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232180 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg

Nummer
232180
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
16.11.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 16.11.2023
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 14.05.2024

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 14.05.2024 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 133,1 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 232180-02 AA BBB-Änderungsantrag: Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg
  2. 232180-03 ST Bürgerantrag: Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg
  3. 232180-01 ST Bürgerantrag: Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg
  4. 232180-04 AA Änderungsantrag Koalition: Bürgerantrag: Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg Antrag zur Vorlage 232180

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Text anzeigen (3.732 Zeichen)
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
232180
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
08.11.2023
Bürgerantrag: Aberkennung der Ehrenbürgerwürde
von Paul von Hindenburg
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
06.12.2023 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag ist auf die Entziehung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hinden-
burg gerichtet.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 3
Antrag an den Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger des
Rates der Stadt Bonn
Es wird beantragt:
Der Rat der Stadt Bonn entzieht Paul von Hindenburg die Ehrenbürger-
würde und streicht dessen Namen aus der entsprechenden Liste.
Dieser Bürgerantrag steht in Zusammenhang mit dem Bürgerantrag vom
16.6.2020 (1. Umbenennung Hindenburgplatz und Hindenburgallee / 2. Strei-
chung Paul von Hindenburgs aus der Liste der Ehrenbürger) und dem entspre-
chenden Beschluss des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
vom 14.4.2021:
1. Der Hindenburgplatz und die Hindenburgallee werden umbenannt.
2. Die Verwaltung wird gebeten, im Zuge der Erarbeitung des Gesamtkonzepts „Aktive
Erinnerungskultur“ Lösungsansätze zu erarbeiten, um dem Antragsinhalt (Aberken-
nung der Ehrenbürgerwürde) in geeigneter Weise zu entsprechen.
Die Umbenennungen sind inzwischen vollzogen worden; an den zahlreichen
vom Projekt „Aktive Erinnerungskultur“ angebotenen Veranstaltungen haben
einige von uns teilgenommen. Einwände gegen unser Anliegen, Hindenburg aus
der Ehrenbürgerliste Bonns zu streichen, haben wir nicht wahrgenommen.
Über unseren Antrag zur Aberkennung der Ehrenbürgerwürde Paul von Hinden-
burgs kann und sollte nun zügig - unabhängig von weiteren Entscheidungen ü-
ber die Umbenennung von Straßen, Plätzen und öffentlichen Orten - eine Ent-
scheidung getroffen werden.
Ehrenbürgerin bzw. Ehrenbürger ist üblicherweise die höchste von einer Kom-
mune vergebene Auszeichnung für eine Persönlichkeit, die sich in herausragen-
der Weise um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger oder um das Ansehen des
Ortes verdient gemacht hat.
In der Liste der Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger Bonns steht seit dem
31.3.1933 der Name Paul von Hindenburg.
Unser Antrag auf Entziehung der Ehrenbürgerwürde von Paul von Hindenburg
wird wie folgt begründet:
Hindenburg war an Kriegsverbrechen im 1.Weltkrieg maßgeblich beteiligt, er
hat einen früheren Waffenstillstand bzw. Friedensschluss systematisch verhin-
dert und damit weitere Kriegsopfer billigend in Kauf genommen.
Hindenburg war Urheber der sog. Dolchstoßlüge: das angeblich „im Felde unbe-
siegte Heer“ sei „von hinten“ (von der nach Frieden und Demokratie strebendenSeite 2 von 3
Zivilbevölkerung) „erdolcht“ worden, was zur militärischen Niederlage geführt
habe.
Hindenburg hat Hitler zum Reichskanzler ernannt; er war daher Totengräber
der Weimarer Republik, Steigbügelhalter Hitlers und Wegbereiter der national-
sozialistischen Gewaltherrschaft.
Hindenburg ebnete mit Notverordnungen, die u.a. die Grundrechte auf Dauer
außer Kraft setzten, den Weg zur faschistischen Diktatur.
Bonn als eine weltoffene Stadt, ein wichtiger Standort der Vereinten Nationen
und Sitz zahlreicher (inter-)nationaler Organisationen, steht für Menschen- und
Bürgerrechte, Demokratie, Sozial- und Rechtsstaatlichkeit, nicht für Militaris-
mus, Monarchismus, Unfreiheit und Unterdrückung.
Mit der Umbenennung des Hindenburgplatzes und der Hindenburgallee hat sich
der Bürger*innenausschuss bzw. der Rat diese Argumente bereits im wesentli-
chen zu eigen gemacht.Seite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 00:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de