teilnahme an Arbeitskreisen 2022
Einrichtungstyp Anzahl Ø
BS (12 (3 Stadt; 9 FT)) 20 1,6
NZ (6) 20 3,3
QM (5) 25 5
Durchschnittl., 2,8
(N=23)
Zu 3.3.3 Mitbestimmung
Tab. 37: Nutzung von Evaluationen 2022
Nutzung v.
Evaluationen
Davon:
Befragung
der
Besuchenden
Davon:
Einbeziehung
von
Erkenntnissen
Dritter
Davon:
Befragung
von nicht
Besuchenden
BS 12 (3 Stadt; 9 FT) 10 (83%) 10 (83%) 3 (25%) 2 (20%)
NZ 6 4 (66,7%) 3 (50%) 1 (16%) 0
QM 5 3 (60%) 3 (60%) 2 (40%) 1 (20%)
Gesamt 17 (74%) 16 (70%) 6 (26%) 3 (13%)
(N=23)Seite 38 von 38

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Datenstand: 02.11.2026, 23:06 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de