232168-04 · Mitteilungsvorlage
Schutz der Hirschkäfer am Venusberg durch Geschwindigkeitsbeschränkung Hier: Rückmeldung zum geänderten Beschluss aus der Sitzung der BV Bonn am 11.03.2025
Kerndaten
- Nummer
- 232168-04
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 26.12.2025
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Venusberg Hauptort
- Röttgen
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 232168-04 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Schutz der Hirschkäfer am Venusberg durch Geschwindigkeitsbeschränkung Hier: Rückmeldung zum geänderten Beschluss aus der Sitzung der BV Bonn am 11.03.2025 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 20.01.2026 Kenntnisnahme Begründung Die Verwaltung teilt zu Punkt 2 und Punkt 3 des geänderten Beschlusses aus der Sitzung der BV Bonn am 11.03.2025 zu DS 232168 Folgendes mit: • Zu Punkt 2: Die Stadtförsterei Bonn berichtet über die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes der Hirschkäfer. In den letzten Jahren wurden keine alten Eichen aus holzwirtschaftlichen Gründen gefällt. Die zuletzt entnommenen älteren Eichen im Derletal wurden aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt. Die Stämme wurden vor Ort belassen, da die Abteilung seit Sommer 2025 im Rahmen des Förderprogramms Klimaangepasstes Waldmanagement unter Prozessschutz steht. Zudem befinden sich bereits im Zuge der Naturland-Zertifizierung mehrere eichengeprägte Bereiche unter Prozessschutz, beispielsweise das Gebiet des Katzenlochbachtals. Dort profitieren unter anderem Hirschkäfer langfristig von den vorhandenen Totholzstrukturen. Insgesamt bemüht sich der Stadtforst um eine Stärkung und Ausweitung der Eichenbestände. Es werden neue Eichen gepflanzt, und im Rahmen eines gezielten Lichtmanagements – etwa im Bereich der Tongrube Röttgen – werden Eichen gefördert und freigestellt. • Zu Punkt 3:Seite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Die Stadtförsterei Bonn wird folgende Maßnahmen in vermehrtem Umfang durchführen: a. Alte Eichen, die für die Fortpflanzung und Ernährung der adulten Hirschkäfer notwendig sind, bleiben im Bestand erhalten, auch wenn sie bereits morsch und brüchig sind. (s. Begründung 3) Das entspricht dem Vorgehen im Stadtforst. Allerdings muss auf die phytosanitäre Situation der Eichen hingewiesen werden. Der Befall durch Kern- und Eichenprachtkäfer nimmt deutschlandweit zu. Ein Belassen von eindeutig befallenen Bäumen kann den Gesundheitszustand der umliegenden Eichenbestände beeinträchtigen. Daher ist künftig ein besonders vorsichtiges und gut abgewogenes Vorgehen erforderlich. Eine ausführliche Erläuterung der aktuellen Problemlage rund um die Eiche stellt die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt unter folgendem Link bereit. b. Die Erdstammblöcke (Baumstümpfe) bereits gefällter Eichen, die für eine erfolgreiche Larvenentwicklung der Hirschkäfer (5-8 Jahre) Voraussetzung sind, verbleiben dauerhaft im Waldboden bis zur endgültigen Verrottung. (s. Begründung 3) Dies ist vor Ort sichergestellt. • Zum Prüfauftrag und Kontaktaufnahme: Die Verwaltung wird darüber hinaus gebeten, mit der Biologischen Station Bonn / Rhein-Erft Kontakt aufzunehmen, um eine mögliche Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz der Hirschkäfer durch die Biostation unter Inanspruchnahme von Fördermitteln zu prüfen. In diesem Rahmen sollen auch Förderprogramme der interkulturellen Umweltbildung geprüft werden. Die Untere Naturschutzbehörde (Amt 67-6) befindet sich hinsichtlich des Schutzes und der Förderung von Hirschkäferpopulationen im Bonner Stadtgebiet im regelmäßigen Austausch mit der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft. Umfassendere Informationen hierzu folgen in 2026. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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