232138 · Beschlussvorlage
Förderung der Jugendwerkstatt des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. für die Jahre 2023 und 2024
Kerndaten
- Nummer
- 232138
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 15.11.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 232138 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Förderung der Jugendwerkstatt des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. für die Jahre 2023 und 2024 Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 29.11.2023 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die Beschlussvorlage für die Jugendwerkstatt hat sich zeitlich verzögert, da die Höhe der im Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel Gegenstand politischer und interner Beratungen war. Eine zeitnahe Einbringung in den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie ist erforderlich, um dem Träger die erforderliche Planungssicherheit zu geben. Der Träger erhält bislang im laufenden Haushaltsjahr lediglich eine Abschlagszahlung auf Basis der Zuschussberechnung aus dem Haushalt 2021/2022. Daher ist ein Beschluss in diesem Jahr dringend erforderlich, um die benötigen Haushaltsmittel auszahlen zu können. Eine Verschiebung ins nächste Haushaltsjahr würde bedeuten, dass die dann zur Verfügung stehenden Mittel nicht auskömmlich sind. Beschlussvorschlag Der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. erhält für die Weiterführung der Jugendwerkstatt für das Jahr 2023 eine Förderung in Höhe von bis zu 185.107,51 € und für das Jahr 2024 eine Förderung in Höhe von bis zu 223.796,31 €. Begründung Der Caritasverband betreibt seit 1985 die Jugendwerkstatt, eine Einrichtung zur Aktivierung und Qualifizierung individuell beeinträchtigter und sozial benachtei- ligter Jugendlicher. Bei dieser Maßnahme handelt es sich um ein niedrig- schwelliges werkpädagogisches Angebot der Jugendsozialarbeit nach §13 SGB VIII in Verbindung mit §13 3. AG KJHG NRW. Die Zielgruppe bilden Jugendliche, die • sich in sehr schwierigen Lebenssituationen befinden (fehlender Schul- abschluss, schwerwiegende persönliche Probleme, nicht ausbildungs- fähig, psychische Auffälligkeiten, mangelnde Motivation usw.) • wegen ihres ungesicherten Aufenthaltsstatus nicht an vorberuflichenSeite 1 von 4 Seite 2 Bildungsmaßnahmen teilnehmen können und in der Jugendwerkstatt eine bedarfsgerechte Förderung erhalten • nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht noch ungeeignet für die be- rufsvorbereitenden Maßnahmen der Agentur für Arbeit, des Jobcenters oder ähnlicher Angebote sind und • einer besonders intensiven Förderung für den Einstieg in den Beruf be- dürfen. Die Jugendwerkstatt bietet bisher insgesamt 30 Plätze in den Werkbereichen Friseur/Körperpflege (11 Plätze), Hotel/Gaststätten (11 Plätze) und Fahrrad- technik (8 Plätze) an, um eine erste handwerkliche Orientierung zu geben und Grundkenntnisse zu vermitteln. Darüber hinaus sieht das Förderkonzept die Teilnahme am Unterricht im Robert-Wetzlar-Berufskolleg, Stützunterricht sowie sozialpädagogische Einzelförderung und Gruppenarbeit vor. Ziele sind die Sta- bilisierung der Jugendlichen, Aufarbeitung von Problemfeldern, Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, Entwicklung einer individuellen beruflichen Perspekti- ve sowie die Vermittlung in eine weiterführende Maßnahme der vorberuflichen Bildung, in Ausbildung oder in Arbeit, oder auch das Nachholen des Haupt- schulabschlusses. Im Handlungsfeld „Übergang in den Beruf“ ist die Jugendwerkstatt des Caritas- verbandes ein langjährig bewährtes Bonner Angebot. Ihre inhaltliche Ausrich- tung zielt darauf ab, Jugendliche mit besonders vielen und sehr komplexen Problemen zu fördern und ihnen eine realistische berufliche Orientierung zu vermitteln. Insofern ist sie eine Vorstufe und häufig auch die notwendige Vor- aussetzung für eine vorberufliche Bildung, wie sie in den Berufskollegs oder den Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Agentur für Arbeit stattfindet. Die Jugendwerkstatt und das Robert-Wetzlar-Berufskolleg arbeiten beispielhaft zum Wohl der Jugendlichen zusammen. Einige der Teilnehmerinnen und Teil- nehmer sind Schulverweigerer, d.h. sie nehmen Schule nicht mehr als Lernort an. Da die Jugendwerkstatt in den Räumen und auf dem Gelände des Robert- Wetzlar-Berufskollegs durchgeführt wird, werden diese Jugendlichen erneut mit Schule konfrontiert. Durch die gute und enge Kooperation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendwerkstatt mit den Lehrerinnen und Lehrern des Be- rufskollegs werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maßnahme behut- sam erneut an Unterricht herangeführt. Sie werden in kleineren Klassen unter- richtet und sie erhalten Einzelförderung im Stützunterricht der Jugendwerk- statt. Die Stützlehrer*in und die Werkpädagog*innen der Jugendwerkstatt sind in einem engen und guten Austausch mit dem Lehrerkollegium des Berufskollegs, um die jeweiligen Lehrinhalte aufeinander abzustimmen. Dieses spezielle Förderangebot der Caritas verhilft den Jugendlichen bei ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Integration, die sonst chancenlos und massiv von Arbeitslosigkeit bedroht wären. Der Caritasverband hat bereits 2020 mitgeteilt, dass die Finanzierung nicht ausreichend ist. Inzwischen wurde mitgeteilt, dass das Jobcenter ab Sommer 2022 die Ko-Finanzierung nicht fortführen kann, da sich die gesetzlichen Grundlagen geändert haben. Weiterhin wird mit einer Förderung des Angebo- tes durch das Land NRW von gut 200.000 Euro jährlich gerechnet. Auf Basis einer aktualisierten Kostenübersicht des Caritasverbandes wurde der Förder-Seite 2 von 4 Seite 3 bedarf neu berechnet. Hierbei wird eine jährliche Dynamisierung der Personal- kosten mit 1 % zugrunde gelegt. Die Jugendwerkstatt des Caritasverbandes wurde im HH-Jahr 2021 mit einem Zuschuss in Höhe von 122.412 EUR und im HH-Jahr 2022 mit einem Zuschuss in Höhe von 123.636 EUR gefördert. Die benötigten Fördermittel für die Förderung in 2023 und 2024 sind im Haus- halt enthalten. Die Jugendwerkstatt des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. stellt schon seit Jahren einen festen Bestandteil im Bereich „Übergang Schule – Beruf“ dar. Die Entwicklung und die aktuelle Situation lassen erwar- ten, dass ein Bedarf für diese Einrichtung auch zukünftig weiterhin bestehen wird. Finanzielle Auswirkungen: 2023 Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.06.05 Sonst. Leistungen zur Förderung junger Men- schen und Familien 1.06.05.05 Jugendsozialarbeit Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 185.107,51 € 151000605/ 731000 2023 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 185.107,51 € 2024 Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.06.05 Sonst. Leistungen zur Förderung junger Men- schen und Familien 1.06.05.05 JugendsozialarbeitSeite 3 von 4 Seite 4 Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 223.796,31 € 151000605/ 731000 2024 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 223.796,31 € Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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