232066 · Antrag
10+1 Bäume für die Opfer des NSU
Kerndaten
- Nummer
- 232066
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 02.11.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Integrationsrates Anregung
Dateien
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Antrag öffentlich 232066 Antragsteller/in: Tunc Karamanli, SPD-Liste; Binnaz Öztoprak, SPD-Liste 31.10.2023 10+1 Bäume für die Opfer des NSU Beratungsfolge Integrationsrat 21.11.2023 Anregung Inhalt des Antrags Der Integrationsrat bittet die Stadtverwaltung zu prüfen, ob die Errichtung eines Erinnerungsortes für die zehn NSU-Opfer und die aktuellen Opfer, die durch rechtsextremistische Angriffe zu Tode gekommen sind, realisierbar ist. Die Ge- denkstätte besteht aus elf neu angepflanzten Bäumen und einer Gedenktafel. Auf der Gedenktafel sollen die Namen der Opfer des NSU möglichst namentlich genannt werden. Begründung Die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur hat in unserer Kommune und im Bundesland NRW eine außerordentliche Bedeutung und wird stetig mit verschiedenen Institutionen weiterentwickelt. In jüngster Zeit wurden immer wieder Erinnerungsstätten für die Opfer der Terrorvereinigung Nationalsozialis- tischer Untergrund (NSU) Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter geschändet bzw. zerstört. Der Integrationsrat möchte dieser Entwicklung entgegentreten und ein Zeichen setzen, das auf die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur hinweist. Die Realisierung des Gedenkortes für die Opfer des NSU und rechtsextremen Terrors, die Aufklärung über die Tat und Täter sind eine gesamtstaatliche und - gesellschaftliche Aufgabe. Sie muss dem Anspruch unserer Kommune als ei- nem Ort des vielfältigen und friedlichen Zusammenlebens gerecht werden. Das Ziel ist es, mit dem geplanten Erinnerungsort über die Dimension dieser Ver- brechen zu informieren und zu gedenken. Der Landesintegrationsrat NRW regt mit der Kampagne „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“ die Integrationsräte in NRW an, in ihren Kommunen an einem geeigneten Ort an die Opfer des Rassismus und Rechtsextremismus zu erin- nern. Dabei sollen in jeder Kommune elf neue Bäume angepflanzt werden. Die Zahl elf ergibt sich aus zehn Bäumen für die zehn Opfer des NSU und einem Baum für alle weiteren Opfer rassistischer Angriffe. Das aufklärerische Mahnmal in der Stadt Bonn steht somit in Bezug zu den weiteren geplanten Mahnmalen in anderen Kommunen. Die Pflege der Bäume kann durch Patenschaften gesichert werden. Beispiels-Seite 1 von 2 Seite 2 weise können die Schulen, die dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schu- le mit Courage“ angehören, die Verantwortung für die Bereuung der Bäume übernehmen. Auch Bürgerinitiativen, kommunale Ämter oder Privatpersonen kommen als Paten in Frage. Des Weiteren ist eine Kooperation mit dem Grünflächenamt der Stadt Bonn in Betracht zu ziehen, was die Anpflanzung und die Pflege der Bäume betreffen. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de